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Fanfiction

Der wunde Punkt - Oneshot

von waterloo

„Da seid ihr ja endlich!" Freudig lächelnd blickte Hermine Ron und Harry entgegen, die die Treppe des Jungenschlafsaals hinunterkamen.

Nicht ohne vorher den Absatz zu markieren, bis zu dem sie gelesen hatte, schlug sie ihr Exemplar der Geschichte der Zauberei zu, ließ es in ihre Büchertasche gleiten und erhob sich.

„Wollen wir dann?", fragte sie und blickte ihre Freunde erwartungsvoll an, die nun stumm vor ihr standen.

Harry und Ron tauschten einen Blick. 

Ron räusperte sich. „Hermine, wir müssen mit dir reden."

„Können wir das nicht auf dem Weg nach Hogsmeade?", wollte Hermine wissen und blickte leicht verwirrt zwischen Ron und Harry hin und her.

„Es ist wichtig", antwortete Harry und dirigierte Hermine auf das Sofa zurück. Er warf einen kurzen Seitenblick zu Ron, bevor er mit ruhiger Stimme begann: „Hermine, Ron und ich waren gerade bei Professor McGonagall ..."

„Oh mein Gott", unterbrach Hermine ihn alarmiert, „ist etwas passiert?"

„Indirekt", beruhigte Harry sie schnell. „Aber ..."

„Naja, wir müssen uns wohl bei dir entschuldigen", murmelte Ron zerknirscht. „Es soll mehreren Lehrern aufgefallen sein, dass wir dich im Unterricht zu sehr ablenken ..."

„... und dass dadurch deine mündlichen Leistungen abgesackt sind", ergänzte Harry. „McGonagall macht sich Sorgen, du könnest deine Noten dieses Schuljahr nicht mehr halten."

Aus großen Augen blickte Hermine sie an.

„Ihr habt Recht", flüsterte sie erschrocken. „Aber ich hätte nicht gedacht, dass es gleich so schlimm ist."

Sie schien kurz in Gedanken zu versinken. „Na gut, ich habe die Notizen in Geschichte der Zauberei vernachlässigt", murmelte sie. „Und letzte Stunde in Verwandlungen hätte ich wirklich aufmerksamer sein können ..."

„Verdammt, verdammt, verdammt!", brach es aus ihr heraus

Sie strich sich fahrig durch ihre Haare, sodass diese nun noch wilder aussahen als zuvor. Dann schien ein Ruck durch ihren Körper zu gehen, ihre Schultern strafften sich und ein entschlossener Blick trat in ihre Augen.

Mit energischen Bewegungen griff sie die Büchertasche zu ihren Füßen und stand auf.

„Jungs, ihr werdet heute allein nach Hogsmeade gehen", verkündete sie entschieden.

Verdutzt blickte Ron sie an: „Warum?"

Harry starrte angestrengt an Hermine vorbei aus dem Fenster.

„Warum?", echote Hermine aufgebracht und erdolchte Ron mit ihrem Blick. „Ich habe in der Bibliothek zu tun!"

Mit diesen schneidenden Worten drehte sie sich so schwungvoll um, dass ihre Haare ihr über die Schulter flogen und rauschte mit großen Schritten auf das Portraitloch zu.

Ron holte tief Luft und setze zum Reden an, doch die Luft entwich seinen Lungen lautlos. Es war Harry, der sich in letzter Sekunde ein Herz fasste.

„Hermine!"

Schon in der offenen Tür stehend wirbelte Hermine herum: „WAS?"

Ob ihres groben Tonfalls zuckte Harry zusammen.

„Schon gut", murmelte er kleinlaut.

Hermine funkelte ihn wütend an und gab einen Laut von sich, der einem Knurren gleich kam, dann war sie endgültig verschwunden.

Die Tür schwang mit einem leisen Knarren zu, danach herrschte Stille im Gemeinschaftsraum. 

Betreten sahen sich Harry und Ron an.

„Das war heftig", konstatierte Harry schließlich.

„Sie bringt uns um", murmelte Ron. „Scheiße, ich schwöre dir, sie bringt uns um ..."

Beide schwiegen.

„Und ... was ... machen wir jetzt?" Unsicher blickte Harry seinen besten Freund an.

„Das, was sie gesagt hat: Wir gehen alleine nach Hogsmeade", seufzte Ron.
 
„Wir müssen es ihr sagen."

„Ja."

Wieder schwiegen beide.

„Aber erst, wenn sie sich abgeregt hat", entschied Ron.
 

~*~

 
Hermine war die einzige Schülerin, die sich am Sonntagabend in der Bibliothek aufhielt. Sie saß umgeben von Bücherstapeln über ein Pergament gebeugt und schrieb verbissen Zeile um Zeile.

Das schlechte Gewissen stand Harry und Ron ins Gesicht geschrieben, als sie an den Tisch herantraten. Sie kamen nicht umhin, zu erkennen, wie erschöpft Hermine war.

„Du warst nicht beim Abendessen", ergriff Ron das Wort, was Harry die Augen verdrehen ließ.

„Hatte zu tun", murmelte Hermine ohne den Blick von ihrem Pergament zu heben.

„Aber, Hermine ..."

„Psst", zischte Hermine leise. „Das hier ist Bibliothek, hier wollen Leute arbeiten."

„Hermine", wagte Harry anzumerken, "wir sind alleine. Außer uns ist niemand hier."

Hermine sah auf, fixierte Harry und Ron kurz mit leicht zusammen gekniffenen Augen.

„Und ich will arbeiten." Sie hatte sich schon wieder ihren Aufzeichnungen zugewandt, als sie noch einmal aufsah und etwas versöhnlicher hinzufügte: „Wir sehen uns später im Gemeinschaftsraum, ja?"

„Nein." Ron zog einen Stuhl heran und setzte sich. Harry tat es ihm gleich. „Wir müssen reden."

„Nicht jetzt!" Hermine war sichtlich genervt. „Das hat Zeit, ich bin bald fertig."

„Hermine ..."

„Nichts? Hermine", brauste sie auf. „Jetzt nicht!"

Zwischen ihren Augenbrauen hatte sich eine steile Falte gebildet. Verbissen schrieb sie weiter.

„Hermine", ermahnte Harry sie sacht, „weißt du, was heute für ein Tag ist?"

„Man stelle sich vor, das kenne ich", schnappte Hermine. „Es ist Sonntag. Das heißt, dass morgen Montag ist. Und Montag wird Professor Snape unsere Aufsätze einsammeln."

Mit einem Kopfnicken deutete sie auf die Pergamentrollen auf dem Tisch.

„Hermine, du hattest diesen Aufsatz bereits am Freitagabend fertig", bemerkte Harry.

„Der war nicht gut", verkündete Hermine. „Jetzt ist er gut."

Sie fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. Es war nicht zu übersehen, dass sie müde war.

„Lasst mich jetzt alleine. Bitte." Ein harter Ausdruck war in ihre Augen getreten und unter dem kräftigen Druck ihrer Hand kratzte die Feder auf dem Pergament.

Harry und Ron seufzten simultan auf.

Harry legte ihr sanft eine Hand auf den Arm, um sie am Schreiben zu hindern.

„Leg doch mal bitte für einen Moment die Feder aus der Hand", bat er sie eindringlich.

Sichtlich unwillig folgte Hermine der Aufforderung. Dann blickte sie abwartend ihre beiden Freunde an.

„Aber schnell!", forderte sie.

„Wir sind gekommen, um uns zu entschuldigen."

Der verbissene Gesichtsausdruck verschwand aus Hermines Gesicht und ihre Züge glätteten sich.

„Ihr müsst euch nicht entschuldigen. Schließlich ist es nicht eure Schuld." Ein kleines Lächeln schlich sich auf ihre Lippen: „Es ist wirklich lieb von euch. Aber es ist meine Schuld, dass meine Leistungen abgerutscht sind. Ich hätte mich nicht von euch ablenken lassen dürfen."

„Wir ..."

Hermine fiel Ron ins Wort: „ICH muss mich entschuldigen. Ich hätte meinen Zorn nicht an euch auslassen dürfen."

Nun war es Hermine, die sich sichtlich unwohl fühlte.

„Ich bin auf mich wütend, nicht auf euch."

„Sollte andersrum sein", murmelte Harry bitter.

„Wisst ihr", fuhr Hermine fort, „meine Noten sind mir wirklich wichtig."

„Wissen wir", nuschelte Ron.

Verlegen strich Hermine über ihre Schreibfeder.

„Darum würde ich jetzt gerne weitermachen, ja?"
 
„Nun, weißt du - ", wagte Harry einen neuen Versuch.

„Jetzt sei mal ruhig, Harry" unterbrach Ron ihn rabiat. „Lass mich das machen."

Zwei Augenpaare fixierten Ron. Dieser holte tief Luft:

„Hermine, heute ist der erste April und wir dachten, wir könnten dich auf den Arm nehmen, indem wir dir erzählen, dass McGonagall um deine Noten besorgt sei, aber das nicht wahr, verstehst du, das haben wir uns ausgedacht, um dich reinzulegen, weil doch heute der erste April ist und wir dachten, es könnte witzig sein ..."

An dieser Stelle blieb Ron keine Luft mehr und er schloss seinen Mund.

„Es tut uns wirklich sehr leid", fügte Harry beschämt hinzu.

Vorsichtig schauten sie Hermine in ängstlicher Erwartung entgegen. 

Alle Spannung wich aus ihrem Körper, ihre Schultern sackten nach vorn und sie ließ ihren Kopf hängen.

„Oh", war alles, was sie für eine lange Zeit sagte.

„Das war nicht witzig", meinte sie dann leise.

„Nein", antworteten Harry und Ron gleichzeitig.

Hermine vergrub aufseufzend ihren Kopf in den Händen.

Bedrückt schwiegen die Jungen.

„Ich bin so dumm", klang es dumpf durch Hermines Hände.

Besorgt sahen Harry und Ron sie an.

„Ich bin vollkommen ausgerastet. Vollkommen. Ich bin so dumm."

Matt hob Hermine den Kopf und sah ihre Freunde aus feuchten Augen an. Die Fassungslosigkeit war ihr ins Gesicht geschrieben.

Stumm schüttelte sie den Kopf, dann stand sie auf und ging.

Die beiden Jungen blieben in der Bibliothek zurück. Keiner machte den Versuch, sie aufzuhalten.

"Hast du Hermine schon mal sprachlos erlebt?", wagte Ron nach einer langen Weile zu fragen.

Harrys Antwort war ein Seufzen.

"Das hat sie mehr getroffen, als wir gedacht hätten", murmelte er. "Und mehr, als sie gedacht hätte ..."

Ron starrte die eng beschriebenen Pergamentrollen an, die Hermine einfach hatte liegen lassen.

"Jetzt hat sie ihre Sachen hier vergessen", stellte er leise fest.

"Ich glaube nicht, dass sie diese vergessen hat", bemerkte Harry.

Er war es, der ihre Sachen schließlich zusammenpackte und sie in den Gemeinschaftsraum brachte.

Dort saß Hermine und starrte ins Kaminfeuer.

Als Harry ihr die Sachen gab, ließ sie diese unachtsam auf den Boden fallen. Dann jedoch lächelte sie Harry schief zu.

„Magst du dich noch zu mir setzen?"


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