
Unterdessen waren Hermine und Ron auf den Rückweg zur Schule. Die Sonne war bereits am Untergehen, und die beiden hatten mit Harry vereinbart sich gemeinsam in der Großen Halle zum Abendessen wieder zu treffen. Ron wollte die Zweisamkeit mit Hermine eigentlich nutzen, um ihr zu gestehen, dass er für sie mehr empfindet als "nur" Freundschaft, doch irgendwie fand er nicht den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Worte. Außerdem wollte Ron doch noch erst mit Harry über die ganze Sache sprechen, schließlich war er sein bester Freund, er sollte es als erster erfahren und Ron wollte auch nicht das Harry sich irgendwie ausgegrenzt oder der gleichen dadurch fühlte...
Als die beiden Hogwards wieder erreichten, wollte Hermine doch noch schnell hoch in den Gemeinschafsraum um ihre neue Feder, die sie gekauft hatte, wegzuräumen. Ron wollte unterdessen schon in die Große Halle, um zu schauen ob Harry schon da war. Ron blickte sich um, sah aber Harry nirgends hocken und so suchte Ron eben einen Platz für sich drei. Hermine kam ein paar Minuten später die riesige Tür der Großen Halle wieder herein und auf Ron zugelaufen. Dieser fragte: "Wo hast du den Harry gelassen?" Hermine antwortete verdutzt: "Wie, ich dachte der ist schon bei dir. Oben im Gemeinschaftsraum war er schließlich nicht." Hermine blickte sich um. "Harry kommt sicher gleich, vielleicht war er ja doch noch ne runde Außen oder so" meinte Ron und begann seinen Teller voll zu schaufeln, mit allem was in seiner Reichweite stand. Hermine aber wollte auf Harry warten, schließlich war es ja so abgemacht und sie aßen immer zusammen. Nach einigen Minuten sagte Ron: "Hermine, iss doch schon mal. Wer weiß wo Harry steckt, vielleicht hat er ja ein Date oder so was von dem wir nichts wissen. Wer weiß wann er kommt." "Ein Date, meinst du? Aber das hätten wir doch sicher mitbekommen, oder? Und was wenn ihm Snape oder Draco schon wieder aufgelauert haben?" Hermine zog die Augenbrauen hoch. Ron überlegt. "Na gut wenn wir fertig sind mit essen, dann suchen wir Harry." Hermine nickte zufrieden und nahm sich auch eine Kleinigkeit auf ihren Teller.
Derweil wurde Harry unsanft von den Todessern einen dunklen Gang entlang geschleift. Am Ende des Ganges war eine riesige Tür zu sehen. Harry war sich sicher, dass die beiden Todesser ihn an Voldemord übergeben werden. Harry wusste, was dann mit ihm geschehen würde. Doch eine Frage quälte ihn immer noch, was ist mit Ron und Hermine geschehen? War es doch kein Traum, und beide sind vielleicht schon längst tot? Harry war nun alles egal und fragte einfach die zwei Todesser "Wo sind Ron und Hermine? Was habt ihr mit ihnen gemacht??" Beide lachten nur. Harry versuchte sich den Todessern zu entreißen, doch es klappte nicht. Sie kamen der riesigen Tür immer näher, schließlich standen sie direkt davor. Der eine Todesser zog an eine Art unsichtbaren Seil und die Tür sprang auf. Dahinter war ein fast genauso finsterer Raum, wie der Gang schon, mit einem schwarzen Schreibtisch und einem großen Drehstuhl dahinter, darauf saß eine Person. Der Stuhl war verkehrt herum und so konnte Harry nicht direkt erkennen wer diejenige Person war. Der Raum glich ein wenig dem Büro von Severus Snape.
"Heer, wir sind da. Wir haben ihn", sagte einer der Todesser, anscheinend sehr mit sich zufrieden. Der Stuhl drehte sich, und allmählich kam Voldemord zum Vorschein. Sein Körper war mit einem schwarzen Umhang bedeckt und sein starrender Blick war angsteinflößender den jeh. Harry wollte gleich zur Sache kommen und schrie voller Wut: "Was haben sie Hermine und Ron angetan? Ich schwöre ihnen wenn sie den beiden auch nur ein Haar gekrümmt haben..." Voldemord faltete nur seine Hände und lachte. Er nickte seinen Todessern zu und befahl ihnen, Harry wegzubringen. So packten die zwei Harry wieder und gingen hinaus, liefen einen verzwickten Weg lang, ehe sie vor einer gigantisch, verschlossenen Eisentür halt machten. Ein anderer Todesser, der davor stand, entriegelte die Tür und Harry wurde in einen fast Stockfinsteren Raum hineingestoßen. Die schwere Eisentür sprang in Schloss und Harry hörte wie sie verriegelt wurde.
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