Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Oh süßer Tod - Ein sehr erfreulicher Geburtstag

von Bl00dyButterfly

Schweißgebadet wachte Harry auf. Wie nun fast jede Nacht hatte er wieder diesen Albtraum gehabt. Immer und immer wieder sah er, wie Sirius durch den Torbogen fiel und fast im selben Moment sah er, wie seine Mutter vor ihm zu Boden fiel und Voldemort sein grässliches Lachen vernehmen ließ.
Während Harry noch flach im Bett lag, suchte er mit der rechten Hand auf seinem Nachttisch nach seiner Brille. Als er sie neben dem Buch „Quidditch im Wandel der Zeiten“ gefunden hatte, setzte er diese auf und ging zu seinem Spiegel, der im inneren seines Kleiderschranks hing. In ihm sah er einen hoch gewachsenen, schlanken jungen Mann, dessen schwarzes Haar in alle Richtungen abstand und dessen hellgrüne Augen ihm erschöpft entgegensahen. Sein Ohrring, den er sich kurz zuvor hatte machen lassen, reflektierte das Licht und warf es durch den Spiegel auf Harrys Stirn.
Die feine Narbe an seiner Stirn war mit Schweißtropfen bedeckt und Harry wischte diese mit dem Ärmel seines Pyjamas ab. Die Narbe allein war ihm noch geblieben, diese Narbe bewies die aufopferungsvolle Liebe seiner Mutter zu Harry.
Denn durch Lilli Potters Liebe und ihren Tod lag ein Zauber auf Harry. Ein Zauber, den der damals mächtigste und dunkelste Zauberer der Welt nicht kannte.
Völlig erschöpft ging Harry zu seinem Bett zurück. Doch noch bevor er sich halbwegs hingelegt hatte, klopfte es an seinem Fenster. Etwas genervt sah Harry hinüber zu dem einzigen direkten Zugang zur Freiheit und erblickte seine Eule Hedwig und zwei weitere Eulen, die vor dem verschlossenen Glas darauf warteten, dass er, Harry, sie öffnete und die drei einließ. Verwundert drehte Harry sich zur Wand um und sah auf seinen Kalender. 31. Juli, sein Geburtstag, wie konnte er diesen nur vergessen haben? Wahrscheinlich hatte er durch die ganze Trauer über Sirius´ Tod und das angespannte Warten auf ein Zeichen Voldemorts nicht mehr sonderlich darauf geachtet, welcher Tag überhaupt war. Rasch schlich er zum Fenster und ließ die Eulen hinein fliegen. Sogleich setzten sich alle drei auf Harrys Bett und legten die Briefe und Päckchen ab, die sie im Schnabel transportiert hatten. Vor allem Hedwig sah sehr stolz aus. Harry stellte ihnen Vogelfutter und einen Napf frischen Wassers auf den Schreibtisch, woran sie sich gleich zu schaffen machten.
Zuerst nahm sich Harry einen der Briefe, diesen erkannte er sofort! Er war von Hagrid. In einem kurzen Satz wünschte er Harry alles Gute und hoffe, er wäre gesund.
Der zweite Brief war unverkennbar von Hermine.

Lieber Harry,

Alles Gute zum Geburtstag!
Ich hoffe die Dursleys haben Dich nicht allzu
Schlecht behandelt und es geht Dir gut.
Vielleicht gefällt Dir das Geschenk ja, keine Angst, es ist kein Hausaufgabenkalender.

Harry grinste. Die Kalender, die Ron und er von Hermine bekamen, schienen anfangs unnütz zu sein, doch wenig später war Harry Hermine dankbar, denn durch den Kalender bekam er seine Hausaufgaben besser auf die Reihe, als sonst.
Der letzte Teil des Briefes ließ ein leichtes Lächeln auf Harrys Gesicht zurück.

Leider musstest Du die erste Zeit bei den Dursleys bleiben, aber ich versichere Dir, dass wir uns schon sehr bald wieder sehen!

Alles Liebe Hermine

Harry legte das Pergament zur Seite und nahm Hermines Geschenk. Es war sehr säuberlich in braunes Papier verpackt und unverkennbar ein Buch.
Harry riss das Papier ab und sah auf den Buchtitel, der in goldenen Lettern auf dem schwarzen Cover prangte „Die innere Magie“, von Valinda Decus.
Harry legte das Buch auf seinen Nachttisch, er würde es sich später sicherlich genauer ansehen.
Der nächste Brief war etwas länger und kam von der Familie Weasley.

Lieber Harry,

Wir wünschen Dir alles Gute, zu deinem 16. Geburtstag!
Leider haben wir in letzter Zeit sehr wenig zu feiern gehabt, doch das soll uns nicht daran hindern ein Lächeln auf den Lippen zu tragen!
Wir wissen, dass Du sehr betrübt bist über Sirius´ Tod und deshalb werden wir Deinen Geburtstag nachfeiern, sobald Du hier bist.
Ja, genau, wir holen Dich von zu Haus ab.
Und du wirst Dich freuen, denn morgen früh, am 1. August um etwa fünf Uhr dreißig werden einige von uns vor Deiner Haustüre stehen.
Also ruh Dich gut aus, damit Du Morgen so schnell wie möglich hier bist.
Wir alle freuen uns auf deine Ankunft!
Mit den besten Wünschen
Ginny
Ron
Fred & George
Bill
Charly
Molly & Arthur

PS: Anbei ein bisschen Verpflegung bis dahin!

Harry hätte in die Luft springen können, so sehr freute er sich.
Ab morgen wäre er die Dursleys wieder für das restliche Jahr los. Nicht, dass sie ihm irgendetwas in letzter Zeit getan hätten, sie hatten ihn eher vollkommen ignoriert, nachdem eine ganze Horde Zauberer Onkel Vernon am King´s Cross gedroht hatten, Harry ja in Ruhe zu lassen. Natürlich hatte er Mr. Weasley alle zwei Tage einen Brief geschrieben, dass es ihm gut ginge, Onkel Vernon hatte ihn ja fast dazu gezwungen.
In dem dazugehörenden Packet war ein kleiner Kesselkuchen und eine Menge Bertie Bott´s Bohnen und Schokofrösche.
Nun war noch ein Brief übrig, der sehr amtlich wirkte. „Oh nein“, dachte Harry, „Das müssen die ZAG- Ergebnisse sein! Die hab ich ja völlig vergessen!“ Langsam öffnete er den Umschlag und entfaltete das schwere Pergament.

Sehr geehrter Mr. Potter,

im Folgenden finden Sie die Ergebnisse Ihrer ZAG- Prüfungen und im Weiteren die Pflicht- und Wahlfächer für Ihr nächstes Schuljahr an Hogwarts.
Ich wünsche angenehme Ferien!

Professor M. McGonagall
Stellvertretene Schulleiterin
Hogwarts

Harry schloss die Augen, bevor er sich die Ergebnisse auf der nächsten Seite ansah, er hoffte, er würde wenigstens in Verteidigung gegen die dunklen Künste gut abgeschnitten haben, schließlich hatte sein Patronus einige Bonuspunkte eingebracht.
In Zaubertränke, da war sich Harry sicher, war er durchgefallen und müsste Snape kein weiteres Jahr ertragen müssen, jedoch könnte das schlecht für seine weitere Berufslaufbahn sein, für die Ausbildung zum Auror war Zaubertränke nicht minder wichtig.

Ergebnisse der ZAG- Prüfungen
Potter, Harry

Zauberkunst BESTANDEN (A)
Verwandlung BESTANDEN (E)
Kräuterkunde BESTANDEN (A)
Vert. gg. d. dkl. Künste BESTANDEN (O)
Zaubertränke BESTANDEN (E)
Pflege mag. Geschöpfe BESTANDEN (E)
Astronomie BESTANDEN (A)
Wahrsagen DURCHGEFALLEN (S)
Zaubereigeschichte DURCHGEFALLEN (S)

Harry machte große Augen. Ich habe Zaubertränke bestanden???, dachte er. Aber Snape würde ihn nie in den Kurs aufnehmen, Harry hätte ein Ohnegleichen haben müssen, was anderes erlaubte dieses fiese Scheusal von Snape nicht.
Harry las weiter.


Pflichtfächer für das Jahr Sechs

Zauberkunst
Verwandlung
Vert. gg. d. dkl. Künste
Pflege mag. Geschöpfe


Wahlfächer für das Jahr Sechs

Kräuterkunde
Zaubertränke
Astronomie
Besen- Fluglehre Fortgeschritten
(Evtl.) Vert. gg. d. dkl. Künste
Grund bis Fortgeschritten

Harry stutzte. „Eventuell? Was ist das für ein Kurs? Das wäre der erste, in Frage gestellte Kurs, den ich an Hogwarts je gesehen hab“, dachte Harry.
Doch bevor er noch groß darüber nachdenken konnte, fiel ihm ein drittes Blatt Pergament auf, das in dem Briefumschlag war. Mit gerunzelter Stirn las er den Anhang.

Lieber Harry,

Aufgrund Deines Einsatzes zum Wohle Deiner Mitschüler, habe ich Deinen Schülerkurs, „Dumbledores Armee“ genannt, nun offiziell als Unterrichtsfach bereitgestellt.
Ich werde Deinen Mitschülern die genauen Umstände bei unserer nächsten Begrüßungsfeier erläutern, wie Du die Gruppeneinteilung organisierst, überlasse ich Dir, doch da sich vermutlich nicht wenige Deiner Mitschüler zu diesen Kurs anmelden werden, stelle ich Dir einen der größeren Lehrräume für dieses Vorhaben zur Verfügung.
Zudem möchte ich bemerken, dass nicht nur die Schüler der höheren Klassenstufen an diesen Kurs teilnehmen können sollen, sondern alle Schüler von Hogwarts die Möglichkeit erhalten, Ihre Zauberkünste zu verbessern, natürlich solltest Du dazu den Unterrichtsstoff der Klassenstufe gerecht machen.
Falls Du jedoch diesen Kurs nicht unterrichten möchtest, nehme ich dies zur Kenntnis und streiche dieses Lehrfach aus der Liste der Wahlfächer.
Ich erwarte Deine Eule so bald wie möglich.

Ich wünsche schöne Ferien und einen
Amüsanten Geburtstag
Professor A. Dumbledore

Harry konnte es gar nicht fassen. Die DA soll nun offiziell sein Lehrfach sein. Er, Harry, sollte alle Schüler der gesamten Schule unterrichten, selbst wenn sie älter und begabter waren als er selbst.
Ob Hermine und Ron schon davon wussten? Wenn nicht, würde er sie überraschen, sie sollten es dann von Dumbledore erfahren, schließlich hatten sie ihm im vergangenen Jahr auch nichts geschrieben und waren doch die ganze Zeit zusammen gewesen, nur er musste allein bei den Dursleys, völlig unwissend, bleiben.
Er zog ein Blatt Pergament unter den ganzen Briefen hervor, suchte nach Tinte und Feder und schrieb die Antwort an Dumbledore, schließlich hatte Harry absolut nichts dagegen, die DA weiter zu führen.




Sehr geehrter Professor Dumbledore,

Ich bin ihnen sehr dankbar, dass sie mich die DA nun offiziell unterrichten lassen, natürlich werde ich diese Aufgabe so gut ich kann erfüllen!
Nochmals vielen Dank!!!

Mit freundlichen Grüßen
Harry

Er gab das Pergament Hedwig und flüsterte: „Das ist für Dumbledore, ich hoffe du weißt, wo er steckt. Nimm deine beiden Freunde auch gleich mit, wir sehen uns morgen, ja?“
Hedwig schuhute leise, als Zeichen, dass sie verstanden hatte. Sie breitete ihre Flügel aus und flog aus dem Fenster in die dunkle Nacht hinein, die beiden anderen Eulen folgten ihr und Harry schloss froh das Fenster.
Er war viel zu aufgeregt, als dass er hätte schlafen können. Das war mit Abstand der schönste Geburtstag, den er bis dahin gehabt hatte, doch morgen würde es wohl noch besser werden, wenn er erst einmal bei seinen Freunden war.
Irgendwann mitten in der Nacht war Harry dann doch eingeschlafen und seine Brille, die er vergessen hatte abzulegen, hang ihn von einem Ohr herab.
Und kein Albtraum suchte ihn in den nächsten Stunden bis zu seinem Erwachen heim.
Punkt vier Uhr klingelte der alte Wecker und Harry schreckte hoch. Er war eigentlich viel zu müde, um jetzt schon aufzustehen aber er wollte rechtzeitig fertig sein, wenn seine Freunde ankommen würden. Dazu hatte er also noch eineinhalb Stunden Zeit.
Die Dursleys schliefen noch in aller Seelenruhe, was Harry nicht besonders störte. Er hörte Dudleys lautes schnarchen aus dem Nachbarzimmer und war sich sicher, dass Onkel Vernon bei dieser Lautstärke nichts davon mitbekommen würde, wenn es an der Tür klingelte und Harry abreiste. Harry stutzte. Kamen sie denn nun wirklich auf normalem Wege durch die Tür, wie letztes Mal? Er könnte nach draußen gehen und Ausschau halten, und den jetzigen Wächter fragen, denn überall in seiner Nähe waren Mitglieder des Ordens, die ihn bewachten, auch wenn sie sich nicht zeigten, war es offensichtlich, denn so konnten sie Harry beschützen, falls ihm etwas passieren würde.
Aber vielleicht sollte Harry doch lieber im Haus warten, sie würden schon noch kommen.
Gedanken versunken zog Harry seine Jeans und ein T-Shirt über, suchte seine Sachen zusammen und packte den Koffer. Er hatte sich angewöhnt, seine Kleidung etwas zusammen zu falten und die Bücher ordentlich zu stapeln, so passte mehr in den Koffer.
Nach kaum einer halben Stunde hatte alles seinen Platz gefunden – fast alles.
Auf der Suche nach noch vergessenen Kleidungsstücken oder Federn sah Harry sich noch einmal im Zimmer um. Jetzt, wo alles im Koffer war, sah der Raum ziemlich leer aus. Doch plötzlich fiel sein Blick auf den Nachttisch. Er hatte das Buch von Hermine völlig übersehen. Er nahm das Buch in die Hand und überflog die Seiten.
Zeichnungen waren nicht darin, doch uninteressant war es auch nicht. Gestern Nacht hatte Harry sich keine großen Gedanken darum gemacht, worum es in dem Buch ging, doch nun, da er vereinzelte Sätze las, wurde ihm klar, dass Hermine ein gutes Gespür für interessante Bücher hatte. Dieses Buch behandelte die Zauberstablose Magie.

Jeder Zauberer und jede Hexe hat die Magie in sich, der Zauberstab dient nur dazu, diese Magie zu bündeln und kontrollierbar auszusenden.

Das war freilich ein sehr gutes Buch, im Weiteren standen die Lektionen, mit denen man langsam lernte diese innere Magie einzusetzen.
Sobald Harry bei seinen Freunden wäre, würde er Hermine auf jeden Fall herzlichst dafür danken.
Harry hatte sich so sehr in das Buch vertieft, dass er die Zeit völlig vergas.
Es kam ihm wie nur wenige Minuten vor, dass es plötzlich an der Tür klingelte. Harry sprang auf, legte das Buch aufs Bett und lief nach unten, um zu öffnen. Vor ihm standen, von der aufgehenden Sonne angeleuchtet, Lupin, Tonks, Arthur Weasley, Mad Eye Moody und Kingsley Shacklebolt und lächelten Harry entgegen.
„Guten Morgen Harry!“, flüsterte Lupin, „Guten Morgen, kommt nur rein, die Dursleys schlafen noch!“. Leise traten die eigentlich unerwünschten Besucher ein und Harry führte sie in das Wohnzimmer der Dursleys, wo sie sich setzten.
„Nun Harry“, sagte Mr. Weasley, „hast du deinen Koffer schon gepackt?“. Harry nickte und Tonks, heute mit lockigem, brünettem Haar sprang auf und folgte Harry nach oben, um seine Sachen zu holen. Die anderen Besucher unterhielten sich leise über die anschließende Abreise. „Oh, du hast deine Sachen geordnet? Du hast dich ja ganz schön gewandelt, mein Lieber!“, flüsterte Tonks entzückt, als sie Harrys Koffer betrachtete. „Und das Buch da, musst du das nicht noch einpacken?“, sie deutete auf Harrys Bett, wo dieser vorhin Die innere Magie abgelegt hatte. „Oh,“, sagte Harry und legte das Buch zu den anderen im Koffer, „Danke, das hätte ich beinahe vergessen.“. Tonks las den Titel und sah Harry an. „Ist das nicht noch ein bisschen zu schwierig für dich? Stablose Magie beherrscht kaum ein Zauberer so gut, dass er sie auch gezielt einsetzen kann. Ich habe es auch schon einmal versucht, doch anstatt Wasser zum Kochen zu bringen, habe ich die Teekanne zerspringen lassen.“. Harry grinste. „Das Buch habe ich von Hermine zum Geburtstag bekommen. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig ist, aber versuchen kann ich’s ja mal.“. Tonks nickte und setzte einen Gesichtsausdruck auf, der eindeutig sagte, Du wirst einmal einer der Besten Zauberer, da bin ich sicher.
Leise schlichen die beiden, den Koffer in der Mitte tragend, nach unten zu den Wartenden.
„Nun, dann werden wir dich mal unsichtbar machen“, brummelte Moody. Wie schon beim letzten Mal klopfte Moody Harry hart auf den Kopf und ein kalter Schauer rieselte über seinen Körper. Doch dieses Mal desillusionierten sich auch Lupin, Tonks, Moody, Mr. Weasley und Kingsley Shacklebolt, denn die Sonne stand schon ziemlich hoch am Horizont. „Ich lasse deinem Onkel einen Brief hier, nur für den Fall, dass sie sich noch Sorgen machen, du könntest weggelaufen sein.“, sagte Lupin und fügte bei Harrys zweifelnden Blick hinzu: „Sie könnten in Panik geraten, dass wir hier auftauchen, weil du nicht mehr da bist!“. Mr. Weasley grinste und Tonks erwiderte: „Das würde denen aber mal gut tun, wenn sie so unter Druck stehen! Vielleicht nimmt dein Cousin endlich mal etwas ab, durch die vielen Schweißausbrüche, die er dann erleidet!““. Ein leises Lachen ging durch die Runde. „So, nun aber los!“, sagte Shacklebolt und Harry schnappte sich seinen Feuerblitz und führte sie in den Garten, von dem aus sie starten konnten. Lupin legte noch den Brief für Onkel Vernon bereit und kam nach. „Wir bewachen dich Potter, wie schon das letzte Mal, ich bleibe deine Rückendeckung, wenn sie angreifen, dann von hinten!“. „Es wird uns wohl kaum jemand angreifen, Mad Eye.“, erwiderte Mr. Weasley, „Nun aber los, auf drei! Eins, … Zwei,… Drei“. Und schon gingen alle in die Lüfte, Harry kam es vor, als wäre er im Himmel. Wieder fliegen zu können war eine Erholung von all der Aufregung in letzter Zeit. Harrys Koffer und Hedwigs Käfig hatte Mr. Weasley verkleinert und in seinen Mantel gesteckt, so gab es keinen größeren Aufwand und sie flogen Stundenlang ohne irgendeine Unterbrechung.
Diesmal führte Tonks die Truppe an, sodass sie auf dem direkten Wege zum Grimmauldplatz waren. Da sie alle unsichtbar waren, wäre es normalerweise unmöglich die Truppe beieinander zu halten, da keiner wüsste, wo der andere war. Doch durch einen weiteren kleinen Zauberspruch hatte Lupin sie alle mit einem Zauber belegt, der es ihnen möglich machte, unsichtbare Zauberer als eine Art Leuchtkugel zu sehen und so folgte jeder einer kleinen bunten Kugel, die durch die Luft schwebte.
Gerade flog die unsichtbare Truppe über Ländereien als plötzlich ein riesiger Rabe über ihnen herflog. Harry kam es vor, als könnte er sie trotz der Desillusionierung sehen und hätte nicht die Absicht sie aus den Augen zu lassen. Harry sah hinüber zu Mr. Weasley, der gerade als grüner Ball neben ihm her flog. Er schien den Vogel nicht auffällig zu finden, sonst hätte er wohl schon etwas unternommen. Doch plötzlich ging der Rabe in den Sturzflug und hatte Harry ins Visier genommen. Nun bemerkten auch seine Wächter den Raben und flogen dicht an Harry heran, alle zusammen, ausgenommen Harry, da dieser ja nicht zaubern durfte, riefen sie: „Stupor!“. Der Rabe krächzte laut und schien abzustürzen, worauf aber gleich mehrere Raben wie aus dem Nichts erschienen. Wieder gingen diese in den Sturzflug um Harry anzugreifen, wieder wehrten seine Wächter die Vögel ab. Die folgende Zeit kamen keine Vögel mehr und auch sonst passierte plötzlich nichts mehr, was Harry nur allzu merkwürdig fand.
Schließlich landeten sie vor den Häusern Grimmauldplatz 11 und 13. „Weißt du noch den Spruch, den du dir letztes Jahr merken solltest, Harry?“, fragte Lupin. „Ja, ich weiß ihn noch, kein Problem!“, erwiderte Harry. Alle sahen zu den Häusern hinüber und wie aus dem Nichts war das Haus Nummer 12 aufgetaucht. Mr. Weasley klopfte an die Tür. Wenig später öffnete Mrs. Weasley und ließ die Truppe ein. Einer nach dem anderen desillusionierten sie sich und standen schließlich wieder völlig zu sehen in der Eingangshalle des Hauses Black.
Doch die Anwesenheit in diesem Haus gab Harry einen Schmerzhaften Stich. Noch vor einem Jahr hatte ihn hier Sirius froh begrüßt und nun… war er nicht mehr hier. Die Trauer musste Harry ins Gesicht geschrieben stehen, denn Mrs. Weasley kam auf ihn zu, umarmte ihn und flüsterte: „Es wird alles gut, mein Lieber, mit der Zeit wirst du sehen, dass es besser ist.
Keiner konnte es verhindern!“.
Sie ließ Harry wieder los und dieser schenkte Mrs. Weasley ein kleines Lächeln, damit sie sich nicht so sehr sorgte. Im Stillen war er ihr dankbar für all die Fürsorge. „Nun denn, Harry, komm gehen wir in die Küche!“, sagte Lupin und wies Harry in das entgegen gesetzte Zimmer, die Küche. Kaum dort angekommen wurde er mit Jubelrufen begrüßt. Hermine kam auf ihn zu gestürmt und umarmte ihn herzlich, „Schön, dass du endlich hier bist!“. Ron kam ebenfalls dazu und gab Harry einen Klaps auf den Rücken: „Hey Alter, hast die Zeit gut überstanden?“. Harry nickte. Er war froh, dass er jetzt etwas abgelenkt war, denn dieses Haus erinnerte ihn zu stark an Sirius. Wenn Ron, Hermine, Ginny und Fred und George nicht wären, würde er jetzt in tiefe Trauer verfallen. Doch sie alle dachten gar nicht daran, Harry auch nur einen Gedanken an Sirius verschwenden zu lassen.
Mitten in der Küche hatten sie ein Spruchband aufgehängt HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH HARRY! Es war ein munteres Treiben, doch Harry beteiligte sich mit der Zeit kaum noch an all den Gesprächen und so saß er wenig später zwischen Ginny und Tonks, welche witzige Grimmassen schnitt, um sie zu belustigen. Abgesehen davon, dass Sirius fehlt, ist trotzdem noch irgendetwas anders! dachte Harry. Und wenig später sah er auch was.
Ron und Hermine saßen etwas abgelegen von allen anderen und waren am tuscheln. Diese Art kannte Harry gar nicht von ihnen. Interpretierte er das richtig? Waren die beiden wirklich…? Harry stand auf und ging auf Ron und Hermine zu. Die Beiden schienen Harry gar nicht zu bemerken, bis er sie ansprach. „Was ist denn mit euch los? Läuft da was, wovon ich wissen sollte?“. Ron sprang auf und die Röte schoss ihm ins Gesicht. Auch Hermine sah verlegen aus und damit bestätigte sich Harrys Vermutung. „Schon klar! Ihr braucht mir nichts zu sagen, ich seh´ schon, lasst euch nicht weiter stören!“, sagte er und wandte sich zu gehen, doch Hermine hielt ihn am Arm fest. „Tut uns Leid Harry, wir hätten es dir schon eher sagen sollen. Ja, Ron und ich sind ein Paar. Was aber nicht heißt, dass du jetzt nicht mehr dazu gehörst. Du bist immer noch unser Freund!“. Ron nickte stumm. „Wie lang läuft das nun schon mit euch? Ich hatte schon immer eine Vorahnung, dass euer Verhalten nicht ganz normal ist!“. Nun fand Ron seine Stimme wieder und erwiderte: „Jetzt mach aber mal halblang, Harry! Wir haben dich nie vernachlässigt und so was ist nun nicht gerade eine offene Sache!“. Harry warf Ron nur einen vernichtenden Blick zu und ging. Von allen anderen merkte keiner, dass Harry einfach aus dem Raum und nach oben in das Zimmer ging, das er sich mit Ron teilte. Nicht gerade eine offene Sache, nein, aber ich dachte wir wären befreundet, da ist so was doch normal, wenn man sich so was erzählt! dachte Harry wütend. Nun war er wirklich deprimiert. Sirius war Tod, Voldemort kam wieder an die Macht, Ron und Hermine verheimlichten ihm ihre Beziehung. Das war zu viel, wie sollte er damit bloß fertig werden? Harry war gerade auf der Treppe, kurz vor dem Zimmer, als er es von oben scharren hörte. Seidenschnabel!, schoss es Harry durch den Kopf. Wenigstens einer, der ihm Gesellschaft leisten würde. Harry hastete die Treppe hinauf und öffnete die Tür zu Seidenschnabels Zimmer. Dieser lag auf dem Boden und kaute an einem Stück einer Ratte. Er bemerkte Harry und stand auf. Würde Seidenschnabel ihn wieder erkennen? Harry trat einen Schritt auf die Tür zu und wartete ab. Seidenschnabel legte den Kopf schräg, wartete einen Moment, schien Harry dann doch wieder zu erkennen und ging auf ihn zu, um sich streicheln zu lassen. Harry war erleichtert, schloss die Tür und setzte sich mit Seidenschnabel auf den Boden. Lange musste Harry dort gewesen sein, denn als er aus dem Fenster sah war es schon am dämmern.
Langsam erhob er sich, tätschelte Seidenschnabel ein letztes Mal und ging hinab in sein Zimmer. Von unten hörte er Stimmengewirr, also hatte wohl noch immer niemand bemerkt, dass Harry fehlte, was ihn nur noch umso mehr deprimierte. Er schmiss sich auf sein Bett und starrte an die Decke. Doch wenig später hörte er jemanden die Treppe hinaufsteigen. Wenn es Ron ist, dachte Harry, dann soll er sich bloß wieder verziehen oder ich geh zu Seidenschnabel. Doch es war nicht Ron, der an die Tür klopfte und eintrat. Es war Remus Lupin. „Wieso bist du nicht unten? Die Weasley Zwillinge verteilen ihre wirklich amüsanten Scherzartikel, die solltest du auch einmal ausprobieren.“, sagte er.
Harry warf ihm nur einen flüchtigen Blick zu, antwortete aber nicht. „Was ist los Harry? Ist es wegen Sirius? Du weißt, mir fällt es auch nicht leicht, in diesem Haus zu sein, wo er nicht mehr da ist… Aber trotzdem geht das Leben weiter!“, er setzte sich zu Harry aufs Bett. Er überlegte und setzte hinzu: „Oder ist es wegen Hermine und Ron?“. Diese Frage machte Harry stutzig. Wusste er was? Hatten Ron und Hermine allen anderen schon gesagt, was zwischen ihnen war, nur ihm nicht? „Was wollen sie damit sagen?“, fragte er leise. Um Lupins Mund spielte ein Lächeln. „Erst einmal, Harry, möchte ich, dass du mich duzt und mich mit meinem Vornamen ansprichst. Es kommt mir vor, als würde James mich so förmlich ansprechen und dabei fühle ich mich dann so alt“, Harry sah ihn mit einem undefinierbaren Blick an, „und zum Zweiten, muss ich sagen, dass es kein Geheimnis mehr ist, was mit deinen beiden Freunden ist.“ Das machte Harry nun wirklich sehr sauer, er setzte sich gerade hin und starrte Lupin an. „Ach sooo sieht das aus! Alle erfahren es, nur ich nicht. Alle gehen offen mit einander um, nur ich muss alles selbst herausfinden! Was zum Teufel soll diese Verarsche?“ Lupin sah Harry merkwürdig an. „Es wird seine Gründe, haben, warum sie dir nichts gesagt haben. Und wenn wir dir etwas vorenthalten, dann hat es auch gute Gründe. Es gibt Dinge, die solltest du noch nicht erfahren, weil du noch nicht bereit dafür bist.“
Harry lehnte sich wieder zurück. „Natürlich. Gerade ich bin nicht bereit dafür, Dinge zu erfahren, die meine Zukunft betreffen! Hat einer von euch schon einmal darüber nachgedacht WEM ihr euer Leben zu verdanken habt?“ Lupin sah auf den Boden. „Auch wenn wir ohne dich nun wahrscheinlich sehr geringe Lebenschancen hätten, heißt es nicht, dass wir dich in alles einweihen müssen. Viele Dinge würden dich auf dumme Ideen bringen und könnten am Ende wieder Leben fordern!“ Doch kaum hatte er seinen Gedanken ausgesprochen, bereute er es wieder, denn eigentlich wusste Lupin, dass Harry weit vernünftiger war als die Rumtreiber zu ihrer Zeit, so verstummte er.
Gerade der brave Herr Moony muss mir etwas von dummen Ideen erzählen!, dachte Harry. Doch plötzlich schoss ihm ein beängstigender Gedanke durch den Kopf. „Wenn Voldemort wieder an die Macht kommt… werden S… wirst du dann auch gegen ihn Kämpfen?“, fragte Harry und versuchte das Zittern in seiner Stimme zu verbergen. Lupin sah ihn an und im Licht der Laterne, das seinen Schein ins Zimmer warf, konnte er im Halbdunkel eine Träne an Harrys Auge erkennen. Lupin seufzte.
„Ich werde mit in die Schlacht ziehen, ja. Doch ich verspreche dir, dass ich wieder komme!“. Harry sah ein funkeln in Lupins Augen. „Ich werde zu dir zurückkommen, selbst Voldemort wird mich nicht davon abhalten! Ich, als der Letzte von uns, werde für dich da sein. Das bin ich deinen Eltern schuldig!“. Harry wusste, dass Lupin mit der Letzte von uns den letzten der vier Freunde meinte, die damals Lupin, Sirius, Peter und sein Vater waren. James Potter und Sirius Black waren gestorben und Peter Pettigrew hatte sich Voldemort verschrieben und Harrys Eltern an den dunklen Lord verraten.
Nur Remus Lupin war noch da. Der einzige Überlebende, und treue Freund. Harry hoffte nur, dass Lupin sein Versprechen auch halten konnte und zu ihm zurückkehrte. „Nun komm schon, Harry, da unten sind eine Menge Leute, die nur deinetwegen hier sind!“, sagte Lupin endlich. Ein leichtes Lächeln war auf Harrys Gesicht zu erkennen, er rutschte vom Bett und ging langsam mit Lupin hinunter zu den Anderen, die anscheinend wirklich auf ihn warteten. „Na endlich, wo hast du gesteckt, Harry Schatz?“, rief Mrs. Weasley, „nun komm und iss ein wenig!“ Doch noch bevor Harry einen Schritt gehen konnte, hatte Hermine ihn am Arm gepackt und in eine Ecke gezogen, wo keiner der Erwachsenen sie hören konnte. Auch Ron stand da und sah ziemlich verlegen aus. Und da er anscheinend nicht in der Lage war, etwas zu sagen, ergriff Hermine das Wort. „Harry, es tut uns wirklich Leid! Wir hätten gerade dir als Erstes davon erzählen sollen, schließlich bist du unser Freund.“, sie sah zur Seite und Harry wieder direkt in die Augen, „Ich hoffe du nimmst es uns jetzt nicht allzu übel, wir Beide haben dich wirklich sehr gern und wollen unsere Freundschaft nicht wegen solchen Dingen aufs Spiel setzen!“, sie umarmte Harry und Ron sah etwas eifersüchtig drein, schien es jedoch verbergen zu wollen. Hermine ließ von Harry ab und lächelte ihn an. Harry erwiderte ihr Lächeln und bedeutete Hermine und Ron zu den Anderen zu gehen, wo die Drei sich ohne Hemme über Malfoy ausließen („der ist sicher Schwul, so wie er sich immer benimmt!“, „Wir sollten auf der Karte des Rumtreibers mal überprüfen, wer sich so in der Nacht bei ihm aufhält!“, „Hoffentlich nicht Snape, sonst müsste ich kotzen!“).
Harry sah zu Lupin hinüber und ihre Blicke trafen sich. Lupin zwinkerte ihm zu, Harry strahlte Lupin an. Das war im Großen und Ganzen doch wirklich sein schönster und aufregendster Geburtstag seit Langem selbst wenn ein kleiner, behaarter Hauself namens Kreacher in seinem Schrank unter der Spüle saß und „Schlammblüter, Blutsverräter, Dreckspack…“ vor sich hin murmelte.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Meine größte Angst ist es, dass man mich immer mit meiner Rolle identifiziert. Ich möchte noch andere Dinge tun.
Emma Watson