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Oh süßer Tod - Erkenntnis

von Bl00dyButterfly

Das grelle Licht das der Schnee in die Hallen reflektierte ließ Harry für Sekunden blind werden, bis er seinen Weg zum Gemeinschaftsraum suchen konnte.
Er erreichte Peeves, der gackernd eine Rüstung mit dem vereisten Wasser füllte und zu beschäftigt war um ihm den Weg zu versperren.
Kaum hatte er den Poltergeist hinter sich gelassen stieß er fast mit Hermine zusammen, die aus Richtung der Bibliothek zu kommen schien, denn ihre Arme waren beladen mit schweren, staubigen Büchern.
„Wo warst du, wir haben uns schon Sorgen gemacht“, fuhr sie ihn an, doch mit „wir“ meinte sie eigentlich nur sich selbst, das wusste Harry.
Er zuckte mit den Schultern und nahm ihr einige Wälzer ab - er musste mit jemandem reden, so schwer es ihm auf fiel.
„Hermine, denkst du, dass Sirius doch nicht weiter gegangen ist?“, fragte er im Laufen und die Brünette strafte ihn nur mit einem ungläubigen Seitenblick.
„Unwahrscheinlich Harry, sonst wäre er doch schon längst bei uns aufgetaucht, denkst du nicht?“, doch sie sah ihn nun prüfend an, „Sagst du mir jetzt wo du dich rumgetrieben hast?“.
Harry studierte den dahingleitenden Boden: der rote Stoff schien dahinzugleiten, gezogen von goldenen Fäden.
Hermine seufzte, und vertiefte sich sofort in ihre Bücher sobald Harry diese auf einen Tisch nahe des Kamins hatte fallen lassen. Der junge Zauberer spürte ein Kribbeln im Nacken als er das „Alte Runen für Fortgeschrittene“ anstarrte.
Als er sich schließlich zu den Schlafgemächern umwandte nahm er im rechten Augenwinkel eine Gestalt wahr, die in einem Sessel im Dunkeln saß.

Der zarte Stab seiner Mutter glänzte im Licht der Mittagssonne – hatte er es nun wirklich geschafft ohne seinen Zauberstab ein Feuer zu entfachen?
Aber es wäre ein wirklich großer Zufall gewesen, wenn der Stab genau in die Richtung gefallen wäre, in die das Feuer sich ausbreitete; also hatte er wohl eher telepathische Befehle an seinen Stab gesendet.
Harry seufzte, bettete Lillys Stab sanft neben sich und legte den Kopf in die weichen Kissen, hoffte den Tag einfach zu verschlafen.
Die Wärme der Sonne breitete sich auf seinem Körper aus, sein Kopf schwirrte und der eisige Wind heulte um die Ecken, jedoch fiel Harry tatsächlich in einen ruhigen Schlaf; er hörte nicht, wie Hermine mit Ron in den Aufenthaltsräumen stritt, hörte nicht wie Ginny einen Blick in den Schlafraum warf und ihn einige Minuten lang beobachtete, hörte nicht wie Neville sich auf sein Bett setzte und leise „Es tut mir Leid, Harry“, murmelte.

Ein Poltern weckte Harry und er sprang auf, den Zauberstab seiner Mutter in der Hand.
Bevor ihm die Verwechslung auffiel sah er eine verwirrende Szene: Ginny lag am Boden und sah zu Neville herauf, der seinen Zauberstab auf ihre Brust gerichtet hielt.
„Neville, Ginny... was... ?“, Harry stand unsicher aus dem Bett auf, sah von einem zum andern und wartete auf eine Erleuchtung.
„Verschwinde und komm nie wieder!“, keuchte Neville und seine Augen schienen Funken zu sprühen als Ginny sich langsam erhob.
„Ich meine es ernst, Harrys Freundschaft ist mir mehr wert als du!“, fauchte Neville und Ron in seinem Bett stöhnte auf; würde er nun aufwachen und Ginny hier so sehen, was würde er wohl tun?
„Ginny“, begann Harry, woraufhin sich das Mädchen ihm zuwandte, „es war Neville, oder? Neville war der Grund warum du plötzlich so abweisend wurdest! Wieso tust du das?“
Wut schien sich den Weg in seinen Kopf zu bahnen, verengte seine Lungenflügel, verhärtete jeden Muskel in seinem Körper, doch er würde nichts tun, denn sie war nunmal Ginny, die Schwester seines eigentlich besten Freundes.
Sie zögerte wenige Sekunden, ihre Augen huschten von einem zornigen Gesicht zum anderen und floh dann hastig aus dem Raum, die Tür knarrte vom heftigen Schlag und Ron war mit einem Mal hellwach.
„Was... was war das?!“, Harry und Neville sahen sich an und der Schwarzhaarige erwiderte langsam: „Nur eine Horde verirrter Spinnen, Ron. Nichts weiter.“
„Ah... okay... gute Nacht“, Ron warf sich wieder in die weichen Kissen und schnarchte.
Neville setzte sich betreten auf sein Bett und starrte zu Boden, er schien einen Wutausbruch Harrys zu erwarten, doch dieser legte sich in sein Bett, zog die Vorhänge zu und lag still da.
Er hatte keinen Grund Neville etwas anzulasten – Ginny hatte die freie Wahl gehabt und vielleicht wusste er genau so wenig von ihrem Doppelspiel wie er selbst.

Der letzte Ferientag war angebrochen und noch immer tollten Erstklässler auf den Ländereien im Schnee und bewarfen sich bis zu absoluten Durchnässung.
Harry versuchte den Weg zu „Slytherins Abstellkammer“ wiederzufinden, doch es schien gar keinen Gang dieser Art zu geben, sodass er sogar aus Verzweiflung den Kopflosen Nick danach fragte, der wiederum entsetzt entgegnete, dass er ja wohl der falsche Ansprechpartner für solche Orte sei und Harry doch besser den Baron fragen solle.
Die Sonne stieg immer höher und der Tag schien sich dennoch ewig hinzuziehen, jedoch erweckte Kiras Entlassung aus dem Krankenflügel einige Aufmerksamkeit, diese wollte aber keinem Verraten wer ihr Angreifer gewesen war, sodass auch Professor McGonagall schließlich aufgab und die Befragung auf einen späteren Zeitpunkt verschob.
„Harry“, flüsterte das Mädchen als Harry gerade die Ländereien aus einem Erkerfenster aus beobachtete. Er hatte Hermine gesehen wie sie Hagrids Hütte betrat und Ron, wie er an dessen Fenster spioniert hatte.
Die zwei würden sich wohl nie wieder zusammentun, wenn er selbst nicht langsam mal die Fronten klärte, doch der angenehme Gedanke, dass Hermine nicht mit seinem Freund im Bett landete ließ Harry von einer Aussprache absehen.
„Was willst du von mir?“, fragte er gelangweilt, ohne sie eines Blickes zu würdigen, „ich habe dir nichts zu sagen - „, sie legte überraschend ihre Hand auf seine Schulter, er konnte ihren schnellen Atem in seinem Nacken spüren.
„Ich will nicht, dass du mir etwas sagst, ich will dir nur danken! Dieser... Typ...“, ihre Hand verschwand und nun wandte der Schwarzhaarige den Kopf, nur um Kiras Gesicht in ihren Händen vergraben vorzufinden.
Fast hätte er einen mitleidsvollen Versuch gemacht sie in den Arm zu nehmen, doch schon rannte sie davon, ihr seidiges Haar hinter ihr her fliegend, ihr Rock rauschend umher wehend.

Ziellos trat Harry in die Eingangshalle und erwischte Dumbledore mit Professor Snape tuschelnd.
„Oh Harry“, Dumbledore wandte sich geschickt vom dunklen Lehrer ab, „genießt du deinen letzten freien Tag?“. Harry sah ihn einige Sekunden an: der Bart war strohig und lang, der Umhang geflickt, ganz anders als seine sonstigen, geschmeidigen Roben, die Augen glasig.
Ohne ein weiteres Wort ging er an dem ungleichen Paar vorbei, hinaus in die Kälte, weg von diesem Mann, der ihn im Stich gelassen hatte, als er ihn am nötigsten gebraucht hatte.
Wenn Harry ehrlich darüber nachdachte, während der knirschende Schnee unter ihm nachgab, hatte Dumbledore tatsächlich kaum etwas für ihn getan wenn es an der Zeit gewesen war.
Er hatte ihn lediglich aus der kleinen Kammer geholt, als Harry den Stein der Weisen vor Voldemort gerettet hatte; hatte ihn nur nicht aus der Schule geworfen, weil er den Basilisken getötet hatte.
Er hatte Hermine und ihn die schwierige Aufgabe überlassen seinen Paten zu retten, der sowieso nur noch zwei Jahre zu leben hatte, weil Dumbledore sie in ihrem fünften Schuljahr mit dieser Hexe von Umbridge allein gelassen hatte.
Und Cedric... hatte er auch nur ein Mal beachtet, ob dieser verdammte Portschlüssel eine Falle sein konnte? Er selbst hatte gewusst, dass Harry durch Manipulation in dieses Turnier geraten war – und ein Unschuldiger musste für Dumbledores Unfähigkeit sterben...
Seine Wangen glühten, der fallende Schnee britzelte unangenehm auf der Haut und Harry verbarg sein Gesicht bis zur Nase im Kragen des Umhangs.
Dumbledore hatte nie etwas für ihn getan – es waren Hermine und Ron gewesen, die immer bei ihm waren, die ihm aus allem herausgeholfen, ihm Trost gegeben hatten.
Harrys Kehle schnürte sich zu: nun wusste er, warum Frauen so oft mit ihren Gefühlen überfordert waren; er vermisste seine Freunde, die innige Nähe, die Gewissheit nicht allein zu sein. Gleichzeitig hasste er Rons Verhalten und Hermines Nähe war fast unerträglich, dank dieses ständigen Gefühls von innerlichem Druck. Nebenbei kämpfte Wut gegen Sehnsucht nach einer Vaterfigur und wie Harry ahnte würde Dumbledore die Wut zu spüren bekommen, die sich den Sieg erringen würde.
Ihm fiel auf, dass er an jenem Baum zum Stehen gekommen war, an dem Sirius, Remus und sein Vater immer gelehnt hatten, wenn die sommerliche Sonne sie bräunen konnte und die jungen Hexen an ihnen vorbeiliefen, um vielleicht eine Chance auf ein Date mit den gut aussehenden Typen zu bekommen.
Er sank auf die Knie hernieder, grub die bloßen Hände in den Schnee, um die Wurzeln der Eiche zu spüren. Heiße Tränen stiegen in Harrys Augen, der Schnee schmolz in kleinen runden Löchern dahin und er konnte ein Schluchzen nicht mehr unterdrücken.
Alles hatte man ihm genommen, nicht einer dieser ach so guten Menschen hatte ihm geholfen, niemand hatte für seine Eltern gekämpft, niemand hatte sich vor Sirius gestellt und den Fluch abgefangen.
Niemand hatte seinen Freunden klar gemacht, was ihm wirklich durch den Kopf ging, warum er so oft den Kontakt mied, nur um ihn dann in doppelter Stärke zu suchen.
„Wieso?“, schrie er in die neblige Luft, den Körper gestreckt, das Gesicht gen Himmel gerichtet, „wieso quält ihr mich so?“


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