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Oh süßer Tod - Schwarze Nächte

von Bl00dyButterfly

Still betrachtete Harry sich selbst in den abblätternden Spiegeln, funkelte sich selbst wütend mit den durchdringenden grünen Augen an.
„Der größte Zauberer der Welt“, Harry seufzte, ja, das war Dumbledore mal für ihn gewesen, als er selbst noch jung und naiv gewesen war...
Wie sollte seine Zukunft nur aussehen, ohne Eltern, ohne Zuversicht, ohne Freunde? Eigentlich machte es gar keinen Sinn mehr hier zu sein, und doch war da diese große Verantwortung der gesamten Welt gegenüber. Harrys Zauberstab flackerte silbern auf, aber sogar sein einziger Gefährte der stolze Hirsch wollte ihm keine Gesellschaft leisten, so wie sein Vater es nicht mehr konnte...
Er schlug seinen Kopf vor Wut hart gegen den Spiegel hinter sich, der kreisförmig aufsplitterte und ein Chaos aus Rissen und Spiegelungen bildete, die das Kerzenlicht des Kronleuchters zurückwarf und ein Meer aus Lichtflecken erzeugte, das von allen Spiegeln zurückgeworfen wurde.
In diesem einst so eindrucksvollen Raum hatte er die naive Hoffnung gehabt seinen Mitschülern und Freunden eine Chance in der Welt da draußen zu verschaffen; geschaffen hatte er nur eine Menge Chaos, Leid, Schmerz.
Eine Träne rann Harrys Wange hinab: nie hatte er etwas selbstständig geschafft und trotzdem waren es Heldentaten geworden und dafür wurde er einerseits hoch gelobt und andererseits als Lügner hingestellt. Wenn er nun allein war und dieses grauenhafte Lachen Voldemorts hörte, das ihn nur erwartete, würde er keine Chance haben zu gewinnen – er konnte nichts besonderes und hatte keinerlei Ideen wie er den schwärzesten Magier dieser Epoche besiegen sollte.
Er wandte sich dem zersprungenen Spiegel zu, sah sein Gesicht einer zerschnittenen Fratze gleich und drückte seine flachen Handflächen auf das Glas, versuchte die Wahrheit zu verdecken.
Sein Körper fühlte sich schwach, eingeengt, zerfallend an und Harrys Hände glitten den Spiegel hinab, seine vorwurfsvollen Augen warfen ihm einen Blick zu der eindeutig sagte: gib auf und überlasse den anderen den Rest, sie haben es verdient zu leiden.
Blut bahnte sich den Weg aus den Venen zur Oberfläche, benetzte seine blanke Haut und Harry ballte seine zerschnittenen Hände zu Fäusten.
Eine erdrückende Hitze stieg aus seiner Brust hinauf, ließ seinen Atem stocken und er schrie, schrie seine Wut hinaus.
Die Schreie hallten an den Wänden wider, die Spiegel erbebten, klirrten, zerbarsten und zurück blieb eine gähnende, trostlose Leere – im Raum der Wünsche und in Harry.

Komm Harry, kommt zu mir....

Hermine schritt ungeduldig und besorgt den Raum auf und ab, aber der Schwarzhaarige betrat den Gemeinschaftsraum an diesem Abend nicht mehr und Ron schlug halbherzig vor die Karte des Rumtreibers aus Harrys Schublade zu stehlen und darauf zu suchen.
Hermine hielt eine kurze Zeit inne, um dann umso schneller die Treppe hinaufzustürmen und mit eben diesem Schriftstück zurückzukehren. „Ich schwöre feierlich, ich bin ein Tunichtgut“, flüsterte sie und das gesamte Schloss lag offen vor ihr; Malfoy lief in den Slytherinkellern auf und ab, Dumbledore saß an seinem Schreibtisch, Ginny verharrte in einem Klassenzimmer, doch der Schriftzug Harry Potters war nirgends zu finden.
„Was ist, wenn er versucht hat das Gelände zu verlassen, wenn er im Wald herumirrt?“, keuchte die Hexe zitternd vor Sorge, doch Ron schnaubte: „Potty wird nicht so dumm sein und sich von den Riesenspinnen fressen lassen. Lass ihn einfach.“
Hermine warf ein Buch nach ihm, dass seine linke Schulter streifte und Ron zu einem halb erschrockenem, halb schmerzerfüllten Aufschrei veranlasste: „Auch wenn du unberechtigterweise etwas gegen Harry hast, er kann dir nicht ganz egal sein!“
Mit einem letzten Schluchzen verschwand sie ins Schlafgemach und Ron saß allein am Kaminfeuer, umringt von lachenden Kindern, die sich keinerlei Sorgen um den berühmten Harry Potter machten, der seit einiger Zeit mehr Unruhe verbreitete als Leben rettete.
Ron vergrub sein Gesicht in seinen Händen und seufzte: wenn sie doch nur wüsste, wie sehr er sich um Harry Potter sorgte...

Die Gedanken ließen Harry am Boden liegend zusammenkauern, das Blut schien allmählich zu gerinnen und dennoch wirkten seine Hände als hätte er einen Handschlag mit einem Werwolf gewagt.
Kein sinnvoller, hoffnungsvoller Gedanke kam mehr zustande, alles drehte sich um Tod, um Schmerz und um sein unumgängliches Schicksal...
Seine Sinne vollführten Kunststücke voller Irrsinn und langsam erstarkte das Pochen in Harrys Stirn– ein Pochen das er nur zu gut kannte und er würde nichts tun um es zu verhindern; dieses Mal nicht.
Langsam schien seine Umgebung zu verdunkeln und ein Bild erschien vor seinen schmerzenden Augen: Voldemorts lächelnde Fratze und ein vermummter Todesser.
„Potter scheint sich von seinen Freunden getrennt zu haben, er läuft allein durchs Schloss und Dumbledore weiß nicht wo er sich aufhält.“, Voldemort lachte auf: „Gut, wenn er kein Vertrauen mehr hat wird es ein Leichtes sein ihn für uns zu gewinnen und dann....“
Doch Harrys Körper schien zu rebellieren und das Bild wurde unscharf, verschwand und nur ein hohes kaltes Lachen blieb zurück.

Hermine schrie auf, als ein kleiner Punkt auf der Karte erschien, der den Namen „Harry Potter“ trug und gerade den dritten Stock durchquerte.
Die ganze Nacht hatte sie durchwacht und die Karte beobachtet, in der Hoffnung ihn in den Gemeinschaftsraum zurückkehren zu sehen.
Doch entgegen ihrer Erwartungen bewegte sich sein Punkt tiefer ins Schloss hinein, hinunter in die Eingangshalle und hinaus. Hermine sprang aus dem Bett, die protestierenden Stimmen der anderen Mädchen ignorierend und die Karte des Rumtreibers vor der Nase.
Durch viele Geheimgänge, die sie dank der Karte fand erreichte sie die Eingangshalle innerhalb weniger Minuten, jedoch war die Nacht so dunkel, dass sie keine Silhouette zu erkennen vermochte, selbst der Schnee reflektierte kein Wesen.
Ihre blanken Füße schmerzten, als Hermine den Schnee nach Fußspuren durchsuchte, jedoch hatten eine Menge Schüler die ihren hinterlassen und auch der Neuschnee tat sein Bestes viele Spuren zu verdecken. Nach vielen Minuten erfolgloser Suche rannte Hermine mit zitterndem Leib zurück ins Schloss und schlug den Weg zur einzigen Person ein, die vielleicht einen Schimmer einer Idee haben konnte, was Harry vorhatte: Albus Dumbledore.

„Bist du dir sicher, dass er hinaus gegangen ist?“, Hermine nickte und nippte am dampfenden Tee, den Dumbledore ihr gereicht hatte.
Der alte Mann trat zum Fenster und sah in die Dunkelheit hinaus, der Schnee schlug gegen das Glas und imitierte die weißen Kreise die Dumbledores Atem erzeugte.
„Er hat doch keine Ahnung wo er ihn findet...“, murmelte er und Hermine räusperte sich vorsichtig: „Verzeihung, aber wen sollte Harry aufsuchen wollen?“
Dumbledores Augen funkelten hinter der Halbmondbrille und Hermine glaubte eine einzelne Träne in seinem rechten Augenwinkel erkennen zu können.
„Harry ist überzeugt davon, dass er der einzige ist, der Voldemort besiegen kann und glaubt deshalb auch, dass wir genau das von ihm erwarten.“
Hermines Herz schien auszusetzen und ein Kloß in ihrem Hals erschwerte ihr das Atmen: „Und? Ich meine... ist es wahr?“
Dumbledore seufzte und wandte sich wieder dem Fenster zu: „Leider... leider wird seine Vermutung der Wahrheit entsprechen... aber ich fürchte, dass er noch nicht bereit dazu ist, er weiß viel zu wenig...“

Der Schnee peitschte durch Harrys Gesicht und sein ganzer Körper fühlte sich taub an, als er Hogsmeade erreicht hatte.
Wenn er doch so gut beschützt würde, wieso war das Tor offen gewesen, dachte er immer wieder und mit jedem Mal wurde er wütender über diese Nachlässigkeit die sein Empfinden nur noch bestätigte: er war Dumbledore völlig egal.
Das Drei Besen war überfüllt mit betrunkenen Männern, Kobolden und anderem düsteren Typen und Harry schritt daran vorbei; es schmerzte ihn daran denken zu müssen wie unbesorgt er doch oft mit Hermine und Ron dort gesessen hatte und sie zusammen wärmendes Butterbier tranken.
Sein nasses Haar klebte an seiner Stirn, seine Brille hatte er abgenommen – sinnlos war sie bei diesem Wetter ohnehin. Der Schnee entwickelte sich zu einer festen Wand und nur mit Mühe konnte Harry die Umrisse der Heulenden Hütte erkennen, dem einstigen Zufluchtsort seines Vaters und seiner Freunde.
Diese Freundschaft, die zwischen Sirius, Remus und James Potter herrschte war so überragend, dass Harry sich fragte, ob Hermine und Ron jemals für ihn das Risiko eingegangen wären Animagi zu werden, falls er selbst von einem Werwolf gebissen worden wäre. Wahrscheinlich hätte Hermine alle möglichen juristischen Gründe aufgezählt, weswegen das nicht möglich wäre und Ron wäre schlicht zu faul und unfähig gewesen eine solche Verwandlung zu durchstehen.
Diese Vorstellung versetzte Harrys Herz einen Stich und er war umso entschlossener seinen Plan in die Tat umzusetzen.
Hermine saß auf dem Fenstersims des Schlafsaals und sah hinunter in die kalte Schneemasse, die Harry vielleicht schon längst niedergestreckt hatte.
Die Tränen wollten nicht versiegen und all ihre Muskeln verspannten sich, es war ihr als könnte sie diesen innerlichen Druck, diese Schuld ihn nicht aufgehalten zu haben, ihm nicht mehr helfen zu können, nicht mehr aushalten, es war ihr als müsse sie an dem Schmerz vergehen.
Hermine schluchzte laut und spürte ein Kribbeln im Nacken, das ihr Unbehagen nicht gerade abschwächte. Als sie sich umwandte sah sie Kira, die in ihrem Bett kauerte und sie anstarrte. „Schlaf weiter, du hast es nötig“, flüsterte die braunhaarige, aber das merkwürdige Mädchen reagierte nicht darauf.
„Es wird sich alles verändern, jetzt da er auf dem Weg zu ihm ist.“ Hermine erstarrte.


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