Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Gute Mädchen kommen in den Himmel - Das war es dann wohl mit der Ruhe!

von Lufix

1.Kapitel
Das war es dann wohl mit der Ruhe!


Winterlich sah wirklich anders aus.
Es war kalt und nass und das war auch schon alles. Aber immer noch besser, als das schlechte Wetter auf den Shetlandinseln. Allerdings machte der Regen das Schlafzimmer noch gemütlicher, als es eigentlich schon war.
Hermine befand sich in einem der teuersten Appartements in New York City, von welchen man einen phänomenalen Ausblick über die Stadt hatte. Draco hatte eine gesamte Wand durch Glas ersetzen lassen.
Momentan jedoch lag er schlafend neben ihr.
Hermine konnte nicht schlafen.
Obwohl sie schon seit Wochen keine bösen Träume mehr hatte, hatte die Sache mit Ischara doch Spuren bei ihr hinterlassen...
Zum Ersten war ihr bewusst geworden, wie wichtig Draco ihr war. Zweitens hatte sie beschlossen, nicht mehr alles dem Schicksal zu überlassen. Das war wohl auch der Grund, warum sie zu Draco gezogen war. Und Drittens hatte sie beschlossen, dass sie nie wieder die Menschen, die sie liebte vernachlässigen würde!
Draco bewegte sich im Schlaf.
Sie lächelte.
Es war erstaunlich, wie verletzlich der Blonde im Schlaf aussehen konnte.
Fort war die Maske der Arroganz, die er normalerweise auf dem Gesicht trug.
Zwei kleine Falten zogen sich über seine Stirn und gaben seinem Gesicht etwas noch markantes.
Sie hatte Harry und Ginny zwar nichts verschwiegen, sie hatte aber auch nicht explizit erwähnt, dass sie sich nun mit Draco ein Bett teilte.
Die Beiden wussten nur, dass sie sich eine WOHNUNG teilten.
Draco murmelte etwas im Schlaf und drehte sich auf die Seite.
Dabei stieß er gegen Hermine und wurde wach.
Verschlafen öffnete er die Augen.
„Schläfst du nicht?“, meinte er überflüssigerweise und musterte sie kritisch.
Dieser Blick ging ihr durch Mark und Bein.
„Ich kann nicht schlafen“, erklärte sie leise.
Er gähnte ausgiebig, dann setzte er sich auf.
Er warf einen kurzen Blick auf den Wecker, den Hermine mit gebracht hatte.
Draco war erst ziemlich skeptisch gewesen, dass ein so kleines Ding einen wecken konnte. Er griff normalerweise immer auf einen Weckzauber zurück.
Doch es hatte nicht lange gedauert, da hatte auch er erkannt, wie einfach es war, einfach auf das Zifferblatt zugucken und auf einen Knopf zu drücken.
Er schnaubte.
„Meine Güte, Hermine! Wir haben viertel nach drei. Auch wenn wir noch Urlaub haben, du solltest die Zeit nutzen“, meinte er.
Er ließ sich theatralisch zurück in die Kissen fallen.
Hermine kuschelte sich in seinen Arm.
„Ich habe noch einmal über die letzten paar Wochen nachgedacht“, erklärte sie leise.
Er strich ihr langsam über den Kopf.
„Und zu welcher Erkenntnis bist du gekommen?“, fragte er.
Seine Hand glitt zu ihrer Schulter.
„Ich sollte meine Zeit gut nutzen“, erwiderte sie und begann Muster auf seine Brust zu zeichnen.
Ein kleines Lächeln zog sich in Dracos Mundwinkel.
„Ach, wirklich? Nun, ich wüsste da schon etwas, womit du deine Zeit wunderbar nutzen könntest“, schnurrte er und mit einem Ruck hatte er sie auf den Rücken gedreht.
Hermine lächelte und registrierte mit einem Schauer, dass Dracos Finger ganz langsam unter ihr dünnes Nachthemd glitten.
„Was glaubst du, was du da eigentlich machst?“, fragte sie schmunzelnd und sah ihn mit hochgezogenen Augen an.
Ihr Kopf fiel in den Nacken, als er begann ganz langsam den Stoff nach oben zu schieben und küsse auf ihrem Bauch zu verteilen.
„Ich hatte daran gedacht, dir die Nacht zu versüßen und dir bei deinen Gedankengängen zu helfen“, schnurrte er.
Hermine zog ihn nach oben und küsste ihn.
Er hatte recht. Das war das Beste, was man mit seiner Zeit anfangen konnte!

Am nächsten Morgen wachte Hermine auf, als etwas warmes und weiches auf das Bett gesprungen kam.
Verschlafen hob sie den Kopf.
„Krummbein, hast du mal auf die Uhr geguckt? Wir haben erst acht Uhr“, murrte sie und schob den Kater vom Bett.
Er hatte den Angriff von Whiteman zum Glück gut überstanden.
Was aus diesem geworden war, wusste Hermine nicht.
Draco hatte nur angedeutet, dass sich das EHB an seine Fersen geheftet hatte. Im Grunde genommen war es ihr aber auch egal, so lange er ihr nie wieder begegnen würde.
„Ich habe dir doch gesagt, wir sollten so etwas wie eine Katzenklappe anbringen. Dann weckt er uns nicht immer viel zu früh“, sagte Draco, der inzwischen wach geworden war.
Hermine drehte sich auf die Seite und musterte ihn, während sie nachdenklich über Krummbeins Fell strich.
Hätte ihr das jemand vor einem Jahr prophezeit, hätte sie ihn schallend ausgelacht...
Draco lag auf dem Rücken, die Brust nackt und sah aus wie gemalt.
Richtig wach war er noch nicht, doch das änderte sich schlagartig, als Krummbein auf seine Brust sprang.
Krummbein hatte sich sofort in Draco verliebt und folgte ihm nun auf Schritt und Tritt. Allerdings gab das Hermine eine gute Ausrede. Selbst der Kater hatte sich Dracos Charme nicht entziehen können.
Der Kater rollte sich nun auf seiner Brust zusammen und musterte den Blonden aus klugen Augen.
Es war immer wieder unheimlich, wenn man die Intelligenz hinter diesen Blick erkannte...
Lächelnd schälte Hermine sich aus den Lacken und stand auf.
„Wo, glaubst du, gehst du hin?“, fragte Draco und sah sie fragend an.
„Ins Bad? Ich hatte nicht vor den ganzen Tag nackt herum zu laufen“, meinte sie spöttisch und fischte ihr Nachthemd vom Boden.
„Also, mir macht das nichts aus“, entgegnete er grinsend.
Hermine drehte sich um und sah ihn mit schief gelegten Kopf an.
Zufrieden registrierte sie, wie Begehren in seinen Augen aufleuchtete.
Aber anstatt seiner unausgesprochenen Bitte nachzukommen, drehte sie sich um und ging auf das Bad zu.
„Mach schon mal Frühstück“, forderte sie ihn auf und musste sich ein grinsen verkneifen.
Dann machte sie die Badezimmertür hinter sich zu und ließ einen perplexen Draco zurück.
Sein Gesicht war Gold wert gewesen...
Während sie in die Dusche stieg, hörte sie Draco vor der Tür murren und knurren. Lächelnd machte sie das Wasser an und stellte sich unter den warmen Strahl.
Das war herrlich.
„Eigentlich sollte ich jetzt aus Trotz einfach weiter schlafen“, fauchte Draco missmutig und stapfte ins Bad.
Ohne Hermine auch nur eines Blickes zu würdigen, stopfte er seine schmutzigen Klamotten in den Wäschekorb.
Hermine hatte darauf bestanden, dass sie die Wäsche selbst machen würde. Was sollte sie denn den ganzen Tag tun, wenn sie von vorne bis hinten bedient werden würde? Draco hatte das nicht verstehen wollen, sich aber schließlich damit abgefunden. Wenn sie unbedingt Wäsche waschen wollte, sollte sie das tun.
„Wolltest du mich heute nicht zwingen auf eines dieser riesigen Viecher zu steigen?“, fragte Hermine und warf ihm einen fragenden Blick zu, während sie ihre Haare mit Shampoo einseifte.
Zu Hermines großen Erstaunen hegte Draco eine riesengroße Begeisterung für Pferde und war ein begnadeter Reiter. Und nun versuchte er sie ebenfalls für diese Tiere zu begeistern.
Das Problem war nur, dass Hermine für alles, bei dem man des Prädikat „reiten“ benutzen musste eine Abneigung hegte. Egal, ob es nun Besen, Pferde oder Strauße reiten war...
„Und nur weil du das nicht willst, willst mir jetzt keine Zuneigung mehr schenken?“, fragte er mit hochgezogener Augenbraue.
„Nein, wir hatten heute schon Sex“, sagte sie und machte das Wasser wieder an.
„Heute?“, fragte er und drehte sich um.
„Ja, um viertel nach drei Uhr heute morgen“, erklärte sie.
„Das war gestern Nacht“, meinte Draco und ging zur Tür.
Hermine stieg aus der Dusche.
„Du kriegst wohl nicht genug von mir“, meinte sie.
Er drehte sich noch einmal um.
„Du hast gesagt, ich würde dich nicht mehr los werden, also muss ich das auch nutzen“, erwiderte er.
Bevor Hermine sich fertig angezogen hatte, kam er zurück und stieg nun ebenfalls in die Dusche.
„Und da du sowieso vor mir fertig bist, kannst du schon einmal Frühstück machen“, rief er aus dem Bad.
Das war ja klar gewesen.
So lange reden, bis er sich vor der Arbeit drücken konnte.
Aber was sollte es? Sie hatte ihn viel zu gerne, als das sie diesen harmonischen Morgen durch ein paar Zickereien kaputt machen wollte.
Also ging sie in die Küche, machte das Frühstück für Krummbein, deckte den Tisch, gab der Boteneule ein paar Knuts für die Zeitung und die Brötchen und wartete dann, bis der Herr des Hauses aus dem Badezimmer kam. Er brauchte immer Stunden...
In der zwischen Zeit schaffte sie es sogar noch ihre Haar halbwegs zu trocknen und zu bürsten. Draco hatte ihr einen wirklich nützlichen Haarzauber gelehrt, mit dem sie sogar IHR widerspenstiges Haar bändigen konnte.
„Irgendwas Interessantes in der Zeitung?“, fragte Draco, als er in das Wohnzimmer kam.
Das Zimmer war zu drei Seiten mit Glas umschlossen, nur die Seite zum Schlafzimmer und Flur bestand aus massiven Wänden. Man hatte einen wunderbaren Blick auf die riesige Veranda, die mit hunderte von Rosenbüschen voll gestellt war. Narzissa Malfoy hatte vor ihrer Krebserkrankung Rosen gezüchtet und ihr Sohn hatte sämtliche Kreationen aufbewahrt.
„Nein, Harry hatte im Ministerium einen offenen Streit mit einem gewissen Walter Penneltry. Die olle Kimmkorn überlegt jetzt gerade, ob Penneltry versucht die Todesser wieder auferstehen zu lassen. Also, ich würde die Frau ja, wegen Rufmord verklagen“, schnaubte Hermine und schob ihm die Zeitung herüber.
„Was in der magischen Welt leider keine Straftat ist“, entgegnete er und goss ihr Kaffee ein, bevor er sich der Zeitung widmete.
„Wo willst du überhaupt auf`s Pferd?“, fragte Hermine leise.
„Ich habe dir doch gesagt, dass ich eine Ranch in Texas mein Eigen nenne. Wir können da nach dem Essen hinapparieren“, erwiderte er ungehalten.
Er wusste genau, dass Hermine nach einem Ausweg suchte.
„Und komme ja nicht auf den Gedanken dich noch irgendwie aus der Affäre zu ziehen. Ich war mit dir in einem Mugglekino, dafür wolltest du mit mir einen Ausritt machen. Ich finde es nicht sehr lustig, wenn Leute ihr Wort nicht halten“, knurrte er hinter der Zeitung.
„Wenn ich aus Panik einen Herzinfarkt bekommen, bist du Schuld“, fauchte sie und köpfte rabiat ihr Ei.
„So schnell bekommst du keinen Herzinfarkt“, meinte er dreisterweise und gähnte.
Was sollte das? Warum versuchte sie eigentlich ihm etwas auszureden? Das schaffte sie eh nicht, dafür war er viel zu stur...
Eine halbe Stunde später hatte Hermine die Küche fertig aufgeräumt und erklärte Draco, dass er sie nun in ihr Verderben führen dürfte.
„Übertreibe mal nicht“, hatte er trocken gesagt und war dann mit ihr appariert.
„Wahnsinn“, murmelte Hermine, als sie die Augen öffnete.
Die Ranch war ein Traum.
Sie sah genauso aus, wie man sich die alten Rinderfarmen vorstellte. Nur das es hier keine Rinder gab. Es gab nur Pferde. Große, starke, riesige Pferde...
„Ah, Mister Moriss, schön Sie hier mal wieder zu sehen“, kam ein großer, breitschultriger Mann auf sie zu.
Das musste Mister Cane, der Vorarbeiter sein.
„Tag, Robert, Sie können mir nachher das Geschäftliche zeigen, ich will nun erst einmal eines der Tiere unter mir spüren“, erklärte Draco mit klarer Stimme.
Der Vorarbeiter nickte.
„Womit darf ich Ihnen dienen, Miss -?“, fragte er an Hermine gewandt.
„Ginger“, antwortete Draco, bevor Hermine etwas sagen konnte.
Die Braunhaarige schwieg. Er hatte sicherlich seine Gründe, warum er ihre richtigen Namen nicht genannt hatte.
„Wir werden uns die Pferde selbst fertig machen, gehen Sie nur wieder an die Arbeit, Robert“, ordnete Draco an.
„Sicherlich, Sir. Wenn Sie irgendetwas brauchen, rufen Sie“, entgegnete Mister Cane und ließ die Beiden allein.
„Mister Moriss?“, fragte Hermine irritiert und sah ihn an.
„Um genau zu sein Daniel Moriss. Komm bloß nicht auf die Idee, mich vor den Leuten hier Draco zu nennen“, warnte er sie.
„Und warum?“, fragte sie leise und zupfte an ihrer Jacke herum.
„Erkläre ich dir später. Lass uns jetzt erst einmal die Pferde aussuchen“, schlug er vor und wollte zu einer der Koppeln hinüber gehen.
„Und du glaubst auch, dass ich mit den Klamotten auf eines dieser Viecher steige, ja? Du hast doch zu mir gesagt, dass ich mich noch umziehen kann“, erinnerte sie ihn.
Im Gegensatz zu Hermine trug Draco bereits Reitkleidung.
Er sah aus wie ein Cowboy. Wie ein ziemlich gut aussehender Cowboy...
Während sich Hermine umzog, holte Draco zwei Pferde von der Weide, sattelte sie und wartete dann auf seine Freundin.
„Warum hast du da jetzt so lange für gebraucht?“, fragte er und sah sie fragend an.
Hermine versuchte den Cowboyhut irgendwie auf ihrem Kopf zu platzieren.
„Keine Ahnung. Ich habe so ein Zeug noch nie getragen. Ich brauchte erst mal eine Weile, bis ich wusste, was wohin gehört“, erwiderte sie.
Draco schüttelte den Kopf.
„Ich glaube, dir das jetzt einfach mal, ja?“, meinte er schnaubend und ging auf die Pferde zu.
Ein prächtiger Rappe und eine kleine, braune Stute warteten auf sie.
„Also, dass ist Amber und sie ist lammfromm. Sie ist schon ein bisschen älter und wird nur noch gelegentlich für den Reitbetrieb genutzt. Meisten für sehr kleine, oder sehr alte Reitanfänger. Dir kann also nichts passieren. Du musst dich einfach nur festhalten und genießen. Ich werde sie an den Zügel nehmen und alles ist gut“, erklärte er ihr.
Wirklich überzeugt war Hermine nicht.
„Geh einmal an sie heran und streichle sie ein bisschen. Dann merkst du, dass sie dir nichts tut“, versicherte Draco ihr und zog bei seinem Pferd noch einmal den Sattelgurt nach.
„Wie heißt dein Pferd?“, fragte sie leise, während ihre Hände durch das dichte Fell der Stute strichen.
Sie war wirklich lieb. Sie sah Hermine aus großen, dunklen Augen an und begann dann an ihrem Hemdsärmel zu knabbern. Das war alles...
„Das ist Cäsar und er ist mein ganzer Stolz. Eines der besten Pferde, das ich je besessen habe“, erklärte Draco und fuhr dem Rappen liebevoll über den Hals.
Dann kam er auf sie zu, half ihr in den Sattel und wenig später schwang auch er sich auf den Rücken des Hengstes.
Er sah aus, als hätte er schon immer dorthin gehört.
„Warum weiß der Vorarbeiter nicht, wer du wirklich bist?“, fragte sie, nachdem sie schon eine ganze Weile geritten waren.
„Der ganze Betrieb wird von Muggeln geleitet und geführt. Es gibt keinen Grund ihnen meine wahre Identität zu offenbaren“, antwortete Draco bereitwillig.
„Du lässt deine wertvollen Tiere durch die Hand von einfachen Muggeln pflegen?“, fragte Hermine mit gespieltem Entsetzen.
Draco schmunzelte.
„Um ehrlich zu sein, gibt es in der Pferdezucht und auch beim Reitunterricht nichts, was Zauberer mit ihrer Magie besser machen könnten. Außerdem sind Muggel billigere Arbeitskräfte“, erwiderte er.
„Hast du die Ranch aufgebaut?“, fragte sie neugierig.
Einen Moment erstarrten Dracos Gesichtzüge zu Eis.
Das war die falsche Frage gewesen.
Hermine sah förmlich, wie Draco sich zwingen musste, ihr die Wahrheit zu sagen.
„Nein, mein Vater hat das hier alles aufgebaut. Er hat mir auch das Reiten beigebracht. Als ich noch jünger war; ich war noch nicht in der Schule, da sind wir manchmal tagelang durch die Wildnis geritten. Mum, Dad und ich, eine ganz normale Familie“, erzählte er leise.
Unausgesprochen war, dass das alles eines Tages ein Ende hatte.
Was wäre wohl aus ihm geworden, hätte Voldemord nicht wieder seine alte Macht erlangt?
„Warum ist die Ranch nicht wie die meisten eurer Besitztümer vom Ministerium einkassiert worden? Man hatte euch doch nur Malfoy Manor als Wohnort gelassen“, fragte Hermine.
„Weil niemand wusste, dass diese Ranch uns gehört. Meine Eltern waren auf dieser Ranch einfach Lane und Natascha Moriss mit ihrem Sohn Daniel. Es gab auch noch ein paar andere Firmen, die unter anderem Namen liefen, wodurch wir einen Teil unseres Wohlstandes retten konnten. Meine Eltern waren nicht dumm. Sie hatten vorgesorgt. Ich habe in der Muggelwelt drei Identitäten“, sagte er ruhig.
Es war erstaunlich, wie viel er ihr inzwischen anvertraute.
„Macht es dir etwas aus, wenn du jetzt einmal absteigst, das Pferd fest bindest und schon einmal das Picknick vorbereitest? Ich würde gerne ein Stück galoppieren und das wäre für dich, glaube ich, nicht so eine tolle Idee“, fragte er sie.
Hermine sah sich um.
„Welches Picknick?“, fragte sie verwirrt.
Draco öffnete seine Satteltaschen und holte einen auf Streichholzschachtel Größe verkleinerten Korb heraus.
„Hier, den musst du nur vergrößern“, meinte er.
Hermine sah ihn einen Moment verdattert an.
Dann nickte sie.
„Okay, wenn du mir hilfst von Amber runter zu kommen“, antwortete sie und deutete auf die Stute.
Draco grinste.
Auch wenn er es vor ihr verbergen wollte, Hermine merkte, wenn ihm etwas zu schaffen machte.
Er brachte die Tiere zwischen zwei Bäumen zum stehen.
Die Landschaft war herrlich.
Ein paar Bäume, hohes trockenes Gras und ein paar wenige, flache Hügel.
Draco reichte ihr die Hand, und half ihr von Amber abzusteigen.
Er wollte sie wieder loslassen, doch Hermine legte ihm ihre Arme um den Hals.
„Was-?“, fragte er verdattert.
Anstatt ihm zu antworten, beugte sie sich vor und küsste ihn mitten auf den Mund. Es riss ihr fast die Füße vom Boden, als er ihren Kuss erwiderter und sich seine Hände in ihrem Haar vergruben. Ihre Hände glitten über seinen Rücken und sie vergaß beinahe, wo sie sich befand.
Urplötzlich ließ er sie los.
„Wir hatten heute schon Sex“, meinte er und drehte sich um.
Nun war es Hermine, die ihn verdattert anstarrte.
Sprachlos beobachtete sie, wie er sich auf Cäsars Rücken schwang und sich noch einmal zu ihr umdrehte.
„Du weißt doch: Wer andern ein Grube gräbt...“, meinte er spöttisch und trat dem Pferd dann in die Seite.
Mit großen, eleganten Sprüngen galoppierte der Hengst über das Feld davon.
Es war ein Bild für die Götter, auch wenn Hermine nur den Kopf schütteln konnte. Sie wäre schon längst im hohen Bogen auf dem Boden gelandet.
Sie drehte sich um.
Mit einem Wink ihres Zauberstabes, verwandelte sich die Streichholzschachtel wieder in einen normalen Picknickkorb und sie begann die Decke und den Rest des Inhaltes auszupacken.
Das vibrierte etwas in ihrer Hosentasche.
Zögernd griff die Aurorin nach ihrem Handy.
Nur wenige Leute hatten diese Nummer und die meisten wussten, dass sie noch im Urlaub waren.
„Hallo?“, meldete sie sich nervös.
Ein Anruf hieß auf jeden Fall nichts gutes.
„Hermine?“, fragte eine Männerstimme am anderen Ende.
„Ja, bin dran, wer ist da?“, antwortete sie und fuhr sich durch ihr Haar.
„Ich bin´s Seamus. Wo seid ihr zum Teufel? Wie haben euch schon drei Eulen geschickt, aber keine hat euch erreicht, alle sind zurück gekommen“, rief ihr alter Schulkamerad in den Hörer.
„Wir sind in Texas“, erklärte Hermine leise.
Der Tonfall war nicht gut. Der Tonfall war ganz und gar nicht gut!
„In Texas? Was macht ihr da, bei Merlins Namen?“, stöhnte er und sie konnte praktisch sehen , wie er sich durch sein rotblondes Haar fuhr.
„Ist egal, was ist passiert?“, fragte die Braunhaarige.
Sie beobachtete wie Draco auf einem Hügel auftauchte, er hatte sich bereits wieder auf den Rückweg gemacht.
„Wie schnell könnt ihr hier sein?“, fragte Seamus anstatt ihr eine Antwort zu geben.
„Keine Ahnung. Ich weiß gar nicht wirklich wo wir sind. Das musst du schon Draco fragen“, antwortete Hermine.
„Dann gib ihn mir“, forderte er am anderen Ende der Leitung.
Im nächsten Moment stoppte auch schon Draco neben ihr.
„Warum hast du ni-“, setzte er an, doch Hermine reichte ihm nur wortlos das Handy.
„Hallo?“, fragte er verdutzt und sah auf seine Finger.
Im nächsten Moment saß er kerzengerade und seine Augenbrauen zogen sich zusammen.
Das sah nicht gut aus.
„Wir brauchen eine halbe Stunde“, sagte er in den Höhrer.
Seamus erwiderte irgendetwas.
„Ja, ich weiß, aber es geht nicht anders. Warte auf uns. Wir sind bald da“, versicherte er dem ehemaligen Gryffindor.
Dann legte er auf.
„Ich nehme mal an, dass war es dann wohl mit dem Picknick“, meinte Hermine und richtete ihren Zauberstab auf den Korb.
Innerhalb von Sekunden packte er sich zusammen und verkleinerte sich wieder zu einer winzigen Schachtel.
„Das war es auch mit unserem Urlaub. Wir haben einen neuen Fall“, schnaubte Draco und stieg vom Pferd.
Mit schnellen Handgriffen band er Amber vom Baum los und ging auf Hermine zu.
„Wenn sie uns dafür aus dem Urlaub holen, muss es wirklich schlimm sein“, meinte sie und ließ sich von ihm in den Sattel helfen.
„Ist es auch. In einem Krankenhaus sind zwei Leichen verschwunden. Gleichzeitig hat man zwei tote Krankenschwestern und einen toten Arzt gefunden. Alle drei haben keinen Tropfen Blut mehr im Körper. Eindeutig Vampire und diesmal, ist das wirklich schlimm. Wir müssen dem halben Krankenhaus das Gedächtnis verändern“, sagte er und schwang sich auf den Rücken des anderen Pferdes.
„Warum wir?“, fragte Hermine leise.
„Weil wir nun einmal die sind, die Ischara getötet haben, weil ich seit Thomas Tod die Nummer 1 der Hunter bin und weil du brilliant bist in allem, was du tust“, schnaubte Draco. „Darum wir!“


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Schon als mir zum ersten Mal klar wurde, dass Bücher von Menschen geschrieben werden und nicht einfach so auf Bäumen wachsen, stand für mich fest, dass ich genau das machen wollte.
Joanne K. Rowling