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Fanfiction

Gute Mädchen kommen in den Himmel - Ein neuer Chef und ein Hinweis

von Lufix

3. Kapitel
Ein neuer Chef und ein Hinweis

„Der Liebhaber war nutzlos. Ein langweiliger Steuerberater. Keine Ahnung warum Storms mit dem ihren Mann betrogen hat“, erklärte Draco missmutig und schlug die Tür zu.
Hermine sah von dem Stapel Akten auf, den sie gerade durchgearbeitet hatte.
„Das verschwundene Mädchen ist fünfzehn Jahre alt und ist bei der Geburt ihres Kindes gestorben. Das Kind hat die Geburt ebenfalls nicht überlebt. Das heißt allerdings, dass der Täter Zugang zum Krankenhaus haben musste, sonst hätte er ja keinen der Beiden verwandeln können“, erzählte Hermine und blätterte weiter.
Seit ihrem letzten Fall hatten die Beiden ein größeres Büro bekommen.
Nun hatten sie ein ziemlich großes Fenster, vor dem Dracos Schreibtisch stand, eine große Wand, an der ein Stadtplan und die Fotos des Tatorts hingen, und ein riesigen Schrank mit Aktenordnern.
Auf Hermines Schreibtisch stand die obligatorische Kaffeemaschine und ein Aschenbecher.
„Ansonsten irgendwelche Hinweise?“, fragte Draco gelangweilt und nahm sich einen Kaffee.
„Nein, leider nicht. Wir haben immer noch keine Ahnung, wie die Opfer vor ihrem Tod verwandelt werden konnten“, meinte Hermine gedehnt.
Sie stand auf und musterte noch einmal die Bilder.
„Ich verstehe vor allem nicht, warum gerade diese Beiden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein Zufall war. Es muss irgendeinen Zusammenhang geben, den wir übersehen haben“, murmelte sie.
„Was haben Yuri und Mike denn herausgefunden?“, fragte Draco nachdenklich.
„Nicht viel. Nur das, was ich dir eben erzählt habe“, erwiderte Hermine und nahm einen Schluck Kaffee.
„Hat schon jemand mit dem Freund des Mädchens gesprochen?“, überlegte Draco weiter.
Hermine schüttelte den Kopf.
„Fehlanzeige. Genau wie bei dem Steuerberater. Schüler, sechzehn Jahre alt, Informatik und Physik Junkie, ungefähr so aufregend wie Filch. Wir haben einfach keinen Anhaltspunkt, wo man Anfangen könnte. Der Autounfall war übrigens wirklich ein Autounfall. Der Typ war völlig übermüdet. Hat Storms nicht bemerkt, als sie ohne zu gucken über die Straße gelaufen ist und hat sie einfach überfahren“, berichtet die Braunhaarige.
Draco nahm einen Schluck Kaffee.
„Es muss also etwas vorher passiert sein. Irgendwelche Infos?“
Hermine ging zu ihrem Schreibtisch zurück und blätterte in den Akten.
„Storms hatte angeblich ein Treffen mit einem gewissen Tyron Bexter. Seamus prüft das gerade. Ich glaube jedoch nicht, dass das sehr hilfreich ist. Der Typ ist ein steinreicher Finanzhai, der bisher nicht aufgefallen ist. Es war nur interessant, weil ihm der Club gehört in dem Gina, das junge Mädchen, vor ihrer Schwangerschaft sehr häufig feiern war. Mit dem gefälschten Ausweis ihrer großen Schwester...“, erklärte sie.
Draco musterte sie einen Moment über den Schreibtisch hinweg.
„Ist irgendetwas?“, fragte sie irritiert.
„Willst du zu Weihnachten zu Potter fahren?“, fragte er leise.
„Sein Name ist Harry“, erwiderte Hermine spitz.
„Wie auch immer“, murmelte Draco.
Die Aurorin legte ihren Kopf schief und sah ihn fragend an.
„Warum fragst du?“
Ohne ein Wort zu sagen, reichte er ihr einen Brief über den Schreibtisch hinweg.

Lieber Draco,

ich hoffe es geht dir gut und du genießt die Zeit mit Granger.

Pansy und ich hatten überlegt, ob es nicht vielleicht eine nette Idee wäre, wenn du und Hermine uns über die Weihnachtstage besuchen kommt. Draconia soll endlich mal ihren Patenonkel kennen lernen und Pansy will Granger sehen. Sie ist immer noch der Meinung, dass du entweder verhext worden bist, oder dass sie sich phänomenal verändert haben muss.

Hiermit lade ich euch beiden also offiziell dazu ein uns an Weihnachten besuchen zu kommen.

Liebe Grüße
Blaise

P.S.: Natürlich auch viele Grüße an Hermine

Hermine hob verwundert den Kopf.
„Pansy und Blaise wollen mit mir Weihnachten feiern?“, fragte sie perplex und starrte auf den Zettel.
„Nicht mit dir, sondern mit uns. Da du meine Freundin bist und ich ihnen erklärt habe, dass sie das entweder akzeptieren sollen, oder sich einen neuen Patenonkel für ihrer Tochter suchen können, finden sie, dass es an der Zeit ist, sie endlich einmal besuchen zu kommen“, erklärte Draco.
Hermine schwieg.
Weihnachten mit Pansy und Blaise?
Praktisch in eine Hochburg von Slytherins?
Sie musste sich verbessern. Slytherins waren sie nicht mehr und sicherlich hatten auch die Beiden etwas gelernt. Dass sie sie einluden, zeigte ja schon, dass sie nicht mehr solche Kotzbrocken sein konnten, wie früher.
„Lass mich da eine Nacht drüber schlafen. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir sowieso noch keine Gedanken über Weihnachten gemacht“, erklärte sie dann langsam.
Draco lächelte zufrieden.
„Dass du nicht sofort „Nein“ schreist, ist ja schon mal gut“, meinte er.
Hermine grinste ihn tückisch an, als sie langsam um den Tisch herum kam.
„Was bekomme ich denn dafür?“, schnurrte sie.
Ein hinterhältiges Lächeln erschien auf Dracos Gesicht.
„Willst du dich bestechen lassen?“, fragte er anzüglich und zog eine Augenbraue nach oben.
„Kommt drauf an, was du mir anbietest“, meinte sie und lächelte vielsagend.
Draco musterte betont lässig seine Fingernägel. Dann beugte er sich nach vorne und flüsterte ihr sacht ins Ohr: „Mir würden da bestimmt ein paar Dinge einfallen.“
Hermine wurde heiß und kalt.
Draco kam noch ein Stück näher und zog sie in seine Arme.
Unendlich langsam, wofür ihn Hermine hätte köpfen können, fuhr er mit seinen Lippen von ihrem Ohr zu ihrem Schlüsselbein.
Sie war kurz davor die Tür abzuschließen und sich genau zeigen zu lassen, womit er sie denn bestechen würde.
Doch bevor es soweit kommen konnte, ertönte ein Räuspern von der Tür.
„Guten Tag“, sagte eine herablassende Stimme.
Etwas durcheinander drehte Hermine sich um.
Ein Schrank von einem Mann stand in der Tür und musterte sie beide kritisch. Seamus stand etwas verlegen daneben, während er ihnen irgendetwas versuchte mit zu teilen.
„Ja, und das also sind Hermine Granger und Draco Malfoy, unser bestes Ermittlerteam“, erklärte er stockend.
„Ich habe bereits von ihnen gehört. Danke, Mister Finnigan, Sie können uns jetzt alleine lassen“, raunzte der Kerl, während er Hermine und Draco nicht aus den Augen ließ.
Die Beiden tauschten einen Blick.
Das konnte nur einer sein.
Ihr neuer Chef.
Nachdem Seamus den Raum verlassen hatte, funkelte der Mann die Beiden aus kleinen, arglistigen Augen an.
Er hatte schwarzes Haar, das an den Schläfen bereits grau wurde und einen riesigen, überdimensionalen Schnauzbart, den Hermine an Vernon Dursley erinnerte. Seine unfreundliche Stimme tat sein übriges dazu.
„Mein Name ist Detlef Mannhauser, ich bin geradewegs aus Deutschland hierher versetzt worden“, stellte er sich schließlich mit aktzentfreiem Englisch vor.
Er musterte die Beiden mit offener Feindseligkeit.
„So, so, Sie sind also die berühmte Hermine Granger, die ach so tapfer an der Seite Harry Potters gekämpft hat“, meinte er.
Hermine sah genau, wie seine Augen sie einmal abschätzend musterten, an ihren wohlgeformten Rundungen hängen blieben und sich schließlich an Draco wandten.
„Nun, Sie sind dann wohl Draco Malfoy. Eine Schande, dass Sie ihrer Familie dermaßen den Rücken zu gekehrt haben“, knurrte er.
Er hätte genauso gut auch sagen können: Um Merlins Willen, warum tust du dich mit einem Schlammblut zusammen?
„Spielen Sie da auf etwas bestimmtes an?“, fragte Draco gefährlich leise.
„Oh, ich denke ihr Vater wird von ihrem momentanen ... ähm ... Umgang sicherlich nicht sehr begeistert sein“, erwiderte Mannhauser mit einem Blick auf Hermine.
Die Braunhaarige spürte wie es unter der kalten Oberfläche des Aristokraten zu brodeln begann.
„Ich wüsste nicht, was Sie das anginge, Mister Mannheimer“, zischte Draco.
„Mannhauser“, verbesserte ihr neuer Chef ihn automatisch.
„Wie auch immer“, höhnte Draco. „Am besten wäre, Sie würden uns einfach unsere Arbeit machen lassen und sich nicht in Fälle einmischen, von denen Sie nicht wissen, worum es geht.“
Hermine konnte praktisch sehen wie die Aggressivität in dem Raum anstieg.
„Dann würde ich vorschlagen, dass Sie aufhören ihre Freundin zu vögeln und mit ihrer Arbeit weiter machen“, fauchte Mannhauser und drehte sich bebend vor Wut um.
Ein zufriedenes Lächeln erschien auf Dracos Gesicht.
„Könntest du mir mal erklären, warum du jetzt so zufrieden grinst?“, fragte Hermine missmutig und goss sich noch etwas Kaffee nach.
„Er hat den kürzeren gezogen, sonst wäre seine Beleidigung nicht so unter die Gürtellinie gegangen“, erklärte Draco und drehte sich wieder zu den Bildern an der Wand um. „Und das weiß er auch ganz genau.“
„Sprichst du aus eigener Erfahrung?“, fragte Hermine unschuldig.
Draco warf ihr einen blitzenden Blick zu.
„Warte, bis wir zu hause sind, dann schließe ich dir dein loses Mundwerk“, drohte Draco grinsend.
Die Braunhaarige lachte.
„Ich freue mich schon!“

Egal, wie Hermine es drehte und wendete, sie kamen einfach nicht weiter.
Sie hatten keine wirkliche Spur.
Draco war bereits so weit gegangen und hatte halbherzig vorgeschlagen, dass sie vielleicht mal auf Mugglemethoden zurückgreifen sollten und das Krankenhaus nach DNA – Spuren absuchen sollten.
„Ich glaube nicht, dass das uns sehr viel weiterbringt. In einem Krankenhaus laufen so viele Menschen herum, da werden wir Tausende von Verdächtige haben“, erwiderte Hermine.
Es war zwei Tage her, dass sie im Büro auf Mannhauser getroffen waren und die nächsten Tage hatte er damit verbracht, sich überall unbeliebt zu machen und das ganze System, das bisher wunderbar funktioniert hatte, auf den Kopf zu stellen.
„Was mir gerade so einfällt. Meinst du man könnte nicht den Zaubereiminister über Mannhauser informieren. Der Kerl ist doch das letzte Arschloch“, schnaubte Hermine.
„Ich glaube nicht, dass Mister Burnes sich groß dafür interessieren wird. Er ist im Moment viel zu sehr mit seiner Wiederwahl beschäftigt und wird sich kaum um so etwas kümmern. Hinzu kommt noch, dass Mannhauser zwar ein Arschloch ist, aber tatsächlich Ahnung hat, von dem, was er tut. Er hat unter anderem Mal eine Geiselnahme, die Ischara verursacht hat, mit Null Toten gelöst. Zwar ist er selbst dabei verletzt worden, aber er hat immer hin die Geiseln gerettet“, erklärte Draco.
Er war gerade dabei Krummbeins Fressnapf zufüllen, während Hermine im Schneidersitz am Frühstückstisch saß und in die Zeitung vertieft war.
„Wir haben übrigens Post bekommen“, sagte sie beiläufig. „Ich war so frei und habe bereits geantwortet.“
Verwundert drehte Draco sich um.
„Wenn du mir das so erzählst, muss dass ja was außergewöhnliches sein. Du weißt, dass ich dir ganz vertraue, was unserer gemeinsame Post angeht“, meinte er.
„Der Brief liegt auf der Kommode im Schlafzimmer“, sagte sie und blätterte eine Seite um.
Irritiert richtete Draco sich auf und folgte Hermine unausgesprochener Aufforderung.
Keine drei Minuten später kam er zurück und umarmte Hermine von hintern.
„Du bist ein Engel, weißt du das?“, meinte er leise.
„Und das aus deinem Mund?“, entgegnete und drehte sich um.
„Du hast halt einen schlechten Einfluss auf mich“, erklärte er.
Einen Moment schwieg Hermine, dann wandte sie sich wieder ihrem Artikel über den vereitelten Raubüberfall auf Gringotts zu.
„Du hast die Firmen interne Weihnachtsfeier abgesagt, um mit mir zu Pansy und Blaise zu fahren. Dir ist aber schon klar, dass du auch Potter absagen musst, wenn er dich einlädt“, meinte Draco und setzte sich ihr gegenüber.
„Ich weiß“, gab Hermine zur Antwort.
Bevor sie das Gespräch noch weiter führen konnten, klingelte ihr Handy.
„Granger“, meldete die Braunhaarige sich entnervt.
Es war Sonntag.
Eigentlich ein freier Tag, auch wenn sie und Draco sich natürlich weiterhin Gedanken über den Fall machten.
„Wo sind Sie zum Teufel?“, knurrte Mannhauser bissig ins Telefon.
Hermine unterdrückte ein Seufzen.
„Zu hause, wo sollte ich sonst sein?“, erwiderte sie zickig.
„Bewegen Sie und Mister Malfoy ihren Hintern ins Büro“, befahl er ziemlich unhöflich.
Die Aurorin unterdrückte den Drang das Telefon einfach in ihre Müslischüssel zu schmeißen und holte tief Luft.
„Wenn Sie ihren Ton nicht ein wenig zurück nehmen, sehe ich keinen Grund Ihrer Aufforderung folge zu leisten, Mister Mannhauser“, erwiderte sie spitz.
„Ich schwöre Ihnen, Granger. Wenn Sie nicht in zwanzig Minuten hier angetanzt sind, dann jage ich Ihre Referenzen zum Teufel und sorge persönlich dafür, dass Sie höchstens noch als Putzkraft in einem Mugglebüro arbeiten können“, knurrte er.
Hermine wollte etwas entgegnen, doch Draco riss ihr das Telefon aus der Hand.
„Mister Mannhauser, vielleicht haben Sie es noch nicht bemerkt, aber es ist Sonntag und wir haben unseren freien Tag. Wenn Sie nicht sofort ihre Umgangsformen zurücknehmen, dann sehe ich mich gezwungen meine Anwälte einzuschalten“, sagte Draco eiskalt in den Hörer.
Hermine hörte ihren Chef irgendetwas durch das Telefon brüllen.
Einen Moment war sie versucht dem Gespräch noch weiter zu folgen, aber Dracos Gesichtsausdruck gefiel ihr gar nicht.
Schweigend stand sie auf und ging ins Badezimmer.
Gedankenverloren nahm sie ihren Zauberstab zur Hand und wandte Dracos Zauber auf ihre Haare an. Dann klemmte sie sie mit gewohnten Handgriffen in eine Haarspange und schlich ins Schlafzimmer.
Im Kopf hatte sie immer noch Dracos Gesichtsausdruck, als er mit Mannhauser gesprochen hatte.
Sie wusste genau, dass sie sich da eigentlich keine Gedanken drüber machen musste, aber sie machte sich jedes Mal sorgen, wenn sie ihn so sah.
Auch wenn er gelöst und freundlich war, wenn sie alleine waren, es gab doch noch genug Situationen, in denen er so kommunikativ war, wie ein Kleiderschrank und sich vollständig verschloss. Was meistens dann geschah, wenn es um Dinge ging, die in der Vergangenheit lagen. Dinge, die er ihr nicht erzählt hatte.
Sie nahm an, dass es Taten waren, auf die er keinesfalls stolz war und bei denen er Angst hatte, wie sie reagieren würde, wenn er ihr davon erzählen würde.
Unkonzentriert griff sie nach einer Hose und einem Pullover und zog sich an.
Es war... seltsam, dass es immer noch Bereiche in seinem Leben gab, die er mit IHR nicht teilen wollten. Obwohl sie Bett und Wohnung teilten, über alles sprachen, was sie gemeinsam erlebt hatten.
Aber die meisten Dinge unmittelbar nach ihrem Abschluss und das was danach passiert war, war für sie immer noch ein Buch mit sieben Siegeln.
„Willst du wirklich jetzt ins Büro fahren?“, fragte Draco vom Türrahmen aus.
Hermine wirbelte herum.
Sie war so in Gedanken vertieft gewesen, dass sie ihn nicht hatte kommen hören.
„Mir gefällt die Vorstellung zwar nicht, Mannhauser zu gehorchen, aber wenn er Infos hat, die uns vielleicht weiterbringen könnten, erscheint mir das als ein zu akzeptierendes Übel“, erwiderte sie.
Gerade schlüpfte sie in ein Paar Stiefel und drehte sich zu ihm um.
„Warte drei Minuten, dann komme ich mit“, bat er sie und schob sich an ihr vorbei.
Sein Gesicht hatte immer noch diesen eisigen Ausdruck, vor dem sie sich so fürchtete.
„Draco...“
„Frag nicht“, unterbrach der Blonde sie, sah ihr aber nicht in die Augen.
Hermine seufzte.
Eines Tages würde er mit ihr sprechen. Ganz bestimmt.
Hoffte sie....

Als sie eine halbe Stunde später im Bürogebäude auftauchten, bebte Mannhauser vor Wut.
„Ich war kurz davor-“, begann er, doch Draco hob die Hand.
„Wenn Sie noch einen Satz in diesem Ton sagen, werden Sie sich wünschen nie nach New York gekommen zu sein“, warnte er den Schwarzhaarigen.
Mannhauser plusterte sich auf.
„Soll das eine Drohung sein?“, knurrte er mit hochroten Gesicht.
Dracos Augen waren dunkelgrau und seine Stimme so sanft wie Seide.
Hätte Draco so mit ihr gesprochen, wäre Hermine schon längst geflüchtet.
„Nein, nur ein gut gemeinter Rat.“
„Was haben Sie für uns?“, unterbrach Hermine die Beiden und sah Mannhauser auffordernd an.
Er und Draco sahen sich noch gefühlte zehn Minuten bitterböse an, bis Mannhauser sich schließlich zu Hermine umdrehte und ihr eine dicke Akte in den Arm drückte.
„Eine Außenstelle in Chicago hat uns informiert, dass dort vor zwei Wochen ebenfalls eine Frauenleiche verschwunden ist. Während einer Opernaufführung ist die Hauptdarstellerin ermordet worden und am Ende war die Leiche verschwunden“, sagte er. „Ich würde vorschlagen, dass Sie sich das einmal ansehen.“
Draco und Hermine tauschten einen Blick.
Chicago war verdammt weit weg.
„Einer von Ihnen sollte hier vor Ort bleiben und die Sache weiter verfolgen. Der Andere wird auf Firmenkosten nach Chicago fliegen und sich dort informieren“, erklärte Mannhauser tückisch lächelnd. „Oder hält die junge Liebe eine so lange Trennung nicht aus?“
„Wann soll ich fahren?“, fragten Hermine und Draco aus einem Munde.
Die Beiden drehten sich um.
„Du bleibst hier“, bestimmte Draco kalt.
Hermine war geschockt, über den Ton seiner Stimme.
Ein Eisblock war liebevoller.
„Aber-“, setzte sie an, doch Draco packte sie am Arm und zog sie in ihr Büro.
„Du bist besser im Recherchieren, als ich und hast auch mehr Geduld. Wir hatten doch besprochen, dass wir Rouge wieder einen Besuch abstatten. Das solltest du tun. Bis ich mich durch die Berge von Akten gewühlt habe, können Jahre vergehen. Ich fahre nach Chicago“, sagte er ernst.
Hermine spürte, dass mehr hinter dahinter steckte, doch sie fragte nicht weiter.
Er würde ihr ohnehin nicht antworten.
„Schön, wie du willst“, murmelte sie.
Draco ging mit einem Nicken aus der Tür.
Hermine hasste Mannhauser.
Bevor er hier aufgetaucht war, war Draco gerade ein wenig offener geworden und jetzt?
Ein Desaster...


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Zitat
Zwischen Harry, Ron und Hermine gibt es Unterschiede, zum Beispiel im Vokabular. Ron ist der britische "lad", etwas bildungsfern, wie wir hier sagen würden, jedenfalls der Welt der Theorie und Metaphysik nicht sonderlich zugetan. Sein Vokabular ist etwas gröber und eingeschränkter als das Hermines, die mehr die Intellektuelle ist und sehr elaboriert sprechen kann, jedenfalls wenn sie in Laune ist. Harry liegt dazwischen, mit Sympathien für Ron, wenn es darum geht, vermeintlich hochgestochenes Gerede zu verulken. Aber keiner spricht wirklich lax oder fehlerhaft.
Klaus Fritz