Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Ăśber uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Gute Mädchen kommen in den Himmel - Manches sollte vergessen bleiben

von Lufix

8. Kapitel
Manches sollte vergessen bleiben


„Hermine, bist du dir sicher, dass ich schon gehen
kann?“, fragte Monika am nächsten Abend um halb zehn.
Die Braunhaarige saß gebeugt über einige Bilder, die den Unfall und den Selbstmord abbildeten. Seit einer geschlagenen Stunde versuchte sie schon irgendetwas zu entdecken, was ihr vorher entgangen war. Monika hatte in der Zeit mit Juri und Mike darüber diskutiert, ob es sinnvoll war noch einmal mit den Angehörigen zu sprechen.
Hermine hatte nur hin und wieder etwas eingeworfen.
Sie war der Meinung, dass es nur ihnen half, dass sie wussten, WARUM der Vampir sich gerade diese Frauen ausgesucht hatte.
„Ja, mach dir keine Sorge“, versicherte sie ihrer Kollegin.
„Du hast meine Nummer? Ruf mich an, wenn du noch irgendetwas brauchst“, bat die blonde Frau.
Dann drehte sie sich um und verlieĂź das BĂĽro.
Hermine war jetzt fast alleine.
Nur der Nachtwächter, der Seamus um neun Uhr ablöste und der dann bis sechs Uhr morgens blieb, war noch da.
Ein weitere Glimmstängel brannte bereits wieder.
Inzwischen tränten Hermines Augen.
Aber sie konnte nicht aufgeben, bis sie wusste, warum der Kerl sich erhängt hatte. Außerdem war sie sich absolut sicher, dass er weder den Unfall noch den Selbstmord mit vollem Bewusstsein begangen hatte. Er hatte sicherlich unter einem Bann gestanden. Das Problem war nur, dass fast jeder Vampir in der Lage war, Menschen mit einem schwachen Willen zu bannen.
Nicht das sie wusste, dass das Opfer einen schwachen Willen gehabt hatte...
„Ach, verdammt noch mal...!“, murmelte sie und ging zur Kaffeemaschine.
Nachdem ihr Becher wieder voll war, kehrte sie noch einmal zu den Bildern zurĂĽck.
Eigentlich hätte Draco ihr jetzt Gesellschaft geleistet, hätte mit ihr darüber philosophiert und gerätselt, wo denn der Zusammenhang wäre. Sie hätte hier nicht alleine im Halbdunkeln gesessen. Draco wäre vermutlich auch sofort aufgefallen, was an der Inszenierung nicht passte.
Und Hermine war sich sicher, dass der Selbstmord inszeniert war.
Man hatte ihn umgebracht, damit er nicht reden konnte.
Dann stutzte sie plötzlich.
Rasch drehte sie die Schreibtischlampe und hob das Foto des Selbstmordes an die Augen.
„Das gibt`s doch nicht“, murmelte sie.
Hermine war oft genug gefesselt gewesen, um zu wissen, wie man einen Knoten band, der nicht mehr aufging. Und der Kerl hatte keine Schlaufe um dem Hals, den man einfach zuziehen konnte, wie man das sonst machte, sondern es war ein Knoten, der bereits fest war.
Hier hatte sie den Beweis!
Alleine hätte er sich gar nicht erhängen können. Es musste also eine Person geben, die wusste, wie man einen solchen Knoten band.
Okay, dass musste sie nur noch aufschreiben, dann konnte sie nach hause gehen.
Eine halbe Stunde später schloss sie ihr Büro ab und verließ die Eingangshalle.
Der Nachtwächter winkte ihr noch zum Abschied zu, dann schloss sich auch schon die Tür hinter ihr und sie war alleine.
Während Hermine im Aufzug stand, suchte sie bereits nach dem Autoschlüssel. In Gedanken war sie bereits dabei, wie sie Mannhauser die neuen Ergebnisse präsentieren wollte. Als sie dann in der Tiefgarage aus stieg, lief sie mit schnellen Schritten zu Dracos Wagen.
Auch wenn sie schon oft genug so spät nach hause gefahren war, hasste sie es immer noch im Dunkeln zu ihrem Wagen zu laufen.
Gerade wollte sie den SchlĂĽssel in die WagentĂĽr stecken, als ihr etwas auffiel.
Auf der Motorhaube lag ein Karton.
Unruhig sah Hermine sich um.
„Ach, komm schon, was soll passieren?“, zischte sie sich selbst an.
Trotz allem griff sie erst einmal in ihre Handtasche und umfasste mit fester Hand ihren Zauberstab. Sicher war sicher. Man konnte sie gerne als hysterisch bezeichnen, aber sie hatte schon genug schlechte Erfahrungen mit besitzerlosen Kartons, die fĂĽr sie bestimmt waren, gemacht, als dass sie jetzt unvorsichtig werden wĂĽrde.
Ihre Schritte hallten in der leere Garage wieder, als sie zur Motorhaube ging und den Karton hob hoch.
Er war nicht sonderlich schwer. Ein Name oder Absender stand nicht darauf.
Schneller als sie gewollte hatte, saß sie wieder im Auto, der Karton auf dem Beifahrersitz, und löste die Kupplung.
Ihr Herz hämmerte wie wild.
Ja, verdammt sie hatte Angst.
Sie war schon lange nicht mehr um diese Uhrzeit, wenn niemand mehr im Haus war nach hause gefahren. Entweder war Draco dabei gewesen, oder er hatte sie abgeholt.
Die ganze Fahrt über schoss das Adrenalin durch ihren Körper, während sie immer einen Blick in den Rückspiegel warf.
Man konnte ja nicht wissen.
Hermine holte beruhigt Luft, als sie endlich in Dracos Wohnung war.
Krummbein begrĂĽĂźte sie mit einem begeisterten Miau und rieb sich an ihrem Bein.
„Ich bin auch froh, wieder hier zu sein“, erklärte sie ihm und ging in die Küche.
Sie fĂĽllte seinen Fressnapf auf und versuchte absichtlich nicht an ihrer Angst zu denken.
Was machte sie sich da eigentlich vor?
Ja, verdammt sie hatte Angst gehabt, weil sie alleine war und ja, sie vermisste Draco.
Das war doch offensichtlich und doch auch ein gutes Zeichen, oder nicht?
„Lass es dir schmecken“, meinte Hermine zu ihrem Kater und ging dann ins Wohnzimmer zurück.
Ihr Blick huschte zu dem Karton.
Unentschieden starrte sie ihn an.
Mann, war sie ein Angsthase geworden!
Also stapfte sie mit steifen Schritten auf die Kommode zu, wo sie den Karton abgelegt hatte und griff nebenbei nach ihrem Zauberstab. Nach einem kurzen, gemurmelten Spruch wusste sie auch, dass in dem Karton keine Bombe tickte.
Zögerlich hob sie dann den Deckel.
„Was soll das denn?“, murmelte Hermine verdutzt.
Ein Packen Fotos und einige Briefe lagen darin.
Und sie zeigten alle Monika Bergmann.
Irritiert nahm sie den Karton und setzte sich auf das Sofa.
Während sie sich einen Zigarette anzündete, den Fernseher einschaltete und sich erst einmal die Nachtnachrichten ansah, ignorierte sie die rätselhafte Kiste.
Auch die Muggle hatten inzwischen bemerkt, dass etwas nicht mit rechten Dingen zu ging.
Draco war skeptisch gewesen, als sie ihn gebeten hatte, einen Fernseher mit in die Wohnung zu nehmen. Er hatte nicht wirklich verstanden, was diese Kiste sollte.
Aber inzwischen fand er es doch sehr amĂĽsant sich mit ihr den ein und anderen Film anzusehen.
Okay, er hatte es amĂĽsant gefunden, ob er das jetzt auch noch tat, wusste nur der Himmel.
Als der Nachrichtensprecher schließlich mit einem aufgesetzten Lächeln eine Gute Nacht wünschte, konnte Hermine die Sache nicht länger ignorieren.
„Dann wollen wir doch mal sehen, was irgendjemand meint mir mitteilen zu müssen“, sagte sie zu sich selbst und zog den Karton zu sich heran.
Als Erstes öffnete sie einen Zettel, der oben auf lag.
Es war eine Totenanzeige aus dem Jahr 2004.


Der Tod ist das Tor zum Licht
am Ende eines mĂĽhsam gewordenen Weges.
(Franz von Assisi)


Melvin Summer


*27. August 1970
†30. Mai 2004

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.

Abschied nehmen
Monika Bergmann
Alison geb. Quentin und Gordon Summer
Tarisha geb. Luna und Kade Summer mit Jenny und Lucas
alle Anverwandten



44052 Lorain; Oakdale Avenue 22


Was zum Teufel sollte das?
Gut, Monika stand unter den Trauernden, aber das war eigentlich nichts besonderes. Vermutlich war er Monikas Freund gewesen. NatĂĽrlich war das tragisch, aber warum musste sie das jetzt unbedingt wissen?
Als nächstes griff Hermine nach einem Päckchen Fotos.
Es waren Bilder von einer Beerdigung.
Sicherlich von Melvin Summer.
Das erste Bild zeigte die gesamte Trauergemeinde.
Dann gab es jedes Mal ein Gesicht in Nahaufnahme. Es waren alles Menschen, die Hermine nicht kannte. Sogar Monika war nicht darauf, weil -
Moment mal!
War das etwa Monika?
Eine Frau mit lockigen, schulterlangen Haaren in tiefem Schwarz. Ihre Augen lagen hinter einer randlosen Brille. Sie war fast nicht zu erkennen.
Und irgendwie sahen ihre Augen nicht traurig aus.
Sie weinte zwar, aber es wirkte nicht echt.
Auf der RĂĽckseite des Fotos stand ein Datum und ein Satz.
08. Juni 2004
Sieht so eine trauernde Geliebte aus?
Es wurde immer seltsamer.
„Monika, Monika, was hast du zu verbergen?“, meinte Hermine leise.
Dann folgten ein Zeitungsartikel über eine Familientragödie. Noch mehr Fotos, die immer wieder die schwarzhaarige Monika zeigten. Mal in Begleitung eines blondes Mannes, mal nicht.

Hermine wusste am Ende nicht mehr, wie lange sie dort gesessen hatte.
Aber es musste sehr, sehr spät gewesen sein.
Als es schlieĂźlich Hell wurde, beschloss sie, dass es jetzt sowieso egal war, ob sie noch ins Bett ging oder nicht. Sie wĂĽrde ohnehin todmĂĽde sein.
Also schmiss sie die Kaffeemaschine an und versuchte sich mit Koffein in Gang zu kriegen. Nur ihr Hirn musste funktionieren, dann war alles in Ordnung.
„Ich fahre jetzt wieder zur Arbeit, Krummbein. Stell keine Dummheiten an“, sagte sie zu ihrer Katze und nahm sich dann ihre Handtasche von der Kommode.
Bevor sie schließlich das Haus verließ, ging sie noch einmal ins Badezimmer, um sich ein wenig Wasser durchs Gesicht sie schmeißen. Sie musste ja nicht auch noch so aussehen, als hätte sie nicht geschlafen.
Gerade hatte sie ihre Tasche auf den Wasserkasten gestellt, als sie plötzlich ein Platschen hörte.
„Nein!“, rief sie entsetzt und eilte zur Toilettenschüssel.
Die Tasche war umgekippt und die Hälfte des Inhaltes schwamm nun fröhlich in der Kloschüssel.
Ihr Handy, ein Notizbuch, ihre Zigaretten und das Feuerzeug.
Hermine blinzelte mĂĽde.
Das konnte doch jetzt nicht wahr sein!
Mit spitzen Fingern fischte sie die Sachen aus dem Klo.
Toll, das Handy konnte sie vergessen.
Die Zigaretten, das Feuerzeug und das Notizbuch trocknete sie mit einem Wink ihres Zauberstabes.
Ihr Handy war wohl nicht mehr zu retten.
„Er wird mich umbringen“, murmelte die Aurorin in Gedanken bei Draco, der ihr das teure Ding geschenkt hatte.
Aber was sollte es?
Sie musste zur Arbeit.
Wie sie dorthin gekommen war, wusste sie im nach hinein nicht mehr so genau, denn in ihren Schläfen hämmerten bitterböse Kopfschmerzen. Die hatte sie schon immer bekommen, wenn sie zu wenig geschlafen hatte...
„Wie siehst du denn aus? Hast du dir die Nacht um die Ohren geschlagen?“, fragte Seamus am Empfang.
„Dir auch einen schönen, guten Morgen, Seamus“, knurrte Hermine und ging an ihm vorbei.
„Bevor ich es vergesse, Mannhauser will nachher mit dir sprechen“, rief ihr ihr ehemaliger Schulkamerad hinterher.
Hermine hob nur die Hand, um zu signalisieren, dass sie es gehört hatte.
Sie hatte keine groĂźe Lust sofort zu diesem -
Sie sollte das besser nicht aussprechen...
„Guten Morgen, Hermine“, flötete Monika, wie immer mit abartig guter Laune.
„Hnn“, antwortete Hermine zur Begrüßung.
Die Blonde sah sie verdutzt an.
„Was ist denn mit dir los? Hast du die Nacht überhaupt ein Auge zu gemacht?“, fragte sie.
Sollte Hermine sie sofort auf das Päckchen ansprechen?
„Ich habe nicht sonderlich gut geschlafen. Wie auch immer, hast du den Bericht gelesen, den ich gestern Abend noch geschrieben habe. Ich habe die Bilder von dem Tatort dazu gelegt“, wechselte sie das Thema.
„Du meinst, dass der Mann sich mit dem Knoten nicht selbst erhängt hat? Ja, den habe ich gelesen. Gute Arbeit, damit wissen wir auch, dass der Abschiedsbrief vollkommen überflüssig ist“, erwiderte Monika.
„Das würde ich nicht sagen. Man kann doch über die Schrift jemanden orten. „Locusscribis“ heißt der Spruch. Wenn der Täter sein Opfer nicht gezwungen hat, den Brief selbst zu schreiben, dann könnten wir ihn finden“, meinte Hermine.
Monika schĂĽttelte den Kopf.
„Schon passiert und kein Ergebnis. Er hat den Brief definitiv selbst geschrieben“, erklärte sie.
Kurz darauf verlieĂź Monika den Raum, um irgendetwas mit Juri zu besprechen.
Hermine hatte nicht genau hingehört.
Ihre Finger glitten an ihren Kopf.
Was sollte sie mit diesem Kasten?
Was sollte sie mit Monikas Vergangenheit?
„Hermine? Mannhauser will dich JETZT sehen“, rief Seamus durch die Tür, während er einige Akten den Gang hinunter schob.
Na, klasse! Auch das noch.
Missmutig schlĂĽrfte Hermine in das BĂĽro ihres Chefs.
„Wie sehen Sie denn aus?“, knurrte er missbilligend.
Immer noch besser als er.
„Ich habe die ganze Nacht gearbeitet“, erwiderte sie stattdessen.
Mannhauser musterte sie abschätzend von seinem Schreibtisch aus.
Dann deutete er auf einen der StĂĽhle vor sich.
„Setzen Sie sich“, forderte er unfreundlich.
Hermine kam der Aufforderung kommentarlos nach.
„Was kann ich für Sie tun?“, fragte sie müde.
„Wie sieht Ihre weitere Vorgehensweise aus? Hat Ihnen Miss Bergmann etwas gebracht?“, fragte er erstaunlich sachlich.
Was? Keine Kritik an ihrer Person? Konnte er tatsächlich einmal nur auf beruflicher Ebene bleiben?
„Wir haben ein Täterprofil, aber immer noch keine Verdächtigen, die auch nur ansatzweise in das Profil passen. Draco hat zwar die Informationen, aber auch er hat noch keine weiterbringenden Ergebnisse“, erklärte sie.
Mannhauser sah sie einen Moment finster an.
„Ihnen ist aber schon bewusst, dass uns die Zeit weg läuft. Meine Vorgesetzten sitzen mir bereits im Nacken“, knurrte er.
„Was sollen wir denn machen, wenn es einfach keine Hinweise gibt? Alles was wir bis jetzt nachgeprüft haben, hat sich im Sand verlaufen. Wir haben keine Spuren und keine Zeugen. Wir wissen bis jetzt nur, dass Regina Storms nicht in einem Unfall gestorben ist, sondern, dass man sie absichtlich überfahren hat, der Unfallfahrer hat sich nicht selbst erhängt und alle bekannten Opfer haben eine moralisch fragwürdige Tat in ihrer Vergangenheit begangen. Mehr gibt es einfach nicht und das liegt nicht an uns, sondern daran, dass der Täter ziemlich gut ist“, antwortete sie hitzig.
„Wenn sie nicht bald richtige Ergebnisse habe, dann werden wir ein fähigeres Team mit diesem Fall betrauen müssen“, drohte Mannhauser.
Hermine stand auf.
„Wenn das alles ist, was sie mir zusagen haben, dann kann ich jetzt ja gehen“, schnaubte sie und lief zur Tür.
„Sie werden nicht ewig auf ihrem hohen Ross sitzen bleiben, Miss Granger. Ich bin nicht der Einzige, der Mister Malfoy nicht verstehen kann“, knurrte er leise.
Hermines Hand schwebte ĂĽber der TĂĽrklinke.
Sie drehte sich nicht um.
„Wie bitte?“
„Sie haben mich schon verstanden. Sie können gehen“, erwiderte Mannhauser nur.
Die Aurorin blinzelte einen Moment, dann ging sie.
Ihr Herz hämmerte gegen ihre Brust.
Das war eindeutig eine Drohung gewesen.
„Was wollte er von dir?“, fragte Monika neugierig.
„Das Übliche“, antwortete Hermine nur kurz angebunden.
Sie ging zu der Kaffeemaschine hinüber und goss sich eine Tasse ein. Keine drei Sekunden später glimmte die obligatorische Zigarette.
„Hermine, ist etwas?“, fragte Monika leise.
War klar, dass sie so etwas sehen musste.
Sie war schlieĂźlich Psychologin.
„Ich habe einen Päckchen bekommen“, begann sie leise.
Vorsichtig schloss sie die TĂĽr und drehte sich um.
Es musste nicht jeder mitbekommen.
„Und?“, fragte sie
„In dem Päckchen waren Fotos von dir, Zeitungsartikel und eine Totenanzeige. Sagt dir der Name Melvin Summer etwas?“, sagte Hermine frei heraus.
Monika wurde leichenblass.
„Du hast in meiner Vergangenheit herumgeschnüffelt?“, zischte sie entsetzt.
„Nein, nein! Ich war selbst total verwundert. Ich weiß auch gar nicht, was ich damit anfangen soll“, versuchte Hermine sich zu erklären.
„Was hast du alles herausgefunden?“, rief Monika verstört und setzte sich auf Dracos Stuhl.
„Nicht viel. Ich habe doch gesagt, dass ich nicht weiß, was ich damit machen soll. Ich weiß nicht einmal, wer mir das geschickt hat“, verteidigte sich Hermine.
War das Päckchen von Bafello?
„Mein Freund ist bei einem tragischen Unfall gestorben. Er war Hobbyschütze. Während einem Streit hat sich ein Schuss gelöst“, sprudelte Monika los.
Sie umarmte sich selbst und schien ziemlich aufgelöst zu sein.
„Das tut mir Leid“, sagte Hermine leise.
„Man hat mich verdächtigt ihn erschossen zu haben. Wir hatten... öfter Streit. Ja, er hat mich das ein und andere Mal... angeschrien, aber er ist niemals... gewalttätig geworden“, erzählte sie weiter.
Das... war jetzt merkwĂĽrdig.
„Danach habe ich die Stadt verlassen und bin nie wieder zurückgekehrt“, schloss Monika.
Sie starrte einen Moment auf den Schreibtisch.
„Ich habe darüber mit kaum jemanden gesprochen und ich bitte dich das auch nicht zu tun“, sagte sie leise.
Hermine nickte nur.
Dann verlieĂź Monika das BĂĽro.
Warum hatte ihr jemand Informationen über diese Tragödie geschickt?
Steckte da vielleicht mehr dahinter?
Sie musste wieder an die Notiz denken. Sieht so eine trauernde Geliebte aus?
Ihre Gedanken wurden von Geschrei auf dem Flur unterbrochen.
„Was zum Teufel machen Sie hier? Sie sollten doch in Chi -“, brüllte Mannhauser, doch er wurde barsch von einer Stimme unterbrochen, die Hermines Puls zum rasen brachte.
Die TĂĽr flog auf und Draco stand vor Wut schnaubend in der TĂĽr.
„Kannst du mir mal verraten, warum dein Handy tot ist und du auch sonst nicht zu erreichen bist?“


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Selbst Muggel wie wir sollten diesen freudigen, freudigen Tag feiern! Jenen nämlich, da sich der Londoner Verlag Bloomsbury entschloss, die Manuskripte der britischen Autorin Joanne K. Rowling zum Druck anzunehmen und sie der breiten, nichtmagischen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Susanne Gaschke, Die Zeit