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Fanfiction

What if Love... - Kapitel 7

von Zelda-Angel

Kapitel 7

Am nächsten Morgen saß Leandra hundemüde beim Frühstück. Plötzlich trat Professor Dippet vor.
„Liebe Schüler! Es freut mich, mitteilen zu können, dass wir den Unruhestifter gestern Abend gefasst haben! Alle Vorsichtsmaßnahmen sind ab sofort aufgehoben."
Lautes Gemurmel brach aus.
„Sie haben ihn erwischt?", wiederholte Gaya verblüfft.
„Aber wer?", fragte Megan.
„Keine Ahnung", sagte Leandra. Sie glaubte nicht, dass Tom erwischt wurde, dafür war er viel zu clever.

Dippet fuhr fort. „Rubeus Hagrid hat heimlich ein Tierwesen gehalten, das er nicht unter Kontrolle hatte. Er wurde dementsprechend von der Schule verwiesen."
„Rubeus?", schien die ganze Halle mit einem Mund zu wiederholen.
„Das glaub ich nicht!", sagte Leandra sofort.
„Aber er hat doch so eine Vorliebe für gefährliche Tierwesen, du kennst ihn doch", sagte Megan.
„Ich weiß, aber Rubeus der Erbe Slytherins? Er ist bei uns in Gryffindor, schon vergessen?"
„Naja, über die Jahrhunderte...", fing Gaya an.
„Ich glaube nicht, dass Rubues absichtlich ein Monster auf die Schüler losgelassen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Nachricht an die Wand geschmiert hat", verteidigte Leandra ihn.
„Und was war das nun für ein Monster?", rief jemand.
Dippet sah plötzlich verlegen aus. „Nun, leider ist das Monster entkommen, als Rubeus Hagrid versuchte, es vor den Lehrern in Sicherheit zu bringen. Es ist den Verbotenen Wald geflüchtet. Noch ein Grund mehr, euch daran zu erinnern, dass das Betreten des Waldes streng verboten ist."
„Dumbledore sieht irgendwie sauer aus", sagte Megan plötzlich.
„Das heißt wohl, dass er Rubeus ebenfalls für unschuldig hält", meinte Leandra. "Und wir wissen, dass Dumbledore eigentlich immer recht hat."

Als Leandra später nach draußen wollte, sah sie Tom am Fuß der Haupttreppe hinter einer Säule stehen. Am Portal stand Dippet. Es schien, als würde er auf jemanden warten. Kurz darauf kamen eine kleine Frau und ein hagerer Mann mit versteinerten Mienen auf sie zu. Leandra war sofort klar, dass das Myrtes Eltern sein mussten. Sie hörte, wie Dippet ihnen sein Beileid aussprach und sein Bedauern äußerte, dass Myrte durch diesen furchtbaren Unfall ums Leben gekommen sei.
Ein Unfall? Dippet vertuschte die ganze Sache? Das war schon ein starkes Stück. Leandra sah, wie Toms Hand sich zur Faust ballte. Irgendwie nachvollziehbar, dass er sauer war, weil sein ganzes Werk als Slytherins Erbe vertuscht wurde.
Wieso schaffte sie es nicht, ihn zu verpetzen? Sie wusste zwar, dass sie keine Beweise hatte, aber trotzdem hätte sie etwas unternehmen müssen. Ein Mädchen war tot und Rubeus unschuldig rausgeschmissen worden. Wieso konnte sie es nicht?

Die nächsten Tage hatte sie permanent ein schlechtes Gewissen, aber jedes Mal, wenn Tom wieder freundlich zu ihr war, verdrängte sie es.

Das Schuljahr ging zu Ende. Am Abend vor der Heimfahrt saßen Leandra und Tom im Raum der Wünsche.
„Weißt du, wann wir unsere ZAG-Ergebnisse kriegen?", fragte Leandra.
„Ende Juli, hieß es."
„Ich bin so aufgeregt."
„Warum denn? Ich bin sicher, du warst sehr gut."
Sie schwiegen kurz.
„Hast du schon gehört, dass England bei der Quidditch-Weltmeisterschaft nicht antreten wird?", fragte Tom.
„Nein. Warum nicht?"
„Aus Solidarität zu den Muggeln. In Europa herrscht immer noch Krieg. Die Deutschen bombardieren England immer noch. Hast du das nicht mitgekriegt?"
„Nein. Was heißt bombardieren?" Leandra konnte sich keinen Reim darauf machen.
„Sie werfen Bomben aus Flugzeugen, also quasi vom Himmel. Am Boden explodiert das, wie ein Sprengfluch. Sie haben letztes Jahr Coventry fast ausradiert und London ist auch schwer getroffen. Das hab ich in den Muggelzeitungen gelesen."
„Du liest Muggelzeitungen?“
„Nur im Sommer und nur wegen dem Krieg.“
„Du lebst doch im Sommer immer in London. Hast du da etwas mitbekommen?", fragte Leandra.
„Ja. Meistens kamen sie nachts. Irgendwann sind die Sirenen losgegangen und dann mussten wir alle in diese Schutzkeller runter. Einmal habe ich mich wieder hochgeschlichen. Überall war Feuer. Es war ein Höllenlärm. Überall verkohlte Leichen, zusammengestürzte Häuser, Menschen, die panisch durch die Straßen rannten und nach Angehörigen suchten."
„Das klingt schrecklich", sagte Leandra bedrückt.
„Die meisten Mütter haben ihre Kinder aufs Land raus geschickt, um sie außer Gefahr zu bringen. Die Väter waren alle im Krieg. Einmal bin ich zum Bahnhof gegangen und hab gesehen, wie die Mütter unter Tränen ihre Kinder verabschiedet haben. Keiner wusste, ob sie sich je wieder sehen würden. Und... ich... ich hab mir gewünscht, dass... dass...“
„Dass unter ihnen deine Mum gewesen wäre und um dich geweint hätte“, flüsterte Leandra.
Tom nickte kaum merklich und sie schwiegen.
Leandra grübelte. So offen war er noch nie zu ihr gewesen und vermutlich auch zu sonst keinem Menschen.
Irgendwann räusperte Tom sich und als er sprach, klang seine Stimme fest wie immer.
„Deutschland wird auch nicht antreten. Die Zauberer halten von dem Muggelführer nichts und haben sich geweigert, für dieses Land irgendwo anzutreten, solange Hitler an der Macht ist. Anscheinend haben einige versucht, ihn durch Attentate umzubringen, aber leider ist es schief gegangen."
„Krieg ist etwas vollkommen sinnloses. Das einzige, was man erreicht, ist, dass Menschen getötet werden", sagte Leandra leise. Sie schwiegen kurz.

„Jedenfalls müssen wir dann einer anderen britischen Mannschaft die Daumen drücken. Ich wäre für Irland, die haben Heimspiel“, meinte Tom.
„Ja, gute Idee."
„Warum willst du eigentlich nicht Profi-Spielerin werden? Du bist doch ziemlich gut."
„Meinst du das ernst?", fragte Leandra.
„Ja, sicher."
„Für mich ist das ein Hobby. Ich bin nicht so vernarrt in Quidditch, dass ich wirklich ernsthaft als Profi spielen will."
„Schade. Ich wär zu jedem Spiel gekommen und hätte dich angefeuert - aber nur, wenn du mir immer Freikarten besorgt hättest."
„Wusste ich doch, dass da ein Haken ist."
Sie lachten.

„Wozu hast du eigentlich das Popcorn mitgebracht?", wollte Tom wissen.
„Och, ich dachte, wir feiern ein bisschen, dass wir die ZAGs geschafft haben und alles. Pass mal auf."
Leandra hatte den Raum inzwischen im Griff. Sie kniff kurz die Augen zu und wünschte sich herbei, was sie brauchten.
In einer Ecke stand jetzt ein Radiogerät aus denen der MRF dudelte und weiter hinten standen zwei breite Betten.
Tom sah skeptisch aus. "Was hast du vor?"
„Nicht das, was du denkst."
„Was denke ich denn?"
„Tja, ich würde meinen, im allerersten Moment hast du wahrscheinlich gedacht, ich wolle die Nacht mit dir verbringen, stimmt's?"
„Wäre das so schlimm?", konterte Tom und grinste schief.
Leandra lächelte. „Nein. Aber wie gesagt, das ist es nicht."
Sie drehte mit einem Schlenker ihres Zauberstabs das Radio laut.
„Bist du schon mal so richtig ausgeflippt?", fragte sie und nahm das Popcorn.
„Wie meinst du das?"
„Zum Beispiel das."
Sie sprang auf eins der Betten und hüpfte darauf herum wie auf einem Trampolin.
„Komm schon, das macht echt Spaß, auch wenn's total kindisch ist!"
Tom grinste und schüttelte den Kopf.
„Na, mach schon."
„Nein."
„Ach bitte!"
„Nein."
Leandra hielt an und sah ihn mit ihrem Hundeblick an. „Bitte. Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte!" So ging das endlos weiter, bis sie Luft holen musste.
Tom seufzte und stand auf. Leandra strahlte, der Hundeblick funktionierte auch immer, sogar bei Tom.

„Das ist total bescheuert", rief Tom, während sie beide auf den Betten herumhopsten, Lieder mitsangen und Popcorn in sich reinstopften.
„Na und? Sieht ja keiner! Aber es macht Spaß, gib's zu!"
„Ja, du hattest recht."
„Siehste."

Irgendwann lagen sie fix und fertig auf den Betten.
„Das war wirklich eine gute Idee von dir", sagte Tom.
„Ich weiß."
Tom drehte sich auf die Seite und stützte den Kopf auf, damit er sie ansehen konnte.
„Kann man hinterher immer behaupten."
„Ich hab es eben geahnt. Ein bisschen kann ich dich inzwischen durchschauen. Immer wenn ich irgendwas vorschlage, was du nicht kennst, bist du erstmal total skeptisch und wenn du's dann doch gemacht hast, findest du's toll."
„Immer?", fragte Tom.
„Bis jetzt, ja."
„Na sowas."
Er sah ihr in die Augen. Lange. Intensiv. Leandra konnte seinem Blick nicht standhalten.
„Warum guckst du so?", fragte sie verwirrt.
„Ich frage mich nur, ob du was gut findest, das ich vorschlage."
„Und was soll das sein?"
„Ich überleg noch."
„Lass dir Zeit."
Kurz darauf sah Tom sie ernst an.
„Wie wär's mit... Flubberwümer essen?"
„Nein, danke."
„Oder Bublotubler-Eiter schlürfen?"
„Keinen Bedarf."
„Oder ein Erupmenthorn anfassen?“
„Ich bin doch nicht lebens– du machst dich über mich lustig!"
„Na, das hat ja gedauert, bis du's gemerkt hast."
Tom lachte. Leandra setzte sich auf und stemmte die Hände in die Hüften.
„Oh, du...!"
Sie schnappte ihr Kissen und schlug nach Tom.
„Scheint langsam Tradition bei uns zu werden, dass du mit Kissen nach mir schlägst", meinte Tom lachend.
„Sei froh, dass es nur ein Kissen ist!", fauchte Leandra und holte erneut aus.
„Merlin, jetzt hab ich aber Angst."
Tom langte mit der Hand nach dem Kissen, mit dem sie gerade zuschlagen wollte, und hielt es fest.
„Gewalt ist keine Lösung", predigte er.
„Aber ein Anfang", gab Leandra zurück.
Tom zog eine Augenbraue hoch.
„Was?", fragte Leandra unschuldig.
„Sagt ausgerechnet das freundlichste Mädchen der Welt."
„Haha."
„Stimmt doch. Du könntest keiner Fliege was zuleide tun."
„Da kennst du mich aber schlecht. Du hast mich noch nie erlebt, wenn ich in meinen Zimmer eine Spinne entdeckt hab!"
„Bei Merlins Bart, du bringst sie doch nicht etwa um?!", fragte Tom gespielt schockiert.
„Naja, jedenfalls nicht direkt. Ich gefriere sie mit dem Zauberstab, dann kann man sie später noch als Zutat für Zaubertränke verwenden."
Tom nickte anerkennend. „Gute Idee."
„Ich hab immer gute Ideen, solltest du inzwischen eigentlich wissen."
„Ja, ich weiß."

Leandra legte ihr Kissen wieder an seinen Platz und ließ sich wieder auf den Rücken sinken.
„Du?"
„Hm?"
„Glaubst du, dass dieser Muggelkrieg bald vorbei ist?"
„Ich hoffe es. Es ist nicht besonders witzig, nachts dauernd befürchten zu müssen, dass man in die Luft gejagt wird."
„Denkst du, es ist möglich, in einer Welt zu leben, in der es keinen Krieg gibt?"
„Warum fragst du mich jetzt sowas?"
„Ich bin eben ein harmonierbedürftiger Mensch. Ich kann nicht sehen, wenn Unschuldige verletzt oder getötet werden – so wie dieses Jahr bei uns. Zum Glück sind alle wieder aufgewacht, die versteinert wurden."
„Ja. Aber eine Welt ohne Krieg – schwer zu sagen. Es wird immer irgendwo Streit geben, fürchte ich. Die Menschheit ist so. Du wirst kein Jahr in den Geschichtsbüchern finden – sei es Muggel- oder Zaubereigeschichte – in dem kein Krieg irgendwo auf der Welt erwähnt wird."
„Ich finde das traurig."
„So ist die Welt. Du wirst niemanden finden, der jemals behauptet hat, das Leben sei gerecht."
„Ja, das ist wohl wahr."

Sie schwiegen erneut. Leandra wollte ihn schon die ganze Zeit etwas fragen, aber sie wusste nicht, ob sie wirklich sollte.
„Ist was?“, fragte Tom.
„Ich hab mich nur gefragt... was du über deine Eltern herausgefunden hast.“
„Etwas sehr interessantes“, sagte Tom knapp.
„Was denn?“
„Das ist meine Angelegenheit.“
„Verstehe, du willst nicht drüber reden“, antwortete Leandra.
Tom blickte auf die Uhr. „Fast Mitternacht. Wir sollten in unsere Schlafsäle gehen."
„Ja, du hast recht."
„Ich bring dich noch zum Gryffindor-Turm."
„Danke, nett von dir."

Beim Porträt der Fetten Dame angelangt, wurden beide ziemlich verlegen. Leandra nannte das Passwort und die Fette Dame schwang auf.
„Ja, ähm... also, ich schick dir dann eine Eule."
„Ich bin gespannt, wie dein Zuhause ist. Ich war noch nie in einem Zaubererhaus."
„Na dann wird's wirklich Zeit. Also... bis bald, Tom. Ich wünsch dir trotz allem schöne Ferien."
„Ich dir auch. Wir sehen uns dann im August."
Etwas ratlos standen beide da. Keiner machte Anstalten zu gehen, bis die Fette Dame rief: „Wie lange soll ich denn noch hier rumhängen?“
Beide zuckten zusammen. Leandra lächelte ihn noch einmal an und verschwand im Porträtloch.

Als der Hogwarts-Express am nächsten Abend am Gleis 9 ¾ ankam, konnte Leandra es kaum erwarten, ihre Eltern zu fragen, ob Tom sie in den Ferien besuchen dürfe. Während sie mit Lovisa auf dem Bahnsteig stand und darauf wartete, durch die Absperrung gelassen zu werden, sah sie Tom etwas weiter vorne in der Reihe. Als hätte er gespürt, dass sie ihn ansah, drehte er sich um und sie sahen sich an, sonst nichts.
„Wen guckst du an?“, fragte Lovisa und riss Leandras Blick von Tom weg. „Niemand.“
Ihre Eltern begrüßten sie begeistert, als sie wieder im Muggelbahnhof King’s Cross standen. Leandras Mutter war eher klein, etwas rund und hatte ein sehr gütiges Lächeln. Von ihr hatte Leandra auch die Haarfarbe. Ihr Vater war um einiges größer, kräftig und schlank. Oben auf dem Kopf wurde sein dunkelblondes Haar, das er Lovisa vererbt hatte, langsam lichte.

Als sie zu Hause waren und Lovisa in ihr Zimmer gegangen war, saßen Leandra und ihre Eltern mit einer Tasse Kakao am Küchentisch.
„Mum, Dad? Ich würde gern einen Freund in den Ferien hierher einladen.“
„Einen Jungen?“, fragte ihr Vater sofort skeptisch.
„Ich bin nicht in ihn verliebt, Dad. Tom ist wirklich in Ordnung. Er hat den Täter gefasst, hab ich dir doch geschrieben. Er hat keine Familie und muss in den Ferien immer in einem Waisenhaus für Muggel leben. Da hab ich ihn eben eingeladen.“
„Das ist natürlich etwas anderes. Na dann kann er selbstverständlich gerne kommen. Sag ihm, wir freuen uns.“
„Danke, Dad. Ihr werdet ihn bestimmt mögen.“

Später half Leandra ihrer Mutter in der Küche.
„Du magst diesen Jungen, oder?“
„Mum!“
Ihre Mutter lächelte: „Du bist jetzt sechzehn, da ist es normal, wenn man sich verliebt.“
„Mum, ich bin nicht in ihn verliebt.“
„Dafür streitest du es aber vehement ab.“
Leandra verdrehte die Augen. „Schon gut, ich lass dich in Ruhe“, meinte ihre Mutter.

Ein paar Tage später schrieb Leandra an Tom. Sie hatte ungefähr zwanzig Briefe angefangen, bis sie zufrieden war.

Hallo Tom,

wie geht es dir? Ich hoffe, deine Ferien waren bis jetzt okay. Ich hab mit Mum und Dad gesprochen, sie freuen sich, dich kennen zu lernen und ich soll dir von Mum sagen, du kannst von ihr aus auch bis zum 1. September bleiben. Typisch Mum.

Ich hab mir überlegt, dass wir uns am 9. August im Tropfenden Kessel treffen könnten. Ich hatte den Eindruck, dass du nicht unbedingt möchtest, dass jemand sieht, wo du in Ferien lebst. Falls die Bücherlisten bis zum 9. August kommen, können wir die ja noch zusammen kaufen und dann per Flohnetzwerk zu mir nach Hause reisen.

Gib mir kurz Bescheid.

Bis bald und viele Grüße, Leandra

Ps: Pass auf, Hera (die Eule) beißt manchmal.


Schon am nächsten Abend kam Hera mit Toms Antwort zurück.

Leandra,

erst mal hättest du gleich in die erste Zeile schreiben sollen, dass die Eule beißt, vielen Dank auch! Ich hab einen dick verbundenen Daumen (darf ihn ja nicht heil zaubern).

Das ist nett von deiner Mum, aber ich will euch nicht die ganzen Ferien zur Last fallen. Das mit dem Tropfenden Kessel am 9. August ist eine gute Idee. Selbst wenn die Bücherlisten nicht rechzeitig kommen, können wir ja trotzdem in die Winkelgasse gehen, was meinst du? Wollen wir uns um 11 Uhr im Tropfenden Kessel treffen?

Tom


Leandra musste lachen, als sie Toms ersten Satz gelesen hatte. Dann schnappte sie sich einen Fetzen Pergament, kritzelte rasch „Am 9. August um 11 Uhr im Tropfenden Kessel geht klar!“ drauf und schickte Hera wieder los.

Im Juli besuchte sie zusammen mit Megan ihre Freundin Gaya unten in Cornwall für ein paar Tage. Als sie wieder zu Hause war, fragte sie sich, wie Gaya das aushielt. Gayas Eltern waren ziemlich arrogant und behandelten vor allem Megan wie einen Menschen dritter Klasse. Sie wusste von Gaya, dass ihre Eltern stolz darauf waren, reinblütig zu sein und Megan, die ein Muggelkind war, war in ihren Augen nichts wert. Dadurch, dass Gaya in Gryffindor und nicht wie die restliche Familie in Slytherin gelandet war, hatte sie es zu Hause sehr schwer, vor allem, weil sie sich mit einem Muggelkind wie Megan angefreundet hatte.

Gegen Ende Juli wurde Leandra immer aufgeregter, denn jeden Tag konnten die ZAG-Ergebnisse kommen.
Aber sie kamen nicht. Es war schon der 6. August, als Leandras Mutter eines Morgens rief: „Kinder, da sind Eulen aus Hogwarts für euch!“ Aufgeregt rannte Leandra in die Küche, aber es waren „nur“ die Bücherlisten.
Am Abend vor dem 9. August war sie total aufgeregt und konnte sich gar nicht erklären, wieso.


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Rita setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um die Story zu bekommen, die sie im Kopf bereits fertig geschrieben hat. Drohende Gefahren spornen sie erst an. Todesgefahr oder mögliche Unfälle ergeben prächtige Schlagzeilen: Dann legt sie richtig los.
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