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Fanfiction

What if Love... - Kaptiel 12

von Zelda-Angel

Kapitel 12

BestĂĽrzt hielt sie inne. Das hatte sie eigentlich nicht sagen wollen.
Tom lächelte überheblich. „Die Kammer des Schreckens. Mach dich nicht lächerlich!“
„Ich hab dich gesehen. Im Mädchenklo, wie du den Eingang an den Waschbecken mit Parsel geöffnet hast und hinein gesprungen bist. Und ich hab dich nicht verpetzt, nicht mal, als du beinahe meine Schwester umgebracht hast, nicht mal, als Myrte gestorben ist. Ich hab für dich gelogen, als Dumbledore den Verdacht hatte, dass ich etwas wüsste und weißt du was? Ich hab keine Ahnung wieso.“
Tom kam mit eiskaltem Blick auf sie zu und zum ersten Mal hatte sie Angst vor ihm. Leandra wich zurück, bis sie mit dem Rücken an die Wand stieß. Tom legte rechts und links neben ihrem Kopf seine Hände auf die Wand und funkelte sie aus nächster Nähe an.
„Dann sorg dafür, dass es so bleibt. Sonst könnte das sehr unangenehme Folgen für dich haben!“
„Deine Drohungen kannst du dir sparen!“, fauchte sie.
Im nächsten Moment spürte sie die Spitze seines Zauberstabs unter ihrem Kinn.
„Es gibt einen sehr schmalen Grat zwischen mutig und dumm, das solltest du eigentlich wissen“, raunte er ihr ins Ohr.
„Dann bring mich doch um, das kannst du doch so gut!“, zischte sie.

Toms kalter Blick durchbohrte sie und für einen Sekundenbruchteil glaubte sie, seine Augen rot glimmen zu sehen, aber das musste sie sich eingebildet haben. Sie spürte, wie die Spitze seines Zauberstabs sich noch etwas fester in ihre Haut drückte. Sie wusste, dass sie zu weit gegangen war. Er war richtig wütend, sie hatte ihn bis aufs Blut gereizt. Trotzdem wagte sie es nicht, sich zu rühren und sah ihn einfach nur an. Tom sah sie zornfunkelnd an und hob seinen Zauberstab. Leandra konnte ihn nur ansehen und hoffen, dass er es nicht tat. „Avada...“ Plötzlich hielt er inne. Leandra wagte nicht zu atmen. Sie starrten sich an, dann ließ Tom von ihr ab und seufzte. Plötzlich sah er wieder aus wie ihr Tom, der Tom, der im Sommer bei ihr gewesen war. Sie traute sich wieder zu atmen.
„Wir können keine Freunde sein, Leandra“, sagte er leise.
„Was ist passiert?“, fragte sie vorsichtig, aber Tom schüttelte den Kopf.
„Es hat nichts mit dir zu tun. Es hat auch nichts mit den Häusern zu tun. Ich musste eine Entscheidung treffen.“
„Für deine Pläne und damit gegen mich“, stellte Leandra fest. Tom nickte kaum merklich.
Leandra seufzte. „Was hast du vor?“
„Kann ich dir nicht sagen. Ich hab dir jetzt schon zuviel gesagt. Je weniger du weißt, desto besser für dich.“
Sie griff nach seiner Hand. „Ich bin immer für dich da, vergiss das nicht.“
Tom nickte, dann ging er zur Tür. „Die Einladung für Weihnachten steht übrigens noch“, rief sie ihm nach, als er schon fast draußen war. Dann fiel die Tür ins Schloss und Leandra blieb völlig aufgewühlt zurück. Sie wusste zwar, dass er Weihnachten nicht kommen würde, aber es war ihr wichtig, dass er Bescheid wusste.
Auf dem Rückweg grübelte sie. Was für dunkle Pläne waren das, für die er sich entschieden hatte? Das war ein harter Rückschlag für Leandra, die doch alles tun wollte, um genau das zu verhindern. Was sollte sie nur machen? Aber nach dem Gespräch ging es ihr etwas besser. Jetzt musste sie nur noch eine gute Erklärung für ihre Eltern finden, warum er in den Weihnachtsferien nicht zu Besuch kam.

Beim Weihnachtsessen zu Hause warf Leandra immer wieder Blicke auf Toms leeren Stuhl. Im Stillen hatte sie gehofft, dass er vielleicht doch noch auftauchen würde. Aber das war natürlich Blödsinn. Sie hatte ihm ein Geschenk geschickt, auch wenn sie von ihm nichts bekommen hatte. Die Weihnachtsferien waren die längsten und eintönigsten, die sie je erlebt hatte. Sie hatte nicht mal mehr Lust, Klavier zu spielen und sie war heilfroh, als sie wieder nach Hogwarts kam.

Aber es wurde nicht besser. Tom ignorierte sie weiter. Sie fühlte sich leer, war still, meldete sich nicht mehr im Unterricht und ihre Noten sackten weiter ab. Ende Januar nahm Bilius Weasley sie nach dem Quidditch-Training, das sie wieder vollkommen vermasselt hatte, zur Seite und erklärte ihr, dass er sie so nicht im Team lassen konnte. Es tat ihm leid, das merkte sie, aber er musste natürlich das tun, was für das Team am besten war.
Niedergeschlagen ging sie zurück und schleifte ihren Komet auf dem Boden hinter sich her. Zu allem Überfluss lief ihr dann auch noch Tom mit seinem Gefolge in der Eingangshalle über den Weg und Malfoy rief: „He, Fawcett, bist du unter die Putzfrauen gegangen? Hab ja schon immer gesagt, dass dein Besen für nichts besseres taugt!“
Leandra ignorierte ihn und ging weiter. Sie hatte einfach keine Kraft, um sich zu streiten. Dann kamen Gaya und Megan gerade vom Abendessen aus der Großen Halle. Als sie Leandra so niedergeschlagen sahen, war ihnen fast klar, was passiert war. Sie nahmen sie in den Arm. „Ich bin aus dem Team geflogen“, sagte sie.
„Die beste Entscheidung, die dieser Volltrottel Weasley treffen konnte“, hörten sie Malfoy rufen.
„Halt die Klappe, Malfoy!“, fauchte Megan, dann wandte sie sich an Leandra: „Und du erzählst uns jetzt um Merlins Willen, was das ganze Jahr schon mit dir los ist! Und dieses Mal gibt es keine Ausreden mehr!“
Leandra war Tom einen kurzen Blick zu. Er sah scheinbar gleichgĂĽltig aus wie immer, aber sie wusste, dass er mehr als gespannt war, ob sie vor ihren Freundinnen auspacken wĂĽrde.

Oben im Schlafsaal saßen die drei Mädchen auf Leandras Bett.
„Was ist los?“, fragte Megan.
„Hat es etwas mit einem Jungen zu tun?“, fügte Gaya hinzu.
„Ja, hat es. Ich kann und will euch aber nicht sagen, wer er ist.“
Megan und Gaya sahen sich kurz an, dann nickten sie.
Dann erzählte Leandra, wie das ganze letzte Schuljahr gelaufen war, wie sie sich oft mit dem Jungen getroffen hatte, wie er im Sommer bei ihr gewesen war und wie er sie dann im September so kalt abserviert hatte.
„Es war ja nie was zwischen uns. Darum geht’s auch gar nicht. Aber ich vermisse ihn einfach. Wir haben soviel geredet, über die Welt philosophiert, uns gefragt, wie die Welt in zehn, zwanzig Jahren aussieht. Ich vermisse es einfach, mit ihm irgendwo am See zu sitzen und zu reden.“
„Ja, aber warum wollte er auf einmal nicht mehr?“, fragte Gaya.
„Er hat gesagt, ich passe nicht in seine Pläne für nach der Schule.“
„Aha.“
„Naja, er hat mir mal erzählt, dass er in der ganzen Welt herumreisen will und so.“
Die Mädchen schwiegen. Leandra war froh, sich alles von der Seele geredet zu haben, aber trotzdem wusste sie nicht, wie es weitergehen sollte.
„Was soll ich denn jetzt eurer Meinung nach tun? Ich seh ihn ja ständig und es tut weh.“
„Ehrlich gesagt, weiß ich es auch nicht. Ich hab noch nie so etwas gefühlt wie du jetzt gerade“, sagte Gaya.
„Ich auch nicht“, gab Megan zu.
„Ich schätze, du kannst einfach nur hoffen, dass es mit der Zeit besser wird“, sagte Gaya leise.

Die Neuigkeit, dass Leandra aus dem Gryffindor-Quidditch-Team geflogen war, raste wie ein Lauffeuer durch die Schule. Während die Slytherins das mit hämischen Kommentaren aufnahmen, wunderten sich die meisten anderen Schüler ziemlich, obwohl sie im ersten Spiel Leandras schlechte Leistungen gesehen hatten. Alle sahen sie mit mitleidigen Blicken an und das war fast noch schlimmer, als die Sticheleien der Slytherins.
Bilius’ Cousine Emma Weasley aus der dritten Klasse ersetzte Leandra im Team und Gryffindor gewann das Spiel am Samstag gegen Ravenclaw mit 210:50.
Leandra war eigentlich immer eine Kämpferin gewesen, aber seit Tom ihr die Freundschaft gekündigt hatte, fühlte sie sich so mutlos, kraftlos, leer und unfähig, überhaupt noch für irgendwas zu kämpfen. Seit Weihnachten hatte sie auch einiges an Gewicht verloren, weil sie kaum noch aß. Alles war ihr egal, ihre Noten, Quidditch, einfach alles. Ihre Noten wurden so schlecht, dass Dumbledore sie Anfang März zum Rapport in sein Büro bestellte.

„Was soll ich nur mit Ihnen machen?“, seufzte er mit tiefen Sorgenfalten auf der Stirn.
„Nichts?“, fragte sie.
Dumbledores blaue Augen durchbohrten sie. „Leandra, Sie sind ein kluges Mädchen. Was auch immer zwischen Ihnen und diesem Jungen vorgefallen ist, lassen Sie nicht zu, dass das Ihre Zukunft kaputt macht.“
Was soll ich mit einer Zukunft, in der Tom böse ist? dachte Leandra traurig. Sie zuckte mit den Schultern.
„Kann es sein, dass da noch mehr dahinter steckt als einfacher Liebeskummer?“
„Liebeskummer?“, wiederholte Leandra perplex.
„Ja. Aber das ist doch nicht alles, nicht wahr?“
Aber ich liebe Tom doch gar nicht... oder?
„Es ist kompliziert. Aber ich kann es nicht sagen, ich hab’s versprochen.“
„Na gut, Leandra. Aber setzen Sie sich um Merlins Willen hin und lernen Sie, sonst sehe ich mich gezwungen, Sie für den Rest des Schuljahres mit einem Aufmunterungszauber zu belegen und dass das keine Lösung ist, wissen wir beide.“
„Ja, Sir.“

Während sie die Treppe hochging, dachte Leandra an das, was Dumbledore gesagt hatte. Liebeskummer... sie war doch gar nicht in Tom verliebt. Aber gut, Dumbledore hatte natürlich angenommen, dass es sich um Liebeskummer handeln musste, wenn es um einen Jungen ging. Sie war ganz in Gedanken, als sie oben an der Treppe plötzlich mit jemanden zusammen stieß. „Tschuldigung“, murmelte sie und sah auf.
„T-Tom“, stammelte sie. Sie starrten sich an.
„Tut mir leid, dass du aus dem Team geflogen bist“, sagte Tom schließlich und sah tatsächlich danach aus.
Leandra zuckte mit den Schultern. „Nicht so wichtig.“
Tom hob eine Augenbraue. „Dir ist Quidditch plötzlich egal?“
Leandra zuckte erneut mit den Schultern.
„Was ist nur los mit dir?“
„Das hat Dumbledore gerade auch gefragt. Hat geschimpft wegen meinen Noten, aber ist ja eh egal.“
Tom fasste sie an den Schultern und sie wich irritiert an die Wand zurĂĽck.
„Das ist nicht egal!“
Leandra sah ihn nur an.
Tom holte tief Luft. „Es tut mir leid, dass... du... die ganze Situation. Aber lass dich doch nicht so gehen. Du bist eine Kämpferin, Leandra, und das, was das ganze Jahr über passiert, bist nicht du.“
„Ohne dich kann ich nicht wieder ich sein“, flüsterte sie.
Tom seufzte. „Ich weiß. Ich werde auch nie wieder der sein, der ich war, wenn ich mit dir zusammen war. Wir beide müssen uns ein neues Ich schaffen.“
Er hob die Hand und strich ihr ĂĽber die Wange.
„Versprich mir, dass du dein Leben lebst, dass du dein Leben genießt, egal, was passiert.“
Leandra sah ihn nur an. Seine Worte machten ihr Angst.
„Versprich es!“
Leandra nickte. „Versprochen.“
Tom lächelte schwach. „Gut. Und bitte fang wieder an zu essen, okay?“
Leandra nickte stumm. Tom zögerte, dann küsste er sie sanft auf die Stirn. Ein warmes Gefühl breitete sich in ihr aus. Tom verschwand und Leandra blieb verwirrt zurück. Er schien sich wirklich Sorgen zu machen. Irgendwie passte das alles nicht zusammen. Zuerst ignorierte er sie, dann war er kurz davor, sie umzubringen und jetzt das. Sie wurde einfach nicht schlau aus ihm.

Die nächsten Tage grübelte sie noch darüber, was Tom mit „egal, was passiert“ gemeint hatte, doch dann gab sie sich einen Ruck. Sie hatte es Tom versprochen. Sie wusste zwar nicht, warum sie sich daran hielt, aber sie setzte sich hin und begann wieder zu lernen.
Am nächsten Wochenende ging sie mit Gaya und Megan nach Hogsmeade. Sie war zwar immer noch stiller als früher, konnte sich aber doch des öfteren ein kleines Lächeln abringen.

Dumbledore und die anderen Lehrer sahen zufrieden, wie sich ihre Noten wieder besserten und auch wieder langsam an Gewicht wieder zunahm.
Und doch vermisste Leandra Tom seit ihrem letzten Gespräch mehr denn je. Er schien sich zwar ernsthaft Sorgen um sie gemacht zu haben, war aber weiterhin genauso kalt und abweisend wie das ganze Schuljahr.

Dann aber hing am nächsten Morgen eine Mitteilung am Schwarzen Brett.
„Ah, na endlich, ich hab mich schon gewundert, wann der Apparierkurs anfängt!“, sagte Megan. Bei den Sechstklässlern war das natürlich Thema Nummer eins und auch Leandra war gespannt, als sie am folgenden Sonntagnachmittag in die Große Halle kamen, wo der Kurs stattfinden sollte.
Am Anfang klappte es natürlich bei keinem, obwohl Leandra gewettet hätte, dass Tom es sofort hinkriegen würde. Sie war sich sicher, dass er es konnte, aber es hätte wohl sehr seltsam gewirkt, wenn er es gleich beim ersten Versuch geschafft hätte.
„Ziel, Wille, bla bla. Ich hab keine Ahnung, wie das funktionieren soll”, schimpfte Megan, als sie aus der Großen Halle gingen. Gaya und Leandra lachten.
„Anscheinend funktioniert es aber, weil alle es so machen. Wir müssen halt üben“, versuchte Gaya sie zu beruhigen.
„Ich hab jetzt keine Lust auf Hausaufgaben. Gehen wir runter zum See?“, schlug Megan vor.
„Gute Idee“, stimmte Leandra zu und die drei zogen los.

Megan fuhr in den Osterferien nach Hause, sodass Gaya und Leandra allein im Schlafsaal waren.
„Ich hab dich letzte Nacht im Schlaf reden gehört“, sagte Gaya.
„Was?“, fragte Leandra alarmiert. Sie hatte wieder diese schlimme Vision von Tom und dem Zauberer mit den roten Augen im Traum gesehen.
„Was hab ich gesagt?“
„Du hast mit jemanden gesprochen: ’Du darfst nicht böse werden’, hast du gesagt, immer wieder.“
„Alptraum.“
„Den träumst du wohl ziemlich häufig. Letzten Mittwoch und am Sonntag davor und überhaupt in den letzten Wochen redest du häufig im Schlaf.“
„Tut mir leid, wenn ich dich damit wecke.“
„Das macht nichts, aber ich mach mir Sorgen.“
„Brauchst du nicht. Das liegt bestimmt am Lernen, ich muss viel aufholen.“
Gaya sah Leandra kritisch an, sagte aber nichts mehr. Aber es war wirklich so, in den letzten Wochen hatte Leandra ständig diese Vision immer wieder im Schlaf. Sie konnte nur hoffen, dass sie nicht anfing, irgendwann Toms Namen im Schlaf zu murmeln.

Nach Anfang Mai stand das letzte Quidditch-Spiel an, Gryffindor gegen Slytherin. Leandra hatte nicht gefragt, ob sie ins Team zurück durfte, aber sie schaffte es nicht, das Spiel anzusehen. Sie wäre so gern selbst mitgeflogen. Sie ging in die Bibliothek und lernte. Ihr Blick fiel auf die Verbotene Abteilung. Und dann fiel ihr plötzlich etwas ein.

Tom hatte im letzten Jahr ein Buch namens Geheimnisse der Dunkelsten Kunst ausgeliehen. Inzwischen müsste er es lange wieder zurückgegeben haben. Was er darin wohl gesucht hatte? Sie sah, wie Madam Pince einen Stapel Bücher in die Pflanzenabteilung trug, die war am anderen Ende der Bibliothek. Leandra legte sich einen Desillusionierungszauber auf und schlich sich in die Verbotene Abteilung. Sie musste nicht mal lange suchen, dann hatte sie das schwarze Buch schon in der Hand. Es fühlte sich gruselig an. Vorsichtig warf sie einen Blick hinaus. Madam Pince war nirgends zu sehen. Sie steckte das Buch unter ihren Umhang und setzte sich wieder an ihren Platz – gerade noch rechtzeitig, denn Madam Pince kam gerade aus der Pflanzenabteilung zurück und machte sich jetzt daran, die Rückgabelisten zu kontrollieren. Leandra stopfte das Buch unauffällig in ihre Schultasche und lernte weiter.
Gryffindor schlug Slytherin mit 330:60 und gewann damit zum zweiten Mal den Quidditch-Pokal. Im Gemeinschaftsraum war die Hölle los und nachdem Leandra eine Weile mitgefeiert hatte, schlich sie in den Schlafsaal, zog die Vorhänge an ihrem Bett zu und schlug das verbotene Buch auf.

Schon beim Inhaltsverzeichnis graute es ihr – das Buch war voller böser Schwarzer Magie. Sie sah sich die Seiten genau an. Im hinteren Teil waren ein paar kleine Eselsohren erkennbar. Dort schlug Leandra das Buch auf und landete mitten in einem Kapitel. Sie blätterte ein paar Seiten zurück und sah dann die Kapitelüberschrift: Horkruxe.
Angespannt las Leandra das lange Kapitel durch. Am Ende war sie völlig geschockt. Seine Seele spalten, Menschen töten. Wobei ihr dann wieder einfiel, dass Tom ja Myrte umgebracht hatte – genauer gesagt, das Monster, aber er hatte es auf Myrte losgelassen. Plötzlich wurde ihr schmerzlich bewusst, wie wenig sie Tom eigentlich kannte, obwohl sie das ganze letzte Jahr zusammengesteckt hatten. Aber natürlich, sie würde auch keinem erzählen, wenn sie sich so tief in den Dunklen Künsten vergraben würde. Trotzdem – Horkruxe! Eigentlich müsste sie dieses Mal wirklich zu Dumbledore gehen, aber wieder hatte sie keinen Beweis. Vielleicht war es ja gar nicht dieses Kapitel, das Tom gelesen hatte. Obwohl die anderen keinen Deut besser waren, wie sie zugeben musste. Sie musste mit Tom reden.


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Imelda Staunton ĂĽber Umbridge