
von Nathania
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Hey,
sorry, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet hab, aber ich wahr voll im Stress und kam kaum zum weiter schreiben.
@*~fleur~*: Hey, danke für dein Kommi!! Ich freu mich, dass es dir so gefällt und keine sorge: egal wie lange ihr mal nichts von mir hört, ich werd auf jedenfall nicht aufhören hieran zu schreiben ;-)
@Elaina: Hi, vielen vielen dank für dein Kommi!! In diesem Kapitel wird ein bisschen mehr über die Frau preisgegeben, aber bis zur entgültigen auflösung musst du dich wohl leider noch ein wenig gedulden ;-)
LG
Nathania
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Kapitel 7
Sanft schlugen die Regentropfen gegen die Glasscheibe des Fensters, an dem ich saß.
Mal wieder hatte mich einer meiner Alpträume geweckt und nun saß ich an einem der Fenster in meinem Schlafsaal und hing meinen Gedanken nach.
Seit drei Wochen befand ich mich nun schon in Hogwarts.
Drei Wochen in denen ich, statt Antworten zu finden, nur noch mehr verwirrt wurde.
Seit ich diese `Vision´, wie ich es inzwischen nannte, gehabt hatte, sah ich die blonde Frau fast jede Nacht in meinen Träumen. Immer wieder sah ich, wie sie vor etwas davon lief, immer wieder hörte ich sie schreien und doch konnte ich nie erkennen vor wem oder vor was sie flieh.
Ich wusste nichts damit anzufangen. Ich war nur froh, dass dieses starke Gefühl der Angst, dass ich das erste Mal fühlte, nicht mehr zurückgekehrt war. Und mir war immer noch klar, dass das nicht mehr lange so weiter gehen konnte.
Irgendwie musste ich einen Ausweg aus diesen ganzen Träumen und `Visionen´ finden. Irgendwie. Und zwar schnell.
Wie lange ich gedankenverloren an diesem Fenster saß, wusste ich nicht, doch als es draußen immer heller wurde und ich schließlich hörte, dass die andern Mädchen in meinem Schlafsaal auch langsam erwachten, kam ich zu dem Entschluss, dass ich mich langsam fertig machen sollte.
Schließlich war auch heute wieder Schule. Juhu.
Mit Lily, Selene und Alice war ich inzwischen recht gut befreundet.
Zwar würde ich ihnen nicht meine größten Geheimnisse anvertrauen (denn dann würden sie entweder angst vor mir haben, oder mich für verrückt erklären.), aber trotzdem würde ich sie als meine Freundinnen bezeichnen.
Ich verbrachte gern mit ihnen Zeit, denn irgendwie tat mir das gut.
Sie lenkten mich von meinen trübsinnigen Gedanken ab.
~*°*~
Schweigend saß ich an diesem Morgen am Gryffindortisch und stocherte lustlos in meinem Müsli rum, während Lily, die mir gegenüber saß, den Tagespropheten las und Selene und Alice sich angeregt über irgendwas unterhielten. Anfangs hatte ich versucht ihrer Unterhaltung zu folgen, aber irgendwie hatte ich den Faden verloren und jetzt waren meine Gedanken, wie so oft in den letzten Wochen, bei der blonden Frau.
„Na Grey, gut geschlafen? “, holte mich eine Stimme plötzlich aus meinen Gedanken.
Ich erkannte dir Stimme sofort und zu meiner Bestätigung sah ich aus den Augenwinkeln, wie sich Black neben mir auf die Bank fallen lässt.
Und ich dachte schon ich wäre diesen Typen los, denn in den letzten Wochen hatte ich, außer ein paar dummer Sprüche, eigentlich nichts von ihm gehört.
Da hab ich wohl falsch gedacht.
„Weißt du Grey, das ist doch eigentlich total unnötig.“, hörte ich Blacks Stimme wieder.
Irritiert blickte ich zu ihm auf.
Was meinte er den bitte damit?
Anscheinend freute es ihn ungemein, dass er jetzt meine Aufmerksamkeit hatte, denn in seinem Gesicht erschien mal wieder dieses widerliche, arrogante Grinsen.
„Na ja, wir wissen doch beide, dass du insgeheim auf mich abfährst und diese ganze Zickennummer nur abziehst, weil du angst hast, dass ich dir einen Korb gebe.“, meinte er daraufhin vollkommen ernst und mit diesem widerlichen Grinsen. „ Also wie wäre es, wenn wir am nächsten Hogsmeade Wochenende, was übrigens nächstes Wochenende ist, zusammen ausgehen würden?“
Für einen Moment war ich wirklich in der Versuchung mich zu verwandeln und ihn zu zerfleischen, aber irgendwie siegte mein gesunder Menschenverstand und ich beschloss, dass er es nicht wert war, dass ich wegen ihm mein Geheimnis verriet.
Ich setzte mal wieder mein aller schönstes gekünsteltes Lächeln auf und antwortete dann in einer honigsüßen Tonlage; „Klar. Und danach besuchen wir die Teletubbies und trinken mit ihnen Tee.“
Als ich seinen äußerst verwirrten Blick sah, wandte ich mich wieder meinem Müsli zu.
„Können wir machen.“, hörte ich ihn nach einer weile völlig ernst sagen „Wohnen die den in Hogsmeade?“
In dem Moment verschluckte ich mich an meinem Müsli.
Das meinte er doch wohl nicht ernst?
Ich schaute zu ihm und blickte in ein immer noch verwirrtes, aber ernst wirkendes Gesicht.
Er meinte das tatsächlich ernst.
Ohne Vorwahrung brach ich plötzlich in schallendem Gelächter aus.
„Was?“, fragte Black verwirrt, was mich dazu brachte nur noch lauter zu Lachen.
Daraufhin legte Lily ihre Zeitung beiseite und sah Black ernst an „ Falls du es noch nicht gemerkt haben solltest: Das war gerade eine Abfuhr. Die Teletubbies existieren nicht. Sie sind Erfindungen der Muggel und Jane wollte damit verdeutlichen, dass die Existenz der Teletubbies ungefähr genauso unwahrscheinlich ist, wie dass sie jemals mit dir ausgehen wird.“
Alice und Selene, die Lily gehört hatten, fielen in mein Lachen ein und auf Lilys Gesicht stahl sich ein fettes Grinsen.
Black schenkte Lily einen bösen Blick und sah mich noch einmal mit einem undefinierbaren Blick an, bevor er aufstand und erhobenen Hauptes wieder zu seinen Freunden ging.
„Er ist ein Idiot.“, meinte Lily, als wir uns wieder eingekriegt hatten „Genauso wie Potter.“
Ich nickte „Da stimm ich dir voll und ganz zu.“
Alice seufzte „Mädels, eigentlich sind die Beiden ganz nett, wenn man sie erstmal kennen gelernt hat.“
„Woher willst du das den wissen?“, fragte ich sie irritiert.
„Hast du das schon wieder vergessen? Ich spiel doch mit ihnen in einer Quidditschmanschaft. Da lernt man sich eben besser kennen.“
„Soso da lernt man sich also besser kennen, ja?“, warf Selene mit einem süffisantem Grinsen ein.
„Ja, tut man. Aber nicht auf die weise wie du schon wieder denkst. Ich hab schließlich einen Freund, falls du es schon vergessen haben solltest.“, antwortete Alice darauf gereizt.
„Ja ich weiß. Fraaannk.“, meinte die Blonde und zog das `Frank´ absichtlich auseinander.
„Hast du etwa irgendwas gegen Frank?“, fauchte Alice sie an.
Selene gab ein Zischen von sich „Oh nein, ich weiß ja das er ein toller Typ ist. Wie sollte ich das nicht wissen, denn du redest ja ununterbrochen von deinem ach so tollem Frank!“
Zum Glück stritten sich die beiden ziemlich gedämpft, denn wir befanden uns noch immer in der Großen Halle und das wäre schon recht peinlich gewesen wenn sie hier laut rumgeschrien hätten.
„Du bist doch nur neidisch!“, keifte Alice weiter.
Selene rollte mit den Augen „ Auf Fraannk? Bestimmt nicht.“
Ich tauchte einen Blick mit Lily und meinte dann mit ruhiger Stimme: „Mädels, jetzt ist mal gut. Dieser Streit ist doch vollkommen sinnlos.“
Lily nickte „Jane hat recht. Was soll das denn?“
Die Beiden sahen uns wortlos an, bis Selene schließlich meinte: „ Sie haben recht. Tut mir Leid.“
Alice lächelte leicht „ Ja, mir auch. Und vielleicht hast du ja recht und ich rede wirklich zu viel von ihm.“
„Oh ja, tust du. Glaub mir.“, sagte die Blonde grinsend.
„Okay, ich werde in Zukunft drauf achten.“, versprach Alice nun ebenfalls grinsend.
Lily sah ungläubig zwischen den Beiden hin und her „Ihr seid echt schlimm.“
„Danke, Lils.“, kam synchron von Alice und Selene.
Ich konnte Lily wirklich nur recht geben.
Die Beiden konnten nicht mit und auch nicht ohne einander. Schrecklich.
Und passend zu Thema schrecklich, sah ich in dem Moment wie Potter zu uns rüber watschelte.
Ja, ich nannte seinen Gang watscheln, weil es für mich auch wirklich so aussah.
Damit meine ich diesen eigenartigen pseudo-coolen Macho-Gang. Das sieht eben aus wie watscheln.
Potter watschelte also gerade auf uns zu und ich bekam eine ganz böse Vorahnung.
„Hey Evans! Gehst du mit mir am Wochenende nach Hogsmeade?“, rief er Lily zu.
So schnell konnten sich böse Vorahnungen also bewahrheiten.
Ich erwartete eigentlich, dass Lily ihn jetzt laut anschreien würde, aber zu meiner Verwunderung setzte sie plötzlich ein gekünsteltes Lächeln auf, das meinem wirklich Konkurrenz machte, und meinte dann: „Geht leider nicht. Ich bin nämlich dieses Wochenende schon zusammen mit Jane bei den Teletubbies zum Tee trinken eingeladen. Das kann ich leider auf keinen fall absagen.“
Als ich ihre Worte vernahm brach ich schon zum zweiten Mal an diesem Morgen in schallendem Gelächter aus, in das Selene und Alice auch dieses Mal wieder mit einfielen. Lily hingegen hatte immer noch ihr Lächeln aufgesetzt und Potter schien ziemlich irritiert zu sein.
„Wer sind die den?“, fragte er unsicher nach.
Wahrscheinlich verunsicherte ihn Lilys gekünsteltes Lächeln, das einem irgendwie auch Angst einjagen konnte.
„Wenn du das wissen willst, dann frag einfach deinen Kumpel Black.“, antwortete Lily daraufhin.
Potter betrachtete uns vier noch einmal mit einem etwas verstört wirkenden Blick, drehte sich dann um und ging davon.
Ja, er ging ganz normal.
Lily hatte ihn wohl so sehr verwirrt, dass er seinen pseudo-coolen Watschelgang vergessen hatte.
„Wow Lily. Seit wann bleibst du so cool?“, fragte ich sie als ich mich wieder beruhigt hatte.
Sie grinste „Tja, du hast mich eben inspiriert.“
„Schon lange her, dass ich so viel spaß mit den Teletubbies hatte.“, meinte ich daraufhin grinsend.
Lily nickt zustimmend und wandte sich dann wieder dem Tagespropheten zu, welchen sie gelesen hatte bevor Black bei und auftauchte und sie ihm verklickern musste das er einen Korb bekommen hatte.
„Was haben wir heute eigentlich als erstes?“, fragte ich Selene.
Selene schüttelte theatralisch den Kopf „Kannst du dir den Stundenplan etwa immer noch nicht merken?“
„Hey, ich bin schon froh, wenn ich mir merken kann welcher Wochentag heute ist.“, versuchte ich mich zu verteidigen „Heute ist doch… Dienstag, oder?“
„Heute ist Mittwoch.“, lachte Selene „ Du hast echt ein schlechtes Erinnerungsvermögen.“
„Ja, ja, das weiß ich selbst. Also, was haben wir jetzt?“
„Zwei Stunden Ver-“, setzte die Blonde an, wurde jedoch von Lilys „Oh, nein. Wie schrecklich!“ unterbrochen.
„Was ist schrecklich?“, fragte Alice, die bei Lily Ausruf vor Schreck ihren Löffel fallen gelassen hatte. „Erinnert ihr euch noch an Rebecca Benson?“, wollte die Rothaarige von Alice und Selene wissen. „Natürlich.“, antwortete ihr Alice „Sie war Kapitänen der Hufflepuff Quidditschmanschaft und hat letztes Jahr ihren Abschluss gemacht. Wieso fragst du?“ Lily atmete tief ein und sagte dann in einem Atemzug: „Sie ist verschwunden.“
„Oh mein Gott.“, kam es synchron von Selene und Alice. „Verschwunden? Wie? Wann?... Ich meine was… was ist passiert?“, fragte die Blonde irritiert.
Lily hielt ihr die Zeitung hin, doch statt Selene schnappte Alice sie und begann vorzulesen: „ `Die 18-jährige Rebecca Benson, wohnhaft in London, wird seit zwei Wochen vermisst. Laut Angaben ihrer Angehörigen wollte sie kurz vor ihrem Verschwinden eine Freundin in Oxford besuchen, kam dort aber nie an. Wer Informationen zu ihrem Aufenthaltsort hat oder etwas über ihr Verschwinden weiß, wird gebeten sich schnellstmöglich an die Aurorenzentrale des Ministeriums zu Wenden´ Sie haben sogar ein Foto von ihr abgedruckt.“
„Oh Gott.“, wiederholte sich Selene „Was glaubt ihr was ihr passiert ist?“
„Ich will es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.“, meinte Lily und aus ihrer Stimme konnte man eine Spur Trauer raushören.
„Darf ich mal?“, fragte ich Alice und deutete auf den Tagespropheten. Irgendwie hatte ich schon wieder so eine böse Vorahnung…
Alice gab mir die Zeitung und als ich sie aufschlug, bestätigte sich schon zum zweiten Mal an diesem Tag eine dieser Vorahnung.
Als ich sie aufschlug, blickte ich direkt in das lächelnde Gesicht der blonden Frau.
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