Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

24 days to conquer a heart - 03. Dezember 1993

von Lorelai-Stevens

03. Dezember 1993
"Können wir nicht das Licht anmachen?"
"Nein, Lee! Dann wacht sie doch auf!"
"Psssst!"
"Au, George, das war mein Fuß!"
"Tut mir Leid!"
"Shhhhht!"
"Könnten wir nicht vielleicht doch das Licht anmachen?"
"Ich kann nichts sehen!"
"AU, das war mein anderer Fuß!"
"Fred, hast du die Luftballons?"
"Welche Luftballons?"
"FRED!"
"Shhhhhhhht, verdammt noch mal!"
"War nur'n Witz, Angel."
"Ihr wisst, dass ich euch hören kann?", unterbrach Alicia's Stimme das gedämpfte Getuschel und im nächsten Moment ging das Licht ihrer Nachttischlampe an und erhellte den ganzen Schlafsaal. „Also, euch anzuschleichen müsst ihr definitiv noch üben."
"Jetzt?", fragte Lee und die restlichen vier nächtlichen Einbrecher rollten mit den Augen.
"Ja, natürlich jetzt, du Idiot!"
„HAPPY BIRTHDAY!", schrien sie alle durcheinander und einer nach dem Anderen ließ sich auf Alicias Bett fallen um ihr persönlich zu gratulieren. Angelina hatte eine große Schachtel in den Händen (einer der Weasleyzwillinge hielt ein Bündel Luftballons), die sie auf dem Nachttisch abstellte. Am Fußende des Bettes stapelten sich Geschenke.
„Oh mein Gott, ihr seid so süß!" Alicia war den Tränen nahe.
„Süß?", wiederholte Fred.
„Süß?", echote George.
„Wenn sie jetzt schneidig gesagt hätte… - „
„ – oder männlich – „
„ – dann hätten wir uns das eingehen lassen. Aber süß..."
Fred schüttelte den Kopf: „Ich glaube, Forge, wir müssen unser Geschenk wieder mitnehmen."
Katie verpasste ihm einen leichten Schlag auf den Hinterkopf.
„Halt einfach die Klappe, Gred. Alles Gute zum Geburtstag.", gratulierte Katie ihrer Freundin und drückte sie, bevor sie Fred und George davon abhielt die Luftballons an Beth Knight's Nase festzubinden, die erstaunlicherweise immer noch tief und fest schlief und dabei leise vor sich hin schnarchte.
"Wie seid ihr eigentlich hier reingekommen? Also, die Jungs, nicht Ange und Katie.", fragte Alicia und setzte sich im Schneidersitz auf ihr Bett zurück, die anderen kletterten ebenfalls in das schmale Himmelbett. Es knarzte und krachte und Angelina wäre beinahe wieder hinaus gefallen, wenn Katie sie nicht festgehalten hätte.
"Oh, ganz einfach." Katie grinste. "Sie haben von Oliver gelernt, wie man die Treppe überlistet."
Alicias Augen wurden groß: "Er hat es ihnen allen Ernstes freiwillig erzählt? Ich dachte immer, das wäre sein größtes Geheimnis."
"Ist es auch. Und ich bezweifle wahrhaftig dass er es ihnen aus freien Stücken gesagt hat. Nicht, ohne den Einsatz von Kanarienkremschnitten, Gummihühnern oder Würgzungentoffees.", sagte Angelina und warf Fred einen finsteren Blick zu.
"George, nimm deinen Fuß aus meinem Gesicht.", beschwerte sich Lee und die Mädchen kicherten um die Wette. George überreichte der rot anlaufenden Alicia, deren Haare immer noch wild von ihrem Kopf abstanden, einen Kuchen mit einer einzigen Kerze obendrauf und eine kleine, dürftig verpackte Schachtel, die, wenn man sie schüttelte ein klackerndes Geräusch von sich gab.
"Pack es noch nicht jetzt aus. Erst später, wenn - Na ja, wenn die andern weg sind.", fügte er etwas leiser hinzu und guckte verlegen zur Seite.
"Aber die Kerze können wir schon mal anzünden, damit du sie ausblasen und dir etwas wünschen kannst."
Mit dem Schnippen seines Zauberstabs entzündete er die Kerze auf dem Kuchen und stellte ihn vorsichtig auf Alicias Nachttisch ab, woraufhin sich alle hastig darum herum aufstellten. Alicias Gesicht leuchtete im Schein der winzigen Kerze und ihr Blick ruhte auf George, als sie Luft holte und diese mit einem Zug ausblies.

"Was war Georges Geschenk, Leesh?", fragte Angelina kaum dass sie und Katie ihre Freundin von den Jungen weggelockt hatten. Die drei Jägerinnen schritten zügig auf den Gryffindortisch zu um zu frühstücken, unterbrochen von immer wiederkehrenden Gratulanten, die um Alicias Geburtstag wussten.
"Äh - das Übliche. Ihr wisst schon - hey, Lavender, danke - Juxzauberstäbe, Knallfrösche, Grüner, klebriger Glibber der dir an den Händen kleben bleibt - ja, danke Dean."
Angelinas Augenbraue schoss in die Höhe: "Glaub ich nicht."
"Du kannst es ruhig glauben, ist ja nicht so als hättet du und Katie jemals was anderes von den Zwillingen geschenkt bekommen. Sie machen eben auch bei mir keine Ausnahme." Sie ließen sich am unteren Ende des Tisches nieder und Alicia schnappte sich ein Stück Toast. Katie tippte sich ans Kinn: "Ich glaube, nicht einmal Lee hat was anderes von ihnen bekommen. Und der ist ihr bester Freund."
"Ich bin Freds feste Freundin!", schnappte Angelina und griff nach der Kaffeekanne. "Ich sollte keinen Glibber oder lose Augäpfel zum Geburtstag bekommen."
"Lose Augäpfel?", fragte Katie Alicia.
"Frag nicht.", erwiderte diese. ("Alles Gute zum Geburtstag, Alicia!) "Danke Colin!"
"Aber wann hat sie denn-"
"Ehrlich Katie, lass es sein."
Katie öffnete den Mund, um erneut nachzufragen, schloss ihn jedoch schnell angesichts Angelinas angsteinflößenden Gesichtsausdrucks wieder. Stattdessen wandte sie sich ihrem Frühstück zu, das aus einer Schüssel Cornflakes und der täglichen Ration Kaffee bestand. Mit halbem Ohr lauschte sie der Diskussion zwischen ihren Freundinnen.
"Du weißt dass du mir alles sagen kannst, Licia, was war in Georges Geschenk? Ich nehm dir die Glibber-Schnitten-Frösche-Ausrede nicht ab; ansonsten hätte er dich das Geschenk doch vor uns allen aufmachen lassen. Also, spucks aus was war drin? Blumen? Pralinen? Ein Liebesbrief? Sag!"
"Nein, Ange, ich werds dir nicht sagen - äh, selbst wenns etwas anderes wäre, würde ichs nicht - du würdest nur mir die Schuld daran geben, dass Fred dir nichts Anständiges zu Weihnachten oder zum Geburtstag geschenkt hat!"
"Gar nicht wahr, Licia, das weißt du genau ("Ts, ja klar."), ich würd dir nicht die Schuld daran geben. Du kannst doch nichts dafür, dass mein Freund ein unsensibler Arsch ist. Jetzt sag schon, Leesh oder muss ich Gewalt anwenden?"
"Du müsstest eigentlich vom Training wissen, dass ich Schmerzen aushalte.", erwiderte Alicia inzwischen etwas genervt.
"Oh bitte bitte bitte sag mir, was George dir geschenkt hat! Ich geb dir alles dafür!", versuchte Angelina es jetzt anders, doch Alicia zuckte nur mit den Schultern und wandte sich kurz weg, um sich von Ernie MacMillan gratulieren zu lassen.
"Ich werds dir nie verzeihen, wenn du mir das verschweigst, Licia, ich dachte wir wären beste Freundinnen-für-immer-und-ewig-und-länger!" Angelinas Unterlippe begann gefährlich zu zittern und Katie rollte grinsend mit den Augen. Sie alle kannten diese Masche von ihr und deshalb war es kein Wunder das Alicia ihre Freundin einfach ignorierte und ihren Toast zu Ende aß, ohne weiter von ihr Notiz zu nehmen.
"Ich gebs auf.", grummelte Angelina und hieb mit der Gabel auf ihren Frühstücksschinken ein, als ein immer lauter werdendes Flügelschlagen ertönte. Einen Augenblick später schwebten hunderte von Eulen durch die offenen Fenster herein, um die Post zu bringen. Neben Katie landete spritzend ein kleines graues Bündel in Ron Weasleys Müslischüssel, was lautes Gelächter am Gryffindortisch hervorrief. Katie wischte sich Milch von der Stirn, als sich Oliver neben sie auf die Bank fallen ließ.
"Hey, Kates."
"Morgen, Käpt'n. Gut geschlafen?"
"Hmm... Sagen wir so, es gab bessere Nächte als die letzte." Oliver rieb sich müde mit dem Handrücken über die Augen und Katie fiel Stirn runzelnd auf, dass nicht nur seine braunen Haare noch wirrer waren als sonst, sondern auch unter seinen Vollmilch-Schokoladen-Augen befanden sich tiefe, dunkle Ringe. Sie wollte gerade fragen, was seine schlaflose Nacht denn verursacht hatte, als ihr eine mittelgroße Schleiereule einen Pergamentumschlag aufs Teller fallen ließ. Verdutzt steckte sie derselben einen Streifen Speck zu, den sie dankbar klackernd an Ort und Stelle noch verschlang, dann riss sie mit schmerzhaft gegen ihren Brustkorb klopfendem Herzen den Umschlag auf. War es...-?
"YES", freute Katie sich und im Umkreis von zehn Metern wandten sich ihr alle Köpfe zu.
"Hast du im Glücksspiel gewonnen oder was für einen Grund gibt es, dass du dir grade ein Loch in den Bauch freust?", fragte Oliver irritiert und fuhr sich mit der Hand durch das zerzauste Haar, während er sich Kaffee einschenkte. Katie schlug sich die Hand vor den Mund, konnte jedoch ein überdrehtes, fast schon hysterisches Kichern nicht verhindern. Ihr anonymer Briefchenautor hatte wieder zugeschlagen! Oliver reckte neugierig den Kopf, um auf das Blatt Pergament zu linsen, doch Katie lehnte sich von ihm weg.
"Was ist das?"
"Hey, hey, hey, Käpt'n das ist nichts, was dich was angehen würde. Halt deine lange Nase aus meinen Angelegenheiten raus."
"Lange Nase?", echote Oliver entrüstet und warf ihr einen verärgerten, leicht beleidigten Blick zu. "Ich habe keine-"
"Allein dass du diese Tatsache zu leugnen versuchst, spricht dafür mein Lieber."
"Aber ich habe keine lange Nase!"
Katie nahm kaum mehr Notiz von ihm, sondern erhob sich von der Bank, ohne Angelinas und Alicias neugierig/fragenden/drohenden Blicken Beachtung zu schenken und stopfte das Pergament in ihre Schultasche. "Ich muss jetzt zum Unterricht, wir sehen uns später, ja?"
"Oh, Katie? Ich hab mir gedacht, wir könnten heute Abend im Gemeinschaftsraum ein wenig im kleinen Kreis feiern, das Team und ein paar andere aus dem Haus, ein paar Butterbier und vielleicht können uns die Weasleys etwas aus der Küche zu Essen besorgen, damit wir-"
"Ne, tut mir Leid, Licia, ich hab schon was vor. Aber vielleicht morgen, ja?"
Alicias Gesichtsausdruck wechselte von eifrig zu enttäuscht und während sie sich mit einem 'Jaah, ok, wenn du was Bessres vorhast, bitte' wieder wenig begeistert ihrem Toast zuwandte, bemerkte sie nicht wie die anderen drei sich verstohlene Blicke zuwarfen.
XXX
"Was hast du da, Katie?"
Angesprochene Gryffindor drehte sich um, um Lindsay und Leanne auf sich zukommen zu sehen. Sie winkte mit dem Blatt Papier in der Hand, woraufhin beide sich einen vielsagenden Blick zuwarfen und anfingen zu rennen, um aufzuholen.
"Ist das-?"
"Natürlich ist es das."
"Aber vielleicht-"
"Zeig mal, Kates", forderte Leanne und schnappte nach dem Blatt Pergament in Katies Hand, die nur belustigt die Arme verschränkte und weiter in Richtung Kerker schritt.
"Lass mich auch lesen!" Lindsay griff ebenfalls nach dem Brief, doch Leanne war schneller. Sie entfaltete ihn und las laut vor:
'Bin ich darin, kann ich viel. Wo bin ich? - Bin ich darin, bin ich listig. Wo bin ich nicht?'
Beide sahen sich mit großen Fragezeichen in den Gesichtern an. Sie konnten sich keinen Reim auf dieses Rätsel machen. Katie lief mit zufriedenem Gesichtsausdruck vor ihnen her, bis sie das Zaubertränke-Klassenzimmer erreicht hatten. Sie setzte sich auf ihren angestammten Platz hinter Leanne und neben Olive, holte Pergamente und Federkiele, Buch und Waage hervor und holte sich von Leanne ihr geheimnisvolles Rätsel zurück. Am Ender des Federkiels lutschend (es war einer ihrer heißgeliebten Zuckerfederkiele) beugte sie sich über das Pergament und zerbrach sich den Kopf darüber, was er damit meinen könnte. Da die heutige Stunde eine rein theoretische Stunde war, verlief sie relativ ereignislos und so konnte Katie sich darauf konzentrieren, alle Möglichkeiten durchzugehen, die ihr einfielen. Ein paar Mal war sie gezwungen, das Pergament unter ihrem Buch verschwinden zu lassen, da Snape gefährlich nah an ihr vorbeiflatterte und ihr dabei mit dem Umhang ins Gesicht wedelte.
Die Nase rümpfend wandte sie sich wieder dem Blatt Pergament zu. 'Bin ich darin, kann ich viel'. Was sollte das bedeuten? Wo war man, wenn man viel konnte? In Hogwarts? Das schien ihr die simpelste Antwort zu sein. Nur würde derjenige, der dieses Rätsel gestellt hatte, es wohl kaum so einfach machen. Also wo noch? Wo kam man nur hin, wenn man viel konnte? Katie kritzelte nachdenklich auf ihrem Buchumschlag herum. Im St. Mungos? Im Zaubereiministerium? Aber es war doch ein Schüler, der ihr die Briefe schrieb. Wie sonst hätte er das Pergament in das Buch in der Bücherei verstecken können? Vielleicht ließ er nur Schüler für sich die Pergamente ausliefern. Nein, das war Blödsinn. Es musste doch ein Schüler sein. Wo konnte man viel? Bezog sich diese Aussage auf Intelligenz oder auf angeborenes Können?
Ein Geistesblitz durchzuckte sie wie ein elektrischer Schlag.
Natürlich! Wieso war sie nicht sofort darauf gekommen! Die klügsten, talentiertesten waren immer in Ravenclaw. Na ja, mit Ausnahme von Hermine Granger. Es war also doch Roger Davies. Mit kribbliger Erwartung fieberte sie dem Ende der Stunde entgegen, um das Ergebnis ihrer Grübeleien Lindsay und Leanne mitzuteilen. Was würde sie zu Roger sagen, wenn sie ihm eröffnete, sie wüsste dass er es war, der ihr die Briefchen schrieb? Würde das etwas ändern?
Als es läutete sprang Katie wie vom Hornschwanz gejagt auf, packte ihre Tasche, drehte sich um und wollte aus dem Klassenzimmer stürmen, als sie mit einem 'Uff' gegen jemanden knallte der schräg hinter ihrem Stuhl gestanden haben musste. Etwas benommen saß Katie jetzt auf ihrem Hinterteil und rieb sich den Rücken.
"Ich wusste gar nicht, dass ich eine so umwerfende Wirkung auf Frauen habe.", ertönte es belustigt aus der Richtung, in die sie eben hatte flüchten wollen. Jemand hielt ihr die Hand hin um ihr aufzuhelfen. Sie ergriff sie und ließ sich hochziehen - zuckte jedoch wie von der Tarantel gestochen zurück, als sie sah wer es war.
"Bletchley! Hast du noch nie was davon gehört, dass man sich nicht von hinten anschleicht? Und erzähl mir nicht, du wüsstest nicht, wie du auf manche Mädchen hier in Hogwarts wirkst. Das passt nicht in das Bild, das ich von dir habe."
Sie tat, als müsse sie sich die Hand an ihrer Bluse abwischen, hob ihre Tasche vom Boden auf und warf ihm einen finsteren Blick zu. Leanne, Lindsay und Joyce warteten an der Tür zum Kerker auf sie, bis auf Snape und sie und Bletchley war das Klassenzimmer bereits leer. Kein Wunder - wer blieb länger als nötig in diesem muffigen Loch? Katie deutete ihren Freundinnen stumm an zu gehen, bevor sie sich vergewisserte, dass Snape ihr keine Beachtung schenkte.
Miles hob die Brauen, bis sie unter seinem hellbraunen Haarschopf verschwanden: "Wann hast du beschlossen, wieder zickig zu werden, Bellissima? Und spar dir ruhig das 'Danke' dafür, dass ich dich nicht auf dem schmutzigen Kerkerboden sitzen habe lassen." Er verschränkte Stirn runzelnd die Arme, während er sich Katie in den Weg stellte. Sie grummelte in sich hinein und tat es ihm gleich.
"Nachdem du dich dazu entschieden hast, den Weg zum Ausgang zu blockieren, Bletchley. Lässt du mich jetzt durch?"
"Erst wenn du dich bedankst."
"Das kann ich nicht."
"Es ist ganz einfach. D-A-N-K-E. Versuchs mal."
"Dan- Nein, tut mir Leid, ich kanns nicht. Ich glaube, dann muss ich grauenvoll ersticken."
"Dann wirst du wohl oder übel hier bleiben müssen, sorry, Kitty." Er grinste breit.
Katie rollte mit den Augen, bevor sie versuchte sich an ihm vorbeizuschieben. Er rückte ein Stück zur Seite um den Weg erneut zu versperren.
"Was ist denn noch?", fragte Katie gerzeizt und stampfte mit dem Fuß auf.
"Reg dich ab, kleine Jägerin. Ich will dich nur an deine Zaubertränke-Nachhilfestunden erinnern, die ich dir in Snapes Auftrag geben soll. Und glaub mir, ich wüsste Besseres mit meiner Zeit anzufangen, als einer Gryffindor zu erklären, dass sie all die Jahre jeden Zaubertrank komplett falsch gemacht hat. Heute Abend, sieben Uhr in der Bibliothek, bring deine Bücher, Pergamente, alle Zutaten für einen Schrumpftrank und deinen Kessel mit." Er wandte sich mit gleichgültigem Gesichtsausdruck um und schritt betont lässig und mit den Händen in den Hosentaschen aus dem Kerker hinaus. Katie, immer noch sprachlos, schüttelte fassungslos den Kopf und stürmte dann wutentbrannt ebenfalls hinaus. Die eben noch euphorische Stimmung, in die sie Roger Davies versetzt hatte, war verflogen.

"Bist du dir wirklich sicher, dass damit Ravenclaw gemeint ist?", fragte Angelina zweifelnd nachdem Katie ihr und Alicia beim gemeinsamen Mittagessen alles erzählt hatte. Leanne, Lindsay und Joyce hatte sie ebenfalls ihre Vermutung mitgeteilt, diese saßen im Augenblick jedoch mit Joey und Damien zusammen. Katie hatte das Pergament in die Mitte des Tisches gelegt, damit ihre beiden Freundinnen es lesen konnten.
"Natürlich, alles deutet in diese Richtung, aber bist du damit nicht vielleicht doch etwas zu voreilig?"
Katie rupfte ein Stück Baguette auseinander und zerbröselte es über ihrem Teller, während sie Gedanken verloren zum Ravenclawtisch hinübersah. Angelina hatte selbstverständlich Recht. Sie war vermutlich zu voreilig mit ihrem Schluss gewesen, aber andererseits, was wenn es stimmte? "Doch, schon, aber... Was sollte es sonst sein? 'Bin ich darin, kann ich viel.' Was soll man bitte daraus schließen? Ich bin alles mögliche durchgegangen." Alicia runzelte skeptisch die Stirn. "Wo muss man sein, um viel zu können; wo kann man nur sein, wenn man viel kann; wo ist man, wenn man nicht so viel kann, etc. etc. Was soll es denn sonst sein?"
Angelina zuckte ratlos mit den Schultern, Alicia legte die verschränkten Hände auf den Tisch und lehnte sich vor: "Ich würde erst einmal den zweiten Teil des Rätsels lösen. Vielleicht hilft dir das auf die Sprünge. Wie ging der noch gleich?"
"Bin ich darin, bin ich listig - wo bin ich nicht?", sagte Katie auswendig auf und legte den Kopf schief, während sie in ihrer Kaffeetasse rührte. "Keine Ahnung, was das heißen soll. Askaban?" Sie verzog ahnungslos den Mund.
Alicia schnaubte und wollte sich noch mehr Gulasch auftun. Angelina nahm ihr den Schöpflöffel weg. "Das ist so einfach, Katie, dass du darauf nicht alleine kommst - natürlich Slytherin. Bist du in Slytherin, bist du listig. Dein anonymer Briefchenschreiber ist kein Slytherin. Und was soll das Ange, ich hab noch Hunger, also gib den Löffel her!"
"Vergiss es Leeshy, du brauchst nichts mehr zu essen. Sie dich mal an."
"Soll das heißen, ich bin fett?"
"Das hast aber jetzt du gesagt."
"!"
"Hör auf mit mir über dein Übergewicht zu diskutieren, sag mir lieber, was heute morgen in Georges Geschenk war.", wechselte Angelina energisch das Thema und versuchte ihre Freundin zu hypnotisieren, indem sie sie anstarrrte. Katie hatte sich indes verblüfft über ihr Pergament gebeugt - Alicia hatte den Nagel auf den Kopf getroffen. ("Angelina, du bist unmöglich!") Das bedeutete, dass der erste Tipp sich wohl kaum auf das Haus ihres Briefchenautoren bezog. Er würde keine zwei Rätsel für eine Tatsache stellen, oder? Aber was war es dann? Wenn ihr Autor kein Slytherin war, dann fiel Bletchley auf alle Fälle weg. Nach der Aktion vorhin im Unterricht, war das vermutlich sowieso ganz gut so. Katie leerte ihre Kaffeetasse und sah hinüber zum Tisch der Schlangen, wo Miles, Adrian Pucey und Christopher Warrington gerade die Köpfe zusammensteckten.
"Katie, hilf mir, Angelina ist verrückt geworden!", riss Alicia sie aus ihren Gedanken.
"Geworden? Alicia, wo lebst du - auf dem Mond? Angelina war schon immer verrückt.", grinste Katie und duckte sich unter einem Brötchen weg. "Hey, hör auf mit Essen um dich zu werfen! Das ist Verschwendung geringer Ressourcen, das ist dir doch klar, oder?"
Angelina streckte ihr nur die Zunge entgegen. "Sagt die, die letzte Woche mit den Zwillingen 'Fang den Rosenkohl' gespielt hat."
"Apropos Weasley-Zwillinge." Alicia sah sich suchend in der Großen Halle um. "Wo sind die beiden Unruhestifter eigentlich? Ich hab sie seit Kräuterkunde nicht mehr gesehen. Die stellen doch hoffentlich nichts Blödes an, ich hab Geburtstag! Oh, danke Harry." Sie ließ sich vom jüngsten Sucher aller Zeiten die Hand schütteln.
Kate winkte ab und schenkte sich noch Kaffee ein. "Lee ist auch nicht da. Wenn die Zwillinge UND Lee fehlen, dann musst du eigentlich nur 1 + 1 zusammenzählen Licia. Eins plus Eins ergibt in dem Fall Chaos von universalem Ausmaß."
"Ich sag dir, wenn die beiden meinen Geburtstag ruinieren, dann - " Alicia wedelte mit der Gabel in der Luft herum.
"Dann stichst du ihnen mit der Gabel ein Auge aus?", beendete Angelina den Satz und nahm Alicia schleunigst die Gabel aus der Hand, bevor sie ihren Vorsatz in die Tat umsetzen konnte. "Womit wir wieder bei losen Augäpfeln wären."
Katie machte den Mund auf, um erneut nachzufragen was es mit diesen auf sich hatte, als Roger Davies am Gryffindortisch vorbeiging. Augenblicklich war ihr Hals staubtrocken und sie brachte keinen Ton hervor. Verdammt nochmal, das musste aufhören! Aber wenn mit dem Rätsel doch Ravenclaw gemeint war? Niemand wusste es, bis auf den Autoren selbst. Na, das würde sich noch ändern - sie würde es herausfinden. Während Angelina und Alicia schon wieder kabbelten, ließ Katie ihren Blick durch die Große Halle schweifen, wobei sie bemerkte, dass Miles Bletchley sie mit gehobenen Augenbrauen amüsiert ansah. Sie schüttelte ihre widerspenstigen, blonden Locken und schnitt ihm eine Grimasse, bevor sie sich mit wesentlich schlechterer Laune wieder ihrem Essen zuwandte.

Gemeinsam mit Josselyn machte Katie sich auf den Weg zum Zaubereigeschichte-Klassenzimmer. Die Aussicht auf eine Mütze Schlaf wäre unter normalen Umständen sicher aufmunternd gewesen, doch ihre Laune befand sich unweigerlich auf dem Tiefpunkt und Katie war sich sicher, dass sie mit so viel Wut im Bauch sowieso nicht schlafen könnte.
„Warum muss Snape mir ausgerechnet heute eine Nachhilfestunde aufdrücken? Heute Abend ist Alicias Überraschungsparty; ich werde zu spät kommen und den ganzen Spaß verpassen."
„Ich glaube, Snape interessiert sich für die Party ungefähr so viel wie für Shampoo.", meine Joyce und Katie seufzte resignierend.
„Ich rede mal mit Bletchley. Vielleicht kann ich ihn überzeugen, die Stunde auf morgen zu verschieben."
Joyce öffnete den Mund um zu antworten, als Katie sie unerwartet am Arm zog und hinter eine Rüstung zerrte.
„Was-?"
„Shhhhht!" Katie legte den Finger an den Mund und deutete den Korridor entlang.
„Was in drei Merlins Namen treibt Oliver Wood auf einer Mädchentoilette?"
Mit gerunzelter Stirn beobachtete sie, wie der Kapitän der Gryffindormannschaft sich verstohlen vergewisserte, dass er nicht gesehen wurde und dann durch die Tür in die Räume der außer Betrieb gesetzten Mädchentoilette im zweiten Stock schlüpfte.
„Vielleicht muss er sich übergeben und schafft es nicht bis zum nächsten Jungensklo?"
„Vielleicht hat er Flint, Diggory und Davies unter einem Vorwand dorthin gelockt und meuchelt sie heimlich, um unsere Chancen auf den Pokal zu verbessern?"
„Oder vielleicht trifft er sich auf ein kleines Tete-a-tete mit der Maulenden Myrte." Joyce kicherte.
„Ich habe keine Ahnung – aber ich find's raus!", flüsterte Katie und war schon auf dem halben Weg zur Tür, als Joyce sie am Handgelenk packte und zurückzog. „Das wirst du schön bleiben lassen, Kat!"
„Was? Aber warum denn?", schmollte Katie und versuchte sich los zu machen.
„Weil uns das nichts angeht – würdest du es wollen, dass dir jemand hinterher schnüffelt?"
„…"
„Katie!"
„Nein, du hast ja Recht… Aber ich hätte so gerne gewusst, was er da drinnen macht. Wenn er so einen auf heimlich macht, dann muss es was sein, das keiner erfahren darf."
„Noch ein Grund mehr, jetzt weiterzugehen und Oliver in Ruhe zu lassen.", warf Joyce ein und zerrte noch einmal an Katies Arm. „Jetzt geh schon mit, wir kommen zu spät zu Zaubereigeschichte – oder willst du die spannenden Details über die Koboldaufstände von 1870 verpassen?"
"Natürlich nicht.", maulte Katie sarkastisch und hakte sich wieder bei Joyce unter, um mit ihr in Richtung Klassenzimmer weiterzugehen. "Na - immerhin weiß ich jetzt, dass mein lieber Käpt'n wohl doch noch ein größeres Geheimnis hat, als den Weg zu den Mädchenschlafsäälen."

Zum Ersten Mal in der Geschichte Hogwarts war die Große Halle beim Abendessen fast komplett leer. Es hatte tatsächlich schon einige Momente seit der Gründung der Schule gegeben, in denen zwei Häuser gefehlt hatten, zum Beispiel beim Ausbruch der Pest oder zu Zeiten von Voldemorts erster Herrschaft - doch dieses Mal gab es einen deutlich erfreulicheren Anlass. Beinahe alle Schüler von Gryffindor, Hufflepuff und Ravenclaw hatten sich im magisch vergrößerten Raum der Wünsche eingefunden und warteten dort auf die Ankunft des Ehrengastes auf ihrer eigenen Überraschungsparty. Katie hatte Miles Bletchley nach dem Mittagessen noch abgefangen und ihn Zähne knirschend gebeten, die Nachhilfestunde zu verschieben, doch wie von einem Slytherin nicht anders erwartet hatte er nur geschnaubt und ihr schadenfroh mitgeteilt, so würde es niemals zu etwas bringen und Snape wäre sicher erfreut, ihr noch mehr Punkte abzuziehen. Danach hatte Katie Angelina ein verzaubertes Memo aus Papier zukommen lassen, indem sie sie über die Nachhilfestunde informiert hatte und darüber, dass sie erst später zu Alicias Geburtstagsparty kommen könne. Jetzt, nach anderthalb Stunden quälender Nachhilfe bei Bletchley (quälend deshalb, weil sie eben nicht grundlos Nachhilfe brauchte, sondern wahrlich eine Niete in dem Fach war) die eigentlich ganz nett gewesen wäre, wären es nicht Nachhilfestunden in Zaubertränke gewesen, war sie eilends auf dem Weg zum Da-und-fort-Raum. Unterwegs kämmte sie sich schlampig die Haare und trug Lipgloss auf - schließlich war es eine Party. Im Raum der Wünsche angekommmen war die Stimmung wohl gerade auf dem Höhepunkt. Er war magisch auf die Größe eines Ballsaals vergrößert und geschmückt, das Banner, welches Katie unter Einsatz ihres Lebens aufgehängt hatte, schaukelte an der Decke und auf der anderen Seite an der Wand war ein Buffett aufgebaut mt den herrlichsten Speisen, die die Elfen gekocht hatten. Katie kämpfte sich durch die unter einer Diskokugel tanzenden Menge und hielt Ausschau nach Alicia, als sie etwas von hinten traf und sie den Boden unter den Füßen verlor. George und Lee hatten sie unter den Armen gegriffen und fortgeschleift.
"Uff!"
"Ups - Sorry, Katie." Lee grinste entschuldigend, als er sie bei einer Sitzecke aus plüschigen, bunten Sitzsäcken wieder auf die Beine stellte. "Aber das wr leider notwendig. Es gibt einen Notfall."
"Einen Notfall?" Katie rieb sich die Stelle, an der George zugepackt hatte und warf diesem einen grimmigen Blick zu. "Was für ein Notfall? Wo ist Alicia?"
"Alicia hab bisher noch nichts mitbekommen und wir wollen dass das auch so bleibt - es könnte die ganze Party verderben.", meinte George besorgt und legte die Stirn in Falten. "Angelina und Fred haben sich schon wieder in die Haare bekommen und du weißt ja wie ein Streit sich bei ihnen entwickelt. Von Leise-Angriffslustig zu Lautstark-Aggressiv ist es da nicht weit."
Katie seufzte und verschränkte die Arme. "Ok, wo sind die zwei Idioten, ich werd sie mir vorknöpfen."
Lee deutete auf eine Stelle etwa ein paar Meter entfernt in der Nähe von zwei Elfen, die auf und ab hopsten und laut fidelten und paukten. Gleich daneben gestikulierte Angelina gestenreich und Fred redete mit hochrotem Kopf. Ohne zu zögern stapfte Katie los, Lee und George auf den Fersen, doch noch bevor sie bei den beiden Streithähnen angekommen war, hörte sie Fred sagen: "Weißt du was, Angelina? Ich muss mir das nicht anhören. Morgen hast du dich sowieso wieder beruhigt und dann ist alles wieder so, wie es sein soll. Wir reden morgen weiter, wenn du dich beruhigt hast." Er nahm einen Schluck aus der Flasche, die er in der Hand hielt und wandte sich zum gehen, als Angelinas Blick sich verengte.
"Fred?", zischte sie gefährlich.
"Komm schon, George, das Butterbier ist fast alle, wir müssen für Nachschub sorgen.", faselte Fred vor sich hin, während er seinem Bruder auf die Schulter klopfte.
"Fred.", wiederholte Angelina mit mehr Nachdruck.
"Wenn nicht, wird die Meute spätestens in einer Stunde auf die Barrikaden gehen."
"Fred, wir reden jetzt!", zischte Angelina und zerrte ihn am Arm in Richtung Tür. Katie und Lee sahen sich beklommen an. Sie hatten eine vage Vermutung, was jetzt kommen würde und wenn es so kam, würde es ihrer Gruppe in keinem Fall gut tun.
"Was ist los? Hey, wo gehen die zwei denn hin? Die Party ist doch noch nicht zu Ende.", sagte Alicia bedrückt, die jetzt dazugestoßen war und hinter Angelina herstürzen wollte. George langte nach ihrer Hand und zog sie zurück.
"Was glaubt ihr, was sie zu reden haben?", fragte George etwas nervös und lehnte sich mit verschränkten Armen an die Tischkante hinter ihm, ohne Alicias Hand los zu lassen oder ihre Frage zu beantworten.
"Weiß' nich'.", log Katie. Sie hatte Angst das Unglück heraufzubeschwören, wenn sie es aussprach.
"Ich schon.", kam es von Lee aus dem Sessel in der Ecke und drei Augenpaare richteten sich auf ihn. "Ist doch klar, oder? Fred hat sich die letzten Wochen wie ein Idiot aufgeführt, Angleina fühlt sich schlecht behandelt und vernachlässigt und denkt, dass er sich nicht mehr für sie interessiert. Sie wird sich von ihm trennen."
"Beschrei es nicht!", entfuhr es Katie und sie trat Lee vors Schienbein.
"Au!"
"Geschieht dir Recht.", meinte George ungnädig. "Angelina wird sich nicht von Fred trennen - so ein Unsinn!" Doch so richtig überzeugt klang er auch nicht.
"Na ja", begann jetzt Alicia beunruhigt, "Sie war die letzte Zeit wirklich mächtig sauer auf ihn. Und wir alle kennen Angelinas Kurzschlussentscheidungen."
"Woher weißt du eigentlich das alles?", fragte George Lee stirnrunzelnd.
"Angelina hat's mir erzählt." Lee zuckte mit den Schultern.
"Wieso erzählt sie dir so etwas, aber sagt Alicia und mir kein Sterbenswörtchen, dass sie darüber nachdenkt mit Fred Schluss zu machen?", fragte Katie fassungslos und ließ sich in einen der Sitzsäcke neben Lee fallen. Es schockierte sie doch etwas, dass ihre beste Freundin ihr nichts von ihren Bedenken mitteilte.
"Sie wollte euch damit nicht auf die Nerven gehen. Du hast mit der Nachhilfe und den Strafarbeiten schon genug am Hals und sie hatte Angst, Alicia den Geburtstag zu verderben.", erklärte Lee. Alicia seufzte und legte den Kopf auf Georges Schulter. "Ach, dieses Schaf."
"Denkt ihr, sie hetzt ihm einen Fluch auf den Hals?", fragte George aus dem Bauch heraus und sah in die Runde. Er wollte nicht, dass Alicias Geburtstag wirklich den Bach hinunter ging. Da konnte etwas Ablenkung nicht schaden.
"Wer weiß", überlegte Katie, "sie kennt ein paar ziemlich gute Sprüche."
"Erinnert ihr euch an diesen Fluch, bei dem sich die Zunge an den Gaumen klebt und man nicht mehr richtig sprechen kann?", fragte Lee und grinste.
"Der ist Siebtklässler-Niveau. Um den in der Fünften zu können, musst du schon echt gut sein.", widersprach Alicia und setzte ihren Vertrauensschülerblick auf, während George über ihren Kopf hin weg albern die Augen verdrehte.
"Hmm, stimmt schon, aber tro-" Katie brach ab, als ihr etwas in den Sinn kam. "Moment." Sie wandte sich an Alicia. "'Bin ich darin, kann ich viel. Wo bin ich?' Leesh! Das Rätsel!" Aufgeregt richtete sie sich auf. Lee und George warfen sich irritierte Blicke zu und zuckten mit den Schultern. Alicias Gesicht leuchtete auf: "Jaah... "'Bin ich darin, kann ich viel.' In der 7. Meine Güte, dass wir da nicht früher drauf gekommen sind... Dein Briefchenschreiber ist also ein Siebtklässler, huh? Heiß."
"Sehr heiß.", bestätigte Katie und grinste. "Und was wir auch wissen, er ist definitiv kein Slytherin."
"Dann fällt Flint schon mal weg.", grinste Alicia ebenfalls und beide lachten. Katie lehnte sich in ihrem Sitzsack zurück und seufzte. Der Abend war nicht so gelaufen, wie sie es sich alle für Alicia gewünscht hatten. Schön und gut, es sah alles danach aus, als würden sie und George endlich mal in die Pötte kommen, aber die Angelina-Fred-Angelegenheit schien gründlich in die Hose zu gehen. Um kurz nach Zwei - die vier hatten beschlossen, sich die Laune nicht vermiesen zu lassen und sich doch noch etwas amüsiert; Lee und Katie hatten eine heiße Sohle aufs Parkett gelegt und Alicia war hochrot angelaufen, als George sie nach mehreren Butterbieren auf die Wange geküsst hatte - leerte sich der Raum allmählich und zwei Stunden später, nachdem sie halbwegs aufgeräumt hatten, beschlossen sie zu Bett zu gehen. Weder Angelina noch Fred begegnete ihnen auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum. Sie umarmten alle noch einmal Alicia und trennten sich dann in verschiedene Richtungen. Während George und Lee die Treppen zum Schlafsaal der Jungen hochstiegen, kletterten Alicia und Katie die Wendeltreppe rechts hinauf.
Lindsay, Leanne und Joyce schliefen schon tief und fest - Joyce Schnarchen ließ daran keinen Zweifel mehr - als Katie nach einer Dusche im Schlafanzug in ihr heiß geliebtes, warmes Bett schlüpfte und den Tag noch einmal geistig über sich ergehen ließ. Angelinas und Freds Streit hatte die Stimmung extrem gedämpft - Katie konnte nur hoffen, dass beide sich inzwischen versöhnt hatten und in diesem Moment zufrieden in ihren Betten lagen - doch sie konnte sich nichts vormachen.
Ihr Gefühl sagte ihr, dass der nächste Tag noch ein paar unangenehme Überraschungen für die Gruppe bereithielt.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Als ich das erste Harry-Potter-Buch las, habe ich mir meinen Bademantel angezogen und so getan, als ob ich Harry wäre. Ich rannte im ganzen Haus herum uuund... kann nicht fassen, dass ich das gerade erzählt habe.
Matthew Lewis