Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Ăśber uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Abseits des Pfades - Nicht die Zeit vergeht, sondern wir

von Miss-Snape

Ich war tatsächlich auf Gleis 9 ¾. Mit Lily.
Sie hatte den Brief auch bekommen. Nun, ich hatte nie daran gezweifelt.
Niemand war bei mir. Tobias hatte Mutter nicht erlaubt mich zu begleiten. Doch ihren Kuss auf meiner Wange spĂĽrte ich immer noch.
„Severus, versprichst du mir etwas?“
„Ja, Mum.“
„Hogwarts ist der schönste Ort der Welt, sei dankbar und... sei einfach nur glücklich.“
„Ja, Mum“, und meine Mutter blickte in mein Gesicht, in meine vor Vorfreude strahlenden Augen und erwiderte glückselig mein verhaltenes Lächeln.
Und in dem Augenblick als ich Lilys Hand nahm, um sie in den Zug zu geleiten, war ich mir sicher, dass dies die glĂĽcklichste Zeit meines Lebens werden wĂĽrde.
Ich winkte noch kurz den Evans zum Abschied zu – Petunia stand schmollend und mit verschränkten Armen hinter ihrer Mutter und warf Lily einen bösartigen Blick zu.
Egal was Lily sagt, sie ist und bleibt ein niederträchtiger Muggel!

***

„Oh Sev, ich wünschte Tunia würde verstehen, dass ich sie auch gerne dabei haben würde, aber sie tut so als wäre ich persönlich Schuld daran.“ Sie verstummte.
In der Zwischenzeit hatte Severus ein leeres Abteil ausfindig gemacht, indem sie nun zu zweit saĂźen.
Lily senkte ihren Blick, doch trotzdem konnte Severus erkennen, dass ihre Augen feucht waren. Er konnte zwar nicht verstehen, warum sie ihrer Schwester dermaĂźen hinterher trauerte, aber er spĂĽrte in diesem Moment, dass er es ihr nicht sagen sollte.
Unbeholfen legte er seinen Arm um sie und tätschelte sie vorsichtig.
Doch es schien alles nur schlimmer machen, Lilys Schulter zuckten plötzlich wie wild und sie stieß unterdrückte Schluchzer aus.
Erschrocken zog Severus seinen Arm von ihr zurück und rutschte von ihr weg – in der Annahme, dass er der Grund dafür war.


Sie musste so lachen! Sie kicherte wie eine VerrĂĽckte. Neben ihr sprang Severus praktisch zum anderen Ende der Sitzbank.
Es war fies, natürlich war es fies. Aber es war so süß gewesen, wie Severus ihre Schulter getätschelt hatte. Obwohl... es war eher ein leichtes Klatschen gewesen, als hätte er ihr in Zeitlupe eine Ohrfeige auf die Schulter geben wollen. Hysterisch vor Kummer um Petunia und Belustigung über Severus’ unbeholfenen Versuch sie zu trösten, wischte sie ihre Tränen mit einer Bewegung ihres Armes weg.
Nun, zumindest hatte Severus es geschafft sie aufzuheitern – zwar anders als geplant, aber immerhin. Spitzbübisch schaute sie nun zu ihm rüber. Er sah ganz beklommen aus. Lily musste lächeln, immerhin war es nicht in ihrem Sinn gewesen ihn zu verschrecken – er war so einfach zu verunsichern. Der Arme. Sie blickte ihn sanft an. Sein Haar fiel ihm schon wieder ins Gesicht.


„Warte, Sev...“, sie rutschte näher zu ihm und verringerte damit seine vorher geschaffene Distanz. Lily streckte langsam die Hand zu seinem Gesicht aus und strich ihm eine Haarsträhne aus Gesicht. „So siehst du schon besser aus!“, und grinste ihn verschmitzt an.
Ein fiebriger Glanz huschte über seine Augen und seine Wangen röteten sich leicht.
Schnell beugte er sich zu seiner Tasche und begann wie wild darin irgendetwas zu suchen, damit sie es nicht bemerkte.

***

Die Abteiltür öffnete sich, als er Lily gerade Schokofroschkarten zeigte – sie war ganz fasziniert von den bewegten Bildern und versuchte ihnen Anweisungen zu geben, was sich als vergebens rausstellte. ‚Wie naiv und begeisterungsfähig sie manchmal ist.’
Severus schmunzelte innerlich bei diesem Gedanken und blickte sie träumerisch an.
Das Geräusch der aufgehenden Tür ließ ihn zusammenzucken. Lily blickte neugierig hoch.
„Hey Leute, wir machen gerade eine Besichtigung durch den Zug, um unsere neuen Mitschüler zu begutachten.“ Vier Jungs drängten sich dicht an dicht in das kleine Zugabteil.
Severus verschränkte skeptisch die Arme vor der Brust. Er witterte, das dies nicht nur eine harmlose Begrüßung werden würde. Er erkannte eine heikle Situation sofort... so viel hatte er zu Hause gelernt.
„Nun, wie würdet ihr unsere Ausbeute hier beschreiben, Jungs?!“, grinste der Lockenkopf und drehte sich selbstgefällig zu seinen Kumpels um.
„Eine Fledermaus mit einem Riechorgan wie ein Elf und... oh lala... eine feurige Prinzessin.“
Severus zog perplex eine Augenbraue hoch. Lily jedoch funkelte den Jungen mit dem schwarzen Haar, das ihm zu allen Seiten abstand, empört an: „Hast du sie noch alle?!“
Der Junge schob seine Brille auf der Nase zurecht und blickte lachend in die Runde:
„Okay, lasst mich korrigieren: Wir haben einen roten Drachen gefunden.“
Diese Äußerung brachte Lily noch mehr in Rage. „Für wen haltet ihr euch eigentlich, dass ihr hier so einfach reinspaziert und euch so aufspielt?!“
„Ach, ist sie nicht lieblich?“, säuselte der Brillenträger – ein kleiner dicklicher Junge grunzte dabei amüsiert auf.
„Aber wenn du schon so nett fragst: Ich bin James, das ist Sirius“, er zeigte auf den Lockenkopf, „und hinter mir steht Peter...“
„Und mein Name ist Remus“, fiel ihm der vierte Junge ins Wort, der ziemlich blass und kränklich aussah, und lächelte Severus und Lily dabei entschuldigend und gleichzeitig peinlich berührt an.
Severus war sich unsicher, ob er zurücklächeln sollte. Höflich verzog er zögernd seinen Mund zu einem angedeuteten Lächeln. Lily schien dies bemerkt zu haben, strich Severus kurz über die Schulter und grinste Remus beschwingt an, während sie aufstand, um ihm die Hand zu schütteln.
Er überlegte kurz, ob er es Lily nachtun sollte, als Lily plötzlich aufschrie. James hatte sie an der Taille gepackt und zu sich rumgewirbelt. Sogar Peter, Remus und Sirius guckten kurz überrascht auf. Dann lachte Sirius vergnüglich auf.
James hob Lily hoch und sagte: „Na, willst du dich mir nicht auch so höflich vorstellen?“
„Ja, mir fehlt auch noch dein Händedruck“, grölte Sirius dazwischen. Peter grinste nur dämlich.
„Lass mich runter, du widerlicher Schuft! Lass mich sofort runter!“ Lily zappelte in den Armen von James und versuchte sich freizukämpfen. Sirius wieherte.
Severus saß wie angewurzelt da – er wusste nicht, was er tun sollte. Einerseits wollte er Lily befreien, andererseits war er sich nicht sicher, ob sie dieses Spielchen nicht doch gut fand und danach beleidigt sein würde, wenn er eingreifen würde.
„Komm, Potter, lass sie runter, oder sie tritt dir noch ins Gesicht“, feixte Sirius.
Mit heiterer Miene setzte James Lily wieder auf den Boden.
Severus dagegen bemerkte jetzt, dass Lily anscheinend doch ziemlich erbost war und bevor sie noch etwas Falsches sagen oder tun konnte, zupfte er an ihrem Ärmel, um sie wieder zum Sitzen zu zwingen und zischte feindselig zu der Bande: „Verschwindet, ihr seid hier nicht erwünscht.“
„Oha, der Schleimbeutel will uns zeigen, wo es lang geht. Komm Peter, hier kannst du uns gleich diesen speziellen Unterhosenzauber zeigen, von dem du uns vorhin erzählt hast, dass du ihn beherrscht.“
Peter lief rot an, wand sich und stammelte: „Ich.... ich... hab nicht gesagt, dass ich ihn... perfekt kann, ähm...“
„Komm, mach schon Peter! Sei kein Angsthase! Guck dir diesen Schwächling doch einmal an!“, feuerte James drauf los. Sirius stimmte mit ein: „Angsthase, Pfeffernase...“
Peter schaute James und Sirius leicht verzweifelt an und glotzte dann zu Snape rüber. Man merkte, wie es in ihm ratterte. Doch langsam grinste er hämisch auf und wollte gerade seinen Zauberstab ziehen, als Severus ihm urplötzlich seinen Zauberstab in die Brust bohrte. Mit lang gedehnter Stimme knurrte Severus: „Versuch es nur...“
Peter war so erschrocken von Severus’ flinker Reaktion, dass er augenblicklich seinen Zauberstab fallen ließ. Dieser rollte durch die Abteiltür und den Flur hinunter. Peter blickte Severus nur noch einmal kurz mit geweiteten Augen an und hechtete dann seinem Zauberstab hinterher. Er genoss diesen Moment. Severus dachte kurz, dass es schade sei, dass dieser rattenähnliche Junge die Flucht ergriffen hatte. Immerhin hatte er zu Hause sehr viel Zeit damit verbracht ganz... spezielle.... Bücher zu lesen und auch das ein oder andere auszuprobieren. Mit einem kleinen Seitenblick guckte er Lily stolz an.


Lily bemerkte, dass James und Sirius nun auch nach ihren Zauberstäben tasteten. Dabei erwischte sie sich, dass sie dachte, wie schade es doch sei, dass sie noch keine Zaubersprüche beherrschte. Dabei fing sie Severus’ kühnen Blick auf und zeigte ihm verstohlen den Daum nach oben. Sie war davon überzeugt, dass er viel mehr als irgendein anderer Erstklässler über Zauberei wusste und hätte es mit Wohlgefallen gesehen, wie er diesem pummeligen Mitläufer gezeigt hätte, wie der Hase läuft! Denn da war sie sich sicher, Peter hatte von Zauberei genauso wenig Ahnung wie sie.
Auf einmal trat Remus hervor – Lily hatte ihn schon ganz vergessen.
Mit ruhiger Stimme sprach er zu Severus: „Hey, wir wollen doch keinen Ärger machen. Lass uns das lieber beenden.“ Er drehte sich zu den anderen beiden um und blickte sie bedeutungsvoll an. James seufzte und Sirius verdrehte die Augen: „Nicht mal ein biiiiisschen Spaß gönnst du uns.“


Nachdem Severus zur Kontrolle noch einmal die Lage abgecheckt hatte, lieĂź er vorsichtig seinen Zauberstab sinken und setzte sich wieder beschĂĽtzend dicht an Lily.
Lily hatte diese ganze Szene mit einem ĂĽberraschten Gesichtsausdruck und auch ein bisschen Spannung verfolgt.
Die Jungs drehten sich nun wieder zur Abteiltür um – Sirius winkte noch einmal frech zum Abschied zu. James hatte schon die Tür hinter sich vorgezogen, als er noch einmal kurz seinen Kopf durch steckte:
„Nun... Lily... wir sehen uns“, flüsterte James in Lilys Richtung und zwinkerte ihr zu.
Verstohlen lächelte sie James an. Es war nur ein winziges Zucken ihrer Mundwinkel gewesen, das keine zwei Sekunden gedauert hat, doch trotzdem spürte Severus wie sich sein Magen zusammenzog.


Sie wusste nicht wieso, sie verabscheute diesen widerwärtigen, egoistischen, selbstverliebten Jungen von der ersten Sekunde an! Doch trotzdem war ihr kurz danach gewesen zu lächeln, als er sich umdrehte und mit einen Griff in sein verwuscheltes Haar von dannen zog.
Severus’ Schnaufen riss sie aus ihren Gedanken.






- Es war ein kleiner Augenblick, der alles zeigte. Er hätte es wissen müssen, schon damals. -


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Während der vier Stunden, die ich in dem verspäteten Zug verbrachte, sprudelten mir alle diese Ideen nur so im Kopf herum.
Joanne K. Rowling