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Fanfiction

Kann der Mond ohne seine Sonne leben? - Epilog

von Selena

Hier endet also meine Reise mit Cho :)
Ich hab sie wirklich gemocht und aus dieser FF habe ich einiges gelernt.
Auch, dass man sehr viele depressive Songs braucht, um sich in sie hineinzuversetzen, aber das habe ich gerne in Kauf genommen.
Danke für all die Unterstützung von euch und für eure Ermutigungen. Ich hoffe das Ende macht es allen Recht und dann sage ich mal Tschüss, bis sicherlich bald.
Diejenigen, die auch meine anderen FFs noch lesen, sollten sich etwas gedulden können, ich bin im Moment sehr beschäftigt.

Bis bald, Selena :)



Epilog:

Es waren ein paar Jahre vergangen.
Voldemort war besiegt, endlich war alles wieder in Ordnung. Es waren viele Menschen gestorben und noch immer saß der Schmerz tief. Viele konnten den Verlust der Geliebten einfach nicht überwinden.
Eine junge Frau hatte das schon vor Jahren geschafft.
Mit den Händen im Mantel stand sie am Friedhof von Godrics Hollow und legte gerade eine weiße Rose auf ein Grab.
Sie kam noch immer hierher, auch wenn es eigentlich nur Cedrics Körper war, der da begraben lag.
Cho war älter geworden, reifer und hatte es wirklich geschafft, ein neues Leben aufzubauen.
Sie machte gerade ihre Ausbildung zur Aurorin und hatte auch sehr gute Chancen zu bestehen.
In zwei Wochen war sie auf die Hochzeit von Harry und Ginny eingeladen. Sie hatten es also doch noch geschafft. Cho hatte sich für sie gefreut. Sie selbst hatte mit allem abgeschlossen.
Der Moment in dem Tom Riddle von dieser Erde verschwunden war, der Moment in dem das Licht in seinen Augen erlosch, in diesem Moment hatte sie Frieden gefunden. Sie hatte ihre Rache bekommen. Endlich.
Es war nicht einfacher geworden, der Schmerz war nicht verschwunden.
Aber sie spürte so etwas wie Befriedigung, eine bittersüße Schadenfreude. Niemand hatte es ihr übel genommen, es ging eigentlich allen so.
In diesen Monaten, nach dem Kampf, gab es vieles, was wieder aufgebaut werden musst. Aber mit vereinten Kräften hatten sie es geschafft. Inzwischen wurde in Hogwarts wieder unterrichtet und alles begann von neuem dem Alltag nachzugehen.
Cho ging weiter. Sie ging zum nächsten Grab.
Auch auf Lily Potters Grab legte sie eine weiße Rose.
Ihr Sohn besuchte manchmal ihr Grab und auch einige andere Leute, aber Cho kam stellvertretend für Severus. Es kam ihr einfach richtig vor. Damit kam sie auch zum nächsten Grab.
Severus Snape. Ein wahrer Held.
Cho kniete sich nieder und legte ihre letzte Rose auf das Grab. Der Moment in dem sie erfahren hatte, dass er tot war, war wie ein Schlag ins Gesicht gewesen.
Sie hatte es für unmöglich gehalten und es erst nach einiger Zeit begreifen können. Aber er war als Held gestorben und das war alles, was Cho denken konnte.
Er wäre damit bestimmt zufrieden. Sie stand wieder auf und steckte die Hände in ihre Manteltaschen. Jeden Sonntag schritt sie diese drei Gräber entlang. Jeden Sonntag legte sie die weißen Rosen nieder.
Warum, war schwierig zu erklären. Es war ihr einfach wichtig, dass die Toten nicht vergessen wurden. Dass sie sozusagen weiterlebten, in der Erinnerung anderer.
Chos Hand strich über Snapes Grabstein. Er war ein Ekel gewesen, aber er war auch sehr oft für sie dagewesen und hatte ihr geholfen. Und deshalb würde Cho niemals zulassen, dass er vergessen wurde. Niemals!
Ebenso wenig wie Cedric oder Lily.
Oder Fred, oder Tonks, oder Remus.
Sie selbst würde ihren Kindern immer wieder von diesen wunderbaren Menschen erzählen.
Was diese für sie getan hatten und wie heldenhaft sie gestorben waren.
Es war ein langer Kampf gewesen und es hatte viele Opfer gefordert. Cho wusste es selbst am besten.
Aber sie hatten zusammengehalten und so ihren Feind besiegen können. Es würde noch Jahre brauchen, bis sie und der Rest der Zaubererwelt sich erholt haben würden, aber sie waren auf einem guten Weg.
Sie spürte eine Hand auf ihrem Rücken und drehte sich lächelnd um. Roger hatte ebenfalls wie sie den Krieg überlebt.
„Fertig?“, fragte er sanft. Cho sah zu den Gräbern und nickte leicht.
„Ja, das bin ich.“
Sie lächelte Roger an, der einen Arm um sie legte. Irgendwann würde der Schmerz leichter werden, die Wunden verheilen und sie jemanden finden, den sie genauso liebte, wie Cedric. Und bis dahin würde sie einfach leben.


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