
von Selena
@Mik:
Woher weißt du das alles nur? Ich meine gut Tom war nun echt nicht schwer zu erraten, aber wie kamst du nur auf Draco? Ich dachte beim Schreiben zwar an Draco, hatte aber im Vorwort stehen, dass es vor Harrys Einschulung spielt. Also habe ich wegen Draco nochmal die Zeit geändert. Mein schöner Plan ruiniert!;)
Viel Spaß beim neuen Chap
@Carly_Snape:
Super, dass du weiterliest:D Ja, die Slytherins sind echt gemein, aber das ist ja wichtig für meine Story. Wirst du bei dem Kapitel schon noch sehen:D
Viel Spaß beim lesen, ich hoffe du bleibst mir erhalten
@selena_riddle:
Herzliches Willkommen an meine Beta-Readerin. Ich freu mich wirklich, dass du angenommen hast und das erste Kapitel hast du auch schon wunderbar bearbeitet.
Danke, dass du deine freie Zeit für mich opferst, ich fühle mich geehrt;)
@Vergile:
Schön, dass es dir auch diesmal gefallen hat. Das zehnfache wird ein bisschen schwierig, aber ich hab mir diesesmal Mühe gegeben, damit es ein wenig länger wird.
Viel Spaß beim Lesen
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Verwirrt las Selina, als auch schon die Seiten des Tagebuchs von selbst umschlugen und sie von einem Sog erfasst und durch einen Strudel befördert wurde. Ihre Füße berührten festen Boden, Selina keuchte entsetzt auf, als sich eine Gestalt aus dem dunkeln löste.
„Tom?“
Selina konnte nichts dafür, dass ihre Stimme zitterte. Sie presste sich an die naheliegende Wand und wimmerte leise. Sie hatte Angst und wurde unwillkürlich an die Slytherins erinnert. Ihre blauen Flecken begannen zu pochen. Selina schloss die Augen und erwartete einen Schlag, stattdessen aber strich jemand sehr sanft über ihre aufgeplatzte Lippe. Sie riss die Augen auf und sah in zwei grün-braune Augenpaare. „Wer hat das getan?“ Seine Stimme war so weich und wärmend, dass Selina sich sofort beschützt fühlte.
Ihre Kräfte schwanden und sie sank zitternd auf den kalten Boden. Der Junge ging in die Hocke und sah sie prüfend an. Selina konnte den Blick nicht von seinen Augen nehmen, in denen sich so viel widerspiegelte. Es war Besorgnis um sie, Verwirrung über das, was er hier tat und Schmerz. Er seufzte auf, griff nach einer ihrer blonden Locken und drehte sie in seinen Fingern. „Was frage ich da eigentlich noch?“ Selina schluckte hart, bevor sie ihm antworten konnte.
„Tom Riddle?“ Und endlich erhellte ein Lächeln das blasse Gesicht des Jungen. Es ging eine Faszination von ihm aus, die nicht zu beschreiben war. Ein Mantel der Kälte schien ihn zu umgeben, aber wenn er lachte, erweckte er den Anschein, als würde alles an ihn abprallen. Dann schien alles mit ihm zu lachen. Die Blume, die seit einem Tag kein Wasser mehr bekommen hatte, richtete sich wieder auf, die Sonne brach hervor, der Vogel fand seine Singstimme wieder. Sie konnte nicht anders, als auch zu lächeln.
„So gefällst du mir schon viel besser, Selina.“ Erwiderte er immer noch lächelnd. Da wusste Selina, dass dieser Junge ihr seit Monaten Lebensmut schenkte. Dass dieser Junge der einzige Grund war, warum sie noch immer kämpfte. Erleichterung und Erschöpfung siegten und sie fiel Tom um den Hals.
Sie merkte deutlich, wie sein ganzer Körper sich verkrampfte, aber sie ließ ihn trotzdem nicht los. Und nach einer Zeit spürte sie seine Hand, die ihr immer wieder über das blonde Haar strich. Selinas Finger waren in seinem Umhang verkrallt, sie wollte ihn nie mehr loslassen.
Ihre ganzen Gefühle brachen durch, alles was sie in den letzten Monaten zurückgehalten hatte. Sie war ihm einfach so unendlich dankbar, dass er, als alle Dämme gebrochen waren, zu ihr gehalten hatte. Aber das konnte sie nicht aussprechen, nicht vor ihm.
Also ließ sie ihn, leicht verlegen, wieder los. Er jedoch grinste sie nur an und streckte ihr dann eine Hand entgegen. Selina ergriff sie und er zog sie hoch. Einen Moment sahen beide auf ihre Hände, die sich gar nicht mehr loslassen wollten. Tom machte das Beste daraus und zog sie mit sich, weg von dem alten Korridor.
„Wohin gehen wir?“, fragte Selina atemlos, aber Tom antwortete ihr nicht. Prüfend sah sie in seine Augen, aber sein Blick war klar und kein Schatten spiegelte sich darin. Beruhigt sah sich Selina um.
Sie waren ganz klar in Hogwarts, aber alles wirkte so viel älter. Bestimmt bilde ich mir das nur ein, versicherte sich Selina und wäre beinahe in Tom gerannt, der plötzlich stehen geblieben war. „Ich dachte hier wir wären ein wenig ungestörter .“ Ein Lüge, denn niemand war ihnen bisher begegnet. Selina blieb stumm und sah sich stattdessen lieber an, wohin Tom sie gebracht hatte.
Es war der Raum der Wünsche, bei ihnen auch bekannt als „Flucht vor der Hölle“ Staunend sah Selina sich darin um. Sie war nur einmal in dem Raum gewesen und da war er eine Folterkammer gewesen, weil Selina gerade auf der Suche nach einem schweren Gegenstand war um Mclaggen zu erschlagen. Zwei Tage später lag er übrigens mit Gehirnerschütterung im Krankenflügel.
Aber das hier war das totale Gegenteil einer Folterkammer. Eher eine Mischung aus romantischer und geheimnisvoller Atmosphäre. Die Wände waren in schlichtem schwarz gestrichen, aber die warmen Farben der sonstigen Möbel glichen die depressive Stimmung aus. Das Feuer prasselte im Kamin und ein gemütliches Kissenlager baute sich davor auf. Eine kleine Bibliothek im Hintergrund und - alles war perfekt.
„Wow.“ Brachte Selina nur heraus und drehte sich strahlend zu Tom um, der ihre Reaktion genau beobachtet hatte. „Wie hast du das nur gefunden?“ Tom antwortete ihr nicht, was Selina aber nicht wirklich störte. Sie sprang zu den Büchern, wobei ihre Augen bei der großen Auswahl glücklich glänzten. Tom hatte sich in einen Sessel gesetzt und sah ihr lächelnd zu.
Selina drehte sich mit einem Lächeln zu ihm herum. „Würde es dich stören, wenn ich…?“ Sie hielt fragend ein paar Bücher hoch. Tom schüttelte den Kopf und Selina setzte sich in den Sessel ihm gegenüber mit viel Lesestoff. Tom legte den Kopf auf die Seite und beobachtete sie mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Es schien ihm nicht einzufallen Selina zu sagen, dass es unhöflich war zu lesen, wenn man einen Jungen zum ersten Mal sah.
Die Zeit verging, die Stimmung war entspannt und gemütlich, beide genossen es sichtlich. Selina hatte es sich inzwischen mit den Büchern vor Toms Sessel bequem gemacht. Dieser hatte sich auch ein Buch vom Stapel genommen und las es ruhig. Müde und erschöpft legte Selina den Kopf in den Nacken und traf Toms Blick. Sie lächelte und er legte das Buch beiseite.
„Es ist spät geworden. Du solltest wieder in die Realität zurückkehren.“ Augenblicklich verschwand ihr Lächeln und sie schüttelte den Kopf. Tom erhob sich elegant, um sich gleich wieder vor sie zu setzen. In seinen Händen hielt er eine wunderschöne Kette mit einem roten Rubin.
„Du bist immer willkommen hier. Wenn du mich brauchst, trage diese Kette und sage Dum spiro spero. Dann bist du bei mir.“ Ehrfürchtig nahm Selina die Kette entgegen und hielt sie ganz fest in ihren Händen. Tom lächelte bei diesem Anblick und wieder einmal schien die Welt mit ihm zu strahlen. Er beugte sich vor und gab Selina einen sanften Kuss auf die Stirn.
„Bis bald.“ Flüsterte er und das Letzte was Selina sah, waren seine Augen so voller Sorge um sie. Ihr gelang ein Lächeln, bevor sie wieder in die Realität gezogen wurde.
Selina schlug die Augen auf und seufzte. Sie war wieder in der Wirklichkeit. In den Stunden mit Tom schien alles so einfach. Die Last auf ihren Schultern war für kurze Zeit verschwunden, sie hatte sich glücklich gefühlt.
Haltsuchend griff sie nach der Kette und umklammerte den roten Stein. Wiederholung "griff" evtl so: Sie schnappte sich das Tagebuch, unter ihrem Kopfkissen, und öffnete es. Das Geschriebene ließ sie erneut lächeln, sogar schaffte es ein wenig die Laune zu heben. Selina sprang vom Bett und rannte hinunter zum See. Das Tagebuch lag offen auf ihrem Bett.
„Du bist noch schöner, als ich gedacht hatte. Tom.“
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