
von Selena
@Darkside:
Vielen Dank für dein Kommentar, ich freue mich über jeden neuen Leser;) Hoffe es gefällt dir auch diesmal
@Mik:
Natürlich bin ich dir nicht böse, ich schreibe diese Eigenschaften irgendwie auch immer Draco zu. Dieses Kapitel extra viel von ihm für dich;) Viel Spaß! Und wegen dem Missverständnis mit Tom, du bist nicht blöd, das passiert jedem mal;)
@selena_riddle:
Mal wieder super Arbeit geleistet:) Du bist echt eine super Beta-Readerin! Ich fühl mich immer noch geehrt:D
@Lisa_ :
Oh mein Gott was für ein langes Kommentar! Ich hab mich richtig gefreut. Deine Fragen werden alle noch nach und nach beantwortet werden, wenn du weiterliest;) Sorry, ich liebe mysteriöses
@balck.sun:
OMG!!!!Du bist da!!! *freudeschreiend im Kreis renn* Du bist einfach unglaublich, du weißt ich liebe dich:) Wir lieben die Bösen, nicht wahr?
Leute, ihr seid unglaublich!
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Die nächsten Tage schien es Selina, als würde sie schweben. So gute Laune hatte sie schon seit Monaten nicht mehr gehabt, aber mit Tom war nun einmal alles anders.Sogar die Slytherins begrüßte sie mit einem Lächeln, wenn sie mal wieder spöttisch lachend an ihr vorbeigingen.
Selinas Veränderung fiel aber nicht nur ihr selbst auf, sondern auch einem ganz bestimmten Slytherin. So kam es, dass sie eines Tages nach Zaubertränke in einen leeren Gang gezogen wurde.
Zuerst bekam sie Angst, denn ihr fiel das Slytherin Abzeichen des Jungen auf, aber mit einem Blick in die Augen waren all diese Bedenken vergessen. Sie erkannte ihn wieder. Es war derjenige, der ihr bei der neulichen Attacke der Slytherins geholfen hatte.
Sanft glitten seine Finger zu der Stelle, wo sein Faustschlag sie getroffen hatte. „Ich wollte nicht so hart zuschlagen, tut mir leid.“ Sagte er beim Anblick des beträchtlichen Blutergusses. Selina war unfähig etwas zu sagen, sie klammerte sich an ihre Bücher.
„Draco, kommst du?“ rief eine Stimme. Der blonde Junge sah sie kurz seufzend an und war dann schneller verschwunden als der Blitz. Verwundert sah Selina um die Ecke, gerade noch rechtzeitig, um den Blondschopf hinter der nächsten Ecke verschwinden zu sehen.
Sie konnte nicht sagen, welche Kräfte sie antrieben, aber sie wollte ihm unbedingt folgen. Also hastete sie hinter ihm und seinem Kumpel her. Wo wollen die denn nur hin? Man darf um diese Uhrzeit nicht mehr nach draußen.
Die beiden steuerten allerdings so zielgerichtet auf den Ausgang zu, dass Selina sich sicher war, dass sie etwas Verbotenes tun wollten. Hinter einer Säule schloss sie die Augen. Sollte sie weitergehen, oder nicht?
Schließlich siegte ihre Neugier. Schnell und unbemerkt passierte sie das Schul-Tor. Ihre Bücher dicht an ihrem Körper gepresst, stolperte sie keuchend den beiden Slytherins hinterher. Sie entfernten sich immer weiter vom Schloss und gingen auf den verbotenen Wald zu. Entsetzt sah Selina die bedrohlichen Äste der hohen Bäume knacken, sie meinte ein verletztes Heulen zu hören.
Sie hatte sich schon immer vor diesem Wald gefürchtet und das einzige, was sie nun dazu brachte ihn zu betreten war dieser geheimnisvolle blonde Junge, von dem sie nur seinen Namen wusste. So viele Fragen beschäftigten sie.
Warum hatte er sie gerettet, obwohl er ein Slytherin war? Was war das gerade vorhin im Gang? Wer war er? Selina versteckte ihre Bücher in einem Busch, da sie so schneller vorankam und schaute unsicher hinter dem Baum hervor.
Vor ihr lag eine Lichtung, welche spärlich vom Mond beleuchtet wurde.
Sie war voller Leute in schwarzen Umhängen, die komische Masken aufhatten. Das Mondlicht erleuchtete sie in diesem Moment und Selina entfuhr ein Keuchen. Hastig versteckte sie sich hinter dem breiten Stamm. Ihr Atem wollte sich nicht beruhigen, ihre Hände krampften sich in den Erdboden.
Die Menschen auf der Lichtung waren Todesser. Ihre Masken hinterließen keinen Zweifel, Selina hatte sie schon oft auf Fotos gesehen. Aber was machten sie hier in Hogwarts?
Und besonders: Was hatten sie vor?
Selina ließ ihren Blick über die Reihen der Männer schweifen und blieb an einem blonden Jungen hängen. Das war doch nicht…. Sie schüttelte den Kopf, um sich selbst zu vergewissern.
Da legte sich eine Hand auf ihren Mund und sie wurde nach hinten gezogen. Heftig trat Selina gegen ihren Angreifer, bewirkte aber nur, dass sich seine Hand von ihrer Taille löste. „Halt still. Sonst sind wir beide dran.“ Flüsterte eine Stimme. Selina kannte sie nicht, aber sie gab auf.
Sobald er sicher war, dass sie nicht losschreien würde, ließ er sie los. Endlich konnte sich Selina umdrehen. Sofort fielen ihr die grünen Augen, das verstrubelte schwarze Haar und die Blitznarbe auf. Harry Potter. Ein Junge, der ganz offensichtlich nicht zu den Leuten auf der Lichtung gehörte.
Potter sah sie wütend an, Selina hielt dem Blick stolz stand. Schließlich gab er seufzend auf. „Wir werden jetzt zurück zum Schloss gehen, verstanden? Und zwar ohne das die da unten uns bemerken.“ Selina nickte nur und stand auf.
Es war ein langer und schweigsamer Weg aus dem verbotenen Wald. Potter schimpfte leise über sie, Selina versuchte zu begreifen, was sie gerade gesehen hatte. Daher fiel ihr erst sehr spät auf, dass Potter keineswegs den Weg zum Gemeinschaftsraum einschlug, sondern sie vor sich her zum Büro des Schulleiters schob.
Warum war sie auch so dumm gewesen, Draco zu folgen? Warum war sie nicht einfach weggegangen? Nun würde sie eine Verwarnung, vielleicht sogar einen Verweis bekommen. Aber da sollte Selina eine Überraschung erleben.
Potter ging ohne anzuklopfen in das Büro des Schulleiters. Dumbledore saß an seinem Schreibtisch und hob überrascht den Kopf, als die beiden eintraten. Bevor er auch nur irgendetwas sagen konnte, legte Potter los.
„Sie hatten heute Nacht ein erneutes Treffen, Professor. Und da habe ich dieses Mädchen gefunden.“ Dumbledore brachte ein kleines Lächeln zustande und stand auf. „Ms. Lockwood.“ Überrascht, dass er ihren Namen kannte, antwortete Selina nichts auf Potters Anschuldigungen.
„Sie hatte sich hinter einem Baum versteckt und die Lichtung beobachtet.“ Dumbledore betrachtete sie prüfend, äußerte sich aber nicht. „Sir, waren das Todesser?“, erkundigte sich Selina und sprach damit zum ersten Mal. Potters Miene wurde weicher.
„Ja. Wir beobachten sie schon eine ganze Weile, können aber nicht einfach eingreifen. Außerdem scheinen sie etwas vorzuhaben. Wir, der Orden des Phoenix, versuchen herauszufinden was.“ Erklärte er. Selinas Magen zog sich zusammen. Das gefiel ihr ganz und gar nicht. Todesser in Hogwarts und dann wurde nicht einmal was dagegen unternommen.
Sie nickte jedoch nur schüchtern und senkte den Blick unter Potters funkelnden Augen. „Weißt du eigentlich, dass du die ganze Operation in Gefahr gebracht hast? Was hast du eigentlich da unten gemacht?“
Selinas Hände begannen zu schwitzen, sie versuchte zu verbergen, wie sehr sie mit sich rang. Wenn sie die Wahrheit sagen würde, wäre der mysteriöse Slytherin in Gefahr, aber sie hatte noch nie jemanden angelogen.
„Ich…wollte spazieren gehen.“ Brachte sie über die Lippen und hätte sich am liebsten selbst geohrfeigt. Aber Potter schüttelte nur den Kopf, während Dumbledore milde lächelte. Selina lächelte zurück und strich sich verlegen eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Geht doch.“ Meinte Dumbledore drauf und lächelte das blonde Mädchen an. „Wir müssen dich noch um etwas bitten, Selina.“ Den Namen betonte er extra und blickte Selina ernst an. „Du darfst niemanden von dem was du heute Abend gesehen hast erzählen. Und damit meine ich wirklich niemanden, okay? Selbst deiner besten Freundin nicht.“
Selina nickte wieder. „Keine Sorge, Sir. Ich hab keine Freunde.“ Sie sagte dies nicht bitter oder verletzt, aber trotzdem sah sie in Potters Augen Mitleid aufblitzen. Schnell wandte sie den Kopf ab.
„Gut. Dann hätten wir ja das geklärt. Harry, würden sie bitte Ms. Lockwood zu ihrem Gemeinschaftsraum begleiten?“ Potter nickte und bedeutete Selina ihm zu folgen. Diese blickte noch einmal zurück. Dumbledore stand in seinem Büro, strich über das Gefieder seines Phönixes und zwinkerte ihr zu. Dann hob er die Hand und die Bürotür fiel mit einem Krachen ins Schloss.
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