
von Mica
@°Moony°: (Schöner Name übrigens!!! :-D)Danke erstmal für deinen Kommentar! Also, man kann ja eigentlich nie wissen, wer lebt, und wer tot ist, oder? Harry weiß es ja auch nicht ;-)
Und dann will ich noch, für das Ende des Kapitels, ungefähr ab: Harry streifte ziellos... Ein Lied vorschlagen, das man dabei hören könnte: http://www.youtube.com/user/KurtHugoSchneider#p/u/30/3TVyNm05Law
Jetzt geht es auch los. Viel Spaß!
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Allmählich fing Hermine an zu grinsen.
"Perfekt",sagte sie.
Ron glotzte sie ungläubig an. "Was ist daran perfekt?"
"Naja. Wenn wir die Prüfungen bestehen, hätten wir eine abgeschlossene Schulausbildung."
"Ja, wenn wir sie bestehen! Wie sollen wir den Stoff eines ganzen Schuljahres nachholen, ohne die Hilfe von Lehrern!"
Harry konnte noch nicht sagen, was er von der ganzen Sache hielt. Hermine hatte recht, keine Frage. Doch er fragte sich, wie Ron, wie sie das schaffen sollten. In Hogwarts hatten sie Hausaufgaben aufbekommen, feste Unterrichtszeiten gehabt, jemanden, der ihnen erklären konnte, was sie wie tun sollten. Und nie hatte er die Schule mehr geschätzt als an diesem Zeitpunkt.
"Wer weiß, vielleicht habt ihr ja jemanden, der euch dabei helfen kann!",kam es aus der nächsten Tür. Sirius lehnte lässig grinsend am Türrahmen.
"Du?",fragte Mrs Weasley zweifelnd.
Sirius starrte sie ungläubig an. "Natürlich! Ich war immer einer der Besten aus meiner Klasse. Und ich war besser als alle Slytherins zusammen.
"Natürlich!",sagte Harry und grinste.
"Immerhin bin ich ein Animagus geworden." Sirius verschränkte die Arme und streckte Harry die Zunge raus. Ron kicherte.
"Wo kriegen wir eigentlich die Liste her, auf der steht, was ihr alles lernen müsst?",fragte Mrs Weasley.
Alle anderen schauten sich fragend an.
"Keine Ahnung",sagte Harry schließlich.
"Warten wir einfach ab. Das Ministerium wird sich schon darum gekümmert haben",murmelte Hermine.
"Weshalb ich eigentlich hierher gekommen bin",sagte Sirius und trat aus dem Türrahmen heraus auf Harry zu,"Der Orden versammelt sich heute abend wieder. Ich habe es gerade erst von Minerva erfahren."
"Das ist auch wieder nötig.",sagte Mrs Weasley. "Nach allem, was passiert ist."
"Wir müssen Maßnahmen ergreifen!",sagte McGonagoll. Alle saßen an einem Tisch, nur sie stand und machte den Eindruck, als würde sie den Orden überzeugen wollen, sie zum Präsidenten zu wählen. "Die Todesser werden immer stärker, es gibt so viele Angriffe in letzter Zeit."
"Was können wir tun?",fragte Hestia Jones.
"Im Moment nicht sehr viel. Wir müssen versuchen, so viele wie möglich auf unsere Seite zu ziehen, wie wir es immer tun."
"Und wie wir es nie schaffen",sagte Sirius spöttisch.
McGonagoll schenkte ihm einen scharfen Blick und redete weiter.
Einer unserer größten Verluste ist Severus. Jetzt haben wir keinen Spion mehr, und so schnell werden wie keinen wieder bekommen. Oder macht es jemand von euch freiwillig?"
Niemand meldete sich. Jeder wusste, dass man etwas opfern musste, aber so etwas konnte man von keinem Verlangen. Und es würde schon ein wenig verdächtig kommen, wenn Harry bei Voldemort an die Tür klopfen würde und sagen würde:"Hey Voldi, ich wollte dich am Anfang zwar töten, aber jetzt bin ich auf eurer Seite. So, wen wollen wir zuerst umbringen?
"Einen Spion haben wir noch",sagte McGonagoll ernst. "Remus, so leid es mir tut, würdest du zurück zu den Werwölfen gehen?"
Lupin nickte, wenn auch grimmig.
"Ich fürchte, dass wir im Moment nicht mehr als das tun können, und natürlich, die Schwachen beschützen. Wir sollten aber wieder Wachposten in Hogsmeade aufstellen..."
Die Versammlung war kurz danach schon zu Ende. Harry hatte ein besseres Gefühl, nun, das er wusste, das etwas unternommen wurde. Er selbst war für jeden Montag und Donnerstag, zum Glück am Tag, in Hodmeade stationiert.
Harry streifte ziellos und allein durch die dunklen Flure des Grimmauldsplatzes. Die Atmosphäre war sehr drückend, Harrys Laune senkte sich stetig.
"Wird ja ein tolles Jahr",dachte er sich. "Die Angriffe, die ganze Lernerei, die noch kommen wird."
"Verdammt",sagte er laut und trat gegen eine Wand. Ein Portrait, das eine Frau in einem altmodisch aussehenden grünen Kleid zeigte, schaute ihn geringschätzig an. "Hey!"
"Halt die Klappe",schnauzte Harry sie an.
Er wurde hellhörig, als er plötzlich leises schluchzen aus einem der Räume rechts von ihm hörte. Er konnte nicht erkenne, wer weinte. Also atmete er kurz durch und öffnete leise die Tür, aus der das Geräusch kam. Der Junge stand mit dem Rücken zu Harry, doch trotzdem konnte er erkennen, wer es war: Neville Longbottom. Er zitterte und schaute auf etwas, das er in seiner Hand hielt.
Berührt von diesem Anblick schloss Harry die Tür und ging langsam auf Neville zu.
"Neville?",fragte er. Dieser schluchzte auf zur Antwort, das er ihn gehört hatte.
Harry schaute sich an, was Neville in der Hand hielt. Es war ein Bild von seinen Eltern.
Harry war nicht aufdringlich, fragte nicht nach, sondern legte seine Hand auf Nevilles Schulter und wartete, bis er bereit war zu erzählen.
"Ich war letzte Woche im Krankenhaus",schluchzte er, ohne Harry auch nur einmal anblicken, "Mein Vater hat mich nicht erkannt. Wie immer, u-und dann, habe ich meine Mutter gesucht, ihr Bett war leer, und dann hat mir eine - eine Heilerin gesagt, sie sei tot."
Neville brach ich Tränen aus, fiel in Harrys Arme und weinte sich an seiner Schulter aus. "Sie ist einfach gestorben, keiner weiß wieso!",schrie Neville voller Weinerlichkeit in der Stimme. Lange standen sie da. Nevilles verzweifelte Tränen brachten auch Harrys traurige Erinnerungen zurück, doch er weinte nicht. Als Neville immer weniger weinte und schniefte, ließ Harry Neville los.
"Deine Eltern sind stark. Deine Mutter ist nicht umsonst gestorben.",sagte Harry leise. "Du hast sie schon lange stolz gemacht."
Neville brachte ein Lächeln auf seinen nassen Wangen zustande."Er ist nicht zu ende, stimmt's? Es ist Krieg."
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