
von Mica
@ScorpandRoSiE: aaah... verdammt, der Ring. Ich wusste ich hab was vergessen :-). Und eine Next-Generation FF... ich weiß nicht. Für die Kinder von den ganzen Leuten habe ich mich noch nicht sehr begeistern können. Aber danke für das Rewiev!
Und danke an die anderen Rewievschreiber!!!
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“Wo warst du bloß?”
“Wir haben dich überall gesucht-“
“Geht’s dir auch gut?”
“Willst du was essen?”
“Du siehst gar nicht gut aus...”
“Wir dachten schon, du wärst tot!”
Sie alle schienen unglaublich erleichtert über Harrys erscheinen. Er ließ sich zu einem Grinsen herab, obwohl er dazu gar nicht in der Stimmung war. Er wusste, dass er fast tot umfallen sollte vor Freude, doch er war zu geschwächt um sich wirklich darüber zu freuen, dass er nun wieder frei war.
Langsam hatten alle realisiert, dass es tatsächlich Harry war, der vor ihnen stand. Und nun fielen ihre Blicke auf Snape hinter ihm. Keine schaute anklagend, sie alle wussten, dass Snape am Ende doch auf Dumbledores Seite gestanden hatte. Doch sie wussten auch, dass er eigentlich tot sein sollte. Harry schaute zu Ron. Dieser blickte mit einer Mischung aus Misstrauen, Angst, Freude und Erleichterung zurück, bevor er seinen Blick wieder auf Snape heftete. Hestia Jones war die erste, die ihre Sprache wiedergefunden hatte.
“Warum bei Merlins Bart lebst du?”,fragte sie mit weit aufgerissenen Augen.
“Das ist nicht von Bedeutung”,sagte Snape mit einem Hauch Kälte in seiner Stimme.
Wieder breitete sich eine unangenehme Stille aus. Irgendwann wurde es Harry zu bunt, zuzusehen, wie sie dort alle standen und Snape anstarrten.
“Er hat mich befreit”,sagte er deshalb.
“Er?”,fragte Sirius argwöhnisch.
“Ja, das ist die Wahrheit”,beteuerte Harry.
“Kommt erst einmal rein. Ihr seht beide ziemlich krank aus, wir müssen euch erst einmal aupäppeln.”,sagte McGonagoll.
Die anderen nickten und gingen in die Küche des Grimmauldplatzes, in der es nach frischem Essen duftete. Prompt bekamen Harry in Snape eine Portion Bohneneintopf auf einen Teller. Es war nicht Harrys Lieblingsessen, doch er war froh, etwas anderes als Haferschleim aufgetischt zu bekommen.
“Du hast ihn also gerettet?”,fragte McGonagoll Snape.
Dieser nickte.
“Und wo wart ihr? Wo war Harry? Wo kommst du her?”
“Zwei Todesser sind mit Potter in das Haus von Scebbins appariert. Sie hatten es davor umgebaut, damit man jemanden dort gefangen halten kann.”
“Sie wollten mich foltern, aber Snape hat mich immer beschützt”,sagte Harry nun. “Aber so, dass sie immer noch dachten, dass Snape auf ihrer Seite stehen würde.”
“Ich habe immer auf eine Gelegenheit gewartet, ihn dort rauszuholen, doch sie kam nicht”,erzählte Snape weiter. “Aber ich konnte Potter dort nicht wochenlang leiden lassen. Dumbledore hätte das nicht gewollt. Also musste ich ihn herausschmuggeln. Leider haben sie das gemerkt... Wenn sie mich noch einmal sehen, werden sie mich töten wollen.”
Stille. Keine von den Anwesenden hätte geglaubt, dass Snape so etwas tun würde. Und sie waren angenehm überrascht.
“Und was ist - mit dem dunklen Lord?”,fragte Diggel ein wenig ängstlich.
“Diejenigen, die es etwas angeht, wissen Bescheid.” Fast unmerklich schaute er zu Harry hinüber.
“Bei Merlins Bart, wenn es jemanden etwas angeht, dann uns!”,rief Sirius und schlug mit der Faust auf den Tisch.
“Euch? Was könntest du denn schon ausrichten Black? Nichts!”,sagte Snape kalt. Sirius hatte sich erhoben, denn Zauberstab auf den Mann mit den immer fettigen, schwarzen Haaren gerichtet, doch Ron und Hermine hatten schnell reagiert und ihn wieder hinunter auf den Stuhl gezogen.
“Du willst uns also nicht erzählen, wie du überlebt hast?”,fragte McGonagoll, versuchend, vom Thema abzulenken.
“Es ist nicht wichtig. Aber vielleicht werdet ihr es irgendwann erfahren. Wenn es relevant wird..”
Nach diesem Gespräch hatten sich alle zurück gezogen, damit sie verdauen konnten, was passiert war. Es brauchte nicht viel Feingefühl um zu bemerken, dass viele misstrauisch gegenüber Snape waren. Und Harry konnte sie verstehen, er selbst wusste nicht, warum der Mann nur so wenige Fragen beantwortet hatte. Jetzt saßen Harry, Ron und Hermine in ihrem Zimmer, um weiter zu besprechen, was sie vor diesem Ereignis angefangen hatten.
“Snape meinte, dass ihr-wisst-schon-wer einen achten Horcrux geschaffen hat”,sagte Harry.
“Ich wusste es!”,stieß Hermine aus.
“Und weiß er noch mehr?”,fragte Ron.
“Nein. Zumindest hat er das gesagt. Ich habe schon überlegt, was als Horcrux in Frage kommen könnte, aber mir ist noch nichts eingefallen.”
“Dann müssen wir wohl wieder ganz von vorne anfangen”,seufzte Hermine.
“Ich frage mich, warum Snape keinem von uns sagt, wie er überlebt hat...”,sagte Harry. “Ich meine, da muss es doch irgendein Geheimnis geben, wenn er nichts sagt.”
“Ja, aber er hat uns doch auch nichts von Voldemort gesagt. Er hat fast nichts gesagt”,meinte Ron.
“Aber mir hat er viel gesagt. Nur diese eine Frage wollte er mir einfach nicht beantworten...”
“Das ist doch jetzt egal. Du-weißt-schon-wer ist erstmal wichtiger”,sagte Hermine ungeduldig.
“Wann... wollen wir uns auf den Weg machen? Wir haben ja gesehen, wie schnell etwas passieren kann. Vielleicht sollten wir noch ein wenig warten und mehr lernen!”
“Nein”,sagte Harry bestimmt. “Wir gehen, so schnell wie es geht. Wir könnten noch einmal etwas über seine Eltern herausfinden, oder das Kinderheim. Oder in Hogwarts nach einem Horcrux suchen.”
“Wenn du meinst, dass wir das schaffen”,sagte Ron. “Ich komme mit dir.”
“Ja, ich natürlich auch”,sagte Hermine unbehaglich, “Aber ich glaube einfach, dass es keine gute Idee wäre, ohne Anhaltspunkte loszugehen.”
“Komm schon. Wir besorgen uns einen Basiliskenzahn und los gehts!”,sagte Harry gespielt munter.
Hermine schien einen Moment zu überlegen, dann stand sie auf und sagte:”Gut. Auf eure Verantwortung. Wir gehen noch diese Woche!”
Begeistert sprangen Harry und Ron auf. “Sucht schon mal die Sachen zusammen, die ihr ungedingt mitnehmen wollt!”
Es klopfte. Die drei erstarrten. Die Tür öffnete sich, herein kam Snape.
“Potter”,sagte er. “Weil du anscheinend nicht selbst daran denken kannst, gebe ich ihn dir jetzt. Hier, dein Zauberstab.”
Und er streckte Harry seinen altbekannten Phönixfederzauberstab hin. Harry riss die Augen auf. Seinen Zauberstab hatte er völlig vergessen!
“Danke”,sagte er und nahm ihn sich auf Snapes Hand.
Dieser machte auf dem Absatz kehrt und ging aus dem Zimmer, nicht ohne die Tür mit einem lauten Knall zuzuschlagen. Harry drehte seinen Zauberstab zwischen den Fingern. Es war soweit. Es würde losgehen.
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