
von Mica
@Sev Snape/Prof. Snape :-): Ich hab ein neues Schreibprogramm, deswegen muss ich mich mit der Länge der Kapitel erstmal.. ääh... wie heißt das? Egal. Du weißt, was ich meine, oder?
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"Harry! Ron! Wir müssen hier weg!"
Harry nahm Hermines Stimme nur vage im Hintergrund war. Er schlief noch halb, es war mitten in der Nacht.
"Kommt schon!"
Ein Knall ließ Harry aufschrecken.Hermine war gerade dabei, Ron wachzurütteln. Sie schien panisch. Harry spähte nach draußen und erkannte auch den Grund: Es fand ein Kampf statt, nicht weit von der Höhle entfernt. Einzig die Lichter der abgefeuerten Zauber ließen Harry erkennen, dass mindestens ein dutzend Todesser daran beteiligt waren, ein paar Lehrer der Schule, und, zu seinem Entsetzen und gleichzeitig zu seiner Erleichterung, Leute aus dem Orden des Phönix. Panisch blickte er sich um und sah den Mann, den er hoffte zu sehen. Sirius. Er lieferte sich ein Duell mit demselben langen, blonden Todesser, der auf dem Astronomieturm mit Flüchen um sich geworfen hatte. Und an Sirius Seite sah er Severus Snape. Gerade wurde er von einem Schockzauber niedergeworfen.
"Harry!",rief Hermine. "Sie suchen dich! Sie wissen, dass du hier bist!"
Schnell stand Harry auf, den Zauberstab griffbereit, und rang mit dem Drang, gegen die Todesser zu kämpfen. Schnell suchte er seine Sachen zusammen, dasselbe tat Ron, und nickte Hermine zu.
"Wo sollen wir hin?",rief Ron.
"Egal! Hauptsache weg!",entgegnete Hermine.
Sie fassten sich an den Händen. Harry schloss die Augen und im nächsten Moment war all der Krach vorbei. Die Ruhe drückte auf seine Ohren. Er öffnete seine Augen und sah - wieder einen Wald. Er schien sich kaum von den anderen zu unterscheiden.
"Wo sind wir?",fragte Harry.
"Ich weiß es nicht",flüsterte Hermine. "Salvio hexia..."
"Du weißt es nicht?",fragte Ron entsetzt.
"Ich kann nunmal nicht alles planen! Protego totalem..."
"Woher wussten die, wo ich bin?",fragte Harry in den Himmel hinein.
"Zumindest konnten sie uns nicht sehen",sagte Ron. "Das ist doch auch schonmal was wert!"
"Das ist wichtig!",sagte Hermine und holte das Zelt aus ihrer Perlenhandtasche.
"Bau das auf",befahl sie.
Ron schaute Harry an, zuckte sie Achseln und tat, wie ihm geheißen.
Harry schaute sich inzwischem im Wald um. Die Bäume verloren allmählich an Blättern, weswegen der Boden von altem Laub bedeckt war. Der Wald hatte nichts besonderes an sich, er bestand - nun ja- aus Bäumen. Und nichts wies darauf hin, wo die drei überhaupt waren.
"Komm Harry",sagte Ron und streckte seinen Kopf aus dem Zelt, das er inzwischen aufgebaut hatte. Harry schlüpfte in das Zelt und erblickte Hermine, der die Sorge ins Gesicht geschrieben stand, und Ron, der sich gerade wieder hinsetzte und nachdenklich in die Luft starrte.
"Okay",sagte Harry. "Okay. Hat einer von euch eine Erklärung für das alles?"
"Nein",sagte Ron.
"Und wie können wir überhaupt hierher appariert sein? Man muss sich den Ort vorstellen, zu dem man apparieren will, und wenn man den Ort nicht kennt-"
"Ich weiß nicht, wie das sein kann",flüsterte Hermine, die anscheinend ernsthaft an ihren Fähigkeiten zweifelte.
"Wo wolltest du überhaupt hin?",fragte Ron.
"In ein Muggelcaffee in Spanien. Ich weiß, es ist nicht der beste Ort, um sich zu verstecken, aber es war nunmal der erste, der mir eingefallen ist." Hermine schien den Tränen nahe.
"Du musst dich ausruhen",stellte Harry fest. "Leg dich hin."
Hermine protestierte nicht. Tatsächlich ging sie ins Schlafzimmer und schien den Versuch zu unternehmen, einzuschlafen.
"Sie packt das nicht",sagte Harry zu Ron und runzelte sie Stirn.
"Sie ist nur erschöpft. Bald wird sie nicht mehr so gestresst sein."
"Hör mal", Harry setzte sich neben Ron, "Glaubst du wirklich nicht an die Spiegel als Horcrux, oder hast du das nur gesagt, weil du Hermine nicht aufbringen wolltest?"
"Naja, es ist zwar schön... das Gefühl wieder vorwärts gekommen zu sein, meine ich... aber... vielleicht glaubst du nur so sehr daran, weil du dieses Gefühl brauchst..."
"Glaubst du nun daran oder nicht?",fragte Harry, obwohl er die Antwort schon kannte.
"Nicht richtig."
Harry seufzte. "Ich leg mich auch wieder hin."
Ron nickte ihm zu und Harry verschwand durch die Tür zum Schlafzimmer. Hermines regelmäßigem Atem nach zu schließen war sie tatsächlich schon eingeschlafen.
Auch Harry brauchte nicht lange. Schon nach einigen Minuten waren ihm die Augen zugefallen.
Wieder ging er die Gang entlang. Er war ein wenig älter geworden, doch der Weg zu dem Raum, den er suchte, schien kürzer. Er beeilte sich ,die Tür aufzumachen. Zwischen den Spiegeln suchte er ihn. Diesen ganz bestimmten. Der Raum schien unendlich lang, von allen Seiten sah er sich selbst, sein hübsches, kindliches Gesicht. Er musste mehrere Minuten lang gegangen sein, da fand er, was er suchte. Der körpergroße Spiegel. Er setzte sich davor und starrte mit träumerischen Augen hinein. Darin sah er nicht sein Spiegelbild, sondern sich selbst auf einem kleinen Hügel, Massen von Menschen, seine Untertanen, blickten zu ihm auf. Viele waren weite Reisen gereist, nur, um ihn zu sehen, um ihn sprechen zu hören. Denn er war etwas Besonderes.
Harry öffnete die Augen und war einen Moment verwundert darüber, dass sein Shirt ganz trocken war. Er brauchte einen Moment um zu begreifen, was er da gerade geträumt hatte. Schritt für Schritt ging er seinen Traum durch, und begriff. Er riss die Augen auf.
"Hermine!" Er kletterte hoch zu ihrem Bett, doch sie schlief noch seelenruhig. Harry gönnte ihr diese Pause und stolpterte stattdessen in den Raum, in dem sich Ron im Moment aufhielt. "Ron!"
Ron zuckte zusammen und wandte sich um. Als er Harrys begeistertes Gesicht sah, wirkte auch er aufgeregt. "Was ist?"
"Er wollte nicht zu den Zwei-Wege-Spiegeln! Er hat nach etwas ganz anderem gesucht!"
"Hast du wieder geträumt?"
"Was? Ja - ich weiß jetzt, was der Horcrux ist!"
Hermine schlich in den Raum hinein, sie wirkte hellwach, obwohl sie eben noch geschlafen hatte.
"Erzähl",sagte sie und runzelte die Stirn.
Harry erzähltze den beiden von dem Traum. Als er fertig war, wirkte Ron ein wenig genervt, Hermine allerdings sah ihn mit wachsamen Augen an.
"Er wollte zu Nerhegeb! Er war dieses Mal älter. Wer weiß, wie viel Zeit Riddle vor diesem Spiegel verbracht hat! 'Nerhegeb' heißt rückwärts gelesen 'Begehren'. Er hat gesehen, was er wollte, dieser Spiegel hat ihm jahrelang das gezeigt, was er sich so sehr gewünscht hat! Der Spiegel hat ihn glücklich gemacht! Grund genug, ihn zu einem Horcrux zu machen!"
Für Harry war alles völlig logisch. Er war so aufgeregt; alles schien so klar!
"Harry...",sagte Ron, doch Hermine unterbrach ihn:"Das ist logisch."
Ron starrte sie an.
"Ich glaube an deine Theorie",sagte Hermine schlicht. Und endlich entdeckte Harry diese bestätigende Freude in sich wieder.
"Jaah... ja... Wenn ich so darüber nachdenke...",sagte Ron.
"Wir sind endlich weiter!",sagte Hermine glücklich.
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