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Fanfiction

Die Jahre danach - In Sicherheit

von Aleta

Leicht schwankend landeten Draco und Blaise vor einem unscheinbaren Haus.
Blaise, der Draco immer noch stützen musste, ging voraus und öffnete die Tür, nachdem er sich umgesehen hatte, ob sie jemanden gesehen hatte. Da er nichts entdecken konnte, trat er in das Haus und zog Draco mit sich.
Ein paar Treppen später betraten sie Blaise‘ Wohnung. Obwohl Draco noch immer ein wenig betäubt vor Schock, aber irgendwo auch Glück, war, sah er sich neugierig um.
Blaise hatte sich seine Wohnung schick eingerichtet. Gerade standen sie in einem kleinen Flur, der einen dunkelbraunen Holzboden und fröhlich-gelbe Wände hatte. An den Wänden hingen eine Garderobe, ein Spiegel und ein kleines Schränkchen, in dem Schals, Mützen und ähnliches untergebracht waren.
Durch eine der Türen, die von hier aus abgingen, konnte Draco einen Blick auf das Wohnzimmer erhaschen, das genauso wie der Flur gelb gestrichen war, allerdings einen dicken roten Teppich auf dem Fußboden hatte. Eine Ecke eines sehr kuschelig aussehenden Sofas war zu sehen, genauso wie ein Kamin, auf dessen Sims ein paar Bilder standen, die Blaise und seine Freunde in Hogwarts oder zusammen in irgendwelchen Ferienhäusern der Eltern zeigten. Draco erinnerte sich – sie waren früher oft zusammen im Urlaub gewesen.
Auch ein paar Bücherregale und ein Schreibtisch, der ziemlich deutlich zeigte, dass sein Besitzer zwar fleißig, aber nicht sehr ordentlich war, waren zu sehen. Draco musste trotz allem schmunzeln. War ja klar gewesen, dass sein Freund ohne Bücher nicht auskam. Wahrscheinlich hatte er die halbe Bibliothek der Zabinis geplündert, um wenigstens mit dem Nötigsten ausgestattet zu sein.

Eine andere Tür gab den Blick auf eine blau gestrichene Wohnküche frei. Die Schranktüren waren aus einem schönen hellbraunen Holz, das die Küche zu einem sehr gemütlichen Ort machte.
Es gingen noch zwei weitere Türen ab, von denen Draco vermutete, dass sie zum Bade– und Schlafzimmer führten.
Weiter kam er mit seinen Betrachtungen nicht, da Blaise ihn weiterhin mit sich zog und im Wohnzimmer kurzerhand auf das Sofa setzte. Etwas verblüfft betrachtete Draco seinen besten Freund, der nun damit beschäftigt war, Feuer im Kamin zu machen, aus der Küche Tee und Kekse zu holen und, seiner Hektik nach am besten gleichzeitig, aus dem Schlafzimmer ein Paar Jeans und einen Pulli zu holen, die Draco ungefähr passten.

Während Draco sich umzog, stellte Blaise den Tee auf den Wohnzimmertisch, und schenkte schon einmal ein.
Dann betrachtete er Draco.
Dem wurde so langsam, da ihn ja jetzt nichts mehr ablenkte, wieder bewusst, was er in der letzten Zeit erlebt hatte. Sofort zog er sich sichtbar in sich selbst zurück.
Blaise, der das genau bemerkt hatte, seufzte unmerklich. Er kannte seinen besten Freund und wusste, dass er jetzt so schnell nicht an ihn herankommen würde.
Trotzdem drückte er ihm eine Tasse Tee in die Hand. „Trink das, das tut dir gut!“
Wider Erwarten gehorchte Draco sogar, auch wenn Blaise stark den Eindruck hatte, dass der blonde Slytherin auf Automatik geschaltet hatte. Wie sollte er jetzt zu ihm durchkommen?
Auf der Suche nach einer Idee, sah er sich im Zimmer um. Doch er fand nichts. Außer – Draco hatte doch früher mit ihm zusammen immer so gerne Musik gehört.
Mit einem gemurmelten „Ich komme gleich wieder“, das Draco nicht zu registrieren schien, machte sich Blaise auf die Suche nach seinem alten Radio, mit dem er und Draco früher immer in ihrem Schlafsaal Musik gehört hatten.
Er wusste, dass es hier – ah ja, da war es ja. Lächelnd hob er den kleinen Holzkasten auf und kehrte zu Draco zurück, der immer noch unbeteiligt dasaß.
Sanft tippte er das Radio mit seinem Zauberstab an und stellte einen Sender ein, von dem er wusste, dass er Draco gefiel.
Dann nahm er sich selber eine Tasse Tee und wartete.

Draco starrte währenddessen ganz versunken in seine Teetasse, ohne sie überhaupt zu bemerken.
Seine Gedanken rasten. Sie sprangen vom Tod Voldemorts, seiner Rettung durch Potter, dem geschockten Gesicht seiner Mutter, als er nicht kam, zu Bildern aus seiner Kindheit, wie er weinend am Boden lag, wie er sich einsam und verlassen fühlte. Dann später zu seiner Zeit als Todesser – er begann zu zittern, als er sich die Zeit noch einmal vor Augen rief.
So viel Grausamkeit wie in der Nähe von Lord Voldemort hatte er noch nirgends erfahren. Und er spürte, dass er wie gelähmt gewesen war, dass er versucht hatte sich zu schützen, dass er irgendwann einfach nur noch abgeschaltet hatte.
Er zitterte nur stärker und merkte gar nicht, dass Blaise ihm eine Decke umlegte.
Die Bilder seiner Vergangenheit hielten ihn gefangen. Doch langsam begann er etwas zu hören. Etwas, von dem er nicht gedacht hatte, es in seinem Leben noch einmal zu hören.
Er hörte ein Lied. Eines seiner Lieblingslieder sogar. In seinem Kopf machte sich die Melodie breit und verdrängte alle Gedanken, an das, was gewesen war und an das, was kommen würde. Er hörte einfach nur noch zu.
Als das Lied vorbei war, schaute er auf und lächelte Blaise tatsächlich an.
Und dieser wusste, dass er es geschafft hatte. Dass er Draco wieder einmal erreicht hatte und dass zwar noch ein harter Weg vor ihnen beiden liegen würde, aber dass es Hoffnung gab.
„Möchtest du reden?“, fragte er Draco behutsam. „Du musst nicht, aber vielleicht geht es dir ja dann besser...“ Er brach ab, weil er nicht wusste, was er sagen sollte. Er konnte nur hoffen, dass Draco verstand, dass er immer für ihn da war.
Und Draco verstand tatsächlich. Ein warmes Gefühl breitete sich in ihm aus. Doch trotzdem schüttelte er den Kopf. Er konnte nicht darüber reden. Er war einfach noch nicht so weit. Entschuldigend lächelte er Blaise an, der nickte.
Plötzlich wurde Draco von einer bleiernen Müdigkeit überfallen. Misstrauisch sah er erst seinen Tee und dann seinen Freund an. Blaise, der seinen Blick richtig deutete, grinste bloß und meinte: „Nein, in deinem Tee war nix, aber du siehst aus, als würdest du dringend ins Bett gehören. Oder täusche ich mich da?“
Draco unterdrückte nur mit Mühe ein Gähnen, was für Blaise anscheinend Bestätigung genug war.
„Ok, ich leihe dir heut Nacht auf jeden Fall einen meiner Pyjamas. Und in meinem Bett schlafen wirst du auch. Nein, keine Widerrede, du wirst ohnehin nur heute in den Genuss kommen, also genieße es“, zwinkerte Blaise seinem Freund zu.
Der schien sogar zum Widersprechen zu müde zu sein und so bugsierte Blaise seinen besten Freund kurzerhand ins Schlafzimmer, legte ihm einen Schlafanzug raus und zeigte ihm wo das Bett stand. Die beiden warfen sich einen Blick zu und wussten, was der andere dachte: Waschen? Morgen wieder, es gibt schließlich wichtigeres!
Grinsend wandte Blaise sich ab, nachdem er Draco noch eine Gute Nacht gewünscht hatte. Kurz bevor er durch die Tür trat, hörte er hinter sich noch ein leises „Blaise?“
Überrascht drehte er sich um.
„Danke!“
Gerührt betrachtete Blaise seinen Freund, der richtig schlecht aussah, aber dem er auch ansehen konnte, wie ehrlich er es meinte.
„Du weißt doch, dass ich immer für dich da bin.
Wenn du noch etwas brauchst, ich bin drüben. Gute Nacht, Draco. Schlaf gut.“

Damit verließ Blaise den Raum und schloss vorsichtig die Tür hinter sich.
Im Wohnzimmer angekommen, schmiss er sich auf sein Sofa und stützte den Kopf in die Hände.
Merlin, er hatte nicht erwartet, seinen besten Freund in so einem Zustand wieder zu sehen. Das gesamte letzte Jahr hatte er sich Sorgen um ihn gemacht, aber was er jetzt sah, übertraf seine schlimmsten Befürchtungen.
Draco war abgemagert, dass man meinen könnte, er hätte nie etwas zu essen bekommen, er war blass und hatte tiefe Ringe unter den Augen.
Doch am schlimmsten fand den Blaise den Ausdruck seiner Augen. Sie zeugten von einem so großen Schmerz und einer inneren Zerbrochenheit, dass Blaise am liebsten den Verantwortlichen dafür umgebracht hätte. Lucius Malfoy. Er hasste diesen Mann. Er hasste ihn für das, was er Draco angetan hatte.
Plötzlich klingelte es an der Tür. Blaise erschrak. Sein erster Gedanke war, dass Draco hoffentlich weiterschlafen konnte, falls er schon eingeschlafen war, oder wenigstens im Zimmer blieb; sein zweiter, dass das Todesser sein konnten. McGonagall hatte ihn gewarnt, dass jetzt, da der Dunkle Lord tot war, die Todesser im gesamten Land umherstreunen würden, ohne jemanden, der sie noch zusammenhielt.
Aber seit wann klingelten Todesser an der Tür?


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