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Fanfiction

Die Jahre danach - Ein Brief

von Aleta

Blaise hatte sich inzwischen ins Wohnzimmer gesetzt und las ein wenig, während die Eule weiterhin würdevoll auf seinem Küchentisch thronte.

Draco hingegen genoss es, endlich einmal wieder ordentlich zu duschen. In den letzten Wochen war das Chaos zu groß gewesen, als dass er so oft hätte duschen können, wie er gerne wollte. Und auch davor war nur wenig Zeit dafür übrig gewesen.
Umso mehr genoss er es jetzt. Nach einer gefühlten Ewigkeit stieg er jedoch wieder aus der Dusche und schlüpfte in die geliehen Kleider, die ihm erstaunlich gut passten.

Als er ins Wohnzimmer kam, lächelte er. Blaise hatte wieder Musik angestellt und wieder einmal seinen Geschmack getroffen. Dieser Kerl kannte ihn einfach zu gut.
Blaise schaute von seinem Buch auf und meinte: „In der Küche sitzt eine sehr hartnäckige Eule, die mir ihren Brief nicht geben wollte. Ich glaube, er ist an dich, vielleicht gibt sie ihn dir ja auch.“

Draco nickte und verschwand in der Küche. Die Eule sah er sofort und als er sich ihr näherte, streckte sie ihm ihr Bein hin, sodass er den Brief ohne Probleme abmachen konnte.
Als Draco die Schrift auf dem Briefumschlag sah, musste er sich erst einmal setzen. Der Brief war von seiner Mutter! Was wollte sie von ihm?

Lieber Sohn,
Warum hast Du dich gestern bloß geweigert, mit uns zu kommen? Jetzt, wo ich dich endlich wiederhabe?
McGonagall, diese schreckliche Person, hat uns gestern noch so einiges vorgeworfen. Wir wären schreckliche Eltern gewesen, hätten dich grausam behandelt… Sie wolle dafür sorgen, dass Du nie wieder zu uns musst.
Sag, dass ihre Vorwürfe nicht stimmen! Lucius sitzt jetzt in Azkaban, ich bin ganz alleine hier und mache mir schreckliche Sorgen um euch beide.
Wir wollten doch immer nur das Beste für Dich! Das weißt Du doch. Dein Vater hat immer das getan, was er für richtig hielt. Er wollte, dass Du einen guten Start hast im Leben.
So manchen Abend saß er bei uns im Wohnzimmer, wenn Du bereits im Bett warst, und erzählte mir, wie weh Du ihm wieder getan hast, wenn Du nicht das gemacht hast, was er Dir sagte. Er hatte sich immer so viel Mühe gegeben vor Deinen Ferien, einen guten Plan auszuarbeiten für Dich, damit Du Deine Zeit richtig ausnutzen konntest und Fortschritte machen konntest.
Und wie hast Du es uns gedankt? Du bist noch nicht einmal mehr zu uns hinüber gekommen gestern Abend. Stattdessen mussten wir uns McGonagalls Vorwürfe anhören.
Ich glaube, dass Du einfach nicht erkannt hast, wie gut wir es mit Dir meinten.
Komm wieder zurück! Ich möchte, dass wir jetzt da der Dunkle Lord nicht mehr ist, einen Neuanfang machen. Als Familie. Lucius wird bald wieder aus Azkaban rauskommen, hoffe ich und auch Du wirst bestimmt keinen Schaden davon tragen. Lucius wird uns schon zu helfen wissen, er hat es vor vielen Jahren schon einmal geschafft.
In Liebe
Narcissa


Draco las den Brief immer und immer wieder, bis er vor seinen Augen verschwamm. In seinem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Er erinnerte sich, wie seine Mutter ihn tadelte, weil er Lucius widersprochen hatte; wie sie ihm erklärte, dass Lucius das Beste für ihn wolle; wie sie schluchzend daneben stand, als Lucius den Cruciatus-Fluch auf ihren Sohn anwandte; wie sie weiß war vor Angst, als Lucius Draco das erste Mal zum Dunklen Lord mitnehmen wollte.
Langsam fing er an zu begreifen. Sie schien Lucius wirklich zu lieben, hatte aber gleichzeitig Angst vor ihm. Hatte er auch auf sie schon den Cruciatus-Fluch angewandt? Draco würde es ihm sofort zutrauen. Das würde auch so manches erklären.
Und jetzt wollte sie, dass er zurück kam. Sie sprach in ein und demselben Brief gleichzeitig Vorwürfe und den Wunsch um eine heile Familie aus. Draco fragte sich verzweifelt, was in dieser Frau bloß vorging.

Da war eine leise Bewegung neben seinem Ohr. Ohne aufzusehen wusste er, dass Blaise gekommen war.
Er gab ihm den Brief. „Lies.“ Seine Stimme gehorchte ihm nicht wirklich.
Verzweifelt fragte er sich, ob seine Mutter denn nicht erkannte, dass er nicht zurückkehren konnte, ob sie nicht erkannte, wie sehr er die ganzen Jahre gelitten hatte. Aber sie schien ihren Mann an erste Stelle zu stellen; erst an zweiter kam ihr Sohn.

Neben ihm fluchte Blaise leise.
„Was will die Frau eigentlich noch von dir? Die ganzen Jahre hat sie dir nicht geholfen. So eine ...“

Langsam, ganz langsam kamen Draco die Tränen. Er fühlte sich überfordert, hatte doch grad erst begriffen, dass diese dunklen Jahre vorbei waren, dass es besser werden konnte. Und jetzt dieser Brief, der ihn an alles wieder erinnerte, an die dunkelsten Momente seines Lebens, aber auch daran, dass er Todesser war. Und Todesser waren jetzt, nachdem der Dunkle Lord gestorben war, nicht mehr gern gesehen. Er ahnte, dass er doch keine so leichte Zeit haben würde, wie er beim Frühstück dachte. Es war hoffnungslos.

Blaise, der erschrocken bemerkte, dass Draco weinte, nahm ihn schweigend in den Arm.
Und Draco ließ sich in dieser Umarmung einfach fallen und weinte, wie er noch nie geweint hatte. Alles stürmte auf ihn ein.
Blaise hielt ihn einfach nur fest. Er spürte, dass Draco gerade nicht in der Verfassung war, tröstende Worte zu hören.
Nach einer halben Ewigkeit begann Draco, sich wieder zu beruhigen.

Er löste sich aus Blaise‘ Umarmung und wischte sich über die Augen. Ein wenig beschämt blickte er seinen Freund an; so hatte er sich noch nie gehen lassen.
Doch Blaise wusste genau, was in seinem besten Freund gerade vorging und suchte nach Worten, ihm zu erklären, dass es auch einmal gut tat, sich einfach nur trösten zu lassen.
„Dray... tu mir einen Gefallen, ja? Schäm dich jetzt nicht. Dafür sind Freunde da: zum Trösten, wenn es einem so richtig dreckig geht. Und glaub mir eines: wir finden für alles eine Lösung! Dein Leben ist nicht mehr länger hoffnungslos! Von jetzt an wird alles gut werden, glaub mir.“ Blaise hoffte inständig, dass es wirklich so war. Aber das musste er Draco ja nicht ausgerechnet jetzt mitteilen.

„Ich hoffe es. Aber Blaise... ich werde bestimmt verurteilt. Ich war TODESSER!“ Den letzten Teil brüllte er schon fast vor Verzweiflung.

Doch Blaise zuckte nicht mit der Wimper.
„Erinnerst du dich, was McGonagall zu uns gesagt hat? Sowohl sie als auch der Rest des Lehrerkollegiums von Hogwarts ständen auf deiner Seite. Und das will was heißen. Wenn die dich unterstützen, wird dir nichts passieren.“

Draco wollte es glauben, wollte Blaise so verzweifelt gerne glauben.

Der fuhr fort: „Hey, alles wird gut werden. Keiner mit gesundem Menschenverstand wird dich verurteilen. Zum Beispiel kannst Du dich ja bereit erklären, Veritaserum zu nehmen. Und McGonagall wird für dich aussagen... Und vielleicht schaffen wir es sogar, deine Mutter zu überzeugen, deine Geschichte zu bestätigen. Der Brief gibt mir zumindest die Hoffnung, dass es einen Versuch wert ist. Du siehst, wir schaffen das.“

Draco nickte, zwar immer noch etwas verzagt, aber er glaubte Blaise. Seine Zukunft sah jetzt schon netter aus. Dankbar blickte er den Slytherin an. „Blaise, ich... Danke.“


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