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Fanfiction

Die Jahre danach - Noch ein Brief

von Aleta

Die Gestalt drehte sich um.
„Ja?“, hörte Draco Blaise‘ Stimme.
„Was ist los, kannst du wieder nicht schlafen?“

„Jein. Ich kann nicht schlafen, aber das hat einen anderen Grund als sonst.“

Blaise kam hinüber und setzte sich zu Draco aufs Bett; der setzte sich auf und meinte:
„Ich hab mir vor ein paar Tagen schon einmal Gedanken darüber gemacht. Wie soll ich mir denn die Bücher und alles andere, was ich für Hogwarts brauche, kaufen? Ich brauche alles, ich hab nur noch meinen Zauberstab, sonst gar nichts mehr. Aber von meinen Eltern werde ich garantiert kein Geld bekommen. Was mach ich da?“

Blaise antwortete eine Zeitlang nicht. Dann seufzte er.
„Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Aber du hast Recht, deine Eltern brauchen wir fürs erste gar nicht fragen. Ich werd mal drüber nachdenken, ok? Aber jetzt schlaf wieder, das ist unser kleinstes Problem, meinst du nicht auch?“

Draco nickte erst, dann fiel ihm ein, dass Blaise das ja gar nicht sehen konnte.
„Du hast schon Recht. Aber für ein kleinstes Problem ist es schon wieder ziemlich groß.“

Blaise lachte leise und ging hinüber zu seinem eigenen Bett.
„Gute Nacht, Draco. Schlaf gut.“

„Schlaf du auch gut.“

Mit einem Ruck wachte Draco am nächsten Morgen auf und sah sich verwirrt im Zimmer um. Blaise schlief noch fest, aber irgendetwas hatte Draco geweckt. Er runzelte die Stirn, bis es ihm wieder einfiel. Er durfte wieder nach Hogwarts! Mit Blaise und ohne Anklage. Er konnte es immer noch nicht so richtig fassen, was McGonagall da für ihn getan hatte.
Leise stand er auf und ging ins Bad.
Frisch geduscht und angezogen schaute er noch einmal kurz nach Blaise, der immer noch schlief, und ging dann in die Küche. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es für seine Verhältnisse sehr früh war. Aber na gut, jetzt war er schon einmal wach, dann konnte er auch mal das Frühstück richten. Sonst machte das ja immer Blaise, dann konnte er sich einmal revanchieren.
Damit war er eine Zeitlang beschäftigt, ehe ihm etwas einfiel. Er erinnerte sich, wie er am Tag der Endschlacht in der Großen Halle von Hogwarts saß und sich vornahm, sich bei Potter zu bedanken. Draco stand kurz regungslos da und überlegte. Dann entschied er, dass jetzt ein guter Zeitpunkt dafür war, jetzt, wo feststand, dass er keine Anklage bekommen würde und nach Hogwarts zurückdurfte.

Schnell deckte er den Tisch fertig, während sich in seinem Kopf schon verschiedene Varianten im Kreis drehten. Wie sollte er anfangen? Lieber Potter? Nein, das ging gar nicht. Lieber Harry? Nein, das konnte er auch nicht, außerdem würde Potter ihn dann vermutlich für verrückt erklären. Sehr geehrter... Quatsch. Vielleicht einfach nur Potter? Der würde schon verstehen, was Dracos Problem war. Moment mal, dachte er gerade, dass sein Lieblingsfeind ihn schon verstehen würde? Draco schüttelte den Kopf. Das wäre noch vor wenigen Wochen völlig undenkbar gewesen für ihn. Doch irgendwie freute ihn diese Erkenntnis, denn er merkte, dass er so langsam begann, sich eine eigene Meinung zu bilden, anstatt nur die von Lucius zu übernehmen.

Schmunzelnd setzte er sich an Blaise‘ Schreibtisch, schnappte sich eine Feder und einen Bogen Pergament.
Potter,
Ich schreibe dir, weil


Kopfschüttelnd strich Draco den angefangenen Satz wieder durch.
Du wunderst dich sicher, dass

Nein, das klang auch seltsam. Es musste doch irgendetwas geben, dass er schreiben konnte, ohne dass es in seinen Ohren komisch klang.

Du erinnerst dich sicher,

Unsinn. Natürlich erinnerte sich Potter, so etwas vergaß man nicht so leicht.

Ich wollte mich bedanken.
Du hast mich am 2. Mai gleich zweimal gerettet. Das eine Mal im Raum der Wünsche. Das andere Mal, indem du den Dunklen Lord getötet hast.
Ich bin dir dankbarer, als ich je gedacht hätte, dass ich es dir mal wäre.


Zweifelnd betrachtete Draco den letzten Satz. Gab das überhaupt Sinn? Nein, entschied er. Er musste anders weiterschreiben.

Ich hätte es in der Nähe des Dunklen Lords nicht mehr lange ausgehalten. Du kannst dir nicht vorstellen...
Naja, ist ja auch egal. Ich wollte nur, dass du das weißt. Dass ich dir wirklich dankbar bin.
Auch wenn ich nie gedacht, dass ich dir einmal dankbar sein werde, du hast mich eines besseren belehrt. (So ungern ich das auch zugebe.)
Geht es Granger wieder gut? Das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe, sah sie aus bekannten Gründen ziemlich schlecht aus.


Moment mal, fragte er gerade wirklich nach dem Schlammblut? Ja, beschloss Draco. Er erinnerte sich, wie hilflos er sich gefühlt hatte, als seine Tante.... Ja, er fragte nach ihr. Das war das mindeste, das er tun konnte.

Und den Weasleys? Haben sie den Krieg überlebt?

Draco stellte fest, dass dieser Brief sich ganz anders entwickelte, als er das geplant hatte. Er wusste, dass es ein wenig mehr war als Höflichkeit, das ihn nach Granger und den Weasleys fragen ließ. Mögen würde er sie alle nie, und sie ihn auch nicht, aber jahrelange Feindschaft verbindet.

Ich werde nächstes Jahr nach Hogwarts zurückkehren dürfen. McGonagall hat den Minister überzeugt, dass ich nicht freiwillig dem Dunklen Lord gehorchte. Ich glaube, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie glücklich ich darüber bin.

Und jetzt? Wie hörte man einen Brief an jemanden, mit dem man seit Jahren verfeindet war, am besten auf?

Ich wünsche dir alles Gute.
Draco Malfoy



Draco betrachtete seinen Text und seufzte. Den würde er noch einmal schreiben müssen, das verstand Potter nie im Leben.


Potter,
Ich wollte mich bedanken.
Du hast mich am 2. Mai gleich zweimal gerettet. Das eine Mal im Raum der Wünsche. Das andere Mal, indem du den Dunklen Lord getötet hast.
Ich hätte es in der Nähe des Dunklen Lords nicht mehr lange ausgehalten. Du kannst dir nicht vorstellen...
Naja, ist ja auch egal. Ich wollte nur, dass du das weißt. Dass ich dir wirklich dankbar bin.
Auch wenn ich nie gedacht, dass ich dir einmal dankbar sein werde, du hast mich eines besseren belehrt. (So ungern ich das auch zugebe.)

Geht es Granger wieder gut? Das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe, sah sie aus bekannten Gründen ziemlich schlecht aus.
Und den Weasleys? Haben sie den Krieg überlebt?

Ich werde nächstes Jahr nach Hogwarts zurückkehren dürfen. McGonagall hat den Minister überzeugt, dass ich nicht freiwillig dem Dunklen Lord gehorchte. Ich glaube, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie glücklich ich darüber bin.

Ich wünsche dir alles Gute.
Draco Malfoy


Ja, das sah besser aus, fand Draco. Das konnte er so abschicken. Er hoffte nur, dass Potter den Brief nicht gleich zerriss, ohne ihn überhaupt zu lesen.

Er rollte das Pergament zusammen und suchte nach Blaise‘ Eule. Er hoffte, dass sein Freund nichts dagegen hatte, aber wenn er Tammo jetzt sofort losschickte, würde er vermutlich auch bald wieder zurück sein.
Er fand Tammo in einer Ecke der Küche und band ihm seinen Brief ans Bein. Er hatte ihn gerade losgeschickt, als jemand hinter ihm die Küche betrat.

„Guten Morgen, Draco. Seit wann stehst du früher auf als ich?“

„Morgen. Ich konnte nicht mehr schlafen, dann hab ich beschlossen, mal etwas Sinnvolles zu machen, weißt du?“

„Na, auf die Idee hättest du aber auch schon früher kommen können“, neckte Blaise seinen Freund.

Der drehte sich um und hob eine Augenbraue. „Willst du mir damit etwas sagen?“

Blaise schaute unschuldig. „Wer, ich? Nein. Ich will jetzt nur frühstücken. Wenn ich schon mal in den Genuss komme, dass du es mir richtest...“

Für einen Moment sahen sich die beiden an, dann brachen sie in Gelächter aus.

Als sie sich wieder beruhigt hatten und am Tisch saßen, fragte Blaise beiläufig: „Sag mal, was hast du eigentlich mit Tammo gemacht?“

Draco schwieg kurz. Er hatte keine Ahnung was er jetzt sagen sollte, denn es war ihm irgendwie peinlich, zuzugeben, dass er Potter einen Brief geschrieben hatte.

Stattdessen fragte er: „Hätte ich dich vorher fragen sollen?“

Blaise schüttelte den Kopf. „Nein, das ist schon in Ordnung. Ich war bloß neugierig, aber wenn du nicht reden möchtest, ist das auch ok.“

Draco bekam ein schlechtes Gewissen, immerhin hatte der Freund es wirklich verdient, alles zu erfahren. „Ich... ich habe Potter einen Brief geschrieben und mich bedankt. Er hat mich ja immerhin zweimal gerettet…“ Er brach ab. Was würde Blaise jetzt sagen? Er, der Eisprinz von Slytherin hatte dem „Goldjungen“ von Gryffindor einen Dankesbrief geschrieben. Das hätte auch Blaise nicht erwartet, da war sich Draco sicher.


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