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Fanfiction

Die Jahre danach - Missglückter Einkauf

von Aleta

Blaise grinste in sich hinein. Dachte Draco wirklich, er würde ihn dafür auslachen? Im Gegenteil, er freute sich wirklich, dass Draco das geschafft hatte. Bloß... wie sagte er ihm das jetzt?

„Dray, Mensch, denkst du, ich fress dich deswegen? Ich freu mich doch, wenn du menschliche Züge zeigst“, ärgerte Blaise seinen Freund.

Der hob wieder einmal eine Augenbraue und wandte sich wortlos seinem Frühstück zu. Im Innern war er jedoch erleichtert, dass Blaise die Geschichte so gut aufnahm. Einmal mehr wurde Draco klar, dass die dunklen Zeiten in Slytherin und als Todesser beim Dunklen Lord endgültig vorbei waren.

Plötzlich bemerkte er, dass Blaise weiterredete.

„Sag mal, hörst du mir eigentlich zu?“, spielte Blaise den Empörten. Draco schüttelte entschuldigend den Kopf.
„Na, wenigstens siehst du deinen Fehler ein“, brummte Blaise vor sich hin. Laut meinte er: „Jetzt hör zu, ich sag es nur noch einmal: Ich habe mir heute Nacht Gedanken gemacht. Wir haben zwei Möglichkeiten, deine Hogwartsausrüstung zu finanzieren. Entweder wir fragen bei McGonagall nach, es gibt in Hogwarts ein wenig Geld für die Schüler, die sich die Ausrüstung nicht leisten können.“

Draco spuckte fast seinen Kürbissaft wieder aus, als er das hörte. Meinte Blaise das echt ernst?

Der hob besänftigend die Hände und meinte: „Jetzt hör doch erst einmal zu. Entweder wir machen das, obwohl ich es auch nicht für sehr sinnvoll halte, oder ich bezahl dir deine Ausrüstung.“

Diesmal spuckte Draco seinen Kürbissaft wirklich aus.

„Sag mal, spinnst du? Jetzt bin ich nass!“, beschwerte Blaise sich bei dem Blonden. Der zuckte nur die Achseln und sah ihn an, anscheinend momentan nicht in der Lage, ein Wort hervorzubringen.

Blaise, der seinen Freund nun einmal kannte, grinste. Er hatte geahnt, dass so etwas kommen würde, und sich auch dafür etwas überlegt. Er hielt es nun einmal für das Beste, was sie momentan machen konnten.

„Hör doch zu. Sobald du aus irgendeinem Grund wieder Geld hast, zahlst du es mir zurück. Einverstanden?“ Ob er das Geld dann auch annehmen würde, war ja eine andere Frage. Man würde sehen. Blaise hatte beschlossen, sich darüber noch keine Gedanken zu machen.

Draco nickte zögernd. Es widerstrebte ihm, Geld von seinem besten Freund anzunehmen, allerdings war ihm der Gedanke, Professor McGonagall zu bitten, noch mehr zuwider. Egal, wie sehr sie ihm bisher auch geholfen hatte, das konnte er nicht.

„Danke.“ Meinte er leise. „Wieder einmal. Wie kann ich das denn je wieder gut machen, was du hier für mich tust?“

Blaise zögerte. Was sagte man auf so eine Frage?

„Gar nicht. Und weißt du auch, warum? Weil ich es gerne tue. So und jetzt mach dich fertig, wir gehen in die Winkelgasse.“



Eine halbe Stunde später waren sie fertig und apparierten vor dem Haus Richtung Winkelgasse. Sie landeten vor dem Tropfenden Kessel und gingen schnell durch ihn durch zur Winkelgasse.

„Dray, ich muss erst zu Gringotts, ok? In der Zeit können wir ja schon einmal überlegen, was du alles brauchst.“

Auf dem Weg zur großen Zaubererbank diskutierten sie eifrig, welche Fächer sie belegen wollten, ob Draco sich eine neue Eule kaufen sollte, ob sie wieder Quidditch spielen würden... Aber auch, wie sie in Hogwarts aufgenommen werden würden. Besonders Draco machte dieser Punkt große Sorgen. Sie hofften beide, dass nicht so viele ehemalige Todesser zurückkehren würden. Ohne sie wäre es viel ruhiger.

Plötzlich standen sie schon vor Gringotts. Vor der Tür stand ein Kobold, der eine Seriositätssonde in der Hand hielt. Als er Draco sah, wurde sein grimmiges Gesicht noch grimmiger und verschlossener. Verunsichert hielt Draco daraufhin inne, doch Blaise zog ihn weiter.

Der Kobold überprüfte sie beide, wobei er sich nicht unbedingt Mühe gab, sanft zu sein. Endlich nickte er enttäuscht. Er hatte keinen Grund gefunden, den jungen Malfoy nicht einzulassen.

Blaise und Draco betraten die Bank und gingen auf einen Schalter zu. Der Kobold, der dahinter saß, reagierte ähnlich wie der Tühsteherkobold auf den Anblick Dracos. Der wurde langsam aber sicher wütend. Er hatte diesen... diesen Wesen nie etwas getan, was bildeten die sich ein, ihn so anzuschauen?

Blaise, der einen Wutausbruch seines Freundes vorhersah, legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter. Schnell wandte er sich an den Kobold und erklärte sein Anliegen.
Widerwillig schickte der Kobold die beiden Freunde zu einem anderen weiter, der sie dann in seinem Wagen bis zu Blaise‘ Verlies fuhr.

Draco schwieg, bis sie Gringotts wieder verließen, die gesamte Zeit verbissen. Das Verhalten der Kobolde hatte ihn verletzt, obwohl er versuchte, sich einzureden, dass diese Wesen eben einfach zu dumm waren, ihn höflich zu behandeln. Warum sollte er sich wegen solchen... Dingern den Tag verderben lassen.
Doch tief in ihm drin wusste er, dass es doch einen Grund für das Verhalten der Kobolde gab. Verzweifelt wehrte er sich, wollte diesen Gedanken nicht zu lassen.

Blaise bemerkte Dracos inneren Kampf und überlegte, wie er ihm helfen konnte. Dann fiel ihm etwas ein.

„Dray? Wir gehen als erstes zu Flourish & Blotts, ok? Schulbücher kaufen und ich suche auch noch nach einem ganz bestimmten Buch.“

Dankbar für die Ablenkung, nickte Draco und sie schlugen den Weg zu der Buchhandlung ein.

„Was für ein Buch suchst du?“, fragte Draco, um etwas zu haben, worüber sie reden konnten.

„Ach, ein Buch über Arithmantik. Du weißt ja, dass das immer mein Lieblingsfach war.“

Eine Weile diskutierten sie über die Vor- und Nachteile von Arithmantik, bis sie bei der Buchhandlung angekommen waren.

Der Verkäufer bedachte Draco mit einem komischen Blick. Draco entschloss sich, ihn zu ignorieren und stöberte ein wenig in den Büchern rum, während Blaise dem Verkäufer erklärte, was sie brauchten.

„Es tut mir leid, Sir, aber an den da“, mit dem Kopf zeigte er auf Draco, der so tat, als würde er nichts hören, „verkaufe ich nichts. Wundert mich ohnehin, dass der hier frei herumlaufen darf. Sein Vater soll ja in Azkaban sitzen.“

Blaise schaute den Mann für ein paar Sekunden vollkommen sprachlos an. Als er seine Sprache wiederfand, klang seine Stimme gefährlich leise: „Jetzt hören Sie mir einmal zu. Der Zaubereiminister höchstpersönlich hat entschieden, dass er unschuldig ist, nach Hogwarts zurückkehren darf und nicht angezeigt wird. Wer sind Sie eigentlich, dass Sie jetzt entscheiden wollen, wer schuld ist und wer nicht? Sie werden uns jetzt sofort alles verkaufen, was wir brauchen, ohne einen einzigen unangebrachten Kommentar, oder ich sorge dafür, dass Sie so schnell überhaupt nichts mehr verkaufen, verstanden?“

Der Verkäufer war immer kleiner geworden. „Jawohl Sir. Ich hole die Bücher.“

Während der eingeschüchterte Mann nach hinten eilte, wandte sich Blaise zu Draco um. Dessen Miene war unergründlich, als er sagte: „Blaise? Ich gehe zurück. Das ist mir zu viel, das schaff ich nicht. Willst du noch alles fertig einkaufen, was wir brauchen?“

Zögernd betrachtete Blaise seinen blassen Freund. „Ich kaufe noch hier die Bücher und dann noch etwas zu essen, dann komme ich nach, ok? Schaffst du es bis nach Hause?“

Draco nickte und verschwand durch die Tür.
Blaise stöberte ein wenig durch die Regale, während er auf den Verkäufer wartete, als er ein Buch entdeckte. Das musste er Draco mitbringen. Ungeduldig wartete er darauf, dass dieser Mensch von Verkäufer endlich zurückkehrte. Glaubte der denn, er hätte nichts zu tun?
Endlich kehrte der Mann vollbeladen wieder zurück.

„Das Buch hier nehme ich auch noch“, sagte Blaise kalt. „Und beeilen Sie sich gefälligst ein wenig, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.“

„Jawohl, Sir.“

Nach einer halben Ewigkeit konnte Blaise den Laden, in dem er sonst so gerne stundenlang gestöbert hatte, wieder verlassen. Besorgt eilte er die Winkelgasse entlang Richtung Tropfender Kessel. Unterwegs kaufte er noch schnell ein wenig zu essen, dann erreichte er auch schon das heruntergekommene Lokal.

~*~

Draco war inzwischen schon zu Hause angekommen...

Er schmiss sich auf das Sofa und starrte einfach nur an die Decke. Seine Gedanken tobten. Er war so dumm gewesen, zu glauben, er könnte einfach weitermachen, als wäre nichts gewesen. Glaubten diese Leute eigentlich, sie wären die einzigen, die eine harte Zeit gehabt hatten? Was bildeten die sich nur ein... Vielleicht hatte Lucius ja doch in einigen Punkten Recht gehabt. Das Verhalten der Kobolde jedenfalls war völlig unangebracht gewesen. Solche Dinger hatten kein Recht, über Zauberer zu urteilen.
Dabei wünschte sich Draco einfach nur, alles vergessen zu können. Die gesamten letzten Jahre. Er wünschte sich, er könnte noch einmal neu nach Hogwarts kommen, könnte vielleicht alles anders machen. Er erinnerte sich, wie seine Mutter ihm immer von diesem Mann, diesem... Sirius Black erzählt hatte, der weggelaufen war, weil er die falschen Ansichten hatte. So langsam begann Draco zu glauben, dass dieser Sirius sich richtig entschieden hatte.
Er wünschte sich, noch einmal anfangen zu können, oder auch nur, alles ungeschehen machen. Doch das ging nicht. Die Zeit ging weiter, ohne ihn zu fragen. Er konnte sich nicht wehren, musste weitermachen, irgendwie, auch wenn ihm die gesamte Welt feindselig gegenüber stand.
Er sehnte sich nach Vergessen, nach schützender Dunkelheit, nach Frieden.

Da kam ihm ein Gedanke. Er konnte die Zeit nicht zurückdrehen, aber er konnte sie für sich anhalten.
Er überlegte. Seine Tante Bellatrix hatte ihm einen Zauberspruch beigebracht, den er anwenden sollte, sollte er jemals Kämpfern der „anderen Seite“ in die Hände fallen. Zwar wirkte er nur langsam, dennoch war das momentan die einzige Option, die Draco hatte.

Er griff nach seinem Zauberstab und murmelte unhörbar zwei Worte. Im ersten Moment spürte er nichts, doch ganz langsam merkte er etwas. Er spürte, wie ihn die Kraft verließ, wie er langsam schwächer wurde... Ihm wurde schwarz vor Augen. Erleichtert ergab er sich der Dunkelheit, die ihn schützend umfing und ihn vergessen ließ.


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