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Fanfiction

Die Jahre danach - Aufbruch

von Aleta

Am nächsten Morgen war sich Draco immer noch nicht sicher, wie er nun wählen solle. Doch dieser Gedanke wurde in dem geordneten Chaos, das ihren Aufbruch kennzeichnete, erst einmal verdrängt.

Blaise war damit beschäftigt, seine Wohnung ein letztes Mal auf Vordermann zu bringen und Eindringlingssicher zu machen. Schließlich wollte er nicht, dass während er weg war, irgendwer hineinkonnte, also wurden die schon vorhandenen Maßnahmen noch einmal verstärkt.

Draco hingegen nahm zum ersten Mal seit längerer Zeit ein ordentliches Frühstück zu sich. In letzter Zeit hatte er einfach nicht sehr viel Appetit gehabt, aber an diesem Morgen schmeckte es ihm ausgezeichnet. Komisch eigentlich, dachte er bei sich, immerhin war er ganz schön aufgeregt. Heute ging es nach Hogwarts zurück! Warum er da besser essen konnte als vorher, war ihm selber nicht so ganz klar.

Es war auch nicht nur Vorfreude, die ihn erfüllte. Ein gutes Stück Angespanntheit und Sorge war auch dabei – wie würden die anderen auf ihn reagieren? Und würde er sich wieder in den Schulalltag einfügen können?
Doch die zweite war die geringste seiner Sorgen. Das würde schon irgendwie klappen, auch wenn es vielleicht ein bisschen dauern mochte. Und auf die Antwort der ersten Frage würde er auch nicht mehr lange warten müssen. Kauend überlegte er, ob er noch irgendetwas hätte besorgen müssen – anders als die letzten Jahre hatte er nicht nur seinen Koffer selber packen müssen, er hätte auch niemanden, dem er schreiben könnte, was er alles vergessen hatte. Naja, es würde schon irgendwie gehen. Zur Not konnte er immer noch nach Hogsmead runtergehen und sich etwas kaufen. Grinsend schob er sich den nächsten Bissen in den Mund. Newt-Schüler zu sein, hatte seine Vorteile – man durfte nach Hogsmead gehen, wann immer man wollte, ohne auf die Wochenenden warten zu müssen. Dazu noch die Apparierlizenz und einem Abend im Drei Besen stand nichts mehr im Wege. Außer vielleicht der Unterricht am nächsten Tag, aber dann ging man eben am Freitag- oder Samstagabend. Immerhin hieß das, dass er nicht den gesamten Tag im Gemeinschaftsraum verbringen musste. Er hatte die Sorge, dass er da nicht sehr gesehen sein würde. Doch auch das würde er verkraften. Das alles war es wert, immerhin konnte er so nach Hogwarts zurückkehren und seine Ausbildung vollenden, versuchte er sich einzureden. Doch so ganz konnte er seine Beklemmung nicht abschütteln.

„Draco!“, brüllte Blaise aus dem Flur. „Beweg deinen Hintern mal her!“

Grinsend erhob sich Draco, immer noch den Rest seines Schinkenweckchens im Mund. Langsam schlenderte er zur Küchentür und lehnte sich dort gegen den Türrahmen. „Ja, Blaise-Schatzi?“, flötete er. Der Blick, den Blaise ihm zuwarf, war einfach göttlich. Eine Mischung aus „Hilfe, was soll das?“ und „Der Kerl ist einfach übergeschnappt“.

Doch Blaise schluckte eine Erwiderung hinunter und meinte nur: „Du weißt schon, dass wir in einer Viertelstunde am King’s Cross sein müssen? Sonst steigt uns die McGonagall höchstpersönlich aufs Dach. Also beeil dich mit dem Essen und sei danach so gut und räum mir die Küche noch auf.“

Draco nickte und verschwand wieder in der Küche. Da er ohnehin schon fertig war mit seinem Frühstück, begann er, die Lebensmittel wegzuräumen. Dabei ließ er den Blick noch einmal durch die Küche schweifen. Er blieb am Fenster hängen. Ganz genau erinnerte er sich noch an den Abend, an dem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde und hier saß. Er hatte sich entschlossen, sich dem Leben zu stellen, wie es auch kam. Bisher hatte Blaise ihm das leicht gemacht, doch ab heute würde er ihm nicht mehr so zur Seite stehen können. In Hogwarts... In Hogwarts musste Draco selber klar kommen. Was würden die anderen denken, wenn er sich von Blaise beschützen ließ. Darüber dachte er noch einmal nach. Interessierte ihn das, was die anderen dachten? Er war ja nicht mehr nur der Malfoy-Erbe, er war Draco Malfoy. Und der durfte sich auch einmal beschützen lassen, beschloss er. Auch wenn er ahnte, dass es ihm nicht leicht fallen würde, diese Gewohnheit abzulegen.

Während er noch nachdachte, hatte er den Tisch schon fertig abgeräumt. Gerade noch rechtzeitig, denn jetzt steckte Blaise schon seinen Lockenkopf durch die Tür: „Hey, Schnarchnase. Fertig? Gut, wir müssen jetzt nämlich los. Deinen Koffer hab ich schon vor die Tür gestellt, also schnapp dir deinen Umhang und komm jetzt.“

Grinsend über die Ungeduld seines Freundes – und damit seine eigene Ungeduld und Sorge verbergend – ging Draco an Blaise vorbei in den Flur hinaus. Sein Umhang hing noch an der Garderobe; er nahm ihn und drehte sich zu Blaise um.

„Tja, jetzt bis Weihnachten in Hogwarts. Verkraftet deine Wohnung das?“, zwinkerte Draco, doch Blaise wusste genau, dass er nicht nur seine Wohnung meinte.

„Es wird schon klappen, Draco. Ist doch nicht das erste Mal“, versuchte er trotz seiner eigenen Ungeduld ein paar tröstende Worte zu finden.

„Mhm“, brummte Draco, bevor er hinaus in die noch einmal sommerliche warme Sonne trat. Allen Sorgen und Ängsten zum Trotz ergriff ihn jetzt die Vorfreude. Es ging wieder los, noch einmal, ein letztes Mal nach Hogwarts!
Blaise trat neben ihn und wie abgesprochen griffen die beiden jungen Männer gleichzeitig nach ihren Koffern.

„Na dann, bis in King’s Cross“, winkte Draco noch, bevor er sich auf der Stelle drehte und verschwand.

Seufzend hielt Blaise noch einen Moment inne – wie das jetzt wohl werden würde? Leicht auf jeden Fall nicht, für Draco nicht, aber auch für ihn nicht. Aber sie würden das schon schaffen, irgendwie. Und vielleicht würde ja doch alles gar nicht so schlimm werden, versuchte er sich einzureden, bevor auch er sich auf der Stelle drehte.



Kurz vor dem steinernen Pfosten gelandet, der zum verborgenen Gleis führte, stand Draco da und wartete auf seinen besten Freund. Wo der nur wieder blieb... Ein schneller Blick auf die Uhr verriet ihm aber, dass es immer noch gut reichen würde. 10 Minuten hatten sie noch, das würde genügen.

Mit einem leisen ‚Plopp‘ erschien Blaise endlich neben ihm. Ein kurzer Blickaustausch genügte und die beiden Newt-Anwärter setzten sich in Bewegung, ihre Koffer noch tragend. Erst auf dem Gleis könnten sie wieder Zauberei benutzen, aber extra für die paar Meter einen Gepäckwagen zu holen, hielten sie einstimmig und ohne dass eine Absprache nötig wäre, für überflüssig.
Hintereinander traten sie durch den Pfeiler, Blaise zuerst, weil Draco doch noch einmal kurz gezögert hatte, unbemerkt von Blaise, der weiterlief. Doch dann gab auch er sich einen Ruck und durchquerte die Barriere.
Im ersten Moment war er von den vertrauten Gerüchen und Geräuschen wie erschlagen, doch das fühlte sich gut an. Es war alles wie immer, laut, chaotisch, überfüllt mit ungeduldigen Hogwartsschülern und Eltern, die letzte Anweisungen geben mussten. 1. September, ganz eindeutig.

Grinsend setzte Draco an, Blaise hinterherzulaufen, der zielsicher auf ein leer aussehendes Abteil zusteuerte, als sein Blick an einer Familie hängen blieb. Er kannte die Eltern, auch die älteste Tochter, die nicht aussah, als wollte sie in diesem Jahr noch einmal nach Hogwarts. Daphne Greengrass mit Familie. Doch das Mädchen, das da neben Daphne stand, kannte er nicht. Sie sah aus, als müsste sie im Jahrgang unter ihm sein – ach Quatsch, das war ja jetzt auch sein Jahrgang, korrigierte sich Draco in Gedanken. Seltsam, das.
Und bevor noch ein Mitglied der Familie auf ihn aufmerksam wurde, lief er los, Blaise hinterher, der schon in den Zug gestiegen war und ein Abteil besetzt hielt.

Auf der Suche nach Draco steckte er den Kopf aus dem Fenster und grinste erleichtert, als er den Blondschopf bemerkte.

Draco, der schon den Zug abgesucht hatte und keine Ahnung hatte, wo er einsteigen sollte, schließlich wollte er mit dem Koffer nicht den kompletten Zug entlang rennen, erwiderte das Grinsen. Ach ja, sein Koffer – den trug er noch immer. Ach, jetzt war es auch egal, beschloss er. Jetzt noch den Zauberstab zu benutzen, war echt überflüssig.
Bei Blaise im Abteil angekommen, stemmte er den schweren Koffer auf die Gepäckablage und ließ sich mit einem erleichterten Schnaufen in den Sitz fallen. Jetzt taten ihm doch die Arme weh.


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