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Fanfiction

Aus Vergangener Zeit - Kapitel 4 - Eingeweiht

von Freaky-Angel

Kapitel 4 - Eingeweiht

Das Haus der Lovegoods steht im selben Dorf, wie auch das Haus von Molly und Arthur Weasley. Oftmals war Hermine nach ihrem Besuch bei Lunas Vater Zuhause noch bei Molly und Arthur gegangen. Molly freute sich immer, wenn Hermine zu Besuch kam. Heute allerdings hatte Hermine das nicht vor. Heute war sie in Begleitung von Sirius. Molly würde ihn mit Sicherheit erkennen.

Sirius stand dicht neben ihr und sah sich interessiert um. Neugierig war er wie eh und je. Alles war stets unter seiner Beobachtung, ebenso wie jede noch so kleinste Bewegung von Hermine. Er legte seine Hand auf ihre Schulter.
„Ist dir kalt?“, fragte er leise. Und Hermine zwang sich still zu stehen, ihr zittern zu unterdrücken. Ja sie fröstelte ein wenig. Als Hexe war sie es fast schon nicht mehr gewöhnt lange irgendwo vor einer Tür zu stehen, das Apparieren erleichterte jeden noch so kleinen Fußweg und Hermine hielt sich oft nur noch innerhalb von geschlossenen Räumen auf.
Hermine schüttelte langsam mit dem Kopf.
„Luna ist die Tochter von Xenophilius, oder?“, fragte Sirius. Hermine wandte den Kopf zu ihm um.
„Du kennst Mr. Lovegood?“, fragte sie erstaunt.
„Natürlich. Als wir in der zweiten Klasse waren, war er der Kapitän des Quidditchteams von Ravenclaw. Ein Ausgesprochen guter Treiber, aber nicht sehr beliebt bei seinen Mitschülern. Seine Tochter kommt ganz nach ihm, oder?“

„Scheiße“, entfuhr es Hermine aufgeregt. „Glaubst du er erkennt dich, wenn er die Tür aufmacht?“, fragte sie schnell.
Sirius zuckte mit den Schultern: „Keine Ahnung.“ Dann vernahm man von drinnen Schritte, die auf die Tür zu kamen, zumindest glaubte Hermine das.
„Wir müssen was tun. Wir müssen was...“ Hermine hielt sich die Augen zu. Das konnte unmöglich wahr sein. Sie wusste nicht, wie lange sie ein solches Versteckspiel überleben konnte. Sie wurde aber mitten im Satz unterbrochen.

„Hermine, wie schön dass du zu Besuch kommst. Luna wird sich freuen dich zu sehen.“ Xenophilius Lovegood hatte die Haustür geöffnet und lächelte Hermine an. Er hatte einen sehr besorgten Gesichtsausdruck, allerdings schien er erleichtert zu sein Hermine zu sehen. Er wusste sich wohl nicht so recht zu helfen und war mit der Tatsache, dass Luna wegen Liebeskummer nach Hause zurück gekommen war völlig überfordert.
„Ah und ich sehe du bist in Begleitung. Ich wusste nicht, dass du einen Hund hast. Luna hatte mal erwähnt, dass du eine Katze hast. Krumm... irgendwas. Aber von einem Hund hat sie nichts gesagt.“ Xenopilius Lovegood schien jedoch begeistert.

Hermine starrte an ihre Seite und erblickte einen pechschwarzen zerzausten Hund. Augenblicklich fiel alle Anspannung von ihr und sie atmete erleichtert aus. Sirius war Animagie. Wie konnte sie das vergessen. Sirius hatte jedenfalls daran gedacht und sich genau im richtigen Zeitpunkt verwandelt. Er tappte auf Xenophilius zu und sah ihn freudig an.
„Guten Abend, Xenophilius“, begrüßte Hermine ihn freundlich. „Ja, eine Katze. Krummbein. Ich habe sie seit der dritten Klasse. Das hier ist... Schnuffel.“ Sirius wandte seinen Hundekopf in Richtung Hermine und legte ihn ein wenig schief. Hermine blickte ihn mit einem ernsten Gesichtsausdruck an, um ihm klar zu machen, dass an diesem Namen nichts zu ändern war. Schunffel war ein guter Name. Sie hatte Sirius in Hundegestallt immer Schnuffel genannt. Harry hatte ihm den Namen gegeben, als sie in ihrem vierten Jahr geheime Briefe hatten schreiben müssen.
„Ja, das hier ist Schnuffel“, wiederholte Hermine. „Ich habe ihn noch nicht lange. Luna mag ihn. Ich dachte, er kann sie aufmuntern“, sagte sie fröhlich. Xenophilius lächelte sie dankbar an. „Ist sie oben?“, fragte Hermine und Xenophilius nickte, er trat zur Seite und ließ sie eintreten.

Sirius betrat das Haus als erstes, putzte seine Hundepfoten über die Fußmatte und sah sich im Flur um. Hermine folgte seinem Beispiel und ging an Sirius vorbei in Richtung der Treppe.
„Benimm dich wie ein Hund“, zischte sie ihm zu, denn Hermine konnte sich nicht vorstellen, dass ein normaler Hund seine Pfoten an der Fußmatte abputzte.
„Sie war völlig aufgelöst. Ich wollte ihr Tee bringen, aber sie hat die Tür zugeschlagen und gesagt, wenn ich rein komme würde sie mich auf den Mond hexen. Ich hielt es ersteinmal für besser sie in ruhe zu lassen“, erklärte Xenophilius ihr und Hermine seuftzte bedauernd. Arme Luna. Ob sie wusste, dass Zacharias gestern mit Pansy Schluss gemacht hatte? Wahrscheinlich nicht, aber Hermine wusste auch nicht, ob es so gut war ihr das jetzt zu erzählen.

„LUNA“, rief Xenophilius laut die Treppe empor. „LUNA, du hast Besuch. Hermine und Schnuffel sind da“, rief er. Hermine stieg schnell die Stufen empor und klopfte vorsichtig an die Tür, als eben diese von innen aufgerissen wurde. Luna blickte Hermine an, dann sah sie Sirius. Sie starrte den schwarzen, zotteligen Hund an, fiel dann aber Hermine um den Hals und Hermine strich ihr besänftigend über den Hinterkopf. Arme Luna. Völlig durch den Wind die gute. Wahrscheinlich hielt sie den Hund für Hallozinationen. Zumindest interessierte sie sich nicht groß für den Hund, sondern schien endlich eine Schulter gefunden zu haben, an der sie sich ausheulen konnte. Heute morgen hatte wohl nicht ausgereicht und die Konfrontation mit Zacharias im Ministerium hatte dafür gesorgt, dass sie sich wieder so schlecht fühlte.
Sirius schien das ebenfalls zu spüren, denn er hatte seinen Kopf gegen Lunas Bein gelehnt und jaulte leise auf. Luna ließ Hermine los und schaute auf Sirius herab. Sie streichelte über seinen Kopf und Sirius gab einen Ton von sich, der nach einem Schnurren, wie bei einer Katze klang. Luna sah Hermine fragend an. Hermine nickte und machte eine Kopfbewegung in Richtung Lunas Zimmer.

Hinter Sirius schoben die beiden Frauen die Zimmertür zu und setzten sich anschließend auf Lunas Bett. Lunas Zimmer hatte sich sehr verändert, seit Hermine während des Krieges zum ersten Mal hier gewesen war. Die Bilder ihrer Freunde, die über ihrem Bett gehangen hatten, hatte sie derzeit noch in ihrer Wohnung in Muggellondon hängen. Derzeit war das Zimmer sehr kahl. Der Schreibtisch stand leer und verlassen in der einen Ecke des Zimmers. Man konnte sehen, dass der Raum seit längerer Zeit nicht mehr so bewohnt war, wie vielleicht vor ein paar Jahren.

Sirius ließ sich zu den Füßen der beiden Frauen nieder, legte seinen Kopf auf Lunas Füßen und Schloss die Augen. Er schien zu wissen, dass er jetzt ersteinmal ruhe geben musste und dass jetzt wohl wirklich erstmal nur Mädchenkram folgen würde, so wie Hermine es Ron Vorhergesagt hatte. Luna war wirklich völlig fertig.

„Wie gehts dir?“, fragte Hermine vorsichtig. „Ich dachte, du wolltest zur Arbeit. Warum warst du im Ministerium?“ Luna atmete schwer ein und aus, lehnte den Kopf gegen die Schulter ihrer Freundin und konnte zunächst nichts sagen. Hermine schielte währenddessen hinab zu Sirius. Er hatte es sich wohl gemütlich gemacht. Einen kurzen Moment stahl sich ein Lächeln auf ihr Gesicht, dann legte sie den Arm um Luna.

„Ich war auf der Arbeit“, erklärte Luna leise und mit brüchiger Stimme. „Aber ich hatte keinen Kopf für irgendwas. Ich habe mir freigenommen und bin ins Ministerium um dir bescheit zu geben, dass ich ersteinmal wieder zu meinem Vater ziehe. Das war keine leichte Entscheidung, Hermine. Aber es erinnert mich einfach alles zu sehr an ihn. Dieses Mal kann ich es nicht einfach so hinnehmen, wie alle anderen Dinge sonst immer.“ Hermine nickte verstehend. Luna brachte so schnell nichts aus der Fassung. Das war wirklich bewundernswert.

„Ich habe heute Morgen mit Draco gesprochen“, sagte Hermine langsam. „Er hat gesagt Parkinson ging es nicht sehr gut. Smith hätte sich gestern von ihr getrennt.“ Sie sprach sehr vorsichtig und Hermine konnte nicht erahnen, wie Luna darauf reagieren würde, als diese den Kopf anhob und Hermine aus betrübten Augen ansah.

„Wow... es ist wirklich sehr beruhigend zu wissen, dass mein Exfreund hinter meinem Rücken noch eine weitere Freundin hatte“, sagte Luna sarkastisch. „Das es Parkinson schlecht geht ist mir ehrlich gesagt völlig Schnuppe, Mine. Vielleicht weiß sie dann wie es mir geht.“ Ihre Stimme war ein wenig lauter geworden. Sirius war aufgesprungen. Er sprang vor ihren Füßen herum, wedelte eifrig mit dem Schwanz, als wolle er, dass sie sich wieder beruhigen.

Im gleichen Augenblick schob Xenophilius Lovegood die Zimmertür auf. Er trug ein Tablett mit zwei Tassen, einer Kanne Tee und einem Hundenapf voll Wasser. Sirius wirbelte herum und knurrte den ungebetenen Gast sofort an.
„Ist gut, Schnuffel“, mahnte Hermine sofort und sprang vom Bett auf um Lunas Vater das Tablett abzunehmen. „Danke, aber das wäre wirklich nicht nötig gewesen“, erklärte sie. Hermine stellte das Tabeltt auf Lunas Schreibtisch ab, dann nahm sie den Hundenapf mit Wasser und stellte ihn Sirius vor die Füße. Er knurrte Hermine an, doch ein strenger Blick ihrerseits genügte und Sirius trank aus dem Napf.

„Ich wollte wirklich nicht stören“, erklärte Mr. Lovegood. „Aber ich muss ganz dringend zur Arbeit. Ich weiß, dass es bereits spät ist, aber... Hermine bleibt doch mit Sicherheit bis ich zurück bin und...“
„Selbstverständlich, Xenophilius“, sagte Hermine. „Ich bleibe, bis du zurück bist. Mach dir da mal keine Gedanken.“ Lunas Vater atmete erleichtert auf. Er warf Luna einen besorgten Blick zu, lächelte seine Tochter dann aber aufmunternd an und zog die Zimmertür schließlich wieder hinter sich zu.

„Ich hätte nie geglaubt, das Väter so nervend sein können“, stöhnte Luna auf und warf sich zurück auf ihr Bett. „Natürlich war er geschockt, als ich direkt vom Ministerium aus hier her kam. Aber ich wollte einfach meine Ruhe. Das konnte er anscheinend nicht verstehen.“ Luna seuftzte. Hermine stand am Schreibtisch und füllte ihnen Tee ein. Tee beruhigte. Vielleicht würde sie es selber schaffen ein paar Minuten Ruhe zu finden, bevor das Drama wieder Platz in ihrem Leben einnahm.

„Wo wir gerade dabei sind...“ Luna richtete sich wieder auf und schaute zu Hermine herüber. „Wir müssen über deinen Gast reden.“ Hermine hielt in der Bewegung inne und auch Sirius schmatzen hörte auf. Geschockt blickte Hermine zunächst zu Luna, dann zu Sirius.
„Erst dachte ich es wäre ein Scherz. Nein wirklich. Ich dachte, mein Verstand spielt mir einen Streich. Ich dachte, wirklich ich wäre schon so durcheinander, aber... ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Hermine, der Mann... halt mich bitte nicht für verrückt, aber... das war Sirius Black.“

Hermine blieb das Herz stehen. Ihre Hände begannen zu zittern. Sie stellte die Teekanne zurück aufs Tablett, dann schluckte sie. Sie atmete tief ein ehe sie sich zu ihrer Freundin umblickte. Luna hatte ihn erkannt. Wieso hatte sie ihn erkannt? Natürlich, Luna war nicht dumm, aber woher wusste sie das?
„Ich... Luna... ich kann das erklären“, brachte Hermine mühevoll hervor. Sie zog den Stuhl von Lunas Schreibtisch hervor und setzte sich. Wie wollte sie das denn Luna erklären?

Luna lachte entsetzt auf: „Ich habe Recht“, meinte sie. „Ich habe wirklich Recht, oder?“ Sie schüttelte fassungslos den Kopf, dann richtete sich Lunas Blick auf Sirius. Auf den schwarzen Hund, der aufgehört hatte aus dem Napf zu trinken und stattdessen seinen Blick auf Hermine geheftet hatte. „Er ist es!“, stieß sie aus. „Das ist Sirius Black? Harry hat mir erzählt das Sirius Black ein Animagus war. Und Schnuffel... es passt zusammen. Das ist Sirius Black.“ Luna war völlig aus dem Häuschen, während Hermine ihr Gesicht in ihren Händen vergrub. Sirius wandte den Kopf von der fertigen Hermine ab und blickte zu Luna.

„An Gesichts der Tatsache, dass meine Tarnung aufgeflogen ist...“ Sirius hatte sich zurück verwandelt und ließ den Satz unbeendet. Er schüttelte sich, als wolle er irgendwelche Flöhe los werden, dann zog er seinen Zauberstab aus der Innenseite seiner Jacke und richtete ihn auf den Hundenapf am Boden. Im nächsten Augenblick war dieser eine weitere Tasse, die sich klappernd auf den Weg zum Tablett machte, damit Hermine ihm ebenfalls Tee einschenken konnte. „Brr... selbst Hunde halten im Winter nichts von eiskaltem Wasser.“ Sirius schüttelte sich abermals.

„Beim Merlin“, entfuhr es Luna und sie starrte den jungen Mann, der seit wenigen Sekunden in ihrem Zimmer stand, fassungslos an. „Sirius Black“, sagte sie. „Aber... wie? Weiß Harry davon?“
„Beim Barte des.... NEIN, natürlich nicht“, entgegnete Hermine. Die anscheinend so langsam zu begreifen schien, was hier vor sich ging. „Luna, du musst mir bei allem schwören, was dir wichtig ist, dass niemand davon erfährt.“ Hermine schaute ihre Freundin flehend an.
„Ganz ruhig, Hermine“, sagte Sirius sanft. Er war zu ihr herüber getreten und hatte eine Hand auf ihre Schulter gelegt. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass Luna Sinn und Verstand hat um zu wissen, dass sie es keinem sagen darf.“ Er warf Luna ein Lächeln zu.
„Natürlich werde ich es keinem sagen, was denkst du von mir?“, fragte Luna und klang dabei wirklich ein wenig enttäuscht. „Du wirst aber sicher verstehen, dass ich so einige Fragen an dich habe. Immerhin dachte ich wirklich schon, ich sei verrückt.“„Siehst du, Hermine?“ Sirius grinste sie an. Hermine. Jetzt hatteb er ihren Namen schon zum zweiten Mal benutzt. Und er sprach ihren Namen mit dem gleichen Genuss aus, wie er sie immer Jane-y genannt hatte.

Sirius nahm ihr schließlich die Arbeit ab und füllte den Tee in die Tassen. Er reichte Hermine sowie Luna eine, dann nahm er die dritte Tasse und trank selber einen Schluck. Hermine blieb auf dem Schreibtischstuhl sitzen und so machte es sich Sirius schließlich neben Luna auf dem Bett bequem. Auch Hermine trank einen Schluck Tee, dann beobachtete sie Luna, die Sirius neugierig musterte. Es war als wäre all der Ärger vergessen, alles was sie über Zacharias Smith gesagt hatte. Wie verschollen. Stattdessen blickte sie Sirius an, studierte jede seiner Bewegungen.

Hermine räusperte sich. Sie konnte nicht mitansehen, wie Luna Sirius anblickte. Er versetzte ihr einen Stich. Sie kannte Sirius in- und auswendig. Sie hatte ihn so angesehen. Sie hatte ihn so interessiert gemustert, sich jede seiner Bewegungen eingeprägt, als wäre sie das Kostbarste, was es gibt. Luna schien das jedoch nicht aufgefallen zu sein. Sirius hingegen schon. Er warf Hermine einen Blick zu und grinste sie dann an.
„Es ist schwer zu erklären, Luna. Es ist ein gut behütetes Geheimnis. Ich habe seit Jahren mit niemandem darüber gesprochen. Harry und Ron wissen einen Teil der Geschichte.“ Sie blickte Sirius an. „Und auch Sirius kennt einen Teil. Die gesamte Geschichte jedoch, kenne nur ich und ich werde dir auch nicht alles erzählen können.“

Luna nickte verstehend, nippte dann an ihrem Tee, dann blickte sie Hermine an, machte eine Kopfbewegung in Sirius Richtung: „Ich nehme mal an, er darf auch nicht alles wissen?“, fragte sie.
Hermine nickte: „Nein, das darf er nicht. Luna, es ist wirklich kompliziert und es wird dich vielleicht umhauen, aber... es hat in meinem sechsten Jahr in Hogwarts angefangen.“ Luna riss die Augen auf und Hermine seuftzte. „Ich weiß, ich weiß. Es ist wirklich schon eine Weile her.“

„Ganze drei Jahre“, seuftzte Sirius. Hermine atmete tief ein.
„Ich habe damals gegen meinen eigenen Willen eine Zeitreise gemacht. Draco hat mich in die Vergangenheit geschickt. Er hatte von Voldemort den Auftrag bekommen, zu verhindern, dass Harry existiert.“ Luna sagte nichts, sie hörte einfach zu und musterte ab und an den Mann neben sich. Sie war fastziniert davon, dass es sich hierbei tatsächlich um Sirius Black handelte.

Hermine fuhr fort: „Ich habe die Vergangenheit damals wirklich geändert, allerdings nicht so ganz, wie Draco es sich vorgestellt hatte. Ich habe mich in Sirius verliebt und nicht in James.“
Luna hustete laut und klammerte ihre Finger um ihre Teetasse. Sirius klopfte ihr fürsorglich auf den Rücken, bis sie wieder Luft bekam.

„Du hast... ich meine... ihr zwei...“ Luna fehlten die Worte. Sie blickte abwechselnd zwischen Sirius und Hermine hin und her. „Ihr wart zusammen?“, fragte sie. „So richtig zusammen?“ Hermine nickte und blickte dabei ganz kurz in Sirius Richtung, der sie immernoch so seelig anlächelte. Sie kam nicht darum herum ihm ebenfalls ein ehrliches Lächeln zu schenken.
„Und... die ganze Zeit über... ich meine... du bist doch mit Ron... und...?“

„Ich bin mit Ron zusammen“, sagte Hermine. „Nachdem ich mich vor drei Jahren dazu entschieden habe, dass es nicht gehen kann, wenn ich in der Vergangenheit bleibe, bin ich zurück gekehrt und habe Sirius bis heute Morgen nicht wiedergesehen. Ich habe Ron nicht hintergangen, Luna. Ich war genauso geschockt wie du, als ich feststellen musste, dass Sirius und die anderen bei uns in der Küche saßen.“
„Die anderen?“, fragte Luna verwirrt.

„Tut mir Leid, dass ich deine Gastfreundschaft ausnutzen musste, Luna. Ich darf dich doch Luna nennen?“, fragte er vorsichtig und Luna nickte sofort eifrig. „Nun weißt du. Leider ist bei meiner Reise durch die Zeit ein wenig schief gegangen und ich habe noch drei weitere Magier aus meiner Zeit mitgebracht.“
„Wen?“, wollte Luna sofort wissen.
„James Potter, Remus Lupin und Severus Snape“, antwortete Hermine an Sirius' Stelle.
„SNAPE?“, entfuhr es Luna.
Sirius begann zu lachen: „Genauso habe ich auch reagiert, als ich feststellen musste das Schniefelus auch mitgekommen ist.“

„Rede nicht so über ihn“, mahnte Hermine streng. „Er hängt im gleichen Schlamasel wie du. Ich bin wirklich der Ansicht, dass ihr einen Waffenstillstand schließen sollte und zwar so bald wie Möglich. Severus ist nicht so schlimm, wie ihr ihn vielliecht kennt, glaubt mir.“
„Severus?“ Luna begutachtete ihre Freundin argwöhnisch. „Seit wann nennst du Snape beim Vornamen?“
„Seit ich ihn besser kenne Luna. Seine Ältere Ausgabe habe ich natürlich nicht mit Vornamen angesprochen. Ein einziges Mal hat er es mir erlaubt. Das war an dem Tag, an dem ich beschloss zurück zu kehren, um Harry und Ron zurseite zu stehen.“
„Du durftest ihn duzen?“ Luna war verblüfft. „Wow, das... das hätte ich nicht erwartet. Er war immer so... unannahbar. Ich hatte immer das Gefühl er würde uns hassen.“
„Sanpe hasst alles und jeden“, bemerkte Sirius trocken. „Außer natürlich dir, Jane-y. An dir schien er ja schon immer einen Narren gefressen zu haben.“ Eifersüchtig schnaubte Sirius.

„Jane-y?“, fragte Luna ungläubig und gluckste auf.
„Sirius“, empörte sich Hermine. „Das ist ja wohl nicht dein Ernst, oder? Severus hat keinen Narren an mir gefressen. Severus hat Liz geliebt.“ Kopfschüttelnd senkte Hermine kurzzeitig den Kopf.
„Und ich dachte, er liebte...“
„LUNA“, entfuhr es Hermine und sofort riss sie den Kopf wieder in die Höhe.
„Entschuldige. Das gehört wohl zu den Dingen, die er nicht wissen darf, wie?“
„Und schon wieder... so langsam werde ich echt neugierig. Erst Malfoy, jetzt sie... alle sagen sie Snape liebte jemand anderen. Eventuell hättest du die Freundlichkeit mich in dieses Theater einzuweihen?“, fragte Sirius neugierig.

Hermine seuftzte. Sie vertraute Sirius. Natürlich vertraute sie ihm. Sie hatte es immer getan, aber sie konnte es ihm nicht sagen: „Tut mir furchtbar Leid, Sirius. Aber das kann ich dir beim besten Willen nicht sagen. Du weißt doch... du darfst nichts erfahren, was die Vergangenheit verändern könnte.“
„Glaubst du wirklich es könnte etwas ändern, wenn ich wüsste, wen Snape liebt?“, wollte Sirius amüsiert wissen.
„Oh ja... das glaube ich sogar für sie mit“, lachte Luna plötzlich. Hermine lächelte Sirius an. Nein, das konnte sie ihm wirklich nicht sagen.

„Und... wer ist Jane-y?“, grinste Luna dann. Hermines Wangen liefen feuerrot an, während Sirius sie immer breiter angrinste.
„Ich“, hauchte Hermine beschähmt. „Er nennt mich so... ich kann ihn nicht davon abbringen. Er hat irgendwann damit angefangen und jetzt hört er nicht mehr damit auf. Anfangs mochte ich es nicht. Irgendwann hatte ich mich sogar daran gewöhnt.“ Hermine lächelte ein wenig.
„Wieso Jane-y? Du heißt...“
„Ich weiß wie ich heiße, Luna. Aber ich der Vergangenheit hieß ich Jane Grang. Mein zweiter Vorname ist Jane. Ich hatte es mal erwähnt. Du erinnerst dich?“, wollte Hermine wissen. Luna nickte.
„Merlin, ich finde das total süß“, seuftzte Luna auf und Hermines Gesicht lief abermals rot an, während Sirius sich dumm und dämlich grinste.
„Hör bloß auf so zu grinsen“, befahl Hermine doch Sirius schüttelte nur lachend den Kopf.

„Ihr seid wirklich süß“, bemerkte Luna dann ernst. „Aber... wie willst du das Ron erklären? Oder Harry? Ich meine, ihr müsst euch doch irgendwas überlegt haben. Unsere alte Wohnung ist ein wenig klein um darin mit noch vier Besuchern zu wohnen.“

Hermine seuftzte: „Deswegen sind wir hier“, erklärte sie. „Ron und Harry dürfen niemals erfahren, dass sie hier sind. Harry würde..“ Hermine brach ab. Sie schluckte. Nein, das konnte sie Harry nicht antun.
„Harry würde es das Herz brechen“, sagte Luna. „Er hat... ich verstehe was du meinst“, sagte sie nickend. Wohl wissend, dass sie mehr nicht sagen konnte, so lange Sirius anwesend war.
„Draco findet, dass sie im Grimmauld Place sehr gut aufgehoben sind. Es ist groß genug und und vor ungebetenen Gästen geschützt. Es müsste nur mal wieder ein wenig auf fordermann gebracht werden.“

„Dann müsstets du aber mit Harry reden, sagtest du nicht gerade ihr wäret deswegen bei mir?“ Luna schien verwirrt.
„Ich weiß“, sagte Hermine. „Und ich bitte doch auch wirklich nur äußerst ungern darum Harry anzulügen, aber... mir fällt wirklich keine andere Möglichkeit ein.“ Luna beobachtete Hermine sehr genau und sie erkannte, dass Hermine in einer sehr verzwickten Situation steckte. Sie war immer noch völlig überrumpelt von den Dingen, die Hermine ihr gerade erzählt hatte. Dann blickte sie zu Sirius neben sich. Er sah ein wenig fertig aus und Luna seufzte schließlich.
„Was muss ich tun?“

„Oh... Luna, du bist die Beste!“ Hermine hatte die Teetasse hastig beiseite gestellt und fiel Luna um den Hals. Sie wusste, dass sie auf ihre Freundin hatte zählen können, auch wenn ihr die Bitte sehr unangenehm gewesen war.
Sirius musterte die beiden Freundinnen eindringlich und lächelte. Es gefiel ihm sehr Hermine so glücklich... oder zumindest erleichtert zu sehen. All die Jahre hatte er damit verbracht sich zu überlegen, wie er sie wiedersehen konnte. Er hatte nicht darüber nachgedacht, dass er ihr mit dieser Idee durchaus auch eine menge Kummer bereiten könnte. Wie würde er das nur je wieder gut machen können?

Hermine ließ sich nun zwischen Sirius und Luna auf dem Bett nieder. Sirius rückte natürlich sehr dicht zu ihr, aber es störte Hermine merkwürdigerweise nicht sonderlich. Irgendwie fühlte sie sich sogar ein wenig besser. Schließlich rückte Sirius nun näher an sie und nicht an Luna.
„Ich werde Harry einen Grund nennen müssen, warum ich in den Grimmauld Place möchte. Eine einfache Möglichkeit wäre, wenn wir sagen würden, dass du die Wohnung auf Grund der Erinnerungen so schnell wie Möglich los werden willst und ich deshalb einen anderen Ort zum wohnen brauche. Bei Ron und den anderen in der Wohnung wäre für mich auch kein Platz mehr und natürlich würde Ginny wollen, dass ich zu ihnen ziehe, aber am Grimmauld Place wäre genug Platz für mich und meine Möbel.“ Hermine hielt inne. „Wie es dann weitergeht, werden wir dann sehen.“

Luna seuftzte und legte abermals ihren Kopf auf Hermines Schulter: „Du weißt, dass du immer auf mich zählen kannst? Sollte es irgendwelche Probleme geben: Ich bin da. Ich brauche bloß ein paar Tage meine Ruhe.“ Hermine lächelte dankbar.

„LUNA? HERMINE?“ Xenophilius Lovegoods Stimme erklang im Flur. Er war zurück. Hermine wandte sofort panisch den Kopf zu Sirius neben sich um, doch im nächsten Moment spürte und sah sie schon, wie die Gestalt neben ihr sich verwandelte und ein schwarzer Hund neben ihr auf dem Bett hockte. Sirius sprang vom Bett herunter und tänzelte um sie herum. Er legte den Kopf brav auf Lunas Knien ab, als Lunas Vater auch schon das Zimmer betrat.
„Ah, schön das du noch da bist, Hermine. Es hat doch nicht so lange gedauert, wie ich dachte. Alles klar bei euch?“, fragte er.

Luna lächelte ihren Vater aufmunternd an und augenblicklich erhellte sich das Gesicht von Mr. Lovegood. Hermine strich Sirius sanft über den Kopf, dem dies zu gefallen schien.
„Wir müssen jetzt auch los“, sagte Hermine dann rasch und stand auf. „Ich bin völlig fertig und möchte eigentlich nur noch ins Bett.“ Sirius sprang sofort auf.
„Natürlich“, meinte Luna und nahm Hermine zum Abschied in den Arm. „Du kannst auf mich zählen“, flüsterte sie Hermine ins Ohr. Hermine warf ihr nochmals einen Dankbaren Blick zu, dann lächelte sie Mr. Lovegood an.
„Ich wünsche noch einen schönen Abend“, sagte sie und klang dabei sogar ein wenig fröhlich, dabei war Hermine wirklich schon sehr müde und sie hatte vor heute noch zu Harry zu gehen.
„Ich danke dir, dass du uns besucht hast“, erklärte Mr. Lovegood während Hermine, gefolgt von Sirius die Treppen hinab stieg und das Haus verließ.
„Ich verspreche schneller wieder zu kommen, als beim letzten Mal“, sagte Hermine. Sie winkte zum Abschied, dann machte sie sich mit Sirius auf den Weg durch den Schnee.

Hermine genoss es in der Dunkelheit und in völliger Stille durch den Schnee zu stapfen. Der kühle Wind wehte ihr ins Gesicht und sie ging einfach ein wenig weiter, noch nicht daran denkend zu apparieren. Dann plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter. Erschrocken wandte sie sich um, nur um dann zu erkennen, dass Sirius wieder neben ihr stand. Sie atmete erleichtert auf.

„Alles in Ordnung mit dir?“, fragte Sirius sanft und trat näher an sie heran. Hermine antwortete nicht. Stattdessen blickte sie zunächst in die Dunkelheit, dann nahm sie Sirius in den Arm. Der war ein wenig überrascht, doch schließlich schloss auch er sie in den Arm und strich ihr über den Rücken.
Hermine seufzte. Sie fühlte die Wärme, die von Sirius ausging. Sie fühlte sich plötzlich unendlich geborgen. Sie lehnte den Kopf gegen seine Schulter und schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. Die Erkenntnis, dass sie Sirius immer noch liebte traf sie wie ein schlag.
„Ich habe dich vermisst“, sagte sie leise und schmiegte sich enger an ihn. „Ich habe dich wirklich vermisst.“ Sirius wiegte sie zur Bestättigung langsam im Arm hin und her und gab ihr einen kurzen, sanften Kuss auf die Wange. Hermine erschauderte.

„Kann ich nicht mit, wenn du Harry nach dem Haus fragst?“, wollte er vorsichtig wissen. Hermine löste sich aus der Umarmung und schüttelte mit dem Kopf.
„Tut mir Leid, aber das geht nicht.“
„Wie kam Harry zu dem Haus?“, fragte Sirius weiter. Er war viel zu neugierig.
„Du hast es ihm geschenkt“, sagte Hermine. „Aber du kannst wirklich nicht mit. Auch nicht als Schnuffel. Er würde dich erkennen.“
Sirius nickte dann einsichtig und zog sie erneut in eine Umarmung. Sie ließ ihn gewähren.
„Bring mich zurück in deine Wohnung“, flüsterte Sirius dann und sie apparierten.


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