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Fanfiction

Aus Vergangener Zeit - Kapitel 6 - Schrecken der Nacht

von Freaky-Angel

Kapitel 6 - Schrecken der Nacht

Ein Ohrenbetäubender Schrei erfüllte den kleinen Korridor des Grimmauld Places. Hermine schreckte einen Schritt zurück, dabei fiel ihr Karton und der Zauberstab zu Boden. In der Finsternis fiel sie jemandem in die Arme. Dabei handelte es sich höchst wahrscheinlich um Sirius, denn sie hörte auf Krummbeins Transportbox zu Boden fallen. Der Kater fauchte laut auf.

Hermine zitterte vor Schreck, doch die Arme hielten sie fest und zogen sie eng an sich. Hermine schluckte. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Hatte das jemand gehört? Natürlich musste das jemand gehört haben. Die Muggel vielleicht? Sie rappelte sich langsam wieder auf. In der zwischen Zeit hatte Remus den Flur wieder in helles Licht getaucht und Hermine starrte in Severus Richtung und zu dem Platz, an dem das Bild von Walpurga Black gehangen hatte.

„Tolle Aktion, Snape“, gratullierte Sirius und seine Stimmte triefte nur so von Sarkasmus. „Hast du ja fabelhaft hinbekommen. Auf die Idee uns vorzuwarnen bist du wohl nicht gekommen, was?“, fuhr er ihn an. Er hielt die völlig verdatterte Hermine immer noch im Arm.

„Hast du Angst im Dunklen, Black?“, fragte Severus zurück. Er verschränkte die Arme vor der Brust.
„Wo ist das Portrait?“, fragte Hermine und starrte an den leeren Platz an der Wand. Völlig durcheinander gebracht löste sie sich von Sirius und tastete sich wieder zu Severus vor. „Was war das für ein Schrei? Was hast du getan?“, fragte sie aufgebracht.

„Ich habe das getan, worum du mich gebeten hast“, erklärte Severus relativ lässig und nun murmelte auch er ein leises: „Lumos“ um noch mehr Licht zu machen. „Das Portarit ist hier“, fuhr er fort und deutete auf einen länglichen Rahmen, der mit zerfetzten Vorhängen, unterhalb des Platzes an dem er gehangen hatte, auf dem Boden lag. „Im Haus meiner Familie gab es ebenfalls unerwünschte Verwandtschaft, die sich mit einem solchen Fluch an der Wand verewigt hatten. Allerdings empfanden meine noch lebenden Verwandten als eine Qual, und so entwickelten sie einen Zauber, der sie für alle Zeiten von diesen Ungeheuern an den Wänden befreite.“

„Aber... aber... Mrs. Black... was ist mit ihr Geschehen?“, fragte Hermine verdattert.
„Sie ist fort. Das Portrait ist vollkommen zerstört und die Magie in ihm ebenso. Es wird keine Möglichkeit geben es Rückgängig machen zu können. Es klang auch nicht so, als wolltest du sie jemals wieder sehen?“ Severus Stimme hatte mit den letzten Worten einen etwas besorgten Tonfall angenommen. Er hoffte wohl dass er keinen Fehler gemacht hatte und nun bei Hermine in ungnade gefallen war.

Hermine hielt einen Moment die Luft an. Ihr fehlten die Worte. Hinter sich konnte sie Remus' Stimme wahrnehmen, der sagte, dass es wohl besser wäre, wenn er die Haustüre schließen würde und dann könnten sie auch endlich richtiges Licht machen. Doch Hermine starrte immer noch in Severus' Richtung, als ihr plötzlich und zu ihrem eignenen Entsetzten der Kragen platzte:
„UND WARUM BEI ALLEN ZAUBERKESSELN DIESER WELT, FÄLLT DIR DAS ERST JETZT EIN?“

„Hä?“ Severus sah sie mit Verwunderung und Erstaunen an. Er wusste nicht wovon sie sprach und sein Gesichtsausdruck, den Hermine trotz des schlechten Lichtes sehen konnte, sagte ihr das nur zu deutlich.
Entsetzt schlug sie sich die Hand vor den Mund: „Vergesst das wieder. Vergesst das bloß sofort wieder“, sagte sie hastig und wirbelte herum, dabei stieß sie abermals mit Sirius zusammen und auch er schien wirklich irritiert.

„Es wäre am besten, wenn wir Licht machen würden. Und dann sollten wir ganz schnell die Zimmer aufteilen und uns schlafen legen“, erklärte Remus in die peinliche Stille, die sich über sie gelegt hatte. Nun war es Sirius, der seinen Zauberstab schwang und mit einem Male wurde die Eingangshalle des Hauses der Blacks in ein angenehmes Licht eingehüllt, welches von den Kerzen an den Wänden ausging.

Schwer einatmend kniete sich Hermine zu Boden zu ihren Sachen. Zum Glück war der Karton gut verschnürt gewesen. Sirius kniete sich neben sie und ließ Krummbein aus seinem Gefängnis frei. Sofort machte der Kater sich selbstständig und flüchtete von dannen.
„Es war ein wirklich verrückter Tag, Jane. Wir sollten jetzt wirklich alle ins Bett gehen“, meldete sich nun auch James wieder zu Wort und Hermine nickte ihm zu.
„Das ist wirklich eine gute Idee“, sagte sie ein wenig erleichtert und stand auf. „Bitte entschuldige meinen Ausbruch, Severus. Aber ich denke, dass war heute alles ein wenig viel für mich“, gestand sie leise und schaute den schwarzhaarigen hageren jungen Mann mit mattem Gesicht an. Severus musterte sie mit seinen dunklen Augen und er nickte. Hermine glaubte sogar einen kurzen Augenblick lang soetwas wie ein sanftes Lächeln von ihm wahrzunehmen, doch dieses schien genauso schnell wieder verschwunden, wie es gekommen war, denn Severus war wohl einem Blick seitens Sirius begegnet und so wandte sich Hermine aufgenrollend von den beiden Streithähnen ab.

Sie quetschte sich an Severus vorbei zur Treppe. Die Eingangshalle war schmal und staubig, so wie Hermine sie immer in Erinnerung gehabt hatte. Aber fürs Aufräumen würden sie in den nächsten Tagen und Wochen, ja vielliecht sogar Monaten, genug Zeit finden. Irgendwie mussten sich ihre unerwarteten, aber mittlerweile für Hermine akzeptablen, Besucher ja beschäftigen. Hoffentlich ging das alles gut.

Hermine war die erste auf der Treppe und sie stieg die Stufen mit vorsichtigen Schritten empor. Mit jedem Schritt den sie weiter empor stieg, gingen die Lichter weiter oben im Haus an und schon bald konnte Hermine auch ohne sich nach jeder einzelnen Stufe langsam weiter zu tasten, die Stufen erklimmen.
Der starke Geruch nach alter abgestandener Luft drang in Hermines Nase. Sie rümpfte diese und beschloss morgen alle Fenster so weit zu öffnen wie es nur Möglich war. In einer solchen, modernden Luft konnte man unmöglich Leben.
Im ersten Stockwerk angekommen blieb sie einen Augenblick stehen. Sie überlegte einen Augenblick. Als sie vor ein paar Jahren den Sommer mit dem Orden hier verbracht hatte, hatte sie in- und auswendig gewusst, was für Räume sich hinter welcher Tür verborgen hatten, aber jetzt, nach all der Zeit, wusste sie es nicht mehr genau.

„Ich denke, ein Stockwerk sollten wir noch mindestens weiter hoch“, sagte Sirius in einem etwas belustigten Ton. „Oder hattest du vor uns im Arbeitszimmer meines Vater oder in einem der beiden Wohnzimmer unter zu bringen?“ Hermine seuftzte und lächelte ebenfalls amüsiert. Natürlich hatte sie das nicht vorgehabt. Warum war sie nicht gleich auf die Idee gekommen Sirius zu fragen, wo er am besten unterkommen wollte?

„Vielleicht solltest dann am besten du vorgehen?“, fragte Hermine und trat einen Schritt beiseite, um Sirius den Weg freizugeben. Er lächelte sie an und nickte. Als er neben ihr stand, hielt Hermine ihn kurz am Arm fest. Ihr war noch etwas eingefallen.
„Allerdings...“ Sirius sah sie fragend an. „Ich halte es für keine gute Idee, wenn du heute in deinem eigenen Zimmer übernachtest“, sagte Hermine vorsichtig und Sirius' Blick wurde immer skeptischer. „Es gibt dort drin Dinge... und... Merlin, ich muss vorher einfach sicher sein, dass nichts dort drin ist, was dir etwas über die Zukunft sagen könnte. Ich werde es morgen nach der Arbeit durchsehen und dann kannst du dort wohnen.“ Hermine hatte schnell gesprochen. Es fiel ihr schwer ihn davon abhalten zu können, aber Hermine erinnerte sich noch an den Brief von Lily, den Harry dort gefunden hatte. Möglicherweise gab es dort aber noch andere Dinge, die nicht für Sirius' Augen bestimmt waren.

„Dann solltest du vielleicht heute dort übernachten“, schlug Sirius vor. „Dann kannst du auch sicher sein, dass keiner dort herum stöbert. Ich kann nämlich für nichts garantieren“, sagte Sirius mit verschwörerischer Stimme.
„Kommt Jungs, wir haben freie Bettenwahl“, sagte Sirius dann und warf einen Blick hinter sich zu James und Remus. Auch die beiden traten an Hermine vorbei und folgten ihrem Freund die Treppen hinauf.

Hermine atmete hörbar tief ein und blickte sich zu ihrem letzten Gast um: „Komm Severus. Für dich werden wir auch ein Plätzchen finden. Und das am besten noch bevor Sirius alle Betten für belegt erklärt. Ich möchte nämlich wirklich niemanden auf dem Sofa schlafen lassen“, sagte sie und wartete bis Severus den ersten Stock erreicht hatte, dann stieg auch sie die Treppen weiter empor.

Im zweiten Stock, so erinnerte sie sich, hatte sie im Sommer vor ein paar Jahren, zusammen mit Ginny ein Zimmer bewohnt. Auch Harrys und Rons Zimmer und die Zimmer der anderen Weasleys hatte auf dieser Etage gelegen, während viele der anderen Ordensmitglieder im Oberen Stockwerk gewohnt hatten. Manchmal kam Hermine dieses Haus wirklich ein wenig unwirklich vor. Nun gut, es war das Haus von Magiern. Aber trotzdem fühlte sie sich manchmal wie im Fuchsbau, wo ebenfalls ein schmales Stockwerk auf das nächste folgte und sie fragte sich, wie all diese Räume überhaupt platz in diesem Haus finden konnten.

Im obersten Stockwerk, unterm Dach, befand sich die alte Bibliothek der Blacks. Sie nahm, so weit Hermine sich erinnern konnte, wirklich den gesamten Platz des Dachbodens ein. Im dritten Stockwerk darunter hatten die Zimmer der Familie Black gelegen. Allerdings hatte Sirius sich wohl entschieden die Zimmer dort oben nicht zu verteilen, denn im zweiten Stock standen drei Türen weit offen.
„Sirius?“, rief Hermine, als sie die letzte Stufe erreicht hatte und blickte sie suchend nach ihm um. Severus stand direkt neben ihr, als Sirius aus einem der Zimmer heraus kam und sie interessiert musterte.

„Was ist denn?“, fragte er und sein Blick blieb an ihr heften.
„Wir brauchen noch einen Unterschlupf für Severus“, erklärte sie ihm. Sie blickte ihn erwartungsvoll an. Sirius blickte in Snapes Richtung. Bei der Aussprache seines Vornahmes hatte Sirius kurzzeitig den Mund verzogen, doch danach schien er sofort wieder ernsthaft anwesend zu sein und dachte nach, wo er ihn unterbringen konnte. Schließlich blickte er Hermine an und nickte sachte. Er ging zur Zimmertür, direkt neben dem Zimmer, aus dem er gerade gekommen war und schob die Tür auf.
„Snape kann hier rein“, erklärte er mit monotoner Stimme. Severus ging sofort an Hermine vorbei und betrat das Zimmer, welches Sirius ihm zugewiesen hatte und schmiss die Tür hinter sich laut ins Schloss.

„Dir auch eine gute Nacht, Schniefelus“, sagte Sirius verächtlich und Hermine rollte sofort mit den Augen. Na das konnte ja was werden.

~°~

Hermine hatte lange nicht einschlafen können. Sirius hatte sie wirklich zu seinem Zimmer geführt und darauf bestanden, dass sie dort übernachten würde. Unter der Androhung sich ansonsten heute Nacht dort umzusehen, hatte Hermine sich von Sirius breitschlagen lassen. Sie fühlte sich wohl in diesem Raum. Die roten Wände strahlten eine wärme aus, die sie sonst von keinem anderen Raum in diesem Haus kannte. Natürlich hatte Hermine die Bettwäsche erst von Staub und Wollmäusen befreien müssen, aber dann war sie über Tausend Gedanken hinweg, weit nach Mitternacht, dann doch eingeschlafen. Aber es war kein friedlicher Schlaf.

Hermine quälte sich die ganze Nacht durch ihr Bett und schlug ihm Schlaf wild um sich. Sie hatte lange keine Albträume mehr gehabt. Das letzte Mal war kurz nach dem Krieg gewesen. Damals hatte sie der Alltag aber sehr schnell eingeholt und sie hatten nicht lange angehalten. Das Mal davor war nach der Trennung von Sirius gewesen. Seine Stimme hatte sie nachts immer quälend gefragt, warum sie ihn verlassen hatte, aber Hermine hatte mehrere Monate lang nicht dagegen ankämpfen können.

Hermine stand am ganzen Leib zitternd und starrte Starr auf die Personen vor sich. Die Umrisse waren noch unklar und es war dunkel. Für Hermine fühlte es sich unheimlich kalt an. Sie schlang die Arme um ihren Oberkörper und hoffte, dass es wärmer werdne würde, doch der Wind wurde immer stärker und kälter. Er schlug ihr durch das Gesicht. Ganz so als hätte sich alles gegen sie gewandt.

„Was ist denn bloß los mit dir, Hermine?“, schrie eine verzerrte Stimme in ihrem Kopf. „Na, los... ich rede mit dir.“ Nach und nach wurde ihr klar, dass die eine Person vor sich Harry war. Der schwarzhaarige kam näher auf die zu. Sein Gesichtsausdruck war leer. „Warum hast du das getan?“

„Ich... ich habe keine Ahnung, wo von du sprichst“, sagte Hermine panisch und wich weiter von Harry zurück, doch mit jedem Schritt den sie zurück wich und Harry ihr nachfolgte, so kam es ihr vor, würde sie schrumpfen und Harrys riesigerKopf schwebte vor ihrem Gesicht herum.

„Das glaube ich dir aber nicht“, sagte Harry und dieses Mal klang seine Stimme ein wenig ruhiger. Nur um dann wieder laut zu werden: „LÜG MICH NICHT AN!“

„Du bist sauer?“ Hermine schüttelte heftig den Kopf und kniff die Augen zu. Sie wollte ihn nicht ansehen. Er sollte aus ihrem Kopf verschwinden, doch Harry sagte es immer und immer wieder. Sie sollte ihn nicht anlügen.
„Bitte... bitte, Harry“, flüsterte Hermine verzweifelt. „Du musst mir glauben, ich konnte nichts dafür. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich hielt es für das beste, wenn...“

„Also ist es jetzt das beste seine Freunde anzulügen?“, bluffte Harry sie scharf an. „Schön zu wissen, dass du so denkst“, erklärte er mit kalter Stimme, die Hermine immer mehr erzittern ließ.
„Nein!“ Hermine schluchtzte auf. „Nein, Harry, du verstehst nicht. So meinte ich das nicht... Harry, hör mir doch zu.“

„Lügnern höre ich nicht zu“, sagte Harry und tratt dann immer weiter von ihr weg. „Lügen hat mir noch nie viel gebracht. Erinnerst du dich?“, fragte Harry und zeigte ihr plötzlich seinen rechten Handrücken, auf dem eine Narbe zu erkennen war, die folgendes sagte: Ich soll keine Lügen erzählen.
„Vielleicht wäre es besser, du würdest dir das besser merken“, sagte Harry und Hermine spürte wie ihr Handrücken schmerzte und als sie auf ihren Handrücken an der rechten Hand blickte. Erkannte sie wie Blut davon ran und Wie sich die Wunde in ihr Fleisch schnitt: Ich belüge meine besten Freunde.

Der Schmerz betäubte sie. Sie wollte etwas sagen, doch sie konnte nicht. Harry schüttelte missbiligend den Kopf und schloss die Augen, dann drehte er sich um und verschwand im nichts.
“NEIN, Harry, geh nicht. Harry, bleib hier. Bitte, HARRY!“

Sie schloss die Augen. Alles in ihrem Kopf drehte sich. Ihr wurde schwindelig. Und Hermine übergab sich. Zumindest fühlte es sich so an. Irgendjemand hielt sie an den Schultern fest. Es drehte sich immer noch alles, als sie in graue Augen blickte und Draco sie kopfschüttelnd anblickte.
„Ich denke, dass du die falsche Entscheidung getroffen hast, Granger“, sagte er langsam und schloss die Augen.

„Was meinst du damit?“, fragte Hermine entsetzt und schaute sich um. Alles war hell erleuchtet. Sie wurde geblendet. Sie sah nur Draco, der sie dann los ließ und ebenfalls im nichts verschwand.
„DRACO, was meinst du damit?“, schrie sie in die unendliche und unerträgliche Stille. Als sie plötzlich sich plötzlich Ron stehend fand.

Sie hörte sich selber ein klares und lautes: „Ja, ich will“, sagen. Dann strahlte sie Ron an. Im Hintergrund vernahm sie seuftzer und Applaus. Hermine atmete erleichtert auf. Sie sah an sich hinab und entdeckte, dass sie ein wunderschönes weißes Kleid trug. Es war dasselbe, das Ginny zu ihrer Hochzeit getragen hatte. Es war ein altes Kleid das Weasleys bei der Hochzeit von Generatione über Generationen hinweg getragen hatten. Plötzlich fühlte sie sich unendlich leicht. Sie strahlte Ron an, als dieser gefragt wurde, ob auch er sie heiraten wollte und plötzlich antwortete Ron nicht.

Er ließ ihre Hand los und schüttelte den Kopf: „Ich kann dich nicht heiraten, Hermine. Niemals. Diese Idee war die dümmste Entscheidung in meinem Leben. Ich weiß gar nicht wie ich dich das Fragen konnte. Nach all dem, was du mir angetan hast.“ Er griff nach den Ringen, die Harry, als sein Trauzeuge festhielt und schmiss sie Hermine vor die Füße. Ihr Gesicht war blas geworden. Warum sagte er so was? Sie liebte Ron. Sie liebte ihn mehr als alles andere. Warum ließ er sie allein.

„Sag das nicht, Ron“, hauchte Hermine verzweifelt und trat auf Ron zu. Jetzt hatte sie kein Kleid mehr an und Ron war außer sich vor Wut.
„Ich soll soetwas nicht sagen?“, fragte er laut polternd. „Ich sage was ich will!“, fuhr er sie an. „Wie konntest du das tun? Nach all dem, was wir zusammen erlebt haben? Wie konntest du mich mit Sirius hintergehen? Mit SIRIUS! Hermine er ist Tod.“ Ron schüttelte sie feste.
„Wie konntest du mich mit einem Toten hintergehen?“, fragte er rasend. „Du bist das Letzte, Hermine. Das aller Letzte!“, sagte er.

„Ich liebe dich“, sagte Hermine verzweifelt und wollte Ron in den Arm nehmen. Sie wollte das er sie festhielt und nicht mehr los ließ, doch Ron stieß sie von sich.
„Verschwinde, Hermine. Verschwinde so weit weg wie nur möglich. Ich will doch nie wieder sehen, hörst du? Niemals wieder“, sagte Ron und schubste sie weg.

Hermine zitterte: „Nein. Nein. Bitte“, flüsterte sie. „Bitte, lass mich nicht allein“, hauchte sie tonlos und ihre Stimme war nur noch ein Krächtzen. „Ich liebe dich doch, du darfst mich nicht alleine lassen. Bitte...“ Sie schlug wieder um sich. „Bitte, du kannst das nicht machen. Ich bitte dich, lass mich nicht alleine. Das halte ich nicht aus“, sagte sie und spürte ein Ziehen an ihren Schultern.
„Nicht alleine lassen. Bitte!“, schluchzte sie auf und dann spürte sie zwei Arme, die sich um sie schlangen und wie sie jemand an sich drückte.

„Es ist alles gut“, sagte eine beruhigende Stimme. Hermine schluchzte noch lauter. Nein! Das hier war ein Traum. Sie durfte nicht darauf rein fallen. Er würde sie beruhigen und dann auch gehen. Ganz genau, wie die anderen drei auch. Aber das durfte er doch nicht. Sie würde es nicht ertragen, wenn er auch noch ging. Wenn sich alle von ihr abwandten. Nicht er auch noch.

Überhaupt nicht. Er durfte nicht gehen. Er durfte nicht sagen, dass er gehen würde und das würde er, wenn sie sich nicht dagegen wehrte. Sie versuchte ihn von sich zu drücken. Sie würde das nicht ertragen. Nicht nocheinmal. Wie sollte sie das denn ertragen können? Das konnte sie nicht. Nicht nocheinmal. Nie wieder.
„Bitte!“, hauchte sie verzweifelt und unter Tränen.

~°~

„Hermine, du musst aufwachen“, sagte Sirius und hielt sie fest an sich gepresst. „Bitte Hermine, komm schon. Das ist nur ein Alptraum. Es ist alles gut“, sagte er mit gepresster Stimme. Sie zitterte und wollte einfach nicht wach werden. Alleine sie so zu sehen war eine Qual für ihn. Sie versuchte sich gegen diese Umarmung zu wehren: „Bitte“, flüsterte sie und Tränen liefen ihre Wangen hinab. Sirius schluckte.

Ein Schrei, der ihn das Blut in den Adern hatte gefrieren lassen, hatte Sirius, Remus und James aufschrecken lassen. Es war kurz nach eins gewesen, das hatte er sein eigenes Zimmer verlassen um Hermine ein wenig Ruhe und Schlaf zu gönnen. Obwohl die Rummtreiber alle sehr müde gewesen waren, hatte sie nicht Schlafen können. James war neben ihm selber der aufgedrehteste gewesen. Er hatte auch schon ein paar Stunden schlafen können, als sie noch in der Muggelwohnung gewesen waren. Jedenfalls hatten sie nicht schlafen können und hatten deswegen Remus wachgehalten und sich zu ihm ins Zimmer gesetzt.

Sie hatten versucht über den Tag zu reden. Hatten versucht es ein wenig zu verarbeiten. Sirius hatte sich bei seinen besten Freunden erkundigt, was sie von Malfoy hielten und Sirius hatte mit Erleichterung festgestellt, dass James diesen Aufgemotzten Blondschopf ebenso wenig leiden konnte wie er selbst. Allerdings hatte Remus sie davor gewarnt das offen zu zeigen, da Hermine ihn wohl mochte.
Außerdem hatte Remus sie darum gebeten sich mühe zu geben sie Hermine zu nennen und nicht Jane. Denn für Hermine schien es schon schwer genug zu sein mit dieser Situation umzugehen und sie sollten es ihr nicht schwerer machen, als unbedingt nötig.

Sie hatten bislang kein Auge zu gemacht, als der Schrei aus dem oberen Stockwerk sie hatte zusammenfahren lassen. Sofort waren sie aus dem Zimmer gestürmt. Als Sirius die Zimmertür zu Hermine aufgeschoben hatte, hatte es ihm beihnahe das Herz zerissen zu sehen, wie sie mit sich selber kämpfte.
„Du musst mir glauben, ich konnte nichts dafür. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich hielt es für das beste, wenn...“ Sie war zurück gezuckt, als Sirius sich an ihre Bettkante gesetzt hatte, aber sie waren davon ausgegangen, dass sie Sirius eigentlich gar nicht wahrgenommen hatte, denn sie wandte sich weiter in ihrem Traum und flüsterte immer wieder, dass sie nicht alleine gelassen werden wollte.

„Sie hat einen Alptraum“, hatte Remus besorgt erklärt und unglücklicher Weise hatten sie sie auch nicht wecken können. Sie hatte sich dagegen gewehrt aufzuwachen.
„So schlau bin ich auch, Moony“, hatte Sirius seinen Freund angefahren, aber Remus schien nicht sonderlich sauer auf Sirius zu sein, denn er hatte erkannt, wie fertig ihn der Anblick von der zitternden Hermine machte.

In dem Augenblick in dem sich Hermine neben das Bett auf den Fußboden übergab, hatte Snape den Kopf durch die Tür gesteckt. Er war wohl von dem ganzen Krach wach geworden. Sirius hatte Hermine an den Schultern festgehalten und hatte sie hin und her gewogen, als der Name: „Draco?“, über ihre Lippen gekommen war. Sirius' Magen hatte sich Schmerzlich zusammengezogen, aber sie träumte. Wahrscheinlich war es nur Malfoys Schuld, dass sie Alpträume hatte. So wie damals in ihrer Schulzeit. Immer wieder die Malfoys. Die machten wirklich nur Ärger.

„Nein Hermine, ich bin es: Sirius“, hatte er behutsam geflüstert und einen kurzen Augenblick hatte sie sich in seinen Armen verspannt, als sie sie wieder zu zittern begonnen hatte.

„Sag das nicht, Ron“, Sirius hörte sie aufschlutzten. Und er hielt sie im Arm fest. Plötzlich spürte er, wie sie mit den Händen, mit geballten Fäusten gegen seine Brust schlug.
„Ich liebe dich doch, du darfst mich nicht alleine lassen. Bitte...“ Ihr schluchtzen brach ab, da ihre Stimme aufgab. Und Sirius drückte sie noch fester an sich.

Ich dich auch, Hermine, sagte er immer wieder zu sich selbst. Und er hielt kurz die Luft an um seine eigenen Tränen zu verbergen. Er würde Snape nicht den gefallen tun und vor dessen Augen anfangen wie ein kleines Kind zu heulen.
„Alles ist gut“, flüsterte er immer wieder und Hermines Körper in seinem Arm wurde ruhiger und entspannte sich.

„Du musst sie wach machen“, sagte eine ölige Stimme.
„Das werde ich ganz sicher nicht tun“, erklärte Sirius mit krächtzender Stimme. „Sie beruhigt sich gerade wieder.“
„Aber es ist sicherer“, beharte Snape. „Das hier ist ein Trank, der sie ruhig weiter schlafen lässt. Mach sie wach und lass sie ihn trinken“, befahl Snape, doch Sirius schüttelte mit dem Kopf.

Er konnte hören, wie Snape: „Dieser Sturrkopf“, flüsterte.
„Woher soll ich wissen, was du ihr da gibst?“, fuhr Sirius ihn scharf an. „Woher hast du das?“
„Aus dem Arzeineischrank in der Küche“, meldete sich dann Remus zu Wort. „Und es wirklich besser. Du willst doch nicht, dass sie nochmal in einen Alptraum verfällt. Sirius sei vernünftig.“

„Sirius!“ Alle Augen richteten sich sofort auf das hilflose und zitternde Bündel in Sirius' Arm. „Sirius?“, flüsterte Hermine nochmals.
„Hermine. Hermine, gut das du wach bist“, sagte Sirius erleichtert und drückte Hermine wieder an sich. Sie hatte versucht sich ein wenig aufzurappeln. Doch sie wehrte sich nicht gegen die Umarmung.
„Ich...“

„Du hattest einen Alptraum, Hermine“, sagte Remus sanft und hielt ihr dann eine Phiole hin, die er Severus aus der Hand genommen hat. „Du musst das hier trinken, dann geht es dir gleich wieder besser. Versprochen, Hermine“, setzte er mit Nachdruck hinzu, als sie in mistrauisch begutachtete.

„Du weißt nicht, was du uns für einen Schrecken eingejagt hast“, murmelte Sirius benommen und Hermine konnte spüren, wie sein Herz feste gegen ihre Brust pochte. Meine Güte, er musste kurz vorm Herzstillstand stehen.

„Es geht mir gut“, sagte sie mit kratziger Stimme und trank einen Schluck aus der Phiole. „Es war nur ein Traum“, hauchte sie, mehr zu sich selbst, als zu den anderen anwesenden, dann legte sie die fast noch volle Phiole auf dem Nachttisch ab.
„Du musst das trinken, wenn du ruhiger...“, warf Severus ein, doch Hermine schüttelte mit dem Kopf.
„Ich muss ohnehin zur Arbeit. Wenn ich jetzt schlafe, dann werde ich nicht mehr pünktlich wach“, sagte Hermine müde und rückte von Sirius weg.

„ARBEITEN?“, fragte Sirius entsetzt. „Du warst die ganze Nacht wach. Den einzigen Schlaf den du hattest war mit einem Alptraum durchsetzt und du möchtest nachher noch Arbeiten gehen?“, fragte er aufgebracht. „Findest du das nicht irgendwie ein bisschen verantwortungslos?“
„Ich finde es verantwortungslos nicht im Ministerium aufzutauchen. Wo wir dort gerade so einige Probleme haben“, entgegnete Hermine fest.
„Was ist mit der Verantwortung du deiner Selbst aufbringen solltest?“, wollte Sirius wissen. „Du bist völlig erschöpft.“

„Sirius... vielleicht sollten wir...“
„Nein! Wir sollten gar nichts. Es ist völlig kopflos“, schnitt Sirius Remus das Wort ab. Hermine sprang vom Bett auf und zog die Tür weiter auf. James und Severus sprangen ein Stück zurück auf den Flur: „RAUS!“, donnerte Hermine. „Raus und zwar alle beide, sofort!“ Remus wandte sich ohne ein weiteres Wort zum gehen.
„Glaubst du ich lasse mich aus meinem eigenen Zimmer schmeißen?“, fragte Sirius. „Das glaubst du doch wohl selber nicht!“

„Du verschwindest aus diesem Zimmer und zwar sofort!“, sagte Hermine ein wenig langsamer. „Danach werde ich mich hier umschauen und wenn ich hier raus bin, dann kannst du dein Zimmer wieder haben.“
„Ich...“ Sirius starrte sie entsetzt an, allerdings dieses Mal nicht, weil sie ins Ministerium wollte. „So habe ich das gar nicht gemeint...“
„Es ist mir egal, wie du es gemeint hast. Raus jetzt!“ Hermine hielt die Tür weit offen und Sirius stand von der Bettkante auf. Er ging auf die zu und blickte Hermine direkt in die Augen. Sie funkelten vor Zorn und ohne ein weiteres Wort verließ er das Zimmer.


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