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Fanfiction

Aus Vergangener Zeit - Kapitel 7 - Ein weiterer Angriff

von Freaky-Angel

Soundtrack: http://www.youtube.com/watch?v=w_LOOKssMpA
Kapitel 7 - Ein weiterer Angriff

Hermine hatte ihre eigenen Sachen immer noch verpackt. Sie hatten abgesprochen, dass Sirius sein Zimmer wieder bekommen würde. Das war schon vor ihrer Auseinandersetzung beschlossene Sache gewesen und deshalb hatte sie auch nicht großartig ausgepackt.

Mit frischen Sachen und zwei Kartons übereinander gestappelt kam sie um kurz vor sieben aus Sirius' Zimmer heraus. Sie stieg die Stufen in den zweiten Stock hinab und stellte das Gepäck in einem leeren Zimmer, direkt neben dem von Severus ab. Das Treppenhaus was vollkommen dunkel. Dumpfes Licht drang von weiter unten die Treppe empor. Die anderen hatten es sich es wohl in der Küche bvequem gemacht. Vielleicht frühstückten sie? Aber wenn, dann nur mit Magie. Der Kühlschrank war leer. Das Haus war seit Jahren unbewohnt.

Mit ein paar Unterlagen für die Arbeit unterm Arm betrat sie die Küche. Ihre vier neuen Mitbewohner saßen am Küchentisch und hatten sich Tee gemacht. Sie blickten nacheinander auf. Es sah aus, als hätten sie eine Art Kriegsrat abgehalten. Severus war der einzige der sie direkt ansah. Er zwang sich zu einem aufmunternden Lächeln und Hermine nickte ihm seuftzend zu. Mit langsamen Schritten ging sie auf den Tisch zu und setzte sich auf den freien Stuhl am Kopf des Tisches.

„Du musst mir einfach glauben, dass es für mich genauso schwer ist, wie für dich“, sagte sie und blickte Sirius an. Der jedoch hatten den Blick auf die Tischplatte gerichtet und schwieg. Sie schluckte.
„Ich muss jetzt los“, sagte sie und stand sofort wieder auf. „Versprecht mir, dass ihr im Haus und vorallem unbemerkt bleibt.“ Sie richtete den Blick zu Remus und Severus. Sie vertraute darauf, dass sie dafür sorgten. „Ich bemühe mich so schnell, wie es mir möglich ist zurück zu kehren“, erklärte sie und warf Sirius einen raschen Blick zu, der immer noch nichts sagte. „Macht keinem die Haustür auf und macht nichts unüberlegtes!“ Immer noch keine Reaktion. „Du kannst zurück in dein Zimmer“, flüsterte sie. Sirius schloss resignierend die Augen. Sie sog die Luft tief ein.
„Okay, wir sehen uns später.“

Sie drehte sich um und schritt auf den Kamin zu. Auf dem Sims stand immer noch ein kleiner Blumentopf mit Flohpulver. Sie brauchte Ruhe. Sie brauchte Abstand. Die Stille war zu verletztend. Sie griff in den Blumentopf, dann trat sie in den Kamin und warf das Flohpulver hoch. Grünes Licht flammte auf, als sie klar und deutlich: „Zaubereministerium“, sagte. Der Strudel packte sie, als sie seine Stimme vernahm, wie er ihr Nachrief.

Sie stolperte auf dem Kamin im Ministerium und ihre Unterlagen flogen in alle Richtungen. Sie wusste nicht, ob es wirklich Sirius gewesen war, oder ob ihr Verstand ihr einen Scherz spielte. Sie wusste nur, dass das hier alles schief ging. Womit hatte sie das Verdient? Wie konnte ihr das Schicksal soetwas antun? Es war alles kaputt. Einfach alles. Und das nur innerhalb von ein paar Sekunden.

„Geht es Ihnen nicht gut, Miss Granger?“ Hermine kniete sich hin und versuchte die Unterlagen wieder zusammen zu sammeln. Sie blickte sich verwirrt nach der Stimme um und erkannte den Zauberer, der ihr gestern gesagt hatte, dass Draco in den Gerichtssälen war.
„Nein, es ist alles in Ordnung. Das Reisen mit Flohpulver konnte ich schon immer nicht leiden!“, erklärte sie und zwang sich zum Lächeln. Er reichte ihr ein paar Mappen, die er aufgehoben hatte und Hermine nahm sie dankend an.
„Haben Sie Draco Malfoy heute schon gesehen?“, fragte sie dann, als sie wieder aufrecht stand. Ihre Gedanken sammelten sich wieder. Doch sie stand immer noch unter Strom.

„Er wurde in die Aurorenzentrale gerufen, zu einer Sonderbesprechung“, erklärte der Zauberer, doch er musterte sie nun ein wenig mistrauisch. Hermine achtete darauf nicht. Sie steuerte sofort auf die Fahrstühle zu. Im Zweiten Stock stieg sie aus.

„Hermine!“, erklang eine Stimme, doch die angesprochene nahm sich nicht die Zeit sich nach Blaise umzusehen sondern ging geradeaus weiter, den Gang hinunter. Jetzt nicht. Sie war kurz vorm überkochen. Jetzt war Schluss mit diesem Theater.
„Hermine, Shacklebolt will dich sprechen!“, rief Blaise ihr hinterher. Doch ihre Schritte wurden nicht langsamer. Blaise hetzte ihr nach. „HERMINE, jetzt warte doch mal kurz!“, rief er. Ein paar Türen vor der Aurorenzentrale ergriff er sie beim Arm.

„Lass mich los, Zabini. Lass mich sofort los“, fuhr sie ihn wütend an, doch Blaise ließ sich nicht beirren und wirbelte sie herum, dass sie ihn ansehen musste.
„Was ist bloß in doch gefahren?“, fragte ein völlig verwirrter Blaise. Sie blickte ihn nicht an.
„Ich habe jetzt keine Zeit, Blaise“, meinte sie hastig. Viel zu hastig. „Ich muss mit ihm reden, sofort!“
„Schon wieder?“ Blaise musterte sie mistrauisch. „Bitte sag mir, dass es irgendwas mit dem Fall zu tun hat, den ihr gerade bearbeitet.“
Hermine lief rot an vor Wut: „Das geht dich nichts an, Blaise. Und jetzt lass mich augenblicklich los!“, knurrte sie.

„Draco ist mein bester Freund, also...“
Hermine riss sich mit einem Mal los: „Das interessiert mich im Augenblick herzlich wenig, Zabini!“, meinte sie barsch und lief hastig weiter. Als sie die Bürotür von Harry erreichte riss sie diese ohne anzuklopfen auf und blickte sich wütend im Raum um. Harry, Ron, Kingsley und ein paar andere Mitarbeiter der Aurorenzentrale und aus Dracos Abteilung waren anwesend. Nur Draco nicht.

„Miss Granger, schön dass sie schon da sind. Wir haben Sie bereits erwartet“, begrüßte Kingsley sie freundlich, ohne ihren wütenden Gesichtsausdruck zu beachten.
„Wo ist Malfoy?“, wollte Hermine sofort wissen. Blaise hatte währenddessen die Bürotür erreicht und wenn der dunkelhäutige Slytherin hätte rot werden können, dann wäre er wohl jetzt in diesem Augenblick im Boden versunken.
„Es tut mir Leid, Minister. Aber...“
„Kein Problem, Mister Zabini“, wehrte Kingsley Shacklebolt den Entschuldigungsversuch von Blaise ab, doch Blaise fühlte sich dennoch sichtlich unwohl.
Hermine blickte sich völlig durcheinander zu Blaise um und schüttelte mit dem Kopf, als wollte sie ihre Gedanken ordnen: „Was geht hier vor?“

„Komm, Mine“, meinte Ron und packte seine Freundin beim Arm, um sie aus dem Raum zu bringen.
„Ich erwarte Sie später in meinem Büro, Miss Granger“, hörte sie Kingsley ihr noch nachrufen, während Ron sie sanft aus dem Raum und den Gang hinunter schob. Als sie sein Büro erreichten.
„Ron, was geht hier vor?“, fragte sie aufgebracht. „Warum will Kingsley mich sprechen?“

„Hat er dir was getan?“, fragte Ron, ohne auf ihre Frage einzugehen.
„Was? Wer soll mir was getan haben?“, Hermine starrte ihn entsetzt an. Wovon sprach Ron.
„Malfoy! Ich spreche von Malfoy!“, erklärte Ron ernst und schob sie sanft auf einen freien Stuhl. „Hat Malfoy dir irgendwas getan?“
„Wie bitte?“, fragte Hermine. Ihr war fast schon zum Lachen zumute. Nein, er hatte ihr nichts getan. Nicht direkt. Er war nur Schuld dass ihr Leben aus dem Ruder lief. Malfoy war an all diesen Dingen Schuld.

Es war so einfach, einfach Draco die Schuld für all diese Dinge zu geben.

„Wie... wie kommst du darauf, dass er mir was getan hat?“
Ron seuftzte. Er rieb sie die Schläfen und schloss resignierend die Augen, so wie Sirius es vor wenigen Minuten noch getan hatte.
„Kingsley hat ihm gerade erklärt, dass er sich in den nächsten zwei Wochen nicht sehen lassen soll“, berichtete Ron. Hermine riss die Augen auf. Sie setzte zum Reden an, doch Ron hob die Hand. „Bitte lass mich ausreden, Mine“, bat er und Hermine zwang sich zum schweigen.
„Die Presse hat gestern unschöne Dinge geschrieben. Nach all dem, was gestern aufgeflogen ist... es wird vermutet, dass McGonagall gestern nur als freie Person aus dem Ministerium gelassen wurde, weil Malfoy mit ihr unter einer Decke steckt.“
„WIE BITTE?“ Hermine starrte ihn entsetzt an.
„LASS MICH AUSREDEN!“, brauste Ron auf. „Sie sagen es sein unverantwortlich gewesen einen Malfoy diese Verhandlung leiten zu lassen... Eben einfach weil er ein Malfoy ist.“
„Das ist...“

„Sie haben dich da mit reingezogen!“, schnitt Ron ihr leise das Wort ab. Er hatte ihr den Rücken zugedreht, doch nun wandte er sich betroffen zu ihr um.
„Sie zweifeln deine Glaubwürdigkeit und deine Loyalität zum Ministerum an, weil du gestern mit Malfoy das Ministerium verlassen hast.“ Hermine starrte ihn an. „Astoria Greengrass war gestern Mehrfach im Ministerium und hat sich nach Draco erkundigt, aber niemand konnte ihm sagen, wo er abgeblieben war. Niemand wusste wo er war. Alles was man wusste, war, dass er mit dir das Ministerium verlassen hat.“ Ron hielt inne.
„Und nach all dem was heute morgen passiert ist, platzt du mitten in die Besprechung der Lage und fragst als aller erstes nach Malfoy?“ Ron seuftzte.

„Ist... ist das dein Ernst?“, fragte Hemrine. Das waren die ersten Worte, die sie zustande brachte.
„Wo warst du gestern mit Malfoy?“
„Das ist dein Ernst“, erklärte sie entsetzt. „Ich... kann das echt nicht fassen. „Ronald Weasley, sag mir sofort, dass du nicht einen Satz von dem glaubst, was die Presse über Professor McGonagall schreibt.“
„Ich bin momentan nicht in der Lage über irgendwas davon objetktiv zu urteilen“, meinte Ron trocken.
Hermine lachte auf: „Ich fasse es nicht. Sag mir Bitte, dass Harry nicht ein Wort davon glaubt.“
„Hermine, wir...“
„NEIN!“, fuhr Hermine ihn an. „Hör auf damit. Ich will kein Wort davon hören. Nicht ein einziges, Ronald. Wir reden hier von Professor McGonagall. Wir reden von unserer ehemaligen Hauslehrerin. Wir reden von einer Hexe, die im Wiederstand dem Orden immer loyal geblieben ist. Wie könnt ihr nur anfangen an ihr zu Zweifeln?“
„Darum geht es doch gar nicht! Hermine, ich will wissen...“

„NEIN!“, Hermine sprang von dem Stuhl auf und riss die Tür auf. Ron lief ihr nach, doch Hermine wollte nichts mehr hören. Das konnte niemals wahr sein. Das hier war ein Alptraum.
„Hermine, bleib stehen. Wir müssen reden!“, rief Ron.
„Ich rede mit dir über überhaupt nichts mehr“, fuhr Hermine ihn barsch an. Die warf einen kurzen Blick in Harrys Büro. Immer noch waren die vielen Zauberer aus Harrys und Dracos Abteilung anwesend, doch der Minister war verschwunden.
„Hermine, hör mir zu...“

„Der Minister will mich sprechen“, erklärte sie laut, sodass alle sie es hören konnten. „Ich habe jetzt keine Zeit für dieses Kindertheater.“ Ron schaute sie entsetzt an, doch sein Blick wurde von Hermines Verletztem Gesichtsausdruck bei weitem überboten.
„Hermine!“, nun wandte auch Harry das Wort an sie und während sie auf die Fahrstühle zu lief, folgten ihr ihre beiden besten Freunde.
„Hermine, wir müssen mit dir reden. Und zwar noch bevor Kingsley es tut“, erklärte Harry laut.

Hermine drehte sich aufgebracht zu ihm um: „Soll ich dir was sagen, Harry James Potter“, die letzten Worte kamen von ihren Lippen, als wären sie eine Krankheit. „Das ist mit völlig gleich. Erinnerst du dich an unser Gespräch gestern Abend?“, fragte sie. Harry seuftzte und nickte.
„Schön. Wirklich schön, dass du dich daran noch erinnern kannst“, bluffte sie ihn an. Ihre Stimme begann zu versagen. „Wenn meine Loyalität zu Professor McGonagall mich meinen Job kosten sollte, dann ist das eben so“, erklärte sie. Ron und Harry rissen entsetzt die Augen auf. Hermine schluckte und kniff die Augen zusammen.

„Ich fasse es nicht, dass ihr so über sie denken könnt“, meinte sie. „Ich kann nicht glauben, dass ihr all das, was passiert ist so ignorieren könnt.“ Sie wandte sich ab, als die Fahrstuhltür aufging.
Harry und Ron folgten ihr in den Fahrstuhl. Er war so gut wie leer. Doch Harry schmiss alle weiteren im Fahrstuhl raus und so waren sie alleine.

„Gestern noch hast du mir gesagt, dass Kingsley alle in eine andere Abteilung versetzten will, die sich öffentlich gegen McGonagall stellen. Wie kommst du dazu deine Meinung so zu ändern?“, fuhr sie Harry lauthals an.
„Malfoy verschwindet den gesamten Tag spurlos und ganz plötzlich willst du in den Grimmauld Place ziehen. Vielleicht könntest du uns lieber ersteinmal das erklären?“, knurrte Ron sie an. Wie konnte ihr soetwas vorwerfen?
„Wie kannst du an der Vergangenheit festhalten, wie an einem Tuch?“, fragte Harry emotionslos. „Menschen ändern sich!“

Hermine stockte er Atem, als ihr Tränen in die Augen stiegen, doch sie wagte es nicht vor den beiden in Tränen auszubrechen. Sie würde keine Schwäche vor ihnen zeigen. „Das sehe ich!“, sagte sie verletzt und blickte den beiden nacheinander direkt in die Augen. „Ja, das sehe ich ganz eindeutig, Harry. Menschen ändern sich.“

„Ich kann nicht glauben, dass ich mich so in euch getäuscht habe“, erklärte sie. Dann öffnete sich die Fahrstuhltür und sie schritt auf den Schreibtisch vor Kingsley Shacklebolt's Büro zu. Harry und Ron ließ sie im Fahrstuhl zurück.

Es fühlte sich wie ein Schlag ins Gesicht an. Sie hatte den Grimmauld Place noch keine Stunden verlassen und schon veränderte sich nacheinander alles vollkommen. Sirius hatte nicht mit ihr sprechen wollen. Sie hatte Draco anschreieen wollen. Sie hatte ihm ins Gesicht schlagen wollen. Sie hatte ihn für all diesen Schmerz den sie und Sirius teilten verantwortlich machen wollen, als Ron und Harry noch so viel mehr weh taten, als sie es für Möglich gehalten hatte.
„Meine Freunde brauchen mich!“ Das war für Hermine Begründung genug gewesen Sirius zu verlassen. Sie hatte allen Schmerz in Kauf genommen, um für ihre Freund da zu sein. Und nun erschien es ihr, als wäre das vollkommen umsonst gewesen.

„Der Minister will mich sprechen“, sagte sie erklärte sie der Hexe hinter dem Schreibtisch. Sie schien Hermine zu erkennen und nickte ihr zu.
„Der Minister erwartet sie bereits, Miss Granger.“

„Hermine, warte!“ Ron rief ihr nach, doch Hermine klopfte gegen die Bürotür des Ministers und, als sie herein gebeten wurde betrat sie das Büro ohne auf ihren Freund zu achten.

„Guten Morgen, Miss Granger!“, sagte der Minister, noch während Hermine die Bürotür hinter sich zuzog. „Ich danke Ihnen, dass Sie meiner Bitte mit Ihnen zu sprechen so schnell nachgekommen sind.“
Hermine schluckte. Kingsley Siezte sie. Er hatte es im Krieg nie getan und auch nach dem Krieg hatte sie es dem Minister niemals abgechlagen sie weiterhin zu Duzen, auch all die Jahre nach denen sie längst volljährig gewesen war.

„Guten Morgen, Minister“, sagte Hermine langsam und blieb neben der Tür stehen.
„Setzten Sie sich Bitte!“, bat er doch Hermine blieb weiterhin stehen.
„Wenn Sie der Ansicht sind, dass ich nicht mehr weiter im Ministerium arbeiten sollte, weil ich weiterhin daran glaube, dass Professor McGonagall nichts mit all diesen Dingen zu tun hat, dann sagen Sie mir das Bitte gleich und reden Sie nicht lange drum herum“, sagte Hermine. Ihr stockte der Atem. Sie konnte noch nich begreifen, dass das alles passierte.

„Setzt dich, Hermine“, forderte Kingsley sie auf. „Ich habe nicht die Absicht dich zu feuern“, erklärte er und ganz langsam schien Hermine sich ein wenig zu entspannen.
„Ich befürchte allerdings, dass heute Morgen eine Menge Dinge geschehen sind, die mich zum handeln zwangen.“

Hermine seuftzte und ließ sich auf einem freien Stuhl gegenüber des Ministers nieder und begutachtete Kingsleys besorgten Gesichtsausdruck.
„Ich werde dich jetzt in eine Absprache einweihen und ich hoffe, dass du mit diesen Informationen sicher umzugehen weißt“, sagte Kingsley. Hermine blickte ihn verwundert an. „Ich bitte dich, selbst zu Potter und Weasley kein Wort zu sagen!“

Hermine atmete tief die Luft ein: „Ich verstehe nicht...“
„Der Angriff auf Hosgmeade heute Nacht lässt mich zu keinen anderen Mitteln greifen“, erklärte der Minister ernst.
„An...Angriff auf Hogsmeade?“wiederholte Hermine fassungslos. „Aber... aber... Sie können doch nicht ernsthaft glauben, dass Professor...“
„Professor McGonagall genießt mein vollstes Vertrauen, Hermine“, lächelte Kingsley sie sanft an. „Dennoch müssen wir vorsichtig sein. Ich weiß nicht was Potter und Weasley dazu bewegt hat ihre Meinung in dieser Sicht zu ändern, allerdings bleibt mir nun keine andere Wahl, als die beiden aus den Angelegenheiten heraus zu halten.“ Hermine riss die Augen auf.
„Aber das können Sie nicht machen. Nach allem was Harry...“
„Nach all dem was passiert ist, könnte man Mr. Potter eine gewisse menge mehr Verstand zutrauen“, schnitt der Minister ihr das Wort ab. „Es tut mir Leid für Mr. Potter. Aber das hier sind keine einfachen Angriffe, Hermine. Irgendjemand versucht etwas und es scheint ihm sogar zu gelingen.“

„Wovon sprechen Sie, Minister?“
„Das Ministerium beginnt sich zu spalten, Hermine. Potter, Weasley und Sie sind Kriegshelden, Hermine. Ihre Geschichte über den Kampf gegen Lord Voldemort vor drei Jahren ist legendär und Sie drei standen immer als Einheit da. Anscheinend hatte jemand vor Sie zu spalten und es ist ihm auch gelungen. Potter und Weasley verfolgen nun leider ebenso wie die Presse die Vorstellung, dass Mr. Malfoy an all diesen Dingen Schuld sei.“ Kingsley hielt inne.

Hermine seuftzte: „Ich kann Ihnen versichern, dass Draco Malfoy mit all dem nichts zu tun hat, Sir. Er war bis spät abends bei mir.“ Sie blickte Kingsley an. „Und falls das für Sie ebenfalls...“
„Ich lege keinen Wert auf die Gerüchteküche über irgendwelche Affären zwischen Ihnen und Mr. Malfoy“, erklärte Kingsley. „Wenn Sie mir versichern, dass es keine Affäre gibt und das Mr. Malfoy bei Ihnen in der Wohnung war und damit nichts damit zu tun haben kann, dann glaube ich Ihnen das.“
„Ich habe keine Affäre mit Draco Malfoy und ich versichere Ihnen, dass er mit all dem nichts zu tun hat“, erklärte Hermine fest entschlossen.
„Gut. Hör mir gut zu, Hermine. Ich übertrage Ihnen hiermit die volle Verantwortung für diesen Fall.“
„Sir, das gehört nicht zu meinem Aufgabenbereich. Ich...“
„Ab jetzt ist es dein Aufgabenbereich“, sagte Kingsley. „Ich habe bereits mit Mr. Malfoy alles abgesprochen, als ich Ihn heute morgen offiziell beurlauben musste. Mr. Zabini wartet vermutlich bereits in Ihrem Büro. Er wurde ebenfalls eingeweiht. Sie drei sind verantwortlich.“

Hermine atmete tief durch: „Halten Sie das für eine so gute Idee?“
„Wenn Mr. Potter und Mr. Weasley damit beginnen an Leuten zu zweifeln, an denen man nicht zweifeln sollte, dann Ja!“, sagte Kingsley. „Ich werde versuchen mit den beiden zu reden, aber in erster Linie ist es wichtig die Untersuchung dieser Dinge gewissenhaft fortzuführen. Sollten Potter und Weasley wieder zu Vernunft kommen, dann werde ich sie persönlich wieder in alle Geschehnisse einweihen.“
Hermine nickte langsam, aber zögerlich. „Wer weiß noch davon?“, fragte sie.
„Mr. Flint aus der Abteilung für magische Unfälle ist ebenfalls eingeweiht und Ms. Bell aus der Auroren Zentrale“, erklärte Kingsley. Er war aufgestanden und suchte in seiner Schreibtischschublade nach ein paar Unterlagen.

„Ich habe gehört, dass du im Grimmauld Place untergekommen bist!“, sagte Kingsley. Es klang fast beiläufig.
„Ja. Ich war gestern bei Harry und habe darum gebeten dort wohnen zu dürfen. Meine Mitbewohnerin hat den Mietvertrag gekündigt und ist wieder zu ihrem Vater gezogen!“, erklärte Hermine.
„Denkst du es wäre möglich, wenn ihr euch im alten Hauptquartier trefft um an dem Fall zu arbeiten?“, fragte Kingsley. Hermine schnürrte es die Kehle zu.
„Im... alten Hauptquartier?“, fragte sie.

„Mir ist klar, dass du dort wohnen und nicht arbeiten willst, aber es wäre sicher und...“
„Natürlich“, sagte Hermine. „Das geht schon in Ordnung... Das... das klappt schon. Allerdings... da wäre noch die Sache mit dem Zungen-Fessel-Fluch“, sagte sie, als wäre das das einzige Problem mit dem Haus. „Harry hat ihn nach dem Krieg nie entfernt und ich kenne mich damit nicht aus...“
„Oh, ich werde dir gleich noch eine Eule zukommen lassen. Dann wirst du ihn vor der ersten Zusammenkunft im Grimmauld Place lösen können.“

„Danke, Minister“, sagte Hermine, dann stand sie auf.
Er reichte ihr ein paar Unterlagen: „Ich begleite dich in deine Abteilung. Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht du wärst gefeuert.“ Kingsley lächelte Hermine an und sie nickte dem Minister dankend zu.
„Ich habe vollstes Vertrauen in dich und den Neuaufbau des Ordens!“, erklärte Kingsley.

Gemeinsam an der Seite des Zaubereiministers verließ Hermine das Büro des Ministers. Gemeinsam an Kingsleys Seite betraten sie den Fahrstuhl. Gemeinsam an der Seite des Zaubereiministers betraten sie den Flur im Zweiten Stock. Sie gingen an den verschiedenen Abteilungen und Büros vorbei, bis sie Hermines Abteilung erreicht hatten.

„Guten Morgen“, erklärte Kingsley laut. Hermine achtete nicht auf die Blicke der anderen in der Abteilung sondern schritt geradewegs weiter in ihr Büro. Überrascht stellte sie fest, dass neben Blaise auch Harry und Ron im Büro waren und stumm auf die zu warten schienen.
„Wir reden später, Blaise“, erklärte sie in seine Richtung. Sie nahm sein Nicken zur Kenntnis und drückte ihr einen Briefumschlag in die Hand.
„Ich erwarte dann deine Nachricht“, meinte er, bevor er das Büro verließ.

„Was wollt ihr hier?“, fragte Hermine tonlos. Sie beschwor einen Karton aus dem Nichts und legte mehrere Ordner und Unterlagen hinein.
„Bist du gefeuert worden?“, fragte Harry langsam.
„Nein, aber du kannst Kingsley ja darum bitten, wenn dir das lieber wäre“, sagte Hermine. Sie blickte kurz auf.
Harry verzog das Gesicht: „Du bist so starrsinnig.“
„Und ihr seid blind!“, sagte sie laut. Die Köpfe in der Abteilung drehten sich in ihre Richtung. Hermine nahm den Karton und betrat wieder die Abteilung. Kingsley war immer noch anwesend.

„Miss Granger hat sehr wichtige Dinge zu erledigen und wir absofort von Zuhause aus arbeiten. Ich verlange von Ihnen, dass Sie es schaffen die Dinge einigermaßen so zu regeln. Sollte dies nicht klappen, werde ich Miss Granger unverzüglich zurück beordern müssen. Allerdings wird sie genug zu tun haben.“ Harry und Ron wechselten hinter Hermines Rücken verständnislose Blicke. „Mister Odgen“, Kingsley wandte sich an einen Mitarbeiter in der Abteilung: „Es wird ihre Aufgabe sein, Miss Granger jeden Abend über alle wichtigen Geschehnisse zu informieren. Sollte dies nicht passieren, dann werde ich es erfahren.“ Hermine sah wie Odgen schluckte.

„Ich wünschen Ihnen einen angenehmen Tag“, erklärte Kingsley. „Miss Granger, haben Sie etwas dagegen wenn ich Sie noch hinter begleite?“, fragte Kingsley und nahm Hermine den Karton ab.
„Natürlich nicht, Minister“, sagte Hermine und warf noch einen letzten Blick über ihre Schulter hinweg zu Ron und Harry.

In der Eingangshalle des Ministeriums kam Katie Bell auf sie zugerannt: „Mister Shacklebolt“, rief sie laut und ihre Schritte wurden schneller. Hermine musterte die etwas ältere Hexe. Sie hatte Katie seit Monaten nicht mehr gesehen.
„Schön dich zu sehen, Hermine“, begrüßte die ältere sie. Hermine nickte.
„Alles soweit erledigt, Miss Bell?“, fragte Kingsley. Katie nickte. „Flint ist gerade bei den Malfoys und Malfoy bringt seine Tante in Sicherheit.“
„Seine Tante? Sie meinen Draco ist bei...“
„Ich hielt es in anbetracht der Umstände, dass gerade die Malfoys in diese Dinge hineingezogen werden für sehr viel sicherer, wenn Mrs. Malfoys Schwester in Sicherheit gebracht wird“, erklärte Kingsley.
„Wo bringt Draco sie hin?“
„Ich erzähle es dir später“, versicherte Katie.
„Sie brauchen sich keine Sorgen um ihr Patenkind zu machen, Miss Granger“, erklärte Kingsley beruhigend. „Dem jungen Mr. Lupin wird es gut gehen.“ Hermine atmete erleichtert aus.

Teddy. Sie hatte seit gestern Abend nicht mehr an den kleinen gedacht. Und gesehen hatte sie ihn seit Weihnachten auch nicht mehr. Und sie vermisste die Anwesenheit des kleinen ungemein. Hermine selbst hatte es nie für möglich gehalten, aber nach all dem was in der Vergangenheit passiert war, hatte Remus nicht nur Harry, sondern auch Hermine zum Paten seines Kindes gemacht. Sie war ihm so Dankbar für diesen Vertrauensbeweis gewesen.

„Aber keine weiteren Diskussionen hier. Es ist zu unsicher“, meinte Kingsley und deutete auf eine Meute von Journalisten des Tagespropheten, die auf sie zu liefen.
„Miss Granger, suchen Sie unverzüglich die Schulleiterin auf. Es wird Dinge zu besprechen geben.“ Hermine nickte hastig, nahm Kingsley ihren Karton ab und verschwand dann mit Katie in Richtung der Kamine, als die Leute vom Tagespropheten auf Kingsley zu kamen.

„Kannst du den anderen eine Nachricht zukommen lassen?“, fragte Hermine Katie schnell. Katie nickte. „Gut. Ich habe noch ein paar Dinge zu klären. Wir treffen uns heute Abend in Muggellondon, verstanden? Vor Kings Cross. Von da aus laufen wir zum Treffpunkt.“
„Kings Cross?“, fragte Katie.
„Es ist sicherer sich erst dort zu treffen. Wenn die Nachrichten abgefangen werden...“
„Ich verstehe. In Ordnung. Heute Abend um sieben?“ Hermien nickte.

Katie verschwand mit raschen Schritten. Hermine griff in ihre Umhangtasche, in der sich immer eine kleine Portion Flohpulver befand und trat in den Kamin. Mit leiser Stimme flüsterte sie: „Grimmauld Place Nummer Zwölf.“ Ein Sog sorgte dafür, dass Hermine ihre Augen fest zukniff. Sie krallte ihre Finger in den Karton.
In der Küche des Grimmauld Place stolperte sie aus dem Kamin und der Karton schleuderte die Sachen durch die Küche.

„Verdammte Scheiße“, fluchte Hermine laut auf. Sie bemühte sich schnell auf die Beine zu kommen und sammelte die Mappen hastig wieder zusammen.
„Hermine?“ Sie Kopf schoss in die Höhe, als sie Sirius' Stimme vernahm. Er stand in der Küchentür und blickte auf sie hinab.
„Hab ich euch geweckt? Tut mir Leid, wirklich. Wir haben allerdings ein paar andere Probleme“, meinte sie hastig und ohne zu überlegen.
„Malfoy ist hier“, sagte Sirius ohne auf sie einzugehen.
„Es tut mir Leid wegen heute Morgen aber... was? Er ist hier? Was tut er hier? Er soll doch...ARG!“ Sie ließ den Karton achtlos stehen und schnellten an Sirius vorbei. „Wo ist er?“, fragte sie. Sirius deutete auf das Wohnzimmer im ersten Stock. Hermine öffnete die Tür. Remus, Severus und James starrten sie entsetzt an. Sie saßen in Sesseln. Draco stand am Fenster und wandte den Blick zu ihr um.

„Guten Morgen, ich...“
„Was tust du hier?“, fuhr sie ihn an. „Du hast eine Aufgabe. Wie kommst du dazu hier aufzutauchen. Du sollst sie in Sicherheit bringen. Wie kannst du so kopflos sein? Der Minister hat gesagt, dass es wichtig ist und nach all dem, was er uns anvertraut...“
„Hermine, beruhig dich wieder!“ Draco war auf sie zugeschritten und hielt sie an den Schultern fest.
„Beruhigen? Er ist alles was mir nach dem gestrigen Tag und heute Morgen geblieben ist. Er ist ALLES für mich und du sagst mir ich soll mich beruhigen?“, fuhr sie ihn entsetzt an.
„Hermine, was ist los?“ Remus blickte sie verwundert und besorgt an. Sie blickte Remus an. Sie erkannte Teddy. Sie hielt die Luft an und kniff die Augen zusammen. Sie würde es sich niemals verzeihen können, wenn Teddy etwas zustoßen würde.

„Merlin, beruhig dich“, meinte Draco beruhigend und schloss sie in die Arme. Ihr Herz schlug heftig. Die Angst stand ihr ins Gesicht geschrieben. Draco strich ihr beruhigend über den Rücken, doch es schien nicht zu helfen.
„Für was für einen Unmensch hältst du mich?“, fragte er, als er sie wieder aus seinen Armen entließ, aber sie immer noch an den Schultern festhielt. „Glaubst du ich weiß nicht, was er dir bedeutet? Ich habe sie längst in Sicherheit gebracht. Aber da ich nicht mehr ins Ministerium konnte, bin ich hier her.“

Ich habe sie längst in Sicherheit gebracht. Hermine seuftzte auf und taumelte ein paar Schritte zurück. Sirius hielt sie fest.
„Was geht hier vor?“, fragte er.
„Hogsmeade wurde angegriffen“, erklärte Draco. Hermine wollte ihn anschreieen, dass sie nichts wissen sollten, doch ihre Stimme erlaubte es ihr nicht. „Und man macht mich dafür verantwortlich.“
Hermine spürte, wie sich Sirius Finger in ihren Arm bohrten: „Und bist du dafür verantwortlich, Malfoy?“

„Ich habe eigentlich ein ziemlich gutes Alibi. Zur Zeit der Tat habe ich nämlich für dich den Babysitter gespielt“, bluffte Draco ihn an.
„Schluss damit, wir haben viel größere Probleme“, meinte Hermine und rieb sich die Stirn. „Der Minister will, dass wir uns hier treffen, um an der Sache zu arbeiten.“

„HIER?“, entfuhr es Draco entsetzt. „Wie kommt er auf die Idee...“
„Er hat erfahren, dass ich hier eingezogen bin“, erklärte Hermine matt.
„Na und?“, fragte James nun. „Malfoy weiß ohnehin das wir hier sind. Wo liegt das Problem?“
„Weil nicht nur Hermine und ich an der Sache arbeiten, sondern auch noch ein paar andere“, sagte Draco genervt. „Scheiße!“, entfuhr es ihm. „Was willst du tun?“
„Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung“, gestand Hermine niedergeschlagen.


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Luna ist auch eine Person, in die ich mich von Anfang an verliebt habe. Sie gibt der Handlung einen wichtigen, neuen Anstrich und sie lässt Harry Dinge anders betrachten. Ich war ihr wirklich von Anfang an verfallen.
Michael Goldenberg