
von Mausi-Buh
âLass diesen Tag nieeeeeee herum gehen. Bitte!â
Mary steht vor dem Fenster, das weit geöffnet ist, und brĂŒllt diese Nachricht nach drauĂen.
âMary bitteâŠâ
Ich ziehe die Augenbrauen hoch und setze mich auf mein Himmelbett.
âAch Lils nehm die nicht so ernst Mary ist nicht ganz richtig im Kopf.â
Feli kichert und Mary stemmt empört die HÀnde in die Seiten und fÀngt dann auch an zu lachen.
âHe Feli das sagt die richtige ja!â
Sie packt das Kissen neben sich und schmeiĂt es mit voller Wucht. Da Mary aber nicht wirklich gut zielen kann trifft sie, statt Feli, die arme Maggie. Mit einem âUffâ fĂ€llt sie zurĂŒck in die weichen Kissen ihres Bettes.
âMerlin Maggie! Ich wollte dich nicht treffen, wirklich.â
Sie eilt auf ihre Freundin zu die sich lachend den Kopf reibt.
âDu Troll du.â, murrt Maggie doch grinst breit.
âSag mal Maggie bist duâŠâ
Ein leises hĂŒsteln unterbricht mich und als ich aufschaue sehe ich das Feli mir einen warnenden Blick zu wirft. Okay anscheinend war es das völlig falsche Thema.
âAch schon okay du willst doch sicher fragen ob ich noch mit Jack zusammen bin oder?â Ihr blick wird wehleidig und ich nicke. Der frĂŒhere Hufflepuff Jack war der Schwarm sehr vieler MĂ€dchen gewesen als er noch auf Hogwarts war. Maggie hat sich mit ihm eingelassen obwohl wir sie gewarnt haben da Jack fast genauso schlimm ist wie Potter und Black.
âNein Lily Jack und ich das ist Geschichte er ist ein miesesâŠâ Sie unterbricht sich selbst hĂŒstelnd. âNa ihr wisst schon was ich meine. Auf jeden Fall hat er mich betrogen. Vor meinen Augen! Auf einer Party zu der wir eingeladen waren und jetzt ratet mal mit wem!â
Jack hatte also Maggie betrogen. Wie konnte er das bloĂ tun? Maggie war zwar still, die meisten wĂŒrden sie als schĂŒchtern beschreiben aber sie denkst sich eben meist ihren Teil und zu den passenden Moment gibt sie das richtige Kommentar, dazu ist sie auch noch Unnahbar, ja manchmal fast GefĂŒhllos. Und trotzdem immer lieb, freundlich und sozusagen Aufgeschlossen zu den Leuten denen sie Vertraut und die sie schon ewig kennt.
âMhm also ich weiĂ es ja. Sollen Lily oder Mary raten.â
Felizia streckt sich gÀhnend und Mary bewegt sich endlich vom Fenster weg.
âOkay mal ĂŒberlegen kennen wir sie?â Maggie nickt. âGut⊠ist sie in Gryffindor?â Sie nickt wieder.
âMochtest du sie?â frage ich dazwischen. Sie schĂŒttelt den Kopf. âGrace-Barbie-Jason?â
Grace ist das unausstehliche MÀdchen unseres Jahrgangs sie hat ihren Spitznamen Barbie dadurch das sie aussieht wie eine mit ihren Platin blond gefÀrbten Haaren und den meist Rosa oder Pinken Klamotten.
âAuchâŠâ Maggie schaut auf ihre HĂ€nde. âEs war ihre ganze MĂ€dchenbande sie wollten mir Jack schon lange ausspannen und sie wussten das er nicht widerstehen kann. Ich habe so gehofft das er mir endlich treu ist. Aber nix da mir geht er auch fremd⊠mit Barbie, Nadine, Stella und Gina! Stellt euch vor gleich mit allen nacheinander und ich musste mir alles ansehen!â
Nadine Packer, Stella McDonald und Gina Stone sind die Zicken die zu ihrer AnfĂŒhrerin Barbie gehören. Wir streiten uns schon seit der ersten Klasse mit ihnen und ich habe gehört das der Streit zwischen Maggie und Grace schon lĂ€nger als die 7 Jahre in Hogwarts dauert. FrĂŒher waren sie mal beste Freundinnen gewesen doch was geschehen ist sagt keiner von beiden.
âNEIN! Das kann doch nicht war sein so ein Idiot!â M
Mary setzt sich zu ihr aufs Bett und zu meiner Ăberraschung beginnt Maggie ĂŒber ihren Ex-Freund zu lĂ€stern. Das ist gar nicht ihre Art. Ich will mich gerade ein wenig mit Feli unterhalten als sich sehe das sie eingeschlafen ist. Wie sĂŒĂ. Na dann werde ich auch mal schlafen gehen. Zufrieden ziehe ich die Decke bis zu meinen Ohren und schlafe nach kurzer Zeit ein.
Wieder ertönt diese grausame Stimme. âDu wirst nie Ruhe vor mir haben Lily. Nie. Ich werde dich finden und deine Familie töten. Nicht nur deine Eltern sondern auch die Familie die du danach haben wirst!â Ein lauter Schrei hallt in meinem Kopf wieder. Es ist Baby GebrĂŒll. TrĂ€nen laufen mir die Wagen herunter. Nein nicht mein Sohn.
Ich wache auf und fahre mir zittrig ĂŒber das nasse Gesicht. Ich hatte geweint. Was hatte das zu bedeuten? Woher hatte ich gewusst das diese Schreie von meinem Sohn stammen? Ich hatte doch keinen Sohn und auch keinen passenden Vater dazu! Ich setzte mich auf und schenke mir kĂŒhlen KĂŒrbissaft ein. Ach er tut so gut. Was soll ich bloĂ tun? Ich muss irgendjemanden davon erzĂ€hlen!
âMary...â Ich hĂŒpfe aus dem Bett und schleiche zu ihr herĂŒber. âMary!â Sie stöhnt und ich schĂŒttle sie fester. âMary wach auf!â
Mary dreht sich um und murmelt: âNoch 5 Minuten.â
âMary!â, zische ich ihr ins Ohr und sie schreckt auf.
âLily! Was soll das was ist den los?â Besorgt blickt sie mich an. Sie ist sofort hell wach. âHast du geweint?â Mary streicht mir ĂŒber das Gesicht.
âJa⊠Mary ich muss dir was erzĂ€hlenâŠâ
âOh Lily! Du musst es Dumbledore erzĂ€hlen.â
Mary sitzt mit weit aufgerissenen Augen vor mir. Ich habe ihr gerade meine ganze Traumgeschichte erzÀhlt.
âNein wirklich ich denke es geht vorbeiâŠâ, murmle ich doch Mary unterbricht mich sauer: âLily!! Sag es ihm sofort verstanden? Ich habe keine Lust auch noch meine beste Freundin wegen Du-weist-schon-wem zu verlieren!â
Ihre Augen schwimmen in TrĂ€nen. Erst letztes Jahr wurde Marys Vater von Totessern gefoltert und anschlieĂend umgebracht. Er war ein Muggel und Sie hat seinen Tod bis jetzt noch nicht ĂŒberwunden.
âDu wirst mich doch nicht verlieren wegen solch dummen TrĂ€umen. Oh Mary.â Ich umarme sie. âGeh wieder schlafen ich wollte dich nicht aufregen.â
Sie nickt und legt sich wieder hin. Ich gehe auch wieder ins Bett doch als ich nach einer halben Stunde ihren ruhigen Atem höre stehe ich wieder auf. Schlafen kann ich jetzt eh nicht mehr also werde ich mich mit einem Buch in den Gemeinschaftsraum setzen.
Ich summe leise vor mich hin und kuschel mich in meinen Lieblingssessel vor dem Kamin. Plötzlich bemerke ich wie jemand hinter mir steht. Ăngstlich ziehe ich die Luft ein und drehe mich ganz langsam um.
âPotter!â, quietsche ich ĂŒberrascht als ein, nur in Boxershorts bekleideter, Potter verschlafen vor mir steht und sich die Augen reibt.
âEvans wasâŠ?â Erstaunt blickt er sich um. âWarum bin ich hier unten?!â
âSchlafwandelst du?â, kichere ich.
Potter und schlafwandeln. Das passt.
âĂh nicht das ich wĂŒsste.â, murmelt er und lĂ€sst sich neben mich fallen.
Ob ihm schon aufgefallen ist das er halb nackt neben mir sitzt? Und wow hat Potter einen Oberkörper. Das viele Quidditchtraining hat sich eindeutig bezahlt gemacht. Lily!? Was denkst du da? Das ist Potter, der Junge den du mehr hasst als alles andere auf der Welt!
âHĂ€tte ich nie gedacht. Der groĂe James Potter schlafwandelt.â
Ich kichere wieder und er stupst mich in die Seite.
âHe Evans sei nicht so gemein! He stell dir mal vor wir kommunizieren gerade ganz normal.â
Er grinst mich an und betrachtet mich von oben bis unten. Oho. NatĂŒrlich habe ich mein kĂŒrzestes und engstes Nachthemd angezogen.
âMhm stimmt Potter.â, murre ich und versuche möglichst unauffĂ€llig mein Kleidchen weiter herunter zuziehen.
âWas machst du eigentlich hier unten?â
Potter beugt sich zu mir herĂŒber. Es war mir noch nie aufgefallen aber⊠er riecht unheimlich gut. So⊠mĂ€nnlich. Einfach unglaublich. Merlin Lily beherrsche dich! Das ist Potter!
âIch konnte nicht schlafen und da hab ich gedacht ich hĂ€tte hier unten ein wenig ruhe aber nein⊠.â, erwidere ich zynisch und sein grinsen verschwindet.
âMerlin Evans wieso hasst du mich so?â
Er guckt wieder zu mir herĂŒber. In seinem Blick liegt so viel Trauer und Verzweiflung. Sollte ich ihm die Wahrheit sagen? Noch bevor ich meine Gedanken zu Ende gedacht habe antworte ich schon.
âWeil du schrecklich eingebildet, arrogant und nervig bist. Jede Woche musst du dir ein neues Weibliches Opfer suchen das ich dann trösten muss wenn du sie mal wieder betrogen oder ab serviert hast. Dazu denkst du auch noch das du der tollste und beste bist. Dein Selbstvertrauen ist wirklich unglaublich groĂ.â Ich hole tief Luft und sehe ihm in seine Haselnussbraunen Augen die mich sehr verletzt angucken. âKomm Potter mit deinem stĂ€ndigen Date Gefrage meinst du es doch nicht wirklich ernst. Du willst mich doch nur weil ich bis jetzt immer nein gesagt habe.â
âAber LilyâŠâ Potter senkt den Blick. âDenkst du das wirklich?â
âOh ja!â Ich klappe mein Buch zu und will aufstehen als er mich am Handgelenk festhĂ€lt. âWasâŠ? MpfâŠâ
Potter hat mich zu sich herunter gezogen und seine unglaublich weichen Lippen auf meine gelegt. Ich reiĂe die Augen auf. Potter hat seine Augen geschlossen⊠dieser blöde Kerl was macht der da?
âLily! Potter kĂŒsst dich!â schreit eine Stimmt in meinem inneren.
âOh ja und es ist toll.â schnurrt eine andere zurĂŒck.
âPotter!â brĂŒlle ich und schubse ihn von mir. Ich springe auf und baue mich vor ihm auf. Er steht auch auf und stellt sich ebenfalls vor mich. Jetzt noch autoritĂ€r herĂŒber zukommen ist sehr schwer da ich Potter gerade mal bis zur Brust reiche. âMach das nie wieder! Hast du mich verstanden?!â schreie ich ihn an.
Sauer stampfe ich zurĂŒck den meinen Schlafsaal und lasse eine völlig perplexen Potter zurĂŒck. Wie konnte er es wagen? Mich zu kĂŒssen? Dieser Troll! Kann er mich eigentlich nie in ruhe lassen? In Gedanken lasse ich mich in mein Himmelbett fallen und fahre hauchzart ĂŒber meine Lippen. Irgendwie muss ich tief in mir drin zugeben das es mir gefallen hat. Aber auch nur irgendwieâŠ
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel