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Fanfiction

Und sonst so? - Und sonst so?

von waterloo

„Jetzt mach nicht so ein Gesicht, Harry!“

Ginny stemmte resolut die Hände in die Seite und blickte ihn an: „Das wird großartig! Alle werden da sein!“

Harry wandte sich unwohl. Genau das war seine Befürchtung. Doch noch bevor er etwas hätte sagen können, packte Ginny seine Hand. Sie war unnachgiebig wie ein Niffler, Harry wusste das.

Ihr Griff war so fest, dass seine Finger schmerzhaft gequetscht wurden. Ihm war klar, dass auch sie nicht so unbeschwert war, wie sie im Moment tat. Denn auch wenn der Krieg vorbei war und die Toten inzwischen bestattet worden waren, eine ausgelassene Feier schien zu früh. Doch Ginny hatte sich in den Kopf gesetzt, diesen Tag zu genießen.

„Harry James Potter“, grinste sie, „noch einmal kommst du mir nicht davon.“ Dann zog sie ihn die Treppen hinunter in das Wohnzimmer ihrer Eltern, von wo aus sie gemeinsam in die Winkelgasse apparierten.
Staunend blickte Harry sich um. Ginny hatte Recht gehabt. Es waren alle da. Die Winkelgasse brummte wie ein Bienenstock. Unzählige Mitglieder der magischen Welt bevölkerten die schmale Straße. Es waren Tische und Stühle aufgestellt worden, Girlanden wiegten sich im sachten Sommerwind und über allem lag ein köstlicher Duft nach Zuckerwatte und gebrannten Mandeln.

Harry hätte die Musik, die spielte, gerne „Gedudel“ genannt, doch Ginny zuliebe verzichtete er auf diesen Kommentar.

„Sieh mal, Harry!“, sagte Ginny. „Dort ist Malfoy mit seinen Eltern.“

Er folgte ihrem Blick. Tatsächlich schritten die Malfoys Seite an Seite durch die Winkelgasse. Harry musste zweimal hinschauen, um sicher zu sein, dass es Professor Trelawney war, mit der Lucius Malfoy dort in ein Gespräch vertieft war.

„Oh! Und da ist Luna.“

Beide winkten Luna zu, die freudig zurückwinkte.

Überall in der Menge erblickte Harry bekannte Gesichter. Lächelnd grüßte er Professor McGonagall und winkte einigen Mitschülern zu.

„Potter!“

Harry blieb stehen und sah sich um.

„Hey, Potter!“

Draco Malfoy hatte sich von seinen Eltern getrennt und kam nun auf ihn zu. Seine Hände hatte er in die Taschen seines Anzugs gesteckt. Er schob sich langsam durch die Menschenmenge und schien es nicht sonderlich eilig zu haben.

Schließlich blieb er so dicht vor Harry stehen, dass dieser einen Schritt zurücktrat.

„Potter.“ Draco nickte ihm zu.

Dann wandte er sich Ginny zu: „Weaslette.“

Es entstand eine Pause.

„Ich will mit dir reden, Potter“, durchbrach Draco dann schließlich das Schweigen.

Niemand rührte sich.

„Weaslette, kannst du mich bitte mit Potter allein lassen?“, fragte Draco.

Harry wusste nicht, was ihn mehr verwunderte, die Tatsache, dass Malfoy tatsächlich ansatzweise höflich gewesen war, oder dass Ginny seine Hand sofort losließ und einen Schritt zurücktrat.

„Ich hatte vorhin gesehen, dass Ron Eismäuse dabei hat, ich geh und mops mir welche von ihm.“

Sie verschwand im Gewühl und Harry war mit Draco allein. Natürlich waren sie nicht wirklich allein – genau in diesem Moment wurde Harry von Aberforth Dumbledore angerempelt – doch es fühlte sich so an. Unruhig schaute Harry umher, überallhin, nur nicht in Malfoys Gesicht.

Malfoy begann, mit der Hand direkt vor Harrys Nase zu wedeln, so dass Harry gezwungen war, ihm Aufmerksamkeit zu schenken.

„Lass uns spazieren gehen, Potter.“

„Oh ... O – Okay.“

Draco setzte sich langsam in Bewegung und Harry folgte ihm. Vorbei an lachenden Menschen, vorbei an überladenen Blumenkübeln und vorbei an einem magischen Lautsprecher, aus dem verzerrt Musik quäkte.

„Willst du was trinken, Potter?“ Draco blickte ihn fragend an. „Butterbier? Oder Kürbissaft vielleicht?“

„Nein, passt schon“, beeilte Harry sich zu entgegnen.

„Wie du meinst.“

Sie gingen die Kopfsteingasse weiter entlang.

„Siehst du den großen, blassen Mann dahinten?“ Draco deutete auf die andere Straßenseite.

„Ja.“

„Der im schwarzen Umhang?“

„Jaha.“

„Das ist Sanguini.“

„Ja.“

„Er ist ein Vampir.“

„Ich weiß.“

„Ach so.“ Draco schien etwas enttäuscht zu sein. „Dass sie so was wie den frei rumlaufen lassen!“, grummelte er und schüttelte abfällig seinen Kopf.

Harry schwieg.

Nach einer Weile war es wieder Draco, der das Wort ergriff:

„Glaubst du, die Eulerei steht noch?“

„Was?“

„Beim Henker, Potter, bist du schwer von Capé ... Ich hab dich gefragt, ob du glaubst, dass die Eulerei noch steht.“

Harry hatte sich doch nicht verhört. „Wie kommst du darauf?“

„Weiß nicht, fiel mir gerade so ein.“ Malfoy kickte einen Kieselstein, der auf der Straße lag. „Weißt du, Potter, da war doch so viel Stroh und Holz. Wenn das Feuer fängt ...“

„Hab ich nie drüber nachgedacht“, gab Harry offen zu.

Draco zuckte seine Schultern und schwieg wieder.

Stumm lief Harry weiter neben Draco her, der nun beim Gehen die Straße zu seinen Füßen betrachtete. Dann sah er plötzlich auf und Harry direkt in die Augen, so dass dieser erschrak.

„Und sonst so?“

Harry war verwirrt.

„Was, und sonst so?“

„Na, und sonst so?“

Malfoy blickte ihn an, als sei er begriffsstutzig.

„Potter, was du sonst so machst! Wie es dir geht! Bei Salazar, ist denn das so schwer zu begreifen?“ Malfoy war laut geworden.

„Oh“, machte Harry. „Also ... ja.“

Malfoy verdrehte die Augen.

„Ähm ... also ...“ Harry überlegte. „Ich wohne zur Zeit bei den Weasleys ... So als ... Übergangslösung ... Sie wollten nicht, dass ich alleine wohne. Nicht direkt nach ... aber ... ich denke, ich ziehe bald in mein eigenes Haus ... Weißt du, das am Grimmauldplatz Nr. 12.“

„Aha.“

Harry überlegte, warum er Malfoy das alles erzählt hatte. Wieder herrschte ein Schweigen zwischen ihnen, das mit fremden Stimmen und Kinderlachen gefüllt wurde.

Harry holte tief Luft.

„Was möchtest du von mir, Malfoy?“

„Draco.“

„Was?“

„Du kannst mich Draco nennen, Potter.“

„...“

„Weißt du, so heiße ich nämlich.“

„Ich weiß, Mal... Draco.“

Harry seufzte.

In diesem Moment kamen sie an Weasleys Zauberhaften Zauberscherzen vorbei. George stand auf der Schwelle seines Scherzartikelladens. Noch immer empfand Harry den alleinigen Anblick Georges – ohne Fred an seiner Seite – als unglaublich fremd und falsch. Harry hob den Arm und winkte ihm zu. George winkte zurück, wobei Harry glaubte, Langziehohren in seiner Hand zu erkennen. Ein kleines Lächeln schlich sich in Harrys Gesicht.

„Weißt du noch, im Raum der Wünsche?“, fragte Draco mit einem Mal völlig unvermittelt.

„Ja.“ Harry nickte. Das Lächeln war aus seinem Gesicht gewichen.

„Das war knapp, oder Potter?“

„Ja.“

„Ja.“ Dracos Stimme klang dumpf.

Beide verfielen in ein stummes Brüten. Seite an Seite gingen sie nebeneinander her und achteten nicht auf das bunte Treiben um sie herum.

„Was wolltest du mir nun eigentlich sagen, Draco?“, wagte Harry schließlich zu fragen.

Für einen kurzen Moment sah Draco irgendwie irritiert aus, dann fing er sich wieder.

„Dein Jackett sieht gut aus, Potter.“

„Ja?“

„Ja.“

Harry räusperte sich verlegen.

„Ginny hat es ausgesucht.“

„Sieh mal einer an“, grinste Draco. „Und ich dachte, die kleine Wieselin schaut sich nur im Secondhandshop nach Kleidung um ...“

„Tja“, entgegnete Harry wenig geistreich.

„Tja“, echote Draco.

„Also ...“ Draco hielt kurz inne. „Ich muss dann auch mal wieder. Meine Eltern warten sicherlich schon ...“

„Ja“, stimmte Harry zu, „Ginny fragt sich bestimmt auch schon, wo ich stecke.“

„Man sieht sich dann also, Potter.“

Dracos Hände waren in seinen Taschen vergraben.

„Ja“, nickte Harry.

„Übermorgen, 16 Uhr, im Tropfenden Kessel?“

„Ja“, nickte Harry wieder, dann stockte er.

„WAS?“

Doch da hatte Draco ihm schon den Rücken zugekehrt und war zwischen den Feiernden verschwunden.

Ginny fand Harry kurze Zeit später, wie er allein auf den Treppen vor Ollivanders saß und abwesend vor sich in den Staub starrte.

„Harry!“

Er sah auf.

Ginny blickte besorgt auf ihn herab.

„Du siehst aus, als hättest du einen Irrwicht gesehen.“

Ein mattes Lächeln war alles, was Harry zustande brachte.


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