Liebes Tagebuch,
heute ist mein Geburtstag. Ich bin elf Jahre alt geworden und zwar genau vor zwei Stunden. Also um sechs Uhr. Mittlerweile sind Sommerferien und ich habe mich wie immer noch kein mal mit Sarah getroffen. Sie ruft täglich an, aber Papa erzählt ihr das ich meine Mandeln raus bekommen habe und ich deswegen nicht mit ihr reden kann. Und dass sie wenn sie bei mir wäre, nur reden würde und ich versuchen würde zu antworten. Daher solle sie nicht vorbei kommen. Papa ist ziemlich gut im Lügen und zurzeit ist er nur noch gereizt, da er niemanden seit einer Woche verprügelt hat. Naja da ja Sommerferien sind kann ich nicht groß Fehler machen und das nervt ihn. Mein Zeugnis fiel wie erwartet mit lauter Einser aus. Im Gegensatz zu Petunia denn die hat bei der Verhaltenswertung von den Lehrern nur drin stehen, dass sie den Unterricht ständig stört und nur lauter vierer hat in der siebten Klasse Realschule. Nun ich habe gehofft das ich mit meinem Zeugnis wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit und Lob von meinen Eltern bekomme, aber das war wie jedes Jahr nichts. Papa kann nicht verstehen warum ich das Monster überall beliebt bin und so gut in der Schule bin. Er meint das ich die Leute wahrscheinlich manipuliere und wenn sie mein wahres ich kennen würden schreiend davon rennen. Aber das stimmt nicht ich beeinflusse sie nicht. So etwas kann ich nicht. Papa meint das Sarah nur Angst vor mir hat und sie sich nur jeden Tag anruft, damit sie weiß wie lange sie noch Ruhe vor mir hat. Aber das glaube ich nicht oder besser gesagt, will ich das nicht glauben. Anderseits hat sie mich nicht besucht. Ich weiß ja was Papa zu ihr gesagt hat, aber trotzdem, wäre es nicht normal, wenn best friends sich gegenseitig sich besuchen, auch wenn der anderere krank ist. Würde man das nicht erst recht tun? Ich will wieder Schule haben die Sommerferien sind immer am langweiligsten. Papa geht heute mit Mama und Petunia in die Ferien nach Frankreich. Ich muss aber da bleiben, da ich als Monster nur auffallen würde. Du siehst also liebes Tagebuch es passiert nichts spannendes.
Dann bis morgen
Lily
Lily ging die Treppe runter und sah wie die ganze Familie ihre Koffer gepackt hatte. Sie war traurig, sie hätte lieber jeden Tag Prügel bezogen, könnte dafür aber mitgehen, als alleine in dem Haus zu sein. Es besuchte sie niemand und ein Aufpasser für sie gab es nicht, da sie die Leute (wie man ja an ihrem Zeugnis sieht) beeinflussen kann. Sie durfte auch nicht in den Garten, da man sie ja sehen könnte und man Lily ansprechen könnte und man ahnt es schon was kommt. Genau richtig! Sie könnte die Leute beeinflussen. Im Endeffekt schloss Michael sie ein. „Was denn genügend Essen hat sie ja. Du machst dir zu viele Sorgen um das Monster Melanie. Hab ich recht Monster?“ „Ja Papa, DU hast recht:“ „ Nenne mich nicht Papa ich habe dich bestimmt nicht gezeugt. Frag lieber deine Mutter mit welcher Missgeburt sie geschlafen hat. Ich mein mit jeder anderen Frau mit der ich im Bett war, hat Jungs von mir bekommen. Nur deine Mutter straft mich mit zwei Mädchen, das eine ist ein Monster und das andere eine Dampfnudel. Aber in den Urlaub gehe ich lieber mit einer annähernd schönen Frau und einer Dampfnudel, die Tag für Tag fetter wird, als mit einem Monster.“ In der zwischen Zeit begann Petunia heulen, sie war aber auch eine Heulsuse und Melanie hatte gerötete Backen, weil es das erste Kompliment war seit der Hochzeit. Und mit diesen Worten gingen sie. Und Lily war allein. Lily bemerkte, dass sie nun in der Wirklichkeit allein war, genauso wie sie sich im Inneren fühlte. Wieso hatte sie Gott bloß erschaffen. Wenn es nur andere wie sie gäbe, dann würde sie sich nicht mehr so allein fühlen. Sie wollte nur noch weg sein. Nicht mehr hier sein auf dieser Welt. Vielleicht gehörte sie nicht daher, in diese Welt, vielleicht war sie wirklich ein Monster. Aber was war den schlimm daran, wenn man Blütenknospen zum blühen bringen konnte. Diese Welt war komisch oder genauer gesagt die Weltanschauung ihres Vaters. Würde sie bloß andere wie sie kennen das Leben hier wäre viel leichter zu ertragen, wenn sie wüsste ob es andere wie sie gab. Lily stand immer noch im Flur den ihre Familie vor vier Stunden verlassen hatte. Eine Besonderheit von Lily war, dass sie Stunden lang Nachdenken konnte ohne ihre Umwelt oder die Zeit zu bemerken. Nun genau dasselbe passierte gerade. Sie hatte sich im laufe ihrer Überlegungen auf den Boden gesetzt, vier Stunden zustehen wäre ja ansonsten ziemlich anstrengend geworden. Nun ja, da sie so beschäftigt war, bemerkte sie nicht wie im Wohnzimmer grüner Rauch aus dem Schornstein kam und ein groß gewachsener Mann heraus trat. Lily bemerkte ihn erst, als er sie schon fünf Minuten lang schmunzelnd beobachtet hatte. „Wer sind sie? Wie kommen sie hierein, wenn alles abgeschlossen ist?“ Der Mann zog einen dünnen, knotigen und doch schönen kurzen Ast aus seinem Umhang und zeigte ihn ihr. „Mein Name ist Dumbledore und ich komme aus dem Kamin. Ich wollte dir nämlich alles Gute zum Geburtstag wünschen. Und mit diesem Zauberstab werde ich dir dein Geschenk her zaubern und danach werde ich dir viel erklären. Zum Beispiel, was du bist und auf welche Schule du von nun an gehst.“ Der Mann machte einen Schwenk mit dem Zauberstab und brachte eine wunderschöne Eule hervor, die weiß war mit schwarz, blauen Flügeln. Lily war verblüfft, sie dachte das dieser Mann nur Unsinn redete. Wer kam den schon aus einem Kamin und sah so komisch aus. Wer würde den von einem Zauberstab reden, wenn es nur ein Ast in der Hand hatte. Wer war dieser man, der besser war als mancher Zauberer aus dem Fernseher zaubern konnte. Lily überlegte, wer dieser Mann sein könnte und verglich ihn mit sich selbst. Sie beschloss ihn zu vertrauen und machte sich eigene Gedanken wer er sein könnte. Dies geschah alles in wenigen Augenblicke. „Dein Geburtstagsgeschenk. Eine Briefeule. Sie gefiel mir also brachte ich sie mit. und nun erkläre ich dir alles und dann gehen wir einkaufen.“ „ Sie ist sehr schön. Gehört sie wirklich mir?“ Dumbledore lächelte und nickte. „ Sie sind komisch. Ein Mann der gerne und freiwillig einkäuft, das ist etwas neues. Gut machen sie weiter mit ihrem Plan. Sind sie eigentlich irgend eine hochrangige Persönlichkeit, bei der ich auf passen muss, wie ich mich ausdrücke?“ Dumbledore fing schallend an zu lachen. „ Woher weißt du das ich einen Plan habe?“ „ Naja man sieht es in ihren Augen und so wie es aussah hatten sie vor meine Eltern hier zutreffen und zuerst mit denen zu reden, um denen klar zu machen was ich bin und das ich nun auf eine andere Schule muss. Wie es ausschaut sind sie ein Zauberer und ich wahrscheinlich eine Hexe, bzw. ein Monster für mein Vater. Und jetzt sagen ihre Augen, dass sie mir das alles schonend bei bringen wollten und sie keine Ahnung hatten,dass ich das alles schon wusste. Sie liegen falsch. Ich habe gar nix gewusst bis sie hier ankamen. Kann es sein das sie der Rektor der Hogwartsschule für Zauberei sind? ... Ich habe es auf ihrem Umhang gelesen. Aber sie scheinen nett zu sein, da sie mich noch kein mal zu recht gewiesen haben. Ist dieses Sach was wir einkaufen für die Schule?“ „ Lily du bist etwas Besonderes. Ich habe dich ganz ehrlich unterschätzt. Du liegst im allem richtig. Und da der Plan nun unnötig ist können wir ja gleich aufbrechen. Würdest du bitte dich an meinem Arm festhalten. Es wird gleich etwas unangenehm, aber damit geht es schneller voran.“ „ Ich gehe nur mit unter einer Bedingung!“ „Und diese wäre?“ „ Ich möchte auch so einen Zauberstab wie sie.“ Dumbledore fing wieder an zu lachen und erklärte, das der Zauberstab zur Standard Ausrüstung einer Hexe und eines Zauberer gehört. „Herr Dumbledore ich glaube sie haben mir so eben das beste Geburtstagsgeschenk der Welt gemacht. Ich habe so das Gefühl, als würde dies der beste Geburtstag werden den ich je erlebt habe und werde.“ Dumbledore lächelte und apparierte mit Lily.
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Weil ich ein riesiger Fan von Gary Oldman bin, war ich bei unserem ersten Treffen völlig eingeschüchtert. Dabei ist er echt ein cooler Typ und ich habe mich in seiner Gegenwart sofort sehr wohl gefühlt.