Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

In the darkness all cats are gray - Oneshot

von Nitsrek

Hermine war ein wenig angetrunken.

Es war zwar definitiv gegen die Norm, da sie für gewöhnlich nicht trank – immerhin war es gegen die Schulregeln – doch heute Nacht war das etwas Anderes. Luna hatte sie in den Gemeinschaftsraum der Ravenclaws zu einem ungewöhnlichen Treffen eingeladen – eine Party, die eines der Häuser für, naja, nicht alle Häuser, aber zumindest für einzelne Gäste der anderen Häuser gab.

Sie war ein Gast.

Ebenso wie Ron, Harry und Ginny.

Es gab auch einen Grund für die Party, aber sie hatte vergessen, welchen. Irgendwer hatte vor fünfhundert Jahren irgendetwas Tolles gemacht und um das zu ehren, betranken sich hier nun minderjährige Hexen und Zauberer hinter den Rücken der Lehrer.

Der ultimative Beweis dafür, dass auch Ravenclaws dumme Entscheidungen treffen konnten.

Hermine würde jedoch niemandem den Spaß verderben. Es würde niemandem helfen und würde nur dazu führen, dass sie das nächste Mal, wenn etwas Lustiges bevorstand, keine Einladung bekommen würde. Ihre Gedanken waren sowieso wo anders, da sie heute Nacht einmal etwas wagen würde. Etwas Wildes. Etwas Schlimmes. Etwas, dass der Hermine Granger, die die meisten Menschen in ihr sahen, überhaupt nicht ähnlich sah.

Sie blickte durch den Raum. Oh, gut. Ron war nirgendwo zu sehen. Er musste schon fort sein.

Sie lächelte und machte sich langsam auf den Weg zu den Ravenclaw-Schlafsälen. Sie hatte es geschafft, von Luna eine Grundriss-Zeichnung zu bekommen, ohne zu auffällig nachzufragen. Immerhin war das eine einmalige Möglichkeit. Normalerweise hätte sie für diesen Bereich keinen Zutritt.

Es war aufregend.

Mit erstaunlicher Geschicklichkeit wich Hermine jedem aus, der sie aufhalten könnte und schlüpfte in den Treppenaufgang, der sie zu den Schlafsälen führen würde.

Sie würde ihn natürlich in einem der Jungenschlafsäle treffen. Auch hier konnten Jungs die Mädchenschlafsäle nicht betreten. Außer, sie waren Schulsprecher, was er aber leider nicht war. Nicht, dass es sie überrascht hatte, dass er keiner geworden war; immerhin hatte er nichts getan, was ihm diese Position eingebracht hätte.

Es war sowieso egal. Es waren noch keine der Ravenclaw-Viertklässler oder Schüler der höheren Klassen in ihren Betten und sie hatten vereinbart, sich im Schlafsaal der Fünftklässler zu treffen. Durch die Wahl eines Schlafsaales der niedrigeren Klassen war die Chance, dass sie, sollte jemand tatsächlich früher zu Bett gehen, erkannt wurden, eher gering.

Hermine wollte nicht dabei erwischt werden, wie sie etwas so Waghalsiges, so Untypisches für sie machte. Was würden die Leute denken?

Der Treppenaufgang teilte sich und Hermine dachte über die Anweisungen nach, die sie bekommen hatte. Die Treppen zu diesen Schlafsälen teilten und unterteilten sich jeden Tag anders, basierend auf einer sehr schwierigen mathematischen Formel, doch Hermine war sich ziemlich sicher, dass sie es für heute Nacht richtig berechnet hatte. Sie wählte den rechten Aufgang, dann den linken und dann wieder zweimal den rechten, bevor sie weitere Stufen herunter ging und schließlich wieder hoch nach links.

Das sollte es sein. Hinter dieser Tür sollte er auf sie warten. Sie öffnete sie vorsichtig und…

… wurde sofort hereingezogen, die Tür wurde hinter ihr zugeschlagen und sie dagegen gepresst.

„Was hat dich aufgehalten?“, zischte er, doch bevor er antworten konnte, waren seine Lippen auf ihren und forderten eine andere Art von Erwiderung.

Hermine blinzelte ein paar Mal, versuchte, sich an die völlige Dunkelheit zu gewöhnen. Sie konnte überhaupt nichts sehen. Sie überlegte, dass sie ja nichts sehen musste und irgendwie erlaubte ihr dieser Zustand auch, frecher und schamloser zu sein, doch sein Anschlag überraschte sie völlig.

Sie erwiderte den Kuss, entspannte sich unter seinen Lippen, doch anstatt nachzulassen, wurde er sogar noch fordernder.

Diese Art Aggression sah ihm überhaupt nicht ähnlich. Es war beunruhigend und sie konnte nicht mithalten.

Sie schob ihn leicht weg. „W-warte“, flüsterte sie atemlos. Die Dunkelheit schien geradezu dazu einzuladen, zu flüstern.

„Was jetzt?“, fragte er mit leiser und gereizter Stimme. Irgendetwas stimmte nicht an ihm, an seinem ganzen Verhalten. Er schien angespannt. Er war sonst nicht so angespannt. Er war normalerweise eigentlich ziemlich locker. Vielleicht hatte er einen schlechten Tag.

Hermine schüttelte leicht ihren Kopf, um wieder klar denken zu können. „Du bist zu aggressiv“, murmelte sie.

Er war für eine Sekunde still, dann zuckte er wohl mit den Schultern. Diesmal waren seine Lippen sanfter, weicher, liebkosten mehr. Sehr viel angenehmer. Sie entspannte sich und zog ihn enger an sich. Für eine Millisenkunde schien er innezuhalten und die Stirn zu runzeln, doch dann zog auch er sie an sich und vertiefte den Kuss.

Hermines Augen schlossen sich – nicht, dass das einen großen Unterschied gemacht hätte – und ihre Hände zogen über seine Schultern. Wieder hatte sie dieses nagende Gefühl, dass etwas nicht stimmte, irgendetwas… passte nicht ganz. Die Höhe oder die Breite oder der Winkel seiner Schultern stimmte irgendwie nicht.

Das konnte natürlich nicht sein. Es lag höchstwahrscheinlich an seiner Anspannung. Nun, sie würde sehr bald sicherstellen, dass er etwas von dieser Anspannung verlor. Vorerst rieb sie jedoch nur sanft seine Schultern, um ihn zu besänftigen.

Er unterbrach den Kuss, ließ seine Lippen ihren Hals herunterwandern, knabberte leicht, als er den Punkt erreichte, an dem ihr Puls am stäksten unter seinen Lippen zu spüren war. Hermine keuchte und stöhnte leicht. Das hatte er bisher noch nie gemacht, aber es fühlte sich gut an. Sehr gut.

„Ich will dich schon den ganzen Abend“, flüsterte er gegen ihre Haut.

„Deshalb treffen wir uns ja auch hier, oder nicht?“, fragte sie ebenso leise.

Sie spürte, wie er an ihrem Hals lächelte, während er flüsterte, „Allerdings.“

Seine Hände, die bisher ziemlich harmlos auf um ihre Taille gelegen hatten, wanderten nach oben um ihre Brüste seitlich zu packen.

Er war heute Nacht wirklich sehr direkt.

Er sog bewundernd die Luft ein und bewegte seine Hände so, dass er ihre Brüste nun von vorne berührte. Sie keuchte überrascht und er neigte sich vor, um sie wieder zu küsen; ein Teil seiner vorigen Aggression kehrte drängend zurück. Er drückte sich an sie und es gab keinen Zweifel. Er wollte sie.

Natürlich wollte er sie. Es war immerhin Ron.

Seine Hände waren wieder nach unten gezogen und arbeiteten sich nun unter ihre Bluse.

Zu früh und zu schnell.

„Warte!“, flüsterte Hermine wieder.

Er hörte mit einem schmerzerfüllten Stöhnen auf und lehnte seine Stirn gegen ihre. „Bist du dir sicher, dass du das hier wirklich willst?“, fragte er mit tiefer Stimme, die kaum nach ihm klang. „Weil, glaub mir, wenn du nicht willst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um es mir zu sagen.“

Wieder traf sie dieses Gefühl, dass irgendetwas völlig falsch lief. Vielleicht lag es nur an dieser abgeblockten Sehnsucht, die nun seinen ganzen Körper zu besetzen schien.

„Natürlich will ich“, zischte sie, „aber du packst das Ganze falsch an.“

„Das ist neu“, murmelte er. „Okay, gut. Ich wusste noch gar nicht, dass du so herrisch bist, aber warum nimmst du dann nicht die Zügel in die Hand?“

Hermine sah ihn verwundert an. Oder sah viel mehr die Richtung, in der er stand, verwundert an. Er hatte sie im Laufe der letzten sieben Jahre unzählige Male als herrisch bezeichnet. Sie würdigte es jedoch mit keiner Antwort. Stattdessen zog sie seinen Kopf fur einen weiteren Kuss nach unten.

Seine Haare war weicher als in ihrer Erinnerung. Vielleicht lag es nur an der Dunkelheit oder am Alkohol, der ihre Sinne schärfte, aber sie mochte es. Sie gestattete ihren Fingern, sich langsam in ihnen zu verweben, die Strähnen zu liebkosen.

Er erwiderte ihren Kuss willig, doch sie konnte sie in ihm fühlen, diese Anspannung. Er war wirklich kurz vorm Bersten und sie würde darauf wetten, dass er nichts lieber tun würde, als sie gegen die Tür zu feuern und sich zu nehmen, was er brauchte.

Normalerweise dauerte es viel länger, bis er so drängend war.

Sie öffnete langsam sein Hemd und fuhr mit ihren Händen über seine Brust, seinen Bauch und ließ ihn stöhnen. Sie mochte es. Sehr. Die Art, wie er sie heute zu wollen schien, gab ihr ein Gefühl von Zufriedenheit, andererseits ein hungriges, unbefriedigtes Gefühl tief in ihrem Bauch.

Es war ihr nicht fremd, Lust zu empfinden, sicher, aber sie tat ihr Bestes, um es zu bekämpfen. Sie wollte nicht ihren Verstand verlieren.

Er neigte sich vor und fing ihre Lippen ein, da er anscheinend vergessen hatte, dass er ihr gesagt hatte, sie solle die Zügel in die Hand nehmen. Als ihre Hände nach unten glitten, um seine Hose zu öffnen, zitterte er, ließ seinen Mund über ihre Wange zu ihrem Ohr wandern, wo er gemätlich in ihr Ohrläppchen zwickte. Hermine seufte genüsslich bei dieser Liebkosung. Es fühlte sich so gut an, so anders als seine normalen Angriffe auf ihre Lippen. Was auch immer ihn heute komisch sein ließ, es machte ihr ganz sicher nichts aus.

„Ron…“, atmete sie.

Er erstarrte. Sein Körper war so starr, dass sie fast gedacht hätte, er wäre versteinert worden.

„Ist irgendwas?“, fragte sie besorgt.

„G – äh, Hermine?“, flüsterte er, seine Stimme so leise, dass sie sie kaum hören konnte.

„Ja?“, hakte sie sanft nach.

Er zuckte zurück und dann herrschte Stille.
~~~
Draco starrte mit weit aufgerissenen Augen auf die Stelle, an der Lucy stand. Nein, nicht Lucy. Es war definitiv nicht die Sechstklässlerin aus Ravenclaw, die ihn unten auf der Party nach oben eingeladen hatte. Das hier war Hermine Schlammblut Granger, die dachte, er wäre Ron Weasley.

Kein Wunder, dass sie so zögerlich gewesen ist, als er sich an sie herangemacht hatte. Lucy war ein Mädchen mit hübschen blonden Locken und unschuldig wirkenden, braunen Augen, das genau wusste, was und wann sie es wollte, und Draco wusste von einem früheren Treffen, dass sie es gerne hart und direkt hatte. Granger, auf der anderen Seite, war ein prüdes Mädchen mit buschigen Haaren, von dem er immer gedacht hatte, sie würde es nur im Bett ohne Licht tun. Wahrscheinlich musste Weasley sie sogar jedes verdammte Mal verführen. Er konnte sich nicht vorstellen, was sie hier tat.

Er mochte Granger nicht wirklich. Nein, falsch – er konnte Granger nicht leiden. Aber manchmal… wenn sie am meisten nervte… hatte er Fantasien, in denen er sie an die Wand schubste und sie so lang verführte, bis das einzige, was aus ihrem Mund kam, ein verzücktes Stöhnen war.

Und genau das hatte er gerade getan.

Und er war in seinem ganzen Leben noch nicht so spitz gewesen wie jetzt, wo er realisierte, wer sie war.

~~~

„Ist irgendwas?“, fragte Hermine wieder, nun alarmiert.

„Nein, es ist nichts“, flüsterte Draco schließlich ebenso leise wie zuvor. Er konnte nicht riskieren, dass sie seine Stimme hörte und ihren Fehler bemerkte. Er wusste, dass sich ihm eine einmalige Gelegenheit bot.

Sie wollte gerade widersprechen und sagen, dass ja wohl ganz offensichtlich etwas los war, wurde jedoch von einem Kuss unterbrochen, der so intensiv war, dass er ihr den Atem raubte. Er stützte sich mit einer Hand an die Tür und legte die andere auf ihre Hüfte und küsste sie auf eine Weise, die es ihr unmöglich machte, zu denken.

„Fass mich an“, flüsterte er schließlich an ihren Lippen. „Bitte. Ich brauch es.“ Er brauchte es. Wirklich. Es brachte keinen Schaden, wenn man sich nahm, was einem angeboten wurde, oder? Was machte es schon, wenn sie nicht genau wusste, wem sie es anbot? Er war ein Slytherin und würde sich seine einzige Chance, seine Fantasie wahr werden zu lassen, nicht entgehen lassen.

Sie löste sich endlich wieder aus ihrer Trance und stellte fest, dass ihre Hände immer noch nahe seiner halbgeöffneten Hose ruhten. Sie schluckte, als sie vorsichtig ihre Arbeit wieder aufnahm und ihn von dem Stoff befreite. Sie verstand nicht wirklich, was sich verändert hatte, aber irgendwas hatte sich verändert. Er verhielt sich anders, intensiver. Seine Aggression hatte sich auch geändert. Er war irgendwie sanfter, vorsichtiger, nicht grob zu sein, doch gleichzeitig wirkte er angespannter als vorher, wenn das überhaupt möglich war. Als ob sein Verlangen bereits gewaltige Ausmaße erreicht hätte – was albern war, da sie bisher nichts getan hatten.

„Fass mich an“, wiederholte er, während er seine Hose, nachdem sie den letzten Knopf endlich gelöst hatte, nach unten zog, ihre Hand packte und sie gegen seine heiße Länge auf seine Boxershorts drückte.

Er stöhnte laut und zitterte bei der Berührung und sie spürte, wie seine Härte leicht unter ihrer Hand zuckte. Sie schloss langsam ihre Hand um die Silhouette und rieb vorsichtig, wissend, dass sie ihn verrückt machen würde, ohne ihm Erlösung zu gewähren.

Sein Kopf fiel nach vorne und sein keuchender Atem belegte, dass sie wirklich offensichtlich und verzweifelt brauchte.

Sie mochte dieses Gefühl. Es entfachte ein ähnliches, drängendes Verlangen in ihr. Sie sollte das zwar nicht bestärken, aber es fühlte sich einfach so gut an.

„Ich will dich schon seit Jahren“, flüsterte er heiser.

Sie hob eine Augenbraue, obwohl er es nicht sehen konnte. „Ich dachte, es wäre nur ‚schon den ganzen Abend’.“

„Jede Nacht“, murmelte er.

Hermine errötete leicht. Er schien heute Nacht genau zu wissen, was er sagen musste. Sie trat näher und küsste sanft seine Lippen, genoss das Zittern, das ihn durchlief, während er versuchte, sich zurückzuhalten, und dann zog sie seine Boxershorts nach unten und entließ ihn in die Freiheit.

Er keuchte, als ihre Hand ihn kurz berührte.

„Das ist nicht fair“, flüsterte er. „Du bist immer noch vollständig angezogen.“

„Du kennst die Regeln“, antwortete sie.

„Die Regeln…“ Klang er verwirrt? „Stimmt.“

„Du benimmst dich heute Abend komisch“, sagte sie. „Ist alles in Ordnung?“

Es entstand eine kurze Pause. „Ich habe etwas getrunken“, flüsterte er. „Anscheinend hat es mehr Wirkung auf mich, als ich gedacht hätte, tut mir Leid.“

Hermine zuckte mit den Schultern, obwohl er sie nicht sehen konnte. „Ich auch“, antwortete sie. „Mach dir deswegen keine Gedanken.“

„Du auch?“, fragte er, unsicher, warum er überhaupt überrascht war. Sie hatte sich immerhin mit dem Wiesel – zumindest glaubte sie das – in den Ravenclaw-Schlafsälen getroffen, um ihn zu vögeln. Scheinbar war sie abenteuerlustiger als er gedacht hatte.

„Mmhmm“, murmelte sie und trat auf ihn zu, um seinen Hals zu liebkosen, während ihre Hand nach unten glitt, um ihn gemächlich zu streicheln. Sein Atem verfing sich. „Weißt du“, fuhr sie fort, „du fühlst dich heute Abend anders an.“

Er zuckte sofort etwas zurück. „Ähm, die Umstände“, antwortete er. „Es ist neu und aufregend und so.“

„Hmm…“, murmelte sie. „Aber war der Besenschrank unten in den Verliesen nicht auch neu und aufregend?“

Draco starrte in der Dunkelheit in ihre Richtung.

Sie hat es in den Verliesen getan?

Er hätte nicht gedacht, dass er noch härter werden könnte.

„Liegt wohl am Alkohol“, schloss sie, als würde sie mit sich selbst reden, während ihre Lippen an seiner Brust herab glitten.

Er würde verrückt werden, wenn er sie nicht bald haben würde, aber er wusste, dass er vorsichtig sein musste, um sich nicht zu verraten, indem er die ‚Regeln’ brach.

„Bist du sicher, dass du nicht wenigstens deine Bluse entfernen kannst?“, fragte er heiser flüsternd. „Ich würde dich so gerne spüren…“
„Ah-ah-ah“, mahnte sie und er fluchte im Stillen – er war sich nicht sicher, auf wen.

„Hermine“, flehte er sie an, vorsichtig darauf bedacht, seine Stimme nicht so zu heben, dass sie ihn erkannte, „du machst mich verrückt. Bitte quäle mich nicht. Ich brauch dich, jetzt.“

Sie antwortete nicht; stattdessen ließ sie sich auf ihre Knie fallen. Seine Augen weiteten sich und sein Mund wurde trocken. Sie würde doch nicht wirklich… ? In der Sekunde, in der er ihren Atem auf sich spürte, war sein Verstand vollkommen leer.

Sie hielt ihn fest und dann… Draco lehnte sich an die Tür und ihre Schulter, kämpfte darum, seine Atmung zu kontrollieren und ihr nicht seine Hüfte entgegenzustoßen. Gütiger Himmel, das konnte einfach nicht wahr sein. Er musste träumen und er hoffte wirklich, dass er nicht demnächst aufwachen würde.

Ihr heißer, feuchter Mund verbrannte ihn, als sie ihn langsam in sich aufnahm, als ihre Lippen und ihre Zunge ihn auf verrückt machende Weise streichelten, während ihre Hand ihn weiterhin rieb.

Er würde nicht durchhalten. Es war nicht das erste Mal, dass ein Mädchen ihm einen blies – immerhin gab es immer Mädchen, die hinter dem Vermögen seiner Familie her waren und die alles für Schmuck tun würden oder für die unwahrscheinliche Möglichkeit, dass er sich in sie verliebte – aber das hier war Granger und… verdammt, war sie gut.

Er stöhnte ihren Namen.

Sie nahm ihn tiefer ins ich auf, soweit es ging, ohne, dass sie würgen müsste, und seine Hand packte ihre Schulter fester. Ihm wurde langsam schwindelig.

Er würde sie bald aufhalten müssen.

Plötzlich atmete sie scheinbar tief ein, dann langsam aus, und dann nahm sie ihn sehr viel tiefer in den Mund als er es für möglich gehalten hätte.

Er schrie vor Überraschung und Lust. Das war neu. Er war noch nie so tief in dem Mund einer anderen Person gewesen, seine Spitze berührte ihre Kehle und es war das Erotischste, was er je erlebt hatte.

Die Tatsache, dass es der ständige Bücherwurm war, der es machte, machte es nicht im Geringsten weniger erotisch.

Er schluckte, bemerkte kaum, dass sein gesamter Körper vor Verlangen bebte. Es war wirklich an der Zeit, dass er sie aufhielt.

Sie entließ ihn langsam wieder, ihre Zunge bearbeitete ihn professionnel, und dann nahm sie ihn wieder auf. Ganz.

Er zitterte und seine Augen rollten nach hinten. Merlin, ihre Kehle war so eng.

Diesmal machte sie ein Geräusch puren Genusses, als sie ihn entließ, und es schien durch seinen ganzen Körper zu hallen, bis zu seinen Zehen, während er fühlen konnte, wie es um ihn vibrierte. Es fühlte sich unglaublich an, er konnte sich nicht zurückhalten, er würde ---

Er versuchte, eine verspätete Warnung zu rufen, als ihn sein Höhepunkt überraschte.

„Hermnnghh -“ Der erstickte Laut, der seinen Lippen entkam, bevor er schließlich zu weit davon entfernt war, Sätze zu formulieren, galt wohl kaum als passende Warnung, aber mehr schaffte er nicht. Er hatte nicht einmal Zeit, sich von ihr abzuwenden.

Er hoffte kurz, dass sein Fauxpas nicht zu sehr aufregte, doch dann überschwemmte ihn der Orgasmus seines Lebens und es gab keinen Platz mehr für Gedanken.

Als sein Verstand schließlich nach Stunden – oder vielleicht auch nur Sekunden – zurückkehrte, spürte er, wie seine Wangen heiß wurden. Abgesehen davon, dass er nicht geplant hatte, zu kommen, bevor er sie gehabt hatte, hatte er die wichtigste Regel bezüglich Oralsex gebrochen – warn sie immer vor, wenn du kommst, spritz nicht einfach in ihren Mund.

Es tröstete ihn auch nicht wirklich, dass sie ihn für jemand anderen hielt.

„Tut mir Leid“, flüsterte er.

„Was denn?“, fragte sie, ihre Stimme zitterte leicht wegen ihrer eigenen unerfüllten Sehnsucht, als sie langsam aufstand.

Er konnte schon nicht mehr zählen, wie oft sich seine Augen heute Nacht schon geweitet hatten, aber diesmal klappte ihm sogar tatsächlich der Mund auf.

Er hatte nicht gehört, wie sie spuckte.

Er flehte jede Gottheit, die er kannte, um Beistand an.

„Was?“, fragte sie wieder.

Er räusperte sich und versuchte, sich daran zu erinnern, worüber sie sprachen. Oh. Richtig. „Ich hätte dich warnen sollen“, murmelte er.

Sie runzelte die Stirn. Irgendwie wusste er einfach, dass sie ihre Stirn runzelte. „Wovor?“

Er schüttelte langsam seinen Kopf. Also genoss Weasley einfach, ohne ihr zu sagen, dass er gleich kam? Was für ein Gentleman. Er wusste wirklich nicht, was sie mit so einem Trampel wollte.

Er blinzelte. Warte. Das stimmte nicht. Natürlich wusste er, was sie mit so einem Trampel wollte – sie war auch ein Trampel. Sie war nur einfach sehr gut, was das Blasen betrifft, das war alles.

Und Weasley, der dumme Scheißkerl, war wahrscheinlich nie mit einerm anderen Mädchen zusammen gewesen.

Nicht, dass er das nötig hätte, wenn er das hier bekam.

„Ron?“, fragte sie und er biss die Zähne zusammen. Konnte sie nicht aufhören, diesen Namen zu sagen? „Ich schwöre dir, an dir ist heute alles so anders…“

„Ich habe nur gerade gemerkt, dass ich dich wirklich warnen sollte, wenn ich komme“, stieß er hervor und zwang sich, nicht allzu verärgert zu klingen.

„Oh, das.“ Sie kicherte. „Es ist ja nicht so, als gäbe es dafür keine Zeichen.“

Er nahm an, dass der Geschmack von Sperma als Zeichen zählen konnte.

Sie hatte sein Sperma probiert.

Hermine Granger hat…

Er musste aufhören; er wurde schon wieder hart.

„Obwohl ich die Zeichen sonst früher erkenne“, fügte sie hinzu. „Aber egal. Mach dich fertig, damit wir wieder gehen können.“ Die meisten Anzeichen von Leidenschaft ihrerseits waren verschwunden. Nur die meisten. Er bemerkte das kleine Kratzen in ihrer Stimme, dass sie verstecken wollte.

„Jetzt?“, fragte er ungläubig.

„Naja, ja, natürlich“, antwortete sie.

Wieder starrte er nur.

Sie hatte keine Ahnung, wie sie selbst genießen konnte und anscheinend war Weasley nicht die Art Mann, die sie darauf hinweisen würde.

Er runzelte die Stirn.

Komisch, wo doch Slytherins angeblich egoistisch sein sollten, wohingegen Gryffindors angeblich so viel Wert auf Mut, Selbstaufopferung und allgemeine Dummheit legten. Dennoch musste er einsehen, dass er vielleicht auch egoistisch handelte. Er tat es, weil er sich dabei gut fühlte. Er glaubte nicht, dass er auf dem Gebiet irgendwelche besonderen Talente hatte, und manche Mädchen waren einfach schier unmöglich zum Orgasmus zu bringen, doch wenn sie sich wanden und seinen Namen schrien und er endlich dieses Krampfen in ihnen spürte und merkte, dass es echt war… fühlte er sich wie ein Gott.

Natürlich brachte er sie nicht immer zum Höhepunkt, aber wenigstens versuchte er es.

Obwohl er, zugegeben, die ersten Male nicht einmal daran gedacht hatte, es zu versuchen. Er hatte nicht gewusst, wie das alles funktionierte.

Aber wenn Weasley seit keine Ahnung wie lang mit Granger schlief, sollte nicht nur er etwas davon haben, sondern zumindest versuchen, den Gefallen zu erwidern.

Nicht, dass sie sehr geneigt schien, sich von ihm an einer so intimen Stelle küssen zu lassen, wenn sie nicht einmal ihre Bluse auszog. Egal. Sie würde kommen, wenn er sie nahm. Das würde er klarstellen. Er spürte, dass sie erregt war, also würde sie nicht lustlos sein. Sie würde geben, was sie konnte und er konnte es nicht mehr erwarten.

„Also?“, fragte sie.

„Ich bin noch nicht fertig“, flüsterte er. „Und du auch nicht.“

„Was soll das heißen?“, fragte sie. „Ich weiß, dass du -“ Sie keuchte, als er ihre Hand packte und sie um ihn schloss. Er schloss kurz seine Augen, genoss das Gefühl ihrer Finger um ihn.

„Ich habe mich nur aufgewärmt“, murmelte er. „Ich will mehr.“

„Wie kann das sein?“, fragte sie, ihre Stimme rau vor unterdrücktem Verlangen. „Normalerweise reicht einmal.“

Ein weiterer Beweis für Ronald Weasleys unglaubliche Dummheit, entschied Draco. Wenn er es wäre, würde er sich mit ihr wochenlang in einem Schlafzimmer einsperren, bevor er wieder herauskam. Und dann auch nur für die notwendigste Versorgung. Er hatte jedoch nur eine Nacht und er war noch nicht fertig.

„Ich brauche dich“, antwortete er einfach. Sie schien diese Antwort zu akzeptieren und wollte sich gerade wieder hinknien, als er sie an den Schultern festhielt. „Nein“, murmelte er. „Genug. Ich brauche dich.“

Sie war still. Er spürte, dass sie ihn anstarrte. Bevor sie widersprechen konnte, waren seine Hände unter ihrer Bluse und zogen sie aus.

„Warte“, keuchte sie, leichte Verwirrung in ihrer Stimme. „Was tust du?“

Er zog etwas an ihrem BH, befreite ihre linkte Brust und neigte sich, um an ihrer steifen Brustwarze zu saugen. Merlin, ihre Brüste waren perfekt. Genau die richtige Größe und ihr Nippel reagierte sofort auf seine Liebkosung, wurde sogar zu einer noch festeren Spitze. Er blies vorsichtig kalte Luft darauf und sie keuchte, bevor ein inniges Stöhnen ihren Lippen entkam. Er befreite die andere Brust, machte dort das gleiche, und ihre Finger vergruben sich irgendwie in seinen Haaren, hielten ihn fest.

Es war leicht festzustellen, dass es ihr wirklich gefiel. Ihre Hände wanderten nach unten zu seinen Schultern, ihre Fingernägel kratzten ihn leicht und er stöhnte zur Antwort, hob seinen Kopf und küsste sie innig.
~~~
Der Kuss überraschte sie. Sie war sich nicht sicher, weshalb, nachdem er sich heute generell so merkwürdig benahm, als würde er sie wirklich… nunja… brauchen. Es stand außer Frage, dass Ron sie wollte, aber im Vergleich hierzu wirkte es, als hatte er sie bisher noch nie wirklich gebraucht.

Das hier war immer noch Ron, also warum betrachtete sie ihn beinahe als zwei unterschiedliche Personen?

Er verhielt sich einfach ganz anders und in der Dunkelheit war es leicht, sich vorzustellen, er wäre jemand anderes. Das war alles, da war sie sicher. Er hatte sich sogar anders angefühlt, in ihrem Mund, aber vielleicht hatte das einfach mit seinem erhöhten Verlangen zu tun.

Außerdem war es irgendwie aufregend, sich vorzustellen, dass sie all diese Dinge mit einem völlig Fremden machte.

Um ehrlich zu sein: Ihr machte der Unterschied nicht das Geringste aus. Am Anfang war er wirklich etwas zu aggressiv gewesen, aber dass er sie so brauchte… Oh, wow! Sie fühlte sich viel begehrenswerter als je zuvor und sie wollte… wollte… sich fallen lassen.

Sie hätte jedoch niemals gedacht, dass er sie kurz nachdem er in ihren Mund gekommen war, küssen würde. Sie hatte ihn nicht einmal ausgespült! Aber es schien ihm nichts auszumachen oder ihn zu stören. Er war dicht an sie gedrängt, sein Bein zwischen ihren Oberschenkeln rieb sie leicht, während seine Hände ihre Brüste neckten.

Sie stöhnte in seinen Mund. Sie war diejenige mit dem klaren Kopf, sie sollte nein sagen, aber es fühlte sich so gut an. Sie war es leid, immer einen kühlen Kopf zu bewahren, auf den richtigen Moment zu warten und immer nein zu sagen.

Seine Lippen lösten sich von ihrem Mund, um ihren Hals zu liebkosen, bis sie einen besonders sensiblen Punkt fanden und kräftig daran saugten. Sie keuchte und klammerte sich an ihn, als sie vor schmerzerfüllter Lust Sterne sah.

„Mein Mal“, murmelte er und klang auf unerklärliche Art selbstgefällig. „Versteck es nicht.“

Sie war bei diesem Zeichen von Besitzgier etwas verwundert, murmelte aber, „Werde ich nicht.“

„Gut“, atmete er an ihrer Wange. „Ich werde danach Ausschau halten.“

Bevor sie sich überlegen konnte, was er damit meinte, küsste er sie erneut. Die Art, wie seine Lippen und seine Zunge ihre massierten, machte es ihr unmöglich, zu denken.
~~~

Draco verfluchte innerlich, dass Hermine sich für eine Hose entschieden hatte. Natürlich hatte sie eine Hose gewählt, die einzig vernünftige Entscheidung in diesem zugigen, alten Schloss, aber ein Rock hätte den Zugang vereinfacht. Außerdem hätte sie dann vielleicht keine Zeit, nachzudenken.

Er wusste nicht, weshalb, aber er hatte den Eindruck, dass es nicht gut wäre, wenn sie jetzt denken würde.

Er versuchte sein Glück und öffnete langsam ihre Hose. Zuerst schien sie es überhaupt nicht zu bemerken, aber dann keuchte sie und versuchte, seine Hände wegzuschieben.

Irgendwie hatte er damit gerechnet, aber es verwirrte ihn auch. Das hier war ihr eindeutig nicht fremd und sie dachte, er wäre Weasley… oder nicht? Eine beinahe schmerzhafte Lust durchfuhr ihn bei dem unmöglichen Gedanken, dass sie vielleicht erraten hatte, wer er wirklich war.

Was würde er nicht alles geben, um zu hören, wie sie seinen Namen stöhnte.

Das war jedoch keine Möglichkeit. Sie würde ihn nie an sich ranlassen, wenn sie es wüsste. Und wenn es auch nur daran läge, dass sie dem verdammten Wiesel zu treu verbunden war.

„Hör auf“, stöhnte sie. „Das können wir nicht tun.“

„Warum nicht?“, flüsterte er. „Ich brauche dich so sehr…“

„Wir haben doch schon darüber gesprochen“, sagte sie, ihre Stimme wankte leicht, als er an ihrer Schulter knabberte. „Ich bin noch nicht bereit für Sex.“

Er erstarrte, bevor er sich zwang, sich zu entspannen, bevor sie es merkte.

Sie ist noch Jungfrau?

Sie ist eine verdammte Jungfrau??

Er wollte sie nur noch mehr.

Bei allem, was gut und richtig war, er sollte jetzt aufhören. Er sollte sich den Genuss, sich in ihr zu vergraben, verwehren, ihr gestatten zu gehen und schließlich ihr erstes Mal mit diesem stümperhaften ziemlich-sicher-auch-jungfräulichen Weasley haben…

… Zum Glück war er kein Gryffindor.

„Lass mich dich nur berühren“, flüsterte er mit absichtlich tiefer und verführerischer Stimme. „Ich will dir ein so gutes Gefühl geben wie du mir…“

„Ich denke nicht, dass das eine so gute -“ Er unterbrach sie mit einem Kuss.

„Ich werde nichts tun, was du nicht willst“, schwor er.

Und er meinte es auch so. Er log, betrog, manipulierte und verführte sie vielleicht… aber er würde sie zu nichts zwingen. Wenn sie wirklich nicht wollte, würde er hinterher einfach Lucy suchen müssen.

Und sicherstellen, dass sie ein sehr dunkles Zimmer erwischen.

Sie zögerte und er wagte einen Angriff.

„Komm schon“, sagte er, nahm ihre hand und zog sie dahin, wo seines Wissens nach ein Bett stand; entledigte sich dabei seiner Hose. Mit der anderen Hand suchte er nach seinem Zauberstab, verschloss lautlos die Tür und errichtete einen Schutzschild, der ihn rechtzeitig warnen würde, wenn jemand versuchen sollte, dien Raum zu betreten. Er bezweifelte das zwar, da es noch sehr früh war, aber es schadete nie, vorbereitet zu sein.

„Was machst du?“, fragte sie.

„Ich mach es für dich gemütlich“, murmelte er und lenkte sie vorsichtig zum Bett.

„Ich habe schon gesagt, dass ich nicht mit dir schlafen werde!“, sagte sie, ihre Stimme nun fester.

„Ich weiß, ich weiß“, beruhigte er sie. „Denkst du wirklich, ich werde dich vergewaltigen, nur weil du dich hinlegst?“ Er musste den verletzten Unterton nicht vorgeben. Er hatte sie bisher zu nichts gezwungen, oder?

„Natürlich nicht“, grummelte sie.

„Ich kann meine Hose anziehen“, schlug er vor und zuckte bei dem Gedanken daran, wie unbequem das sein würde, zusammen. „Aber für dich wäre es so angenehmer.“

Wäre es wirklich. Und wenn sie ihm erlauben würde, sie zu nehmen, wäre es auf dem Bett sehr viel bequemer als gegen die Tür. Seine Fantasie, sie heftig gegen eine Wand zu nehmen beinhaltete kein schmerzvolles Schluchzen, da sie noch Jungfrau war, also wäre ein Bett sehr viel passender.

„Du behauptest also, dass du nicht versuchen wirst, mich zu überzeugen, mit dir zu schlafen, wenn ich mich hinlege?“, fragte sie skeptisch.

Er lachte laut los, bevor er sich davon abhalten konnte. Sie erstarrte und entzog sich ihm und er griff hastig nach ihrer Hand und zog sie zurück.

„Sei nicht eingeschnappt“, murmelte er und versuchte, das Grinsen aus seiner Stimme fernzuhalten. „Aber natürlich werde ich das versuchen. Mit dir zu schlafen würde für mich das Unglaublichste sein, was mir je passieren wird, also wie könnte ich es nicht versuchen? Du musst jedoch nicht darauf eingehen. Ich werde dich nicht zwingen. Ich nehme, was du mir gibst.“

Er hatte nicht vorgehabt, so ehrlich zu ihr zu sein, aber sie war klug. Er würde ihr Misstrauen nur noch verstärken, wenn er sie anlügen oder versuchen würde, ihrem Argwohn auszuweichen.

Ein Gefühl sagte ihm, dass sie ihm vertrauen musste, bevor sie mit ihm schlief.

Ein weiterer Grund, warum sie nicht mit Draco Malfoy schlafen würde. Er seufzte innerlich. Aber er konnte nicht dagegen argumentieren. Sie würde Draco Malfoy nie vertrauen. Es gab wirklich keinen Grund für sie, ihm zu vertrauen. Die einzige Sache, auf die sie bei ihm vertrauen konnte, war, dass er mit ihr schlafen wollte und sicherstellen würde, dass sie es auch genoss. Irgendwie wusste er, dass das für ein Mädchen wie sie eins war nicht genügen würde.

„Na gut“, sagte sie endlich mit sehr ruhiger Stimme und er musste sich anstrengen, um sie zu hören. „Aber nur, weil du so ehrlich zu mir bist.“

Vorsichtig tastete sie ihren Weg zum Bettrand und er konnte hören, wie sie sich hinlegte.

Er atmete tief ein. Die Dinge bewegten sich in die richtige Richtung. „Also, soll ich meine Hose anziehen?“, fragte er, unfähig, das Jammern aus seiner Stimme zu halten.

„Wenn es dir nichts ausmacht?“, antwortete sie zögernd.

Er seufzte, bevor er ihre Bitte erfüllte.

Das musste wirklich der größte Aufwand sein, den er jemals in die Aufgabe gesteckt hatte, ein Mädchen ins Bett zu kriegen.

Er überlegte, dass das nicht gerade für die Mädchen sprach, mit denen er sich normalerweise abgab.

Wenn Lucy sich wirklich mit ihm getroffen hätte, wären sie jetzt schon längst fertig. Er fragte sich kurz, warum sie nicht zu ihrem Treffen gekommen war, nahm aber an, dass sie abgelenkt worden war oder er irgendwo falsch abgebogen ist. Der einzige Weg, der immer gleich blieb, war der Weg aus den Ravenclaw-Schlafsälen heraus – den konnte man nicht verpassen, einfach die Treppen runter.

Er kehrte zum Bett zurück und bemerkte, dass Hermine wohl etwas zuviel Zeit zum Nachdenken gehabt hat. Sie war steif wie ein Brett und zuckte bei seiner Berührung sofort zusammen.

„Warum hast du Angst vor mir?“, flüsterte er und schmiegte seinen Körper seitlich an ihren, liebkoste sanft ihren Hals. „Ich werde nichts tun, was dir wehtun könnte.“

„Natürlich nicht“, antwortete sie leicht nervös. „Aber du bist heute Nacht so anders u-und ich weiß nicht sicher, was du vorhast.“

Ihre Haut war weich und warm an seinem Körper, ihr Puls schlug rasend schnell unter seinen Lippen und ihre haare kitzelten seine Wange und seinen Hals.

Er wollte sie so sehr.

Er stellte fest, dass er bisher auch noch nie mit einem Mädchen zusammengewesen ist, dass ihn hatte warten lassen.

Er sollte sich wirklich andere Mädchen aussuchen.

Sie hatte ihre Hose natürlich wieder zugeknöpft. Er konnte nicht anders und lächelte über diese Tatsache. Er öffnete sie wieder; langsam, um sie nicht zu verschrecken. Sie versteifte sich etwas, widersprach aber nicht. Er küsste sanft ihre Lippen und sie entspannte sich wieder ein wenig.

Erneut musste er sich wundern, was sie mit einem Typen wie Weasley machte. Er war so… grob und ignorant. ganz anders als sie.

Es war jedoch nicht seine Aufgabe, sich darüber zu wundern.

Er zog ihr vorsichtig die Hose aus und sie lag nur noch in ihrem Höschen da und ihrem BH, der noch an ihren Brüsten hing, ohne sie zu bedecken. Er schloss seine Augen und versuchte sich vorzustellen, wie sie gerade aussah. Er stellte sich vor, dass sie vor Scham und Erregung gerötet war und ihn erwartungsvoll aus ihren großen, braunen Augen anstarrte, ihn anflehte, sie zu –

Er stöhnte.

„Ist etwas?“, flüsterte sie.

Er schüttelte seinen Kopf. Dann, als er merkte, dass sie es nicht sehen konnte, antwortete er, „Nein.“
~~~
Hermine hatte den Drang, sich zusammenzurollen und versteifte sich noch etwas mehr, um still liegen zu bleiben.
Das war merkwürdig beschämend. Sie hatte Ron diese Intimität nie zuvor gestattet – natürlich hatte er, abgesehen von seinem Drängen, dass sie endlich mit ihm schlief, nie danach gefragt – und sie wusste nicht wirklich, wie man sich in so einer Situation verhielt.

Er liebkoste sie überall, führte seine Hände über ihre Beine nach oben zu ihren Armen, als würde er versuchen, durch seine Berührung ein Bild von ihr zu erschaffen.

Sie hätte vorschlagen können, dass er ein wenig Licht machte, aber sie wollte die Dunkelheit behalten. Es schützte sie, ließ sie Dinge wagen, die sie sonst nie tun würde.

Das und der Alkohol, da war sie sicher.

Sie spürte, wie er sich wieder eng an sie schmiegte. Sie konnte seine Erektion an ihrer Hüfte spüren, durch den Stoff seiner wieder angezogenen Hose.

„Entspann dich“, atmete er in ihr Ohr. „Du wirst es nicht genießen können, wenn du dich nicht entspannst.“

„Du hast es vorhin offensichtlich genossen“, antwortete sie. „Und ich würde dich nicht als entspannt bezeichnen.“

Er lachte leise. „Meine Anspannung kam nicht von der Angst, dass du mich verschlingen könntest… Sie kam von der Hoffnung, dass du es tun würdest.“

Hermine errötete, strengte sich aber an, ihre Muskeln und ihren Körper zu entspannen, atmete langsam ein und aus.

Er stöhnte wieder.

„Was?“, fragte sie. Sie konnte nichts gegen die Neugier tun.

„Nichts“, murmelte er und erlaubte seiner Hand, zu ihrer Brust zu wandern und sie leicht zu drücken.

Sie biss in ihre Lippe und krümmte sich etwas, diesmal aber nicht vor Scham. Sie mochte es ehrlich gesagt ziemlich, wenn er sie anfasste. Das sollte sie zwar nicht so überraschen, aber sie hatte bisher nie großes Interesse daran gehabt.

„Nein, du hast doch was“, beharrte sie, unfähig, es dabei beruhen zu lassen.

Er kicherte, vermutlich über ihre Sturheit. „Du bist so sexy“, murmelte in ihr Ohr. „Es fühlt sich gut an, wie dein Körper sich neben meinem bewegt.“

„Du hast gestöhnt, weil ich geatmet habe?“, fragte sie ungläubig.

„Ich habe gestöhnt, weil du dich an mir gerieben hast, als du atmen musstest“, stellte er klar. „Es ließ mich daran denken, wie dein Körper sich noch bewegen könnte… unter mir…“

Sie war kurz davor, etwas zu antworten, was zweifellos die Stimmung zerstört hätte, als er beschloss, sie nochmals zu küssen. Er platzierte seinen Körper halb über ihrem, sein Oberschenkel zwischen ihren Beinen, seine Erektion gegen ihren weichen Bauch gedrückt und sich auf einem Unterarm abstützend, um sie nicht zu erdrücken, während seine andere Hand weiter ihre Brust streichelte.

Sie reckte sich ihm entgegen und er drückte seinen Schenkel etwas fester an sie, erleichterte ihre Not nur ein bisschen, während er den Kuss verstärkte, ihren Mund mit seiner forschenden Zunge erkundete. Sie stöhnte und er packte ihre Brust fester, kniff leicht in ihre Brustwarze.
Sie keuchte und machte ein ersticktes Geräusch.

~~~
Draco vergrub sein Gesicht in Hermines Haaren, seine freie Hand packte das Laken in einer Faust. Es fühlte sich so gut an. Nein, es fühlte sich verdammt wundervoll an. Er war so erregt, dass er nicht mehr klar denken konnte und sie hatte wahrscheinlich keine Ahnung, wie schwer es für ihn war, sich zurückzuhalten und nicht einfach… einfach… er wusste auch nicht so genau. Zu kommen, nahm er an. Er wollte wieder kommen. Aber er wollte in ihr sein.
Und sie war nicht dazu bereit, ihm seinen Wunsch zu erfüllen.

„Ron?“, fragte sie, als er zu lang nachdachte.

Ein Eimer Eiswasser hätte ihn nicht schneller in die Realität zurückholen können.

„Nenn mich nicht so“, motzte er, bevor er den Ausrutsche bemerkte und sich fest auf die Zunge biss.

Dumm, Draco. Wirklich dumm.

Auf keinen Fall würde sie einen Betrug jetzt nicht bemerken und kreischen und türmen. Auf keinen Fall würde er spüren können, wie es war, sie zum Höhepunkt zu bringen. Und warum? Weil er gierig geworden war und nicht wollte, dass sie ihn mit Wiesels verdammtem Namen ansprach.

Sie war still. Richtig still. Zu still.

Er suchte verzweifelt seinen Verstand ab nach einem plausiblen Grund, warum er nicht mit seinem Namen angesprochen werden wollte.

Dummer, dummer Draco. Du hattest deine Fantasie und dann musstest du es vermurksen.

„Okay…“, sagte sie schließlich langsam. „Wie soll ich dich denn nennen?“

Sein Kopf schnellte hoch. Fragte sie Ron, wie er genannt werden wollte oder fragte sie ihn, wer er wirklich war? Er entschied, sein Glück zu versuchen, egal wie schwach seine Antwort klingen würde.

„Egal“, flüstere er. „Wie du willst. Es tut mir Leid. Ich hätte dich nicht anmotzen sollen, das wollte ich nicht. Natürlich kannst du meinen verdammten Vornamen benutzen. Ich habe… nur… Ich habe die Kontrolle verloren, tut mir Leid.“

Er entschuldigte sich zu sehr. Er sagte sich, dass das Wiesel das vermutlich auch getan hätte.

Was er gesagt hatte, war auch nicht ganz falsch. Es war auch keine Lüge. Wenn man es genug drehte, war alles, was er ihr gesagt hatte, dass sie ihn nennen konnte, wie sie ihn wollte, einschließlich bei seinem eigenen Namen.

Okay, das war etwas weit gegriffen. Er hatte jedoch nichts dagegen, weit zu greifen.

„Die Kontrolle verloren?“, fragte sie.

Konnte sie tatsächlich so unschuldig sein?

„Noch ein Keuchen mehr von dir und ich wäre wieder gekommen“, flüsterte er ihr ins Ohr. „Aber das ist keine Entschuldigung. Verzeih mir.“

„Sei nicht albern“, sagte sie. „Man kann nicht von einem Laut kommen.“

Er nahm stark an, dass er das eben doch konnte.

„Und selbst, wenn es so wäre“, fuhr sie fort. „Warum hältst du es zurück?“

„Du bist dran“, murmelte er an ihrem Hals, knabberte seinen Weg zu ihrem Mund. „Es wäre unhöflich, dir das zu nehmen.“

„Ich führe keine Punkteliste, weißt du“, sagte sie sanft.

Ich schon.

Sie schien zu glauben, dass er Ron war. Er konnte sein eigenes Glück kaum fassen. Vielleicht hatte dieser Idiot die Gewohnheit, zwischendurch so unsinnige Dinge von sich zu geben.

Er ließ seine Hand über ihren Bauch gleiten und am Bund ihres Höschens ruhen. Er würde bald herausfinden, ob sie ihn immer noch verdächtigte oder nicht. Er küsste erneut sanft ihre Lippen und ließ seine Hand unter die Baumwollwäsche wandern.

Sie keuchte gegen seinen Mund und er grunzte, versuchte angestrengt, sein Verlangen niederzukämpfen. Er wusste schon vorher, dass sie feucht war, hatte es an seinem Bein gespürt, als sie es geritten hatte, aber es an seiner Hand zu spüren, ohne, dass Stoff seine Haut von ihrer trennte… ihr scharfes einatmen zu hören, als er sie federleicht streichelte… zu spüren, wie feucht sie war…

„Ich will dich…“, flüsterte er. „So sehr. Du kannst es dir nicht vorstellen, Hermine.“

„Ich glaube schon“, flüsterte sie zurück und, als ob sie ihren Standpunkt klarmachen wollte, strich leicht mit ihrer Hand über sein sich sehnenden Körperteil.

„Nein, das tust du nicht“, keuchte er und gestattete seiner Hand, tiefer zu wandern, langsam ihre Schamlippen zu streicheln. „Es ist nicht nur mein Körper… Wenn es nur das wäre, gäbe es einfache Wege, Abhilfe zu verschaffen, meinst du nicht?“

Er wusste kurz bevor sie erstarrte, dass er sie beleidigt hatte, aber er schaffte es nicht mehr, sich um ihre Empfindsamkeiten zu kümmern. Es gab etwas, das er sagen wollte und hier, in der Dunkelheit, konnte er das auch.

„Es wäre schön, wenn ich einfach wichsen oder jemanden mit niederen Prinzipien vögeln könnte und damit genug getan wäre… aber das hilft nicht, nicht lang. Ich habe immer noch dieses brennende Verlangen, dich zu besitzen.“

„Du hast mit Anderen geschlafen?“, fragte sie spitz.

Draco rollte mit den Augen. Es würde ihm gefallen, sie glauben zu lassen, dass das Wiesel sie betrog, aber das würde ihm auch nicht weiterhelfen. „Ich habe gewichst, Hermine“, flüsterte er in ihr Ohr. „Wieder und wieder… und wieder…“

Er spürte, wie sie rot wurde. Gut.

Er glaubte nicht, dass in seinem Körper noch genug Blut war, um ihn rot werden zu lassen. Scheinbar würde er nicht lange genug durchhalten, um sie zu verführen, und er bezweifelte, dass er ohne Pause zu einer dritten Runde fähig wäre. Verbittert fand er sich damit ab, dass er nicht ihre Hitze um sich spüren würde.

Er packte ihre Hand und lenkte sie zum Bund seiner halb geöffneten Hose, wo er sie erneut um sich schloss.

„Wenn du kommst“, sagte er in einer Stimme, die er kaum als seine erkannte, „hab keine Bedenken, mich fester zu packen. Lass es mich fühlen. Lass mich mit dir kommen.“

„Ich dachte, du achtest auf den Punktestand“, murmelte sie etwas atemlos.

Hatte er das laut gesagt? „Ich kann mich nicht zurückhalten“, gab er zu. „Aber ich stelle gerne danach wieder einen Gleichstand her…“

Er griff den Bund ihres Höschens und zog es langsam nach unten.

„Was tust du?“, fragte sie, leicht alarmiert.

„Ich brauche besseren Zugang.“

„Nein, deine Hand passt auch so.“

„Mach dir nicht so viele Gedanken“, seufzte er. „Ich weiß, dass du nicht meinen Schwanz willst und ich glaube, dass du auch nicht meinen Mund willst, also wird es nur meine Hand sein. Aber ich bekomme einen krampf, wenn du dein Höschen nicht ausziehst.“

Er zog es weiter runter und sie wehrte sich nicht dagegen. Sie spreizte sogar gehorsam ihre Beine etwas weiter, als er es ihr deutete.

Hermine Granger, nackt und breitbeinig vor mir, darauf wartend, dass ich sie zum Orgasmus bringe…

Er zitterte und realisierte, dass allein der Duft ihrer Erregung seine Fantasien für den Rest des Jahres schüren würde.

Langsam brachte er seine Hand zwischen ihre Schenkel, strich sanft mit den Fingerspitzen über den festen kleinen Knopf dort. Sie schluchzte.

„Hermine?“, fragte er ruhig, doch sie antwortete nicht. „Hermine?“, versuchte er es erneut.

„Mm?“, antwortete sie.

„Hast… Hast du… Ich meine… Du hattest schon einmal einen, oder?“

Er hörte nicht auf, sie zu streicheln. Es war zu sanft, um ihr wirklich Erleichterung zu verschaffen und sie wand sich.

„Du meinst einen Orgasmus?“, fragte sie. „Natürlich. Allein.“

„Gut“, murmelte er.

„Dass ich schon einen hatte?“

„Nein“, grinste er. „Dass du dabei allein warst.“

„Oh.“ Sie wusste scheinbar nicht, was sie dazu sagen sollte und er wettete, dass sie rot wurde.

Ohne weitere Vorwarnung schob er einen Finger in sie.

~~~
Hermine schrie und hob sich vom Bett, doch er legte sich sofort auf sie, schluckte ihre Laute mit Küssen.

„Sshhhh…“, murmelte er. „Der Raum ist nicht schalldicht. Daran hatte ich nicht gedacht.“

Es war ihr egal. Es wäre ihr schnurz-piep-egal, wenn die ganze Schule herein gerannt käme. Das hier fühlte sich einfach göttlich an.

„Vielleicht möchtest du deinen Griff etwas lockern“, ächzte er.

Sie bemerkte, dass sie seine Erektion ziemlich fest gepackt hatte. „Tut mir Leid“, keuchte sie. „Habe ich dir weh getan?“

„N-nein… Ich war nur eine Nanosekunde davon entfernt, zu kommen, das ist alles.“

„Ich will, dass du kommst“, schnurrte sie.

Das wollte sie wirklich. Es hatte ihr gefallen, wie er vorhin geschrien und in ihrem Mund pulsiert hatte, als er gekommen war und es hatte ihr gefallen, wie er völlig verloren in dem Gefühl gewesen war, selbst, nachdem er gekommen war.

„Luder“, murmelte er und sie kicherte.

Er vergrub seinen Kopf an ihrem Hals und bewegte langsam seine Finger in köstlichen Mustern, bewegte einen Finger rein und raus, während der andere ihren Knopf rieb.

„So eng“, flüsterte er sehnsüchtig, für sich selbst. „Nur ein Finger und trotzdem so eng.“ Er schluckte, sein Hals krampfte. „Es ist wohl besser, dass ich dich nicht nehme“, ergänzte er rau. „Ich bin so kurz davor. Ich würde dir wehtun. Ich könnte mich nicht beherrschen.“

Seine Worte hatten eine Wirkung, die der seiner Hände ähnelte und sie stöhnte wieder, drückte sich ihm entgegen. Er zitterte und ein Schluchzen entkam ihm als Antwort.

Er verlor die Kontrolle, das spürte sie. Er verlor eine Schlacht gegen sich selbst. Diese Anstrengung, nicht zu kommen, war ihr neu… Normalerweise war Kommen das Ziel – wenn auch nicht ihres – und wurde regelmäßig schnell erreicht.

Das hier war sehr viel erotischer, aufregender.

Sie traf eine Entscheidung. Naja, irgendwie. Vielleicht.
„Sicher, dass du mir wehtun würdest?“, fragte sie ruhig.
~~~
Er verstand diese Frage wahrscheinlich falsch, versicherte Draco sich, während sein gesamter Körper danach schrie, sie zu nehmen, sie zu besitzen und in ihr zu kommen. Es war nur ihre höllische Neugier, die sie fragen ließ.

„Vielleicht“, sagte er. „Ich weiß es nicht genau. Aber ich würde nicht lang genug für dich durchhalten.“

„Wie kannst du das nicht wissen?“, drängte sie. „Was nun?“ Sie presste sich gegen seine Hand. „Würdest du mir wehtun oder nicht?“

Er zog langsam seine Hand zurück und führte dann zwei Finger ein, was sie überrascht aufkeuchen und ihn selbst zittern ließ, als ihr Körper seine Finger so fest umgab, dass er sie kaum bewegen konnte.

„Wie fühlt sich das an?“, keuchte er. „Tut das weh?“

Sie schüttelte ihren Kopf, er konnte es spüren.

Er zog seine Hand zurück und benutzte drei Finger, versuchte, sie nicht zu kratzen, als er sie langsam in sie zwang. So eng. „Jetzt?“

„Ein bisschen unangenehm“, gab sie zu. „Aber immer noch schön.“

Er zog die zusätzlichen Finger zurück. „Wenn ich vorsichtig wäre, tut es vielleicht nicht weh“, brachte er hervor, sich selbst kaum glaubend, dass er ihr das erzählte. „Aber das schaffe ich nicht. Also wird es weh tun.“

Gute Arbeit, Kumpel. Für eine Minute klang es so, als ob sie dir tatsächlich erlauben würde, dich in ihr zu vergraben und damit deine liebste und am meisten genutzte Fantasie zu erleben, und dann sagst du ihr, dass du sie verletzen und unerfüllt zurücklassen wirst. Nach all der harten Arbeit.

Halt den Mund!

Sie war still.

„Komm einfach so“, sagte er sanft. „W-wir machen das andere irgendwann später.“

Sie auf jeden Fall. Mit dem Wiesel.

Er würde eindeutig jede Menge Zeit mit Lucy in dunklen Zimmern verbringen müssen.

Er neigte sich zu ihr und eroberte erneut ihre Lippen, schloss seine Augen, als ihr Körper unter seinem zitterte. Sie war erregt genug, um die gleiche verschärfte Wahrnehmung zu haben, die er hatte. Er streichelte ihre Zunge mit seine, entlockte ihr eine Antwort, und sie reagierte sofort.

Er verstärkte seine Berührungen, während seine Zunge die Bewegung seiner Finger nachahmte und kurze Zeit später keuchte sie, bäumte sich ihm entgegen, kurz vor…

Er unterbrach den Kuss. „Das ist es, Süße“, stöhnte er an ihren Lippen. „Du fühlst dich unglaublich an…“

„Hör auf“, keuchte sie, hielt seine Hand fest.

Er knurrte frustriert. So nah dran und sie hielt ihn auf? Lebte sie, um ihn zu foltern, ihn wahnsinnig vor Lust zu machen und ihm dann die eine Sache zu verwehren, die ihn etwas befriedigen könnte?

Okay, ihr Orgasmus würde sein Verlangen ungefähr so stillen, wie Öl Feuer löschte, aber er wollte es so, verdammt. Er brauchte es. Er musste mit ihr gemeinsam kommen, sich vorstellen können, dass ihr Körper sich nicht um seine Finger zusammenzog, sondern um seinen…

„Mach Liebe mit mir“, sagte sie.

Er erstarrte. Hatte sie ihn vorhin nicht gehört? Er konnte es nicht noch einmal wiederholen. Er war kein nobler Mensch – wenn er es wäre, wäre er nicht hier und täte das; sein Verlangen stillen, indem er sich als ihr Freund ausgab.

„Ich bin gleich soweit“, sagte sie mit bebender Stimme. „Wirklich gleich. Wenn du versuchst, sanft zu sein, werden wir es beide genießen, glaube ich.“

Er öffnete seinen Mund, um zu sagen, dass er nicht sanft sein könnte, dass er wahrscheinlich nicht einmal ganz in sie eindringen könnte, bevor er kam und dass er wahrscheinlich einfach hart und immer härter stoßen würde, egal, was für Schmerzen sie hatte.

Aber es kam nichts.

„Ron?“, fragte sie.

Seine Augen verengten sich. Warum sollte er sich um ihr Wohlergehen sorgen? dieser tollpatschige Dummkopf Weasley würde sich sicher nicht unter Kontrolle haben. Was auch immer Draco tat, konnte nur besser sein.

„Was denkst du?“, bohrte sie nach.

„Warte“, murmelte er und zog sich zurück, um eilig das nervige Kleidungsstück zu entfernen, dass er für sie wieder anziehen musste. Dann legte er sich wieder zu ihr.

Er spürte, wie sie erwartungsvoll zitterte, als seine Haut ihre berührte.

„Du musst es tun“, flüsterte er.

„W-was?“

„Ich werde zu gewaltsam sein. Du musst dich auf mich setzen, dann hast du mehr Kontrolle.“

Er versuchte angestrengt, nicht daran zu denken, wie Granger ihn ritt.

Gab es auch nur eine Fantasie, die er nicht gehabt hatte?

„Ich weiß nicht, wie“, sagte sie ruhig.

„Du setzte dich auf mich und bewegst dich“, sagte er. „Das ist nicht so schwer.“
~~~

Hermine schluckte, während sie verdaute, was er da von ihr verlangte. Sie hatte gedacht, dass er einfach auf ihr liegen und ihre Körper dann ineinander passen würde.

Sie hatte nicht gedacht, dass er von ihr etwas so Peinliches verlangen würde. Was, wenn sie es nicht richtig machen könnte?

Zögerlich kniete sie sich über seinen Bauch. Er stöhnte und strich mit seinen Händen ihre Schenkel hinauf. Immerhin gab es keinen Zweifel, dass er das hier wirklich, wirklich wollte.

„Ich-ich kann nicht…“, sagte sie und verabscheute sich dafür, dass es beinahe ein Schluchzen war.

„Rutsch tiefer“, flüsterte er. „Ja, so… jetzt beug dich etwas vor… küss mich, wenn du willst…“

Sie tat, was er sagte und als sie sich wieder aufrichtete, merkte sie, dass er sich für das, was passieren würde, perfekt positioniert hatte.

Das war’s.

Sie zögerte.

„Bitte hör jetzt nicht auf“, flüsterte er. „Ich könnte nicht… I-ich weiß, dass ich gesagt habe, dass ich dir wehtue, aber ich glaube nicht, dass ich es tun werde. Nicht auf diese Art.“

Sie hörte die Verzweiflung in seiner Stimme. Sie könnte jetzt aufhören, wenn sie wollte, aber das wäre grausam ihm gegenüber. Sie hatte ihn gebeten, mit ihr Liebe zu machen, nachdem er deutlich gemacht hatte, dass er sie nur berühren wollte. Sie hatte ihn gebeten, mit ihr Liebe zu machen. Das hätte sie nicht tun sollen, wenn sie nicht sicher war, ob sie es auch durchziehen würde. Es quälte ihn offensichtlich.

Aber sie wollte nicht aufhören. Irgendwie spürte sie, dass es heute Nacht sein musste. Jetzt oder nie.

Sie packte ihn sanft, was ihn stöhnen ließ, und ließ sich dann langsam auf ihn sinken…

~~~

Draco hatte die Laken so fest gepackt, dass er wusste, dass seine Knöchel weiß waren. Er hätte nicht loslassen können, selbst, wenn er gewollt hätte. Er brachte jedes Quäntchen Selbstkontrolle auf, das er besaß – und noch mehr – und versuchte, sich auf seinen Halt am Bettlaken zu konzentrieren und sonst nichts.

Sonst würde er in sie stoßen, um seine Qual zu beenden.

Für eine Minute sah es so aus, als würde sie einen Rückzieher machen und er war fast panisch. Nein, er war tatsächlich panisch. So nah zu sein und sie doch nicht zu haben… er wusste einfach nicht, ob er damit umgehen konnte.

Sie ließ sich langsam auf ihn herab, so verdammt langsam. Ihre Hitze neckte ihn, folterte ihn… er musste in ihr sein, sich bewegen, und sie hatte kaum drei zentimeter von ihm aufgenommen.

Er zitterte und ein ersticktes Stöhnen entkam seinen Lippen.

Sie hielt inne.

Großer Gott, nicht aufhören!

„Nicht aufhören“, keuchte er. „Bitte.“

Langsam fing sie wieder an, sich zu bewegen, sich anzuspannen, um sich an das fremde Gefühl zu gewöhnen.

Draco glaubte, dass er bald wahnsinnig werden würde.

„Du musst etwas schneller machen“, flüsterte er, seine Stimme flehend.

„Es ist… etwas unbequem“, murmelte sie. „Und ich bin bereits wund.“

Sie senkte sich wieder etwas und Dracos Augen fielen zu, als er gegen den Drang ankämpfte, ihr seine Hüfte entgegen zu bewegen, nur ein wenig, um diese Enge um sich zu spüren, völlig umgeben zu sein…

„Süße…“, ächzte er, „du musst ein bisschen schneller machen.“

„Das ist schon das zweite Mal, dass du mich so nennst“, überlegte sie. „Das hast du noch nie gemacht.“

„Was?“, keuchte er, kaum in der Stimmung für Small-Talk.

„Süße.“

„Wie nenn ich dich denn sonst?“

Sie hielt inne, um nachzudenken und er verfluchte sich für die Frage. „Hermine“, sagte sie schließlich. „Das ist alles: Hermine.“

Er hob sich etwas in sie, nur ein wenig, damit sie weitermachte. „Okay“, seufzte er. „Du musst schneller machen, Hermine.“

„Ich habe nicht gesagt, dass es mich stört, „sagte Hermine und nahm ihn weiter auf, ließ ihn voller Freude stöhnen, als er in sie glitt. Die Hälfte war geschafft.

So eng.

„Ich nenne dich, wie du willst, wenn du nur schneller machst“, sagte er.

Merline, er würde sie sogar Ron nennen, wenn sie nur endlich…

„Egal wie?“, fragte sie, leicht neckend.

„Ja“, sagte er deutlich.

Sie beugte sich vor, bis ihre Brüste seinen Körper berührten und ihre Haare seine Schultern kitzelten.

Hatte sie eine Ahnung, wie geil er war?

Sie neigte sich an sein Ohr und flüsterte, „Dann sag meine Geliebte.“

Er stöhnte, als er ihren Atem auf seiner Wange spürte und nahm kaum wahr, was sie sagte. Als er e verarbeitet hatte, schluckte er und fühlte sich unerklärlicherweise unwohl. Es war immerhin keine unangemessene Bitte an ihren Freund.

Das Problem war, dass er nicht ihr Freund war.

„Also?“, fragte sie. Sie hatte innegehalten.

„Meine Geliebte“, sagte er ohne nachzudenken.

„Hattest du nicht einen Wunsch?“, neckte sie.

„Bitte beweg dich schneller, Liebes“, flüsterte er und hoffte, dass sie die kleine Abänderung des Kosenamens nicht störte. So wirkte es einfach weniger… persönlich.

~~~

Hermine atmete tief ein, hielt sich an seinen Schultern fest und nahm ihn in sich auf, ganz. Zumindest dachte sie, es wäre ganz, bis er ihren Schenkel packte und leicht in sie stieß und sich bis zum Anschlag in ihr vergrub. Er stöhnte, als sie überrascht aufschrie bei dem unangenehmen Gefühl.

„Tut mir Leid“, flüsterte er. „Ich wollte… wollte dir nicht wehtun.“ Er stöhnte wieder. „Ich wünschte, du könntest spüren, wie wundervoll es sich für mich gerade anfühlt.“

„Und ich wünschte, dass du ein bisschen kleiner wärst“, antwortete sie mit einem kleinen Wimmern.

Er lachte ein wenig atemlos. „So groß bin ich nicht, Schatz. Aber danke für das Streicheln meines Egos.“

„Ich dachte, wir hätten vorhin meinen Kosenamen festgelegt“, neckte sie.

„Tut mir Leid… Liebes“, sagte er sanft. „Aber wir müssen uns jetzt bewegen, weißt du.“ Seine Hände glitten ihre Beine zu ihrer Taille hinauf, dann zu ihren Brüsten und er stöhnte. „Du musst dich jetzt bewegen.“

„Wer ist jetzt herrisch?“, murmelte sie, hob sich jedoch langsam, hielt sich an seinen Schultern fest, während sie ihr Gleichgewicht suchte.

Die Bewegung löste ein Bündel völlig neuer Emotionen in ihr aus und sie stöhnte tief. Er reagierte sofort, versteifte sich, seine Hände wieder auf ihren Schenkeln, wo er sich verzweifelt festhielt. Sie ließ sich wieder sinken, diesmal überhaupt keinen Schmerz spürend, und ihr Schluchzen bestand aus reiner Sehnsucht.

„Hermine, Liebes“, ächzte Draco, „du musst dich schneller bewegen, bevor ich die Kontrolle verliere.“

Sie gehorchte problemlos. Bald fand sie einen Rhythmus, der ihr gefiel und, wenn man nach seinen Lauten gehen konnte, ihm auch. Es fühlte sich so gut an. Sie verstand nun, warum manche Leute alles tun würden, um das hier zu bekommen.

Es gefiel ihr auch, die Kontrolle zu haben und einen Mann zwischen ihren Beinen zu haben, der ihr voll und ganz ausgeliefert war. Sie nahm an, dass das auch der Grund war, warum es sie nicht störte, ihm einen zu blasen. Es gab ihr ein Hochgefühl von Macht, dass er Freude verspürte, wenn sie den Ton angab, und es ihm wegnehmen konnte, wie sie wollte.

Sie beugte sich vor, um ihn zu küssen und er erwiderte den Kuss stürmisch, erregte sie sogar noch mehr.

„Oh Merlin, du hast keine Ahnung…“, flüsterte er. „Du bist mein Wunschtraum. Ich kann mich nicht länger zurückhalten. Ich muss dich etwas vorantreiben.“

Vorantreiben?

Sie wusste nicht, was er meinte, bis er eine Hand zwischen ihre Beine brachte und sie wieder so intim berührte wie vorhin. Nur das diesmal nicht ein Finger in ihr steckte.
Der zusätzliche Genuss kam unerwartet und ließ sie laut stöhnen, während sie sich schneller bewegte.

„Ja, Liebes, das ist es“, keuchte er. „Das will ich.“

Sein sanftes Reiben, die harte Länge in ihr, die Hand, die ihre Brust sanft massierte, der Kuss, den sie stahl und der schnell zu einem Verschlingen ausartete… alles wuchs und wuchs in ihr, bis etwas nachgeben musste und sie in Erlösung aufschrie, als er in sie stieß und es noch intensiver machte, bis sie schließlich um ihn zusammen krampfte.

~~~

Draco spürte ihren Orgasmus, hörte ihr Stöhnen und ihre Schreie und fühlte ihr Zittern; wusste, dass er sich nicht länger zurückhalten konnte. Schnell, während sie noch kam, während ihre Muskeln ihn quetschten – oh Merlin, sie war so eng, wie sollte er diese Muskelkrämpfe aushalten? - hob er sie hoch und brachte sie unter sich, damit er ihren Körper von Kopf bis Fuß spüren konnte, als er sie nahm.

Er wollte sie nehmen. Er musste sie nehmen.

Ohne einen weiteren Gedanken stieß er in sie, wieder und wieder, eroberte ihre Mund und ihren Körper, spürte ihre Brüste an seiner Brust, ihre Beine um seine Schenkel, ihre wundervollen, geküssten Lippen an seinen.

„Hermine“, keuchte er und sagte nur ihren Namen. „Hermine. Hermine.“

Er kam. Er versuchte, es noch etwas zu verzögern, aber es half nichts. Er befand sich außerhalb jeder Gedanken und Kontrolle und musste sie einfach besitzen, sich in ihr vergraben und die Leidenschaft, die sich all die Jahre gebildet hatte, loslassen.

Er spürte es in seinen Zehen, seinen Fingern, seinem Bauch. Der Orgasmus war unvermeidlich. Es hatte begonnen.

„Hermine“, keuchte er noch einmal, bevor er tief in sie eindrang und sein Gesicht an ihrem Hals vergrub, seinen Schrei dämpfte, während ihre Haare seine Wange streichelten.

Er war noch nie so heftig gekommen. Es war noch nie so gut gewesen. Nie so intensiv.

Es hieß immer, dass die Realität nicht mit der Fantasie vergleichbar wäre, aber er konnte nur widersprechen. Die Realität übertraf die Fantasie bei weitem.

Er bewegte sich auch nicht, als sein Beben schon nachgelassen hatte. Er fühlte sich zu gut. Zufriedener als je zuvor. Er liebkoste ihr Ohr mit seinen Lippen, dann ihre Wange, schließlich ihren Mund. Er würde diesen Mund vermissen.

Dann realisierte er, was er getan hatte.

Sie war eine Jungfrau und er hatte den Kopf verloren und war grob gewesen.

Er zuckte zurück. „Geht es dir gut?“, fragte er.

„Mir geht’s gut“, antwortete sie sanft.

„Es tut mir Leid“, sagte er. „Ich bin ausgerastet. Normalerweise bin ich nicht so rücksichtslos…“

„Normalerweise?“, fragte sie scharf und entzog sich ihm.

Oh-oh. Er könnte sie natürlich glauben lassen, dass ihr Freund fremdging, aber es würde sie nur aufregen und sie würde, sobald sie ihn darauf ansprach und erfahren würde, dass er sie hier nie getroffen hatte, erfahren, dass er nicht Weasley war.

„Ich meine generell“, sagte er.

„Du hast das hier schon mal getan, oder?“, fragte sie.

„Hermine…“

„Oder?“

Er seufzte. Er fand, dass er nicht lügen sollte. Dumm, das wusste er. „Ja.“

„Du hast mich betrogen?“ Ihre Stimme war so leise, dass er sie kaum hören konnte. Und herzzerreißend.

„Nein“, versicherte er ihr eilig… hatte er ja technisch gesehen auch nicht. „Es war vor, ähm, uns.“ Auf jeden Fall vor heute Nacht. Um ehrlich zu sein lag das letzte Mal einige Monate zurück. Er war gar nicht so aktiv. Er schlief nicht mit jeder, nur weil er die Möglichkeit hatte, aber er hatte Bedürfnisse und es gab viele Mädchen, die ihm zu gerne bei der Bewältigung halfen.

„Wie kann das sein?“

„Du warst immer außerhalb meiner Liga“, antwortete er und dachte ironischerweise, dass das wirklich für Weasley galt. „Ich hätte nie gedacht, dass du mich wirklich auf diese Art willst.“

Nicht, dass das eine Rolle spielen würde.

„Drachenscheiße!“, knurrte sie. „Du weißt seit der vierten Klasse, was ich fühle!“

„Ich habe meine Jungfräulichkeit in der dritten verloren“, sagte er schnell und es war nicht einmal eine Lüge. Selbst damals hatte es ältere Mädchen gegeben, die versuchten, die Aufmerksamkeit der nächsten Malfoy-Generation zu erregen.

Sie war wieder still.

„Ich würde dich nicht betrügen“, fügte er sanft hinzu. „Bitte geh nicht wütend.“

„Hmmm“, war ihre einzige Antwort.

Er wollte sich nur hinlegen und schlafen und vielleicht wiederholen, was sie getan hatten, aber nicht nur, dass sie in einem fremden Schlafsaal waren und sie war wütend war, sie sollten auch wirklich zurückkehren, bevor jemand merkte, dass sie fehlten und nach ihnen suchte.

Er seufzte und versuchte, Kleidungsstücke zu finden und in der Dunkelheit zu identifizieren.

Als sie wieder angezogen waren, bemerkte Draco seine Not. Er konnte nicht mit ihr gehen.

Er dachte schnell nach.

„Geh du zuerst“, sagte er. „Ich treffe dich dann in unserem Gemeinschaftsraum. Ich habe noch etwas zu erledigen.“

Sie antwortete nicht. Er glaubte, dass sie mit den Schultern zuckte.

Er hielt ihren Arm fest, als sie an ihm vorbeilief. „Sei nicht sauer“, flüsterte er, „Wenn ich nicht… so war es für uns beide besser.“

„Ach ja?“, fragte sie bitter. „und, wie schneide ich ab auf einer Skala von eins bis zehn? Acht vielleicht?“

„Zwölf“, antwortete er.

„Ich glaube dir nicht.“

„Solltest du aber“, flüsterte er. „Es würde mich nicht stören… ich meine… Ich würde alles tun, damit es noch einmal passiert.“

Sie zuckte mit den Schultern. Diesmal wusste er es sicher, weil er immer noch die Hand auf ihrem Arm hatte. „Du bist mein Freund, oder nicht?“, grummelte sie. „Wenn ich dir verziehen habe, stehen die Chancen gut, dass wir es wieder tun.“

„Ja…“, sagte er, unfähig, das Bedauern aus seiner Stimme zu halten. Er wusste, dass er sie nie wieder berühren würde. „Ich kann es nicht erwarten.“

~~~

Lucy stand am Rand des Ravenclaw-Gemeinschaftsraums, selbstgefällig, als würde das Leben es gut mit ihr meinen. Nicht ganz, was Draco erwartet hatte, nachdem er sie versetzt hatte. Er wusste nicht, was er erwartet hatte, aber nicht das.

„Was geht in dir vor?“, fragte er misstrauisch.

Ein kleines Grinsen hob die Winkel ihres schönen Mundes an. „Ich weiß nicht, wovon du sprichst“, sagte sie.

„Wo warst du? Ich habe auf dich gewartet.“

„Ah… Ich wurde aufgehalten. Tut mir so Leid.“ Sie klang nicht im Geringsten, als ob es ihr Leid tun würde.

Er kniff die Augen zusammen. „Anscheinend hatte Granger da oben ein Treffen mit Weasley vereinbart und Weasley ist auch nicht aufgetaucht. Du weißt nicht zufällig etwas darüber?“

Ihr Grinsen wurde breiter. „Gar nichts.“

Er schüttelte den kopf. Lucy war gut. Wirklich gut. Sie schaffte es, einen tadellosen Ruf aufrecht zu halten, obwohl sie dafür berüchtigt war, alles und jeden, dem es nichts ausmachte, die Regeln zu brechen, zu bekommen.

Natürlich wusste Draco genau, was für ein Mensch Lucy war. Deshalb verstanden sie sich so gut.

Anscheinend hatte sie etwas mit Weasley im Schilde geführt. Vielleicht immer noch, je nachdem, wie es gelaufen war.

„Du schuldest mir was“, sagte er.

Sie schenkte ihm einen abschätzenden Blick. „Ich bin mir sicher, dass uns da etwas einfällt.“

Er schüttelte wieder seinen Kopf. „Hat es sich wenigstens ausgezahlt?“

Sie lächelte vage. „Eine Lady schweigt.“

Das hieß soviel wie Ja.

Draco schluckte, ein unangenehmes Gefühl im Magen. Er wusste nicht, warum er sich schuldig fühlen sollte, wenn Lucy doch die Pläne geschmiedet hatte. „Gut. Ich fände es nicht gut, wenn mein – unfreiwilliges, wenn ich das sagen darf – Opfer umsonst gewesen wäre.“

Sie schnaubte grazil. Wie das überhaupt möglich war, wusste er nicht, aber sie schaffte es. „Ach ja?“, fragte sie sanft. „Du hast allerdings ziemlich lange gebraucht, um wieder hier runter zu kommen, nicht wahr?“

Er kniff die Augen zusammen und sah sie wütend an.

„Versuch’s erst gar nicht bei mir“, sagte sie ruhig. „Ich bin nicht dumm. Ich weiß, dass du dich nach ihr sehnst. Ich denke, ich habe dir sogar einen Gefallen getan. Hast du die Dunkelheit ausgenutzt? Schon, oder?“

Wieder verspürte Draco dieses sehr unangenehme… Gefühl. Sie ließ es so falsch klingen. Es hatte sich nicht so hinterlistig und billig angefühlt. Er wandte den Blick ab. „Ein Gentleman schweigt.“

Sie strahlte förmlich. „Anscheinend haben wir beide diese Nacht genutzt, was?“

Sie wandte sich zum Gehen, aber Draco hielt sie am Arm fest, als sie neben ihm stand. „Hat er wenigstens geglaubt, du wärst sie?“

Lucy runzelte missbilligend die Stirn. „Es steht dir nicht, Gefühle zu haben, Draco“, antwortete sie und schüttelte seine Hand ab. „Sie muss ziemlich gut gewesen sein.“

„Sag’s mir einfach“, sagte er.

Sie schürzte die Lippen. „Wie geht es eigentlich Astoria?“, fragte sie, sicher, dass sie Draco damit aus der Fassung bringen würde.

„Ausgerechnet du solltest wissen, dass ich nicht jetzt mit ihr in einer Beziehung sein muss, nur weil ich sie nach ihrem Abschluss heiraten muss“, knurrte er. „Sie hat damit nichts zu tun.“

„Nein, und du bist eindeutig nicht treu“, antwortete Lucy gelassen. „Aber ich frage mich nur… Warum machst du dir Sorgen, was zwischen Granger und Weasley passiert, wenn du doch keine Vorteile davon haben wirst?“

Er hatte keine Antwort darauf und sie ging.
~~~

Es war surreal.

Hermine hatte über das, was im Ravenclaw-Turm passiert war, nachgedacht, über Rons merkwürdiges Verhalten, und versucht, sein Geständnis zu verdauen.

Irgendwie hatte sie immer angenommen, dass er wie sie auch eine Jungfrau war.

Wie viele 13-jährige Jungs hatten überhaupt schon Sex?

Und er hatte nie besonders… erfahren… gewirkt, wenn sie in der Vergangenheit zusammen gewesen sind. Anfangs hatte es sehr kurz gedauert, bis er kam. Eigentlich hatte er, abgesehen von heute, nie so gewirkt, als wüsste er über irgendwas, was mit… naja, ihr, zu tun hatte, Bescheid.

Sie hatte angenommen, dass das erst beim Sex anders wäre.

Aber vielleicht hatte er es ja erst einmal getan. Sie hatte nicht gefragt. Aber er hatte normalerweise gesagt, was nach mehreren Malen und vor allem regelmäßig klang.

Noch nicht lange her.

Er ist so merkwürdig gewesen. Aber auf gute Art, zumindest meistens. Er hatte ihr ein so gutes Gefühl gegeben, ihr erstes Mal wirklich bemerkenswert gestaltet. Nein, es waren nicht Rosen und Champagner gewesen, aber für sie war es so gut. Es war leidenschaftlich und hatte ihr gezeigt, wie gut es sich anfühlen konnte, Liebe zu machen.

Es konnte wirklich gut sein.

Er hatte gedacht, er hätte ihr wehgetan, als er plötzlich die Stellung gewechselt und sie dominiert hatte, aber so war es nicht. Zumindest nicht so, dass es wichtig wäre. Ja, vielleicht war sie jetzt etwas wund, aber wie sie gespürt hatte, wie er durch seine verzehrende Leidenschaft die Kontrolle verloren hatte, als er in sie hämmerte und ihren Namen sang… sie hatte sich… begehrt gefühlt. Geehrt. Sogar angebetet. Nein, es war nicht sanft gewesen, aber er hatte nicht das Verlangen gehabt, sie zu verletzen, nur das Verlangen nach… ihr. Das machte einen riesigen Unterschied.

Wenn sie nur daran vorbei denken könnte, dass es für ihn nicht so besonders gewesen war wie für sie. Wie konnte es das sein, wenn er sein erstes Mal schon hinter sich hatte?

Es dauerte ewig, bis Ron in den Gemeinschaftsraum kam. Hermine saß noch in ihrem Sessel und dachte über den Abend nach, als er endlich eintrat.

„Ich dachte, ich sollte hier auf dich warten?“, sagte sie und versuchte angestrengt, den Ärger aus ihrer Stimme zu halten.

Ron erschrak. „H-Hermine?“, fragte er. „Ähm… ach ja?“

Hermine runzelte die Stirn. Kein sehr guter Anfang. „Warst du noch auf der Party, um noch mehr zu trinken?“, fragte sie etwas zu scharf für ihren eigenen Geschmack.

Er sah sie böse an. „Ich weiß nicht, wovon du sprichst.“

„Wirklich?“

„Ja, wirklich“, antwortete er. „Warum hast du mich versetzt?“

Sie war doch hier, oder nicht? „Was meinst du damit?“

„Gut, wenn du deine Meinung änderst, aber du hättest mir wenigstens Bescheid sagen können und nicht einfach… nicht auftauchen sollen. Ich dachte, wir wären mehr als das.“

„Ich war da!“, knurrte sie.

Jetzt sah er verwirrt aus und als würde er etwas verdrängen. „Nein, nein. Deine Nachricht mit der Wegbeschreibung kam und ich habe sie befolgt, aber du bist nie erschienen. A-aber jemand anderes schon.“ Er schluckte und sah weg, als könnte er sie nicht ansehen.

Hermines Augen waren weit aufgerissen. „Was?“, flüsterte sie.

„Jemand anders“, murmelte er. „Warum warst du nicht da, Hermine?“, fragte er wieder. „Du hättest auftauchen können – sollen.“

Sein Schmerz war greifbar. Er bereute etwas.

Sie hatte eine gute Ahnung, was das sein könnte.

Wenn sie nämlich nicht mit Ron geschlafen hatte… an wen hatte sie dann vorhin ihre Jungfräulichkeit verloren?

Und warum war sie nicht schockiert, entsetzt und am Boden zerstört?
~~~

„Verzieh dich, Malfoy!“, knurrte Ron.

Hermine rollte mit den Augen. Nicht über Ron an und für sich, sondern wegen der ganzen Situation. Es war bei weitem nicht mehr so unterhaltsam wie vor ein paar Jahren, und selbst damals war es eher ermüdend gewesen. Malfoy war immer ein Idiot und Ron ging immer darauf ein – außer Harry kam ihm zuvor. Diesmal kam Harry ihm nicht zuvor, weil er nicht bei ihnen war, als sie dem Blödmann über den Weg liefen.

„Los, beeil dich, es gibt Mittagessen, Wieselkönig“, antwortete Draco gelangweilt. „Du musst doch deine Familie ernähren, oder nicht? Schnell, bevor die guten Abfälle alle weg sind.“

Ron machte einen Schritt auf ihn zu und Malfoy grinste. Hermine beschloss, dass sie genug hatte.

„Himmel, Herrgott -“, knurrte sie. „Werdet erwachsen, alle beide!“ Draco öffnete seinen Mund, um vermutlich etwas über ihren Blutstatus zu sagen, aber sie nahm ihm die Chance. „Ja, ich bin eine Muggelgeborene und du durch Inzest entstanden“, sagte sie. „Wir haben’s verstanden!“

Draco sah nicht wirklich beleidigt aus, eher ziemlich selbstgefällig. „Wiesel ist auch durch Inzest entstanden!“
Ron fletschte die Zähne.

Hermine gab einen frustrierten Laut von sich. „Ich lass euch zwei in eurem Kindergarten allein“, stöhnte sie, bevor sie ging, um ein Buch in der Bibliothek abzugeben.

„In unserem was?“, hörte sie Draco fragen.

„Keine Ahnung“, antwortete Ron.
~~~

Gesegnete Ruhe. Hermine wusste, dass es einen Grund für ihre Liebe zu Bibliotheken gab. Der Mangel an streitenden Männern, machte sie unter anderem zu sehr viel angenehmeren Orten. Aber sie konnte nicht lang bleiben. Sie hatte immerhin Unterricht und schon spät dran. Sie eilte in den Korridor, um die Ecke, die Treppen runter, wieder um die Ecke und bremste gerade noch, bevor sie jemanden umrannte.

Einen blonden Kerl mit grauen Augen, na klar. In einem ansonsten leeren Gang.

Weil es einfach keine Möglichkeit für das Universum gab, zuzulassen, dass er sie mal für dreißig Sekunden nicht nervte.

Sie seufzte und wartete auf die unvermeidbare Beleidigung.

Stattdessen hob er nur eine Augenbraue und trat zur Seite.

Merkwürdig.

Sie lief gerade an ihm vorbei, als sie sah, wie seine Augen zu ihrem Hals wanderten, wo der Umhang gerade weit genug verrutscht war, um das Mal zu zeigen, dass sie vor zwei Tagen bekommen hatte. Ein angedeutetes Grinsen, dass wirklich nicht für ihre Augen bestimmt war, huschte über sein Gesicht.

Mein Mal. Versteck es nicht. Ich werde danach Ausschau halten.

Sie keuchte, schlug mit einer Hand auf den Knutschfleck und wirbelte zu ihm herum.

Er wirkte etwas überrascht, als sie stehen blieb und ihn mit großen Augen anstarrte, sagte aber nichts dazu. Er sagte gar nichts. Er erwiderte nur ihren Blick. Für eine Sekunde flackerte etwas in seinen Augen auf, aber es war zu schnell, als dass sie es hätte erkennen können.

Er war es. Sie wusste einfach, dass er es war. Sie wusste nicht, woher, aber sie wusste es. Sie konnte sich sein Gesicht und seinen Körper vorstellen. Er war es auf jeden Fall.

Endlich, nach einer Ewigkeit, unterbrach er den Blickkontakt und wandte sich ab. Erst da erlangte sie ihre Sprachfähigkeit zurück.

„Du warst das.“

Er blieb stehen, ohne sich umzudrehen. „Was war das, Granger?“

„Ich… wir… ich… mit dir.“

Er drehte seinen Kopf leicht. „Nein, du hast es mit Weasley getan“, sagte er ruhig. „Ich habe nur deiner kleinen Fantasie gehorcht.“

„Warum hast du das getan?“, fragte sie.

Er zuckte mit den Schultern. „Weil du da warst und ich es wollte.“

Und dann lief er davon.

Hermine blieb mit zwei Erkenntnissen zurück:

Draco Malfoy war derjenige, der ihre Unschuld genommen hatte.

Das überraschte sie nicht allzu sehr.

Und sie war auch nicht besonders aufgebracht, dass er es gewesen war.

++++++

Ich freue mich wie immer über Kommentare und leite sie gerne an die Autorin weiter :)
LG
Nitsrek


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Ich habe Angst vor Spinnen. Ich hasse sie. Wie Ron.
Rupert Grint