
von Mausi-Buh
James POV
Jenny und ich sitzen auf der Couch ich starre auf den Bildschirm während sie ein Buch liest. Die Begegnung mit Lily gestern hat mich ganzschön geschafft. Sie wieder zusehen hat mich gefreut doch auch en wenig verletzt. Alles kam wieder hoch.
“Mhm.”, grummelt Jenny und sieht zu mir auf.
“Was ist denn?”
Ich drücke sie etwas an mich.
“Weist du eigentlich das du im Schlaf redest?”
Erstaunt ziehe ich eine Augenbraue hoch.
“Ehrlich?”
“Ja.”
Sie klappt ihr Buch zu und wendet sich mir ganz zu.
“Du redest immer von einer Lily jetzt weiß ich wer sie ist. Sie ist hübsch.”
Ich erbleiche. Ich rede also von Lily. Verdammt. Und das VOR Jenny. Oh man. Eigentlich wollte ich Lily ja niemals verlassen. Doch ich konnte nicht mehr ertragen wie sich meine geliebte Lily so zugrunde richtete. Ich hatte sie damals nur verlassen damit sie endlich wach gerüttelt wird. Damit sie merkt was sie Menschen in ihrer Umgebung antut. Doch nichts geschah und als ich Lily bitten wollte mich zurück zunehmen war sie verschwunden.
“Okay… mhm… aber so wie du sie angesehen hast so… ich weis nicht. Sehnsüchtig?.” Was? Ich sehe Lily sehnsüchtig an? Ich habe eigentlich gedacht das ich mein Gesicht recht gut unter Kontrolle hatte als wir sie sahen. Jenny richtet sich auf und dreht sich mir vollständig zu. “Liebst du sie noch?”
Das kommt so unvermittelt das ich zusammen zucke. Wie kommt Jenny auf solche Gedanken? Okay… sie hat recht aber ich sie liebe ich auch nur auf eine völlig verkehrte weise.
“Ich… wie kommst du auf so was?”
“James! Lenk nicht ab. Liebst du sie noch?”
Verdammt. Warum kann ich Jennifer nicht einfach irgendwie ablenken? Ich will ihr nicht die Wahrheit sagen. Ich will mir die Wahrheit nicht eingestehen. Da kommt mir eine Idee. Schnell ziehe ich sie an mich und drücke stürmisch meine Lippen auf ihre. Völlig überrumpelt erwidert sie den Kuss. Dann springe ich plötzlich auf.
“Was-?”
“Ich gehe Sirius besuchen.”
Schon bin ich im Flur verschwunden um meine Schuhe anzuziehen.
“James das ist doch jetzt nicht dein erst oder?”
Jenny taucht hinter mir auf und verschränkt die Arme.
“Doch.”, meine ich mit fester Stimme.
Das ich jetzt abhaue verstärkt ihren Verdacht noch mehr, das weiß ich, aber ich muss einfach raus hier. Seit ich Lily gesehen habe kommt mir Jenny noch falscher vor. Wenige Sekunden später stehe ich vor Sirius Haustür. Ich klingle und mein bester Freund öffnet mir.
“Prongs?”
Er wirkt erstaunt. Ich eile an ihm vorbei ins Wohnzimmer und werfe mich auf die Couch.
“Padfoot! Ich bin vor Jenny geflüchtet.”
“Warum das?”
Er setzt sich neben mich und sieht mich aufmerksam an.
“Also… gestern haben wir beim einkaufen jemanden getroffen.” Ich hole tief Luft. “Es waren Gwen und… Lily. Wusstest du das Lily eine kleine Tochter hat? Sie heißt Hope… naja jedenfalls hat mich Jenny jetzt gefragt ob ich sie noch liebe.”
“Und du bist abgehauen?”
Pads Tonfall klingt anklagend.
“Ich… ach Pad du weist doch genau das ich Lily noch liebe! Weist du noch als wir sie vor zwei Jahren gesehen haben? Wie ich Tage lang nur von ihr geredet habe? Das ich sie zurück möchte? Jenny kann sie nicht ersetzen! Niemand kann Lily ersetzen…”
Verzweifelt fahre ich mir übers Gesicht.
“Moment mal! Hast du gesagt Lily hat ein Kind?”
“Ja?”
“Das ist sicher deins! Deswegen war sie damals auch so schnell weg. Sie war sicher schwanger.”
Sirius richtet sich interessiert auf. Nein das kann nicht sein! Die kleine ist nicht meine Tochter. Auch wenn sie mir ähnlich sieht und wenn ihr alter passend ist. Das kann einfach nicht sein. Lily hätte es mir gesagt. Ich schüttle entschieden den Kopf.
“Woher willst du das wissen?”
“Weil ich es einfach weiß!”
“Prongs…”, meint er ermahnend doch ich schüttle nur wieder denn Kopf. “Na gut wenn du meinst. Zum anderen Thema. Was willst du jetzt wegen Lily machen? Ich meine du liebst sie und nicht Jenny. Ich finde du solltest Jennifer verlassen. Sie war noch nie richtig für dich. Außerdem klammerst du viel zu sehr an dein Evansschema.”
Ich runzle die Stirn. Was soll das denn sein?
“Bitte was? Evansschema?”
“Ja! Rote Haare, bleiche Haut, elegantes manchmal eingebildetes Auftreten und ein Temperamentvoller, recht zickiger Charakter. Das ist das Evansschema und dran hältst du dich bei jeder Freundin die du nach Lily hattest.”
Ich ziehe eine Augenbraue hoch. Was Sirius sich da wieder zusammen schwafelt… wieder typisch er. Evansschema was für ein Blödsinn. Okay ja… viele meiner Freundinnen nach Lily hatten genau diese Eigenschaften aber nicht alle! Wie kann Pad nur so etwas behaupten?
“Das stimmt doch gar nicht Padfoot. Ein paar waren anders.”
Ich klinge wie ein trotziges kleines Kind. Ach verdammt! Aber egal… einfach ignorieren.
“Ach ja? Die Haarfarbe vielleicht aber sonst war eigentlich alles gleich.”
Ich verschränke die Arme Wie schön es doch ist SO einen netten besten Freund zuhaben.
“Weist du eigentlich bin ich zu dir gekommen damit du mich aufbaust und nicht niedermachst. Ich hätte von Anfang an zu Moony gehen sollen. Er weiß immer was zutun ist.”
Ich stehe auf doch Sirius hält mich am Handgelenk fest und zieht mich wieder neben ihn.
“Nicht in Sachen Frauen, Prongs. Hast du Moony je mit einer gesehen?”
“Nein.”
“Also.”
Ich setze mich wieder hin und warte gespannt auf Sirius Moralpredigt. Als hätte er Ahnung von Liebe geschweigedenn von einer festen Beziehung!
“Du verlässt Jenny okay? Dann gehst du zu Lily und sagst ihr das du sie immer noch liebst und das du sie zurück haben willst. Um jeden Preis. Auch mit Kind okay?”
“Ich… ich kann nicht Pad.” Wir er sich das immer vorstellt! Was für eine blühende Fantasie er doch hat. Als könnte ich einfach so zu Lily marschieren und ihr verkünden das ich sie noch Liebe! Und dazu muss ich auch noch Jenny verlassen. Gut… ich liebe sie nicht aber ich habe sie so schrecklich gern. Wie könnte ich ihr so etwas antun? Verzweifelt werfe ich die Arme hoch. “Ich kann nichts von alldem was du mir Vorschlägst.”
“Prongs…”
“Nein Pad es geht nicht ich kann nicht… es geht einfach nicht.”
Traurig lasse ich denn Kopf hängen und presse mir die Hände aufs Gesicht. Jetzt bloß nicht heulen! Sei nicht so sentimental James.
Lily POV
“Hope!”
“Nein Mummy.”
Sie setzt ein trotziges Gesicht auf und zieht sich das hübsche Kleid wieder über denn Kopf. Mensch warum muss sie gerade jetzt eine ihrer Trotzphasen haben?
“Schatz bitte lass es an.”
“Nein das ist hässlich.”
Sie schmeißt es weg und ich fahre mir verzweifelt durch die Haare.
“Aber Mäusschen du willst doch hübsch aussehen wenn wir Tante Abby und Onkel Dave besuchen oder? Also zieht du jetzt sofort dieses Kleid an.”
Ich ziehe es ihr wieder über denn Kopf.
“Ich will aber nicht!!”, kreischt sie und fängt an zuweinen.
Na toll. Seufzend ziehe ich es wieder aus und gehe zum Schrank. Dann eben ein anderes…
“Ich will das da!”
Hope steht schon neben mir und deutet auf ihr absolutes Lieblingskleid. Eigentlich hätte ich es mir denken können. So mache ich sie dann fertig (Hops Kleid: http://www.polyvore.com/little_sweet_hope/set?id=9386980) und fahren zu meinen Verwandten.
“Hallo Tante Abby!”, ruft Hope und marschiert mit hoch erhobenem Haupt ins Wohnzimmer.
Meine Tante schaut meiner Tochter hinterher und kichert leise.
“Sie ist echt… einzigartig.”
Ich umarme sie und gehe dann Hope hinterher. Auf der Couch sitzt schon meine allerliebste Schwester Petunia mit ihrem kleinen Sohn. Dudley ist ein halbes Jahr jünger als Hope und das komplette Gegenteil von ihr.
Hope ist ausgesprochen Schlank, hat lange schwarze Haare und einen feurigen, liebenswerten Charakter. Sie ist zwar laut und bestimmend aber dennoch kann sie sehr charmant sein, wenn sie will.
Dudley hingegen ist dick, blond und irgendwie ziemlich aggressiv. Ich denke es kommt von seinem Vater. Vernon Dursley, der Mann von Tunia, kann mich nicht leiden und das wegen einem einzigen Grund. Weil ich eine Hexe bin! Genau deswegen verachtet mich auch Tunia.
“Tunia! Hallo und der kleine Dudley.”
Ich lächle sie freundlich an doch meine Schwester hat nur einen ignoranten Gesichtsausdruck für mich übrig. Auch Vernon der sich mit meinem Onkel unterhält lässt mich gekonnt links liegen. Ach wie sehr ich meine Familie doch mag!
“Ach Hopemaus hast du wieder ein schönes Kleidchen an. Du bist so hübsch.”
Hope strahlt Tante Abby an.
“Das ist mein Lieblingskleid. Mummy wollte mir ein hässliches anziehen.”
Ich wirft mir einen vorwurfsvollen Blick zu und gibt Abby eine ihrer zahlreichen Barbiepuppen die sie mitgebracht hat.
“Also echt Lily warum willst du deiner Tochter hässliche Sachen anziehen?”
Meine Tante zwinkert mir zu und ich verdrehe die Augen.
“Tante Abby spielst du mit mir?”, unterbricht uns Hope und wedelt mit einer Puppe vor ihrem Gesicht herum.
“Ach Maus das geht nicht ich muss noch mal in die Küche aber nachher ja? Spiel doch so lang mit deinem Cousin.”
Ich sehe deutlich wie Petunias griff um ihren Moppelsohn fester wird. Der Kleine zappelt doch sie gibt nicht nach.
“Ja Tunia lass Hope doch ein wenig mit ihm spielen.”
Hope sieht auffordert zu ihrer Tante hoch. Doch die wird nur noch blasser.
“Nein ich denke das ist keine so gute Idee.”, meint sie gepresst.
“Warum nicht?”, kommt es von Hope die nie um eine Frage verlegen ist.
“Mit so etwas wie dir spielt mein Sohn nicht!”, platzt Tunia heraus und meine Tochter zuckt zusammen.
Wie kann sie es wagen so mit Hope zureden! Als werde sie ein Gegenstand!!
“Wie meinst du das?”, murmelt sie unter Tränen und sieht mich hilfesuchend an.
Schnell eile ich zu ihr und nehme sie in den Arm.
“Weist du Petunia das hätte echt nicht sein müssen. Sie ist ein kleines Kind und kein Monster. Was soll denn deinem fetten Kind passieren wenn er mit ihr spielt?”
Meine Schwester funkelt mich böse an.
“Was sagst du da? Fettes Kind?! Dudley ist nicht dick er hat nur schwere Knochen und er ist tausend mal besser als so eine Missgeburt wie deins!”
“Petunia!!” Erschrocken drehe ich mich um und sehe Tante Abby im Türrahmen stehen.“Sag so etwas nie wieder zu Lily oder Hope.”
“Natürlich hälst du zu ihr. Das tun ja immer alle. Lily ist ja so toll nur weil sie eine Hexe ist! Genauso wie ihr so tolles Töchterchen.”
Hope drückt ihr Gesicht an meinen Hals und schluchzt laut auf. Onkel Dave steht endlich auf und sieht Tunia wütend an.
“Wie kannst du nur so zu deiner eigenen Schwester sein? Tunia ich bin wirklich enttäuscht von dir. Ich dachte du wärst endlich erwachsen geworden und würdest diesen alten Streit belegen.”
Onkel Dave verschränkt sauer die Arme. Er kennt diesen Streit. Es geht schon seit Jahren so und meine Eltern haben sich anscheinend immer mit ihnen darüber Unterhalten.
“Es ist doch egal was ich tue, Lily ist toller. Dabei weiß sie nicht einmal wer der Vater von ihrem Kind ist.”
Gemein grinst sie mich an. Ich habe nie gesagt wer es ist. Ich dachte immer man könne es sich denken. Abby und Dave wissen es sie haben sie richtigen Schlüsse gezogen. Tunia wohl nicht.
“Natürlich weis ich wer es ist! Ich werde jetzt gehen.”, verkünde ich und schnappe mir meine Tasche.
“Nein Lily! Bitte bleib.”, bettelt Tante Abby doch ich schüttle traurig den Kopf.
“Tante es ist besser wenn ich gehe. Ich komme bald wieder aber nur wenn SIE nicht da ist.”
Ich verabschiede mich von ihnen und fahre Nachhause. Super Besuch bei meinen Verwandten. Ich verstehe einfach nicht warum meine Schwester so sein muss. Warum sie so einen hass auf mich und meine Welt hat. Dabei weis ich genau wie gerne sie doch ein Teil davon wäre. Schließlich hat sie damals einen Brief nach Hogwarts geschrieben damit sie aufgenommen wird.
Am Abend bringe ich Hope ins Bett.
“Mummy?”
“Ja Maus?”
Ich ziehe ihr die Decke über.
“Bin ich ein Monster?”
Es versetzt mir einen kleinen Stich das sie so denkt. Nur weil Petunia so redet. Als wäre mein Kind von einem anderen Planten. Hope weint auch schon wieder. Es hat sie richtig fertig gemacht. Mein armes Baby.
“Oh Maus! Nein das bist du nicht. Hör nicht auf Tante Petunia sie versteht nicht wie besonders du bist.”
“Ehrlich?”
“Ja. Weist du sie ist nur neidisch weil sie keine Hexe ist und du schon.”
Ein kleines Lächeln huscht ihr übers Gesicht.
“Okay. Ich hab dich lieb Mummy.”
“Ich dich auch.”
Ich küsse sie auf die Stirn und gehe in mein Zimmer.
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