
von Lillyx3
Am nächsten Morgen, ging es mir nicht wirklich besser.
Ich zog mich an und trank einen Tee.
Auf dem Küchentisch lag ein Zettel von Tom, auf dem stand, das er gegen Mittag wiederkam. Er musste nämlich noch etwas ins Ministerium bringen.
Die Sache mit dem Geld verdienen, ging mir einfach nicht aus dem Kopf.
Ich kam nicht gegen meinen Dickkopf an und machte mich deshalb, auch wenn ich noch super krank war, auf den Weg zur Arbeit.
Der Weg dorthin, fiel mir bereits schwer.
,,Lisa, du siehst ja gar nicht gut aus. '' sagte Karin, als ich arbeiten anfing.
,,Ist halb so wild. '' sagte ich nur.
,,Aber wenn es wirklich nicht mehr geht, schicke ich dich nach hause. '' sagte sie ernst.
Ich stimme ihr unwillig zu und machte mich wieder daran, die Regale einzuräumen.
Mir kam alles viel schwerer vor als sonst, da ich immer noch hohes Fieber hatten und mir ab und zu schummrig um die Augen wurde.
Gegen Mittag, beschloss ich Feierabend zu machen. Ich konnte mich nämlich kaum noch auf den Beinen halten.
Ich hatte mich grade umgezogen, da sah ich Tom draußen auf den Laden zukommen.
Oh nein, was wenn er zu mir wollte ? Panisch rannte ich aus dem Laden.
Plötzlich wurde alles um mich herum unscharf und ich merkte nicht, das ich mitten auf die Straße gerannt war.
Ich sah rechts, direkt ein Auto auf mich zukommen.
,,Lisa !! '' schrie Tom und streckte eilig seine Hand in meine Richtung aus, wodurch das Auto, wie aus Geisterhand, ein paar Zentimeter vor mir abbremste.
Trotzdem riss es mich von den Beinen und ich schlug mit dem Kopf auf den harten Beton.
Erschrocken, rannte Tom zu mir und richtete meinen Oberkörper auf.
Meine Stirn blutete und ich hatte einige Kratzer im Gesicht.
Zu all dem, war ich kaum noch bei bewusstsein.
Der Mann aus dem Auto, rief sofort einen Krankenwagen.
,,Was machst du denn nur für Sachen Schatz. '' sagte Tom besorgt.
Eine tiefe Angst ergriffen ihn. Er konnte seine Liebste nicht in so einen Zustand sehen.
,,Es tut mir so Leid Tom. Ich wollte nicht was du sauer wirst, weil ich doch zur Arbeit gegangen bin. '' schluchzte ich.
,,Ich kann nicht sauer auf dich sein, das weißt du doch. Dafür liebe ich dich viel zu sehr. '' sprach er sanft und lehnte sich an mich.
Nach wenigen Minuten, war auch schon der Krankenwagen vor Ort und die Polizei. Auch Karin stand draußen und unterhielt sich mit Tom, während ich im Krankenwagen behandelt wurde.
Mit einen großen Pflaster auf meiner Platzwunde an der Stirn, durfte ich wieder raus.
,,Ihre Freundin hat verdammt Glück gehabt. Es ist nur eine Platzwunde und sie braucht jetzt dringend Bettruhe. '' sagte der Notarzt ernst und verschwand wieder.
Der Autofahrer, schilderte der Polizei noch den Vorfall. Er konnte sich nicht erklären, warum sein Auto so plötzlich abbremste.
Hatte Tom etwa etwas damit zu tun ?
,,Ich nehme mir nächste Woche noch ein paar Tage frei, bist du wieder gesund bist und mir ja nicht wieder auf dumme Gedanken kommst. '' sagte Tom ernst, als wir nach hause fuhren.
,,Ok...'' gab ich kleinlaut bei.
Zu hause angekommen, legte ich mich sofort ins Bett. Tom setzte sich auf die Bettkante und hielt meine Hand.
,,Sag mal Tom, warst du das ? Hast du das Auto angehalten ? '' fragte ich leise.
,,Ähm also...Ja, das habe ich. '' gab er zu.
,,A...Aber wie geht das denn ? '' fragte ich verwundert.
,,Ich habe selbst erst vor ein paar Jahren erfahren, das ich Dinge mit meinen Gedanken steuern kann. Es ist äußerst schwer und nur wenige können es. Pass auf, ich werde die Vase dortdrüber, schweben lassen. '' erklärte er.
Tom schloss konzentriert die Augen und ließ die Vase nur mit Hilfe seiner Gedanken schweben.
,,Wow...das...das ist unglaublich. Warum hast du mir das nie erzählt ? '' hackte ich nach.
,,Ich wollte dich nicht noch mehr verunsichern und jetzt ruhe dich aus. '' sagte er und stand auf.
,,A...Aber... '' stotterte ich, doch da war mein Verlobter schon längst verschwunden.
Ich schlief einige Stunden lang durch, bis ich schließlich gegen 19 Uhr aufstand und nach unten ging. Meine Grippe hatte nach einen kleinen Wundertrank von Tom, zum Glück ein wenig nachgelassen.
Mein Kopf tat immer noch weh. Ich kochte mir schnell Nudeln mit Käsessoße und setzte mich, in eine Decke gekuschelt, auf die Couch und sah mir die News im Fernsehen an.
Tom war sicher mal wieder in seinem Arbeitszimmer und stellte irgendwelche wichtigen Reden zusammen.
Grade als ich meine Nudeln auf hatte, kam er zu mir.
,,Hat mein kleines Wundermittel etwa geholfen ? Ich habe es selbst gebraut, nur für meinen allerliebsten Schatz. '' sprach er glücklich und kuschelte sich zu mich.
,,Und ob es geholfen hat. Sehen wir uns gleich zusammen einen Film an ? '' fragte ich.
,,Klar, warum nicht ? '' sagte er.
Wir zogen die Couch aus und legten überall Kissen hin und eine große Decke für uns beide.
Ich zog mir noch mein Nachthemd an und Tom schlief wie immer in seiner grauen Jogginghose.
,,Bitte schlaf mit bloßem Oberkörper, ja ? '' schmollte ich.
,,Aber natürlich doch, du magst ihn ja so sehr. '' sagte Tom schon leicht genervt.
Ich kicherte geziert.
Wir beschlossen, die Nacht zusammen auf der Couch zu verbringen.
Als der Film zu ende war, schaltete Tom das Licht aus und kuschelte sich wieder zu mich.
,,Wie geht es eigentlich deinem Köpfchen ? '' fragte er sanft.
,,Es tut noch weh. '' sagte ich leise.
,,Das wird aber sicher, ganz schnell wieder besser. In zwei Wochen ist schon Weihnachten. '' sagte Tom lächelnd.
,,Oh ja, wie schön. '' schwärmte ich.
,,Ich habe übrigens für Freitag schon alles vorbereitet. '' sagte er.
,,Gut, hast du meine Mum auch eingeladen ? '' fragte ich nach.
,,Klar doch Schatz. '' sprach er leise und nahm mich, nicht grade sanft, in den Arm.
,,Ähm, du drückst etwas zu feste. '' sagte ich unsicher.
,,Oh, tut mir Leid. In letzter Zeit, habe ich meine Kräfte, einfach nicht richtig unter Kontrolle. Das liegt wohl daran, das ich so schnell eifersüchtig werde. '' gab Tom zu.
,,Ist schon in Ordnung. Ich finde dich süß, wenn du eifersüchtig bist. '' kicherte ich.
Ich war froh, das an diesen kalten Tagen, Tom mich wärmte.
Sein trainierte Oberkörper, machte mich jedes mal schwach und malwieder schlief ich vor ihm ein.
Im Gegensatz zu ihm, fand ich es sehr bequem auf der Couch.
Nach kurzer Zeit, rüttelte Tom mich wieder wach.
,,Was ist denn ? '' fragte ich müde.
,,Ich muss dir noch was sagen. Ich habe in den letzten Tagen eine Umschulung gemacht, deshalb war ich auch die ganze Zeit über im Arbeitszimmer. Ich arbeite jetzt beim Sicherheitsdienst im Ministerium. Das ist viel besser und aufregender, als immer dieses Bürozeugs und ich verdiene sogar ein klein bisschen mehr. '' sagte er stolz.
,,Cool, das passt super zu deinem sportlichen Körper und deinem cleveren Köpfchen. Du warst ja immer Schulbester. '' sagte ich gelangweilt.
,,Du bist wohl neidisch, was ? Ich finde meinen Oberkörper gar nicht so interessant. '' sagte Tom belustigt.
,,Das kann man auch nur als Frau verstehen. Hach, ich liebe dich Tom. '' sprach ich glücklich und kuschelte mich in seine Arme.
,,Ich Liebe dich auch. '' erwiderte er zufrieden und wir schliefen gemütlich aneinander gekuschelt, weiter.
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