
von cal50cartridge
Es schlug ein wie eine Bombe. Harry sperrte den Mund auf, Ron wich alle Farbe aus dem Gesicht, nur seine Ohren wurden knallrot. „Scheiße.“ Sagte Harry als erster. Er biss sich auf die Unterlippe und starrte das Papier an, das eben seine kompletten Ermittlungen durcheinander gebracht hatte. Er sah die anderen beiden an. Offenbar erwarteten sie eine Entscheidung von ihm. Jetzt musste sein Instinkt ran. Doch plötzlich war er sich sicher: „Na klar Leute, es ergibt alles Sinn! Warum willst du jemand glauben lassen das ein Anderer tot ist? Doch nur aus dem Grunde das dieser Jemand noch lebt und es keiner wissen soll.“ Jetzt musste es schnell gehen. Hastig raffte er sämtliche Dokumente zusammen und erteilte Anweisungen. „Grange, hol alles aus dieser fremden DNS raus was du kriegen kannst! Ich will wissen ob männlich oder weiblich, Muggel oder Zauberer! Danach besorgst du dir von ausnahmslos allen Schülern hier eine Speichelprobe! Jeder der freiwillig keine abgeben will, gilt als Verdächtig. Ich will wissen ob unsere vermeintlich Tote vielleicht als jemand ganz anderes hier rum geistert! Ron du sagst in London Bescheid, die sollen Verstärkung schicken zur Testauswertung! Geh zu McGonagall und weih sie ein. Sie soll sich mit den Eltern in Verbindung setzen! Und schaff mir diesen Preston hier her und zwar pronto! Ich bin in einer halben Stunde wieder da dann will ich den im Pokalzimmer haben! Brech ihm von mir aus die Beine wenn er nicht da bleiben will!“ Er drehte sich auf dem Absatz um und stürmte hinaus. „Und was machst du?“ rief Hermine ihm nach. Er blickte nur kurz über die Schulter und antwortete: „Ich geh zu Ginny, vielleicht weiß die, ob hier in der Gegend schon mal Drogen vertickt wurden!“ dann knallte er die Tür hinter sich zu. Ron und Hermine sahen sich an. Sie hatten schon viele Fälle gemeinsam gelöst, aber so auf Krawall gebürstet hatten sie Harry noch nie erlebt. Im selben Moment ging die Tür noch mal auf, Harry steckte seinen Kopf rein und brüllte: „Und Hermine, versuch irgendwie die Wirkung des Tranks aufzuheben ich will wissen wer unsere Leiche ist! Na los worauf wartet ihr? Auf besseres Wetter?“ Dann knallte die Tür ein zweites Mal. Harry hastete zum Gemeinschaftsraum der Gryffindors und hoffte, dass Mick da war. Als er den Raum betrat fiel ihm ein Stein vom Herzen. Da saß er am Kamin und döste vor sich hin.
„Finnigan!“ Mick schreckte hoch als Harry ihn unsanft an der Schulter rüttelte. „Mick du bist doch Hüter ich brauch deinen Besen und zwar sofort. In einer halben Stunde hast du ihn spätestens zurück, stell jetzt bitte kein Fragen.“ Mick reagierte tadellos als er nur nickte, nach oben stürmte und nur Sekunden später mit einem brandneuen Thunderbolt II wieder erschien. „Aber sein sie vorsichtig, den habe ich mir seit ich fünf war zusammengespart.“ Harry nickte, öffnete ein Fenster und schwang sich auf den Stiel um einen Augenblick später die kühle Frühlingsluft im Gesicht zu spüren. Seit er aus der Schule raus war, hatte er kaum noch Zeit für so was. Er drehte eine Faßrolle und raste dann auf das Quidditchfeld zu wo, wie er erkennen konnte Ginny gerade die Schulbesen wartete. Ihre roten Haare leuchteten in der Nachmittagssonne. Sie bemerkte nicht wie er in einem Sturzflug auf sie zukam und erst als er nur wenige Meter hinter ihr hart auf den Boden aufschlug fuhr sie herum, den Zauberstab gezückt und mit grimmiger Miene. Doch sobald sie erkannt hatte wer es war ließ sie ihn sinken und lächelte wieder. „Sorry, alte Gewohnheit von damals.“ Sie steckte den Zauberstab wieder ein und lächelte ihn erwartungsvoll an. „Was gibt’s denn wichtiges das du mich hier zu Tode erschreckst?“ Harry , der seine Arme erhoben hatte als Ginny ihren Zauberstab zückte senkte sie wieder und sah sie ernst an. In knappen Sätzen schilderte er was sie gerade erfahren hatten worauf Ginny aufhörte zu lächeln und ihn anstarrte. „Das heißt Juliette lebt vielleicht noch?“ Harry nickte. „Bingo. Ganz sicher sind wir zwar nicht aber wir gehen davon aus. Es passt zumindest alles zusammen. Eine Jane Doe wird mit Vielsafttrank abgefüllt, damit er aussieht wie Juliette, gefoltert und letztendlich erschossen, um die Leiche dann da abzulegen wo sie auf jeden Fall schnell gefunden wird. „Welche andere Möglichkeit gibt es noch außer, dass die Täter uns weis machen wollen, dass sie tot ist damit auch ja keiner nach ihr sucht. Ich nehme an die haben keine Ahnung von moderner Forensik, sonst hätten sie es anders aufgezogen. Das lässt auf Zauberer schließen auch wenn die Methode eher aus der Muggelwelt stammt. Aber vielleicht ist gerade das ihr Versuch den Verdacht von sich abzulenken. Denn es waren auf jeden Fall Profis.“ Ginny sah ihn verstört an: „Aber wieso sollte jemand das Juliette antun? Sie hat niemandem etwas getan, war eins der liebsten Mädchen auf der Schule.“ Harry hatte den Besen mittlerweile abgestellt. „Ich vermute das es was mit Drogen zu tun hat.“ Wir haben bei einer Schülerin Billywigstacheln gefunden. In London existiert ein ganzer Händlerring der das Zeug vertreibt. Hast du mitgekriegt ob es an der Schule oder in Hogsmeade mal Probleme damit gab oder sogar immer noch gibt?“ Ginny dachte kurz nach, schüttelte dann aber den Kopf. „Nein tut mir leid. Zumindest kann ich dir niemanden sagen der mit Drogen dealt. Aber ganz sicher wirst du einige wenige Schüler finden die mit dem Stoff experimentieren.“ Harry sah kurz in seine Notizen. „Zum Beispiel Brad Preston?“ Ginny sah ihn erstaunt an. „Wie kommt ihr ausgerechnet auf den?“ fragte sie. „Seine Freundin hatte die Dinger dabei. Sie sagte, dass er ihr die gegeben hat. Was weißt du über ihn?“ Wieder musste Ginny kurz überlegen. „Guter Quidditchspieler, allerdings ziemlich große Fresse, unsympathischer Kerl. Ist zwar schon länger mit dieser Calypso zusammen, steigt aber immer noch jedem Rock nach….inklusive meinem.“ Fügte sie grinsend hinzu. „Er würde in euer Muster passen. Wäre möglich, dass er gerne mal schweben geht. Idiotisch wenn du mich fragst…Es gibt doch Besen. Die sind schneller, machen mehr Spaß und die Sucht ist bei weitem nicht so gefährlich. Sollte gerade er als Mannschaftskapitän wissen. Auch wenn ich glaube das er spätestens jetzt sein Amt los ist.“ Harry stimmte ihr in allen Punkten zu. Es viel ihm schwer sich auf ihre Stimme zu konzentrieren. Immer wieder driftete er ab. Blieb mit dem Blick in ihren Haaren hängen, speicherte jede Lippenbewegung und konnte sich nur mit Mühe davon abhalten auf die beiden Ausbeulungen ihres Quidditchtrikots zu starren….Na gut nur ein Mal ganz kurz. Er merkte wie ihm die Knie wackelten. „Alter…starrst du mir gerade auf die Brüste?“ sein Blick blieb viel zu lange da unten als das sein „Nein.“ Noch glaubwürdig war. Mit hochgezogenen Augenbrauen sah sie ihn an. „So viel also zu „bei null anfangen“. Potter du hast glaub ich ganz gewaltigen Hormonüberschuss. Harry lief knallrot an. Zwar sah er in ihrem Blick, dass es sie bei allen anderen Kerlen wesentlich mehr gestört hätte, trotzdem war ihm das unendlich peinlich. Und bevor sie einen weiteren Kommentar loswurde beschloss er zu retten was zu retten war. „Gehst du heute Abend mit mir Essen?“ Ginny sah ihn verdutzt an. „Was? Wo? In der großen Halle?“ Harry fand seine Sprache wieder. „Nein ich hab auf der Fahrt gestern hier hin ein Restaurant in Hogsmeade gesehen das früher nicht da war. Ein Grieche, glaube ich. Aber wir können auch gerne zu Miss Puddifoots gehen. Oder stehst du etwa immer noch nicht auf dieses Mädchengetue?“ er zwinkerte ihr zu. Sie sah ihn erst ungläubig an, lachte dann und fing wortlos an die Besen weg zu räumen. „War das ein Ja?“ rief Harry ihr nach. „Nein!“ rief sie zurück. „Und war das ein Nein?“ fragte er wieder. „Nein!“ entgegnete sie bevor sie im Besenschuppen verschwand.
Sein Herz machte einen kleinen Hüpfer. Er stieg wieder auf Micks Besen und flog zurück währenddessen er ein ziemlich idiotisches Grinsen aufgesetzt hatte. Dieses Grinsen behielt er auch noch bei als er wieder runter zum Raum der Wünsche ging um nach Hermine zu sehen, die offenbar Gedankenlesen konnte denn als er den Raum betrat und sie ein Grinsen bemerkte lächelte sie wissend und zwinkerte ihm zu. „Bitte sag das du gute Nachrichten hasst Hermine.“ Flehte er. Hermine sah kurz auf zwei Bildschirme und zeigte dann einen Daumen nach oben. Ich kann dir zumindest schon mal sagen das die falsche Juliette trotzdem weiblich ist. Zwischen 18 und 28 Jahre alt und offenbar magisches Blut hat.“ Harry hatte nach so kurzer Zeit noch gar nicht mit so guten Ergebnissen gerechnet. Er drückte Hermine ein Küsschen auf die Wange, schnappte sich den Ausdruck und marschierte weiter runter zum Pokalzimmer. Als er es betrat, erwarteten ihn ein Ron der auf hundertachtzig war und ein Brad Preston der sich die blutige Nase hielt und leise vor sich hin wimmerte. Fragend hob Harry eine Augenbraue. „Er wollte frech werden als ich ihn gefilzt habe. Das hab ich bei ihm gefunden.“ Entschuldigte sich Ron und deutete auf den Tisch. Darauf lagen ein Geldbeutel, ein goldener Schnatz der noch schwach flatterte und zwei weitere Beutel mit Bilywigstacheln. Harry der seit dem Gespräch mit Ginny glänzende Laune hatte setzte ein Feiertagslächeln auf und wandte sich an Ron. „Sag dem Büro Bescheid. Fallsback soll uns sämtliche Vermisstenanzeigen für Hexen zwischen 18 und 28 raus suchen. Ach so und lass dir von Hermine sagen was sie rausgefunden hat und dann komm bitte wieder. Nicht das du mich mit diesem gefährlichen Schläger lange alleine lässt.“ Ron grinste hinterhältig und verschwand aus dem Raum.
Mit einem übertriebenen Lächeln im Gesicht nahm Harry Platz. Er nahm sich die Akte des schülers der ihm gegenübersaß und schlug sie auf. „Soooooooooooooo Mr….ähem…. Preston.“ Er tat als überprüfe ob das Foto in der Akte auch wirklich mit der Person übereinstimmen würde. „Mensch, da haben sie sich ja was Tolles geleistet. Sie machen uns das aber wirklich leicht, das freut mich. Drogenbesitz, Drogenhandel UND wiederstand gegen Vollstreckungsbeamte und das alles auch noch an einem Nachmittag, Respekt junger Mann Respekt.“ Er knuffte Brad gespielt freundschaftlich gegen den Arm. „Also? Gibt es irgendwas was sie mir dazu sagen wollen?“ Brad Preston hob langsam den Kopf. Seine Nase war geschwollen und ihm klebte getrocknetes Blut auf der Oberlippe. Dann lachte er verächtlich. „Ha, sie können mir gar nichts. Wie wollen sie beweisen da das Zeug wirklich von mir ist?“ Harry kannte diese Prozedur. Was jetzt kam wurde nicht angenehm. Zum einen für den Verdächtigen, denn für die war es nie angenehm und zum anderen für ihn, weil er sich, sobald Ron zurück war, sehr zusammenreißen musste nicht laut los zu lachen wenn sie ihre Show abzogen. Also begnügte er sich damit erst mal die Drogen außen vor zu lassen und den Jungen über das Mordopfer, oder besser gesagt das vermeintliche Mordopfer auszuquetschen. „Sie haben Quidditch mit Juliette gespielt, richtig?“ fragte Harry. Jetzt in einem nüchternen Ton. Brad sah an ihm vorbei an die Wand als er mechanisch antwortete: „Ja.“ Irgendwie kam Harry das bekannt vor. „Und wie war sie so?“ fragte er weiter. „Ganz okay.“ Harry rieb sich die Augen. Irgendwie führte das zu nichts. „Also gut ich frage anders. Wann haben sie Juliette Walters das letzte mal gesehen?“ Überlegte er? Oder tat er nur so? „Das…muss vorgestern nach dem Quidditchtraining gewesen sein. Sie kam aus der Umkleidekabine als ich die Bälle Weg geräumt habe. Hat mich gefragt ob sie mir helfen kann. Das muss so gegen halb drei gewesen sein.“ Harry klopfte die Fingerkuppen zusammen wie Dumbledore es früher immer getan hatte. „Und was hielten sie von ihr? Ihre Freundin war ja nicht sonderlich von ihr angetan oder?“ Brad nickte düster. „Hat mich angegraben die kleine, ständig. Ich meine wer kann es ihr verdenken.“ Harry guckte erstaunt. „Sie sind sehr von sich überzeugt oder? Wozu brauchen sie dann das hier?“ er deutete auf die bekannten Plastikbeutel. „Die Dinger haben Sie den Posten als Mannschaftskapitän und wahrscheinlich auch eine Karriere als Profisportler gekostet. Die Menge hier geht gerade noch als Eigenbedarf durch. Aber wir werden ihren Schlafsaal, den Gemeinschaftsraum, das Quidditchfeld und wenn es sein muss ihren kleinen behaarten Arsch durchsuchen und alles was wir dann finden wird sie eine lange, laaaaaange Zeit außer Gefecht setzen. Also warum sagen sie mir nicht woher sie das Zeug haben und wo sie es verstecken?“ Brad schwieg und starrte Harry trotzig an. Hoffentlich kam Ron bald wieder. Er hatte diesen Gedanken noch nicht ganz zu Ende gedacht als die Tür auf flog und Ron hereinstürmte. Er kannte seine Rolle. „Und hat das Vöglein schon gesungen?“ dröhnte er und schmiss die Tür hinter sich zu. Preston dachte wohl an seine Nase und wurde ein Stückchen kleiner auf seinem Stuhl. Harry grinste innerlich. „Nein Detective, ich befürchte das hat er nicht.“ Und an Preston gewandt fuhr er fort: „So jetzt haben wir leider ein kleines Problem. Ab jetzt wird nämlich Kollege Weasley das Verhör führen und der ist…nun…nicht ganz so umgänglich wie ich.“ Preston lachte auf. „Ha, was wird das hier? Guter Bulle böser Bulle?“ Harry schüttelte heftig mit dem Kopf. „Nein meine Bester. Wir spielen jetzt böser Bulle.“ Er deutete auf sich. „Und ganz böser Bulle.“ Er deutete auf Ron. „Und wenn ich ehrlich sein soll.“ Er beugte sich über den Tisch zu Preston und flüsterte ihm ins Ohr: „Der Gute ist leider ein wenig verrückt seit seine Mutter von einem drogensüchtigen Quidditchspieler mit einem Besen gerammt wurde.“ Er stand auf und sah wie langsam die Farbe aus Prestons Gesicht wich. „Ach ja…bevor ich es vergesse, böser Bulle deswegen weil ich euch beide jetzt hier allein lasse.“ Ron hatte mittlerweile sein Jackett ausgezogen. Er ließ bedrohlich die Fingerknöchel knacken. Harry ging zur Tür und schloss sie hinter sich. Im selben Moment ging drinnen ein unglaublicher Lärm los. Wahrscheinlich hatte Ron den freien Stuhl quer durch den Raum geschmissen. Faszinierend wie Ron diese Nummer jedes mal durchstand ohne Lachanfall und ohne wirklich jemanden zu verletzen. Jetzt gingen einige Vitrinen zu bruch…naja egal. Die konnte man hinterher wieder reparieren. Dabei brüllte Ron die ganze Zeit wie ein Höhlentroll mit Kater. Der arme Preston musste sich fast in die Hosen machen. Doch noch hielt er stand. Dann würde Ron jetzt gleich zum großen Finale kommen. Er schob sich eine Kapsel in den Mund die starke Schaumbildung vor dem Mund verursachte. Natürlich so das der Verdächtige es nicht sah. Von drinnen hörte er nun einen Knall. Aha! Ron hatte sich mit Gewalt nur Zentimeter vor Preston mit beiden Armen auf den Tisch gestützt. „WER IST DEIN DEALER!“ gurgelte es von drinnen. Und wenn jetzt alles funktioniert hatte….“Genug! aufhören! Ich rede ja aber holen sie diesen verrückten von mir weg.“ Das war sein Stichwort. Harry stürzte in den Raum und zog Ron der nur noch Millimeter vom Brads vor Angst verzerrtem Gesicht entfernt war behutsam weg und stellte ihn in die Ecke. Schnaubend und Keuchend lies Ron ihn gewähren. Das gehörte alles noch zum Drehbuch. Falls er sich doch entschied den Mund zu halten. Harry reichte Preston ein Taschentuch, stellte den Stuhl mit einem Schlenker seines Zauberstabes an seinen Platz und reparierte die zerbrochenen Vitrinen. „Also Mr. Preston, ich bin ganz Ohr.“ Langsam entspannte Preston sich. „Ich…ich krieg das Zeug aus London. Per Eule. Mehr weiß ich nicht.“ „Von wem?“ fragte Harry drohend. Preston war wieder mit dem Kopf unter dem Tisch hervorgekommen. „“Keine Ahnung. Wenn ich Kontakt aufnehmen muss und nach London kommen soll treffe ich mich immer mit einem Typen Namens Eddie in der Bayswater Station. Er sammelt die Kohle ein und zahlt mir meinen Anteil aus.“ Ron und Harry sahen sich an. „Eddie?“ fragte Harry perplex. „Doch nicht etwa Runespoor Eddie?“ Preston nickte. „Doch.“ Harry lehnte sich zurück. „Okay eine Frage noch. Dann kannst du abhauen…vorerst. Also an wen vertickst du das Zeug?“ Preston sah mittlerweile genau so betreten aus wie seine Freundin heute Morgen. „Ich hab die meisten Kunden in Hogsmeade. Viele Freaks auf der Durchreise die im Eberkopf rumhängen.“ „Keine Schüler?“ Preston schüttelte den Kopf. „Keine Chance. McGonagall hat ihre Augen überall. Die würde das sofort merken. Ich hab nur Calypso was gegeben.“ Harry zuckte mit dem Kopf zur Tür. Preston sprang auf und wollte raus stürmen. Ron der mittlerweile wieder ganz normal aussah, hielt ihn auf, woraufhin Preston erneut zusammen zuckte und den Kopf unter den Armen verbarg. Doch Ron sagte nur mit seiner normalen Stimme: „Sorry wenn ich dich erschreckt habe kleiner.“ Und schob ihn aus der Tür. Dann sah er Harry an. „Wer bei Dumbledors Bart ist Runespoor Eddie?“ Harry sah ihn überrascht an. „Du kennst Eddie nicht?“ Ron schüttelte den Kopf. „Nee, nie gehört.“ Harry grinste jetzt wieder. „Der bekloppteste Dealer von ganz London. Er war damals der erste den ich eingebuchtet habe als ich noch mit Murphy und du mit Gringley auf Streife war. Ein totaler Vollfreak. Redet mit sich selber und mein Parsel zu können. Deswegen Runespoor. Eigentlich kein schlechter Kerl, aber falsches Elternhaus, falsche Freunde, die schiefe Bahn, Drogen. Der klassische Abstieg. Aber wenn der was weiß hilft der uns auf jeden Fall. Er schuldet mir noch was weil ich ihn ein Mal nicht hochgenommen habe.“ Ron hatte sich gegen die Wand gelehnt. „Und wie kommen wir jetzt schnell nach London? Mit dem Auto dauert es Stunden und das Büro hat kaum genug Leute um die Stühle zu füllen. Harry biss sich auf die Unterlippe. „Scheiße…da fragst du mich was.“ Ron sah ihn an. „Hör zu. Es ist jetzt fast 48 Stunden her das der Mord begangen wurde. Der Mörder ist so oder so weg. Meisnt du nicht wir können das flohnetzwerk wieder anklemmen?“ Harry nickte. „Ja….Ja du hast recht. Wenn wir schnell sind können wir in drei Stunden wieder hier sein.“ Die beiden gingen zu McGonagalls Büro. Als sie eintraten saß sie dort mit zwei fremden Leuten. Einem Mann im dunklen Anzug und einer Frau die einen langen weißen Kittel über ihrem Pullover trug. McGonagall stand auf als die beiden rein kamen. „Mr und Mrs Walters, das hier sind die Detectives Potter und Weasley. Sie bearbeiten den Fall.“ Mr Walters stand auf. „Ist es wahr? Juliette lebt vielleicht noch?“ Ron und Harry nickten gleichzeitig. „Mr Walters.“ Sagte Ron ernst. „Ich will ihnen wirklich keine Versprechungen machen aber es besteht die Möglichkeit das Juliette noch am Leben ist. Die Leiche ist nicht ihre Tochter. Hier wurde mit Vielsafttrank nachgeholfen. Auf dem traurigen Gesicht ihres Vaters breitete sich ein Lächeln aus. „Bitte ich bin sicher sie werden sie finden!“ Auch die Mutter sah jetzt hoffnungsvoller aus. Während Ron die Eltern von Juliette weiter beruhigte redete Harry mit McGonagall. Keine fünf Minuten später war der Kamin wieder ans Flohnetzwerk angeschlossen. Weiter fünf Minuten später waren sie wieder im Büro und hatten dem Chief in kurzen Sätzen erklärt was vorgefallen war und was sie ermittelt hatten. Und noch mal fünf Minuten später saßen sie in einem anderen Dienstwagen und fuhren am Hyde Park entlang in richtung der U-Bahnstation Bayswater. Sie parkten in einer kleinen, mit Läden vollgestopften Seitenstraße und kämpften sich die überfüllten Treppen hinunter. „So und wo haben wir jetzt deinen Freak?“ fragte Ron. Harry sah sich kurz um. An einem Kiosk standen einige Fußballfans und gröhlten Fangesänge. Zwei aufgetakelte Mädchen klapperten mit ihren Absätzen die Treppen hinauf. Seine Augen auf ihre Hintern gerichtet stand ein Mann um die dreißig an eine Säule und sah sich ständig unruhig um. Dabei bewegte er die Lippen ständig und zuckte mit den Armen Eigentlich nichts ungewöhnliches für Londoner U-Bahnhöfe. Wäre seine Kleidung für einen Muggel. Selbst für einen Londoner Muggel, nicht zu abgedreht. Er trug ein weißes Jackett, eine Truckermütze, unter dem Jackett ein Trikot von Chelsea und dazu eine Anglerhose und Cowboystiefel. „Bingo!“ sagte Harry und ging auf ihn zu. Ron folgte ihm, eine Hand griffbereit an seiner Waffe. Doch anscheinend hatte er sie bemerkt, denn als sie zwei Meter vor ihm standen rannte er wie ein Wiesel die Rolltreppe hinunter zu den Bahnsteigen. Damit hatte Harry gerechnet. Er spurtete hinterher, rannte dabei zwei Halbstarke um die sich lauthals beschwerten und lief den Bahnsteig entlang. Eddie hatte zwanzig Meter Vorsprung. Wenn jetzt ein Zug kam hatte er ihn verloren. Wo war Ron? Harry hatte ihn aus den Augen verloren. Eddie sprang jetzt runter ins Gleisbett und überquerte die Schienen zu einem anderen Bahnsteig. Schnell folgte Harry ihm. „Und wenn jetzt ein Zug kommt, hat sich das Ministerium meine Rente gespart.“ Dachte er. Eddie lief wieder die Treppe hoch Harry kam immer näher. Plötzlich schmiss er Harry einen Zeitungsständer vor die Füße. Er sprang darüber, verlor aber wertvolle Sekunden als er sich an einer alten Dame vorbeischlängeln musste. „Scheiße.“ Dachte er schon. „Der ist gleich weg.“ Doch gerade als er aufgeben wollte passierte es. Eddie war gerade auf der letzten Treppenstufe vor dem Ausgang angekommen als von der rechten Seite ein braun beärmelter Arm hervorschoss, an dem er mit dem Kinn hängen blieb. Seine Beine flogen in die Luft und Eddie landete mit einem dumpfen Knall auf dem Rücken. Ron rieb sich den schmerzenden Arm und beugte isch über ihren Verdächtigen. „Sayonara du Penner!“ Jetzt kam auch Harry an. Er sah sich kurz an was Ron angerichtet hatte. „Gute Arbeit. Er wär mir sonst entwischt.“ Ron grinste. „Kein Ding, ich hab mir doch gedacht das er versucht hier raus zu kommen.“ Harry packte den stöhnenden Dealer am Kragen und stellte ihn auf die Füße. „Okay Kumpel. Eine Nacht in der Zelle und Verhörraum oder hier, kurz und inoffiziell und dafür Abendessen bei Mutti?“ Eddie machte jetzt zum ersten mal richtig die augen auf. „Alter Potter bist du wahnsinnig. Ich dachte ihr seid richtige Bullen. Was willst du hier das ist nicht dein Bezirk verdammte Scheiße.“ Harry drückte ihn gegen die Wand. „Schnauze oder ich überleg mir noch mal ob ich dich nicht doch filze. Was sagt dir der Name Brad Preston?“ Eddie zuckte die Schultern. „Nie gehört den Namen.“ Harry drückte ihn etwas fester gegen die Wand. „Verarsch mich nicht. Du schuldest mir noch was, wegen der Razzia letztes Jahr an den Docks.“ Eddie hustete dann tat er so als müsste er überlegen. „Ach so…Preston ich habe Queston verstanden….ja Preston kenne ich. N kleienr Dealer. Liefert bei mir immer seine Kohle ab.“ Ron schaltete sich ein. „Wer beliefert euch?“ Eddie sah in kurz an. „Ist das dein Partner Potter?“ Harry nickte. „Keine Ahnung wie der Typ heißt. Ich soll das Geld nur immer an nem toten Briefkasten in Hogsmeade ableifern wenn ich da hin komme alle drei Monate. Harry vergaß plötzlich ihn fest zu halten, er sackte in sich zusammen und hielt sich die schmerzenden Rippen. Ron sah Harry an. Hogsmeade!
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