
von LasVegas
Weils so fleißig Kommis gab, gibts heute das erste richtige Kapitel. Es ist nicht wirklich lang, aber es wird. :)
Danke an gryffindor1981, Lily_Luna_Lovegood, ginnymileyweasley, Sonnenhang und Dr. Butterbier für die tollen kommis!
***
„Lils, du machst mich wahnsinnig.“, brummte Dana und konzentrierte sich auf das Spielbrett.
„Mich auch.“, bestätigte Isabelle. „Jetzt krieg dich wieder ein.“ Lily ignorierte die Freundinnen geflissentlich und überflog zum vierundzwanzigsten Mal die Zeilen, die Dumbledore ihr geschrieben hatte.
„Was meint er damit, er kann keinen Ersatz für Potter finden?“, knurrte sie verzweifelt. „Mir fallen sofort mindestens drei ein!“
„Er meint, es ist ihm egal, was du von James Potter hältst.“, sagte Isabelle. „Jetzt leg endlich den Brief weg, ich hab es satt, gegen Dana zu verlieren. Scheißspiel!“ Danielle St. James grinste.
„Du wirst mich nie bei Koboldstein schlagen, Is. Aber sie hat recht, Lils. Lass gut sein, du kannst es nicht ändern. So schlimm ist James auch gar nicht.“
„Meine Rede!“, beteuerte Isabelle und schob das Spielbrett von sich, bevor sie ein weiteres Mal verlieren konnte.
„Das sagst du nur, weil ihr Namensverwandt seid.“, schnauzte Lily Dana an. Dann deutete sie auf Isabelle. „Und du, weil er dich sonst aus dem Quidditchteam schmeißt.“
„Das wagt er nicht, ohne mich ist er chancenlos!“, behauptete Isabelle und zog eine Tafel Schokolade aus der Tasche.
„Das hier, das! Ist ja wohl der Super-Gau!“, rief Lily plötzlich und die beiden Freundinnen stöhnten auf. „Ich hoffe, Sie können über meine Entscheidung hinweggehen und das neue Nachhilfeprogramm erfolgreich einführen können.“ Lily ließ den Brief sinken. „Wenn ich nicht so großen Respekt vor ihm hätte…“
„Ja, ja.“, beendeten Isabelle und Dana ihre Schimpftirade.
„Tief durchatmen.“, riet Dana. „Du hast noch… geschätzte vier Stunden, bevor du ihn sehen musst.“
„Falsch!“, grinste Isabelle. „Lily muss mit ihm die Vertrauensschüler einweisen. Und zwar jetzt.“
„Ich hasse diesen Job jetzt schon!“, maulte Lily.
„Ich hasse diesen Job jetzt schon!“
„Reg dich ab, Prongs.“, sagte Remus und schaute von seinem Buch auf. „Ich fand diese Treffen im Vertrauensschülerabteil immer recht angenehm.“
„Du kannst ja gehen!“, brummte James. „Du bist auch Vertrauensschüler!“
„Aber nicht mehr verpflichtet da hinzugehen. Ich kenn meinen Job.“
„Toll.“
„Sieh's positiv.“, lachte Sirius zwischen zwei Schokofröschen. „Wenigstens siehst du Evans.“
„Hab ich schon.“, grinste James. „War nicht begeistert mich endlich wiederzusehen.“
„Man kann's ihr nicht verübeln.“, sagte Remus.
„Was?“, fragte James gekränkt.
„Du bist die Nervensäge schlechthin.“, klärte Remus ihn auf.
„Na vielen Dank.“
„Du kommst zu spät.“
„Na… und?“
„Lily wird nicht erfreut sein.“ Remus blätterte eine Seite in seinem Buch um. James wandte sich zum Gehen. Als er aus der Tür trat, hörte er Peter:
„Du hast verloren, Sirius.“
„Scheißspiel!“, kam die Antwort. „Dieses Koboldstein!“ James seufzte tief und schlurfte lustlos Richtung Zugführer, da sich im ersten Abteil die Vertrauensschüler und Schulsprecher trafen. Ein paar giggelnde Mädchen warfen ihm interessierte Blicke zu, als er an ihren Abteilen vorbeiging, doch James brachte nicht viel mehr als ein müdes Lächeln zu Stande. Er betrat schließlich als Letzter das Zielabteil und schaute sich skeptisch um, während er die Hände in die Taschen schob. Sein Blick blieb an einem charakteristischen dunkelroten Haarschopf hängen. Er schlenderte durch das überdurchschnittlich große Abteil und tippte Lily auf die Schulter. Sie fuhr herum und sah dabei reichlich genervt aus.
„Hey.“, sagte James und zog einen Mundwinkel zu einem leichten Lächeln hoch.
„Du bist zu spät.“, brummte Lily.
„Tut mir Leid.“, seufzte James.
„Hör zu, Potter. Ich weiß nicht, ob Dumbledore spinnt, oder ob deine Eltern ne Menge Geld an die Schule gespendet haben.“
„Na hör mal, Evans.“, knurrte James. „Meine Familie hat damit nichts zu tun. Ich hab mich auch nicht darum gerissen!“ Am liebsten hätte Lily ihm gesagt, dass er doch einfach sein Amt niederlegen solle, riss sich aber am Riemen, als sie sich an Dumbledores Worte erinnerte. „Also, was kann ich tun?“ Lily schaute ihn etwas überrascht an.
„Du kannst die Patrouillenpläne austeilen.“
„Was hältst du vom Nachhilfeprogramm?“, fragte James, nachdem die Vertrauensschüler alle gegangen waren.
„Nun…“
„Ich auch! Völlig übertrieben. Wenn die Kids es nicht schaffen…“
„Eigentlich wollte ich sagen, dass ich die Idee sehr gut finde.“
„Oh. Warum das?“
„Nur, weil nicht jeder alles nachmachen kann, so wie du, heißt das nicht, dass man unfähig ist, Potter!“
„Hab ich das jemals gesagt?!“, fragte James gereizt. Lilys Augen verengten sich. „Ich meine nur… Ein Schüler, der Probleme hat, weil er zu faul ist… der geht auch nicht freiwillig zur Nachhilfe.“
„Und was, wenn ein Schüler Probleme mit einem bestimmten Fach hat?! Nicht jedem liegt alles!“
„Reg dich ab, Evans…“, James rollte die Augen.
„Dann geh mir aus dem Weg!“, schnauzte sie ihn an und rauschte aus dem Abteil.
„Ich liebe sie…“, seufzte James und ließ die Abteiltür leise zuklicken.
„Ach.“, brummte Remus.
„Ach quatsch.“, sagte Sirius. „Setz dich und krieg dich ein. Schau mal, willst du was essen?“
„Nein.“, murmelte James, setzte sich ans Fenster und schaute hinaus. „Armer Prongs…“, sagte Sirius und klopfte ihm auf die Schulter. „Remus, hast du Kräuterkunde gemacht?“
„Natürlich hab ich…“, Remus rollte die Augen. „Du bist ein fauler Sack, Padfoot.“
„Ich weiß.“, sagte Sirius. „Gibst du mir deinen Aufsatz, oder was?“
„Na schön.“, brummte Remus und warf ihm seine Tasche zu. „Hier.“
„Danke.“, grinste Sirius.
„Wisst ihr was?“, fragte James plötzlich. „Die Tornados gewinnen diese Saison hundertpro die Meisterschaft!“
„Ich hasse ihn!“, sie schmiss die Abteiltür geräuschvoll zu.
„Öfter mal was Neues.“, kommentierte Dana.
„Ach Schwachsinn.“, winkte Isabelle ab. „Setz dich hin und iss was!“
„Nein danke.“, brummte Lily und ließ sich auf einer Bank nieder, bevor sie ein Buch aufschlug.
„Wisst ihr…“, murmelte Isabelle und schaute aus dem Fenster. „Manchmal frag ich mich, worüber sich die Jungs eigentlich unterhalten.“
„Pff.“, brummte Dana. „Wahrscheinlich Mädchen und ihre Unterwäsche.“
„Hast wahrscheinlich Recht.“, Isabelle zuckte die Schultern. „Wir sind einfach grundverschieden...“
„Lily, hast du Verwandlung gemacht?“, fragte Dana plötzlich.
„Natürlich hab ich… du bist unmöglich.“, seufzte Lily und reichte ihr eine Rolle Pergament.
„Danke!“, grinste Dana.
„Wisst ihr was?“, sagte Isabelle plötzlich. „Die Arrows.“, sie deutete auf ihr T-shirt. „Werden diese Saison hundertpro Meister!“
„Oh Mann, schmeckt das gut!“, kommentierten Sirius und Isabelle das Essen. Ihre Freunde starrten sie an.
„Du hast guten Geschmack, Cartwright.“, lobte Sirius.
„Und du spuckst Steak.“, brummte Isabelle, die die Güte gehabt hatte, vorher zu schlucken.
„Tschuldigung.“, murmelte Sirius und grinste.
„Sag mal, Is. Hast du die Arrows noch immer nicht aufgegeben?“, fragte James.
„Niemals.“, sagte Isabelle und deutete mit ihrer Gabel in seine Richtung.
„Einbildung ist auch ne Bildung. Ich glaub du brauchst Nachhilfe in Quidditchkunde.“
„Nachhilfe, was?“, fragte Isabelle. „Das ist ja wohl eher euer Part.“
„Erinner mich nicht daran.“, knurrte Lily, die soweit weg von James wie möglich saß.
„Ja, wie soll das eigentlich ablaufen?“, fragte Dana.
„Ich hab keine Ahnung.“, sagte James und warf Lily einen Blick zu.
„Ich war davon ausgegangen, dass wir das noch erfahren.“, brummte Lily. „Ich werde McGonagall beim Frühstück fragen.“
„Nicht nötig.“, sagte Remus.
„Wieso?“, fragte James.
„Darum.“, sagte Sirius und deutete auf zwei Papierflieger, die auf die Jugendlichen zurauschten.
„Sie wird immer kreativer.“, grinste James und fing seinen in der Luft. Lily seufzte und schaute zu ihrem Flieger, der im Sturzflug auf sie zuraste. Isabelle streckte rasch die Hand aus und zerknüllte ihn in der Hand.
„Wow, Cartwright.“, sagte Sirius. „Kannst ja als Sucher anfangen.“
„Nein, lass mal.“, sagte Isabelle und drückte Lily den Papierball in die Hand. „Da hat man so wenig zu tun.“
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