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Fanfiction

The Bracelet - Kapitel 3

von Nitsrek

„Also, was genau ist meine Aufgabe?“, fragte Padma Hermine und klang dabei ein wenig nervös, während die Leute zu einem ihrer seltenen Vertrauensschüler-Meetings eintraten. Mit sechzehn Vertrauensschülern, zwei Stellvertretern und den beiden Schulsprechern waren sie nun genau zwanzig. Das gefiel Hermine; eine gerade Anzahl war leichter zu betreuen.

„Im Moment?“, fragte sie. „Erst einmal nur zusehen.“

„Und sonst?“

„Sonst machst du gar nichts, weil die Wunderhexe hier dich nicht lässt.“

Oh, klasse. Er konnte einfach nicht seinen Mund halten und sich an das andere Ende des Raumes setzen, oder?

„Sonst“, sagte Hermine und ignorierte Malfoy, der natürlich die Bemerkung gemacht hatte und sich nun schnaubend hinsetzte. „Du… Naja, du hilfst mir.“ Sie bemerkte, dass Malfoy sein Grinsen kaum verbarg. „Du bist die Schulsprecherin für Ravenclaw und Hufflepuff“, fügte sie spontan hinzu und während Padma vor Aufregung quiekte verfluchte Hermine Malfoy innerlich, weil er sie soweit gebracht hatte, dass sie Padma mehr Verantwortung gab als sie vorgesehen hatte.

Padma rannte sofort zur Ravenclaw-Vertrauensschülerin der sechsten Klasse, die gerade hereinkam und Hermine warf Malfoy einen finsteren Blich zu, wobei sie bemerkte, dass er erstaunt und ziemlich nachdenklich wirkte. Toll. Sie hatte die Hälfte ihres sechsjährigen Traumes aufgegeben, um eine nachdenkliche Reaktion zu verursachen. Sollte er nicht wenigstens stammeln oder so etwas, das andeutete, dass er völlig Unrecht hatte?

Nicht, dass er wirklich so falsch gelegen hatte. Sie wollte ihre Position nicht teilen. Es war ihre, verdammt! Sie hatte dafür gearbeitet und sie sich verdient, ganz einfach. Sie spürte keinen Stress und könnte locker das ganze Jahr allein arbeiten. Aber nun, dank ihrem eigenen Temperament, hatte sie sogar noch weniger zu tun. Toll, ganz toll.

Sie drehte ihm ihren Rücken zu und sah sich Nott gegenüber. Dämliche Slytherins, die waren einfach überall. „Das kam unerwartet“, stellte er fest.

Hermine errötete etwas in dem Wissen, dass Nott wahrscheinlich wusste, dass sie sich hatte reizen lassen. „Ja, naja, es spart mir etwas Arbeit, oder nicht?“

Er hob seine Augenbrauen. „Ja. Ich fand es auch nicht unerwartet, dass du die Häuser zwischen euch aufteilst. Das schien nur logisch und dadurch dir ähnlich.“

Hermine war leicht durcheinander. Nott sah die Dinge oft auf für sie merkwürdige Weise, aber für gewöhnlich konnte sie ihm folgen.

„Was dann?“, fragte sie.

Notts Mundwinkel zuckten als ob sie ihn amüsierte und er blickte über ihre Schulter zu Malfoy, mit der stillen Frage, ob er es verstanden hatte. Sie drehte sich um und erwiderte Malfoys Blick als er für Nott antwortete. „Du hast Slytherin behalten.“

Natürlich habe ich Slytherin behalten. Ich HASSE Padma nicht!

Hermine hatte ihren Mund geöffnet und fast ihre Antwort gegeben, als sie Notts Blick auf sich spürte und irgendwas ihr sagte, dass er genau wusste was sie sagen würde. Sie klappte ihren Mund zu und warf dem Schulsprecher und seinem Vertreter böse Blicke zu. „Slytherin gehört eher zu den… Herausforderungen“, stieß sie an beide gerichtet hervor. „Sie soll nicht alle meine schwierigen Fälle übernehmen.“ Sie sah Nott fragend an und er neigte leicht seinen Kopf, honorierte, dass sie ihre Antwort abgeschwächt hatte.

„Du sagst also -“, fing Draco an, fest entschlossen die nervige Schulsprecherin zu ärgern, als er unhöflich von Nott unterbrochen wurde.

„Ich denke, wir sollten jetzt, wo alle da sind, anfangen.“

Theos Blick war ruhig und undeutbar wie immer als er Draco in die Augen sah, aber Draco wusste genau, was er sagte. Hör auf mit ihr zu streiten, wenn du diese Stelle willst. Draco seufzte und winkte mit der hand. Meinetwegen. Das war es nicht wert.

Trotzdem war es komisch, dass sie nicht daran gedacht hatte Patil ihre Slytherin-Aufgaben zu übertragen, wenn da doch deutlich am meisten Konflikt herrschte. Es wäre vernünftig gewesen, jemand anderen das machen zu lassen. Natürlich waren Theo und er selbst in Slytherin und zu seiner großen Freude merkte Draco, dass er nun Zugang zu den Mädchen-Schlafsälen hatte, aber es gab eine klare Regal, dass die beiden Schulsprecher ihre Aufmerksamkeit gleichmäßig auf die Häuser aufteilten.

Die Hälfte an ihre Stellvertreterin zu geben war clever. Patil würde dort als Schulsprecherin zusammen mit Theo oder ihm fungieren (ehrlich gesagt hatte sie noch nicht ausgemacht, was er tun würde, er hatte Granger nur reizen wollen). Aber auch wenn er verstehen konnte, warum Patil Ravenclaw bekommen hatte, verstand er doch nicht, warum Granger Hufflepuff statt Slytherin aufgeben würde. Slytherin ärgerte nur sie. Ein Mädchen wie Patil hätte keine Probleme. War sie wirklich so eine Masochistin?

Natürlich war es möglich, dass sie sich dabei gar nichts gedacht hatte. Sie hatte jedenfalls nicht erfreut ausgesehen, als die Worte ihren Mund verlassen hatten. Trotzdem interessant. Hieß das, dass selbst sie unterbewusst Hufflepuff abstufte, trotz der ‚loyal und aufrichtig’-Sache? Er wettete darauf. Es wäre typisch für sie. Der Held der Ausgestoßenen sein, aber heimlich jene mehr respektieren, gegen die sie verteidigte.

Draco schnaubte und Nott warf ihm einen warnenden Blick zu. Granger hatte zu sprechen begonnen, erklärte den Vertrauensschülern die Situation, verwendete zu viele verdammte Wörter. Draco zuckte nur dich Schultern und lehnte sich zurück, um den Riss in der Decke anzustarren und sich daran zu erinnern, dass sein Job auch Vorteile hatte.
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Mittagessen in der großen Halle war sonst eine ziemlich heitere Angelegenheit, aber diesmal blickte Hermine Padma, die strahlend am Ravenclaw-Tisch saß, böse an. Sie sah sich nicht als kleinlichen Menschen und sie war darüber hinweg, dass sie Padma zwei Häuser abgegeben hatte. Immerhin hatte Hermine noch die beiden wirklich schwierigen. Es war nur… Padma schien viel beliebter und geschäftiger als Hermine es als Schulsprecherin je gewesen war. Die Leute schienen mit Fragen auf sie einzustürmen und der erste Wochenbericht, den Hermine erhielt, war angefüllt mit kleineren Problemen die Padma – leider – alle selbst tadellos gelöst hatte.

Sie versuchte sich damit zu trösten, dass Nott – oder auch Malfoy – auch nicht sehr geschäftig wirkten, aber sie hatte einen Blick auf Notts Schreibtisch geworfen und hatte, ohne zu sehr herumzuschnüffeln, entdeckt, dass auch zu ihm mehr Schüler kamen als zu ihr. Sie entdeckte, dass sogar ein paar Gryffindors zu ihm gingen, um Gottes Willen!

Sie war ein völliger Versager.

Hermine stocherte in ihrem essen. Sie war schon immer sozial unbeholfen gewesen, aber scheinbar fehlte ihr etwas, was sogar ein distanzierter Slytherin wie Theodore Nott hatte. Sie war so deprimiert, dass sie sogar überlegte zurückzutreten. Es war egoistisch, an ihrer Stelle festzuhalten, wenn Padma doch so offensichtlich besser darin war.

„Was ist los?“, fragte Harry, der seine Freundin eine zeit lang beobachtet hatte.

Hermine zuckte mit den Schultern, weil sie nicht darüber sprechen wollte. Sie wusste, dass sie wahrscheinlich aussah als ob sie gleich weinen würde, also versuchte sie gleichgültiger zu wirken.

„Macht dir jemand Kummer?“, drängte Harry. „Ist es Malfoy?“ Sein Kiefer verkrampfte sich und seine grünen Augen funkelten wütend bei dem Gedanken.

Hermine war etwas erstaunt. „Natürlich nicht“, murmelte sie. Harry wirkte fast, als wäre er auf einen Kampf aus, was für ihn eher ungewöhnlich war.

„Was dann? Du bist anders seit ihr eure Vertreter gewählt habt.“ Sie bemerkte, dass seine Fäuste geballt auf dem Tisch lagen und realisierte, dass er aufrichtig verärgert war, dass jemand sie ärgern könnte. Das berührte sie. Und zeigte ihr ein bisschen, wie wenig er von ihren Problemen dieses Jahr verstand.

Sie sollte lieber ehrlich sein. „Sieh sie dir doch an“, sagte sie und deutete traurig auf Padma.

Harry sah sich um, nun Verwirrung dominant auf seinem Gesicht. „Padma?“, fragte er. „… Sie macht dir das Leben schwer?“ Er runzelte die Stirn, nicht allzu glücklich, einem Mädchen die Leviten lesen zu müssen, vor allem da er sie mochte.

Hermine seufzte. „Nein, sie ist gut!“ Sie stocherte weiter in ihrem Essen herum.

Harry wandte sich wieder ihr zu. „Du bist traurig… weil die von dir ausgesuchte Vertreterin… ihre Sache gut macht?“, fragte er.

Hermine nickte, niedergeschlagener als je zuvor.

Harry runzelte wieder die Stirn und versuchte herauszufinden, wie Hermines Verstand arbeitete. Er würde Mädchen nie verstehen, strengte sich aber trotzdem an. „Wenn du dich unnütz fühlst, nimm doch einfach einen Teil ihrer Verantwortung zurück“, sagte er. „Immerhin bist du Schulsprecherin.“

Hermine schluckte. „Aber das ist auch sinnlos, oder? Sie ist gut, ich nicht.“

Harry sah wirklich erstaunt aus. „Wovon sprichst du?“

Hermine schüttelte den Kopf. „Ich bin keine gute Schulsprecherin, Harry. Die Lehrer mögen mich, aber die Schüler nicht. Niemand will meine Hilfe.“

„Ich bin mir sicher, dass das nicht stimmt, Hermine“, sagte Harry tröstend.

Hermine schnaubte. „Ja, guck nur, wie sie alle zu mir kommen.“

„Vielleicht solltet du einfach…“, Harry hielt inne, zögerte.

„Vielleicht sollte ich was?“, fragte Hermine.

Harry zuckte zusammen und suchte nach Unterstützung. Schließlich seufzte er. „Okay, Hermine, fass das jetzt nicht falsch auf…“

„Vielleicht sollte ich was, Harry?“ Hermines Stimme war lauter, wenn auch nur ein bisschen.

Harry schluckte sichtlich. „Vielleicht solltest du einfach… etwas lockerer werden. Erlaube ihnen zu dir zu kommen. Und halte ihnen um Himmels willen keine Vorträge.“

„Tu ich nicht!“, sagte Hermine empört.

„Doch“, antwortete Harry seufzend. „Du meinst es gut, aber das sorgt dafür, dass die Leute lieber – wohin gehst du?“ Hermine war abrupt aufgestanden.

„Wohin, wo ich nicht versehentlich Vorträge halte“, sagte sie und stapfte davon.
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Später am gleichen Abend lag Draco auf einem der bequemen Sofas in seinem Gemeinschaftsraum und schloss die Augen. Sein Kopf pochte schlimmer als je zuvor. Er hatte nicht bedacht, dass es zu seiner Aufgabe gehören würde, Leuten beim Bejammern ihrer albernen kleinen Probleme und Streitereien zuzuhören. Anscheinend schon. Er verfluchte Nott dafür, dass er ihn überredet hatte.

„Du bist viel geselliger als ich“, hatte er gesagt. „Es ist nur sinnvoll, wenn du die Gespräche führst.“

Was bedeutete, dass Draco die letzten beiden Stunden das zweifelhafte Vergnügen hatte anderen beim Jammern zuzuhören. Draco war sich dafür auch nie zu schade gewesen und plötzlich begriff er warum sein Vater ihm immer Sachen gekauft hatte, damit er aufhörte. Vielleicht könnte er das das nächste Mal auch machen… Ja, das würde er tun. Er schwor sich, der nächsten sich beschwerenden Person etwas zu kaufen, irgendwas, nur damit sie still war.

„Hey, Draco!“, sagte eine vertraute Stimme etwas zu laut und machte das Pochen schlimmer.

Draco stöhnte, öffnete seine Augen jedoch nicht. „Geh weg, Blaise, und lass mich sterben.“

Er wusste, dass Blaise leider nicht weggehen würde und dass er wahrscheinlich gerade grinste.

„Ist das nicht interessant… Das letzte Mal, als du das gesagt hast, hast du am Vorabend meinen kompletten Vorrat an Feuerwhiskey geleert.“ Draco spürte wie Blaise sich in den Sessel neben dem Sofa setzte. Verdammt, er würde wirklich nicht weggehen.

„Ich habe nicht getrunken“, sagte Draco und war schnell genervt von seinem gesprächigen Freund. „Ich trinke nicht unter der Woche.“

„Weiß ich doch. Also, was hat zu deiner erfreulichen Stimmung geführt?“

„Jammern…“, murmelte Draco. „So viel Gejammer…“

„Okay. Vielleicht solltest du dann einfach damit aufhören?“, schlug Blaise mit einem breiten Grinsen vor als Draco schließlich ein Auge aufschlug und ihn böse anstarrte.

„Nicht mein Gejammer, du Idiot“, knurrte er. „Andere Leute. Ich schwöre das war nicht in der Aufgabenbeschreibung.“

„Ich bin mir sicher, dass es drin stand“, widersprach Blaise. „Du warst nur zu erfreut über den Zugang zu den Mädchenschlafsälen, als dass es dir etwas ausgemacht hätte.“

Draco konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. „Oh ja. Stimmt ja.“

„Irgendwas Interessantes zu sehen?“, fragte Blaise.

Draco wusste es nicht einmal. Er war zu beschäftigt mit der nicht lustigen Seite seiner Arbeit. Er zuckte mit den Schultern.

„Was?“, fragte Blaise amüsiert. „Du hast dich noch nicht zu Pansy geschlichen?“

Bei der Erinnerung an Pansy stöhnte Draco und sein Kopf pochte fürchterlich.

„Ärger im Paradies?“, fragte Blaise.

„Es gibt kein Paradies“, stieß Draco hervor, kaum in der Lage seine Stimme durch das Blutrauschen in seinen Ohren zu hören. „Können wir dieses kleine Gespräch für später aufheben?“

„Hmm…“ Blaise tat als würde er überlegen. „Nein. Nein, ich glaube nicht.“

„Warum zur Hölle musst du mich foltern?“, stöhnte Draco.

„Weil es lustig ist. Komm schon, wenigstens musst du niemand anderem zuhören, wenn du bei mir bist.“

Draco schlug wieder ein Auge auf, gerade lang genug um ein paar Fünftklässler zu sehen, die verdächtig danach aussahen, als würden sie vielleicht zu ihm kommen. Oh Gott, nein. „Gut“, zwang er heraus. „Wir haben Schluss gemacht. Oder viel mehr ich.“ Es war nicht seine Art jemanden glauben zu lassen, dass er abserviert worden war.

„Warum?“, fragte Blaise aufrichtig überrascht. „Ich dachte es läuft gut.“

„Tat es auch“, murmelte Draco. „Als es eine offene Sache war. Dann wollte sie etwas exklusives, was auch noch okay war, aber sie wurde so… anhänglich. Ich konnte mich nicht mal umdrehen ohne dass sie da war. Also habe ich ihr gesagt, dass wir kein Paar mehr sind.“ Das hatte Pansy nicht gemocht. Allein der Gedanke an die Szene, die sie ihm gemacht hatte, verdoppelte seine Kopfschmerzen, also verdrängte er ihn.

„Ich werde…“, murmelte Blaise. „Und das war nicht wichtig genug für meine Ohren?“

Draco zuckte mit den Schultern. Er hatte nicht wirklich darüber nachgedacht.

„Du musst gerade reden“, sagte er.

„Was meinst du?“, fragte Blaise sofort alarmiert.

Draco gestattete seinem Gesicht ein langsames Grinsen. „Sie hat mit mir gesprochen, weißt du. Pansy. Wir haben nicht nur rumgemacht. Tracey Davis? Halbblut, nicht wahr? Ich habe gehört, ihr ward in den Sommerferien sehr freundlich zueinander.“ Er hielt inne, damit Blaise antworten konnte, aber als nichts kam, fuhr er fort. „Tracey hat Pansy anscheinend alles erzählt. Pansy hat ihr jedoch nicht geglaubt, bis sie einen Beweis bekommen hat…“

„Das hat sie nicht getan!“, knurrte Blaise.

„Oh, doch. Ich habe aber vergessen was es war. Ich hab’s nicht gesehen. Da musst du wohl Pansy oder Tracey fragen. Also, sind wir zu deiner anstehenden Hochzeit eingeladen?“

„Ich bin nicht mit dieser Schlampe zusammen“, schimpfte Blaise. „War ich auch nie! Sie lügt!“ Draco hörte das Rascheln, als Blaise aufsprang.

Er wusste, dass Tracey nicht log, aber er wusste auch, dass Blaise genauso wenig wie er zugeben würde Gefühle für ein Halbblut zu haben. Sie waren Reinblüter und von ihnen wurde erwartet die Blutlinie sauber zu halten. Wenn Blaises Mutter von seiner Bettgeschichte erfahren würde, stünde ihm eine arrangierte Ehe bevor, lange bevor er so weit war, um weiteren Schaden gleich einzuschränken. Und das war das gute Szenario. Draco würde niemandem davon erzählen, da er sich kaum sorgte, dass Blaise irgendeine derzeitige Freundin heiraten würde, aber er konnte andere nicht vom tratschen abhalten. Er hoffte nur, dass Blaise den Hinweis verstand und von nun an vorsichtiger war mit den Beziehungen, die er nicht führte.

Als Blaise irgendeine Entschuldigung murmelte und verschwand seufzte Draco erleichtert. Jetzt hätte sein angestrengter Kopf wenigstens etwas Frieden.

Der Frieden hielt genau dreißig Sekunden bis ein schüchterner Zweitklässler kam und ihn bat, sein Nachsitzen bei McGonagall, die dem Jungen scheinbar eine Heidenangst eingejagt hatte, zu verschieben. Draco überlegte, ob er ihm auch Angst einjagen sollte, entschied sich jedoch dagegen, da er seine Position wirklich behalten wollte.

Wenn er doch nur wüsste, warum.


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