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Fanfiction

The Bracelet - Kapitel 29

von Nitsrek

Draco bemerkte, als Hermine aufwachte. Er konnte es spüren. Es war seltsam… Er wusste nicht, ob es an der körperlichen Nähe lag oder an der Tatsache, dass sie Ring und Armband nun schon länger trugen, aber er bemerkte selbst die kleinsten Veränderungen an ihr. Normalerweise musste es stark sein, damit er etwas spürte, aber inzwischen kannte er anscheinend sogar den Unterschied zwischen wach und bewusstlos.

Natürlich hörte er auch ihr Keuchen, als sie realisierte, wo sie war.

Sie versuchte aber nicht, von ihm wegzukommen. Das überraschte ihn. Er hatte zugelassen, dass sie auf ihm schlief, weil er wirklich nicht wusste, was er tun sollte. Sie war physisch und geistig erschöpft, und sie hatte einiges an Feuerwhiskey. Es war kein Wunder, dass sie weg war. Sie hatte mehrere Stunden geschlafen, bevor sie aufwachte. Es musste an der ungewohnten Umgebung liegen. Sie konnte sich auch nicht zu behaglich fühlen, auch wenn sie sich im Schlaf an ihn gekuschelt hatte, auf eine Art, die definitiv zu vertraut war – für ihn.

Eine Frau saß auf ihm, ihre Brüste berührten ihn mit jedem Atemzug, ihre Schenkel berührten seinen Unterkörper, ihr Haar kitzelte mit jeder Bewegung seinen Hals… Das sorgte definitiv für Gedanken, die er nicht haben sollte. Leider gab es Teile an seiner Anatomie, denen Blutstatus oder Abneigung völlig egal waren. Diese Teile bemerkten nur, dass sich eine weiche Frau an ihn kuschelte, und dass sie von Zeit zu Zeit zufrieden seufzte, und dann dachte er daran, wie sie auf seinem Bett schlafend ausgesehen hatte. Der Gedanke an Granger auf seinem Bett, kombiniert mit dem Gefühl ihres Körpers an seinem, ließen ihn nicht gerade an Quidditch denken.

Dennoch hatte er gedacht, dass sie aufspringen würde, sobald sie erwachte, aber sie bewegte keinen Muskel. Er versuchte, ihre Gefühle zu bemerken, zu sehen, was ihre Passivität veranlasste, aber er verspürte nur schläfrige Zufriedenheit. Vielleicht war sie doch nicht ganz wach.

Er wusste, dass sie immer noch erschöpft war und überlegte, dass er sie irgendwie zurück in ihr Schlafzimmer bringen sollte.

Er wünschte Baddock eine gute Nacht und blickte sie an, doch sie war sehr viel näher als vermutet, und blickte ihn mit ihren großen goldenen Augen verwundert an. Es erstaunte ihn. Irgendwie schien ihre gesamte Haltung plötzlich sehr viel intimer. Sie senkte ihren Blick und bewegte sich, und er biss die Zähne zusammen, kämpfte gegen eine äußerst verbotenen Reaktion.

Beschäftigt mit seinem inneren Kampf gegen sein physisches Bewusstsein, bemerkte er wirklich nicht, dass er ihren Rücken rieb, bis seine Hand automatisch wanderte, einen weiteren verspannten Punkt fand und sie stöhnte. Er spürte die lustvolle Explosion, als er den Muskel zur Entspannung zwang, und zitterte, als sein Herzschlag beschleunigte. Es fühlte sich so gut an. Der Ring musste ihre Empfindungen vervielfachen, denn ein simples Reiben konnte sich einfach nicht so gut anfühlen.

Er ignorierte die Stimme in seinem Hinterkopf, die ihn aufforderte, sie von sich zu schieben, und rieb mit seinem Daumen langsame, bewusste Kreise, wo nötig mit etwas mehr Druck, und ihre Augen schlossen sich mit einem Seufzen. Er merkte schnell, dass er süchtig wurde. Er wollte nicht aufhören, trotz der beharrlichen Stimme, die sagte, dass es böse enden würde. Er sollte sie quälen, nicht ihren Rücken massieren, aber das hier fühlte sich so viel besser an als die konstante Unzufriedenheit, die ihn am Tag nervte und ihn nachts wach hielt.

Wieder wanderte seine Hand und dieses Mal konnte er ein Stöhnen nicht unterdrücken. Es fühlte sich nicht nur gut an, sondern… extrem erotisch. Er sollte das nicht mit ihr machen, aber er tat ja eigentlich gar nichts. Es waren nur ein paar Finger, die ihr Kreuz massierten. Es gab keinen Sinn, es als etwas Verbotenes zu betrachten. Sie hatte mehrere Stunden auf seinem Schoß gesessen, sich an ihn geschmiegt, ohne irgendwelche Konsequenzen, die man nicht bekämpfen konnte, also worin lag der Unterschied?

Dann bemerkte er es – sie war erregt. Ihre Augen waren schwer und ihre Lippen leicht geöffnet, während sie verträumt seine Berührung genoss. Die Feststellung ließ ihn fast wieder stöhnen. Seine Berührung verursachte diese Lust und ein langsam wachsendes Verlangen.

Warum?

Er stellte seine Frage nicht. Stattdessen tat er das Undenkbare; er neigte seinen Kopf und drückte seine Lippen auf ihre. Er wusste nicht, was ihn dazu veranlasste, aber er konnte einfach nicht anders. Er wusste auch nicht, was er erwartete, aber es waren sicher nicht die explodierenden Gefühle, die er verspürte. Sie keuchte und er rechnete damit, dass sie zurückschreckte, aber so kam es nicht. Sie drückte sich an ihn und erwiderte den Kuss mit einer Heftigkeit, die ihm den Atem raubte.

Noch nie in seinem Leben war er so erregt gewesen. Sein Vergnügen mischte sich mit ihrem, bis ihm egal war, wer was fühlte. Es übertraf alles, was er je getan hatte, dabei hatte er sie noch nicht einmal gekostet. Er rieb weiter mit der Hand sanfte Kreise auf ihrem Rücken, während die andere auf ihrem Oberschenkel lag, und dann teilte er mit seinem Mund langsam ihre Lippen. Sie war so willig, so entgegenkommend, und ihre Lippen öffneten sich sofort. Er versuchte, sich bei ihrem Enthusiasmus ein Stöhnen zu verkneifen, war aber nicht sonderlich erfolgreich. Bevor einer von beiden es sich anders überlegen konnte, streichelte seine Zunge ihre.

Eine weitere Explosion folgte, fast wie ein blendendes Licht, und er konnte seine Lippen und seine Zunge nicht daran hindern, fordernder zu werden, konnte unter der Intensität nicht länger die Kontrolle behalten. Sie gab nicht nach. Er verlor sich in diesem sinnlichen Sog, sein Herz schlug in seinen Ohren und er hörte nur noch ihre kleinen Laute und Seufzer.

Er streichelte langsam ihren Oberschenkel. Nach ihrer Reaktion zu urteilen gefiel ihr dieses zarte Streicheln sehr viel besser als bloßes Grabschen, auch wenn sie genau so wie er vor unerfülltem Verlangen bebte. Er wagte es nicht, sie zu begrabschen. Er wagte es nicht, die Stellen zu berühren, die er berühren wollte. Er würde den letzten Rest Kontrolle verlieren.

Sie wimmerte und reagierte eifrig, trieb ihn in den Wahnsinn, drängte ihn. Er genoss jedes ihrer Gefühle. Er brauchte ihr leises Wimmern nicht, um zu wissen, wie stark ihre Gefühle waren. Er konnte es selbst spüren, und es spornte ihn nur weiter an.

Als ihre Hände seine Brust streichelten und in seine Haare fuhren, ihn festhielten, zog er sie noch näher an sich, falls das irgendwie möglich war. Er wusste, dass sie den Beweis seiner Lust spürte – sie musste es spüren können – aber das spielte im Moment keine Rolle. Nichts war wichtig, außer diese brennende Kuss und der Hunger nach mehr.

Plötzlich wurde er an der Schulter zurückgezerrt und der Kuss war vorbei.

„Was zur Hölle soll das werden?“, zischte Blaise.

Draco blinzelte, etwas desorientiert, aber dann dämmerte ihm langsam, was er getan hatte, und als er wieder zu Sinnen kam, war er entsetzt? War das Mädchen halb Veela oder was, wenn sie ihn so anzog?

Er wagte einen Blick auf sie und auch sie war wieder bei Verstand, ihre Augen waren groß und geschockt, ihr Mund formte ein O.

Immerhin fand sie auch, dass das eine schlechte Idee war.

Er fühlte sich plötzlich unerklärlich wütend.

„Bitte lass mich gehen“, flüsterte sie schließlich.

„Geh!“, knurrte er, sie sprang auf und rannte fast die Stufen hoch, bevor sie abrupt erstarrte.

Draco folgte ihrem Blick und sah Theo direkt im Eingang stehen, sein Gesicht völlig emotionslos. Granger machte einen Schritt auf ihn zu, aber er wandte den Blick ab und ging ihr aus dem Weg. Sie sah angeschlagen aus, und so fühlte sie sich auch.

„Hey, Theo!“, rief Draco, aber er wurde ignoriert; der andere Junge lief sofort auf sein Zimmer.

Also keine Chance, dass er nichts gesehen hatte. Draco hatte nicht vorgehabt, ihn dermaßen zu verärgern.

Hermine eilte aus dem Raum, schockiert und beschämt über die Ereignisse. Draco hatte kein Mitleid mit ihr, er war sicher, dass sie irgendwie an allem Schuld war.

Verspätet überprüfte er, wer den kleinen Vorfall bemerkt hatte, und er unterdrückte ein Stöhnen. Eine gute Handvoll Leute, die er nicht sehr gut kannte, Theo und Blaise. Ein kurzer Blick durch den Raum zeigte ihm, dass Pansy wenigstens nicht da war.

„Pansy hat es gesehen“, unterbrach Blaise Dracos Gedankengang angespannt und wütend. „Sie ist in ihren Schlafsaal gerannt. Warum tust du ihr das an?“

Draco blinzelte. „Sie ist weggerannt? Das sieht ihr nicht ähnlich…“, murmelte er. Die Pansy, die er kannte, hätte ihn sofort kastriert.

„Du hast mir nicht geantwortet!“ sagte Blaise scharf.

Draco sah seinen Freund an. Wut schien ein etwas mildes Wort für Blaises Gefühle zu sein. Er seufzte.

„Ich weiß nicht, Blaise. Aber mach dir keine Sorgen um Pansy. Ich denke, jetzt ist Schluss.“

Nicht einmal sie würde das tolerieren. Er versuchte, sich schuldig zu fühlen, aber hauptsächlich tat es ihm leid, dass er sie versehentlich wieder so verletzt hatte.

Blaise sah aus, als stünde er kurz davor, Draco zu schlagen. „Warum tust du ihr das an? Warum machst du ihr was vor, wenn du sie so wenig respektierst, dass du in der Öffentlichkeit mit einem Schlammblut rummachen würdest?“

Draco zuckte zusammen. Er würde am liebsten vergessen, was gerade passiert war. „Ich dachte, sie hätte mich sowieso bald satt“, gab er zu. „Ich habe es versucht… Aber sie kommt immer zurück. Ich dachte, irgendwann würde sie es merken…“

„Das ist das Rückgratloseste, was ich je gehört habe, selbst für dich!“, spie Blaise.

„Ich wollte sie nicht verletzen, Blaise“, murmelte Draco. „Ich dachte wirklich, sie würde… Ich dachte, sie würde letztlich jemand anderen finden.“

„Und so tust du ihr nicht weh?“, fragte Blaise und lief auf und ab. „Warum kuschelst du überhaupt mit Granger? Ich habe den ganzen Abend nichts gesagt, weil ich dachte, es wäre wieder einer deiner Pläne. Aber das? Ich weiß nicht, ob sich das durch Feuerwhiskey erklären lässt.“

Feuerwhiskey? Er blickte auf den Tisch, wo ein paar leere Gläser standen, inklusive dem, das er Hermine weggenommen hatte. Er würde Blaise nicht sagen, dass er gar nichts getrunken hatte, um bei Verstand zu bleiben.

Der ‚Verstand’ hatte ihn offenbar im Stich gelassen.

Die Feststellung jedoch, dass Granger mehr als nur ein wenig angetrunken war, ließ ihn erneut unerklärlich wütend werden. Was machte es schon, dass sie nicht nüchtern gewesen war, sie hatte jedenfalls scheinbar gewusst, was sie tat. Und das sollte sie auch wissen; immerhin hatte sie letzte Woche schon genug Übung! Sein Blick verfinsterte sich. Ihm wurde schlecht.

„Hast du keine Erklärung?“, fragte Blaise.

Draco versuchte es auf die unverschämte Art. „Grangers Ruf ist jetzt im Eimer, oder nicht?“

Blaises Augen weiteten sich und er packte die Arme von Dracos Sessel, baute sich vor ihm auf. „Sag mir bitte, dass du Pansy nicht nur so verletzt hast, um deine alberne, kleine Rache zu bekommen! Sei froh, dass nicht mehr Leute etwas gesehen haben, und dass die meisten Anwesenden entweder zu müde oder zu betrunken gewesen waren, um die Bedeutung dieses Kusses zu verstehen. Ich habe es gesehen, Draco. Du hast es gemocht. Wenn es dir noch besser gefallen hätte, hätten wir noch einiges mehr zu sehen bekommen.“

Draco konnte die Röte nicht aus seinem Gesicht fernhalten. Blaise hatte Recht. Er hatte keine Selbstbeherrschung. Aber das hieß nicht, dass er diese Anschuldigungen dulden musste.

„Und das sagst du? Du machst immer noch mit Davis rum, oder nicht? In Besenkammern und leeren Klassenzimmern, wenn du denkst, dass es niemand merkt, und dann hältst du mir wegen diesem einen Vorfall einen Vortrag?“

„Das ist etwas anderes!“, schimpfte Blaise, ohne Draco zu widerlegen. „Ich habe keine Freundin, die ich damit verletze. Ich verbringe nicht jeden Moment des Tages damit, mir Möglichkeiten auszudenken, wie ich Tracey foltern, demütigen oder ausnutzen könnte. Sie ist nur Halbblut, kein Schlammblut…“

Dracos Augen blieben an einer Bewegung hinter Blaise hängen. Tracey kam von den Schlafsälen. Ihre Augen leuchteten, als sie ihren gutaussehenden Liebhaber erkannte, ein liebevolles Lächeln zog ihre Mundwinkel nach oben. Er wunderte sich, warum sie zu dieser Uhrzeit herunterkommen würde, aber dann hörten seine Ohren wieder Blaises Tirade.

„… Ich habe sie niemals öffentlich geküsst, denn ich kenne meinen Platz, und ich weiß, dass das inakzeptabel wäre. Wir sind Reinblüter, Draco. Warum sollten wir unsere Namen dermaßen besudeln? Es wäre nur noch schlimmer, wenn wir tatsächlich eine von ihnen heiraten würden. Unsere Namen und unser Blut kommen mit Pflichten!“

„Blaise“, unterbrach Draco warnend, als er sah, wie Tracey stehenblieb, mit einem Ausdruck, als hätte er sie geohrfeigt. Verdammt. Er wollte nicht noch mehr Chaos verursachen.

„Komm mir nicht mit ‚Blaise’“, knurrte Blaise. „Hab deinen Spaß mit ihr, wenn es sein muss, aber zeig es nicht! Lass deinen Namen nicht in den Dreck ziehen. Es ist nicht so schwer, diskret zu sein, und früher oder später wirst du mit ihr fertig sein -“

„Blaise!“, unterbrach Draco etwas heftiger und erreichte damit seinen wütenden Freund.

Er nickte in Richtung Tracey, in deren Augen Tränen schwammen, ihre zitternde Hand legte sich auf ihren Mund, als würde sie einen Schrei zurückhalten.

Die Veränderung in Blaise war schlagartig. „Tracey…“, flüsterte er.

Das erlöste das Mädchen von seinem Schock und sie sprintete in Richtung Ausgang, Tränen im Gesicht.

„NEIN!“, rief Blaise, Panik in Gesicht und Stimme. „Tracey, warte… Du verstehst das falsch! So war das nicht gemeint… Nicht du warst gemeint! Ich habe nicht von dir gesprochen…“

Bevor Draco wusste, was los war, war sein Freund verschwunden, seiner… was auch immer hinterher. Er war verblüfft. Wüsste er es nicht besser, würde er fast vermuten, Blaise hätte für Tracey völlig unangebrachte Gefühle.

Was in Merlins Namen ging im Hause Slytherin nur vor?


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