Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

The Bracelet - Kapitel 74

von Nitsrek

Hermine schluckte und starrte Draco an. Nein, das wäre nicht gut, niemals. Naja, vielleicht ein bisschen gut, aber das Schlechte überwog immens. Es endete jedenfalls nie gut. „Nein!“, rief sie aus und machte schnell einen Schritt rückwärts, bevor er etwas tun konnte. „Nein! Nein, nein, nein! Und tu bloß nicht so, als wüsstest du nicht, wovon ich spreche!“

Er zuckte resigniert mit den Schultern und steckte seine Hände in die Hosentaschen. „Du sagst, du willst nicht, dass ich dich küsse. Das ist eine vernünftige Einstellung; ich werde es nicht herausfordern.“

„Warum würdest du dann überhaupt…“ Sie konnte es nicht einmal aussprechen.

„Wer sagt, dass ich das vorhatte?“

„Oh, du hattest es vor! Du hast es immer vor!“

Er blickte sie eine Sekunde sehr nachdenklich an. „Weißt du, ich bin überrascht, dass du nicht so tust, als wäre überhaupt nichts passiert.“

Hermine spürte, wie ihre Wangen sich wieder röteten. „Naja, das funktioniert ja nicht, oder? Dieses ‚Nichts’ passiert ja trotzdem, weil DU… es passieren lässt.“

„Und du erlaubst es.“

„Aber ich bin nicht Schuld!“

„Das letzte Mal war allein deine Schuld!“

Ihre Wangen brannten inzwischen. „Ja, gut, da war ich leicht daneben. Ansonsten wäre es offensichtlich nicht passiert.“ Sie verschränkte wieder die Arme. Sie zeigte in ihren Klamotten zwar nicht besonders viel Haut, aber sie fühlte sich im Nachteil, bloßgestellt durch ihren Schlafanzug.

„Du bist so eine Heuchlerin, Granger“, seufzte er. „Gib doch einfach zu, dass du es auch willst. Dann kannst du leichter damit umgehen. Ein Eingeständnis bedeutet ja nicht, dass du es auch umsetzen musst, weißt du?“

Hermine blickte Draco nach dieser direkten Aussage mit offenem Mund an, bevor sie sich fasste und ihn lieber finster ansah.

Sie hasste es, wenn seine Worte einen Sinn gaben.

+++++

Diese Unterhaltung sollte ihn wirklich nicht erregen, überlegte Draco. Aber das tat sie. Sie erinnerte ihn an alles, was zwischen ihnen passiert war und was passieren könnte. Und sie sah in dieser – wie er annahm – Nachtwäsche bezaubernd aus. Sie war ganz zerknautscht und unordentlich und wenn man den Hermine-förmigen Abdruck auf dem Bett zwischen dem aufgeschlagenen Buch und der leblosen Katze bedachte, hatte er vermutlich gerade eine sehr gemütliche Szene unterbrochen. Ihm gefiel auch, wie leicht sie heute verlegen wurde. Glühende Wangen standen ihr.

Er hatte sie wirklich unbedingt küssen wollen. Vergessen waren alle Gründe, die dagegen sprachen. Und jetzt war es schwer, es nicht noch einmal zu versuchen, auch wenn sie deutlich Nein sagte. Sie würde ihn vermutlich wieder ohrfeigen, wenn er es versuchen sollte.

Es war irgendwie pervers, dass auch das ihn erregte.

Es hatte ihn wirklich schlimm erwischt.

Sie öffnete ihren Mund, wahrscheinlich um seiner Aussage zu widersprechen, überlegte es sich dann aber anders. Interessanterweise leugnete sie es nicht einmal. Er hatte irgendwie damit gerechnet, dass sie das tun würde. „Du bist echt nervig“, sagte sie stattdessen.

Er strengte sich an, nicht zu lachen.

Anscheinend sah Hermine seine Belustigung als Beleidigung. „Und du bist ein egozentrischer, eitler, rücksichtsloser, manipulativer, unhöflicher…“

Draco hörte irgendwie nicht mehr zu, während die Liste immer länger zu werden schien, ohne dass etwas Neues dazu kam. Er wusste das schon alles und sie wusste, dass er es wusste, also war das nur heiße Luft.

Als sie endlich Pause machte um Luft zu holen, zuckte er mit den Schultern und sagte, „Du bist auch nicht gerade toll.“

Das schien sie zu überraschen. „Was?“

Oh, sie war es nicht gewohnt, kritisiert zu werden? Gut, vielleicht war es merkwürdig, dass er es jetzt sagte, wo er sie gerade erst küssen wollte, aber zur Hölle damit. „Du bist auch nervig. Und die meiste Zeit ein Miststück. Du machst entweder einen auf unschuldig oder sitzt auf einem hohen Ross. Du denkst, dass du nur wegen deiner Klugheit besser bist als alle anderen. Und auch wenn es langsam alt wird: Deine Haare sind ein fürchterliches Chaos. Ich habe schon hübschere Mädchen geküsst. Und nettere. Manchmal waren sie sogar hübscher und netter zugleich.“

Er wusste, dass er schon Zaubertrankzutaten mit größerer Leidenschaft vorgetragen hatte, aber er wollte sie ja auch nicht wirklich ausschimpfen. Er wollte sie nur daran erinnern, dass er nicht die einzige Person mit Mängeln in diesem Zimmer war. Mängel spielten keine Rolle. Sie änderten auch nichts.

Er rechnete fast damit, dass sie ihn wieder anschrie, aber das tat sie nicht. Sie starrte ihn nur an und überlegte zweifellos, warum er versucht hatte sie zu küssen, wenn er so über sie dachte. Naja, sie hatte normalerweise eine weitaus längere Liste über seine Unzulänglichkeiten und ging trotzdem auf ihn ein, oder nicht? Und sie hatte auch schon die Initiative ergriffen. Also was war daran seltsam?

Schließlich runzelte sie die Stirn und blinzelte leicht verwirrt. „Okay“, murmelte sie und wandte sich ab. „Okay, ich muss jetzt an diesen Plänen arbeiten, also geh am besten einfach…“

Ihr Rücken war sehr gerade. Zu gerade.

Ihr war egal, was er dachte, oder nicht? Alles andere wäre neu. „Du bist also fertig damit, mich anzuschreien?“, fragte er.

„Ja. Fertig.“

Sie war viel zu nachgiebig. Andererseits war es vielleicht ganz gut, wenn er unerwarteter Weise ihre Gefühle verletzt hatte. Dann würden sie nicht in irgendeine kompromittierende Lage kommen, die die Dinge nur verkomplizieren würde.

Es war leichter, wenn es unter keinen Umständen passieren konnte.

Sie hatte ihm immer noch ihren steifen Rücken zugewandt und wartete, dass er ging.

Verdammt.

Er schaffte es nicht, seine Füße in Richtung Tür zu bewegen, sondern lief wie von selbst zu ihr. Er legte eine Hand auf ihren Arm und sie riss ihn los. Ihre Wangen waren anders rot. Dieses Rot drückte seltsam auf seinen Brust und verursachte nicht dieses Kribbeln von vorhin.

„Hey…“, sagte er leise.

„Ich habe gesagt, du sollst gehen“, sagte sie scharf.

„Seit wann interessiert es dich, was ich sage oder denke?“, fragte er aufrichtig verblüfft.

„Und seit wann machst du dich permanent an ein Mädchen ran, dass für dich eine dumme Kuh ist?“ Ihre Stimme brach.

Sie war wirklich verletzt.

Seit wann hörte sie überhaupt auf ihn? Sie wusste, dass er ein Idiot war.

Er konnte nicht glauben, wie sehr er es hasste.

„Ich habe nicht gesagt, dass du eine dumme Kuh bist…“, antwortete er lahm. Er hatte sie als Miststück bezeichnet. Und über hübschere Mädchen gesprochen. Warum das für ihn in dem Moment eine gute Idee gewesen war, wusste er nicht mehr so genau.

Sie lachte bitter. „Nein, noch schlimmer. Du lässt dich also herab für eine hässliche Ziege? Klar, versuch die schlaue Muggel-Geborene flachzulegen… Solange das Licht aus ist, ist das kein Problem, oder?“

Aber sie wusste doch, wie sehr er sie wollte, wie sehr er sich zurück hielt. Warum war sie nicht vernünftig? „Du weißt, dass es nicht so ist. Und deine Liste war länger!“

„Ich habe dich nicht als hässlich bezeichnet!“

Warum war das so wichtig? „Aber du musst zugeben, dass du mich als ziemlich abstoßend beschrieben hast.“

„Aber ich bin nicht diejenige, die versucht zu- zu-“

„Als du das letzte Mal auf mein Zimmer gekommen bist, schon.“

„Theo hatte mich gerade abblitzen lassen; ich dachte, bei dir hätte ich leichtes Spiel! Jetzt weiß ich natürlich, warum das nicht funktioniert hat, aber in dem Moment hatte ich noch guten Grund, anders zu denken.“

Draco versuchte, Worte zu bilden, aber er schaffte es nicht wirklich. Er wusste, dass sie zu ihm gekommen war, weil sie mit Theo unglücklich war, aber… „Du wolltest nur mit mir Sex haben, weil Theo es nicht wollte?“, fragte er gefasst, nicht ganz sicher, warum das so weh tat. Er hatte gewusst, dass sie ihn nicht wirklich wollte… oder?

Es war nur… der Gedanke, dass sie Theo verführen wollte, machte ihn krank. Der Gedanke, dass sie direkt danach zu ihm gekommen war, machte es noch schlimmer.

„Ja, für ihn war ich auch nicht gut genug“, murmelte sie, lief plötzlich zur Tür und riss sie auf, womit sie ihn eindeutig rauswarf.

Diesmal ging er.

+++++

Hermine knallte die Tür zu. Wie konnte er nur! Hier rein kommen und so tun, als fühlte er sich von ihr angezogen, nur um ihr dann zu sagen, sie wäre hässlich, und… Sie sah an sich hinunter und nahm ihre nicht gerade vorteilhafte Kleidung in sich auf. Und was? Die Wahrheit auszusprechen? Nicht ihr Ego aufzublasen, indem er behauptete, sie sähe hübsch aus, egal was sie trug oder mit ihren Haaren machte?

In einem ungewohnten Wutanfall trat sie gegen ihren Stuhl und fühlte sich seltsam zufrieden, als er umfiel.

Sie wusste es, verdammt. Sie hatte Augen und ein Gehirn im Kopf. Er musste ihr nicht sagen, dass er schon hübschere Mädchen geküsst hatte. Das wusste sie. Sie hatte es mit eigenen Augen gesehen.

Aber gehörte es nicht einfach zum Anstand, solche Dinge nicht noch zu betonen?

Sie wusste, dass Schönheit nicht ihre Priorität war. Immerhin setzte sie diese Prioritäten selbst. Aber das hieß nicht, dass sie sich nicht doch manchmal hübsch fühlen wollte. Vor allem wenn es um Jungs ging, die permanent versuchten, sie zu küssen.

War das zu viel verlangt?

Und, ehrlich gesagt, so wie Malfoy sich scheinbar von ihr angezogen gefühlt hatte, hatte sie geglaubt… sie war sich nicht sicher, was sie geglaubt hatte. Oder eher: Sie würde sich nicht noch mehr demütigen, indem sie es noch einmal dachte. Sie lag offensichtlich falsch.

Es sollte ihr egal sein, aber manchmal fand auch sie, dass es nicht genug war, klug zu sein. Sie war nicht nur ein laufendes Gehirn, sondern ein Mädchen, und manchmal hatte auch sie alberne Fantasien davon, die strahlende Schönheit des Balls zu sein.

Krum hatte ihr vor Jahren dieses Gefühl gegeben. Deshalb war sie mit ihm zu weit gegangen. Nicht, weil sie naiv genug war, um es für wahre Liebe zu halten, sondern weil niemand sonst ihr je dieses Gefühl gegeben hatte. Niemand sonst hatte ihre weibliche Seite erkannt. Niemand sonst gab ihr das Gefühl, schön zu sein.

Es war seltsam, wie sehr Dracos Worte stachen. Sie war seine Beleidigungen gewohnt. Nachdem ausgerechnet er es sagte, sollte sie einfach darüber lachen können.

Aber sie hatte sich verletzlich gefühlt, und plötzlich hatte er zugeschlagen, wie eine Viper.

Eine oberflächliche Viper.

Innere Schönheit spielte für Jungs in dem Alter wirklich keine Rolle, oder? Aber er hatte sie ja auch als Miststück und hochnäsig bezeichnet und… Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Anscheinend war sie auf keinerlei Art schön, wenn man ihn fragte.

Es war nur der Schock, sagte sie sich selbst. Sie war nicht wirklich verletzt. Es war ihr egal. Sie war nur überrumpelt worden. Weil er sie in letzter Zeit nicht mehr so oft beleidigt hatte.

Eigentlich hatte sie geglaubt, er würde sie mögen. Vielleicht sogar etwas zu sehr.

Wohl doch nicht.

+++++

Ein anderes Buch knallte auf das, das Draco gerade las, und er seufzte. Oh, zur Abwechslung war mal jemand wütend auf ihn. Und dieser Jemand hatte beschlossen, ihn in der Bibliothek aufzusuchen. Wenigstens würde ihm Madam Pince zur Hilfe kommen, wenn es zu laut wurde oder die Bücher beschädigt würden.

„Na, hallo, Potter“, sagte er, als er den ungezogenen Jungen identifiziert hatte. „Wie kann ich dir helfen?“ Er zog vorsichtig seine Hausaufgaben zurück.

„Du stehst nicht zufällig auf Schmerzen, oder?“, fragte Potter kühl.

Draco hob eine Augenbraue. „Das ist eine etwas persönliche Frage, meinst du nicht auch? Tut mir leid, ich stehe nicht auf dich.“

Harry lächelte kalt. „Glaub nicht mal eine Sekunde, dass ich keinen Spaß dabei hätte, dich zu fesseln und dir Schmerzen zuzufügen.“

Draco zuckte zusammen. Kein sehr schönes Bild. Auch ohne das Fesseln und Schmerzen-Zufügen. „Habe ich irgendwas verbrochen oder outest du dich einfach gerade?“

Harry lehnte sich über den Tisch. „Allerdings hast du etwas verbrochen. Du hast Hermine verletzt. Du kennst sie doch, oder? Sehr klug, sehr starke Überzeugungen? Sie hat mir verboten, mich wegen der Sklaven-Sache an dir zu rächen, aber das hier… das ist etwas anderes.“

Dracos Magen sackte ab. Er hatte sie so sehr verletzt, dass sogar ihre Freunde davon wussten?

Andererseits hatte auch er sein Fett weggekriegt. Ihr Geständnis, dass sie ihn nicht nur hatte benutzen wollen, um ihre Probleme mit Theo zu vergessen – was okay war, echt, weil sie ihn in diesem Szenario wenigstens wirklich anziehend fand – sondern dass sie ihn als Zweitbesetzung benutzen wollte, nachdem Theo sie nur Minuten zuvor weggeschickt hatte, kränkte ihn immer noch.

„Was hast du in ihrem Zimmer gemacht?“, fragte Potter. „Wehe dir, wenn es schlimm war…“

Draco lächelte düster und amüsiert. Was glaubte Potter, was er getan hatte? Es gab Grenzen, was er ihr antun konnte, ohne dass sie ihm dafür sehr wichtige Körperteile weg hexte. „Entspann dich. Ich habe sie nur beleidigt. Sie kommt darüber hinweg.“

„Was hast du zu ihr gesagt?“, wollte Potter wissen.

Draco überlegte, ob er lügen sollte. Oder ihn reizen. Andererseits war es mit diesen homoerotischen Fantasien, die Potter hatte, wohl besser, einfach die Frage zu beantworten. „Ich erinnere mich nicht an die genauen Worte, aber es lief darauf hinaus, dass sie nicht hübsch war“, antwortete er gelassen.

„Was?“

„Oh, und ich habe sie als Miststück bezeichnet.“

„Und warum sollte sie das ernst nehmen? Und… sie ist verletzt, weil du nicht findest, dass sie hübsch ist?“ Harry runzelte die Stirn, eher unüberzeugt, dass Draco die Wahrheit sagte.

Draco rollte mit den Augen, stand auf und sammelte seine Bücher zusammen. „Zum ersten: Hat mich auch überrascht. Zum weiten: Sie ist ein Mädchen. Solltest du inzwischen auch bemerkt haben. Kein Mädchen denkt gern, dass es unattraktiv ist. Selbst wenn es nur ein Knallkopf ist, der das behauptet.“ Er murmelte den letzten Satz, während er ging. Er war genervt. Es war verdammt ärgerlich, dass er immer in seinem Zimmer lernen musste, wenn er ungestört sein wollte.

Und er verspürte ganz sicher nicht den Drang, Granger aufzusuchen und ihr zu versichern, dass sie sehr wohl attraktiv war.

Es war dumm von ihr, dass sie diesen Müll überhaupt glaubte. Sie war doch dabei gewesen, als er sie geküsst hatte, oder?

Er war sicher nicht auf sich wütend. Nur auf alle anderen. Vor allem auf sie.

Sie sollte sich nicht von ihm verletzen lassen. Das ergab keinen Sinn.

Verdammt.

+++++

„Ich glaub’s einfach nicht!“ Tracey Davis starrte Draco mit geweiteten Augen an.

„Glaub’s.“

„Warum tust du das?“

„Das weißt du ganz genau. Blaise ist sauer auf mich.“

Sie grinste, anscheinend zufrieden damit. Miststück. Gab es nicht einst eine Zeit, in der sie immer mit der Wand verschmolzen war? Er vermisste diese Zeit.

„Oh, ja“, sagte sie und freute sich über sein Unglück.

Miststück.

„Also, tust du’s oder nicht?“, fragte er, während seine Geduld strapaziert wurde.

Sie verschränkte die Arme. „Ich denke nicht. Ich bin keine Hure.“

Draco rieb sich müde die Schläfen. „Ich habe nie gesagt, dass du mit ihm schlafen musst.“

„Du hast gesagt, du bezahlst mich, wenn ich Blaise wenigstens eine kleine Chance gebe. Ich weiß nicht, ob dir das klar ist, aber das beinhaltet bei ihm normalerweise Sex. Der Junge ist unersättlich.“

„Dann sag ihm, dass du nicht durch Sex alles kaputt machen willst!“, rief Draco aus. „Wie schwer kann das schon sein?“

Sie schnaubte und verengte dann skeptisch ihre Augen. „Du hast nicht einmal Geld. Blaise hat mir erzählt, dass du pleite bist.“

„Oh, das hat er also erzählt? So pleite bin ich nicht. Ich habe meine Mittel.“

„Was zum Beispiel?“

„Geht dich nichts an, zum Beispiel. Es ist nicht so, als müsste Blaise nicht kreativ sein, um Geld beiseite zu schaffen, damit seine Mutter nicht merkt, was er vor hat, bevor er weg ist.“

„Bevor er – was?“

„Du weißt schon, wenn er -“ Draco unterbrach sich. „Verdammt, du weißt es nicht, oder?“

„Nein. Raus damit.“

„Das ist nicht meine Aufgabe.“

„Raus damit!“

Er nutzte die Gelegenheit. „Willigst du ein?“

Sie bleckte die Zähne. „Schön.“

Das Gute an Slytherins war, dass sie immer mit sich reden ließen, wenn man nur das Richtige zu bieten hatte. Nach Dracos Meinung war das viel einfacher als mit Gryffindors zu verhandeln.

+++++

Vorschau

+++++

Hermine rollte mit den Augen. „Willst du die Liste jetzt also fortsetzen? Sehr schön, Malfoy. Wirklich. Bist du fertig?“ Sie versuchte, um ihn herum zu kommen, aber er bewegte sich nicht und sie wollte ihm wirklich nicht zu nahe kommen.

„Potter hat mich heute besucht und sich mit mir unterhalten“, erzählte er ihr im Plauderton. „Weißt du, ich glaube, der Kerl hat sollte sich einen anderen Weasley aussuchen. Aber davon abgesehen hat er erzählt, dass dich verletzt hat, was ich gesagt habe.“

Hermine spürte, wie ihr Gesicht vor Scham glühte. Sie würde Harry verfluchen. „Mich hat verärgert, was du gesagt hast.“

„Nein, ich glaube, es hat dich verletzt.“

Ihr gingen ein paar neue Schimpfwörter für ihn durch den Kopf. „Es hat mich verärgert.“


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Weil Trelawney ständig über die Gegenwart hinaus in die Zukunft blickt, bekommt sie überhaupt nicht mit, was direkt vor ihren Augen passiert.
Emma Thompson über ihre Rolle