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Fanfiction

The Bracelet - Epilog

von Nitsrek

Zwei Jahre später

„Warte! Hermine… warte, verdammt!“ Draco holte Hermine ein und packte ihren Arm, nur damit sie ihn gewaltsam wieder losriss. „Komm schon“, wollte er sie besänftigen. „So schlimm war es nicht.

Sie zeigte mit einem vor Wut zitternden Finger auf ihn. „Ich werde nie wieder hierher kommen!“ Dann drehte sie sich um und setzte ihren wütenden Lauf durch den Garten von Malfoy Manor in Richtung Tor fort.

„Das sagst du jedes Mal“, sagte er, folgte ihr und packte ihre Schultern, wobei er sie diesmal nicht mehr losließ. „Ich weiß, dass Mutter… eine Herausforderung sein kann, aber…“

„Herausforderung? Herausforderung?“ Hermine schubste Draco nutzlos, um frei zu kommen. „Ich meine es ernst! Ich habe es satt, dieser verbitterten alten Hexe deinetwegen gefallen zu wollen. Wenn das gegen die Regeln ist, dann… naja…“ Sie wandte den Blick ab und ließ die Drohung zwischen ihnen in der Luft hängen.

Er ließ sie los, als hätte er sich verbrannt. „Warum sagst du so etwas?“

„Oh, komm schon!“, motzte Hermine. „Es wird klarer und klarer, dass die Zukunft dieser Beziehung davon abhängt, wie gut ich mich mit deiner Mutter verstehe, und das tue ich nicht und werde ich auch nie. Ich habe es satt, Draco. Ich werde nicht weiter hierher kommen und nur dasitzen, während sie kleine Giftpfeile auf mich schießt. Es wäre nett gewesen, wenn du dich für mich eingesetzt hättest, aber nein, das passiert ja doch nicht, was?“

Er wich ihrem anschuldigenden Blick aus. „Wenn du sie vielleicht nicht so provozieren würdest…“

„Provozieren? Das ist… das ist echt super.“ Sie lief wieder los.

„Nein, warte!“ Er packte ihre Hand und zog sie zu einer geschnitzten Bank, die über einem kleinen schönen See stand. Nachdem sie sich hingesetzt hatte, sagte er ruhiger, „Du weißt, dass sie rot sieht, wenn du vor ihr das Armband trägst. Wenn du trotzdem darauf bestehst, musst du mit dieser Reaktion rechnen.“

„Nur, weil sie nicht akzeptieren will, dass es jetzt mir gehört und wir zusammen sind“, antwortete Hermine leicht schmollend. „Außerdem lasse ich dich ja nicht den Ring tragen.“

„Ja, toll.“

Sie funkelte ihn an. „Das ist Eindringen in die Privatsphäre! Wenn du wissen willst, wie ich mich fühle, kannst du auch fragen!“

Das musste er gerade nicht. Er wusste, wie sie sich fühlte, und das war nicht angenehm. Es war nicht nur schwer, sie mit seiner Familie zusammen zu bringen – manchmal schien es fast unmöglich. Er war scheinbar der Einzige, der wollte, dass es funktionierte. Er seufzte.

Hermine wiederholte sein Seufzen. „Ich sehe dein Problem nicht, Draco. Ich meine, es ist nicht, als ob-“ Sie brach ab.

„Als ob was?“

„Als ob ich eure Blutlinie verunreinigen würde.“ Ihre Stimme war voller Bitterkeit.

Draco wollte es nicht direkt ansprechen. Noch nicht. „Nein, im Moment nicht, aber du stoppst derzeit die Blutlinie.“

Hermine starrte ihn an. „Ich? Ganz allein? Wenn das dein Ernst ist, kannst du ja wieder eine Eule an Astoria Greengrass schicken!“

Er stöhnte. „Fang nicht damit an.“ Sie hatte schon millionenmal darüber gesprochen; warum sah sie nicht ein, wie albern das war?

„Warum nicht? Immerhin verteidigst du sie ja auch immer.“ Hermines Kiefer spannte sich an und sie starrte lieber über den See als in seine Richtung.

„Das war etwas anderes! Du weißt, dass sie Minderjährige verurteilen wollten!“

„Und sie war schuldig, also hätte sie verurteilt werden sollen!“, stieß sie hervor.

„Sie war dazu verleitet worden! Sie hatten gedroht, ihrer Familie wehzutun und… du weißt, warum ich nicht zulassen konnte, dass sie bestraft wird. Ich wusste, wie es ihr erging. Ich dachte, das würdest du verstehen.“

„Sie haben ihre Familie nicht bedroht; sie haben damit gedroht, dir etwas zu tun, weil sie in dich verliebt ist. Du hättest diese Entscheidung ihrer Familie, ihren Freunden und dem Magischen Recht überlassen sollen!“

Draco seufzte. „Ich hätte nie gedacht, dass du so engstirnig sein könntest.“

„Engstirnig?“ Hermine wurde lauter. Nie ein gutes Zeichen. „Also, wenn deine Mutter mich beleidigt, dann tut sie das, weil ich sie provoziere, und wenn ich ein Problem damit habe, dass du zu deiner Ex rennst, bin ich engstirnig. Noch etwas, was du hinzufügen willst? Noch ein Grund, warum wir nicht zusammen sein sollten?“

Da war sie wieder. Die Drohung. „Warum willst du mich unbedingt loswerden?“, fragte er, unfähig seine Stimme leise zu halten, während sein Unbehagen zu Panik wurde. Sie durfte ihn nicht verlassen!

„Will ich nicht! Du zertrampelst meine Gefühle!“

Oh, das war also alles seine Schuld, was? Natürlich! Sie war sicher nicht extrem trotzig und unwillig, Kompromisse einzugehen! Draco spürte, wie seine Angst zu Wut wurde und seine Lippen formten ein höhnisches Lächeln. „Wenn das deine Meinung ist, warum erzählst du dann nicht gleich Theo davon? Ich wette, er würde sich freuen. Heul dich noch an seiner Schulter aus und du versüßt ihm das ganze Jahr!“

Sie blinzelte. „Was meinst du damit?“

„Ich meine, dass es sehr interessant ist, dass du dich weiter mit ihm triffst!“

Sie schenkte ihm einen dieser Blicke, unter dem er sich normal wie ein Idiot vorkam, aber heute funktionierte es nicht. Heute wollte er Recht haben. „Theo ist ein Freund“, sagte sie ruhig. „Ich treffe mich mit Freunden. Mit Ron und Harry auch.“

Er funkelte sie bei der Erwähnung von Weasley an. Als wäre es besser, wenn sie Draco auch noch an ihn und Potter erinnerte! „Theo ist immer noch in dich verliebt.“

„Ist er nicht.“

„Ist er doch! Wann hatte er zum letzten Mal eine Freundin?“

„Theo trifft sich nicht mit Leuten.“

„Außer mit dir.“

„Hörst du jetzt auf? Das hier wird langweilig.“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust und funkelte zurück.

„Er hat darauf bestanden, mich zu verfluchen, weil ich dich aufgeregt habe, und das obwohl wir am Schluss zusammen waren!“ Draco schmollte bei der Erinnerung. Dieser Fluch war nicht nur schmerzhaft, sondern auch peinlich gewesen und Draco hatte wochenlang keinen Sex haben können. Und an Theos Grinsen hatte er gemerkt, dass das volle Absicht gewesen war.

Hermine grinste bei der Erinnerung. Die Hexe hatte es heute auf ihn abgesehen. „Du hattest es verdient. Theo hat nur auf mich aufgepasst“, sagte sie.

Aber darum ging es doch! „Er hat kein Recht, auf dich aufzupassen! Er ist nicht dein Freund!“

„Und trotzdem hast du das Recht, auf Astoria aufzupassen? Bist du also ihr Freund?“ Sie hob eine Augenbraue.

Draco zuckte zusammen. Da war er in die Falle getappt. „Das ist anders.“

„Nein… wirklich nicht…“ Hermine runzelte die Stirn. „Wirklich nicht, oder?“, fragte sie, als würde sie es jetzt erst bemerken. Dann kaute sie nachdenklich auf ihrer Lippe rum. Es sah hinreißend aus, aber Draco fürchtete, dass er ihre Freundschaft mit Theo akzeptieren musste, wenn sie seine Freundschaft mit Astoria akzeptieren sollte. Er mochte Theo wirklich nicht. Vor allem nicht in Hermines Nähe.

„Ich verstehe nicht, was hier los ist! Du bist schon so seit-“ Draco unterbrach sich. „Oh.“ Anscheinend gab es da eine gewisse Unterhaltung, die sie früher führen mussten, als er gedacht hatte. Er war nicht gerade glücklich darüber, nachdem er nicht vorbereitet war, aber wenn es eines gab, was er gelernt hatte, dann dass sie über Dinge sprechen mussten, die sie beschäftigten.

„Nein, tu das nicht. Tu nicht so, als ginge es um etwas anderes!“, sagte sie, als sie merkte, dass er nachdachte. „Es geht hier um nichts Bestimmtes. Ich verspreche dir, dass deine Mutter für mich wirklich riesiges-“

„Es geht sogar noch länger zurück, als ich dachte, oder?“, fragte er leise, sie ignorierend. „Du warst an Blaises und Traceys Hochzeit auch nicht glücklich.“

„Du warst an dem Tag ein Arschloch, wenn du dich recht erinnerst. Du warst so beschäftigt damit, allen zu versichern, dass wir nie so enden würden, dass es für mich schon peinlich wurde. Mir ging es gut, als Harry und Ginny heirateten, weißt du noch?“

Er schüttelte den Kopf. „Wie sollte ich das wissen? Du hast mich nicht mitgenommen!“

„Ganz genau.“ Sie wirkte sehr zufrieden mit sich. Okay, gut. Er konnte nicht wissen, wie es ihr da ging, weil er nicht dabei gewesen war.

„Wahrscheinlich hast du den ganzen Abend mit Weasley getanzt“, murmelte er.

„Ich habe mit ihm getanzt, ja. Aber ich bezweifle, dass seine Freundin einverstanden gewesen wäre, wenn ich den ganzen Abend mit ihm getanzt hätte. Übrigens sah Pansy ohne verzogenes Gesicht sehr hübsch aus. Zu dumm, dass es nicht gehalten hat.“

Draco funkelte sie an. Niemals würde er sich eingestehen, dass Pansy Ron Weasley eine Chance gegeben hatte! Auch wenn es nur sehr kurz gewesen ist und in einer Explosion geendet hat, die der ganzen magischen Welt von der Titelseite eines interessanten Tagespropheten entgegensprang. Er hoffte nur, dass sie daraus gelernt hatte, was sommersprossige Verlierer betraf, und ihren Fehler nicht wiederholte.

„Und ich habe nie ‚allen versichert, dass wir nie so enden würden‘“, widersprach er und führte die Unterhaltung zu wichtigeren Themen zurück. „Ich habe nur gesagt, dass wir noch nicht so weit sind.“

„Oh, bitte. Du hast von ‚nie‘ gesprochen. Was okay ist, damit habe ich schon gerechnet, aber es so auf einer Hochzeit herumzuposaunen gehört sich nicht. Vor allem, wenn alle denken, ich sehe es anders, und mir diese mitleidigen Blicke schenken.“

„Das erklärt es noch besser“, sagte Draco und sah Hermine an, die sich mit der Erinnerung an jenen Tag nur noch mehr aufregte.

„Erklärt was?“, motzte sie.

Er lehnte sich an die Bank und versuchte, lässig zu wirken, auch wenn er diese Wendung ihrer Beziehung von ganzem Herzen hasste. „Deine launenhaften Versuche, mich dazu zu bringen, mit dir Schluss zu machen.“

Hermine schnaubte. „Das ist absurd. Wenn ich mit dir Schluss machen wollen würde, würde ich es einfach tun.“

„Vielleicht willst du nicht wirklich und versuchst deshalb, mich dazu zu bringen?“, schlug er leise vor.

„Deine Worte geben weniger und weniger Sinn.“

Draco schüttelte den Kopf. „Auch wenn es dir auf den Hochzeiten gut ging – was ich immer noch nicht glaube – bist du auf jeden Fall sehr temperamentvoll und ungesprächig, seit Blaise und Tracey ihre Schwangerschaft verkündet haben.“

Hermines Kopf schnellte herum und sie starrte ihn an. „Du glaubst, das interessiert mich?“

„Ja.“ Und wieso nicht? Die meisten Hexen wollten Kinder. Verdammt, auch die meisten Zauberer. Es war nur natürlich.

„Tut es nicht!“, rief sie aus. „Bei ihnen funktioniert‘s eben. Sie sind verliebt und haben keine Sorgen. Wenn sie noch ein Baby haben wollen, um ihr Glück perfekt zu machen, ist das ihr gutes Recht.“

„Und du hast nicht dieses Recht.“

„Ich will es gar nicht im Moment. Die Situation im Ministerium legt sich gerade erst wieder, und es gibt so viel zu tun. Wenn ich plötzlich Mutterschaftsurlaub bräuchte, wer weiß, was los wäre, wenn ich wieder käme? Ich hätte sicher den ganzen Einfluss verloren, um den ich so gekämpft habe.“

„Du hast intensiv darüber nachgedacht, oder?“, fragte er, irgendwie überrascht.

„Ich-“ Sie schien überrumpelt. „-nein, aber es ist nur vernünftig, oder? Meine Stellung im Ministerium ist noch zu wackelig. Und dann wäre da noch das Finanzielle. Ich weiß nicht, ob ich ein Kind ernähren könnte. Gut, das würde natürlich auch davon abhängen, wer der Vater ist, und ob die Familie unterstützen könnte. Die Weasleys zum Beispiel haben Molly, falls Kinder-“

„Die Weasleys sind mir egal!“, unterbrach Draco unhöflich, aufgebracht, dass es ‚davon abhing, wer der Vater war‘. Nein! Es konnte nur er sein! „Ich kann nicht glauben, dass du ernsthaft Ron Weasley mir vorziehen würdest!“ Das war’s. Er würde Blaise überzeugen, ihm den letzten Rest Gift von seiner Mutter zu geben, damit er den rothaarigen Mistkerl beseitigen konnte. Theo würde er gleich mit erledigen. Nur zur Sicherheit.

„S-sei nicht albern“, sagte Hermine tatsächlich verwirrt. „Ich weiß, dass es mit dir nichts wird. Deshalb war das hypothetisch und wird nie passieren. Du weißt, dass Ron und ich nur Freunde sind.“

„Trotzdem hast du anscheinend darüber nachgedacht, Kinder mit ihm zu haben“, brummte Draco, der nicht so leicht lockerlassen wollte.

Hermine warf die Hände in die Luft. „Um Himmels Willen! Ich gebe zu, dass ich überlegt habe, wie es wäre, eine Familie zu haben und vielleicht sogar Teil einer schon existierenden, liebenden Familie, die nicht in einer anderen Welt lebt, zu sein, aber ist das nicht normal, wenn man etwas aufgibt?“

„Ich dachte, du behauptest, du willst sowas nicht!“

Sie schüttelte den Kopf. „Nicht jetzt. Aber wenn wir nicht nur jetzt zusammen sind, dann… Ich muss Frieden schließen damit, dass das nie passieren wird, damit ich nicht plötzlich in zehn oder zwanzig Jahren feststelle, dass ich etwas verpasst habe, von dem ich nicht wusste, dass ich es wollte. Ich arbeite daran.“

Draco seufzte schwer. „Ich dachte, ich hätte noch ein paar Jahre Zeit, bevor das zum Problem würde.“

„Was meinst du? Es ist kein Problem!“, beharrte sie und runzelte die Stirn. „Und was meinst du mit ‚noch ein paar Jahre‘? Hast du nicht vor, länger mit mir zusammen zu bleiben?“

„Natürlich habe ich das! Aber ich wollte erst den Segen meiner Mutter. Einen echten, meine ich.“

„Den wirst du nie bekommen“, sagte sie, plötzlich traurig und ruhig. „Tut mir leid, Draco, aber deine Eltern werden keine Muggel-Geborene an der Seite ihres Sohnes akzeptieren. Sie werden ihre Meinung nicht ändern.“

„Du machst es nicht leichter! Wenn du vielleicht netter zu ihr-“

„Oh, da wären wir wieder!“ Hermine stand langsam auf. „Mein Verhalten spielt keine Rolle. Weder deine Mutter, noch dein Vater werden mich in deiner Familie willkommen heißen. Und falls du irgendwann darüber nachdenken solltest, mich zu heiraten: Lass es. Sie werden dir ihr Geld und ihre Liebe vorenthalten, damit es nicht passiert, und du bist von beidem zu abhängig.“

Draco stand auch auf. „Du unterschätzt mich.“

Sie lächelte traurig. „Ich weiß, du würdest es versuchen, wenn du gezwungen wärst. Aber es würde dir schlecht damit gehen. Was für eine Beziehung soll das dann werden?“

„Und dir geht es jetzt schlecht“, betonte er. Sie war so stur! Verstand sie nicht, dass nicht sie diejenige war, die alles aufgeben musste? Es gab nichts auf der Welt, was er mehr wollte als sie. Vor allem nicht Geld.

„Nein, das stimmt nicht“, sagte sie und schüttelte den Kopf. „Es geht mir nicht schlecht.“

„Lüg mich nicht an.“

„Es ist mir wirklich nicht so wichtig.“

„Lügnerin.“ Er trat näher, damit er sie überragte, und sie musste ihren Kopf in den Nacken legen, um ihn anzusehen, sonst wäre sie die Schwächere. Seine Hermine wollte nie die Schwache sein.

Sie ballte die Fäuste und sah ihm in die Augen. „Gut, du willst Ehrlichkeit? Es tut weh, ja. Aber schlimmer ist, dass ich dir nie genug wert sein werde, um dieses Opfer zu bringen. Ich versuche zu verstehen, warum du diese hasserfüllte, rassistische Hexe, die sich Mutter schimpft, mehr liebst als mich, wirklich; und ich versuche wirklich zu respektieren, dass sie deine Mutter ist und dir auch mehr bedeuten sollte – aber es tut weh, all diese Opfer zu bringen und trotzdem an zweiter Stelle zu stehen, nur um zu hören, dass ich sie provoziere.“

Draco war schockiert von dem plötzlichen Ausbruch. „Ich liebe sie nicht mehr als dich.“

Hermine schnaubte und lief wieder los.

Er versperrt ihr schnell den Weg, bevor sie mehr als ein paar Schritte gemacht hatte. „Ich liebe sie auf andere Art. Sie ist meine Mutter. Meine Kindheit. Sie hat mir das Leben geschenkt und alles geopfert, um es zu retten. Aber… wenn sie ihre Meinung nicht ändert, werde ich mich für meine Zukunft und gegen sie entscheiden.“

„Das sieht sie nicht so.“

„Sie will dich nur vergraulen. Sie sollte meine Absichten kennen. Ich habe… von Dingen gesprochen.“

„Was für Dinge?“

Er zuckte unbeholfen mit den Schultern. Er konnte es ihr nicht sagen. Noch nicht. Er war heute nicht darauf vorbereitet. „Nur ein paar Dinge, die ich gerne hätte. Und ich habe mich nach einer Arbeit umgesehen. Bisher habe ich nur einen Praktikumsplatz im Ministerium in der Abteilung für Muggel-Artefakte-“ er verzog das Gesicht „- gesehen und eine Ausbildung mit möglicher Übernahme im St. Mungo. Deswegen hatte ich mir noch ein paar Jahre erhofft. Ich wollte eigentlich auf keines dieser so genannten Job-Angebote eingehen…“

„Malfoys machen keine Praktika“, sagte Hermine vorsichtig.

„Ich weiß. Aber wenn meine Eltern mir den Geldhahn zudrehen, kann ich mich nicht mehr nur auf meinen Namen verlassen, oder? Immerhin bin ich nicht der mit dem Geld und dem Einfluss. Das ist mein Vater.“

„Geldhahn zudrehen? Also hast du…“ Erkenntnis traf sie und zum ersten Mal wusste sie nicht, was sie sagen sollte.

„Ja.“

„Oh.“

„Nicht glücklich?“

„Hauptsächlich verlegen.“ Ihre glühenden Wangen und dass sie seinem Blick auswich stützten diese Aussage.

„Ich wollte nie eine halbe Sache“, sagte Draco leise. „Ich wollte nur… ich wollte es ausnutzen, solange es ging. Aber wenn ich dich dabei verliere, ist es das nicht wert. Ich hätte nichts mit dir angefangen, wenn ich nicht vorgehabt hätte, es durchzuziehen. Deshalb hat meine Entscheidung auch so lange gebraucht.“

„Oh.“ Ihre Wangen wurden noch röter.

„Ist das alles, was du dazu zu sagen hast?“

„Nun, du hättest mir das auch sagen können, bevor ich einen Anfall kriege und mich wie ein komplettes Miststück aufführe“, murmelte sie kleinlaut.

„Sieh es als Rache dafür, dass du schon seit Wochen ‚nicht in Stimmung‘ bist“, sagte er, unfähig, sein Grinsen zu verstecken. Dafür musste er sich einfach rächen.

„Oh, buhuuu!“, sagte sie und rollte mit den Augen, ein Lächeln um ihre Lippen. „Ich hatte anderes im Kopf!“

„Es gab eine Zeit, da hast du mich aufgeweckt, weil du von einer Stellung gelesen hast und wissen wolltest, ob sie körperlich möglich ist.“

„Ich erinnere mich!“ Hermine zog die Brauen zusammen. „Ich bin immer noch nicht sicher.“

„Hey, wenn du es wieder probieren willst, sag mir Bescheid, dann kann ich Dehnübungen machen.“

Hermine kicherte und senkte wieder den Blick. „Tut mir leid, dass ich mich so aufgeführt habe.“

„Oh, das hast du“, sagte er sanft und nickte. Sie hätte mit ihm über ihre Sorgen reden sollen, statt ihn nur wegzustoßen. Was kam dabei schon Gutes raus?

„Nun“, murmelte sie und legte ihre Arme um seinen Hals. „Wenn ich je wieder eine Idiotin sein sollte, ohrfeig mich einfach!“

„Oh, Süße…“, sagte er sehr gönnerhaft, während seine Arme um ihre Taille glitten und er ihrem Po einen Klaps verpasste. „Das wirst du.“

„Dummkopf.“

„Hexe.“

Sie grinste. „Ich liebe dich auch.“

Sie würden sich ohne einander sowieso nur langweilen.


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