
von daisy1994
Sie war verschwunden. Wo war sie hin? „Man kann sie nicht einmal nicht wegrennen oder mich zur Sau machen?“ „Na Kumpel wie lief‘s?“ „Tatze, sie ist wieder abgehauen.“ „Na immer hin besser, als wieder eine ordentliche Abfuhr zu kassieren.“ „Ja schon, aber es ist trotzdem komisch. Es hat mir besser gefallen, als sie mir gesagt hat, dass sie mich hasst. Da hatte sie wenigstens irgendwelche Gefühle für mich. Jetzt könnte man fast sagen, dass sie Angst hat vor mir. Ich weiß nicht, ich glaub sie beschwert sich noch nicht einmal mehr, bei ihren Freunden über meine sogenannten Annäherungsversuche. Ich werde nicht mehr böse angeschaut von ihren Freundinnen und sie selbst- Ach, ich hab keine Ahnung. Bei den Treffen duldet sie keinerlei Privatgespräche. Sie hat uns alle, bei den Treffen voll im Griff. Sie ist schlimmer, als eine Domina.“ Sirius lacht und James grinste seinen besten Freund an. „Und wann lässt du dir ein Halsband umlegen, Krone?“ fragte Sirius lachend. „Das hab ich doch schon längst an.“ „Jetzt wo du es sagst, du hast recht.“ Lachend gingen Beide in den Gemeindschaftsraum. Dort angekommen, trafen sie Ramona, die schon ungeduldig auf sie gewartet hatte. „Ramona, beste Freundin von Evans, was gibt uns die Ehre mit Ihnen zusprechen?“ „Sirius, halt die Klappe! Ich will nicht mit dir sondern mit James reden. James komm mit.“ „Worum geht’s?“ fragte James irritiert. Er und Sirius wechselten einen Blick und Sirius sagte laut: „Wo willst du denn hin mit ihm? Vergewaltigen darfst du ihn nicht, dass darf nur ich!“ Ramona sah geschockt aus und die Jungs lachten. „Ja Tatze. Ich freu mich schon auf heute abend.“ „Aber Schatz, komm nicht zu spät. Du weißt ich warte nicht gern.“ Jetzt lachten alle drei und James folgte Ramona raus auf die Ländereien. An der peitschenden Weide machen sie halt. Dort trafen sie Alice, Carolin und Sara alle schauten James erwartungsvoll an. Alle Mädchen aus Lilys Schlafsaal, waren versammelt. „Was ist los Mädels?“ fragt James. Die Mädchen wechselten einen Blick und niemand wollte wirklich etwas sagen, bis Alice sich ein Herz fasste und anfing zu erzählen: „Ähm! … Also James, wir wollen dich fragen, ob du mit Lily geschlafen hast und sie deswegen nicht mehr um ein Date bittest? Ich weiß, bzw. wir wissen zwar nicht, wann du mit ihr geschlafen hast, aber sie hat es, also ihr Kind von dir, anscheinend abgetrieben und verkraftet es nicht. Dieses Schuljahr träumt sie jede Nacht davon. Sie schreit als Nachts! Sie sagt, bzw. schreit immer dasselbe und zwar <JAMES!> <Unser Kind!> <Er wird leben!> <Er muss leben!> <Er ist TOT!> <Mein LICHT ist TOT!!!>.“ Die Mädels hatten angefangen zu weinen. Alice sprach unter Tränen weiter und James hatte sich mittlerweile auf die Wiese gesetzt und einen verzweifelten Gesichtsausdruck aufgesetzt. „Den letzten Satz schreit sie als immer und dann sitzt sie gerade im Bett und befühlt ihren Bauch. Sie bekommt dann gar nichts mit, auch nicht, dass wir wach sind und mit ihr reden. Nach dem sie ihren Bauch befühlt hat, [Alice stockte und die Mädchen weinten noch mehr. James reichte ihr ein Taschentuch und war selbst auch fast schon nah dran um zu weinen. Alice sprach weiter.] …sie reißt dann als immer das Fenster auf und fasst sich an den Hals, als ob sie keine Luft mehr bekommen würde und geht dann ins Bett und sagt jedesmal dann <Danke, dass ihr da seid, sonst wär ich schon längst tot.>. Wir haben sie öfters darauf angesprochen, doch sie blockt als immer ab. Nur einmal hat sie erzählt, dass sie wegen diesem Alptraum bei uns schläft, wenn sie alleine schläft wird es schlimmer. James, wir bitten dich hilf Lily. Egal was zwischen euch passiert ist.“ Die Mädchen brachen nun vollends in Tränen aus, auch James. „Ich hatte nichts mit Lily. Ich habe nicht mit ihr geschlafen und ich frage sie jeden Zag nach einem Date, doch sie rennt immer weg.“ Erklärte Janes, als sie sich alle wieder beruhigt hatten. Die Mädchenschauten ihn verdattert an und niemand sagte ein Wort, bis James einfach aufstand und ging. Er lief über die Ländereien zum See. Er wollte etwas alleine sein und braucht Ruhe. James blieb kurz vor dem See stehen und starrte ein Mädchen an. An dem großen See stand Lily. Sie hatte ein grünes Kleid an, dass nicht zu kalt für den Herbst war. Lily schaute auf den See und ihre Tränen rannten über ihre Wangen. James fand dieses Bild sehr schön und gleichzeitig stimmte es ihn traurig und verletzte ihn zu tiefst, wenn er an das Gespräch mit dem Mädchen dachte. Er ging langsam auf sie zu, als würde er auf ein scheues Tier zugehen. Als er immer näher kam, erkannte er, dass Lily etwas in der Hand hielt. Nach ein paar weiteren Schritten erkannte er was es war. Lily hielt sein Armband in den Händen. Vor einem Jahr hatten er und sie einen handfesten Streit gehabt, bei dem Lily sein Lederarmband abgerissen hatte. Danach hatte sie sich entschuldigt und ihm das Armband zurück geben wollen. Doch James hatte das Armband nicht angenommen und es ihr Geschenkt, mit den Worten, dass sie etwas bräuchte, damit sie jeden Tag einen Grund hatte an ihn zudenken. Lily war danach noch einmal ausgerastet und wütend abgerauscht und jetzt hielt sie es in Händen. James stand nun hinter ihr. Er drehte sie zu sich um. Sie erschrak, als sie ihn sah und wollte ihre Tränen verbergen, doch er ließ ihr keine Zeit. Er umarmte sie. Lange
standen sie so da. James hatte den Eindruck, dass sich beide an einander festklammerten, da sie einander brauchten. Schließlich löste sich James von ihr. Lily sah ihn an mit einem Blick voller Sehnsucht, Trauer und Angst. „Lily, die Mädels haben mir von den Nächten erzählt. Was bedeutet das? Sie dachten schon, wir hätten mit einander geschlafen und du warst schwanger und hast es abgetrieben und verkraftest, dass nicht mehr und da ich jetzt mit dir geschlafen hätte, würde ich mich nicht mehr für dich interessieren.“ Sprudelte James hervor. Plötzlich grinste er: „Ganz ehrlich Lily, du hast schon durchgeknallte Freunde.“ Lily lächelte schwach. Noch immer sagte sie nicht und James nahm sie wieder in den Arm und ließ sie erst los, als es abend war. Sie hatten schon längst, dass Abendessen verpasst, als James sagte: „Lily, wir müssen ins Schloss. Wir haben unseren Rundgang jetzt.“ Gemeinsam gingen sie die übliche Strecke ab. So wie immer sprachen sie nichts sie an den Schulsprecheraum kamen, zog Lily James in den Raum. Lily setzte sich auf die rote Couch und deutete James, dass er sich neben sie setzen sollte. „Jede Nacht träume ich, wie wir unseren Sohn beschützen. Wir sind verheiratet und Voldemort, kommt in unser Haus und greift uns an. Er will unseren Sohn umbringen [Lily fing an zu weinen, sprach aber weiter]. Ich sehe, wie du von ihm zuerst gefoltert und dann getötet wirst. Dann opfere ich mich für unseren Sohn. Wenn der Traum vorbei ist, bilde ich mir als immer ein, wie ein Kind in meinem Bauch Tritt und dann wird mir jedesmal schlecht und ich reiße die Fenster auf und hab das Gefühl, als ob ich nicht Atmen könnte, dann legt es sich wieder und ich schlafe ein. Die Anwesenheit der Mädels hilft mir als immer.“ „Wäre es so schlimm mit mir verheiratet zu sein und ein Kind zu haben?“ fragte James. „Nein. James ich bin seit der fünften Klasse in dich verliebt.“ James Augen begannen zu glänzen. „James. Meine Träume werden immer Wirklichkeit und ich will nicht, dass du stirbst, dass könnte ich nicht ertragen.“ „Wie lange hast du schon diesen Traum?“ „Seit der vierten Klasse. Deshalb habe ich auch immer nein gesagt, ich wollte nicht, dass der Traum Wirklichkeit wird. Ich habe versucht dass du mich hast. Doch jetzt halte ich es nicht mehr aus. Es kommt mir vor, als würde ein Stück meiner Seele sterben.“ „Lily, lass uns unsere Zeit zusammen genießen. Ich möchte mein Leben mit dir verbringen. Ich liebe dich. Der Traum ist mir egal. Wir suchen uns gute Paten für unser Kind. Lily lass es uns bitte versuchen.“ Lily weinte und küsste ihn. Wie lange hatte er darauf gewartet. „Lily lass es uns versuchen. Wir können unsere Liebe nicht leugnen. Es tut nur unnötig weh.“ Lily nickte und kurze Zeit später waren sie zusammen eingeschlafen.
Als Lily aufwachte, war es halb sieben. Sie hatte durch geschlafen. Endlich! Nach so langer Zeit. Lily war glücklich. Lily sah auf James runter, indessen Armen sie eingeschlafen war. Er öffnete die Augen. Lily weckte ihn vollends mit einem Kuss auf. „ICH. Liebe. Dich. James. Potter.“ Er lächelte über das ganze Gesicht. Sie war endlich glücklich. Es war egal, was die Zukunft brachte.
Es zählte dieser Moment.
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