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Fanfiction

Amplexor - Amplexor

von aliena

AMPLEXOR


„Ich hab ihn nicht reingeschüttet!“, sagte Harry und grinste nun breit. Er steckte die Hand in seine Umhangtasche und zog das Fläschchen hervor, das Hermine an diesem Morgen in seiner Hand gesehen hatten. Es war voll goldenem Zaubertrank und der Korken war immer noch fest mit Wachs versiegelt. „Ich wollte, dass Ron glaubt, ich hätte es getan, deshalb hab ich es vorgetäuscht, als ich wusste, dass du gerade herschaust.“ Er sah Ron an. „Du hast alle Torschüsse gehalten, weil du dachtest, du hättest Glück. Du hast alles alleine geschafft.“ Er steckte den Trank wieder ein.
„Da war wirklich nichts in meinem Kürbissaft?“, sagte Ron verblüfft. „Aber das Wetter ist gut… und Vaisey konnte nicht spielen … ich habe ehrlich keinen Glückstrank bekommen?“
Harry schüttelte den Kopf. Ron sah ihn einen Moment lang mit offenem Mund an, dann fiel er über Hermine her und äffte ihre Stimme nach.
„Du hast heute Felix Felicis in Rons Saft getan, deshalb hat er alles gehalten! Siehst du! Ich schaff es ganz ohne Hilfe, meine Tore sauber zu halten, Hermine!“
„Ich habe nie gesagt, dass du es nicht schaffst – Ron, du hast auch geglaubt, dass du den Tank bekommen hast!“
Aber Ron war bereits mit geschultertem Besen an ihr vorbei zur Tür hinausmarschiert.
„Ähm“, sagte Harry in die plötzliche Stille hinein; er hatte nicht erwartet, dass sein Plan dermaßen nach hinten losgehen würde, „wollen… wollen wir dann auch hoch zur Party?“
„Geh du doch!“, sagte Hermine und blinzelte ihre Tränen weg. „Ron macht mich im Moment einfach krank, was hab ich ihm eigentlich getan…?
Und sie stürmte mit gesenktem Kopf auch aus dem Umkleideraum, damit er ihre Tränen nicht mehr sehen konnte.
Harry ging alleine langsam über das Gelände hoch zum Schloss zurück, durch die Menge, aus der ihm viele ihre Glückwünsche zuriefen, doch er empfand ein großes Gefühl der Enttäuschung: er war sich sicher gewesen, wenn Ron das Spiel gewinnen würde, dann würden er und Hermine sich sofort wieder vertragen. Er konnte sich nicht vorstellen, wie um alles in der Welt er Hermine erklären sollte, dass sie Ron gekränkt hatte, indem sie Victor Krum geküsst hatte, wo dieses Vergehen doch so lange zurück lag. Wie sollte er Hermine überhaupt auf so eine Sache ansprechen?!
Die Siegesfeier war in vollem Gang, als Harry eintraf, doch er konnte Hermine nicht finden. Er wurde von neuem mit Jubelrufen und Schulterklopfen begrüßt, und bald war er von einer Schar Gratulanten umringt. Zuletzt kämpfte er sich von Romilda Vane los, die heftig mit dem Zaunpfahl winkte, dass sie gern mit ihm zu Slughorns Weihnachtsparty gehen würde. Als er sich in Richtung Getränketisch verdrückte, stieß er geradewegs mit Ginny zusammen, die Arnold den Minimuff auf der Schulter hatte und zu deren Füßen Krummbein hoffnungsvoll miaute.
„Suchst du nach Ron?“, fragte sie feixend. „Der ist da drüben, der elende Heuchler.“
Erst wollte Harry verneinen, doch dann sah er hinüber in die Ecke, auf die sie deutete. Dort, vor aller Augen, stand Ron so eng mit Lavender Brown verschlungen, dass schwer zu sagen war, welche Hände wem gehörten.
„Sieht aus, als würde es ihr Gesicht aufessen, was?“, sagte Ginny trocken. „Aber ich denke mal, seine Technik muss er noch irgendwie verfeinern. Gutes Spiel, Harry.“
Sie tätschelte ihm den Arm; Harry hatte ein Sturzfluggefühl im Magen, doch dann ging sie weg, um sich ein neues Butterbier zu holen. Krummbein trottete hinter ihr her, die gelben Augen starr auf Arnold gerichtet.
Harry wandte sich von Ron ab, der nicht den Eindruck machte, als würde er bald auftauchen, und sah gerade noch, wie das Porträtloch zuging. Mit einem schalen Gefühl dachte er, er hätte eine Mähne buschiges braunes Haar davonwehen sehen.

Sein Herz fühlte plötzlich schwer an, kurz verharrte er regungslos, dann stürmte er los, wich noch einmal Romilda Vane aus und stieß das Porträt der fetten Dame auf. Der Gang draußen schien verlassen.
„Hermine?“
Er fand sie im ersten unverschlossenen Klassenzimmer, das er ausprobierte. Sie saß auf dem Lehrerpult, ganz allein, bis auf ein paar zwitschernde gelbe Vögel, die in einem kleinen Kreis um ihre Kopf herumflatterten und die sie offensichtlich gerade aus dem Nichts herausbeschworen hatte. Harry konnte sich nicht helfen. Er musste bei diesem Anblick einfach lächeln. Ihre magischen Künste waren bewundernswert. Gab es einen besseren Zeitpunkt, um es ihr jetzt zu sagen?
„Oh, hallo, Harry“, sagte sie mit brüchiger Stimme. „Ich bin nur am Üben.“
„Jaah … die – äh – sind wirklich gut …“, sagte Harry. Hermine blickte nicht auf, schien weiter auf ihre Hände zu starren. Ihre Haare fielen ihr über das Gesicht.
Harry hatte keine Ahnung, was er noch sagen sollte. Er beschloss bei ihren Fähigkeiten zu bleiben. „Die sehen wirklich echt aus, ich hätte das nie so hinbekommen.“ Er ging weiter auf sie zu und war jetzt nur noch einen Schritt von ihr entfernt. „Ich glaube nicht mal, dass ich annährend einen Vogel herzaubern könnte“, gluckste Harry und steckte verlegen seine Hände in die Hosentasche. Hermine zog die Nase hoch und wischte sich mit dem Ärmel über das Gesicht. „Tut mir leid, ich habe leider keine Taschentücher bei mir“, sagte Harry.
Nun sah Hermine auf und zu seiner Erleichterung huschte ein kleines Lächeln über ihre Mundwinkel. „Schon gut“, sagte sie. „Es geht auch so ganz gut.“
Sie schauten sich stumm in die Augen, bis Harry sich räusperte. „Wie wäre es, wenn wir zurück in den Gemeinschaftsraum gehen“, schlug er vor. „Wir könnten uns was zu trinken nehmen und uns irgendwo in eine Ecke setzen und uns unterhalten.“
Hermine runzelte die Stirn. „Lieber nicht. Ich ertrage es nicht im gleichen Raum zu sein mit einem Ron, der sich… äußerst zu amüsieren scheint.“
„Ähm … tatsächlich?“, fragte Harry und hätte sich am liebsten dafür geohrfeigt.
„Tu nicht so, als hättest du ihn nicht gesehen“, erwiderte Hermine. „Er hat es ja nicht gerade verheimlicht, nicht wahr?“
„Das stimmt wohl.“
Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht, schaute aber wieder auf ihre Hände.
Harrys Blick richtete sich wieder auf die goldenen Vögel und murmelte das erst Beste, was ihm einfiel: „Irgendwie sehen die aus, wie ein Heiligenschein.“
„Das könntest du auch, wenn du dich nur bemühen würdest.“
Er fragte sich gerade, ob es irgendeine Chance gab, dass sie sich wieder besser fühlte. Vielleicht könnte er sie in den Arm nehmen. Aber nein, das traute er sich nicht, dabei kannten sie sich doch schon lange. Wieso konnte er es dann nicht einfach tun? Es wäre nicht schwierig. Er müsste nur noch etwas näher an sie ran gehen, vermutlich würde Hermine auch nichts dagegen haben, dass er sie umarmte, sie hatte es schließlich schon getan. Hermine hatte sich ja sogar getraut, ihm einen Kuss auf die Wange zu geben. Würde es ihr helfen, würde er es auch tun?
„Ich weiß nicht, was ich tun soll“, sagte Hermine plötzlich und Harrys Gedankenfluss brach ab. „Ich möchte mich doch nicht mit ihm streiten, aber er macht es mir nicht gerade leicht. Harry, ich dachte, er und ich würden zusammen zu Slughorns Party gehen. Das geht jetzt wohl nicht mehr, jetzt wo…“, sie verstummte. „Du weißt schon.“
Harry nickte verlegen.
„Warum gerade Lavender? Wahrscheinlich findet er sie hübscher als-“, wieder brach sie ab.
Hermine rutschte nervös auf dem Pult herum.
Harry schluckte schwer und dann brach es aus ihm heraus: „Du bist hübscher als sie!“
Er sagte es so laut, dass es ein Wunder war, dass Hermine nicht zusammenzuckte.
Als sie nicht antwortete, nur auf sah, sprach er weiter. „Das bist du wirklich. Dein Gesicht ist viel hübscher als ihrs. Deine Augen ebenso….Auch deine Art ist viel liebenswerter, soweit ich das beurteilen kann“, fügte er schnell hinzu, da seine Worte sich ansonsten vielleicht etwas zu schwärmerisch anhören würden.
Hermine schaute auf und Harry schenkte ihr ein verlegenes Lächeln, welches sie schüchtern erwiderte. Harry fühlte eine plötzlich Hitze in sich aufsteigen, aber zumindest schien er sie aufgemuntert zu haben.
„Ron wird zu sich kommen“, meinte er. „Und wenn nicht… es gibt genug Jungen, die wirklich gerne mit dir zu Slughorns Party gehen würden und die“, Harry schluckte schwer. „Die dich begehrenswert finden.“
In Hermines Gesicht zuckte es. Er hätte das wohl nicht sagen sollen, denn nun quollen erneut Tränen aus ihren braunen Augen. Obwohl es unpassend war, musste Harry feststellen, dass diese Augen wirklich wunderschön waren.
Hermine fuhr wieder mit ihren Ärmeln über ihr Gesicht, doch es kamen immer mehr Tränen. „Tu… tut mir… lei…d“, schluchzte sie und die Vögel über ihren Kopf wurden immer aufgeregter.
Harry ging mit seiner Hand ratlos durch sein Haar. Er hatte wirklich Mist gebaut. Erst brachte er seine besten beiden Freunde noch weiter auseinander und dann auch noch seine beste Freundin zum Weinen, die sich dafür auch noch entschuldigte!
Er gab sich selbst einen Ruck. Harry ging den letzten Meter auf Hermine zu, schob ihre Arme beiseite und wischte mit seinem eigenen Ärmel über ihr Gesicht. Er trug noch immer seinen Quidditschumhang.
Hermine hörte auf zu schluchzen und musterte verwirrt Harrys Gesicht, welches ihr ganz nah war.
„Mir tut es leid“, flüsterte Harry, wischte ihr nochmal sanft über das Gesicht… und zog sie in einem Anflug von Kühnheit, sanft in eine Umarmung, ohne den Blickkontakt zu unterbrechen. Hermine rutschte vom Pult und schlang ihre Arme um seinen Oberkörper.
Ihr Körper drückte gegen seinen. Deutlich konnte Harry ihr schnell schlagendes Herz fühlen. Wild pochte es… oder war seins?
Hermine drückte ihr Gesicht in seine Halsbeuge, er spürte ihre Lippen, ihren Atem, roch den Duft ihrer Haare, der ihm eigenartig vertraut vorkam.
Harry schloss die Augen und genoss diesen Augenblick. Das Vogelgezwitscher über ihnen schien zu beruhigen.
Hermine hob den Kopf. Harry glaubte, dass sie sich lösen wollte und für einen winzigen Moment glaubte er sie fester zu umklammern, doch sie blieb in der Umarmung.
Aber was dachte er da bloß? Es war Hermine…
Kurz öffnete Harry die Augen und erkannte ihr Gesicht, nur wenige Millimeter von seinem entfernt. Ihre Augen waren geschlossen, ihre Tränen getrocknet, ihre Wangen leicht gerötet.
Was war schon dabei, dass es Hermine war. Sie war seine beste Freundin. War es dann nicht völlig in Ordnung, wenn er ihre Nähe genoss?
Leicht neigte Harry seinen Kopf nach vorne.
Stirn an Stirn verharrten sie, Harry genoss ihren Atem auf seinem Gesicht, nahm noch deutlicher ihren Duft wahr. War er sich ihrem Körper denn zuvor nie so bewusst gewesen?
Ihr weicher, warmer Körper. Ihre Hände, die nun zaghaft an seinem Kragen lagen.
„Dein Herz…“, drang plötzlich ihre Stimme heiser in sein Bewusstsein. „Es schlägt so schnell.“
„Ja“, wollte Harry antworten, doch er brachte keinen Laut heraus. Seine Stimmenbänder schienen wie gelähmt, stattdessen wanderten seine Hände tiefer. Vom Rücken zu ihrer Taille.
Es waren keine freundschaftlichen Gedanken, die durch seinen Kopf wanderten. Nicht mehr; doch was war es dann? Er hatte seine Freundin nie als Mädchen gesehen, zu der er sich hingezogen fühlen konnte.
Es war seltsam, als sich der Gedanke in den Vordergrund drängte, dass sie nicht mehr nur ein Mädchen, sondern eine Frau war. Merkwürdig so über sie zu denken, schließlich war sie nur knapp ein Jahr älter als er und würde er so weit gehen sich selbst als Mann zu bezeichnen?
Sicher nicht, zumindest dachte er das bis vor fünf Minuten oder waren es zehn…?
Dies war nicht mehr ein Moment zwischen zwei guten Freunden und er war ganz bestimmt nicht mehr der Freund, der nur den Schmerz seiner besten Freundin lindern wollte.
War er zu diesem Zeitpunkt ein Mann, dessen Körper sich an den einer Frau schmiegte?
Noch immer hielt Harry die Augen geschlossen. Unkontrollierter Weise entkam ein Seufzer aus seinem Mund, als Hermine ihren Kopf so nach oben neigte, dass ihrer beiden Nasenspitzen einander berührten… ihre Hände auf seinem Bauch…
Die Tür hinter ihnen sprang auf und beide stoben auseinander, als wäre eine Bombe zwischen ihnen explodiert. Zu Harrys Entsetzen kam Ron herein, er lachte und zog Lavender an der Hand mit sich.
„Oh“, sagte Ron und blieb schlagartig stehen, als er Harry und Hermine sah.
„Uups!“, machte Lavender, kicherte und ging rückwärts aus dem Raum. Die Tür schlug hinter ihr zu.
Eine schreckliche, anschwellende, sich aufblähende Stille trat ein. Hermine starrte Ron an, der absichtlich nicht zu ihr hinschaute und nur mit einer seltsamen Mischung aus gespielter Kühnheit und Verlegenheit sagte: „Hi, Harry! Hab mich schon gewundert, wo du steckst!“
Hermine warf Harry hastig einen Blick zu. Ihr Gesicht war feuerrot, sie fühlte sich ertappt, genau wie Harry, doch Ron hatte nichts gemerkt
Sie ging ganz langsam und aufrecht Richtung Tür. Der kleine Schwarm goldener Vögel zwitscherte weiter im Kreis um ihren Kopf herum. Harry wagte es nicht sich zu bewegen. Er drehte sich nicht um, wagte es nicht Ron oder gar Hermine anzusehen, er starrte nur auf das Pult vor ihm.
„Du solltest Lavender nicht draußen warten lassen“, hörte er Hermine leise sagen. „Sie wird sich fragen, wo du geblieben bist.“
Er hörte Ron ausatmen-
„Oppungno!“, ertönte ein Schrei von der Tür her.
Harry wirbelte herum und sah Hermine mit zornentbrannten Gesicht ihren Zauberstab auf Ron richten: Der kleine Vogelscharm raste wie ein Hagel von dicken goldenen Gewehrkugeln auf Ron zu, der aufjaulte und seine Gesicht mit den Händen bedeckte, doch die Vögel griffen an, pickten und krallten sich in jedes bisschen Fleisch, das sie erwischen konnten.
„Machsieweg!“, schrie er, doch mit einem letzten Blick voll mit rachsüchtiger Wut riss Hermine die Tür auf und verschwand.
Harry glaubte ein Schluchzen zu hören, ehe die Tür zuschlug.

E N D E
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