
von Lillyx3
Mitten in der Nacht wurde ich von einer schreienden Maja geweckt.
,,Och nö..Maja. '' sagte ich müde.
,,Bleib ruhig liegen, ich sehe nach ihr. '' sagte Marcus offenbar völlig wach und stand auf.
,,Danke Schatz. '' sprach ich erleichtert.
Während er unten war, ging ich kurz auf die Toilette.
,,Was ist denn los hm ? '' fragte Marcus leise und wiegte seine schreiende Tochter in den Armen.
,,Ach dein Schnuller. '' sagte er, als er Maja's Schnuller auf dem Boden lagen sah. Er hob ihn auf und gab ihn Maja zurück.
Liebevoll deckte er sie zu und gab ihr noch einen gute Nacht Kuss.
Marcus kam wieder zu mir nach oben, als ich grade aus dem Bad gehen wollte. Da es ziemlich dunkel war, stolperte ich über die kleine Stufe und schlug mit meinem Kopf ausgerechnet auf eine harte Kante.
,,Lisa !! '' schrie Marcus erschrocken.
Mit Tränen in den Augen versuchte ich mich aufzurichten. Mein Stirn blutete.
,,Lisa du blutest ja. '' sagte er besorgt und kniete sich neben mich.
Weinend schmiegte ich mich an Marcus. Es tat so weh und mir wurde auch noch schwindelig.
,,Marcus mir ist schwindelig. '' sagte ich schwach.
,,Ich habe mal einen erste Hilfe Kurs mitgemacht, keine Angst. '' versuchte er mich zu beruhigen. Er hob mich mit seinen starken Armen hoch und trug mich ins Schlafzimmer.
,,Bin ich nicht zu schwer ? '' fragte ich geschwächt.
,,Quatsch, das geht schon. '' sagte er und legte mich sanft auf's Bett.
Wie gut das Maja schlief und von all dem nichts mitbekam.
,,Marcus holte den Erste Hilfe Kasten und began mit einem Tuch, das Blut von meiner Stirn zu wischen.
Leise stöhnte ich vor Schmerz auf.
,,Halte durch, es ist gleich vorbei. '' sprach er sanft.
Er nahm ein großes weißes Pflaster und klebte es über meine Wunde.
,,So das war's schon. '' sagte er und lächelte.
,,Danke Marcus. '' wisperte ich leise aber dankbar.
,,Aber das war doch selbstverständlich. Ich Liebe dich. '' sprach er und gab mir einen zärtlichen Kuss.
Er legte sich auch zurück ins Bett und wir kuschelten noch ein bisschen.
,,Du ähm...Ich wollte dir noch was sagen...Auch wenn wir jetzt wieder zusammen sind, bitte geb mir Zeit bis auch wieder so weit bin, mit dir zu schlafen. Ich liebe dich ja, aber du weißt was zwischen uns war...Ich muss dir erst wieder richtig vertrauen können. '' sagte ich etwas traurig.
,,Ist doch ok. Ich wollte auch noch gar nicht wieder mit dir schlafen. Mir ist das mit dem Vertrauen auch sehr wichtig. Ich kann das alles verstehen Schatz..'' sagte er sanft und kuschelte sich dichter an mich. Müde schliefen wir ein.
,,Guten Morgen. '' hörte ich Marcus Stimme leise in mein Ohr flüstern.
Vorsichtig öffnete ich die Augen.
,,Wie geht es dir ? '' fragte er fürsorglich.
,,Viel besser. '' sprach ich leise.
,,Das ist schön. '' sagte er auch leise und gab mir einen Kuss. Dieses Gefühl, wenn er mich küsste...das war einfach wunderschön.
,,Sag mal kommst du nacher mit zum Kinderarzt ? Maja muss zur Vorsorgeuntersuchung und wenn du willst kannst du dich als Vater nachtragen. Dann bist du aber auch wirklich ihr leiblicher Vater und das ist eine riesen Verantwortung. '' sagte ich ernst.
,,Ja das ist es bestimmt...Ich werde das schaffen...versprochen. Ich will für immer für euch da sein. '' sagte er liebevoll.
Ich lächelte glücklich.
,,Ich werde dir alles genau zeigen. Du machst das alles aber schon gut. Ich finde es so toll, das du dir so viel mühe gibst. '' sagte ich lobend und küsste ihn.
,,Danke. Ich will doch, das es unserem kleinen Sonnenschein gut geht. '' sagte er glücklich und küsste mich zurück.
,,Moment, ich bin gleich wieder da. '' sagte ich und stand auf.
Wenige Minuten später kam ich zurück, mit Maja auf dem Arm.
Ich legte sie sachte in die Mitte des Bettes, genau zwischen uns.
Maja lag nun also bei mir und Marcus im Bett und beobachtete uns aufmerksam mit ihren kleinen Äuglein. Marcus fing an, mit ihren winzigen Fingerchen zu spielen.
,,Das gefällt dir was ? '' fragte er lachend.
Ich musste auch lachen. Wir rührend er mit ihr spielte. Ihr gefiel es wohl auch sehr. Sie kicherte immer wieder süß auf.
,,Passt du eben auf sie auf ? Ich zieh mich schon mal an, wir müssen um neun beim Arzt sein. '' erklärte ich.
,,Ok, wenn du willst zieh ich Maja auch schon mal an. '' schlug er vor.
,,Aber sie hat ihren Strampler doch schon an. Wir müssen sie nur noch in ihren Babykorb legen. '' sagte ich lächelnd.
,,Achso ähm ja...'' sagte Marcus angerötet.
,,Ist doch nicht schlimm. '' sprach ich und gab ihn einen Kuss.
Fertih angezogen saßen wir schließlich im Auto und fuhren zum Kinderarzt. Dort angekommen, mussten wir noch im Wartezimmer platz nehmen. Maja wurde es irgendwann zu langweilig und sie fing an zu schreien.
,,Psst...Ist ja gut...'' versuchte ich sie zu beruhigen. Marcus nahm ihren Teddy und hielt ihn ihr hin.
,,Sieh mal...dein Lieblingsteddy. '' sagte er leise und spielte mit Maja und dem Teddy, so das sie aufhörte zu schreien.
Stolz sah ich ihn an.
,,Hey du hast sie beruhigt...gut. '' lobte ich ihn.
Als nächstes wurden wir auch schon ins Behandlungszimmer gerufen.
,,Guten Morgen. '' begrüßte Mrs. Wolvet uns.
,,Dann wollen wir mal sehen, wie es der kleinen Maus so geht. '' sagte sie freundlich und ich legte Maja auf den Untersuchungstisch.
Mrs. Wolvet began Maja's kleinen Körper zu untersuchen. Ich verfolgte alles genau mit. Marcus stand jedoch ein paar Meter entfernt.
,,Sie dürfen ruhig näher kommen. '' sagte sie und Marcus kam etwas nervös näher an den Tisch.
,,Ist alles in Ordnung bei ihr ? '' fragte er vorsichtig, als Mrs. Wolvet fertig war mit der Untersuchung.
,,Ja es ist alles okay. Sie kriegt jetzt noch ihre Impfung. '' erklärte sie.
Sie holte eine kleine Spritze aus ihrem Schränkchen und impfte Maja.
Der gefiel das jedoch überhaupt nicht und sie fing lauthals an zu schreien.
,,Ist ja gut...'' versuchte ich sie zu bruhigen. Während ich mit meiner schreienden Tochter auf dem Arm durch den Raum lief, wollte Marcus noch etwas sehr wichtiges fragen.
,,Ähm...Ich wollte mich noch als Vater nachtragen. '' sagte er nervös.
,,Oh ähm...okay. Dann müssen sie hier ein mal unterschreiben. Das beweißt dann das sie der leibliche Vater sind. '' erklärte sie etwas verwirrt.
Mit zittriger Hand unterschrieb er die Geburtsurkunde.
Jetzt ist es offizell. Er ist Maja's Vater. Glücklich kam er zu mir und gab mir einen Kuss.
,,Ich Liebe dich. Von nun an sind wir eine richtige Familie. '' sprach er sanft und nahm mich und Maja in den Arm. Wir waren überglücklich.
Auf dem Rückweg, beschlossen wir noch bei meiner Mum vorbei zu fahren.
,,Hallo ihr beiden. '' begrüßte sie mich fröhlich. Vorsichtig legte Ich Maja in ihre Arme. Sie mochte die kleine so sehr.
,,Hallo Maja. Du wirst ja immer süßer. '' sagte sie kichernd.
,,Guten Tag Mrs. Evans. '' sagte Marcus zögerlich und gab meiner Mum die Hand, die sie jedoch nicht entgegen nahm.
,,Ach du lässt dich also auch noch mal blicken. '' sagte sie sauer.
,,Ja ähm ich...'' versuchte er zu sagen.
,,Wie kannst du nur deine Freundin und dein Kind sitzen lassen. '' rief sie wütend.
,,Mum bitte...nicht vor Maja. '' sagte ich ruhig und ging schon mal mit meiner Tochter ins Wohnzimmer.
,,Mrs. Evans...Ich wollte das alles nicht...Lisa und ich...wir sind auch schon wieder ein Paar...die beiden wohnen bei mir, weil sie rausgeworfen worden sind...es ist alles wieder okay bei uns...Ich liebe Lisa über alles und die kleine auch...Ich will ihr bald einen Antrag machen. '' versuchte er zu erklären.
,,Du wirst meine Tochter nicht heiraten !! Sie hat etwas viel besseres verdient als dich !! Verschwinde gefälligst. '' schrie sie und knallte die Tür vor seiner Nase zu.
,,Mum...Er hat sich verändert...wirklich. Er sorgt sich total gut um seine Tochter und um mich. '' sagte ich sofort, als Mum zurück ins Wohnzimmer kam.
,,Liebling, es gibt viel bessere Männer als ihn. Reichere, verantwortungsvollere, die dir auch etwas bieten können. '' sagte sie ernst.
,,Aber ich liebe nur ihn !! Er ist Maja's Vater. '' rief ich genau so ernst und stürmte aus dem Haus.
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