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Fanfiction

Ein wahrer Black - So müssen Sommerferien sein

von PadfootBlack

@ Freema.Black: Freut mich, dass dir der Prolog schon einmal zusagt. Da will ich dann jetzt auch mal mit dem ersten Chap vorlegen und somit Sirius auf seinen Weg schicken. ;-)
Viel Spaß beim Lesen!


So müssen Sommerferien sein

Sirius Black lag schweigend auf seinem Bett, die Arme hinter dem Kopf verschränkt.
Sein Blick hing an einem Foto, das mit Hilfe eines Zauberspruchs unentfernbar an der Wand gehalten wurde.
Ein kurzes wehmütiges Lächeln huschte über sein Gesicht. Er hatte seinen Freunden erst vor einer Woche am Bahnhof Kings Cross auf Wiedersehen gesagt und war für die Sommerferien - zwangsweise - mit seinen Eltern zum Grimauldplatz Nummer 12 zurück gekehrt.
Und obwohl er erst eine Woche von seinen Freunden getrennt war, vermisste er sie wahnsinnig, besonders seinen besten Freund James, der ihm gerade von dem kleinen schwarz-weiß Bild entgegengrinste.
James und er waren normalerweise unzertrennlich. In Hogwarts sah man in der Regel nie einen von den beiden ohne den anderen.
Nur jetzt, in den Sommerferien, war es anders. Denn James war mit seinen Eltern nach Hause gefahren und Sirius hatte keine andere Wahl gehabt als mit Orion den Weg in sein ?Zuhause' anzutreten. Für jeden anderen waren die Sommerferien eine willkommene Abwechslung. Nicht aber so für Sirius Black. Während andere die Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden genoss, war Sirius in diesem düsteren Loch eingesperrt. Umgeben von seiner verhassten Familie, die ihm jeglichen Kontakt zu seinen Freunden verbot, denn diese waren in den Augen seines Vaters nichts als miese Schlammblüter und Blutsverräter.
Sirius seufzte leise.
Er würde so schnell wie möglich versuchen einen Tag in die Winkelgasse zu verschwinden, damit er sich dort heimlich mit James treffen konnte.
Remus kam diese Woche nicht in Frage, denn diese Nacht war Vollmond und der Arme würde die ganze nächste Woche ausfallen. Und Peter war mit seinen Eltern verreist.
Ein leises Kratzen an der Fensterschreibe riss Sirius aus seinen schwermütigen Gedanken.
Er richtete sich ruckartig auf und warf einen Blick zum Fenster. Augenblicklich strahlte sein Gesicht vor Freude.
Draußen auf dem Fensterbrett saß eine aufgeplusterte Eule mit einem Brief im Schnabel.
Sirius sprang eilig vom Bett auf und stürzte zum Fenster.
Die Eule flatterte schnell hinein, setzte sich auf Sirius Bettpfosten und ließ den Brief aufs Bett fallen. Sie schüttelte sich ein paar kleine Regentropfen aus den Federn und quietschte leise, protestierend auf.
Sirius lachte leise. „Na Attila, bist du in einen kleinen Sommerregen gekommen!?“
Als Antwort bekam er nur einen empörten Blick von der Eule zugeworfen, die sich daraufhin demonstrativ von ihm weg drehte.
In sich hineinlächelnd ging Sirius zu seinem Nachtschrank, nahm einen Keks von einem Teller hinunter und streckte ihn dann der beleidigten Eule entgegen.
„Ach komm schon, ich kann doch auch nichts dafür, dass James dich durch den Regen geschickt hat. Hier nimm den Keks als Entschädigung.“
Die Eule öffnete ein Auge und blinzelte Sirius noch immer etwas beleidigt an, dann kam sie jedoch zu ihm über das Bett gehoppelt und nahm den Keks entgegen.
„Na bitte. Und nun lass mich mal sehen, was Prongs so zu schreiben hat.“
Er ließ sich auf seinem Bett nieder und nahm den Brief in die Hand. Endlich wieder eine Nachricht von seinem Freund. Das kam genau richtig, um ihn wieder aufzuheitern.
Sirius drehte den Brief zweimal in der Hand umher - wie immer wenn sich James und er schrieben stand nichts weiter auf dem Umschlag - dann öffnete er ihn schließlich.
Er zog das Papier heraus und entfaltete es neugierig.
Sofort sprang ihm James unordentliche Schrift entgegen. Sirius grinste, dann fiel sein Blick auf den unteren Teil des Briefes. Dort stand in fein säuberlicher Schrift eine Anmerkung … Remus und James waren also schon zusammen.
Mit einem kleinen Seufzten machte Sirius sich daran den Brief zu lesen.

Hey Pad!
Hoffe dein Erzeuger hat dich nicht zu sehr malträtiert, so dass du deine Freunde noch erkennst, wenn wir uns wiedersehen!
Ich werde mich gleich mit Remus auf den Weg machen, der Arme sieht schon ziemlich schlecht aus und wir haben nicht mehr viel Zeit …
Was hältst du von einem kleinen Treffen in der Winkelgasse sagen wir in 3 Tagen? Kriegst du das irgendwie gedeichselt oder sollten wir das lieber auf das Wochenende verschieben?
Schick Attila einfach direkt zurück, auch wenn ich nicht zu Hause sein werde, er findet mich schon!
Okay, ich denke wir müssen wirklich los.
Halt die schwarzen Wuschelohren steif und lass dich von deinem Erzeuger nicht unterkriegen! Du machst das, Pad!
Viele Grüße,
Prongs

PS: Hallo Pad!
Auch wenn es normalerweise nicht meine Art ist, mich in anderer Leute Post einzumischen … sei bitte, bitte vorsichtig! Bring den Alten ja nicht soweit, dass er dich weiter verletzt, oder sogar … nun ja, pass einfach auf dich auf!
Remus

PPS: Natürlich ist es seine Art sich irgendwo einzumischen, dass macht er doch ständig, sonst wäre er ja auch nicht unser Moony!
Wir sehn uns Pad!

Sirius grinste breit.
Es war so typisch. Selbst in einem Brief mussten die zwei sich streiten. Wobei streiten wohl das falsche Wort war. Die Marauders untereinander hatten sich in ihrem ganzen Leben noch nicht ein Mal gestritten und, da war sich Sirius mehr als sicher, würden das auch nie tun. Denn immerhin waren sie die allerbesten Freunde auf der ganzen Welt, sie hielten stets zusammen, egal was passierte und das würde sich nicht einfach so ändern.
Sirius stand auf und schnappte sich einen Stift von seinem Schreibtisch.
„Attila, ich fürchte, sobald ich meine Antwort fertig habe, muss ich dich wieder losschicken … ich würde dich ja hier übernachten lassen, aber erstens ist das hier ziemlich wichtig und zweitens würden wir alle nur unheimlichen Ärger kriegen, wenn dich hier jemand entdeckt!“
Die Eule starrte Sirius einen Augenblick an und gurrte dann leise, fast verständnisvoll.
Sirius nickte kurz und ließ sich ein weiteres Mal auf sein Bett sinken, um auf die Rückseite des Briefes seine Antwort zu schreiben.
Er konnte den Brief nicht behalten, egal wie sehr er es gerne getan hätte, es ging nicht. Würde jemand aus seiner Familie oder dieser dämliche Hauself einen Brief von James oder einem der anderen finden, wäre er geliefert. Er würde dann den ganzen Sommer über nicht einmal ohne strengste Bewachung das Haus verlassen dürfen, wenn er nicht sogar gleich nach Durmstrang geschickt werden würde.
Warum bei allen heiligen Zauberern musste er auch ausgerechnet der Sohn einer der reichsten und angesehensten Reinblüterfamilien in ganz England sein?
Diese perversen Ideale, ihre Idee der Vollkommenheit, dieses wahnsinnige Familienmotto „Toujours pur“ … wie lächerlich.
Es gab auch reinblütige Zauberer und Hexen, die nicht so fanatisch waren wie seine Familie, zum Beispiel die Weasleys und die Prewettes und nicht zu vergessen James' Familie, die Potters. Und nicht nur einmal hatte Sirius sich insgeheim gewünscht er wäre doch tatsächlich James' Bruder. Dafür wurden sie ja schon oft genug gehalten, doch es gab nun einmal diesen kleinen, aber entscheidende Unterschied zwischen der Meinung der Leute und der Realität - Sirius Black und James Potter waren keine Brüder. Und somit kehrte James seit 5 Jahren zu seinen Eltern in ein wohlbehütetes Heim und Sirius zwangsläufig mit seinem Erzeuger in den Grimauldplatz zurück.
Oh ja, Sirius erinnerte sich noch haargenau an die erste Tracht Prügel die er in seinen ersten Sommerferien bezogen hatte, da er sich erlaubt hatte seinen Vater zu fragen, ob er James besuchen könnte.
Es war bei weitem nicht das erste Mal gewesen war, dass Orion Black zu „härteren Maßnahmen“ in der Erziehung seines Sohnes gegriffen hatte, aber damals hatte er Sirius unvorbereitet getroffen.
In diesem ersten Sommer war er so unbedacht gewesen, seinen Vater frei heraus zu fragen, ob er nicht einen Tag bei den Potters verbringen könnte. Und die Kombination des Namen Potter und der Tatsache, dass sein erstgeborener Sohn gerade aus seinem ersten Jahr aus Hogwarts gekommen war und das als Gryffindor, hatte Orion schwarz sehen lassen. Es war das erste und bisher einzige Mal gewesen, dass Orion Black seinen Sohn angeschrien hatte.
Sirius war es von seinem Erzeuger gewohnt, dass er tödlich ruhig wurde, Sirius aus dem Raum zitierte und ihn dann in Ruhe bestrafte.
Diesen besagten Sommer allerdings hatte Orion Black nicht seine tödliche Ruhe bewahrt, sondern war regelrecht aus der Haut gefahren. Eine Erfahrung, die Sirius nicht noch einmal hatte machen wollen.
Er hatte immer behauptet, dass die kühle, gefährliche Ruhe seines Erzeugers unheimlicher war als jeder schreiende, wütende Mensch auf der ganzen Welt. Doch Orion schreien zu sehen war etwas noch Unheimlicheres - und etwas, das noch schlimmere Konsequenzen für Sirius gehabt hatte.
Er hatte schon vor Hogwarts oft Prügel einstecken müssen, doch dieser eine Tag war der Anfang etwas ganz anderem gewesen. Es war die erste Nacht, die Sirius nicht hatte schlafen können, weil er weder richtig liegen, noch sitzen konnte …
Ein Schauder lief Sirius über den Rücken und er schüttelte unwirsch den Kopf, um die Gedanken an damals zu verdrängen. Was wichtig war, war das hier und jetzt. Und hier und jetzt wartete eine Eule namens Attila darauf mit einem Brief im Schnabel zurück zu ihrem Besitzer zu fliegen.
Sirius drehte das Pergament um und begann zu schreiben.

Guten Abend die Herren Prongs und Moony!
Oder warscheinlich auch nur Prongs. In den Fall richte Moony alles Gute von mir aus. Ich hoffe er hat eine Nacht alleine mit dir gut überstanden!
Du weißt wie gerne ich bei euch sein würde, Prongs … kümmere dich ja gut, um unseren Moony, ja?
Und was für eine Frage, natürlich werde ich in drei Tagen in der Winkelgasse sein. Und wehe, du bist nicht da! Dann kann ich mir bald ein Hirschgeweih über den Kamin hängen!
Ehrlich, ich muss hier wirklich raus! Ich halte es hier kaum noch einen Tag länger aus. Am liebsten würde ich mich gleich mit euch treffen.
Also, wir sehen uns dann wie immer bei Fortescue.
Ach und Prongs … sei pünktlich!
Grüße,
Pad

PS: Moony, deine Moralpredigt kannst du dir sparen. Aber mach dir um mich mal keine Sorgen, ich komme schon klar!

Ein wenig schwermütig faltete Sirius den Brief zusammen, steckte ihn wieder in den Umschlag und hielt ihn dann der Eule entgegen.
„So Junge, das war's. Ich bin mir sicher, dass James dir etwas extra leckeres zu Essen macht, wenn du dich besonders beeilst.“
Er zwinkerte Attila kurz zu und ging dann zum Fenster, um es zu öffnen.
Mit wenigen Flügelschlägen war die Eule dann auch schon aus dem Fenster und es dauerte nicht lange, da konnte Sirius sie im Dunkeln der Nacht nicht mehr erkennen.
Langsam schloss er das Fenster und lehnte sich dann gegen den Rahmen. Er legte den Kopf in den Nacken, schloss die Augen und betete, dass die vor ihm liegenden 2 Tage schnell rumgehen würden.

Leider gingen die Tage nicht angehend so schnell und einfach um wie Sirius es gerne gehabt hätte. Doch schließlich war es soweit. Es war Mittwoch und Sirius stand ausnahmsweise einmal gut gelaunt auf.
Während er ein paar Sachen aus dem Kleiderschrank suchte und sich dann auf den Weg zum Badezimmer machte um noch vor dem Essen schnell zu duschen, versuchte er seine Freude unter Kontrolle zu kriegen. Denn niemandem in seiner Familie würde es nicht auffallen, wenn er gut gelaunt zum Frühstück kam.
Und das im Zusammenhang mit seinem Vorhaben in die Winkelgasse zu gehen … Orion würde sofort Bescheid wissen und dann wären seine Sommerferien gelaufen.
Als Sirius mit einem Handtuch um die Hüften aus der Dusche stieg und begann seine Haare mit einem Handtuch trocken zu rubbeln, fiel sein Blick auf den großen Spiegel auf der gegenüberliegenden Seite des Badezimmers.
Langsam ließ er das Handtuch sinken, so dass es nun um seinen Hals hing, die Enden hielt er fest umklammert. In seinen Augen blitzte blanke Wut auf als er sein Spiegelbild betrachtete.
Seine linke Schulter war ein einziger blauer Fleck, der sich seinen gesamten Arm entlang zog bis hin zu seinem Handgelenk.
Orion hatte gestern Abend noch dafür gesorgt, dass Sirius Bekanntschaft mit dem Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer gemacht hatte. Sirius war mit den blauen Flecken und ein paar leichten Schnitten davon gekommen, von dem Schreibtisch war allerdings kaum noch Kleinholz übrig geblieben.
Bei dem Gedanken hörte Sirius wieder das Holz splittern und die höhnische Stimme seines Vaters im Hintergrund „Also bitte Sirius, du glaubst doch nicht, dass du damit durch kommst. Du solltest langsam einmal erwachsen werden! Du benimmst die wie ein störrisches Kleinkind.“ Dann war ein kurzes Schweigen eingetreten in dem Sirius sich aus den Überresten des Schreibtisches aufgerappelt und sich mit dem Handrücken über die blutende Lippe gefahren hatte. Er hatte Orion finster angestarrt, jedoch nichts weiter gesagt. Soweit war Sirius schon gekommen, in solch einem Moment brachten ihn Widerworte nirgendwo hin.
„Geh auf dein Zimmer. Und denk dort mal drüber nach wie du dich deiner Mutter gegenüber zu verhalten hast. So etwas will ich unter meinem Dach nie wieder erleben, haben wir uns verstanden?“ die Stimme seines Erzeugers war wieder eiskalt geworden.
Sirius hatte die Augen zu Schlitzen verengt, sich dann ohne ein Wort umgedreht und war zur Tür gegangen. Die Tür war nicht einmal ganz geöffnet gewesen, da stand Orion Black schon hinter ihm und hatte den Arm seines Sprösslings fest im Griff.
Ungewollt war Sirius etwas zusammen gezuckt über den Schmerz der durch seinen Arm schoss als sein Erzeuger ihn ergriff.
„Haben wir uns verstanden?“ Orions Stimme war gefährlich leise geworden.
„Ich dachte wir leben in einem freien Land!“ hatte Sirius ihm nur erbost an den Kopf geworfen, sich dann los gerissen und war auf sein Zimmer gestürmt.
Daraufhin war das Abendessen für ihn gestrichen wurden und er hatte bis heute morgen sein Zimmer nicht verlassen dürfen.
Nun gut, es hätte deutlich schlimmer kommen können. Im Grunde war Sirius nicht böse darüber gewesen, dass er niemandem aus seiner Familie mehr über den Weg laufen musste.
Schließlich riss Sirius seinen Blick von seinem Spiegelbild los.
Jetzt hatte er zumindest ein Problem weniger - er würde nicht gut gelaunt in die Küche kommen.
Schnell trocknete sich Sirius ab und zog sich seine Sachen über. Er zögerte kurz, entschied sich dann aber doch dafür eine dünne Jacke überzuziehen, wenn er sich in die Winkelgasse begab.
Das war bei dem recht guten Wetter zwar auch nicht gerade unauffällig, aber so würden seine blauen Flecken wohl erstmal unentdeckt bleiben.
Langsam kam er die Treppe hinunter und steuerte die Küchentür an. Es waren kaum Geräusche zu hören, vermutlich war die ganze Familie schon beim Essen.
Er seufzte. Er kam mal wieder zu spät. Nicht das ihn die Tatsache störte, im Gegenteil. Doch das was gleich ablaufen würde, war wieder einmal typisch. Ihm würden Vorwürfe gemacht werden, wenn er dagegen halten würde, würde er vermutlich nur wieder auf sein Zimmer geschickt werden. Das ihm aber niemand Bescheid gesagt hatte, spielte natürlich keine Rolle.
Sirius öffnete die Tür und trat in die Küche - und wie erwartet saß die ganze Familie am Tisch und ließ sich von dem widerlichen Hauself Kreacher bedienen. Regulus schien sogar schon fertig zu sein, denn als Sirius die Tür öffnete, fing er das spöttische Grinsen seines Bruders auf und sah wieder dieser sich wieder auf seinen Stuhl fallen ließ und Kreacher heran rief um noch etwas zu Essen zu bekommen. Natürlich wollte Regulus nicht verpassen wie Sirius von seinen Eltern zusammen gestaucht wurde.
„Du bist spät! Wir sind schon fast fertig! Vielleicht solltest du endlich mal lernen, dass man pünktlich zum gemeinsamen Frühstück kommt!“ ereiferte sich Walburga auch sofort und sah ihn aus zornigen Augen an.
Sirius beachtete sie jedoch nicht weiter, ging zu seinem Platz und setzte sich. Dabei warf er kurz einen Blick zu Orion hinüber. Dieser hatte sich allerdings noch nicht einmal die Mühe gemacht aufzusehen. Er hatte den Tagespropheten aufgeschlagen und las scheinbar milde interessiert die neusten Schlagzeilen.
„Hast du mich verstanden!?“ keifte Walburga in dem Moment in dem Sirius auf seinem Stuhl zum sitzen kam. Er zuckte jedoch nur scheinbar desinteressiert mit den Schultern „Schon.“
Dann half er sich selbst mit Brot und etwas Milch.
„Wie kannst du nur so unverschämt sein und …!“ Walburga verstummte abrupt.
Sirius sah kurz von seinem Brot auf und entdeckte den Grund für ihr Schweigen sofort - Orion hatte sich noch immer nicht die Mühe gemacht von seiner Zeitung aufzusehen, allerdings hatte er bestimmt eine Hand gehoben, um dem sich anbahnenden Konflikt Einhalt zu gebieten.
Sirius biss in sein Toast und wartete schweigend der Dinge, die da kamen. Erwarten konnte er fast alles, immerhin verdankte er seine blauen Flecken einer ganz ähnlichen Situation wie dieser hier.
„Entschuldige dich sofort bei deiner Mutter. Ansonsten wirst du das Haus nicht mehr verlassen.“ Orions Stimme war ruhig, zu ruhig. Auf einen Außenstehenden mochte sie vielleicht gelangweilt wirken, Sirius erkannte darin allerdings sofort den Ernst und die versteckte Drohung. Er würde das Haus nicht nur heute nicht mehr verlassen, wenn er sich nicht entschuldigte, er würde bis zum Schuljahresbeginn hier festsitzen. Und was das zur Folge haben würde, war auch nur allzu klar.
„Kommt nicht wieder vor“ murmelte Sirius zwischen zwei Bissen Toast, den Blick ließ er dabei jedoch auf seinem Teller geheftet. Im nächsten Augenblick knallte die Zeitung, zu einer harten Rolle aufgewickelt, auf seinen Hinterkopf. „Wie war das?“ Orions Stimme war noch immer ruhig und als Sirius nach dem Schlag den Kopf wieder hob und ihn wütend anstarrte, saß er wie zuvor mit der aufgeschlagenen Zeitung in der Hand da, ganz so als wäre nichts gewesen.
„Kommt nicht wieder vor, Ma'am“ Sirius konnte nicht anders als in das letzte Wort all seine Abneigung gegen die Frau, die sich seine Mutter nannte, zu legen.
Walburga verzog noch immer etwas das Gesicht, doch da Orion scheinbar zufrieden war, kam kein weiteres Wort mehr über ihre Lippen.
„Unglaublich!“ Orions Stimme dröhnte durch die Küche und Sirius hätte sich beinahe an seinem Toast verschluckt und saß nun hustend und nach Luft ringend auf seinem Stuhl, unbeachtet vom Rest der Familie.
„Was ist denn, Vater?“ Regulus' Stimme troff schon regelrecht vor Schleim als er seinen Vater mit großen Augen ansah. Auch das war wieder so typisch für Regulus. Innerlich seufzte Sirius auf, sein kleiner Bruder war genau so wie seine Familie ihn haben wollte, nur war er dummerweise nicht ihr Erstgeborener.
„Das Ministerium will Gelder zur Verfügung stellen, um auch ärmeren Muggelgeborenen bessere Möglichkeiten an der Schule zu verschaffen.“ wetterte Orion los. „Die sind doch nicht mehr ganz beisammen! Wo wollen die das Geld her nehmen!? Ich sehe doch gar nicht ein, dass ich Geld an das Ministerium zahle, um solchen Abschaum zu unterstützen, dass darf doch wohl nicht wahr sein! Die sind doch alle …“
Die Schimpftriade ging noch weiter, allerdings versuchte Sirius nicht weiter hinzuhören. Er musste sich so schon auf die Zunge beißen, um seinem Erzeuger nicht an den Kopf zu werfen, dass das Geld so besser angelegt wäre als in dem Versuch seinen Sohn vom Ministerium aus von Gryffindor nach Slytherin versetzen zu lassen.
Ich will in die Winkelgasse. Ich muss in die Winkelgasse. Ich MUSS in die Winkelgasse! redete Sirius sich gut zu. Er durfte sich jetzt keinen Fehltritt erlauben, sonst wäre die einzige Hoffnung dieses Tages zu Nichte.
Schweigend aß er sein Toast weiter bis sich die Diskussion seiner Familie langsam abkühlte und bald darauf wieder ein Schweigen eintrat, das nur von leises Essgeräuschen unterbrochen wurde.
Schließlich war Sirius mit seinem Frühstück fertig, stand auf und ging zur Spüle um seinen Teller dort abzustellen. Mit dem Rücken zum Tisch ergriff er dann die Gelegenheit, um seinen Wunsch zu äußern.
„Ich will heute in die Winkelgasse. Ich brauche ein paar Sachen …“ Sirius brauchte sich nicht einmal umzudrehen, um zu wissen, dass Orions Augen das erste Mal an diesem Tag auf ihn gerichtet waren.
Als er seinen Teller abgestellt hatte, blieb ihm nichts weiter übrig als sich wieder umzudrehen und dabei fing er sofort den kühlen Blick seines Erzeugers auf.
Einen Augenblick sah Sirius seinen Tagesplan schon dahin schwinden, dann jedoch wand Orion sich erneut seiner Zeitung zu.
„Du bist pünktlichst zum Abendessen zurück. Solltest du das nicht sein, will ich dich morgen früh in meinem Zimmer sehen und besser du kommst mir vorher nicht unter die Augen.“
Mit Mühe unterdrückte Sirius ein Grinsen und zwang sich zu einem Nicken. Im Umdrehen erhaschte er einen Blick auf seinen Bruder, der ungläubig zwischen ihm und seinem Vater hin und her starrte. Sirius konnte es sich nicht verkneifen seinem kleinen Bruder einen gehässigen Blick zuzuwerfen bevor er die Tür zum Flur öffnete.
„Ach und Sirius“ erklang dann noch einmal Orions kühle Stimme. „Sollte ich erfahren, dass du dich auch nur mit einem einzigen deiner Freunde getroffen hast, …“ er beendete den Satz bewusst nicht.
Sirius schluckte und verließ dann mit einem unguten Gefühl die Küche. Kaum hatte er die Treppe erreicht, lief er hinauf in sein Zimmer, schnappte sich seinen Rucksack und eilte dann wieder hinunter, diesmal ins Wohnzimmer der Blacks, um durch den Kamin in die Winkelgasse zu kommen.

Sirius klopfte sich ein klein wenig Asche von der Hose als er im tropfenden Kessel den Kamin verließ. Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen ging er an der Theke vorbei, stoppte dann jedoch abrupt und drehte sich noch einmal um.
„Hey Tom!“ grüßte er den Wirt freundlich. „Könntest du mir zwei Flaschen Butterbier zum Mitnehmen geben?“
Tom grinste nur wissend und angelte unter dem Tresen zwei Flaschen des beliebten Zauberergetränkes hervor. Mit den Worten „Geht aufs Haus, Junge!“ überreichte er Sirius die Flaschen.
„Ich danke dir. Bis später!“ voller Energie verließ Sirius mit dem Rucksack auf dem Rücken und den zwei Flaschen in der Hand den kleinen Raum und begab sich in die Winkelgasse.
Bei dem schönen Wetter tummelten sich unzählige Zauberer und Hexen in der Winkelgasse. Jedes Geschäft hatte auch draußen wieder Stände aufgebaut und die Tische der Eisdielen und ähnlichen Geschäften waren gerammelt voll.
Sirius bahnte sich seinen Weg durch die Massen, immer ein Ziel vor Augen - Florean Fortescues Eissalon, dem besten in der ganzen Winkelgasse.
Kaum hatte er das Schild des Eissalons ausgemacht, hielt Sirius auch sofort Ausschau nach seinem besten Freund.
Und dann entdeckte er ihn, naja, zumindest seine Haare. Hinter dem Rücken eines recht beleibten Zauberers in lilanen Roben lugten die schwarzen, zerzausten Haare von James Potter hervor. Ein uverkennbares Merkmal seines Freundes.
Breit grinsend, beschleunigte Sirius seine Schritte, um möglichst schnell zu James zu kommen.
So müssen Sommerferien sein! dachte Sirius halb erfreut, halb wehmütig.
Er war noch ein paar Meter von seinem Freund entfernt, da riss Sirius schon die Hand mit den Butterbierflaschen in die Höhe.
„Hey Prongs, altes Haus!“
James drehte sich um und auf seinem Gesicht machte sich sofort ein freches Grinsen breit, das Gleiche, das man auch auf Sirius' Gesicht sehen konnte.
„Pad! Na also, da bist du ja!“


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