
von Finendena
Sorry, dass es so lange gedauert hat!
Wir hatten in letzter Zeit leider keine Ideen - aber wir geben uns Mühe!
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Es war Dezember.
Catherine blickte auf den zugefrorenen See.
Niemand hatte sich nachdem sie die Blutschrift gefunden hatten wieder hinaus getraut... bis auf sie.
Sie hatte keine Angst.
Nein.
Es kam ihr vor wie ein sauerer Regenschauer, bei dem es anstatt Wasser Gift vom Himmel regnete.
Wer war es?
Diese Frage geisterte im Moment jedem im Kopf herum.
Jeder beobachtete jeden mit kritischem Blick und Misstrauen.
Ihr war es eigentlich egal, aber nur, weil sie dachte es wäre Tom.
Aber war er es wirklich?
,,Hey", rief eine nur zu bekannte Stimme.
,,Was willst du?", stöhnte sie genervt und schaute in Toms kalte Augen.
,,Lass uns einen Sparziergang machen", sagte er und zog sie mit sich.
,,Warum, das du mich ungestört umbringen kannst?", skeptisch zog sie eine Augenbraue hoch.
,,Ja, klar. Wenn ich dich umbringen wollte, wärst du längst schon tot."
Er lächelte das Lächeln eines Engels.
Todesengels.
,,Wow, wie beruhigend. Also, ich sag es nicht nochmal.
Was willst du?"
,,Wir wissen beide, dass du weißt, dass ich es nicht war", begann er.
,,Tut mir leid, aber ich kann dir nicht glauben."
,,Oh doch", sein lächeln wurde breiter und beängstigender, ,,Du glaubst mir, wie sollte ich es gewesen sein? Ich war die ganze Zeit in deiner Nähe.
Auch wenn es dir nicht gefällt, musst du mir zustimmen."
,,Was weiß ich, welche Kräfte du hast. Vielleicht hast du ja einen Klon, den du dir selbst zusammengebastelt hast..."
Unwillkürlich musste Catherine lächeln.
Auch Tom grinste.
,,Klar. So bin ich ja."
****
,,Nein, da steht der doch ganz falsch, so sieht das doch bescheuert aus."
Catherine schüttelte den Kopf und befahl, den kleinen Tannenbaum, der mitten im Raum stand, in die Ecke zu stellen.
,,Wie willst du denn hier tanzen? So oder was?"
Belustigt drehte sie sich in albernen Pirouetten um den Baum.
,,Stell ihn in die Ecke dort."
Tom gehorchte.
,,Besser?", fragte er und zog skeptisch eine Augenbraue hoch.
,,Ja, viel besser."
,,So", sagte sie und klatschte in die Hände, ,,Das einzige was wir noch machen müssen ist, unseren Dreck wegräumen."
Sofort zückte Tom seinen Zauberstab und mit einem Schwung war alles was nicht hierhingegehörte weg.
,,Ich meinte wegräumen und nicht wegzaubern! Es muss nicht immer gezaubert werden!", erklärte Catherine und pustete sauer eine Strähne aus ihrem Gesicht.
,,Ja, ja schon klar."
Mürrisch steckte Tom seine Hände in die Hosen tasche und ging.
****
,,Cathy!", kreischte eine nur allzubekannte Person.
,,Was ist denn, Nessa?"
,,Ich hab nichts zu anziehen!", erklärte sie und zerrte ihre Freundin vor den überfüllten Kleiderschrank.
,,Tut mir leid, aber ich seh dich vor lauter Kleidern nicht mehr."
Catherine grinste uns setzte sich aufs Bett um einen Überblick zu bekommen.
Sie selbst hatte sich schon ein Kleid ausgewählt, dass sie letztens bei einem kleinen Shoppingtrip in Hogsmeade gekauft hatte.
Es war ein knielanges weißes Palliettenkleid ohne Träger und war hoch zufrieden damit.
,,Wie wärs mit dem? Das würde dir bestimmt super stehen."
Sie deutete auf ein dunkelgrünes Trägerkleid, das am Ende etwas weiter ausgestellt war und perfekt zu Vanessa passte.
,,Aaach...ich weiß nicht. Das hatte ich schon ewig nicht mehr an."
,,Probier es an!"
Vanessa gehorchte und stieg in das Kleid. Dann drehte sie sich einmal im Kreis und starrte sich im Spiegel an, der über der Kommode hing.
,,Du siehst unglaublich aus!", rief Catherine.
,,Das Kleid passt wie angegossen."
Vanessa grinste; auch ihr gefiel das Kleidungsstück.
****
Die drei Mädchen stiegen nebeneinander die Treppe hinab und achteten genau auf die Reaktionen ihrer Begleiter.
,,Wow", sagten sie alle wie aus einem Munde.
Pat, Vanessa und Cathy hakten sich bei ihren Jungs ein.
,,Du siehst hübsch aus", raunte Damon Pat ins Ohr.
John grinste Vanessa an und JamesForbes zog die Augenbrauen bei Catherines Anblick hoch.
,,Also, was ist?", rief Vanessa. ,,Gehen wir?"
,,Klar", antworteten die in Anzügen gegleideten Jungs.
Als sie in der Halle ankamen setzten sich als erstes alle auf ihre reservierten Plätzte.
Catherine und Jason hatten ihren Platz neben Tom und Estelle, welche Toms Begleitung war.
Die Anderen setzten sich an einen Tisch in deren Nähe.
,,Sehr geehrte Schülerinnen und Schüler.
Bevor mit unserem alljährlichen Weihnachtsball beginnen, möchte ich euch daraufhinweisen äußert vorsichtig zu sein.
Wie ihr sicherlich gehört oder auch gesehen habt, treibt jemand, mit bösen Absichten, in der Schule sein Unwesen.
Deswegen passt auf euch auf und geht am besten nie alleine durchs Schloss.", nachdem der Direktor seine Ansprache beendet hatte herrschte eisiges Schweigen in der wundervoll geschmückten Halle.
Jeder beobachtete seinen Gegenüber.
Catherine lief ein kalter Schauer über den Rücken als Toms Blick sie traf.
,,Ich glaube wir sollten den Ball eröffnen", sagte Tom und reichte ihr die Hand.
,,Ja", sie schluckte, ,,Das sollten wir."
Zögernd nahm sie seine Hand und ließ sich von ihm zur Tanzfläche führen.
Nur ein Tanz, sagte sie zu sich selbst, während langsam die Musik einsetzte.
Die Beiden begannen einen Walzer zur Tanzen.
Sobald sie Angefangen hatten, starrten sie die anderen beeindruckt an.
,,Du glaubst also immer noch, dass ich es war", stellte er fest.
Sie drehte eine kleine Pirouette.
,,Ja", antwortete sie trocken.
,,Dacht ich mir."
Ein Schmuzeln schlich sich auf seine Lippen.
,,Was?",fragte sie genervt , während sie versuchte nicht aus dem Takt zu kommen.
Tom bewegte sich so elegant, dass es schwer war mit ihm mit zu halten, aber bis jetzt schlug sie sich sehr gut.
,,Hast du Angst vor mir?", fragte er und das Schmunzeln änderte sich in ein beängstigendes Grinsen.
Die Blondine dachte nach.
Tom sah manchmal echt angsteinflößend aus und verhielt sich verdächtig.
Aber irgendwas an ihm war so vertraut und zugleich unbekannt, er war verwirrend.
,,Nein", antwortete sie wahrheitsgemäß.
Schließlich endete das Lied, Catherine trat von Tom zurück und ging an ihren Tisch und die anderen Schüler betraten die Tanzfläche.
****
,,Tom", zischte Syrena.
,,Ja?", fragte er und schaute sie an.
,,Endlich!", stöhnte diese, ,,Ich dachte schon, du wendest deinen Blick gar nicht mehr von ihr ab."
Sie lächelte und zog skeptisch eine Augenbraue hoch: ,,Stehst du auf unsere kleine Miss Perfect?"
,,Nein, ich werde einfach nur nicht schlau aus ihr. Weißt du ich dachte immer, dass sie Respekt vor mir hat, aber da hab ich mich anscheinend getäuscht."
,,Jeder hat vor dir Respekt oder besser gesagt Angst.
Ja, sogar ich hab manchmal vor dir Angst.
Aber ich steh auf deiner Seite im Gegensatz zu ihr."
Ich Stimme wurde immer leiser, bis sie nur noch ein Flüstern war.
,,Womöglich hat sie einfach nur gelogen", überlegte er laut und ließ seinen Blick erneut durch die Halle schweifen.
Damon tanzte engumschlugen mit diesem Mädchen....Pat,
Vanessa unterhielt sich mit John; und Catherine... ja Catherine war nigendwo zu sehen.
Der Junge beschloss aufzustehen und Luft zu schnappen.
****
,,Oh, sie nur wie sie tanzen", sagte Vanessa und trank einen Schluck Feuerwhiskey.
,,Ja, ich weiß was du meinst. Was findet sie nur an ihm?", antwortete John und nahm dem Mädchen das Glas ab um ebenfalls daraus zu trinken.
,,Keine Ahnung. Aber sieh nur wie Damon Syrena immer wieder anschaut. Scheint fast so als wolle er sie eifersüchtig machen."
Die Beiden beobachteten Pat und Damon schon eine Weile.
,,Mmh. Ich hab sie gewarnt", meinte er kurz angebunden und leerte das Glas.
,,Komm, lass uns auch tanzen", Vanessa nahm Johns Hand und zog ihn auf die Tanzfläche.
****
,,Wo gehn wir hin?", wollte Catherine von James wissen. Auch wenn sie wusste, dass er ein Freund Toms war hatte sie zugestimmt mit ihm auf den Weihnachtsball zu gehen und nun "entführte" er sie.
,,Nach draußen."
Sie liefen den leeren Flur entlang bis hin zum Eingansportal, zögernd folgte sie ihm auf den Hof.
,,Und was jetzt?",fragte sie.
Der Junge zog sie an sich herran.
,,Naja. Wir könnten einen Sparziergang machen...", meinte er.
Entsetzt schaute sie ihn an:,,Bei der Kälte! Hast du dir mal mein Kleid angesehen?!"
Er lachte:,,Oh ja... hab ich und ich muss sagen, du siehst wirklich scharf aus."
,,Scharf?"
,,Ja oder wäre dir heiß lieber?"
,,Wie wärs mit etwas kultiviertem wie schön..."
,,Die siehst aber mehr als schön aus."
Er kam wieder auf sie zu.
,,Okay...du hattest eindeutig zu viel Feuerwhiskey."
,,Womöglich", James drückte Catherine einen Kuss auf die Lippen.
,,Lass das-", sie versuchte sie aus seinen Armen zu befreien, doch sein Kuss wurde drängender.
,,Jam-!"
Er packte fasste sie am Kleid an und wollte es hochschieben.
,,Bit-", versuchte sie ein letztes Mal.
Doch es nutzte nichts, sie gab auf.
****
Der schwarzhaarige Junge schritt den leeren Flur entlag direkt auf das große Eingangsportal zu.
Doch kurz bevor er raus trat stoppte er.
Er hörte eine verzweifelte Stimme.
Tom wollte weggehen, aber er kannte die Stimme und öffnete das Portal.
Er sah wie James Catherines Kleid nach oben schob, während diese versuchte ihn wegzuschubsen.
,,Stör ich?", fragte er laut.
Erschrocken wichen die Beiden auseinander.
Tränen liefen Catherine über die Wange.
,,Ja! Extrem! Kannst du jetzt bitte wieder gehen?", James verschrenkte die Arme vor der Brust.
,,Soll ich wirklich gehen?", fragte er nochmal und schaute diesmal das Mädchen an.
,,Nein, bitte nicht", schluchzte sie und wischte sich eine Träne aus dem Auge.
,,Oh.. ich verzieh mich", stöhnte James und lief, die Hände in die Hosentasche gesteckt weg.
,,Alles in Ordnung?"
Besorgt musterte er sie.
Cathy nickte :,,... Danke. Ich will gar nicht wissen, was ich ohne dich gemacht hätte."
,,Kein Problem. Ich geh jetzt wieder rein, kommst du mit?"
Sie wollte gerade antworten als ihr etwas in einiger Entfernung auffiel:,,Was ist das?!"
Auch Tom hatte es bemerkt. ,,Keine Ahnung, lass uns nachschauen."
Die Beiden liefen aus dem Hof hinaus.
Als sie ankamen, lag dort ein Bild.
Das Bild stammte von einem Mädchen und dieses Mädchen sah Pat zum Verwechseln ähnlich, nein, es war Pat und darunter stand:
Sie ist die nächste.....
Panisch griff Catherine nach Toms Hand.
,,Wer tut so was?!", fragte sie und schaute ihm direkt in die Augen.
Irgenwas an seinem Blick machte sie sicher, dass er es nicht gewesen war und ihr wurde bewusst, dass Tom auch seine guten Seiten hatte.
,,Komm. Wir sollten es den Anderen zeigen", sagte er mit ernster Miene und beruhigend drückte er ihre Hand und zog sie mit sich.
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