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Fanfiction

Die Rumtreiberzeit - Der erste Unterricht

von Kathi Weasley

Am darauffolgenden Morgen wachten die MĂ€dchen im Schlafsaal der SiebtklĂ€ssler von einer lauten Stimme auf, die zu Lily gehörte: „Leute, steht sofort auf! Wir kommen sonst noch alle zu spĂ€t! Raus aus den Federn!“
Die MĂ€dchen stöhnten auf und Jules murmelte verschlafen in Lilys Richtung: „Noch 5 Minuten, Lils.“
„Jules!“, sagte Lily empört und zog ihrer verschlafenen Freundin die Decke weg, worauf diese sie mit einem wĂŒtenden Blick wĂŒrdigte und sagte: „Du bist der Teufel, Lily.“
Die Rothaarige grinste und nickte mit einem zufriedenen Blick zum Bad. So tapste Jules gĂ€hnend in das Badezimmer, wo sie sich mit den anderen MĂ€dchen schnell fertig machte. Alice, Melody, Jules und Lily ließen sich wenig spĂ€ter auch schon am Gryffindortisch nieder, wo zu ihrer Überraschung auch schon die Rumtreiber und Frank warteten.
„Morgen, Remus.“, begrĂŒĂŸte Lily den Rumtreiber fröhlich, worauf sie freundlich zurĂŒck gegrĂŒĂŸt wurde.
„Morgen, Lily. Guten Morgen auch euch!“, sagte der Angesprochene und lĂ€chelte.
„Einen guten Morgen, wĂŒnsch ich dir, Lily! Ich hoffe, du hast gut geschlafen?“, meinte James und fuhr sich nervös durch die Haare.
„Ja, Potter, ich hab schließlich getrĂ€umt, wie du im Gehege der KnallrĂŒmpfigen Kröter gelandet bist.“, entgegnete Lily lĂ€chelnd und James senkte gefrustet den Kopf.
Sirius schlug seinem Freund freundschaftlich auf die Schulter und meinte aufmunternd: „Wenigstens trĂ€umt sie schon von dir.“
Der bebrillte Junge schaute seinen Gryffindorkumpel verwundert an und sagte erinnernd: „Sie trĂ€umt davon, wie ich von den Krötern zerfleischt werde!“
„Ja, aber sie trĂ€umt von dir! Das ist doch schon mal was, oder?!“, bekrĂ€ftigte Sirius und sah James strahlend an, worauf der nur enttĂ€uscht den Kopf schĂŒttelte.
Remus grinste ĂŒber seine beiden Freunde und sagte zu James gewandt: „Vielleicht solltest du dich jetzt, wo du mit Lily Schulsprecher bist, in eure Aufgaben gut einbringen. Das wĂŒrde ihr garantiert imponieren.“
„Meinst du wirklich, Moony?“, fragte James zögernd, doch Remus nickte zuversichtlich.
Daraufhin schien James schon fröhlicher und sagte zu seinen Freunden: „Wisst ihr, ich glaube, so könnte ich es wirklich schaffen!“
Peter schaute verwundert auf und fragte mit unwissender Miene: „Was meinst du, Krone?“
Sirius und James lachten und Remus schĂŒttelte ĂŒber den kleinen Rumtreiber den Kopf.
‚Ach Peter, du solltest wirklich mal anfangen aufzupassen, was um dich herum passiert!‘, dachte Remus und gab seinen Freunden einen Wink, damit sie sich auf den Weg zu McGonnagal machten, da diese bereits dabei war die StundenplĂ€ne zu verteilen.
„Ah, Mr. Potter! Hier ist ihr Stundenplan und hier, der ihrer Freunde. Bitte, verteilen sie sie doch untereinander. Ich war ausgesprochen erfreut ĂŒber ihre Note in Verwandlung, wenn ich das anmerken dĂŒrfte.“, meinte Prof. McGonnagal milde lĂ€chelnd zu James, der sie angrinste. Nach dem GesprĂ€ch teilte er schnell den drei weiteren Rumtreibern ihre StundenplĂ€ne aus und besah sich seinen eigenen, der, zu seiner Freude, ein paar Freistunden hatte.
„Hast du heute auch die Dritte frei?“, fragte ihn Sirius und schaute ihm ĂŒber die Schulter. „Ja, hast du. Moment mal, wir haben genau denselben! Wir haben immer die gleichen Stunden! Klasse, Krone!“ Sirius schlug seinem Freund erfreut auf die Schulter und erntete ein breites Grinsen von diesem.
„Super echt, aber was meinst du, hat Lily belegt? Denkst du, sie ist bei vielen FĂ€chern mit uns in einem Kurs?“, fragte James zurĂŒck, aber Remus antwortete fĂŒr Sirius: „Lily hat alle FĂ€cher belegt, die ich auch belegen konnte und ich habe fast alle FĂ€cher mit euch zusammen. Mach dir keine Sorgen, Krone.“
Lily Evans war gerade ebenfalls zu der Professorin gegangen und bekam ihren eigenen Plan in die Hand gedrĂŒckt, wie auch Jules, Alice und Melody, die mit ihr vor gegangen waren.
Im Moment informierte Prof. McGonnagal gerade Jules ĂŒber ihre FĂ€cher, rief jedoch mittendrin laut aus: „Ms Bloom, ich verbiete mir ein GĂ€hnen, wĂ€hrend ich mit ihnen rede! Reißen sie sich gefĂ€lligst zusammen!“
Die SchĂŒler im Umkreis des MĂ€dchens vor Prof. McGonnagal fingen an zu lachen, doch Jules wandte sich mit mĂŒder Miene ihrer Verwandlungslehrerin zu und erklĂ€rte: „Professor, es ist gerade mal 7.45 Uhr. Wer ist da bitteschön schon fit wie ein Turnschuh?“
Prof. McGonnagal schĂŒrzte missbilligend die Lippen und erwiderte scharf: „Ich, Ms. Bloom, und sie sollten es ebenfalls sein. Ms. Evans schafft es schließlich auch, ihren Stundenplan abzuholen ohne zu gĂ€hnen. Nehmen sie sich ein Beispiel an ihr!“
Jules nickte nur und ging zu Lily, die sie mit den beiden anderen grinsend erwartet hatte.
Alice empfing sie kichernd und fragte sie unglĂ€ubig: „Hast du wirklich McGonnagal angegĂ€hnt?“
Das zierliche MĂ€dchen sah sie nur erstaunt an und entgegnete: „Ja, hab ich und ich könnte es noch ein paarmal tun. Mann, bin ich mĂŒde. Das ist alles deine Schuld, Lils. Wenn du mich nicht so frĂŒh aus dem Bett geworfen hĂ€ttest, hĂ€tte mich McGonnagal nicht so angefaucht, wie eine Katze, die eine Maus gesehen hat. Da hĂ€tten echt nur noch die gelben Augen gefehlt und die hĂ€tte sich auf mich gestĂŒrzt. Dieser ganze Stress am Morgen tut der, glaub ich, nicht gut. Die sollte sich mal eine Kur gönnen.“
Lily sah ihre Freundin erstaunt an, dann lachte sie los und Alice und Melody stimmten mit ein. Jules grinste nur und sagte: „Ist doch so.“ Dann lachte sie mit ihren Freundinnen und sie machten sich auf den Weg zu einer Doppelstunde ZaubertrĂ€nke. Die Rumtreiber, die ihnen folgten, bemerkten sie gar nicht.
Im Kerker verflog allerdings ihre Hochstimmung, denn Prof. Slughorn nahm sie sofort in Beschlag und fragte sie aus: „Ah, die Gryffindors kommen! Ms. Evans, ich hatte mir schon Sorgen um sie gemacht! Wo haben sie nur gesteckt? Die Damen und Herren meines Hauses haben sich schon lĂ€ngst hier eingefunden.“
Lily lĂ€chelte den dickbĂ€uchigen Professor freundlich an und erklĂ€rte: „Tut uns leid, Sir, aber Prof. McGonnagal musste uns noch die StundenplĂ€ne austeilen.“
Der dickliche Mann nickte lÀchelnd und verzog dabei seinen Schnurrbart.
„Achja, die gute Minerva hat sie aufgehalten. Dann will ich mal nicht so sein. Setzen sie sich! Sie auch, meine Herren, aber wo haben sie denn Mr. Pettigrew gelassen?“, fragte Slughorn, gleich nachdem er die MĂ€dchen entlassen hatte, die Rumtreiber aus, worauf Remus nett erwiderte: „Er hat Wahrsagen belegt, Professor.“
Der Angesprochene nickte wieder und ging nach vorne an sein Pult, um mit dem Unterricht zu beginnen, doch immer noch trudelten die letzten Gryffindors ein, nÀmlich Frank Longbottom und Chris Thompson, die auch bei den Jungs im Schlafsaal schliefen, und Annabeth Watson, die mit den MÀdchen in einem Schlafsaal war.
„So meine Lieben, nun da wir alle vollzĂ€hlig sind, beginnen wir gleich mit dem Unterricht. Schlagt bitte die Seite 194 in eurem Buch auf und braut den darauf beschriebenen Trank. Sie haben eine Doppelstunde. Fangen sie an und viel Erfolg!“, leitete der Professor die erste Schulstunde des 7. Schuljahres ein und alle folgten seinen Anweisungen, manche weniger und andere mehr begeistert.
So verging der Zaubertrankunterricht recht schnell und wurde nur selten durch Anfeindungen der beiden HÀuser gestört, da der Zaubertrank, der auf der Seite beschrieben wurde, wirklich knifflig zu brauen war.
Auch die nÀchsten Schulstunden verflogen geradezu und so war es, sehr zur Freude der Rumtreiber, schnell Zeit zum Mittagessen.
James ließ sich eilig auf die Bank am Gryffindortisch fallen. Hungrig belud er seinen Teller mit einem WĂŒrstchen nach dem anderen, tat es Sirius nach und fing schnell an zu essen. Lily beobachtete die Jungs mit missbilligender Miene, wandte sich kurz darauf aber wieder ihrem Salat zu, da sie die grinsenden Blicke ihrer Freundinnen in ihrem RĂŒcken spĂŒrte.
Still schickte sie ein Stoßgebet gen Himmel, ihre Freundin möge dieses eine Mal keine SprĂŒche loslassen.
Dieses wurde zum GlĂŒck erhört, denn Julia nuschelte nur mit vollem Mund: „Mann, bin ich froh, dass schon Mittag ist. Nur noch ein paar Stunden und der erste Schultag ist geschafft! Aber bis auf McGonnagal waren eigentlich alle Lehrer ganz in Ordnung, oder?“
Sie sah ihre Freundinnen kauend an und Alice meinte zustimmend mit ihrer glockenhellen Stimme: „Ja, aber McGonnagal war wahrscheinlich auch nur zu dir so griesgrĂ€mig, wegen heute Morgen!“
Sie lachte laut auf, als Jules ihr grinsend die Zunge rausstreckte, was die Jungs auf sie aufmerksam machte. Frank sah lĂ€chelnd zu seiner Freundin hinĂŒber und dachte sich: ‚Ich liebe ihr Lachen. Ich könnte es jeden Tag in meinem Leben hören.‘
Er seufzte und aß weiter, wurde jedoch noch von Sirius mit einem Kommentar bedacht: „Unser Frankie ist verliebt! Wann machst du ihr eigentlich den Antrag, Frank?“
Frank murmelte nur etwas, was sich anhörte wie ‚Nisch jescht‘ [=Nicht jetzt], worauf Sirius lachte und zu James leise sagte: „Frank hat durch die Liebe sogar das Sprechen verlernt. Bitte, sag mir, dass du nicht auch so wirst! Mit wem fĂŒhr ich denn dann unsere MĂ€nnergesprĂ€che?“
James grinste zu seinem Freund, wĂ€hrend er einen Schluck KĂŒrbissaft trank, und sagte mit einem Blick auf Lily Evans, die gerade mit ihren Freundinnen lachte und ihren Beobachter nicht bemerkte: „Keine Sorge, Tatze, im Moment sieht es noch nicht so aus, als mĂŒsstest du irgendwann in nĂ€chster Zeit auf unser MĂ€nnergesprĂ€ch verzichten. Sie lĂ€sst mich ja schließlich immer noch abblitzen. Aber ansonsten hast du ja immer noch Moony und Wurmschwanz.“
Peter, der anscheinend dachte, dass er nun seine fachliche MĂ€nnermeinung zu Sirius kundtun mĂŒsse, sah Sirius daraufhin an und sagte: „Mein mĂ€nnlicher Rat wĂ€re, dass du nicht immer so verletzend mit den MĂ€dchen umgehst. Es wĂ€re besser, wenn du dich mal fĂŒr eine entscheiden wĂŒrdest.“
Remus schaute ihn nachdenklich an und fĂŒgte zustimmend mit einem Blick auf Sirius hinzu: „Peter hat recht, Sirius. Du solltest dir ein Beispiel an James und Frank nehmen, anstatt sie zu veralbern.“
„Damit wĂŒrde ich aber vollkommen meinen Ruf zerstören, Moony!“, erinnerte in dieser empört, worauf Remus nur nickte und sagte: „Ja, und was genau wĂ€re daran so schlimm? Die HĂ€lfte der MĂ€dchen an der Schule denkt sowieso schlecht von dir, weil du mit ihnen Schluss gemacht hast.“
„Aber dann hĂ€tte ich ja keinen Spaß mehr!“, empörte sich Sirius Black erneut, wĂ€hrend James sich inzwischen vor lachend krĂŒmmte.
Eine feste Freundin konnte er sich beim besten Willen nicht an Sirius‘ Seite vorstellen. Deshalb prustete er lachend eine FontĂ€ne KĂŒrbissaft aus, worauf er von seinem Rumtreiberfreund einen finsteren Blick zugeworfen bekam, der aber nur von kurzer Dauer war, da Remus ihn wieder in Beschlag nahm, indem er sprach: „Nicht unbedingt. Du mĂŒsstest du dir nur eine suchen, die lustig ist. Eine zum Pferde-stehlen.“
Der Rumtreiber grinste, was Ă€ußerst selten war, da er meistens ernst blieb, und deutete zu den SiebtklĂ€sslerinnen. Sirius schĂŒttelte jedoch nur den Kopf.
„Da ist ja keine fĂŒr mich dabei. Evans gehört Krone, Alice Frank, Melody steht zwar auf mich, aber ist ziemlich aufdrĂ€nglich, Annabeth ist so still und Bloom fĂ€llt von vornherein weg, da wir uns beide nicht unbedingt gut leiden können. Wen hab ich vergessen?“, endete Sirius mit seinen ErklĂ€rungen und sah fragend zu Remus fĂŒr den es jedoch nun Zeit war mit dem Kopf zu schĂŒtteln.
James antwortete fĂŒr ihn: „Da gĂ€b’s noch ein paar, aber ich glaube, die waren schon alle mit dir zusammen.“
Sein bester Freund grinste und erwiderte: „Kann sein, ich blick da langsam nicht mehr durch. Aber jetzt mal zu einem anderen Thema: Quidditch! Wann willst du die Auswahlspiele ansetzen, KĂ€pt’n?“
James, der sich gerade ein WĂŒrstchenstĂŒck in den Mund geschoben hatte, setzte kauend zur Antwort an: „Fraidagab’nd. Mir brauschen‘ nen JĂ€ger und‘ nen Treiber.“
Sirius sah ihn verstĂ€ndnislos an und blickte fragend zu Remus, der seiner stillen Bitte nachkam und James‘ Gemurmel ĂŒbersetzte: „Er hat gesagt, dass die Auswahlspiele Freitagabend sind und, dass ihr einen JĂ€ger und einen Treiber benötigt. Soweit ich mich aber erinnern kann, braucht ihr aber auch noch einen Sucher da Geoffrey weg ist. Stimmt doch oder, James?“
Der Angesprochene ĂŒberlegte, schluckte runter und bestĂ€tigte: „Ja, stimmt, Moony!“
„Aber vielleicht kannst du ja den Sucher machen, Krone. Im letzten Jahr als du fĂŒr Geoffrey einspringen musstest, hast du den Schnatz so schnell gefangen, dass das Spiel nur 10 Minuten gedauert hat!“, erinnerte ihn Sirius und James nickte.
„Ja, vielleicht. Ich ĂŒberleg es mir noch.“, lenkte er ein und Sirius sah ihn aufmunternd an. Als sie schließlich alle fertig gegessen hatten, machten sie sich noch zu den restlichen Unterrichtsstunden auf.
Nachdem sie nach der letzten Stunde im Gemeinschaftsraum der Gryffindors angekommen waren, fielen sie kaputt in die freien Sessel am Kamin.
„Was fĂŒr ein Tag!“, murmelte Jules, worauf Lily nickte und hinzufĂŒgte: „Komm, wir machen die Hausaufgaben fĂŒr Verwandlung und ZaubertrĂ€nke noch! Die sind wirklich einfach.“
Die Angesprochene drehte unglĂ€ubig den Kopf zu ihr und meinte mit einem grimmigen Gesichtsausdruck: „Ich hoffe, das ist nicht dein Ernst, Lily. Wir hatten eben erst Unterrichtsschluss und du willst, dass ich gleich weiterlerne?!“
„Nun ja, ich denke schon! Dann hast du es hinter dir.“, erklĂ€rte Lily ihr verstĂ€ndnislos.
„Evans, du nimmst dir die Schule viel zu sehr zu Herzen. Ich werde echt niemals verstehen, was Krone an dir findet. Im Ernst: Du bist doch die totale Streberin!“, mischte sich nun Sirius mit gewichtiger Miene ein, wobei Lily ihn mit entgeistertem Blick anstarrte und verteidigend erwiderte: „Das stimmt doch gar nicht! Ich bin nicht nur ernst, natĂŒrlich ist mir die Schule wichtig, aber ich kann auch lustig sein! Stimmt’s, Jules?!“
Sie sah die Braunhaarige abwartend an, doch die hob nur abwehrend die HĂ€nde und rief laut: „Ich halt mich da raus! Macht ihr das unter euch aus.“
Remus und Peter lachten, was den halben Gemeinschaftsraum auf die Anwesenheit der Rumtreiber aufmerksam machte. Sofort kamen zwei MĂ€dchen zu ihrer Sitzrunde und ließen sich neben Sirius und Remus, dem das sichtlich unangenehm war, fallen.
Sirius zwinkerte den beiden MĂ€dchen kurz zu, wandte sich dann aber zu James um und fragte ihn: „Wie steht’s, wirst du es als Sucher versuchen?“
Der Angesprochene nickte und sagte noch: „Ja, ich denke schon. Ich mochte den Schnatz sowieso schon immer.“
Sirius grinste und schlug seinem Freund auf die Schulter. „Recht so, Krone!“, fĂŒgte er hinzu, worauf Lily ihn argwöhnisch ansah und sich einmischte: „Also ich fand ja schon immer, dass ihr etwas komisch seid, aber diese Spitznamen, die ihr euch vor ein paar Jahren zugelegt habt, sind sogar fĂŒr euch etwas zu abgehoben. Ich meine Moony, Tatze, Krone und Wurmschwanz, was sind das denn fĂŒr Namen?! Außerdem passen die ĂŒberhaupt nicht zu euch.“
Sie sah die vier Jungs der Reihe nach an und fuhr fort: „Also wenn ihr mich fragen wĂŒrdet, wĂŒrde ich ein bisschen was Normaleres vorschlagen.“ Sie schaute dabei auf James, Sirius, Remus und Peter.
„Also ich muss Lils recht geben. Die Spitznamen sind schon irgendwie komisch. Denkt ihr nicht die AbkĂŒrzungen von euren Vornamen wĂŒrden’s auch tun?“, gab nun auch Jules ihren Senf hinzu, worauf Sirius lachte und zu Remus sagte: „Moony, stell dir mal vor, ich wĂŒrde dich Remy nennen!“
Remus Lupin, der gerade mit seinen Verwandlungshausaufgaben angefangen hatte, erwiderte nur lachend: „Ja, und stell dir mal vor, ich wĂŒrde dich Siri nennen. Das wĂ€re doch auch sĂŒĂŸ oder?“
Daraufhin verstummte Sirius wieder und setzte nun zur Antwort auf Lilys Frage an: „Evans, unsere Spitznamen hĂ€ngen alle auch ein bisschen mit unseren Persönlichkeiten zusammen.“
„Wie schmeichelhaft. Habt ihr mal daran gedacht, wie ihr Peter damit aussehen lasst?! Er hat nĂ€mlich einen nicht unbedingt charmanten Namen abbekommen.“, fragte sie Lily mit verschrĂ€nkten Armen, wĂ€hrend sie zu Peter sah, der sich nun klein gemacht hatte.
„Du meinst Wurmschwanz? In gewisser Weise hast du ja recht, Evans, aber sieh mal: Peters Patronus ist eine Ratte. Da passt das doch total gut, wenn wir ihn Wurmschwanz nennen.“, erklĂ€rte Sirius ĂŒberraschenderweise ziemlich ernsthaft.
In diesem Moment fing Lilys Gehirn an zu rattern. Wenn Sirius das, was er da sagte ernst meinte, wĂŒrde das bedeuten, dass die Spitznamen der vier Pappnasen alle von ihren Patroni abhĂ€ngig waren. Oder aber eben von diesen abgeleitet wurden. Dann konnte man also rĂŒckfolgern, dass James Krone genannt wurde, weil sein Patronus ein Hirsch war. Lily runzelte die Stirn. Höchstwahrscheinlich konnte mit Krone bei einem Hirsch nur das Geweih gemeint sein, was den Spitznamen nichtsdestotrotz immer noch skurril wirken ließ. Sirius‘ Name war jedoch offensichtlicher: Tatze konnte man eindeutig einem Hund zu ordnen. Was aber Remus den Spitznamen Moony eingebracht haben sollte, war ihr ein RĂ€tsel. Soweit sie wusste, hatte er ebenfalls keine wirklich starke Erinnerung im vergangenen Jahr besessen, um einen Patronus hervorzubringen.
Remus sah Lily, wÀhrend sie vor sich hin rÀtselte, aufmerksam an, denn sein Freund hatte ihr gerade fast ihr Rumtreibergeheimnis verraten.
Er bezweifelte nun keineswegs, dass sie sein Geheimnis bald herausbekommen und ihn zu Rede stellen wĂŒrde. Er sah wieder zu seiner MitschĂŒlerin, die sich nun nach einem kurzen Nicken zu Sirius ihren Hausaufgaben zuwandte, wo Jules nach einem langen Seufzen auch hinzustieß.
Nachdem sie die Hausaufgaben beendet hatten, war es schon wieder Zeit zum Abendessen und so machten die SiebtklĂ€ssler sich auf den Weg nach unten in die Große Halle. Überall an den Tischen herrschte schon eifriges Geplauder und so setzten sie sich, die Rumtreiber an die eine, die ĂŒbrigen an die andere Seite, an den Gryffindortisch, wo sich schon unglaubliche Mengen an Essen tĂŒrmten.
Die vier Jungen fingen sofort an sich Essen auf die Teller zu schaufeln, wobei sie dabei von den MĂ€dchen mit angeekelten Blicken gewĂŒrdigt wurden. Jules fasste in drei Worten zusammen, was sie alle vier dachten und sagte: „Jungs.“
Die Rumtreiber sahen mit vollen MĂŒndern zu ihr hoch, wobei Remus gesitteter aß, als die anderen drei.
„Das. Ist. Eklig.“, schloss sie und wurde dabei mit zwei bekrĂ€ftigenden Nicken von Alice und Lily unterstĂŒtzt.
„Was denn? Wir haben Hunger!“, erklĂ€rte James und zeigte auf den Haufen mit HĂŒhnchenbeinen auf seinem Teller. „Wie sollen wir denn das kommende Quidditchspiel gewinnen, wenn ich, als unser Sucher, fast vom Fleisch falle?! Quidditchspieler mĂŒssen Muskeln haben!“
Die Braunhaarige sah ihn unglĂ€ubig an, nickte dann aber schlussendlich mit dem Kopf und wandte sich wieder ihrem Salat zu. WĂ€hrend sie aßen, gesellte sich Melody zu ihnen, die Sirius zwar, wĂ€hrend dem Essen, immer mal wieder schwĂ€rmende Blicke zuwarf, aber ansonsten eine recht angenehme Gesellschaft war.
„Also die Hausaufgaben in Verwandlung sind wirklich ziemlich schwer. Könntest du mir vielleicht mal zeigen, was du geschrieben hast, Lily? Bitte, ich bin sonst voll verloren!“, bat sie Lily, die sich gerade eine Gabel von ihrem StĂŒck Siruptorte in den Mund geschoben hatte, und ihr als Antwort zunickte.
„Wirklich?! Das ist voll lieb von dir! Du bist die Beste! Danke, Lily.“, bedankte Melody sich ĂŒberschwĂ€nglich und wollte Lily gerade in die Arme schließen, als Prof. Slughorn mit seinem gewaltigen Bauch zu ihrem Tisch gewatschelt kam und mit lauter Stimme bekannt gab: „Hallo, Ms. Evans, Ms. Bloom, Mr. Potter, Mr. Black, ich bin sehr erfreut sie wieder zu sehen! Ich hoffe ihnen hat der Unterricht heute gut gefallen. Mir scheint, es wĂ€re mal wieder Zeit fĂŒr eines unserer kleinen Treffen. Freitagabend, hatte ich geplant. Ich habe den SchĂŒlern der anderen HĂ€user schon Bescheid gesagt. Zu ihrer großen Freunde kann ich ihnen schon mal sagen, dass Mr. Snape zugesagt hat, Ms. Evans!“
Lilys Miene verfinsterte sich sichtbar, da Severus Snape sie in ihrem letzten Schuljahr als Schlammblut bezeichnet hatte und damit fĂŒr sie bewiesen hatte, dass er keinen Deut besser war, als die anderen Slytherins. Das hatte ihre langjĂ€hrige Freundschaft endgĂŒltig zerstört.
„Ich freue mich schon auf ihr Kommen! Ansonsten sehen wir uns im Unterricht. Einen guten Appetit wĂŒnsche ich ihnen noch!“, beendete Slughorn seinen Monolog und watschelte gemĂŒtlich weiter.
Sirius atmete erleichtert auf und meinte zu James: „Ein GlĂŒck, dass du Freitag die Auswahlspiele machen möchtest! Diese Treffen sind immer total langweilig.“
Der Angesprochene nickte bekrĂ€ftigend und sagte verĂ€chtlich: „Ja und vor allem, wenn Schniefelus da ist - Da kann es ja nur schlimm werden. Wahrscheinlich wird danach der Raum voll mit Fettflecken sein. Von seinen Haaren tropft ja schon das Fett herunter!“
Die beiden Rumtreiber sahen sich grinsend an und lachten dann laut los, unter den bösen Blicken von Lily und Remus.
Jules sah nach der AnkĂŒndigung von Slughorn mit mitleidigem Blick zu Lily, da es nun so schien als ob Lily alleine mit Remus hingehen musste, deshalb legte sie dieser eine Hand auf die Schulter und meinte entschuldigend: „Tut mir echt leid, Lils, aber ich muss auch zu den Auswahlspielen kommen und kann deshalb nicht mit zu dem Treffen kommen. Aber du und Remus habt bestimmt viel Spaß zusammen!“
Sie sah den Braunhaarigen eindringlich an, worauf der nur nickte und sagte: „Ja, das wird bestimmt lustig. Vielleicht hat Slughorn ja jemanden aus dem Zaubereiministerium eingeladen, der uns wieder ĂŒber seine Arbeit berichtet. Das finde ich immer total interessant!“ Lily sah ihn zweifelnd an, schien aber wieder milde gestimmt zu sein und nickte deshalb als BekrĂ€ftigung von Remus‘ Aussage.
„Ja, weißt du noch letztes Jahr als er-“, fing sie an zu erzĂ€hlen und schon bald waren sie in eine anregende Unterhaltung ĂŒber Slughorns GĂ€ste vertieft. Hin und wieder mischten sich die anderen auch mit ein, aber schließlich standen sie alle von ihren PlĂ€tzen auf, um in den Unterricht zu gehen. Dieser erwies sich als ziemlich anstrengend und so fielen sie, nachdem sie alle Hausaufgaben erledigt hatten, erschöpft in ihre Betten.


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Manchmal ist es auch sehr schade, dass eine Figur verschwindet und im nĂ€chsten Band nicht mehr vorkommt. Dazu zĂ€hlt beispielsweise Gilderoy Lockhart, den ich sehr mochte, weil er so furchtbar eitel war und ich mir einen Spaß daraus machte Leute aus dem Showbusiness mit seiner Charakterisierung zu veralbern.
Rufus Beck