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Fanfiction

Die Rumtreiberzeit - Quidditchauswahl und Slughorns Party

von Kathi Weasley

Am nächsten Morgen, als sie aufgewacht waren, zogen sie sich schnell an, um noch etwas vom Frühstück abzubekommen. Danach machten sie sich alle auf den Weg zum Unterricht. Lily trat gerade in das Gewächshaus ein, in dem sie sich die nächsten zwei Stunden aufhalten musste, als ihr etwas auffiel. Nein, nicht Professor Sprouts neuer Hut, obwohl dieser wirklich hübsch war. Nein.
Mit erschrockener Miene blieb Lily mitten in der Tür stehen. Obwohl sie so selten vergesslich war, hatte sie an diesem einen Schultag vergessen Jules aufzuwecken. Na da konnte der Tag ja nur noch gut werden! – Ihre ironische Ader ließ sich heute auch mal wieder blicken.
„Lily, lauf doch bitte weiter!“, ermahnte sie Alice von hinten und die Angesprochene setzte sich zögernd in Bewegung, um zu ihrem Platz zu kommen. Alice gesellte sich gleich zu ihr, da sie schon seit der 1. Klasse so saßen.
Natürlich bemerkte sie sofort, dass etwas mit Lily nicht stimmte und fragte: „Was ist mit dir, Lily? Geht es dir nicht gut? Ist es, weil ich dich eben so grob angesprochen habe? Es tut mir leid, Lily, ich wollte doch nur-“
Lily unterbrach sie: „Ist dir nicht aufgefallen, dass jemand fehlt, Alice?“
Die Angesprochene sah sich suchend um, als ob sie nach Jules suchen würde, und sagte dann schließlich mit verwirrter Miene: „Nein, Frank ist doch da. Wer soll denn sonst noch - Jules! Lily, sie fehlt! Warum hast du das nicht gesagt? Wir müssen sie suchen! Nein, Moment. Ich hab sie auch beim Frühstück nicht gesehen. Hast du sie aufgeweckt?“
Lily schüttelte den Kopf, einerseits wegen der Reaktion ihrer Freundin, andererseits, um ihre Frage zu beantworten. Doch als Erklärung fügte sie noch hinzu: „ Nein, ich hab es irgendwie - vergessen.“
Sie sagte das letzte Wort ganz leise, so als ob sie sich dafür schämen würde und nicht wollte, dass es jemand mitbekommt.
Doch Alice machte ihr einen Strich durch die Rechnung, indem sie etwas lauter sagte: „Du hast es vergessen?! Lily, wie kannst du nur! Du weißt doch ganz genau, dass unsere kleine Langschläferin jetzt erst um 12 Uhr aus dem Bett kommt. Wenn sie gut drauf ist.“
Die kleine Schülerin schüttelte den Kopf, wandte ihn aber sofort um, als Frank ihr zurief: „Hi Alice!“ Sie lächelte ihm verliebt zu und winkte, was Lily seufzen ließ.
Als die junge Professorin Sprout sie um Ruhe bat, blieb Lily nur noch Zeit schnell über ihre Freundin den Kopf zu schütteln. Sobald Frank in Alices Nähe war, benahm sie sich wirklich wie eine Vierzehnjährige die einen Popstar anhimmelte.
„So also, guten Morgen, meine lieben Siebtklässler! Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, in den sieben Jahren: Ich bin Professor Sprout, eure Lehrerin in Kräuterkunde. Auch dieses Jahr befassen wir uns wieder mit verschiedenen Kräutern und Pflanzen der magischen Flora und Fauna. Ich werde ihre praktische Arbeit in diesem Fach und auch ihre theoretische benoten. Wie, dürfte wohl allen klar sein, inzwischen. Ach, übrigens Mr. Black: Nein, ich bin nicht bestechlich, indem man mich auf ein Date einlädt oder mir Schokolade mitbringt. Die vom letzten Jahr war übrigens wirklich köstlich.“, sie kicherte.
Auf so etwas antwortete dieser normalerweise sehr charmant und die Professorin kam ebenfalls in den Genuss seines selbstsicheren Grinsens. Ihre Wangen wurden schon bei dem Gedanken daran etwas rosig.
Doch es kam keine Antwort zurück.
„Nanu, wo ist Mr. Black? Mr. Potter, können sie mir vielleicht eine Antwort geben?“, fragte sie James, der erschrocken hoch fuhr.
Er war gerade hochgradig damit beschäftigt gewesen, Lily zu beobachten, die ihren Blick abwechselnd auf die Tür und die Professorin richtete.
„Hmm?! Was ist?“, fragte er verwirrt, worauf Pomona Sprout seufzte und ihre Aussage wiederholte.
Daraufhin nuschelte James nur: „Verschlafen.“
Die Professorin nickte und fuhr sich abwesend durch die Haare. „In Ordnung. Fangen wir ohne ihn an!“, sprach sie zur Klasse und alle begannen geräuschvoll die Pflanzen vor ihnen unter die Lupe zu nehmen.
Nach etwa zehn Minuten ging jedoch die Tür auf und Jules und Sirius kamen herein, sehr darauf bedacht unbemerkt an der Lehrerin vorbei zu ihren Plätzen zu kommen. Doch das gelang ihnen leider nicht, denn Professor Sprout hatte sie schon entdeckt.
„Mr. Black, schön, dass sie uns auch mit ihrer Anwesenheit beehren. Die gute Ms. Bloom auch – na so etwas. Ich muss ein rotes Kreuz meinem Kalender hinzufügen, meine ich. Haben sie irgendeine glaubhafte Erklärung vorzubringen zu ihrer Verteidigung? Das sie beide verschlafen haben, nehme ich ihnen momentan nämlich nicht ab!“, sprach die Professorin.
Für dumm verkaufen ließ sie sich nur sehr ungern. Und dass manche Schüler meinten, sie würde sie durchwinken und ihnen noch einen Schokofrosch zur Belohnung fürs Zuspätkommen anbieten, war für sie wirklich unglaublich. Nur weil sie vielleicht noch keine 5 als Zehnerstelle im Alter hatte, bedeutete das noch lange nicht, dass sie ihre Schüler wie alte Freunde behandelte und sie zum Kaffeetrinken einlud.
Sirius machte schon den Mund auf, den er zu einem Grinsen verzogen hatte, um etwas zu erwidern, aber Jules kam ihm zuvor: „Aber es war so, Professor, ich schwöre es! Ich würde doch niemals mit dem da-“, sie zeigte mit empörter Miene auf Sirius, „-was anfangen. Da würde ich ja eher noch eine reife Mimbulus mimbeltonia küssen!“
Sie sah angewidert zu dem Rumtreiber an ihrer Seite, doch der grinste weiterhin, so als hätte er den abwertenden Kommentar von ihr gar nicht mitbekommen.
Er wandte sich viel lieber an die Professorin, die nun die Hände in die Hüften gestemmt hatte, und meinte: „Professor, ich kann mich ihr da nur anschließen.“ Er verzog bei den Worten leicht den Mund zu einer gequälten Grimasse. Es war ihm zuwider Bloom Recht zu geben. „Ich habe wirklich verschlafen.“ Er sah Prof. Sprout mit seinem Hundeblick an und die lenkte schließlich tatsächlich ein.
„Na schön, einmal werde ich es ihnen noch durchgehen lassen, da es die 1. Woche ist, aber ich möchte nicht, dass das zur Gewohnheit wird. Gehen sie zu ihren Plätzen. Husch!“, ermahnte sie die beiden Verspäteten und die befolgten ihre Worte nur zu gern.
Jules wurde daraufhin von Lily und Alice, die sie beide grinsend ansahen, an ihrem Platz empfangen.
„Na, hattest du einen schönen Morgen?“, fragte Alice die Braunhaarige mit einem breiten Grinsen.
Die schaute sie nur entnervt an und zischte mit zusammengebissenen Zähnen: „Da. War. Nichts. Zwischen. Black. Und. Mir.“ Lily kicherte und sah zu Sirius, der nun mit grinsender Miene bei James saß.
„Also Black scheint jedenfalls zufrieden mit sich zu sein. Bist du dir sicher, dass ihr wirklich n-“, fing sie an zu reden, doch sie wurde von Jules unterbrochen, die nun etwas lauter als gewollt sagte: „Mensch, Lily! Ja, ich bin mir sicher, dass da nichts war! Ich hab verschlafen. Er hat verschlafen. Und dann sind wir eben zufällig zur selben Zeit hier angekommen. Jetzt, wo das geklärt wäre, lass uns bitte Anfangen. Wir müssen doch sicherlich wieder diese Pflanzen untersuchen oder?“
Sie sah fragend zu ihren beiden Freundinnen, die beide einen bestürzten Blick tauschten.
Und als ob das noch nicht genug wäre, gab Sirius nun auch seinen Senf zu der Sache hinzu: „Hör auf deine kleine Freundin, Evans. Auch wenn ich’s nur ungern zugebe, aber sie sagt die Wahrheit.“
Jules nickte mit grimmigem Geschichtsausdruck und wandte sich wieder der Pflanze vor ihr zu, worauf ihre Freundinnen es ihr nachtaten.
Nach den ersten Stunden bis zum Mittagessen waren sie alle schon sehr erschöpft und ließen sich entsprechend erleichtert auf die noch freien Plätze am Gryffindortisch fallen. Sirius und James schaufelten sich sofort alles auf die Teller, was in ihrer Reichweite war, unter angeekelten Blicken von einiger ihrer Mitschüler.
Jules, die am Morgen kein Frühstück erwischt hatte, tat sich eine größere Portion Nudeln mit Soße auf, was Lily wieder auf die Idee brachte leise zu fragen: „Jetzt sag doch mal, Jules! Was war da heut Morgen los? Du und Sirius, allein?! Das kann doch nicht gut gegangen sein! Erzähl endlich, oder ich werde Prof. Slughorn fragen, ob er mir das Rezept für Veritaserum gibt! Du weißt, er kann mir keinen Wunsch abschlagen.“
Sie grinste verschwörerisch zu ihrer braunhaarigen Freundin, die nur genervt die Augen verdrehte und erwiderte: „Na schön, Lils. Aber eigentlich gibt es da gar nichts zu erzählen! Ehrlich nicht. Aber wenn du es unbedingt wissen willst-“
Lily nickte und nun beugte sich auch Alice zu ihnen rüber, die sich bis jetzt eifrig abwechselnd mit Frank oder ihrer Lasagne beschäftigt hatte.
„Ich will das auch hören!“, quietschte die kleine Schwarzhaarige aufgeregt und Jules schlich ein Grinsen auf das Gesicht.
Während sie ihren Blick kurz durch die Halle schweifen ließ, war sie der festen Überzeugung, dass ihre Freundinnen mit Abstand die neugierigsten Wesen dieser Schule waren. Jedoch bekam sie gerade zufällig mit, wie Eileen Morrington und Joceline Manchester aus Hufflepuff laut aufkreischten und aufgeregt schrien: „Oh mein Gott! Habt ihr schon gehört: Nicole und Alex haben sich getrennt!“ Viele andere Mädchen aus Hufflepuff schienen diese Neuigkeit auch außerordentlich interessant zu finden, denn sie umringten die beiden Kreischhälse sofort und redeten alle auf sie ein. Jules wandte sich wieder ihren besten Freundinnen zu, die sie nach wie vor abwartend ansahen. Vielleicht gab es doch noch neugierigere Menschen als sie.
„Also-“, begann sie zu erzählen.

Rückblick: Morgens im Schlafsaal der Siebtklässlerinnen von Gryffindor
Die Schulglocke erklang laut als Zeichen, dass der Unterricht begann und alle Schüler der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei waren in ihren jeweiligen Klassen, bis auf ein paar vereinzelte Jugendliche, die zu ihren Klassenzimmern hetzten. Obwohl der Unterricht also schon begonnen hatte, war eine zierliche 17-Jährige gerade erst dabei sich eilig im Bad fertig zu machen.
„Mist, Mist, Mist! Wie kann mir Lily das nur antun?! Verdammter Hippogreifmist!“, fluchte das Mädchen und stieß sich beim Verlassen des Bades heftig den Fuß am Türrahmen an. „Au! Verdammt, nicht auch das noch!“
Sie hüpfte zu ihrem Bett, auf dem schon ihre Schuluniform lag und streifte diese in umständlichen Hüpf-Fall-Manövern über. Schließlich war sie fertig angezogen und lief, sich eilig die Tasche über die Schulter werfend, die Treppe in den Gemeinschaftsraum hinunter. Auf der Treppe warf sie gehetzt einen Blick auf ihre Armbanduhr und fluchte erneut laut auf.
„So ein Dreck! Sprout wird mir gleich in der ersten Woche Strafarbeiten aufbrummen.“, prophezeite sie sich selbst und stolperte noch schneller die letzten Treppenstufen hinunter, den Blick schon auf die Tür des Gemeinschaftsraumes gerichtet. So bekam sie nicht mit, wie mit ihr noch jemand den Gemeinschaftsraum durchquerte und stieß mit voller Wucht mit ihrem Gegenüber zusammen.
So fand sie sich nach einem kurzen Schreckmoment, auf dem flauschigen Boden des Gemeinschaftsraumes sitzend, wieder. Gerade als sie dabei war ihre Bücher und Ähnliches, was bei dem Sturz aus ihrer Tasche gekullert war, zusammenzuraffen wurde sie von jemandem angefahren: „Pass das nächste Mal besser auf, wo du hingehst, Bloom! Dafür wird dein Verstand wohl gerade noch ausreichen!“
Jules stutzte und stand auf, den Blick nun starr auf Sirius Black gerichtet. Er stand schon aufrecht im Gemeinschaftsraum und sah sie vorwurfsvoll an, dabei ließ er seine Augen über sie gleiten, wie ein Identifizierungsprogramm seine Laserstrahler über einen Gegenstand. Ihr Hemd, das eigentlich immer reingesteckt werden musste, hing locker über ihrem etwas zerknitterten Rock. Ihr einer Schuh war noch nicht richtig gebunden, sondern die Schnürsenkel waren an die Seiten gesteckt, außerdem lag ihre Krawatte nicht um ihrem Hals, sondern locker auf ihrer Tasche. Das alles hatte er mit einem kurzen Blick bemerkt, doch nicht, dass sie sich nun direkt vor ihn hingestellt hatte. Jules fuhr sich durch ihre unordentlichen Haare, die sie mit einem lässigen Handgriff hinten zu einem hohen Dutt zusammen fasste, und verengte ihre Augen zu Schlitzen.
„Wie war das?! Hast du gerade eben behauptet, ich wäre dumm? Jetzt hör mir mal kurz zu, Black, ich-“, zischte sie gefährlich leise, doch Sirius unterbrach sie und deutete mit einem Finger auf seine Armbanduhr: „Wollen wir das lieber auf später verschieben? Ich glaube kaum, dass Sprout Verständnis für unser Zuspätkommen aufbringen wird, wenn wir ihr die Ausrede auftischen, dass wir eine längere Auseinandersetzung hatten.“
Durch diese Aussage von ihm wurde die Siebtklässlerin wieder auf den Zeitdruck aufmerksam, wegen dem sie sich eigentlich so beeilt hatte, und sie fluchte erneut laut: „Mist!“
Sirius grinste breit und folgte einer nun davon stürmenden Klassenkameradin aus dem Raum, den Ruf der fetten Dame ignorierend.
„Kinder, ihr seid viel zu spät!“, kreischte sie ihnen hinterher, worauf Jules nur murmelte: „Ach echt? Wär ich ja nie draufgekommen!“
Sirius lachte leise, stets mit einem Grinsen im Gesicht. Dieses Dauergrinsen sollte strafbar sein bei dieser menschenunwürdigen Uhrzeit so früh am Morgen. Dass die Strafe vermutlich gar nicht so weit entfernt anlag, fiel Jules in diesem Moment jedoch gerade ein. Sprout würde ihnen garantiert nicht gratulieren und ein Willkommenskomitee arrangiert haben. Jedoch erschien ihr die Aussicht auf Kräuterkunde noch erfreulicher als die auf Verwandlung.
Doch ihre Gedanken wurden nicht erhört, denn Sirius öffnete schon wieder den Mund und sagte: „Sag mal, ist das eigentlich Absicht, dass du aussiehst, als ob du gerade von einem Stell-dich-ein mit jemandem geflohen bist?“
Jules sah im Laufen an sich herunter. Daraufhin fing sie sofort an gehetzt ihre Kleidung zu richten. Bei ihrem Aufzug würde manch einer noch auf falsche Gedanken kommen, wenn sie mit Sirius Black im Schlepptau durch die Gewächshaustür schritt.
Sie wollte sich gerade ihr Hemd reinstecken, als sie auf der Treppe ausrutschte und nur noch durch zwei hervorschnellende Arme gehalten werden konnte. Der Schrei blieb ihr im Hals stecken und sie ließ ihre Tasche erneut fallen, die nun ihren gesamten Inhalt über die Stufen verteilte.
Sirius hatte Jules gerade noch festhalten können, bevor sie die kalten Steinstufen der Treppe hinuntergefallen war, dabei hatte er seine Arme schnell unter ihre gelegt und sie so nach oben gezogen. So standen sie nun da, wobei Sirius ihren Duft einatmete und feststellen musste, dass sie sehr blumig roch.
Jules jedoch riss sich, nachdem sie den Schock überwunden hatte, sofort von ihm los und meinte: „Danke, ähm, ja ich schätze, ich muss dann mal - also meine Sachen aufsammeln - du weißt schon, was ich meine. Ach vergiss es!“
Sie sah in gequält an und Sirius lachte laut los. Glucksend ging er weiter, um ihr beim Aufsammeln ihrer Sachen zu helfen.
Dabei sagte er noch ernsthaft: „Ist schon in Ordnung, du musst dich nicht bedanken. Was hätte ich denn sonst machen sollen, außer dich festhalten: Dich runterfallen lassen und riskieren, dass du dir irgendwas brichst? Wohl eher nicht, denn dann würde Krone mir was brechen, wenn er davon Wind bekommen würde!“
Ihr huschte ein kleines Lächeln über das Gesicht und sie fuhr fort die letzten Dinge aufzuheben. Als sie alles beisammen hatte, richtete sie noch ihre Kleidung fertig, unter den grinsenden Blicken von Sirius, und sie beendeten schlussendlich ihren Weg vor der Tür zu ihrem Gewächshausklassenzimmer.
„Dir ist aber schon klar, dass ich nur, weil du mich vor einem weiteren Treppenunfall gerettet hast, ab jetzt nicht für alle Zeiten vor dir zu Kreuze kriechen werde, oder? Das werd ich nämlich garantiert nicht!“, stellte sie energisch klar und sah fragend zu dem Schwarzhaarigen hoch, der etwas größer als sie war.
„Schade.“, erwiderte er nur und klang dabei wirklich etwas bedauernd, was sie zum Lachen brachte und den Kopf schütteln ließ.
„Warum bist du eigentlich zu spät?“, fragte Jules und stellte fest, dass das noch gar nicht zur Sprache gekommen war.
„Verschlafen.“, antwortete Sirius und die Braunhaarige nickte, während sie sagte: „Ich auch. Dank Lily!“
Der Schönling lachte und meinte ungläubig: „Evans?! Die vergisst das doch sonst nie!“
Daraufhin zuckte sie mit den Schultern und erwiderte: „Was weiß ich, was heute bei ihr los war. Aber wir sollten langsam wirklich reingehen, auch wenn die Anderen jetzt, wer weiß was, denken werden.“
Er grinste anzüglich und konnte nur noch fragen: „Wäre das denn so schlimm?“
Doch die Antwort darauf schien er nicht zu bekommen, da sie, als sie im Raum waren, sofort von Professor Sprout ausgefragt wurden.
Rückblick: Ende

„So jetzt wisst ihr alles. Noch Fragen?“, beendete Jules ihren Vortrag und sah ihre beiden besten Freundinnen abwartend an, die sie jedoch beide mit offenem Mund anstarrten.
Alice kam als Erste wieder zu sich und fragte: „Moment! Er hat dich vorm Treppenfall bewahrt und hat nicht verlangt, dass du dich bedankst?! Er hält es dir nicht vor?!“
Jules schüttelte den Kopf und meinte: „Bis jetzt nicht.“
Alice nickte nachdenklich und wollte wieder etwas erwidern, als Frank wieder auf sich aufmerksam machte und sie in Beschlag nahm.
Daraufhin fragte Lily noch einmal: „Und du bist dir ganz sicher, dass es Black war?!“
Jules seufzte und ging alle Merkmale durch: „Lange Haare, die er immer nach hinten wirft? Check. Arrogantes Grinsen? Ja. Laserblick, bei dem man das Gefühl hat, bis auf die Unterwäsche durchleuchtet zu werden? Jep. – Ja, ich bin mir sicher, dass er es war.“
Danach schien Lily überzeugt, grübelte aber immer noch über Sirius‘ Reaktion nach. Der wiederum unterhielt sich, nachdem er fertig gegessen hatte, mit James über Quidditch. Mal wieder.
„Mal im Ernst, Krone, wir brauchen gar keine Auswahlspiele zu machen! Wir nehmen einfach die, die letztes Jahr als Zweitbeste geflogen sind und damit hat sich die Sache.“, versuchte Sirius James zu überzeugen, die Auswahlspiele ausfallen zu lassen.
Doch der Angesprochene schüttelte den Kopf und meinte ernst zu seinem besten Freund: „Aber es könnte ja sein, dass es jetzt Bessere gibt!“
Sirius schnaubte und sagte ungläubig zu seinem besten Freund: „Also wirklich, du beleidigst mich! Wie kannst du nur glauben, es gäbe noch einen besseren Jäger wie mich?!“
Sirius schien ehrlich verletzt, was James zum Grinsen brachte. „Tatze, du fliegst gut. - Aber Jules fliegt auch gut. Vielleicht gibt es ja irgendjemanden in Gryffindor, der auch noch so gut fliegt wie wir. Als Teamkapitän muss man eben tun, was für das ganze Team gut ist!“, erklärte James, während Sirius nur seufzend nickte. James aß noch seine Pizza fertig und danach gingen die vier Jungs zu ihren letzten Unterrichtsstunden, gefolgt von den Mädchen, die anscheinend in eine sehr interessante Unterhaltung vertieft waren.
Am späten Nachmittag war endlich für alle die letzte Unterrichtsstunde zu Ende und sie Schüler und Schülerinnen vergnügten sich in Aussicht auf ein lernfreies Wochenende in ihren Gemeinschaftsräumen oder am noch einigermaßen warmen See. Lily hatte ihre Schulsachen mit hinausgenommen, da sie noch ihre Hausaufgaben erledigen wollte, doch nun lagen sie unbeachtet neben ihrem Handtuch, auf dem sie sich ausgestreckt hatte. Jules lag unter einem Baum gleich daneben, auch sie hatte ihre Schulsachen noch dabei, da sie am Morgen auch gleich ihre Quidditchkleidung in ihre Tasche gestopft hatte. Einige ihrer Mitschüler lagen auch ganz in der Nähe, unter anderem natürlich auch die Rumtreiber.
Jesus Christ – Ihr hätte klar sein müssen, dass ein Sirius Black sich den Anblick von so viel nackter Haut nicht entgehen lassen würde. Jules schnaubte, was von Lily mit einer hochgezogenen Augenbraue quittiert wurde. Sie seufzte und wollte gerade wieder ihre Augen schließen, als ihr etwas einfiel, was sie hochfahren ließ.
„Oh nein! In zwei Stunden muss ich schon bei Slughorns Party sein! Was soll ich nur anziehen?!“, fragte Lily aufgeregt, doch es war nicht Jules, die antwortete, sondern eine schnarrende Stimme: „Willst wohl bei Slughorn landen, was Evans?! Der ist ja der Einzige, dem deine Muggeleltern egal sind.“
Das Mädchen fuhr herum und erblickte fünf Slytherins, die sich vor ihr aufgebaut hatten.
Auch Jules wurde so auf die Besucher aufmerksam, richtete sich auf und fuhr gleich dazwischen: „Sprich nicht von Sachen, von denen du nichts verstehst, Mulciber! Oder willst du mir weiß machen, dass du inzwischen bei Sophia Bucket Erfolg hattest?! Das glaubst, du doch selbst nicht!“
Sie lachte und zog so die Aufmerksamkeit von denen, die in ihrem näheren Umfeld sitzenden auf sich. Mulciber zog seinen Zauberstab und richtete ihn auf die Jules, die sich schützend vor ihre Freundin gestellt hatte.
„Halt deinen Mund, Bloom, oder ich werde Ihm erzählen, was für eine dreckige Blutsverräterverwandtschaft du hast. Dein Bruder soll ja auch nicht gerade eine große Nummer sein, sondern gibt sich lieber mit den Missgeburten aus Gringotts ab.“, lachte Mulciber laut und seine Freunde stimmten mit ein.
Während ihr die Zornestränen in die Augen stiegen, konnte Jules sich kaum noch zurückhalten. Ihre Hand zuckte kurz, jedoch besann sie sich, bevor sie ihr noch ausrutschen konnte. Sie ging stattdessen auf den Slytherin zu, der sie inzwischen hasserfüllt musterte, bis, dass sie genau vor ihm stand.
„Merk dir eins: Du hast keine Ahnung von meiner Familie und sollte ich noch einmal mitbekommen, wie du Lily irgendwie fertig machst - bist du fällig. Das versprech ich dir.“, zischte sie, aber der Slytherin beachtete sie nicht, denn er sah auf etwas, was hinter ihr stand.
„Lass mich das lieber übernehmen, Jules. Ich wollte ihn schon lange mal für irgendwas verprügeln.“, sagte eine Stimme hinter der Braunhaarigen, worauf sie sich umdrehte und erkannte, dass es James war, der mit Remus, Peter und Sirius hinzugekommen war.
Sirius und er hatten schon ihre Zauberstäbe gezogen, bereit einen Fluch auszusprechen, als Prof. McGonnagal herbei gestürmt kam und wütend sprach: „Also wirklich. Was ist denn hier schon wieder los? Als ich diese Stelle hier vor ein paar Jahren angenommen habe, wurde mir nicht berichtet, dass ich es hier auch noch mit Kampfwilden zu tun bekomme! Immer dasselbe mit ihnen. Potter, Black, Mulciber, Avery, Snape und sie hier auch! Folgen sie mir in mein Büro! Sofort!“
Die Angesprochenen warfen sich weiterhin hasserfüllte Blicke zu, folgten aber der Aufforderung der strengen Lehrerin und gingen in Richtung Schloss. Lily stand wie versteinert da und konnte nicht fassen, was gerade passiert war. Sie sah wie in Trance, dass auch Jules mit ins Schloss ging, und bemerkte dabei nicht, dass sich jemand zu ihr stellte.
„Geht’s dir gut, Lily?“, fragte ein Junge, den sie als Remus Lupin erkannte. Sie nickte und ließ sich von Alice, die auch hinzugekommen war, umarmen.
„Sev war auch dabei. Wie kann er nur? Natürlich, hat er letztes Jahr - Aber das. Wir waren doch mal gute Freunde. Wie kann er da nur mitmachen?“, flüsterte Lily, so dass nur Alice es hören konnte.
Die zuckte nur mit den Schultern und meinte zu den Anderen gewandt: „Ich geh mit Lily zurück ins Schloss. Bis dann. Ciao, Frank, wir sehen uns dann ja noch.“
Lily nahm danach ihre Tasche und machte sich mit Alice auf den Rückweg in das Schloss.
Kurz darauf waren sie im hauseigenen Gemeinschaftsraum angekommen und saßen in den kuschligen Sesseln am Feuer. Lily hatte gerade mit den Hausaufgaben angefangen, als Jules, James und Sirius hereinkamen, offenbar in einer hitzigen Diskussion versunken.
„Eine Woche Nachsitzen! Das kann doch nicht wahr sein. Wir haben doch gar nichts gemacht!“, beschwerte sich Sirius gerade lautstark und James nickte zustimmend.
„Das ist alles denen ihre Schuld! Hat die McGonnagal eigentlich mal einen Moment daran gedacht, dass die Quidditchmannschaft auch irgendwann mal Zeit haben muss zu trainieren, um zu gewinnen?!“, regte sich James auf, was Lily, die durch die lauten Stimmen aufmerksam geworden war, den Kopf schütteln ließ.
Lily blickte zu Jules, die sich immer noch nicht an der Diskussion beteiligt hatte. Dass Potter nun schon wieder nur noch von Quidditch redete, war nichts Ungewöhnliches für sie. Aber dass Jules es ihm nicht ebenfalls gleichtat, war es. Ob das Gerede von Mulciber ihr doch mehr zugesetzt hatte, als sie vorspielte?
„Das bringt mich wieder auf eine Idee, Krone. Haben wir jetzt nicht die Auswahlspiele?“, fragte Sirius seinen Freund grinsend, worauf der sich mit der flachen Hand auf sie Stirn schlug und erschrocken sagte: „Stimmt! Wir müssen sofort zum Feld! Die warten da wahrscheinlich alle schon. Mist! Das ist alles nur wegen diesen Slytherins. Die haben meinen Zeitplan voll über den Haufen geworfen. Ich wollte noch eine Rede schreiben!“ Sirius lachte über die verzweifelte Miene seines Freundes, der in der Zwischenzeit nach oben in ihren Schlafsaal geflitzt war, um ihre Besen zu holen.
„Eine Rede? Du und eine Rede schreiben? James Potter kann doch sowas aus dem Steh-greif.“, meinte Lily mit einem Grinsen auf dem Gesicht, was James zum Lächeln brachte und erwidern ließ: „Naja, manchmal fehlen sogar einem James Potter die Worte, glaub mir. Aber bei dir weiß ich immer, was ich sagen will, Lily, nämlich:-“
Jules stieß ihm den Ellbogen in die Seite und schüttelte hastig den Kopf, was James stocken ließ.
„Naja, wir müssen dann auch mal, Lils. Bis heute Abend dann und viel Spaß auf Slughorns Party! Bye, Alice.“, verabschiedete sich Jules schnell mit einem kleinen Lächeln zu Lily und Alice, die ihren Gruß überrascht erwiderten. James und Sirius folgten der Braunhaarigen hinaus, während sie ihre Besen schulterten und sich fragende Blicke zuwarfen.
Als sie draußen waren und mit wehenden Umhängen auf das Quidditchfeld zu liefen, fragte James: „Sag mal, was sollte das denn eben? Ich wollte sie doch gerade fragen, ob sie mit mir ausgehen will!“
Jules lächelte mild und fragte ungläubig zurück: „Denkst du wirklich, sie hätte nach dem was heute passiert ist, eingewilligt?! Glaub mir, James, sie ist im Moment garantiert nicht in der Stimmung, ein Date mit dir zu haben.“
Sie band sich die Haare neu zu einem Dutt zusammen und richtete ihren Quidditchumhang, während sie ihren Besen kurzzeitig an James übergeben hatte.
Der sah ihr wartend dabei zu und fragte sie mit einem unruhigen Blick zu Sirius: „Was ist denn mit dir? Wie geht’s dir denn? Ich hoffe, du hast dir das was Mulciber gesagt, hat nicht zu sehr zu Herzen genom-“
Jules grinste in an und sagte: „Mir geht’s gut, mach dir keine Sorgen. Ich nehm mir doch das, was diese linke Bazille redet, nicht zu Herzen.“
Sie versuchte ihn aufmunternd anzusehen, doch ihre Augen strahlten Besorgtheit aus.
James legte ihr einen Arm um die Schultern und flüsterte ihr zu: „Sei unbesorgt. Ich pass auf dich auf, Kleine, und die anderen auch. Was deine Familie betrifft, kann ich dir nur versichern, dass sowohl deine Eltern als Auroren, als auch dein Bruder als Fluchbrecher, genügend Verstand besitzen, um sich verteidigen zu können. Das mit Voldemort war aber von diesem Breitmaul sowieso nur eine leere Drohung.“
Sie schniefte und sah zu Sirius, der neben ihnen herlief und sie grinsend beobachtete. Schließlich konnte er sich anscheinend einen Kommentar nicht mehr verkneifen und sagte neckend zu James: „Krone, ich dachte, du stehst auf Evans?! Wenn die jetzt wieder frei ist, könnte ich sie mir ja schnappen.“
Er lachte, doch James sah ihn nur mit zusammen gekniffenen Augen an und sagte warnend: „Lily wird nicht eine von deinen Puppen werden, Tatze! Außerdem ist sie nicht frei!“
Sirius lachte noch lauter und auch Jules fing an zu kichern, worauf James schnaubte und so etwas murmelte, wie: „Und sowas nennt sich Freund!“
Jules grinste Sirius zu, worauf sie ein noch breiteres Grinsen zurück bekam – Rumtreibergrinsen. Sie unterhielten sich noch eine Weile bis sie letztendlich beim Quidditchstadion ankamen und James seine Pflichten als Teamkapitän erfüllen musste. Die Auswahl der neuen Spieler zog sich wieder ziemlich hin, da viele Mädchen auch einfach nur wegen Sirius und James gekommen waren und sich einen Spaß daraus machten, einfach nur kichernd da zustehen und bei den unlustigsten Sachen der beiden zu lachen.

So dauerte es gut drei Stunden bis sie endlich die fehlenden Posten besetzt hatten und sich erschöpft in die Umkleide quälten.
„Oh Mann, das hat ja gedauert!“, seufzte Jules und ließ sich auf eine Bank in der Umkleide fallen, neben sie setzten sich Lara Dixon, eine Fünftklässlerin, die die neue Treiberin geworden war, und Ben Griffiths, der andere Treiber. Gegenüber von ihnen saßen Sirius, Florence Baker, die eine neue Jägerin war, und Logan Richardson, der Hüter der Gryffindormannschaft. James war im Kapitänsbüro verschwunden und schrieb ihre Namen auf ein Blatt Pergament, welches er, als er wieder heraus kam, an der Wand befestigte.
„Okay, Leute, ihr habt heute gut gespielt! Ich denke, mit dieser Mannschaft können wir den Pokal gewinnen!“, rief er seinen Team-Mitgliedern zu, was mit lautem Gebrüll erwidert wurde. James grinste selbstzufrieden und beglückwünschte die neuen Teammitglieder, die allesamt überglücklich waren.
Danach gingen sie alle zurück ins Schloss und wurden von Lily und Remus schon empfangen.
„Hey, na wie ist es gelaufen? Konntet ihr alle Plätze gut besetzen?“, fragte Lily, während sie ihr Buch weglegte. Ihre Hausaufgaben hatte sie noch fertig gemacht.
„Ja, ganz okay. Es sind anscheinend doch noch ein paar verborgene Talente in Hogwarts.“, antwortete die Braunhaarige und setzte sich, obwohl ihre Kleidung etwas verschmutzt war, in den Sessel neben Lily.
Lily nickte verständnisvoll nach ihrer Antwort, worauf James sich einmischte: „Ja, besonders die Mädchen in Hogwarts scheinen besser geworden zu sein im Quidditch. Lara Dixon und Florence Baker sind wirklich gut!“
Lily, die seit jeher sozusagen die Anführerin der Emanzipationsbewegung in Hogwarts gewesen war, strahlte ihn an und sagte bestätigend: „Ja, aber auch in anderen Berufen sind Frauen jetzt viel mehr vertreten. Es ist von der Zaubererbehörde für Statistiken bestätigt worden, dass die Summe der Frauen in Führungspositionen in den letzten Jahren um 1/3 gestiegen ist!“
James lächelte, da er sich freute, dass sie auf seinen Versuch ein Gespräch zu beginnen, eingegangen war, doch Sirius lachte nur hinter vorgehaltener Hand, weshalb Jules ihm einen strafenden Blick zuwarf.
„Vielleicht können wir uns beim nächsten Schulsprechertreffen ja mal diese Statistiken ansehen. Natürlich nur, wenn du Lust hast!“, schlug James schüchtern vor.
Lily blickte ihn stirnrunzelnd an. Einerseits könnte sie ihn für seine Dreistigkeit sie schon wieder um ein Date zu bitten verhexen, andererseits musste sie jedoch auch zugeben, dass ein Schulsprechertreffen in ihren Augen sowieso mal angebracht gewesen war. Dass James sogar selbst noch vorschlug eines abzuhalten, imponierte ihr in gewisser Weise sogar noch – was sie sofort auf die Tatsache schob, dass sie zu viel mit Melody in letzter Zeit geredet hatte. Da färbten positive Ansichten über James Potter gewiss leicht ab. Nichtsdestotrotz sagte ihr sein Vorschlag eigentlich schon zu.
So sagte sie entschlossen zu James, der sie schon niedergeschlagen, wie erwartungsvoll anblickte: „Ja, können wir machen. Wenn dir nächster Dienstag passt?“
James nickte schnell, aber Sirius raunte ihm zu: „Krone, da haben wir Nachsitzen bei McGonnagal.“
Dadurch hielt James im Nicken inne und meinte entschuldigend zu Lily, die ihn schon misstrauisch ansah: „Tut mir leid, Lily, aber da hab ich Nachsitzen. Vielleicht ein anderes Mal?“
Lily sah ihn überrascht an. Die ganze Situation wirkte vollkommen verdreht für sie. Es sollte umgekehrt sein: James wurde von ihr zurückgewiesen und nicht sie von ihm. Was war das hier? Gegenteiltag?
Doch sie nickte nur und nahm sich wieder ihr Buch, um weiterzulesen. Die Quidditchspieler zogen sich noch um und kurz danach war es auch schon wieder Zeit für das Abendessen, wobei Lily und Remus oben blieben, da sie ja schon bei Slughorn gegessen hatten.
Als sie alle wieder oben im Gryffindorturm waren, machten sie es sich in ihren jeweiligen Schlafsälen gemütlich. Die Mädchen zogen sich also schnell ihre Schlafkleidung an und setzten sich in einem Kreis in die Mitte des Raumes, um über den Anfang des neuen Schuljahres zu sprechen. Nachdem sie die allgemeinen Schulsachen, wie Lehrer, Lernstoff und Stundenplan, durchhatten, wandte sich Jules ihrer besten Freundin zu, die nebenbei in einem Buch las.
„Sag mal, Lils, wie war’s eigentlich auf Slughorns Party? Du hast ja gar nichts erzählt.“, fragte sie neugierig, worauf sich auch die anderen Mädchen der Rothaarigen zuwandten.
Die zuckte nur die Schultern und sagte immer noch lesend: „War okay.“
Jules verdrehte die Augen, während Alice nur ungläubig schnaubte. Kurzerhand nahm Melody Lily ihr Buch weg, die natürlich sofort protestierte, und warf es auf ihr Bett.
„Jetzt wird nicht gelesen, Lily! Erzähl uns was bei Sluggy war oder ich nehm dir deine anderen Schulbücher auch noch ab!“, wies sie die Schulsprecherin zurecht, die sehnsüchtig zu ihrem Buch sah.
„Manno, ich war grad bei so einer spannenden Stelle!“, maulte sie Melody an, die grinsend vor ihr saß und sie auffordernd ansah. Jules gähnte und Alice suchte sich eine angenehmere Stellung auf dem Boden, als Zeichen dafür, dass sie ewig warten würde, bis ihre Freundin mit der Sprache rausrücken würde.
Die seufzte nur und fing widerwillig an zu reden: „Okay, also das war so-“

Rückblick: Auf Slughorns Party
Lily Evans und Remus Lupin gingen in das hergerichtete Büro von ihrem Zaubertrankprofessor, der ihnen auch schon erfreut lächelnd entgegen watschelte.
„Ms. Evans und Mr. Lupin! Freut mich außerordentlich, sie hier zu begrüßen!“, sagte er und Remus fühlte sich, durch das pompöse Verhalten seines Lehrers als ob sie gerade den Orden des Merlin verliehen bekommen hätten. Er grinste und erwiderte, wie Lily, den Gruß des Professoren.
Danach setzten sie sich um den runden Tisch und fingen an zu essen, während kleine Elfen um sie herum wuselten und ihre Gläser auffüllten. Lily hörte den Slughorns Reden aufmerksam zu, um ja nichts zu verpassen, was annähernd mit dem Unterricht zu tun haben könnte. „-und dabei habe ich die Wirkung des Bezoars herausgefunden. Eine erstaunliche Geschichte, nicht wahr?!“, endete Horace Slughorn mit seiner Erzählung.
Er strahlte in die Runde, bemerkte jedoch nicht die gelangweilten Mienen seiner Schüler.
„Naja, aber jetzt kommen wir zu einem interessanteren Thema: Euch! Dies ist unser erstes Treffen dieses Jahr und wir haben auch einige neue Mitglieder!“, verkündete er freudig und blickte dabei zu einigen jungen Fünftklässlern, die über ihren Tellern eingenickt waren. „Also, meine Lieben, fangen wir an. Wie wäre es mit ihnen Mr. Black? Wie ich gehört habe, stammen sie von einer sehr hochrangigen Familie ab.“, begann Slughorn Regulus auszuquetschen, der ihn nun aufschreckend angrinste und bestätigend nickte.
„Ja, Professor.“, sagte er, was Lily aufmerksam darauf machte, dass er genau dieselbe Stimme, wie Sirius hatte.
Sie betrachtete den schmächtigen Jungen, der nun anfing von seiner Familie zu berichten.
Regulus Black sah eigentlich aus wie eine jüngere Version von Sirius, bloß ein bisschen ernster. Er war, wie sie hörte, der zweite Sohn der Blacks, aber, im Gegensatz zu Sirius, in Slytherin, wie auch seine Vorfahren. In seinem Haus hatte er sich mit ein paar Slytherins angefreundet, die, dem Namen nach, genau die Sorte von Leuten waren, die Lily für ihre Abstammung piesackten. Sie sah verstört zu Remus, der Regulus stirnrunzelnd musterte und ihren Blick nur nickend erwiderte. Das Gespräch des Schülers mit seinem Lehrer endete gerade in einem lauten Auflachen Slughorns.
„Sie sind wirklich ein außergewöhnlicher Junge, mein lieber Mr. Black, und ganz anders als ihr Bruder Sirius. Eine Schande, dass er nicht auch in meinem Haus ist, aber er soll sich ja auch ganz gut in Slytherin machen, wie ich gehört habe. - Wie sehen sie das denn, Regulus?“, fragte Slughorn und nun war dem Gespräch der beiden ungeteilte Aufmerksamkeit der Sitzrunde zuteil.
Regulus schien nun reservierter, denn er beantwortete die Frage nur recht kurz angebunden: „Mein Bruder und ich, wir haben nicht mehr das engste Verhältnis, Sir, also möchte ich sie bitten, ihn dies bezüglich selbst zu fragen.“
Der Bart des Professors verzog sich nach unten, aber er entgegnete nun, wenn auch mit enttäuschter Miene: „Nun ja, wenn ihnen diese Frage zu persönlich ist, werde ich das selbstverständlich tun. Machen wir weiter mit ihnen, ja!“
Er redete mit einer zierlichen Fünftklässlerin aus Ravenclaw weiter, was wieder ziemlich langweilig war und deswegen, warteten die meisten Schüler nur noch das Ende des Abendessens ab, welsches auch relativ schnell eintrat. Sie verabschiedeten sich noch freundlich von ihrem Professor und gingen in ihre jeweiligen Gemeinschaftsräume zurück.
Rückblick: Ende

„-und das war’s! Na, war doch nichts Besonderes oder?“, endete Lily und sah in die Runde ihrer Freundinnen, die nun jeweils mit stirnrunzelnden Gesichtern zurück sahen.
Jules war die Erste, die die richtigen Worte fand.
„Wieso hat er nie etwas von seinem Bruder erzählt? Ganz allgemein von seiner Familie?“, fragte sie verwundert und erntete darauf vielfältiges Schulterzucken ihrer Freundinnen.
„Keine Ahnung.“, antwortete Alice und fuhr sich gähnend durch ihre kurzen schwarzen Haare.
„Denkst du, Remus hat es gewusst?“, fragte Melody, die besorgt aussah, wahrscheinlich, weil sie befürchtete, dass Sirius etwas belastete und das ihre mögliche zukünftige Beziehung beeinflussen könnte.
Lily, die nun von allen wieder angeschaut wurde, nickte und beantwortete ihre Frage: „Ja, er hat es gewusst. Sirius wird es den Rumtreibern garantiert gesagt haben.“
Jules nickte und gähnte, wobei Alice, Lily und Melody gleich in ihr Gähnen einstiegen.
„Kommt, wir gehen ins Bett!“, schloss Lily ihr Treffen ab und alle krabbelten müde in ihre weichen Betten, die schon auf sie warteten.


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