Hinter dem Schleier - La mer
von September1st
So, wie versprochen, das sonntägliche Kapitel
Das nächste gibt es wahrscheinlich schon am Freitag oder Samstag, da ich danach eine Woche auf Klassenfahrt bin. Ich kann leider noch nichts garantieren, gelobe aber, mein Bestes zu tun, damit die Geschichte bald „aus dem Saft“ kommt. Bis es soweit ist, wünsche ich allen viel Spaß mit dem neuen Kapitel.
@LiaMalfoy: Danke für das Kompliment. Es freut mich sehr, dass dir auch der Fortgang der Handlung gefällt. Was Petunia angeht, wollte ich ihr endlich mal einen „richtigen“ Grund geben, ihre Schwester zu hassen. Ich fand das in den Büchern immer ein wenig nebulös. Bei der Persektive komm ich leider noch ein wenig durcheinander, da ich immer zwischen Lilys „ich“ und James „er“ wechseln muss und in James Perspektive natürlich über Lily auch als „sie“ schreiben muss. Das Chaos ist also komplett ;)
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Kapitel X
La mer
Am Tag darauf fand die Beisetzung der 16 Getöteten statt. Es wurden anerkennende Reden gehalten, man nahm am Trauerkaffee teil, plauderte, tratschte und erzählte sich vermeintlich einfallsreiche Anekdoten über die Verstorbenen.
Um dem zu entgehen verließ ich das Schlossgelände, sobald ich mich am Grab endgültig verabschiedet hatte und zog mich in meinen Schlafsaal zurück. Keine Sekunde länger hätte ich Petunias bohrenden Blick mehr standgehalten. Ihre Worte hallten nach wie vor in meinem Kopf: Schuld. Ich war schuldig.
Sie hatte sich furchtbar aufgeregt, dass unsere Eltern nicht auf einem Muggelfriedhof beerdigt werden sollten und Dumbledore beschimpft, weil er sie immer noch in Hogwarts behielt. Doch sie war nicht die einzige, die sich mittlerweile reichlich eingesperrt vorkam: Große Teile des Phönixordens waren im Schloss einquartiert worden. Sie alle hatten sich in der Festung vor Voldemort verbarrikadiert.
„Phönixtränen.“, murmelte ich.
Die heute ganz in schwarz gekleidete fette Dame schwang Wortlos zur Seite. Schnell trat ich ein und wollte schon nach oben gehen, als ich eine schmächtige Gestalt im Sessel erblickte. Wie angewurzelt blieb ich stehen. Ein Schwall von Adrenalin durchzuckte meine Adern und erfüllte mich zum ersten Mal seit Tagen mit so etwas wie Leben.
„DU!“, schrie ich und richtete meinen Zauberstab auf Severus Snape.
Mit einer Mischung aus Bedauern und Mitleid, die mir in den letzten Tagen mehr als zuwider geworden war, betrachtete er mich aus seinen schwarzen Augen. „Lily.“, setzte er leidend an, „Es tut mir so leid.“
Zitternd zielte ich direkt auf sein Gesicht. „Es tut dir also leid?“, fragte ich bitter. Ich wollte es ihm heimzahlen. Seit Tagen rann die Schuld bleischwer in meinen Adern, lähmte meine Lungen und umschloss mein Herz mit eisernem Griff. Ich hatte nicht einmal mehr weinen können, seit ich mit Petunia gesprochen hatte. Eine Schuldige hatte nicht das Recht, auch noch Tränen zu vergießen, doch ER?!
Ohne jede Regung sah er mich an und schien gar nicht daran zu denken, das Weite zu suchen. „Komm mit mir.“, forderte er mich auf. „Ich weiß einen sicheren Ort, an dem sie dich nicht finden können.“
Fassungslos starrte ich ihn an. Glaubte er etwa nach wie vor allen Ernstes, ich würde ihm noch vertrauen? Einem Todesser? Ich mochte eine Gefangene Dumbledores sein und das war mir schon zuwider, aber ganz bestimmt würde ich nicht so dumm, so naiv sein, mich in die Obhut derer zu begeben, die meine Eltern ermordet haben.
„Es ist vorbei Snape.“, sagte ich und zum ersten Mal glaubte ich wirklich an meine Worte. Stumm verfluchte ich ihn und ging die Treppen hinauf zum Mädchenschlafsaal. Hoffentlich war James es, der ihn vor dem Kamin finden würde. Snape hatte es nicht besser verdient.
Er hatte mich verraten und eigentlich auch sich selbst. All die Beteuerungen, es mache keinen Unterschied, dass meine Eltern nicht Zaubern könnten, Lügen! Alles war er haben wollte war ich, oder vielleicht auch nur meine Hülle.
Langsam ließ ich mich auf mein Bett sinken. Immer noch rauschte das Blut in meinen Ohren. Auf meinem Nachttisch stand noch das schmutzige Geschirr von heute Morgen, denn ich nahm nicht an den gemeinsamen Mahlzeiten teil.
Mit zitternden Fingen nahm ich das glänzende Frühstücksmesser und schob den Ärmel meines Umhangs hoch. Nachdenklich betrachtete ich die bläulich schimmernden Venen, die knotig aus meinem Handgelenk hervorstachen. Es war so einfach!
Langsam ließ ich die Schneide sinken, konnte ihren stumpfen Druck auf meiner Haut spüren. Es war so einfach.
Doch die Minuten strichen dahin. So sehr ich es auch wollte, ein manischer Selbsterhaltungstrieb schien meine Glieder zu fesseln, sodass ich keinen Millimeter weiterkam. Immer wieder tauchte James Gesicht vor meinem inneren Auge auf, weinend, schreiend, dass ich es nicht tun dürfe. Ob meine Eltern nicht Beweis genug seien: Der Tod komme schon früh genug.
Am äußersten Rand hatte sich die Klinge rot verfärbt, als mir das Messer aus der Hand rutschte und klirrend zu Boden fiel. Noch nie hatte ich mich so schwach gefühlt. Es war so einfach! Und doch konnte ich es einfach nicht tun.
Weinend vergrub ich mich in mein Kissen und gab mich der Trauer hin.
In den nächsten Wochen war es, als säße ich hinter einem beschlagenen Fenster, hinter dem die Welt an mir vorüber zog. Ich aß nicht, schlief kaum, was mich nicht davon abhielt, den ganzen Tag im Bett zu bleiben und nicht zum Unterricht zu gehen.
Immer wieder versuchte Alice - natürlich vergebens - mich aus meiner Lethargie zu reißen. Tag für Tag kam sie mit den abenteuerlichsten Schilderungen aus der großen Halle zurück, wo nun auch die Überbleibsel des Phönixordens mit ihnen für den „Verteidigungsfall“ trainierten.
Ihre Mutter schien sich langsam zu erholen und selbst James, von dessen Verlust sie erst bei der Beerdigung erfahren hatte, war scheinbar wieder vollkommen ins Leben zurückgekehrt. Allein sie blieb in ihrer Trauer hinter ihnen zurück, mit den Gedanken in der Vergangenheit verwurzelt.
Ich hatte nicht wieder versucht „ES“ zu tun; würde es doch zu nichts führen. Schlimmstenfalls würde Alice mich erwischen und man würde mich wieder unter Drogen setzen. Nein, dass ich lebte, nahm ich mittlerweile als unausweichliche Tatsache hin: Ich hatte ja keine Wahl.
Am Tag schwelgte ich in Erinnerungen und versank in rosigen Tagträumen von einer besseren Welt: Meine Eltern waren am Leben und ich mittendrin; glücklich, zusammen mit James. Sie alle befanden sich am Meer - in meinen Träumen waren sie immer am Meer - und taten tagein tagaus nichts Anderes, als in unerschütterlicher Liebe zueinander füreinander da zu sein.
Natürlich hatte diese Traumszene niemals so stattgefunden. Ich war tatsächlich einmal mit Alice an die See gereist und wir hatten dort auch James - zu dieser Zeit von mir nur Potter gerufen - getroffen.
„Aber das Meer...“, immer wieder murmelte ich diese Worte vor sich hin. Wie Wellen schellten sie gegen mein Bewusstsein und brachen aus diesem hervor. Ja, das Meer hatte wohl Eindruck auf mich gemacht in seiner schier unbegrenzten Weite und Offenheit hatte es meist nur still dargelegten. Bei Sturm aber konnten die Wassermassen sich zu gewaltigen Wellen auftürmen, die kraftstrotzend über den Strand peitschten und die wenigen Menschen dort fluchtartig das Weite suchen ließ.
Doch dieser Urlaub war nun auch schon fast zwei Jahre her. Schon lange hatte ich nicht mehr außerhalb der - meist magisch - geschützten Mauern ein paar weniger Orte, eigentlich nur ihrem Elternhaus und Hogwarts gewohnt. Man hatte mich eingesperrt. Aber auch das war mit dem Tod meiner Eltern vorbeigegangen.
„Du bist dir selbst Gefängnis genug.“, hatte Alice mir nach einigen Wochen der Trauer aufgebracht vorgeworfen. Teilnahmslos hatte ich ihr den Rücken zugedreht und sehnsüchtig nach dem dreckigen Geschirr gelinst, doch ich konnte es nicht. Wütend hatte ich mein verheultes Kopfkissen auf die Ohren gepresst, dass es schmerzte.
So flogen die Septemberwochen ebenso an mir vorbei wie ein großer Teil des Oktobers. Es wurde Herbst: Alles Grün erblühte ein letztes Mal noch in den prächtigsten Farben, ehe es zu einer braunen Pampe verkommend die Regenrinnen verstopfte und überlaufen ließ und sich in allen Ecken ansammelte, um vor sich hinzumodern. Die Tage begannen später und endeten früher, wenngleich die Sonne sich ohnehin kaum Blicken ließ. Allzeit von einem tiefgrauen Wolkenschleier umhüllt war sie mit ihrer Wärme und ihrem Licht den Menschen ferner denn je. Allein der Regen prasselte ungehindert in dicken Tropfen traurig nieder und überzog die Welt mit seinen Tränen.
Doch die Wachträume waren, so sehr es sich um eine feige Weltflucht handelte, die bei weitem angenehmsten Tätigkeiten meiner Tage, waren sie doch alles, was ich den tiefschwarzen Nächten noch entgegenzusetzen hatte, die mich ausnahmslos heimsuchten, sobald mein Bewusstsein den schützenden Mädchenschlafsaal verlassen hatte und jene andere Welt schuf, in der ich wieder und wieder die gleichen Szenen von Mord bis Beerdigung durchleben musste. Alles überwucherten sie mit ihren giftigen Dornen, die die Lebenskraft raubten.
Es war nicht so, als hätte ich nicht versucht, dagegen anzukämpfen: Am Anfang hatte ich tapfer versucht dem etwas entgegenzusetzten - wahlweise der Gedanke an James oder das Messer unter meiner Matratze - Alice hatte wohl den Braten gerochen, sodass den Mahlzeiten nur noch Löffel als Besteck beilagen.
Es enttäuschte mich, dass sie schon so weit ging, denn ich war immer noch Hartnäckig und Stur genug zu kämpfen, wenngleich ich Tag um Tag verlor, dem einen letzten Gedanken unterlegen, der ihr die Kehle zuschnürte, indem er sie umarmte und hierdurch mit und mit erwürgte. Langsam war so jenes Feuer erstickt worden, dass immer in ihr gebrannt hatte.
„Du bist Schuld!“, wieder und wieder hallten Petunias Worte durch meinen Kopf. Manchmal fühlten sie sich so intensiv an, dass ich sie sogar leise vor mich hinmurmelte, als müssten sie endlich meinem Kopf entweichen.
Ich ließ mich gehen, dass wusste ich. Tag um Tag vegetierte ich vor mich hin und verlor jedes Zeitgefühl. Alice schränkte ihre Bemühungen nach einer Weile auf ein paar Scheiben Toast mit Marmelade - auf einem Plastikteller mit LÖFFEL - ein, sodass ich mich wenigstens nicht mehr für meine Verfassung rechtfertigen musste. Sollten sie doch bleiben, wo sie waren.
Mir war bewusst, dass ich an einem Punkt angekommen war, an dem es nicht mehr tiefer ging. Ich war auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen und wie Glas zerschellt. Die Trauer hatte den letzten Funken Lebenswillen in mir erstickt und in einem Zug ebenso die Kraft genommen es zu beenden. Alice hatte Recht: Ich war mir selbst ein Gefängnis.
---James POV---
„Es reicht.“, schimpfte Alice. Aufgebracht stapfte sie im Kreis durch den Gemeinschaftsraum und murmelte allerlei Flüche vor sich hin.
Langsam sah James von seinem Pergament auf, legte mit einem innerlichen Seufzer die Feder bei Seite und widmete ihr seine volle Aufmerksamkeit. Heute Mittag war sie noch guter Dinge gewesen. Immerhin hatte sie eine Zusage ihres Schwarms für den mit großen Tamtam angekündigten Weihnachtsball bekommen. Aber jetzt...
Er verstand Alice nur zu gut. Es waren jetzt mehr als zwei Monate vergangen, in denen Lily sich verkrochen hatte und über diese ganze Zeit hatte ihre Freundin sich abgemüht, ob mit Worten, Briefen von Freunden oder auch nur etwas zu essen, sie wieder ins Leben zurückzuholen. Doch sie hatte Lily nicht einmal überzeugen können, nur einmal den Schlafsaal zu verlassen und sich im Gemeinschaftsraum mit ihm zu treffen.
Somit war er vollkommen von ihr abgeschirmt und fühlte sich, obwohl es eigentlich nicht möglich war, noch machtloser als Alice. Wie oft er es auch versucht hatte, die Treppe zum Mädchenschlafsaal blieb die immergleiche spiegelglatte Rutschbahn. Ein dämlicher Kniff der Schulgründer.
„ES REICHT!“, machte Alice ein weiteres Mal ihrem Kummer Luft. „Jetzt kann sie was erleben.“, und stürmte wutschnaubend die Treppe zum Schlafsaal wieder empor.
Gebannt betrachtete er den steinernen Bogen in dem sie verschwunden war. Im Gemeinschaftsraum war es vollkommen still - es war immerhin schon spät nach Mitternacht. Den ganzen Nachmittag hatte Alice darauf verwendet, Lily erfolglos noch einmal mit Worten zu bearbeiten, doch ihre Geduld war seit langem aufgebraucht und er musste sich eingestehen, dass er sogar ein bisschen Angst bei dem Gedanken empfand, was Alice nun mit ihr anstellen würde.
Es dauerte keine zehn Minuten. Mit einem Mal stand Lily im Türrahmen, das Gesicht Tränenüberströmt. Schluchzend ging sie voran, oder wurde wohl eher von dem Zauberstab geschoben, der in ihrem Kreuz lag. Einen Ausdruck grimmiger Genugtuung im Gesicht ließ Alice sie in einen der roten Sessel vor dem Kamin schweben.
Zitternd sank ich in sich zusammen und murmelte etwas vom „Meer“. James schauderte, als wäre er durch einen Geist gegangen so leblos saß sie vor ihm. Sie war abgemagert, ihre Wangen waren hohl und die blutunterlaufenen Augen lagen tief in den Höhlen und alle Farbe war aus ihrer Haut gewichen und hatte ein wächsernes Grau zurückgelassen.
„Ich bin schuld.“, murmelte sie fast unhörbar vor sich hin.
„Nein, bist du nicht.“, fuhr Alice wütend dazwischen. „Sags ihr James.“, wandte sie sich entnervt an ihm.
Erschrocken sah er sie an. Seit der Beerdigung hatte er keine richtige Möglichkeit mehr gehabt, mit ihr zu sprechen und jetzt sollte er ihr mal eben die Meinung sagen? Vorsichtig räusperte er sich.
„Lils?“, setzte er vorsichtig an, „Alice hat Recht. Du bist nun wirklich die Letzte, der man etwas vorwerfen könnte. Ich kann dir versichern, dass nichts, was du getan hast in irgendeiner Weise zum Tod deiner Eltern geführt hat.“
Doch Lily heulte nur laut auf und schlug die Hände vors Gesicht. „Aber das ist es ja gerade, James!“, rief sie verzweifelt, „Es ist nicht, was ich tue, das sie umgebracht hat. Es ist, was ich bin.“
„Jetzt fängt das schon wieder an.“, stöhnte Alice entnervt. „Mal ehrlich Lils, du kannst dich doch nicht für deine Existenz schuldig fühlen. Du musst endlich wieder anfangen zu leben.“
„Erzähl zu mir nichts vom Leben.“, schluchzte sie und zog ihren Zauberstab hervor.
Reflexartig zielten ihre Freunde ebenso auf sie. Es versetzte James einen Stich aber in ihrem derzeitigen Zustand war Lily einfach unberechenbar. „Bitte tu uns das nicht an Lily.“, flüsterte er erstickt.
Enttäuscht sah sie ihn an. „Wie kannst du nur auf den Gedanken kommen, ich könnte einem von euch etwas antun?“ Mit geballter Faust richtete sie den Stab auf ihre Kehle. „Zeigt das nicht schon, wie sehr ich es verdient hätte zu sterben. Wenn ich es nur könnte.“, fügte sie verärgert hinzu.
Blitzschnell sammelte James all seine Konzentration. Er war nie besonders in ungesagten Zaubern gewesen, doch nun kam es wirklich darauf an. Er konnte - nein er durfte - einfach nicht versagen.
EXPELLIAMUS
In hohem Bogen flog der Zauberstab aus Lilys Hand und fiel klackernd zu Boden. Gebannt verfolgte er, wie der Zauberstab langsam über den Boden auf ihn zurollte. Dann ging er auf Lily zu, zog sie zu sich heran und umschloss sie mit seinen Arme. Sie blieb steif, wie eine Puppe.
„Das darfst du nicht tun Lily.“, redete er auf sie ein und versuchte seinen Worten einen beruhigenden Klang zu geben. „Hörst du? Das Leben hat so viel mehr zu bieten.“
Bei diesen Worten erstarrte Lily vollends. Ein flüchtiges Grinsen zuckte über ihre Wangen, dann wandte sie sich aus seinen Armen und blickte ihn direkt aus ihren roten Augen an. „Beweis es mir.“
Fassungslos sah James sie an. „Aber wie denn?“, fragte er perplex. „Ich brauche Zeit. DU brauchst Zeit. Ein halbes Jahr, vielleicht ein ganzes, aber es wird besser werden, mit der...“
„Sagen wir erst mal ein halbes Jahr.“, unterbrach Lily ihn in geschäftsmäßigem Tonfall. „Was bekomme ich dafür?“
James wäre vor Freude fast aufgesprungen. Gab es etwa doch noch eine Chance, dass sich am Ende alles zum Guten wenden würde? Auch Alice sah hoffnungsvoll in ihr Gesicht. Feierlich richtete er sich auf. „Alles.“, sagte er vollmundig.
Lily nickte und fuhr flüchtig über ihre Augen. Vergeblich, denn noch immer kullerten neue Tränen nach. Am liebsten hätte James sie sofort wieder in die Arme geschlossen.
Dann straffte sie die Schulten, schluckte und sagte: „Also gut. Ich gebe dir sogar sieben Monate, James Potter.“, kurz stoppte sie und atmete tief durch. „Sieben Monate, in denen ich es nach Kräften noch einmal versuchen werde.
Sollte mein Wunsch dann immer noch bestehen, wirst du mir im Gegenzug helfen.“
James Magen zog sich zu einem kalten Klumpen zusammen. Alles in ihm drängte danach laut „Nein!“ zu rufen. Zögernd sah er in Lilys Augen. Regungslos und Unbeugsam fixierten sie ihn und ließen keinen Zweifel daran, dass sie es vollkommen ernst meinte. „Das kann ich nicht.“, sagte er und sah ihr fest in die Augen.
„Das werden wir ja sehen.“, entgegnete Lily und stand auf. „Ich werde einfach meinen Teil der Abmachung erfüllen und wenn du dann immer noch meinst dich aus moralischen Gründen zieren zu müssen, werde ich mich eben Du-weißt-schon-wem ausliefern. Der wird bestimmt nicht zögern.“
„Lily.“, flehend sah er sie an, „Ich liebe dich.“
Zitternd ließ sie sich in seine Arme zurück fallen. „Ich dich auch.“, murmelte sie. „Ohne dich wäre ich schon tot.“
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Mittwoch, 24.05.
Hermine hängt die Tweed-Röcke und Strickpullis von Oma in den Schrank und - darf ich es überhaupt aussprechen - trägt Jeans!
Emma Watson