
von Zissy Malfoy
„Ruhe!“, rief der Schulleiter, Prof. Dumbledore, und augenblicklich verstummten die Schüler.
Ich saß mit Allie und Stella am Slytherin-Tisch (ist ja klar).
„Bevor wir uns nun den Bauch voll schlagen möchte ich eine Ankündigung machen. In diesem Schuljahr“, fuhr er fort, „Haben wir die große Ehre zwei andere Zauberschulen beherbergen zu dürfen.“
Ein Raunen ging durch die Schülerschaft und ich tuschelte aufgeregt mit Stella.
„Begrüßt mit mir Durmstrang und Beauxbatons!“
Mürrisch dreinschauende Jungs marschierten in die große Halle. Ihnen voran ein Mann mit blonden längeren Haaren und Bart. Ich nahm an, dass das der Direktor war.
„Boris! Ich freue mich, dich zu sehen!“, rief Dumbledore und umarmte den seltsamen Typen.
Den Jungen, ich nahm an, dass sie die Durmstrangs waren, folgten Mädchen. Sie hatten allesamt Kleider aus Seide an und manche sahen sehr eingebildet aus. Ich war mir sicher, dass wir uns anfreunden würden.
Ihre Direktorin, eine kleine, hübsche, jedoch ernst blickende Frau folgte ihnen.
„Da wir nun alle versammelt sind“, sagte Dumbledore, „Werde ich euch nicht länger auf die Folter spannen. Dieses Jahr wird bei uns das Trimagische Turnier stattfinden!“
Manche Jubelten, manche tuschelten. Doch die Aufregung stand jedem Einzelnen ins Gesicht geschrieben.
„Ab morgen können alle Schüler, die mindestens 17 Jahre alt sind...“, ein empörter Aufschrei ging durch die Menge, „Ihren Namen in den Feuerkelch werfen.“
Dumbledore gab einem Mann, der hinter dem Lehrertisch stand ein Zeichen und er brackte mit zwei Anderen einen großen Holzklotz auch ein Podest neben Dumbledore. Wie spektakulär...
„Aus jeder Schule wird ein Champion ausgewählt, der am Turnier teilnimmt. Die Auswahl wird am Donnerstag stattfinden.“
Mit einem Wink seines Zauberstabes ließ der Schulleiter den Holzklotz schmelzen und zum Vorschein kam ein genauso spektakulärer Becher.
Dann erschien plötzlich das Essen und alle wurden abgelenkt (Die Durmstrangs setzten sich an unseren Tisch, die Beauxbatons san den Ravenclaw-Tisch).
Ich vertiefte mich wieder ein Gespräch mit Allie und Stella. Wir redeten darüber, wer wohl die Champions werden würden.
„Ich denke, deine Schwester wirft ihren Namen in den Kelch, Zissy...“, meinte Stella und sah verstohlen zu Bellatrix hinüber.
„Wenn du meinst...ich glaube, dass sie zu feige ist...“, antwortete ich und steckte mir einen Bissen Kuchen in den Mund.
Stella zuckte mit den Schultern.
„Ich warte einfach ab. Wir werden es doch schon in 3 Tagen wissen“, sagte Alecto.
Die Einteilung der Neuen war auch ziemlich langweilig. Das Mädchen mit den roten Haaren kam nach Gryffindor und ich Freund nach Slytherin. Ich hatte so eine Ahnung, dass nicht mehr ganz so gut miteinander auskommen würden.
Später am Abend saß ich noch im Gemeinschaftsraum. Es war fast Mitternacht, doch ich wollte nicht schlafen. Ich war eigentlich auch gar nicht müde.
Gemütlich lag ich auf einer Couch vor dem Kamin und las. Bis vor zirka einer Stunde waren auch Allie und Stella hier gewesen. Sie sind aber schon in den Schlafsaal gegangen. Sie sagten sie wären todmüde.
Also saß ich hier ganz alleine. Es war schön, einmal seine Ruhe zu haben. Doch wenn ich alleine war, dann musste ich oft an ihn denken. Ich versuchte mich auf mein Buch zu konzentrieren und alle anderen Gedanken einfach auszublenden.
„Darf ich mich setzen?“, fragte jemand leise. Ich sah auf und bereute es sofort.
Lucius stand vor mir und sah mich fragend an.
„Klar...ist ja der Gemeinschaftsraum...“, murmelte ich und versuchte mich wieder auf mein Buch zu konzentrieren.
Er ließ sich mit meinem Plumpsen auf einen Sessel fallen. Wieso setzte er sich zu mir?
Es war fast noch schlimmer als in der Kutsche.
Er hustete auffällig. Ganz offensichtlich wollte er, dass ich auf ihn aufmerksam werde.
Konnte er mich nicht einfach in Ruhe lassen? Ich versuchte krampfhaft, die Geschichte von meinem Buch zu verfolgen, doch es ging nicht. Ich spürte seinen Blick förmlich auf mir.
Langsam sah ich auf. Er lächelte. Ich schnaubte.
„Brauchst du irgendwas?“, fragte ich und versuchte meine Unsicherheit zu verbergen.
Es gelang mir offensichtlich.
„Nein...ich kann bloß nicht schlafen...du hast gesagt, dass ich mich setzen darf.“
„Ich bin müde. Gute Nacht.“
Ich stand auf und lief die Treppe zu meinem Schlafsaal hinauf.
Im Bett dachte ich noch über die gerade erlebte Situation nach.
Wollte er es noch schlimmer machen, als es sowieso schon war? War er wirklich so gemein?
Hatte er sich gar nichts dabei gedacht und konnte wirklich nicht schlafen?
Viele Fragen schwirrten mir durch den Kopf. Doch langsam glitt ich in einen tiefen Schlaf. Ich war wohl doch ziemlich müde gewesen.
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