
von Salvio Hexia
2.)
Draco
Ich habe mir fest vorgenommen sie zur Rede zu stellen und ich schaff das auch… Schließlich bin ich ja auch nicht alleine. Nur wo ist sie bloß hingegangen? Ich mache mich auf den Weg zu unserem Gemeinschaftsraum, in der Hoffnung sie dort anzutreffen. Nur leider kommt mir der Weg extrem kurz vor. Am liebsten wäre es mir umzudrehen und ihr nicht begegnen zu müssen nur das würde mir meinen Ruf versauen. Zudem kreuzen auf dem Weg immer wieder dumme Gryffindor auf die meinen mich beleidigen zu müssen. Und.. nein.. „Na Draco hast du eine Abfuhr bekommen? Ist wohl doch 10 Ligen zu hoch für dich!“ „Mach Platz Potter!“ Doch die drei fangen an zu lachen. Langsam steigt immer mehr Wut in mir hoch als ich unten bei den Kerkern um die Ecke zu unserem Gemeinschaftsraum biege. Ich stehe vor der Tür, nehme allen Mut zusammen und gehe so selbstbewusst wie möglich durch die Tür hinein und.. Sie sitzt wirklich da! Die Hände in die Hüften gestützt und mit meinem wütesten Blick bauen ich und meine Kumpels sich vor ihr auf. Sie blättert in irgendeinem Buch herum und bemerkt uns nicht. Ein kleines Räuspern meinerseits und sie schaut zu mir hoch. Gerade als ich anfangen will sie “fertig“ zu machen, senkt sie schon wieder den Blick auf ihre Lektüre. Ein erneutes Räuspern. Sie fängt an zu seufzen lenkt jedoch nicht den Blick nicht von ihrem Buch ab. „Kann man nicht mal ein paar Minuten in Ruhe hier sitzen und lesen?“ Sie scheint genervt. Mit einem erneuten Kopfschütteln legt sie ihr Buch zur Seite und schaut mich an: „Was willst du Draco?“ Etwas überrascht, dass sie meinen Namen kennt will ich ansetzten doch.. „Jaja. Es ist wegen vorhin oder? Du solltest dir keine Chancen bei mir ausmalen. Ich steh nicht auf Milchbubis!“ Ohne weitere Erklärungen steht sie auf und geht in Richtung Mädchenschlafsaal. Noch völlig perplex versuche ich mich zu sammeln und sie aufzuhalten, doch sie ist schon durch die Tür verschwunden. Auch Crabbe und Goyle stehen wie angewurzelt da. „Das war mal eine Abfuhr!“, entfährt es Crabbe. Ich strafe ihn mit einem fiesen Blick und auch wir drei verziehen und in unseren Schlafraum.
Edana
Nachdem ich zu unseren Betten gelangt bin, nehme ich meine Kulturtasche von meinem Bett und gehe in das Bad. Dort angelangt stelle ich mich vor den Spiegel und muss erschreckend feststellen, dass die Augenringe beachtlich gewachsen sind. „Die lange Reise hat doch ein paar Spuren hinterlassen.“ „Was für eine lange Reise?“ Ein eher schüchternes Mädchen mit langen hell-blonden Haaren steht hinter mir und schaute mich mit einem warmherzigen Lächeln an. „‘Schuldigung wenn ich dich erschreckt habe… Ich bin Luna, Luna Lovegood.“ „Du hast mich nicht erschreckt. Und hey, ich bin Edana.“ Ich entschied spontan als wer ich mich vorstellte. Weiterhin dieses Lächeln ihrerseits und es zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen. Ich atme tief ein, streiche eine Haarsträhne hinter mein Ohr und wende mich wieder dem Spiegel zu. „Ähm.. Bevor ich hierher gekommen bin wohnte ich in Chicago. Genauer gesagt Near North Side. Und ja.. Das ist nun mal ein langer Weg.“ Ein kleines Kichern entzieht sich meinem Mund. „Chicago ist eine große Stadt hab ich Recht?“ Mit Zahnbürste und Zahnpasta in meinem Mund murmel ich, dass es eine wunderbare Stadt ist und dass man sie gesehen haben muss. „Das habe ich gleich heraus gehört.“ Mit fragender Miene spüle ich meinen Mund aus, blecke meine Zähne in den Spiegel und stelle zufrieden fest, dass sie sauber sind. „Was meinst du damit?“ „Na dein Akzent.. Man hört das du aus Amerika kommst!“ Ich binde mir meine Haare zusammen und werfe einen anerkennenden Blick in Richtung von Luna, verabschiede mich und kehre in meinen Schlafraum zurück, in welchem schon alle tief und fest schlafen. Mir ist keineswegs aufgefallen, wie lange ich weg gewesen sein musste. Schließlich ziehe ich mein großen T-Shirt als meinen Schlafanzug an und lege mich mit einem gemischtem Gefühl ins Bett und schlafe letztlich doch recht schnell ein.
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