
von Salvio Hexia
3.)
Ebony
Noch sehr müde erwache ich in meinem alten Trott. Und gerade in solchen Momenten ist das Bett gerade so schön warm. Doch schließlich zwinge ich mich dazu auf zustehen und bereue es gleich wieder. Ein kalter Windhauch streichelt meine noch warme Haut und zaubert mir eine Gänsehaut. Bevor ich noch gefühlsmäßig erfriere, ziehe ich mir meinen schwarzen Pullover und meine dunkelblaue Röhrenjeans an, bürste meine Haare, binde sie zu einem hohen Zopf zusammen und schlinge mir einen dunkelblauen Schal um meinen Hals. Ja, heute ist ein verdammt kalter Tag. Letztlich lege ich noch mein Alltags Make-up auf. Meine Augen umrunde ich mit Eyeliner und Kajal und meine doch sehr vollen Wimpern verlängere ich noch mit Wimperntusche. Mal wieder erschrecken mich meine weißen Augen. Gar nicht auszumalen wie außergewöhnlich meine Augen auf andere wirken muss, wenn selbst ich mich jedes Mal wundere.
Jetzt mache ich mich aber auf den Weg zur großen Halle und schwinge mir noch schnell meinen Umhang über meinen Arm. Da der Kerker doch kälter ist als gedacht, ziehe ich mir wiederwillig gleich meinen Umhang an und gehe durch die recht leeren Gänge. Doch so wie der Zufall will, kommt mir Draco auf der Hälfte des Weges entgegen. Ein Grinsen liegt auf meinem Gesicht als ich sehe, das Draco mit rot werdenden Wangen und auf den Boden gerichteten Blick versucht, unbemerkt an mir vorbei zu kommen. „Morgen Draco!“ Er huscht schnell an mir vorbei und ich muss mir echt ein Lachen verkneifen.
Jetzt erst fällt mir auf, dass ich mir Hogwarts genau so vorgestellt habe! Es sieht alt und urig aus, sowie einem immer ein Geruch von alter Magie in die Nase steigt. Leicht süßlig, sauer oder auch bitter, je nach dem was für ein Zauber gewirkt wurde. Und endlich habe ich auch die große Halle erreicht. „Oh mann. Ich sollte echt mal früher aufstehen!“ Ein bisschen niedergeschlagen schaue ich mich in dem momentanen Essensaal um und muss feststellen, dass diese knüppelvoll ist und nur so übersprudelt vor Gelächtern und Gelaber. Ich schaue mich um, entscheide mich für den Gryffindor-Tisch zum Frühstücken, entdecke noch ein freies Plätzchen und setze mich neben einen Jungen, der mich mit offenen Mund anstarrt. „Sag mal wollen da auch noch Worte herauskommen?“
Edana
Sein Mund klappt zu. „Nein Scherz.. Ich bin Edana.“ Ein Lächeln breitet sich bei ihm aus. „Hey. Ja da wollen Worte heraus kommen die sich dir Vorstellen: Ich bin Cormac McLaggen.“ Er reicht mir seine Hand und ich nehme sie freundlich lächelnd entgegen. Jedoch spüre ich zwei Blicke in meinem Rücken und drehe mich in die Richtung..
Die Zwillinge haben ein schiefes Lächeln aufgesetzt und beobachten mich. „Das kann nichts Gutes bedeuten!“, flüstert mir Cormac in mein Ohr. „Nein ich befürchte nicht..“, sage ich überlegend. Bis jetzt hatte ich noch keinen Kontakt zu den beiden gehabt, weiß aber, dass Fred und Georges berühmt-berüchtigt für ihre Streiche sind und ahne böses. Nervös schaue ich hin und her, in der Hoffnung irgendetwas zu finden, dass auf einen Streich hinweist. Doch bemerke ich leider nichts verdächtiges und mein Blick fällt auf das Essen. Ob sie wohl?
Ebony
In diesem Moment setzt sich das Trio den beiden gegenüber und fängt aufgeregt ein Gespräch mit ihnen an. Ehrlich gesagt bin ich froh. Also schnappe ich mir in einem unbemerkten Augenblick der Zwillinge nur einen Apfel und mache mich auf den Weg nach draußen, um wenigstens noch ein bisschen Ruhe vor dem Unterricht zu finden. Allerdings muss ich an Schneewittchen denken und schmeiße den Apfel lieber weg.
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